Gruppenzugang

Alles zu Deiner persönlichen Situation, Deinen Erlebnissen und was Dir auf dem Herzen liegt als Absoluter Beginner.
ERSTER BEITRAG DES THEMAS
NBUC
Eins mit dem Forum
Beiträge: 12583
Registriert: 26 Okt 2009 16:25
Geschlecht: männlich
AB-Status: AB Vergangenheit
Ich bin ...: vergeben.
Ich suche hier ...: nur Austausch.
Wohnort: Kulturhauptstadt2010

Gruppenzugang

Beitrag von NBUC »

Da das Thema im Ursprung nur randmäßig zu gehörte, aber meines Erachtens einen Kern der AB-Problematik streift, habe ich hier damit einen neuen Faden aufgemacht.
inVinoVeritas hat geschrieben: 17 Dez 2021 07:47 Die Gründe warum jemand einsilbig ist oder desinteressiert wirkt sind in einer solchen sozialen Situation aber irrelevant für den Ausgang des Abends, denn die anderen Anwesenden sehen so ein Treffen nicht als Selbsthilfegruppe um Menschen mit sozialen Defiziten zu therapieren, sondern um neue Bekannte/Freundschaften zu finden und eine gute Zeit zu haben.
Ergo wenden sich die Menschen von jenen, die sich wie von mir beschrieben verhalten haben irgendwann ab und die Dynamik nimmt ihren Lauf.
Die Gründe für dieses Bild sind aber relevant, wenn man dieser Einstufung irgendwann einmal entgegen wirken will.
inVinoVeritas hat geschrieben: 17 Dez 2021 07:47 Beobachtet habe ich diese Dynamik nicht nur bei einem NiK-Treffen, sondern bei vielen anderen auch und dazu auch in ganz anderen Kontexten (Einführungswoche im Studium, Sport-Gruppenreise, etc.), wo es immer diese paar Leute gibt, die aufgrund meiner geschilderten Merkmale bei Gruppenbildungen außen vor bleiben.
Ja, das sind häufiger auftretende Muster, nicht nur bei NiKTreffen und ähnlichem.
inVinoVeritas hat geschrieben: 17 Dez 2021 07:47
NBUC hat geschrieben: 16 Dez 2021 20:13 - Haben von sich aus das Gespräch gesucht und Leute bewusst angesprochen
Wenn sie das wirklich getan hätten, hätten die Stillen ja zumindest darüber eingebunden sein müssen (so sie nicht über still hinaus aktiv abblocken)
Genau hier ist der Zirkelschluss zur Einsilbigkeit und dem desinteressiertem Wirken auf die Umstehenden.
Wenn ich jemanden frage wie lange er denn schon in Köln lebt und da nur "seit 6 Monaten" kommt und danach gar nichts mehr, steht das in krassem Kontrast zu der anderen Person, die sagt "Seit 6 Monaten! Habe vorher in München gelebt und habe mir dann nach der Trennung meiner Freundin eine Veränderung gewünscht. In Köln gab es dieses tolle Jobangebot und da habe ich einfach den Sprung gewagt und bin hierhergezogen, ich kenne sogar zwei Bekannte die hier bereits leben, das hat es mir etwas leichter gemacht! Wie lange lebst du denn schon in Köln`? Bist du auch von einer ganz anderen Region hierhergezogen?"
Das ist der Kurzschluss, der nicht hinter dieses Einzelbild schaut.

München, Freundin, tolles Jobangebot, Freunde in der Stadt muss man erst einmal haben.
Bin vor 6 Monaten von einem stinklangweiligen Dorf hierher gezogen und bin nun auf Hartz4, weil ich keinen Job gefunden habe, bist du auch arbeitslos? wird trotz mehr Worten erwartbar kaum bessere Reaktionen erzeugen. Also lässt das jemand, der diese Erfahrung vorher schon gemacht hat meist irgendwann halt direkt sein.

Wenn wäre also nicht „offener sein“ die potentielle Lösung, weil da auch „offen“ eben nichts anzubieten ist, sondern ob sich da Bereiche identifizieren lassen, wo man dann passend andocken könnte, sei es bei dieser Zielgruppe oder auch einer anderen, idealerweise dann auch partnerhaltig.
inVinoVeritas hat geschrieben: 17 Dez 2021 07:47 Das ist kein ausgedachter Dialog, sondern hat sich genau so in meine Gesamtbeobachtung eingefügt zwischen "Offenen" und "Nicht-offen" wirkenden Menschen, wo man mit letzteren gerne Kontakt knüpft und erstere recht schnell aus der Wahrnehmung verschwinden. Mit so jemandem kann ich jetzt direkt über verschiedenste Dinge weitersprechen: Warum Trennung von Freundin? Erwähnen dass ich auch Single bin, man könnte das Thema "Tinder-Erlebnisse" ansprechen, die kulturellen Unterschiede München<->Köln, etc. etc. etc. - so ergibt sich ein dynamisches und interessiertes Gespräch.
Eben, Austausch unter Personen ähnlichen und damit für sie relevanten Hintergrunds.
„Bin AB und habe auf Tinder bisher noch kein Match bekommen, ist KEINE Gesprächsbasis mit jemandem, der von den Worten oben angesprochen würde.
Bin aus Köln und dann nur noch Fragen stellen wirkt auch nicht „interessiert“ und wenn man nicht gerade einen ausgesprochenen Selbstdarsteller erwischt hat, wird das relativ kurzfristig für den Ausgefragten auch nicht spaßig und damit auch nicht viel besser wirken. Der Unterschied zwischen interessiert und nervig hängt eben meist davon ab, wie interessant man dann selbst für den Befragten ist.
inVinoVeritas hat geschrieben: 17 Dez 2021 07:47 Bei solchen Gruppentreffen geht es darum Menschen kennenzulernen und nicht bestimmte Themen zu diskutieren, diese sind lediglich das Vehikel um schlussendlich auf der persönlichen Ebene miteinander zu "connecten".
Ja, aber diese Vehicel-Themen dann nicht bedienen zu können, verhindert eben das „connecten“ - nicht die „Offenheit“.
Bliebe also die Frage, welche Themen sind „connectend“ und welche davon sind für einen AB „vorbereitend“ zugänglich.


inVinoVeritas hat geschrieben: 17 Dez 2021 07:47 Hier wird deine bemühte Verteidigung wirklich absurd.
Exklusivitätsauswahl? Bei 30 total zufällig zusammengewürfelten Menschen, die zunächst keinerlei Gemeinsamkeit haben außer dass sie in einer Facebook-Gruppe angemeldet sind und neue Leute kennenlernen wollen? Da gibt es keine "Szene", sondern das ist üblicherweise ein sehr bunt gemixter Haufen an Menschen.
Diese Exklusivitätauswahl ist genau das, was du oben beschrieben hast wie sich diejenigen, die über entsprechende Themenpassungen (und/oder auch anderen Statusmarkern) connecten, dann von den anderen abtrennen. Dazu muss nicht vorher schon diese Differenzierung vorhanden sein. Die kommt dann ganz von alleine.

inVinoVeritas hat geschrieben: 17 Dez 2021 07:47 Dein letzter Satz zeigt deutlich dass du in irgendeiner sehr schädlichen Denkweise festhängst, denn du kannst schlichtweg nicht objektiv zur Kenntnis nehmen, dass ich diese Dinge wiederholt beobachtet habe und dass es vollkommen irrelevant ist, WARUM sich jemand so gibt. Es hat einfach eine Wirkung auf andere Menschen und wenn man sich fragt, warum man sich so schwer tut andere Menschen (und auch Frauen kennenzulernen), dann ist eine solche Reflektion definitiv ein Ansatzpunkt.
Ich glaube dir, dass du das beobachtet hast. Ich habe das auch schon beobachtet, sowohl als „Opfer“, als auch als Teil einer „Mehrheitsfraktion“ unter anderen Konstellationen.
Aber das WARUM bestimmt, wie man da ggf raus kommt.
inVinoVeritas hat geschrieben: 17 Dez 2021 07:47 Niemand hängt hier irgendwem "die Schuld" an, da gibt es keine Verschwörung oder Getuschel in der Gruppe über diese 2-3 ruhigen Personen da vorne. Es ist einfach soziale Dynamik, dass Menschen sich mit solchen Individuen einfach nicht gerne beschäftigen, die so rüberkommen wie beschrieben und sich dann anderen Menschen zuwenden, mit denen es besser läuft.
Nochmal: Deine potentiellen Begründungen für jede meiner aufgezählten Beobachtungen sind schlichtweg irrelevant für den Ausgang der Situation, denn sie ändern nichts am Ergebnis des Treffens: die Nicht-offen-Wirkenden sind außen vor geblieben und gehen ohne neue Kontakte nach Hause. Wollen sie das ändern, müssen sie reflektieren warum sich das so (wahrscheinlich immer wieder in ihrem Leben) abspielt.
DIE „Menschen“ wollen nichts mit den „unoffenen“ (Nicht?)menschen zu tun haben, die sich mit ihrer „Unoffenheit“ als Mensch disqualifiziert haben?

Es IST eine soziale Dynamik, aber nicht zwischen Menschen und Unoffenen, sondern eben zwischen denjenigen, welche in einem Umfeld ihr „dazugehören“ (oder anderes soziales Kapital) durch Eindruck und eben passende Themenbedienung signalisieren können und den „anderen“, welche kein Interesse ERZEUGEN können.
Nur was zum „Dazugehören“ im jeweiligen Umfeld gehört wechselt eben – und kann natürlich auch z.B. in Nerdkreisen passieren, bzw. habe ich auch schon dort beobachten können. Aber es wäre arschig die eigene (nicht zu verurteilende) Selbstbezogenheit der Gegenseite als „Unoffenheit“ anzuhängen.


In Summe meine Thesen zu dem Thema:

A) Zu einer erfolgreichen Kommunikation gehören immer 2 willig zuarbeitende Parteien.
B) Dieser Willen hängt von dem Maße ab, wie die jeweiligen Beteiligten an dem Gespräch selbst oder an den sich daraus in Aussicht stehenden anderen Vorteilen Interesse finden.
C) Einer muss den ersten Schritt machen und ein entsprechendes Angebotspaket auf den Tisch legen. Ein erfolgreicher Kontakt wird aber nur daraus, wenn dieses Angebot auch auf Gegeninteresse stößt.

Hieße vermutlich für anschlusssuchende ABs:
1) Wenn dein erster Eindruck nicht gut genug ist um Fremdinteresse zu wecken (und dass heißt typischerweise LMS+ ggf je nach Umständen noch Verträglichkeitseindruck) , musst du selbst aktiv werden, auch wenn es "ungerecht" ist.
2) Damit dieses Angebot nicht direkt wieder ins Leere läuft, muss dieses Gesprächsangebot dann schleunigst die fehlenden positiven Eindrücke nachliefern. Die andere Seite muss einen Anlass sehen, in deine Richtung genauso" offen" zu sein.
2a) Zugehörigkeitssignale zur gleichen oder zumindest einer anderen in diesem Umfeld angesehenen Gruppe SIND ein wichtiger Teil des Statusanteils!
3) Bei einem Kontaktschluss auf reiner Sachthemenbasis muss für persönlichere Kontakte dann noch eine entsprechende Zugehörigkeitsvermittlung/persönliches Angebot erfolgen. Das wärmere Umfeld erlaubt es dir nur dies langsamer und ohne direkte Grundablehnung zu verfolgen.

Blieben als zu (mindestens) erkundende Arbeitsfelder:
i) was gibt es an potentiellen Gruppen, doppelt mit potentiellen Partnerschaftskandidaten
ii) was wären dann die Attribute und Themen , welche dort bedient werden müssen, damit man nicht in der Vorauswahl schon an dem mangelnden "connecten" scheitert.
iii) wie macht man sich da dann ggf passend fit für?

Bitte um sachliche, auf den Inhalt bezogene Beiträge. Geht einfach da´von aus nacktes "NBUC ist ein verkopfter, blinder Idiot" wäre schon reichlich gepostet.
Natural Born UnCool

Alle gesellschaftlichen Betrachtungen enthalten zwangsläufig Verallgemeinerungen und werden daher Ausnahmen und Einzelfälle enthalten, denen sie nicht gerecht werden können.

wenn ich nicht antworten sollte heißt das nicht, dass du Recht hast, sondern ich kein Internet!

ERSTER BEITRAG DES THEMAS
Icct Hedral
Tauscht Gedanken aus
Beiträge: 57
Registriert: 03 Okt 2021 18:18
Geschlecht: männlich
AB-Status: Hardcore AB
Ich bin ...: nur an Frauen interessiert.
Ich suche hier ...: eine(n) Partner/in.
Wohnort: Düsseldorf

Re: Gruppenzugang

Beitrag von Icct Hedral »

Im Falle von sozialen Kontakten connected man mit gleichen Interessen und Hobbies. Dann hat man ein Thema über das man kommunizieren kann und könnte Freunde finden. Bei der Partnersuche wird es etwas schwierig. Auf der Straße oder in Clubs alleine auf Gruppen zuzugehen wird nicht erfolgsversprechend sein. Verschlossenheit und soziale Defizite kommen bestimmt nicht gut an. Da müsste man schon auf Gleichgesinnte treffen.
Manche Situationen erleichtert der geringe Einfluss von Alkohol wenn man sonst nicht gesprächig ist. Zu viel davon könnte allerdings nach hinten losgehen.
NBUC
Eins mit dem Forum
Beiträge: 12583
Registriert: 26 Okt 2009 16:25
Geschlecht: männlich
AB-Status: AB Vergangenheit
Ich bin ...: vergeben.
Ich suche hier ...: nur Austausch.
Wohnort: Kulturhauptstadt2010

Re: Gruppenzugang

Beitrag von NBUC »

Icct Hedral hat geschrieben: 18 Dez 2021 21:19 Im Falle von sozialen Kontakten connected man mit gleichen Interessen und Hobbies. Dann hat man ein Thema über das man kommunizieren kann und könnte Freunde finden. Bei der Partnersuche wird es etwas schwierig. Auf der Straße oder in Clubs alleine auf Gruppen zuzugehen wird nicht erfolgsversprechend sein. Verschlossenheit und soziale Defizite kommen bestimmt nicht gut an. Da müsste man schon auf Gleichgesinnte treffen.
Manche Situationen erleichtert der geringe Einfluss von Alkohol wenn man sonst nicht gesprächig ist. Zu viel davon könnte allerdings nach hinten losgehen.
Ja, wobei ich denke, dass es da zusätzlich noch Unterschiede auf den Ebenen der Annäherung gibt.
In einem eher sachbezogenen Umfeld, bekommt man erst einmal auch schneller sachbezogenen Kontakt.
Aber zum persönlichen connecten gehört dann meinem Eindruck nach auch ein connect auf dem privateren selbstbildbestimmenden Selbstverständnis dazu. Das kann kommen, wenn beide für ein gemeinsames Thema brennen, aber bedient sich sonst eher wenn die sonstigen Lebensbedingungen und Milieuzugehörigkeiten ähnlich sind oder jemand "downdatet", sprich Anschluss sucht und nicht ähnlich, aber etwas besser eingestuft wird.

Jetzt haben wir als AB meist das Problem diejenigen zu sein, welche in ihrem Bemühen um Anhilfe erkannt haben sich ein neues, partnerhaltigeres Umfeld erschließen zu müssen (Sei es, dass man vorher wirklich isoliert war oder aber auch, dass man zwar eigene Kreise hat/hatte, aber diese eben auf die Partnersuche bezogen unzureichend erscheinen.

Gleichgesinnte kann man hier also erst einmal nicht voraussetzen, die hatte man "daheim" in den bisherigen Kreisen in denen man AB geworden/geblieben ist.

Das "soziale Defizit" wäre in dem Fall also, dass man als AB nicht in der Lage ist, ein partnerschaftstauglicheres Milieu zu erkennen UND dann auch dort erfolgreich anzudocken.
Wobei die Antworten dazu voraussichtlich auch noch einmal merklich vom Alter und der Art bzw. den Bedürfnissen der Gruppe abhängen wird.

Wenn man bereist für eine Themengruppe "qualifiziert" sein sollte, bietet sich dies sicher als erstes an, wobei dann die Frage ist, warum das nicht eh schon nahelag sich dort zu betätigen.

Kämen als nächstes Themengruppen, zu denen man bisher noch keinen Draht hatte und dann themenfreie soziale Gruppen.
Erstere wären idealerweise Vereine, denn dort haben zumindest die "Offiziellen" ja oft (aber nicht immer) ein Interesse daran den Laden auch mit frischem Blut am Laufen zu halten.
Als zweite Möglichkeit bestände die Suche nach dem Thema in öffentlichen Freizeitgruppen online oder ggf per Aushang (lesen?) in entsprechenden Läden. So privat wird meinem Eindruck aber meist dann auch wieder eine entsprechende Kompetenz erwartet um "einarbeitungsarm" zu einem förderlichen Mitglied der Gruppe zu werden.

Reine freue Kontaktgruppen arbeiten meiner Erfahrung nach dann auf persönlichen Ähnlichkeiten (wo passende Hobbies dann eher ein glücklicher Zufallstreffer wären. Weil wenn neue Leute da öfter Überschneidungen hätten, warum hat es IN dem alten Milieu dann nicht die entsprechenden Kontakte gegeben?

Ansonsten scheint da viel über ähnliche aktuelle relevante Lebenserfahrungen (am studieren, am Bauen, am Kinder in ähnlichem Alter großziehen, am Ausgehen/Urlauben/Konsumieren in ähnlichen Gefilden ) zu laufen und das dann bitte auch entsprechend "qualifiziert" -> "Seit 6 Monaten! Habe vorher in München gelebt und habe mir dann nach der Trennung meiner Freundin eine Veränderung gewünscht. In Köln gab es dieses tolle Jobangebot und da habe ich einfach den Sprung gewagt und bin hierhergezogen, ich kenne sogar zwei Bekannte die hier bereits leben, das hat es mir etwas leichter gemacht! "

Keine Beziehungsaltlasten aber Erfahrung, toller Job, aus einer Szenestadt und mit "social proof" ist da ein besserer Start, aber eben nichts, was man als selbstverständlich voraussetzen kann.
Ich denke zu überlegen, wie man dieses "LMS"-Bingo milieupassend bedienen könnte, ist ein Teil der Aufgabe bei dieser Suche zu bestehen.

Alkohol dürfte nebenbei wohl eher dann wirken, wenn die Gegenseite ihn konsumiert hat und davon ggf etwas "lockerer" wird, aber darauf hat man ja nicht soo viel Einfluss von außen.
Natural Born UnCool

Alle gesellschaftlichen Betrachtungen enthalten zwangsläufig Verallgemeinerungen und werden daher Ausnahmen und Einzelfälle enthalten, denen sie nicht gerecht werden können.

wenn ich nicht antworten sollte heißt das nicht, dass du Recht hast, sondern ich kein Internet!
Benutzeravatar
LonesomeCoder
Bringt jede Tastatur zum Glühen
Beiträge: 8363
Registriert: 15 Okt 2016 19:50
Geschlecht: männlich
AB-Status: Hardcore AB
Ich bin ...: verdammt bissig.
Ich suche hier ...: nur Austausch.

Re: Gruppenzugang

Beitrag von LonesomeCoder »

NBUC, danke für den Thread. Du sprichst hier wichtige Punkte und Probleme an, die die meisten Normalos nicht bedenken, da sie selber nie davon betroffen haben. Es hat schlicht jeder was zu erzählen, was gut ankommt und wenn man weiß, dass etwas schlecht ankommt oder keinen interessiert, ist oft nichts sagen die Variante, die am wenigsten Schaden anrichtet.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale: https://d-nb.info/1037687477/34
Benutzeravatar
RomNey
Keiner schreibt schneller
Beiträge: 2546
Registriert: 15 Apr 2021 06:22
Geschlecht: männlich
AB-Status: AB Vergangenheit
Ich bin ...: vergeben.
Wohnort: Hamburg

Re: Gruppenzugang

Beitrag von RomNey »

Mich verwirrt der thread einfach nur Mega.

Gefühlt machst du einfach ne Wissenschaft draus.

Gefühlt arbeitest du an der falschen Baustelle.
Weil diese Baustelle hast du nicht nur fertig gestellt sondern sie ist mittlerweile vergoldet und mit Diamanten besetzt.
Normal ist was sich gut anfühlt!
Kleiner Mann

Re: Gruppenzugang

Beitrag von Kleiner Mann »

RomNey hat geschrieben: 20 Dez 2021 05:55 Mich verwirrt der thread einfach nur Mega.

Gefühlt machst du einfach ne Wissenschaft draus.

Gefühlt arbeitest du an der falschen Baustelle.
Weil diese Baustelle hast du nicht nur fertig gestellt sondern sie ist mittlerweile vergoldet und mit Diamanten besetzt.
Das ist halt sein blinder Fleck. Er merkt halt nicht, dass seine berechnende Betrachtungsweise niemals zum Erfolg führen wird. Mir als Außenstehendem kann das nur leid tun, dass es so verbohrte Menschen gibt, die sich ihre Möglichkeiten ganz stark selbst verbauen.
Da kann ich dann auch nur einer Person recht geben, die gesagt hat, dass es zu 99,99% an ihm selbst liegt.
Reinhard
Tippt schneller als der eigene Schatten
Beiträge: 9293
Registriert: 07 Jan 2016 10:53
Geschlecht: männlich
Ich bin ...: verdammt bissig.
Wohnort: Oberpfalz

Re: Gruppenzugang

Beitrag von Reinhard »

Ich packe das mal in diesen Thread hier mit rein, weil das hier besser hinpasst.

Kleiner Mann hat geschrieben: 20 Dez 2021 19:53
Reinhard hat geschrieben: 15 Dez 2021 21:39 Ich bin noch im vorherigen Kontext, aber du bringst jetzt "Offenheit in Bezug auf andere Menschen" mit rein. Da muss man jetzt klären, was das Verhältnis zum Begriff "Offenheit (ohne sonstige Qualifizierungen)" in der vorherigen Diskussion ist. Sind sie identisch? Ist der eine ein Unterbegriff des anderen? Kann man offen sein, ohne in Bezug auf Menschen offen zu sein? Ist der eine Voraussetzung, um das andere erfüllen zu können?


Ich vermute ja, dass diese "Offenheit gegenüber anderen Menschen" eigentlich nur aussagen will, wie schnell sich jemand emotional "öffnen" will. Umgangssprachlich: "auftaut". Wenn dem so ist, hat das aber mit Offenheit im psychologischen Sinn nichts zu tun, auch wenn wir zufällig den gleichen Wortstamm ("öffnen") für unterschiedliche Begriffe benutzen.
Wir reden doch offensichtlich über Beziehungen mit anderen Menschen. Also muss man ja wohl "Offenheit gegenüber anderen Menschen" betrachten, wenn man vernünftig ist. Übrigens steht selbst auf Wikipedia, wenn man denn unbedingt den Wikipedia-Artikel als Quelle verwenden will, dass Offenheit vor allem auch ein Bezug zur Toleranz für andere Menschen hat. Einfach mal die Sprache auf Englisch stellen.

Dass Offenheit einen Bezug zu Toleranz gegenüber anderen Menschen hat, kann ja gut sein.

Ich weiß nur nicht, ob es wirklich die angepriesene Offenheit ist, die einem ermöglicht, in eine Gruppe als Mitglied anerkannt zu werden. Weiter vorher wurde das Beispiel gebracht, auf eine Frage mit der Antwort zu kommen und drei weiteren Informationen, die Möglichkeiten bieten, einzuhaken. Schön. Es sagt nur nicht notwenidgerweise etwas darüber aus, ob der Antwortende offen ist. Das ist Redefreudigkeit, Smalltalkfähigkeit oder Mitteilungsbedürfnis. Ich bestreite ja gar nicht, dass einem das hilft, ins Gespräch zu kommen, aber man soll uns das doch bitte nicht als "Offenheit" verkaufen.

Jetzt haben wir schon mindestens drei Definitionen für Offenheit, aber für keine davon folgt, dass eine Person we im Beispiel eine davon erfüllen muss. :hammer: Oder als Gegenfrage: muss jemand, der einem lakonischem Kommunikationsstil folgt, dann auch intolerant gegenüber anderen Menschen sein?
Make love not war!
NBUC
Eins mit dem Forum
Beiträge: 12583
Registriert: 26 Okt 2009 16:25
Geschlecht: männlich
AB-Status: AB Vergangenheit
Ich bin ...: vergeben.
Ich suche hier ...: nur Austausch.
Wohnort: Kulturhauptstadt2010

Re: Gruppenzugang

Beitrag von NBUC »

Wer kontaktlos zu Hause bleibt, wird trivialerweise tatsächlich mangels einer der möglichen Interpretationen der Aspekte von Offenheit (Bereitschaft zu Neuem) keinen Gruppenzugang bekommen.

Nach diesem grundlegenden Schritt steht allerdings dann meiner Beobachtung nach (und auch im zitierten Startbeitrag entsprechend zu erkennen) die nächste dicke Hürde an:
Wie wirke ich positiv genug um mit meinem initiativen Beitrag (oder im schon vorteilhaften Fall des selber angepingt werdens auch der passenden Reaktion) dann zu "connecten".
Dazu reicht es eben offenbar (wie auch die Antwortgegenüberstellung zum "wie lange wohnst du hier schon" zeigt) nicht aus überhaupt zu reagieren, also antwortwillig zu sein, sondern man muss auch passend reagieren.
Und da reicht sehe ich keinen weiteren Bezug zu irgendeiner Art "offen sein", sondern statt dessen eben im Vorhandensein von dem Umfeld positiv eingestufter Schlüsseleigenschaften und deren gekonnte Präsentation.

Zur weiteren persönliche Vertiefung einer Beziehung können dann auch aus dem so ermöglichten näheren Kontakt erkennbare Attribute mit hineinwirken, aber soweit muss man ja erst einmal kommen.
Natural Born UnCool

Alle gesellschaftlichen Betrachtungen enthalten zwangsläufig Verallgemeinerungen und werden daher Ausnahmen und Einzelfälle enthalten, denen sie nicht gerecht werden können.

wenn ich nicht antworten sollte heißt das nicht, dass du Recht hast, sondern ich kein Internet!
Benutzeravatar
inVinoVeritas
Begeisterter Schreiberling
Beiträge: 1307
Registriert: 19 Mai 2008 08:58
Geschlecht: männlich
AB-Status: am Thema interessiert
Ich bin ...: nur an Frauen interessiert.

Re: Gruppenzugang

Beitrag von inVinoVeritas »

NBUC hat geschrieben: 20 Dez 2021 23:13
Dazu reicht es eben offenbar (wie auch die Antwortgegenüberstellung zum "wie lange wohnst du hier schon" zeigt) nicht aus überhaupt zu reagieren, also antwortwillig zu sein, sondern man muss auch passend reagieren.
Das war nicht mein einziger genannter Beobachtungspunkt bei den Nicht-offenen Menschen, sondern ich habe auch andere Dinge genannt, die in Kombination zusammen für eine schlechte Außenwirkung gesorgt haben.

Eventuell noch als Erweiterung dieser Diskussion hilfreich: https://de.wikihow.com/Eine-offene-Person-sein
Dort wird gut beschrieben, was eine offene Person ausmacht und vieles davon überschneidet sich auch mit meinen geschilderten Beobachtungen.
Torti88

Re: Gruppenzugang

Beitrag von Torti88 »

Eine Interaktion zwischen zwei Menschen umfasst doch nur zu einem geringen Anteil den reinen Informationsaustausch.

Viel mehr Gewicht hat doch, wie du diese Information aussendest und dass du eine Möglichkeit gibst, den Ball auf positive Weise weiterzuspielen.
Statt "bin aus stinklangweiligen Dorf weggezogen um Arbeit zu finden, und hartze nun, weil kein Glück" könntest du auch sagen, dass du dir in der Großstadt mehr Möglichkeiten erhoffst, einen guten Job zu finden. Das hat zwar noch nicht geklappt, aber wenn der andere einen Tipp hätte, wärst du dankbar oder sowas in der Richtung.
Denn in deinem Beispiel-Satz hast du NUR negativ konnotierte Wörter - stinklangweilig, Hartz, arbeitslos, kein Glück. Von Energievampiren versuche ich mich möglichst auch fernzuhalten und würde da auch die Flucht ergreifen.

Aber wenn du das ganze positiver verpackst, dann fühlt es sich auch nicht wie eine ansteckende Krankheit an. Oder möchtest du gerne jemanden kennenlernen, der dich von Anfang nur runter zieht?

Wie die ganze Sache dann auf der anderen Seite ankommt, kannst du nicht beeinflussen. Deswegen würde ich mir darum nicht allzu viele Gedanken machen. Denn das ginge dann schon wieder in Richtung Manipulation...

Also vergeude nicht zu viel Zeit, dass hier in eine theoretische Abhandlung verwandeln zu wollen, denn du wirst dich ewig im Kreis drehen, es werden immer wieder Leute kommen, die dir die Ausnahme von der Regel präsentieren usw. usf.
Es liegt einfach nicht in deiner Einflusssphäre, wie ein anderer Mensch reagiert. Nur du kannst beeinflussen, wie du etwas verpackst, um ein Gespräch nicht von vorne herein komplett abzuwürgen.

P.S.: Wenn dich jemand fragt, wie lange du schon in XY wohnst, signalisiert derjenige doch schon Gesprächsbereitschaft.
Kleiner Mann

Re: Gruppenzugang

Beitrag von Kleiner Mann »

Reinhard hat geschrieben: 20 Dez 2021 21:55 Ich weiß nur nicht, ob es wirklich die angepriesene Offenheit ist, die einem ermöglicht, in eine Gruppe als Mitglied anerkannt zu werden.
Wer behauptet sowas überhaupt? Offenheit sehe ich als wichtigen Faktor, aber definitiv als einzigen.
Reinhard hat geschrieben: 20 Dez 2021 21:55 Weiter vorher wurde das Beispiel gebracht, auf eine Frage mit der Antwort zu kommen und drei weiteren Informationen, die Möglichkeiten bieten, einzuhaken. Schön. Es sagt nur nicht notwenidgerweise etwas darüber aus, ob der Antwortende offen ist.
Ich sehe das als nicht relevanten Faktor. Ich bin ja nicht offen auf Krampf und weil ich mir Vorteile erhoffe, sondern bin offen, weil mich andere Menschen vielleicht wirklich interessieren könnten.
Reinhard hat geschrieben: 20 Dez 2021 21:55 Das ist Redefreudigkeit, Smalltalkfähigkeit oder Mitteilungsbedürfnis. Ich bestreite ja gar nicht, dass einem das hilft, ins Gespräch zu kommen, aber man soll uns das doch bitte nicht als "Offenheit" verkaufen.
Du stellst die offene Person jetzt so dar als wäre das der klischeehafte Alleinunterhalter, der sofort jeden anlabert und ihm alles aus seinem Leben erzählt. Offen kann man auch sein, wenn man gar nicht so viel zu sagen hat. Das äußert sich meist in der Körpersprache und lässt sich vielleicht auch im Gespräch selbst herausfinden. Jemand der sich aber in die letzte Ecke zurückzieht und jeden Menschen auf der Party uninteressant findet, weil sie ja über Fußball reden oder auch mal Unsinn reden, ist in meinen Augen ja gerade nicht offen. Es geht also für mich stark auf die innere Einstellung zu anderen Menschen zurück. Wenn man Fehler finden will, dann findet man sie auch.
Reinhard hat geschrieben: 20 Dez 2021 21:55 Jetzt haben wir schon mindestens drei Definitionen für Offenheit, aber für keine davon folgt, dass eine Person we im Beispiel eine davon erfüllen muss.
Müssen schon gar nicht. Man muss ja auch nicht gut aussehen, um eine Partner*in zu bekommen. Es hilft aber.
Im Übrigen hört sich bei dir "folgt" so an als wäre das ein kausaler Zusammenhang. So als wenn aus Offenheit gegenüber anderen Menschen definitiv ein Erfolg resultieren MUSS, damit es "Offenheit" als Faktor haltbar ist.
Reinhard hat geschrieben: 20 Dez 2021 21:55 Oder als Gegenfrage: muss jemand, der einem lakonischem Kommunikationsstil folgt, dann auch intolerant gegenüber anderen Menschen sein?
So eindimensional wie du es darstellst ist es nicht. Es sagt niemand, dass jede nicht-offene Person auch gleichzeitig intolerant ist. Ich beobachte aber, dass das häufig der Fall ist.
Jemand wortkarges kann nichtsdestotrotz offen sein. Es schließt ja nicht aus, dass er dennoch an anderen Menschen interessiert sein kann. In den meisten Fällen gehe ich aber davon aus, dass dahinter eine gewisse Angst steht das "falsche" zu sagen und diejenigen sich deswegen darauf zurückziehen nur wenig preis zu geben.
NBUC hat geschrieben: 20 Dez 2021 23:13 Nach diesem grundlegenden Schritt steht allerdings dann meiner Beobachtung nach (und auch im zitierten Startbeitrag entsprechend zu erkennen) die nächste dicke Hürde an:
Wie wirke ich positiv genug um mit meinem initiativen Beitrag (oder im schon vorteilhaften Fall des selber angepingt werdens auch der passenden Reaktion) dann zu "connecten".
Kann keiner für dich beantworten, da du ein Individuum mit sehr individuellen Eigenschaften bist und dein persönlicher Weg anders aussehen wird als meiner.
"Wie wirke ich positiv, um mit anderen zu "connecten"" - Das weiß ich nicht, weil ich dich nicht kenne und auch die Menschen nicht kenne mit denen du connecten willst bzw. mit denen du connectest.
Allgemein: Sei ein positiver Mensch, höre anderen Menschen aktiv zu, gehe mit einer offenen Haltung auf andere Menschen zu, sei sympathisch, erzähl ein wenig von dir und nimm alles ein wenig mit Humor.
Da ich dich nun doch schon ein wenig kenne wird vermutlich bei jedem Stichpunkt die Frage "...aber wie?" aufploppen, aber das kann jeder nur für sich selbst beantworten. Meine Positivität sieht anders aus als deine, weil ich eben ein anderer Charakter als du bin.
Mir wird beispielsweise nachgesagt, dass ich sehr viel lache und lustig bin und daher sehen mich andere als positiven Menschen. Mir wird nachgesagt, dass ich ein sehr guter Zuhörer bin, weil ich immer kritische, aber dennoch verständnisvolle Fragen stelle und auch mal meinen eigenen Standpunkt gebe. Auch die Art und Weise wie ich aktiv zuhöre wird sich von deiner stark unterscheiden.
Ich habe auch wenig Angst etwas über mich und meine Vergangenheit zu reden und so wirke ich wohl auch sehr nahbar für einige Menschen. Du wirst sicher auch Erfahrungen gemacht haben, aber eben andere.

NBUC hat geschrieben: 20 Dez 2021 23:13 Dazu reicht es eben offenbar (wie auch die Antwortgegenüberstellung zum "wie lange wohnst du hier schon" zeigt) nicht aus überhaupt zu reagieren, also antwortwillig zu sein, sondern man muss auch passend reagieren.
Wenn ich mit einem anderen Menschen rede, dann ist es mir herzlich egal was die andere Person als passend empfindet oder nicht. Auf der grundlegendsten Ebene ist das ja auch eine recht triviale Feststellung, dass es irgendwie passen muss.
Habe ja selbst schon die Erfahrung gemacht, dass einer Person meine Art und meine Antwort nicht gefiel und ich bei der Person dann schon unten durch war (zumindest war das der Eindruck), aber so ist das Leben. Es gibt Menschen mit denen man auf einer Wellenlänge ist, weil sie nach einem tiefschwarzen Joke voll mitgehen und es gibt Menschen, die dich dann am liebsten bei der Polizei als perversen Sack mit Gewaltfantasien anzeigen wollen würden.
Wenn man sich also immer Gedanken darüber macht was jetzt "passend" ist, dann wird man meiner Meinung nach nie fündig werden, weil es das eben nicht gibt.
Für mich befindet sich das ganze aber auf einem Spektrum, wo "absolut passend" und "absolut unpassend" jeweils an den Seitenenden angesiedelt sind. Würde man nun versuchen gerade ein wenig mehr als die Mitte zu erwischen, auf einer Skala von 1-100 wäre das die 51, dann wäre man gerade so, dass man als leicht positiv, aber dennoch eher neutral wahrgenommen wird.
Das wäre z.B. ein Unbekannter, der mit einem leichten Grinsen "Hallo" sagt und mit mir über das Wetter redet.
Man sollte aber nicht vergessen, dass die Art und Weise wie jemand etwas ausdrückt auch entscheidend dazu beiträgt, ob ich die Person mehr oder weniger leiden kann. Jemand der viel Jugendsprache passend verwendet würde bei mir als deutlich positiver wahrgenommen werden als jemand der sich ganz gepflegt und gewählt ausdrückt. Bei dir ist es vielleicht andersrum.
So befindet sich jemand mit ähnlichen Gedankengängen wie ich sie habe auf einer 75 und das reicht definitiv auf, um eine Connection zu bilden.
Daher finde ich, dass der Versuch sich "passend" zu verhalten gerade dazu führt, dass man eine austauschbare Nummer bleibt, weil man sich auf das grundlegendste Niveau von "passend" zurückzieht. Und das besteht mMn aus einer oberflächlichen Freundlichkeit und sehr leichten Smalltalks, die aber nichts über den Menschen dahinter aussagen. Man will ja nicht anecken.
NBUC hat geschrieben: 20 Dez 2021 23:13 Und da reicht sehe ich keinen weiteren Bezug zu irgendeiner Art "offen sein", sondern statt dessen eben im Vorhandensein von dem Umfeld positiv eingestufter Schlüsseleigenschaften und deren gekonnte Präsentation.
Das ist ja eine ziemlich triviale Feststellung. Da kannst du auch gleich sagen, dass Aussehen bei einer Frau keine Rolle spielt, weil das hotte Topmodel bei dem Normalo-Typ abgeblitzt ist, weil er schwul ist und nicht auf Frauen steht.
Offen sein folgt ja keiner Kausalität, sondern fördert nur den Austausch aus dem dann eine potentiell positive Verbindung entstehen könnte, und das mit mehr Erfolg als andersrum.
NBUC hat geschrieben: 20 Dez 2021 23:13 Zur weiteren persönliche Vertiefung einer Beziehung können dann auch aus dem so ermöglichten näheren Kontakt erkennbare Attribute mit hineinwirken, aber soweit muss man ja erst einmal kommen.
Und hier ist "Offenheit" mMn der Schlüssel, um überhaupt nähere Kontakte zu bekommen.
Benutzeravatar
Egil
Keiner schreibt schneller
Beiträge: 2236
Registriert: 15 Feb 2018 19:06
Geschlecht: männlich
AB-Status: AB Vergangenheit
Ich bin ...: vergeben.
Ich suche hier ...: nur Austausch.
Wohnort: Der echte Norden

Re: Gruppenzugang

Beitrag von Egil »

Kleiner Mann hat geschrieben: 20 Dez 2021 20:12 Das ist halt sein blinder Fleck. Er merkt halt nicht, dass seine berechnende Betrachtungsweise niemals zum Erfolg führen wird. Mir als Außenstehendem kann das nur leid tun, dass es so verbohrte Menschen gibt, die sich ihre Möglichkeiten ganz stark selbst verbauen.
Da kann ich dann auch nur einer Person recht geben, die gesagt hat, dass es zu 99,99% an ihm selbst liegt.
Ich glaube nicht, dass es ein aktives Verbauen ist. Natürlich liegt es an ihm (oder auch an mir), als Charaktereigenschaft, oder evtl. als Erfahrungsmangel. Es ist ja nicht so, dass man einen "Widerlichen Helm der Intelligenz" (+3 Intelligenz,-3 Charisma) aufhätte, den man abnehmen könnte, wenn man die Siedlung betritt und mit den NPCs interagieren will ;) Wenn man beobachtet, dass versuchte Interaktionen mit Menschen nicht von dem erhofften Erfolg gekrönt sind, muss man sich doch fragen, woran das liegt, oder nicht? Wenn gleichzeitig andere Menschen den von einem selbst angestrebten Erfolg (als Endziel hier "Beziehung") anscheinend mühelos, zumindest aber regelmäßig und in breiter Masse erreichen.

NBUC hat geschrieben: 20 Dez 2021 23:13 Nach diesem grundlegenden Schritt steht allerdings dann meiner Beobachtung nach (und auch im zitierten Startbeitrag entsprechend zu erkennen) die nächste dicke Hürde an:
Wie wirke ich positiv genug um mit meinem initiativen Beitrag (oder im schon vorteilhaften Fall des selber angepingt werdens auch der passenden Reaktion) dann zu "connecten".
Dazu reicht es eben offenbar (wie auch die Antwortgegenüberstellung zum "wie lange wohnst du hier schon" zeigt) nicht aus überhaupt zu reagieren, also antwortwillig zu sein, sondern man muss auch passend reagieren.
Und da reicht sehe ich keinen weiteren Bezug zu irgendeiner Art "offen sein", sondern statt dessen eben im Vorhandensein von dem Umfeld positiv eingestufter Schlüsseleigenschaften und deren gekonnte Präsentation.
Das "passend reagieren" und die "gekonnte Präsentation" ist eben der Knackpunkt. Ich habe es gerade hinbekommen, bei Tinder eine Frau, die mich angeschrieben hatte, mit 3 ausgetauschten Nachrichtenpaaren soweit zu langweilen oder zu verschrecken, dass sie mich lieber ghostet, und das lag nicht daran, dass ich nur einsilbig geschrieben hätte. Im Gegenteil, eigentlich hätten ihr meine Nachrichten genügend Punkte zum Einhaken gegeben, was sie 2 mal ja auch getan hat. Natürlich kann man nicht in den Kopf anderer - hier zudem noch unbekannter - Leute gucken, aber da fragt man sich dann schon, wo ggf. der Punkt war, den man hätte anders machen können. Leider sagt einem so etwas keiner - oder zumindest nur sehr sehr selten.
Torti88 hat geschrieben: 21 Dez 2021 09:56 Es liegt einfach nicht in deiner Einflusssphäre, wie ein anderer Mensch reagiert. Nur du kannst beeinflussen, wie du etwas verpackst, um ein Gespräch nicht von vorne herein komplett abzuwürgen.
Man kann aber sehr wohl versuchen zu projizieren, wie ein anderer Mensch mutmaßlich reagieren würde. Abhängig von seinen (evtl. gemutmaßten) Weltanschauungen und seinem Milieu, und sein Verhalten entsprechend anpassen, oder, wie du selbst schreibst, entsprechend verpacken. Wenn wir bei dem Arbeitslosenbeispiel bleiben: Wenn dein Gegenüber ebenfalls arbeitslos ist oder längere Zeit war, wird er positiver auf dein offenes Eingeständnis reagieren, als jemand, der nie arbeitslos war.
Kleiner Mann hat geschrieben: 21 Dez 2021 18:38 Daher finde ich, dass der Versuch sich "passend" zu verhalten gerade dazu führt, dass man eine austauschbare Nummer bleibt, weil man sich auf das grundlegendste Niveau von "passend" zurückzieht. Und das besteht mMn aus einer oberflächlichen Freundlichkeit und sehr leichten Smalltalks, die aber nichts über den Menschen dahinter aussagen. Man will ja nicht anecken.
Das habe ich mir selbst auch schon mal gedacht. Ich habe den Eindruck, dass ich grundsätzlich eher positiv ankomme, aber es reicht nicht, um echte Verbindungen zu schaffen, weil ich ziemlich streng darauf achte, was ich sage - wofür es Gründe gibt. Zum einen als Geschäftsmann unangreifbar und nicht für irgendwelche Positionen stehend, die einen Teil der Kundschaft abschrecken könnten (ein Verhalten, was derart ankonditioniert ist, dass es sich auch im Privaten fortsetzt), zum anderen durch Mobbingerfahrungen gehemmt, Verhaltensweisen zu zeigen, die "ausnutzbar" für Mobbing sind - auch wenn ich es, rational betrachtet, gar nicht mehr fürchten müsste.
Every Dudu needs a Bubu :amor:
Reinhard
Tippt schneller als der eigene Schatten
Beiträge: 9293
Registriert: 07 Jan 2016 10:53
Geschlecht: männlich
Ich bin ...: verdammt bissig.
Wohnort: Oberpfalz

Re: Gruppenzugang

Beitrag von Reinhard »

Kleiner Mann hat geschrieben: 21 Dez 2021 18:38
Reinhard hat geschrieben: 20 Dez 2021 21:55 Ich weiß nur nicht, ob es wirklich die angepriesene Offenheit ist, die einem ermöglicht, in eine Gruppe als Mitglied anerkannt zu werden.
Wer behauptet sowas überhaupt? Offenheit sehe ich als wichtigen Faktor, aber definitiv als einzigen.

Im zweiten Satz fehlt ein "nicht".


Kleiner Mann hat geschrieben: 21 Dez 2021 18:38
Reinhard hat geschrieben: 20 Dez 2021 21:55 Weiter vorher wurde das Beispiel gebracht, auf eine Frage mit der Antwort zu kommen und drei weiteren Informationen, die Möglichkeiten bieten, einzuhaken. Schön. Es sagt nur nicht notwenidgerweise etwas darüber aus, ob der Antwortende offen ist.
Ich sehe das als nicht relevanten Faktor. Ich bin ja nicht offen auf Krampf und weil ich mir Vorteile erhoffe, sondern bin offen, weil mich andere Menschen vielleicht wirklich interessieren könnten.

Bisschen schwer zu verstehen, wenn Zustandsworte für Handlungsbeschreibungen benutzt werden. :no:

Ich lese das als Behauptung, dass offene Menschen herausfinden wollen, ob sie sich für andere interessieren könnten. Aber wieso sollte ein nicht-offener Mensch nicht ebenfalls herausfinden wollen, ob der andere vielleicht genauso nicht-offen auf einem bestimmten Gebiet ist, und man da eine verbindende Gemeinsamkeit hat?


Kleiner Mann hat geschrieben: 21 Dez 2021 18:38
Reinhard hat geschrieben: 20 Dez 2021 21:55 Das ist Redefreudigkeit, Smalltalkfähigkeit oder Mitteilungsbedürfnis. Ich bestreite ja gar nicht, dass einem das hilft, ins Gespräch zu kommen, aber man soll uns das doch bitte nicht als "Offenheit" verkaufen.
Du stellst die offene Person jetzt so dar als wäre das der klischeehafte Alleinunterhalter, der sofort jeden anlabert und ihm alles aus seinem Leben erzählt.

Moment. Das war nur ein vorgehendes Beispiel, das ich aufgegriffen habe. Das ist nicht meine Behauptung, dass es notwendigerweise auf den Alleinunterhalter hinausläuft oder sich sogar darauf beschränkt.

Wenn überhaupt, geht es darum, anhand des Beispiels ein wesentliches Merkmal herauszuarbeiten. Oder festzustellen, dass das Beispiel nichts taugt.


Kleiner Mann hat geschrieben: 21 Dez 2021 18:38 Offen kann man auch sein, wenn man gar nicht so viel zu sagen hat. Das äußert sich meist in der Körpersprache und lässt sich vielleicht auch im Gespräch selbst herausfinden. Jemand der sich aber in die letzte Ecke zurückzieht und jeden Menschen auf der Party uninteressant findet, weil sie ja über Fußball reden oder auch mal Unsinn reden, ist in meinen Augen ja gerade nicht offen. Es geht also für mich stark auf die innere Einstellung zu anderen Menschen zurück. Wenn man Fehler finden will, dann findet man sie auch.

Ist das jetzt schon Definition 4 für Offenheit: eine Körpersprache, die, äh, keine Ahnung?

Jemand, der Fußball nichts anfangen kann, ist auf dem Treffen des Fußballvereins also nicht offen, wäre es aber auf einem Fußballmuffeltreffen schon?

Offenheit ist meiner Meinung nach eine innere Einstellung, die als solches eben nicht direkt von außen erkennbar sein muss.

Kleiner Mann hat geschrieben: 21 Dez 2021 18:38
Reinhard hat geschrieben: 20 Dez 2021 21:55 Jetzt haben wir schon mindestens drei Definitionen für Offenheit, aber für keine davon folgt, dass eine Person we im Beispiel eine davon erfüllen muss.
Müssen schon gar nicht. Man muss ja auch nicht gut aussehen, um eine Partner*in zu bekommen. Es hilft aber.
Im Übrigen hört sich bei dir "folgt" so an als wäre das ein kausaler Zusammenhang. So als wenn aus Offenheit gegenüber anderen Menschen definitiv ein Erfolg resultieren MUSS, damit es "Offenheit" als Faktor haltbar ist.

Ich möchte halt den Zusammenhang sehen. Es gibt wohl auch einen Haufen nicht-offene Menschen da draußen, die verpartnert sind.


Kleiner Mann hat geschrieben: 21 Dez 2021 18:38
Reinhard hat geschrieben: 20 Dez 2021 21:55 Oder als Gegenfrage: muss jemand, der einem lakonischem Kommunikationsstil folgt, dann auch intolerant gegenüber anderen Menschen sein?
So eindimensional wie du es darstellst ist es nicht. Es sagt niemand, dass jede nicht-offene Person auch gleichzeitig intolerant ist. Ich beobachte aber, dass das häufig der Fall ist.
Jemand wortkarges kann nichtsdestotrotz offen sein. Es schließt ja nicht aus, dass er dennoch an anderen Menschen interessiert sein kann. In den meisten Fällen gehe ich aber davon aus, dass dahinter eine gewisse Angst steht das "falsche" zu sagen und diejenigen sich deswegen darauf zurückziehen nur wenig preis zu geben.

Eben. Das kann auch noch andere Gründe haben, warum jemand nicht viel sagt. Dass ihm die Offenheit fehlt, halte ich halt für einen der schwächeren Gründe.
Make love not war!
Strange Lady
Keiner schreibt schneller
Beiträge: 3931
Registriert: 21 Jul 2014 18:50
Geschlecht: weiblich
AB-Status: AB

Re: Gruppenzugang

Beitrag von Strange Lady »

Offenheit: begegnest du dem Gegenüber mit Vorfreude oder Skepsis, gar Misstrauen?
“Happiness is like a butterfly: The more you chase it, the more it will elude you. But if you turn your attention to other things, it will come and sit quietly on your shoulder.”
Henry David Thoreau
Benutzeravatar
Hoppala
Meisterschreiberling
Beiträge: 6290
Registriert: 30 Nov 2014 16:56
Geschlecht: männlich
Wohnort: Die nördlichen Elblande

Re: Gruppenzugang

Beitrag von Hoppala »

Reinhard hat geschrieben: 21 Dez 2021 20:25 Ich möchte halt den Zusammenhang sehen.
Mehr Offenheit für andere Menschen -> höhere Wahrscheinlichkeit auf neue und/oder intensivierte Bekanntschaften.

Das ist die Aussage.
Was bitte ist an dem Zusammenhang unklar?

Du dagegen scheinst meines Erachtens nach einer zwingenden Kausalbeziehung zu suchen, die wir dir darstellen sollen.
So in der Richtung "Bist du so und so offen, kannst du in Zeitraum Z gemessen an vorherigen Zeitintervallen y% neue Menschen des Wunschgeschlechts kennen lernen."
Das wäre aber so absurd, dass keiner auf die Idee kommt, du könntest sowas suchen. Weshalb du Antwoerten bekommst, die dir deine Frage nicht beantwroten.
Aber eigentlich doch: der Zusammenhang ist nicht der, nach dem du suchst.
Nutzungsregeln: Mediale Äußerungen von Menschen ersetzen keine Begegungen. Was du hier schreibst, bist nicht du. Was ich hier schreibe, bezieht sich nicht auf dich. Nur auf deinen Beitrag. Ich schreibe meine Meinung, deren Bedeutung in deinem eigenen Ermessen liegt. Vergiss, was dir nichts nützt.
Kleiner Mann

Re: Gruppenzugang

Beitrag von Kleiner Mann »

Reinhard hat geschrieben: 21 Dez 2021 20:25 Im zweiten Satz fehlt ein "nicht".
Danke für den Einschub. Ja, da fehlte das "nicht".
Reinhard hat geschrieben: 21 Dez 2021 20:25 Ich lese das als Behauptung, dass offene Menschen herausfinden wollen, ob sie sich für andere interessieren könnten. Aber wieso sollte ein nicht-offener Mensch nicht ebenfalls herausfinden wollen, ob der andere vielleicht genauso nicht-offen auf einem bestimmten Gebiet ist, und man da eine verbindende Gemeinsamkeit hat?
Das setzt doch aber eine gewisse Offenheit voraus das überhaupt rausfinden zu wollen. Wie soll das ansonsten in der Praxis aussehen?
Reinhard hat geschrieben: 21 Dez 2021 20:25 Moment. Das war nur ein vorgehendes Beispiel, das ich aufgegriffen habe. Das ist nicht meine Behauptung, dass es notwendigerweise auf den Alleinunterhalter hinausläuft oder sich sogar darauf beschränkt.
Das habe ich auch gar nicht behauptet. Ich habe lediglich gesagt, dass du es so darstellst. Deine Beschreibungen deuten für mich jedenfalls stark auf den extrovertierten Alleinunterhalter hin.
Reinhard hat geschrieben: 21 Dez 2021 20:25 Ist das jetzt schon Definition 4 für Offenheit: eine Körpersprache, die, äh, keine Ahnung?
Das ist ja keine eigene Definition. Es gehört aber meiner Beobachtung nach sehr oft dazu.
Reinhard hat geschrieben: 21 Dez 2021 20:25 Jemand, der Fußball nichts anfangen kann, ist auf dem Treffen des Fußballvereins also nicht offen, wäre es aber auf einem Fußballmuffeltreffen schon?
Das ist doch gar nicht der Punkt. Der Punkt ist wie man als Außenstehender mit Menschen, die dieses Thema mögen umgeht. Meidet man sie direkt, weil man sich seine eigenen Schlüsse daraus zieht ohne jemals mit demjenigen gesprochen zu haben, oder versucht man trotzdem den Menschen kennenzulernen, obwohl man selbst vielleicht nicht der größte Fußballfan ist.
Um die Thematik geht es also gar nicht, sondern um die Menschen.
Reinhard hat geschrieben: 21 Dez 2021 20:25 Offenheit ist meiner Meinung nach eine innere Einstellung, die als solches eben nicht direkt von außen erkennbar sein muss.
Was meinst du mit "nicht direkt von außen erkennbar"?
Ich denke es leuchtet jedem ein, dass man offene Menschen nicht direkt anhand eines Bildes ausmachen können wird.
Dazu fehlt das Erleben. Genau wie bei so gut wie allen anderen Attributen des Menschen, die nicht direkt messbar sind.
Reinhard hat geschrieben: 21 Dez 2021 20:25 Ich möchte halt den Zusammenhang sehen. Es gibt wohl auch einen Haufen nicht-offene Menschen da draußen, die verpartnert sind.
Der Zusammenhang sollte aber auch in den Dating-Kontext gesetzt werden. Es geht also um eine Person X, die gerne potentielle Partner*innen kennenlernen möchte und sich vielleicht auch ein Netzwerk aus guten Bekannten oder Freunden aufbauen möchte. Das sollte also der gesetzte Hintergrund sein. Dass nicht-offene Menschen trotzdem verpartnert sind sagt ja nichts darüber aus, ob es ihnen schwer fällt neue Menschen kennenzulernen, sondern zeigt ja lediglich, dass man als nicht-offene Person trotzdem verpartnert sein kann.
Reinhard hat geschrieben: 21 Dez 2021 20:25 Eben. Das kann auch noch andere Gründe haben, warum jemand nicht viel sagt. Dass ihm die Offenheit fehlt, halte ich halt für einen der schwächeren Gründe.
Naja, wenn man durch andere Faktoren stark beeinträchtigt wird, und man dadurch seine natürliche Offenheit nicht zeigen kann, dann wirkt man ja trotzdem nicht offen. Das halte ich aber für einen seltenen Fall, weil es mMn immer Möglichkeiten gibt seine Leute zu finden. Offene, aber sehr schüchterne Menschen finden ihre Leute dann vielleicht in gemeinsamen Gruppen oder Vereinen.
Offenheit halte ich schon für einen entscheidenden Faktor, wenn es darum geht andere Menschen kennenzulernen.
Schüchternheit korreliert meiner Meinung nach auch stark mit Nicht-Offenheit.
Egil hat geschrieben: 21 Dez 2021 19:52 Ich glaube nicht, dass es ein aktives Verbauen ist. Natürlich liegt es an ihm (oder auch an mir), als Charaktereigenschaft, oder evtl. als Erfahrungsmangel. Es ist ja nicht so, dass man einen "Widerlichen Helm der Intelligenz" (+3 Intelligenz,-3 Charisma) aufhätte, den man abnehmen könnte, wenn man die Siedlung betritt und mit den NPCs interagieren will
Um bei dem Rollenspielbeispiel zu bleiben:
Ich würde es eher damit vergleichen, dass er weiterhin auf +Intelligenz setzt, um den Schaden seiner Fähigkeiten zu maximieren, während jeder andere auf +Kritische Trefferchance und +Zaubertempo setzt und damit deutlich mehr Schaden macht. Diese Diskrepanz sieht er sicherlich, aber einlenken möchte er trotzdem nicht, da er fest davon überzeugt ist, dass +Intelligenz effizienter ist, obwohl das objektiv gesehen abseits jeglicher Realität ist. Anstatt seine Ausrüstung anzupassen gibt er lieber den Entwicklern für ihr vermeintliches Fehldesign die Schuld für seinen mangelnden Erfolg.
Benutzeravatar
RomNey
Keiner schreibt schneller
Beiträge: 2546
Registriert: 15 Apr 2021 06:22
Geschlecht: männlich
AB-Status: AB Vergangenheit
Ich bin ...: vergeben.
Wohnort: Hamburg

Re: Gruppenzugang

Beitrag von RomNey »

Strange Lady hat geschrieben: 21 Dez 2021 21:14 Offenheit: begegnest du dem Gegenüber mit Vorfreude oder Skepsis, gar Misstrauen?
Geht hier jetzt ja scheinbar darum wie man Offenheit für sich definiert? In guter alter Abtreff Manier hart vom Thema abgeschweift 😉😍

Finde den Punkt aber sehr gut den strangy anspricht.
Ich bezeichne mich als sehr offenen Menschen.
Und erzähle Menschen die ich gerade erst kennen lerne gerne alles, warum ich so bin wie ich bin.
Habe keine Skepsis und kein Misstrauen, was für mich gut so ist.
Viele sagen mir dann immer, aber du machst dich dann angreifbar... Und Ich frage dann immer inwiefern?
Alle haben Probleme...
Wenn mein Gegenüber nicht offen ist und verschlossen ist, bitte.
Dann Weiss ich woran ich bin.
Distanziere mich automatisch von diesem Menschen.

Habe da schon einige kumpels wo ich merke die sind verschlossener als andere.
Mit den einen rückt man näher zusammen die anderen treten ein wenig weiter weg.

Merke aber auch das ich da nicht mehr alles von vorne rein raus Posaune.
Wenn es auf bestimmte Themen gelenkt wird, das Gespräch, bin ich nach wie vor sehr offen. Tut mir einfach gut und man kann mich dann direkt so kennen lernen wie ich wirklich bin. Und man merkt schnell ob der/die gegenüber offen und ehrlich ist, ein mensch ist mit dem ich mich gerne abgebe...
Normal ist was sich gut anfühlt!
Benutzeravatar
Solstice
Begeisterter Schreiberling
Beiträge: 1177
Registriert: 01 Jul 2013 16:04
Geschlecht: männlich
AB-Status: AB Vergangenheit
Wohnort: NRW

Re: Gruppenzugang

Beitrag von Solstice »

Strange Lady hat geschrieben: 21 Dez 2021 21:14 Offenheit: begegnest du dem Gegenüber mit Vorfreude oder Skepsis, gar Misstrauen?
Wie erhält man Vorfreude und allgemeine Offenheit aufrecht, wenn man seit Jahrzehnten nur Ablehnung erfährt? Ich habe für ehrliches, positives und ergebnisoffenes Interesse am Kennenlernen von Menschen einfach keine Kraft mehr, bzw. nur noch sehr selten.

Und wenn ich es dann versuche, erfahre ich wenig Gegeninteresse, vermutlich weil ein komischer AB ohne spannendes social life nicht die "richtigen" Antworten gibt. Danach brauch ich dann wieder ne lange Erholungsphase. And so on...
Strange Lady
Keiner schreibt schneller
Beiträge: 3931
Registriert: 21 Jul 2014 18:50
Geschlecht: weiblich
AB-Status: AB

Re: Gruppenzugang

Beitrag von Strange Lady »

Solstice hat geschrieben: 22 Dez 2021 09:00
Strange Lady hat geschrieben: 21 Dez 2021 21:14 Offenheit: begegnest du dem Gegenüber mit Vorfreude oder Skepsis, gar Misstrauen?
Wie erhält man Vorfreude und allgemeine Offenheit aufrecht, wenn man seit Jahrzehnten nur Ablehnung erfährt? Ich habe für ehrliches, positives und ergebnisoffenes Interesse am Kennenlernen von Menschen einfach keine Kraft mehr, bzw. nur noch sehr selten.

Und wenn ich es dann versuche, erfahre ich wenig Gegeninteresse, vermutlich weil ein komischer AB ohne spannendes social life nicht die "richtigen" Antworten gibt. Danach brauch ich dann wieder ne lange Erholungsphase. And so on...
Ich kann das gut verstehen, habe auch eine Mobbingvergangenheit.
Die richtigen Antworten gibt es eigentlich nicht. Ich habe einen Kumpel, der den ganzen Tag lang über hochkomplexe Dinge faselt, die niemanden interessieren. Aber er ist dabei sehr freundlich und humorvoll, geht auf Menschen offen zu, provoziert auch. Er nervt sehr, aber er hat keinen Mangel an Sozialleben. Ich mag ihn auch, obwohl ich ihm manchmal am liebsten den Hals umdrehen würde.
Ist zwar ne Binsenweisheit, aber das Gegenüber spürt unbewusst immer, mit welchen Gefühlen du in den Kontakt reingehst.
Wie du deine Grundhaltung gegenüber anderen Menschen änderst? Schwierig, Therapie, Achtsamkeit, Kommunikationstraining ... da gibt es viele Ansätze. Ich selbst habe mich immer wieder bewusst Situationen ausgesetzt, in denen ich "eines Besseren belehrt" wurde, d.h. sich immer wieder zwingen in schwierige Situationen offen reinzugehen. Gerade mit Blick auf Hetero-Männer fällt mir das bis heute nicht leicht, d.h. ich gehe oft davon aus, dass mich Männer verachten und schlecht behandeln werden. Alte Erfahrungen eben, die sich leider wiederholen, weil ich mit diesen Erwartungen in die Begegnung mit Männern reingehe.
“Happiness is like a butterfly: The more you chase it, the more it will elude you. But if you turn your attention to other things, it will come and sit quietly on your shoulder.”
Henry David Thoreau
Strange Lady
Keiner schreibt schneller
Beiträge: 3931
Registriert: 21 Jul 2014 18:50
Geschlecht: weiblich
AB-Status: AB

Re: Gruppenzugang

Beitrag von Strange Lady »

RomNey hat geschrieben: 22 Dez 2021 08:22
Strange Lady hat geschrieben: 21 Dez 2021 21:14 Offenheit: begegnest du dem Gegenüber mit Vorfreude oder Skepsis, gar Misstrauen?
Geht hier jetzt ja scheinbar darum wie man Offenheit für sich definiert? In guter alter Abtreff Manier hart vom Thema abgeschweift 😉😍

Finde den Punkt aber sehr gut den strangy anspricht.
Ich bezeichne mich als sehr offenen Menschen.
Und erzähle Menschen die ich gerade erst kennen lerne gerne alles, warum ich so bin wie ich bin.
Habe keine Skepsis und kein Misstrauen, was für mich gut so ist.
Viele sagen mir dann immer, aber du machst dich dann angreifbar... Und Ich frage dann immer inwiefern?
Alle haben Probleme...
Wenn mein Gegenüber nicht offen ist und verschlossen ist, bitte.
Dann Weiss ich woran ich bin.
Distanziere mich automatisch von diesem Menschen.

Habe da schon einige kumpels wo ich merke die sind verschlossener als andere.
Mit den einen rückt man näher zusammen die anderen treten ein wenig weiter weg.

Merke aber auch das ich da nicht mehr alles von vorne rein raus Posaune.
Wenn es auf bestimmte Themen gelenkt wird, das Gespräch, bin ich nach wie vor sehr offen. Tut mir einfach gut und man kann mich dann direkt so kennen lernen wie ich wirklich bin. Und man merkt schnell ob der/die gegenüber offen und ehrlich ist, ein mensch ist mit dem ich mich gerne abgebe...
Gute Einstellung. Offen sein heißt eben nicht nur, anderen offen und wertfrei zu begegnen, sondern sich selbst in der authentischen Form auch anderen zuzumuten. Ich finde beides schwierig, gerade wenn man es mit fremden Menschen zu tun hat. Bei Freund:innen geht es eher, die kennen einen ja.
“Happiness is like a butterfly: The more you chase it, the more it will elude you. But if you turn your attention to other things, it will come and sit quietly on your shoulder.”
Henry David Thoreau