Die Gründe für dieses Bild sind aber relevant, wenn man dieser Einstufung irgendwann einmal entgegen wirken will.inVinoVeritas hat geschrieben: ↑17 Dez 2021 07:47 Die Gründe warum jemand einsilbig ist oder desinteressiert wirkt sind in einer solchen sozialen Situation aber irrelevant für den Ausgang des Abends, denn die anderen Anwesenden sehen so ein Treffen nicht als Selbsthilfegruppe um Menschen mit sozialen Defiziten zu therapieren, sondern um neue Bekannte/Freundschaften zu finden und eine gute Zeit zu haben.
Ergo wenden sich die Menschen von jenen, die sich wie von mir beschrieben verhalten haben irgendwann ab und die Dynamik nimmt ihren Lauf.
Ja, das sind häufiger auftretende Muster, nicht nur bei NiKTreffen und ähnlichem.inVinoVeritas hat geschrieben: ↑17 Dez 2021 07:47 Beobachtet habe ich diese Dynamik nicht nur bei einem NiK-Treffen, sondern bei vielen anderen auch und dazu auch in ganz anderen Kontexten (Einführungswoche im Studium, Sport-Gruppenreise, etc.), wo es immer diese paar Leute gibt, die aufgrund meiner geschilderten Merkmale bei Gruppenbildungen außen vor bleiben.
Das ist der Kurzschluss, der nicht hinter dieses Einzelbild schaut.inVinoVeritas hat geschrieben: ↑17 Dez 2021 07:47Genau hier ist der Zirkelschluss zur Einsilbigkeit und dem desinteressiertem Wirken auf die Umstehenden.
Wenn ich jemanden frage wie lange er denn schon in Köln lebt und da nur "seit 6 Monaten" kommt und danach gar nichts mehr, steht das in krassem Kontrast zu der anderen Person, die sagt "Seit 6 Monaten! Habe vorher in München gelebt und habe mir dann nach der Trennung meiner Freundin eine Veränderung gewünscht. In Köln gab es dieses tolle Jobangebot und da habe ich einfach den Sprung gewagt und bin hierhergezogen, ich kenne sogar zwei Bekannte die hier bereits leben, das hat es mir etwas leichter gemacht! Wie lange lebst du denn schon in Köln`? Bist du auch von einer ganz anderen Region hierhergezogen?"
München, Freundin, tolles Jobangebot, Freunde in der Stadt muss man erst einmal haben.
Bin vor 6 Monaten von einem stinklangweiligen Dorf hierher gezogen und bin nun auf Hartz4, weil ich keinen Job gefunden habe, bist du auch arbeitslos? wird trotz mehr Worten erwartbar kaum bessere Reaktionen erzeugen. Also lässt das jemand, der diese Erfahrung vorher schon gemacht hat meist irgendwann halt direkt sein.
Wenn wäre also nicht „offener sein“ die potentielle Lösung, weil da auch „offen“ eben nichts anzubieten ist, sondern ob sich da Bereiche identifizieren lassen, wo man dann passend andocken könnte, sei es bei dieser Zielgruppe oder auch einer anderen, idealerweise dann auch partnerhaltig.
Eben, Austausch unter Personen ähnlichen und damit für sie relevanten Hintergrunds.inVinoVeritas hat geschrieben: ↑17 Dez 2021 07:47 Das ist kein ausgedachter Dialog, sondern hat sich genau so in meine Gesamtbeobachtung eingefügt zwischen "Offenen" und "Nicht-offen" wirkenden Menschen, wo man mit letzteren gerne Kontakt knüpft und erstere recht schnell aus der Wahrnehmung verschwinden. Mit so jemandem kann ich jetzt direkt über verschiedenste Dinge weitersprechen: Warum Trennung von Freundin? Erwähnen dass ich auch Single bin, man könnte das Thema "Tinder-Erlebnisse" ansprechen, die kulturellen Unterschiede München<->Köln, etc. etc. etc. - so ergibt sich ein dynamisches und interessiertes Gespräch.
„Bin AB und habe auf Tinder bisher noch kein Match bekommen, ist KEINE Gesprächsbasis mit jemandem, der von den Worten oben angesprochen würde.
Bin aus Köln und dann nur noch Fragen stellen wirkt auch nicht „interessiert“ und wenn man nicht gerade einen ausgesprochenen Selbstdarsteller erwischt hat, wird das relativ kurzfristig für den Ausgefragten auch nicht spaßig und damit auch nicht viel besser wirken. Der Unterschied zwischen interessiert und nervig hängt eben meist davon ab, wie interessant man dann selbst für den Befragten ist.
Ja, aber diese Vehicel-Themen dann nicht bedienen zu können, verhindert eben das „connecten“ - nicht die „Offenheit“.inVinoVeritas hat geschrieben: ↑17 Dez 2021 07:47 Bei solchen Gruppentreffen geht es darum Menschen kennenzulernen und nicht bestimmte Themen zu diskutieren, diese sind lediglich das Vehikel um schlussendlich auf der persönlichen Ebene miteinander zu "connecten".
Bliebe also die Frage, welche Themen sind „connectend“ und welche davon sind für einen AB „vorbereitend“ zugänglich.
Diese Exklusivitätauswahl ist genau das, was du oben beschrieben hast wie sich diejenigen, die über entsprechende Themenpassungen (und/oder auch anderen Statusmarkern) connecten, dann von den anderen abtrennen. Dazu muss nicht vorher schon diese Differenzierung vorhanden sein. Die kommt dann ganz von alleine.inVinoVeritas hat geschrieben: ↑17 Dez 2021 07:47 Hier wird deine bemühte Verteidigung wirklich absurd.
Exklusivitätsauswahl? Bei 30 total zufällig zusammengewürfelten Menschen, die zunächst keinerlei Gemeinsamkeit haben außer dass sie in einer Facebook-Gruppe angemeldet sind und neue Leute kennenlernen wollen? Da gibt es keine "Szene", sondern das ist üblicherweise ein sehr bunt gemixter Haufen an Menschen.
Ich glaube dir, dass du das beobachtet hast. Ich habe das auch schon beobachtet, sowohl als „Opfer“, als auch als Teil einer „Mehrheitsfraktion“ unter anderen Konstellationen.inVinoVeritas hat geschrieben: ↑17 Dez 2021 07:47 Dein letzter Satz zeigt deutlich dass du in irgendeiner sehr schädlichen Denkweise festhängst, denn du kannst schlichtweg nicht objektiv zur Kenntnis nehmen, dass ich diese Dinge wiederholt beobachtet habe und dass es vollkommen irrelevant ist, WARUM sich jemand so gibt. Es hat einfach eine Wirkung auf andere Menschen und wenn man sich fragt, warum man sich so schwer tut andere Menschen (und auch Frauen kennenzulernen), dann ist eine solche Reflektion definitiv ein Ansatzpunkt.
Aber das WARUM bestimmt, wie man da ggf raus kommt.
DIE „Menschen“ wollen nichts mit den „unoffenen“ (Nicht?)menschen zu tun haben, die sich mit ihrer „Unoffenheit“ als Mensch disqualifiziert haben?inVinoVeritas hat geschrieben: ↑17 Dez 2021 07:47 Niemand hängt hier irgendwem "die Schuld" an, da gibt es keine Verschwörung oder Getuschel in der Gruppe über diese 2-3 ruhigen Personen da vorne. Es ist einfach soziale Dynamik, dass Menschen sich mit solchen Individuen einfach nicht gerne beschäftigen, die so rüberkommen wie beschrieben und sich dann anderen Menschen zuwenden, mit denen es besser läuft.
Nochmal: Deine potentiellen Begründungen für jede meiner aufgezählten Beobachtungen sind schlichtweg irrelevant für den Ausgang der Situation, denn sie ändern nichts am Ergebnis des Treffens: die Nicht-offen-Wirkenden sind außen vor geblieben und gehen ohne neue Kontakte nach Hause. Wollen sie das ändern, müssen sie reflektieren warum sich das so (wahrscheinlich immer wieder in ihrem Leben) abspielt.
Es IST eine soziale Dynamik, aber nicht zwischen Menschen und Unoffenen, sondern eben zwischen denjenigen, welche in einem Umfeld ihr „dazugehören“ (oder anderes soziales Kapital) durch Eindruck und eben passende Themenbedienung signalisieren können und den „anderen“, welche kein Interesse ERZEUGEN können.
Nur was zum „Dazugehören“ im jeweiligen Umfeld gehört wechselt eben – und kann natürlich auch z.B. in Nerdkreisen passieren, bzw. habe ich auch schon dort beobachten können. Aber es wäre arschig die eigene (nicht zu verurteilende) Selbstbezogenheit der Gegenseite als „Unoffenheit“ anzuhängen.
In Summe meine Thesen zu dem Thema:
A) Zu einer erfolgreichen Kommunikation gehören immer 2 willig zuarbeitende Parteien.
B) Dieser Willen hängt von dem Maße ab, wie die jeweiligen Beteiligten an dem Gespräch selbst oder an den sich daraus in Aussicht stehenden anderen Vorteilen Interesse finden.
C) Einer muss den ersten Schritt machen und ein entsprechendes Angebotspaket auf den Tisch legen. Ein erfolgreicher Kontakt wird aber nur daraus, wenn dieses Angebot auch auf Gegeninteresse stößt.
Hieße vermutlich für anschlusssuchende ABs:
1) Wenn dein erster Eindruck nicht gut genug ist um Fremdinteresse zu wecken (und dass heißt typischerweise LMS+ ggf je nach Umständen noch Verträglichkeitseindruck) , musst du selbst aktiv werden, auch wenn es "ungerecht" ist.
2) Damit dieses Angebot nicht direkt wieder ins Leere läuft, muss dieses Gesprächsangebot dann schleunigst die fehlenden positiven Eindrücke nachliefern. Die andere Seite muss einen Anlass sehen, in deine Richtung genauso" offen" zu sein.
2a) Zugehörigkeitssignale zur gleichen oder zumindest einer anderen in diesem Umfeld angesehenen Gruppe SIND ein wichtiger Teil des Statusanteils!
3) Bei einem Kontaktschluss auf reiner Sachthemenbasis muss für persönlichere Kontakte dann noch eine entsprechende Zugehörigkeitsvermittlung/persönliches Angebot erfolgen. Das wärmere Umfeld erlaubt es dir nur dies langsamer und ohne direkte Grundablehnung zu verfolgen.
Blieben als zu (mindestens) erkundende Arbeitsfelder:
i) was gibt es an potentiellen Gruppen, doppelt mit potentiellen Partnerschaftskandidaten
ii) was wären dann die Attribute und Themen , welche dort bedient werden müssen, damit man nicht in der Vorauswahl schon an dem mangelnden "connecten" scheitert.
iii) wie macht man sich da dann ggf passend fit für?
Bitte um sachliche, auf den Inhalt bezogene Beiträge. Geht einfach da´von aus nacktes "NBUC ist ein verkopfter, blinder Idiot" wäre schon reichlich gepostet.