Dating-Apps - warum lasst ihr es (nicht) bleiben?

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Sususus
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Dating-Apps - warum lasst ihr es (nicht) bleiben?

Beitrag von Sususus » Mittwoch 4. Dezember 2019, 16:09

Dating-Apps machen ja nun doch bei vielen im Schnitt mehr Lust als Frust. Und auch ich war jetzt eigentlich schon wieder an dem Punkt, an dem ich mein Profil löschen wollte. Aber ich habe es dann doch nicht gemacht (weil ich die Befürchtung habe, etwas zu verpassen). Wie haltet ihr es damit?
Falls ihr auch schon an dem Punkt wart: aus welchen Gründen habt ihr es gelassen und was hat sich dadurch verändert?
Oder eben auch: warum dated ihr bei nicht zufrieden stellenden Erfolgen weiter online?
Nach ein paar Metern fand ich in einer Apotheke einen Geldautomaten, doch ich gab die falsche Geheimzahl ein. [...] Ich war nicht besonders besorgt, meine Karte war ja nicht beschädigt, sondern eher traurig: Ich hatte einfach meine Geheimzahl vergessen. (Teju Cole: Open City)

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Re: Dating-Apps - warum lasst ihr es (nicht) bleiben?

Beitrag von Mit müden Augen » Mittwoch 4. Dezember 2019, 16:10

Ich habe nie angefangen und werde das auch nie, wegen Datensammlerei. :roll:
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Re: Dating-Apps - warum lasst ihr es (nicht) bleiben?

Beitrag von amarus » Mittwoch 4. Dezember 2019, 17:28

Du meinst "mehr Frust als Lust", oder? ;)

Ich bin mit wechselndem Zeitaufwand seit ein paar Jahren auf Datingseiten aktiv und bei mir ist es im Wesentlichen auch die Befürchtung, sonst etwas zu verpassen. Ich lerne offline nicht so oft neue Leute besser kennen und da wäre es fast fahrlässig, es nicht auch online zu versuchen. Ich muss auch sagen, dass ich dank des Internets schon tolle Frauen kennengelernt habe. Es hat leider nie für "mehr" gereicht, aber unterm Strich bin ich froh über diese Kontakte und so überwiegt dann – bei allen Enttäuschungen – der Frust auch nicht.

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Re: Dating-Apps - warum lasst ihr es (nicht) bleiben?

Beitrag von Sususus » Mittwoch 4. Dezember 2019, 17:33

amarus hat geschrieben:
Mittwoch 4. Dezember 2019, 17:28
Du meinst "mehr Frust als Lust", oder? ;)

Ich bin mit wechselndem Zeitaufwand seit ein paar Jahren auf Datingseiten aktiv und bei mir ist es im Wesentlichen auch die Befürchtung, sonst etwas zu verpassen. Ich lerne offline nicht so oft neue Leute besser kennen und da wäre es fast fahrlässig, es nicht auch online zu versuchen. Ich muss auch sagen, dass ich dank des Internets schon tolle Frauen kennengelernt habe. Es hat leider nie für "mehr" gereicht, aber unterm Strich bin ich froh über diese Kontakte und so überwiegt dann – bei allen Enttäuschungen – der Frust auch nicht.
Haha ja, da war wohl der Wunsch die Mutter des Geschriebenen ;)
Aber schön zu hören, dass du die positiven Seiten mitnehmen konntest und kannst!
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Re: Dating-Apps - warum lasst ihr es (nicht) bleiben?

Beitrag von yes_or_no » Mittwoch 4. Dezember 2019, 17:52

tinder ist mein einziger draht zur außenwelt ;)
klingt bescheuert, ist leider die wahrheit.
dank tinder war ich zwei jahre lang nie wirklich alleine. dank beziehungsunfähigkeit hab ich in diesen zwei jahren dafür mehrere trennungen (aus 3 monatigen kennenlernphasen) durchstehen müssen. das ist natürlich sehr schmerzhaft.
dieses jahr hatte ich nur eine trennung und einen kontaktabbruch im märz (kontaktabbruch, weil noch nicht wirklich was gewesen ist)..
bei tinder waren es eher 3 trennungen im jahr plus 1-3 kontaktabbrüche.
es bestärkt die hoffnungslosigkeit irgendwie schon etwas, niemals anzukommen und immer diese gewissheit zu haben, dass man hinterher wieder allein ist, teilweise dieselben fehler sich wiederholen und ich mich frag, wie ich aufhören könnt, diese fehler zu machen oder diese unwohlheit zu spüren in manchen situationen.
aber dafür wird dadurch ein anderes lebensgefühlt wach, einfach zu probieren, mal nen ganz anderen mann, der normal nicht zu mir passen würde, aus neugierde. wenn einer ein spezielles hobby hat, kanns sehr interessant sein.
einer hatte mich vor 2 jahren mit nem kleinen sportflieger um den chiemsee drumrum geflogen, ein anderer in so ne komische höhle abgeseilt und von ner brücke auch noch abgeseilt. ein anderer war therapeut und hat mich immer angerufen und von seinen patienten gejammert.
von dem anderen wollt ich mich hypnotisieren lassen, nur leider hatte es nicht geklappt.
sogesehen erlebt ich dadurch immerhin was, es ist teils auch intensiv. und ich hab immer wen zum kuscheln. aber es ist alles so kurzlebig, die trennungen schmerzen und bei so vielen trennungen bestärkt sich einfach das gefühl, etwas ist falsch mit mir und natürlich wird die NOGO-liste auch immer länger, je mehr seltsame männer wieder ganz neue arten an den tag legen, um mir weh zu tun.
das bestärkt etwas die angst davor und mindert bei mir das vertrauen, weil auf tinder einfach so diese "jeder kann jederzeit mit jedem" stimmung herrscht und die männer teils sehr fordernd sind. da hab ich angst, den forderungen nicht nachzukommen und deshalb ersetzt zu werden, andererseits stressts mich aber auch, mich so unterzuordnen, sodass ich langfristig nicht schaff, in so ner konstellation glücklich zu sein und mich wirklich öffnen zu können.
ich trau mich nicht mal mehr suchen, nach dem mann für die ewigkeit, sondern eigentlich versuch ich glaube ich, nur den nächsten kick zu finden und versuch, dass es nicht schlimm für mich wär, wenns nach 3 monaten wieder vorbei wär. denn das wär realistisch.
naja :(
ein jahr hatte ich die schnauze voll von tinder, jetzt bin ich wieder dabei. versuch mich abzulenken, hoff mich zu verlieben. probiere diesmal nen vw bus fahrer, nen vater von nem sohn und zwei "normalos" über die ich noch nichts außergewöhnliches weiß ^^
welche von den vieren mich wirklich treffen wollen werden, weiß ich aber noch nicht. und wie viele mich nach dem ersten date noch sehen wollen, sowieso nicht.
ich bin mir eigentlich sicher, dass es wieder weh tun wird, aber ich denk auch, ich könnt meine einstellung zu der sache ändern und es einfach selbst nicht mehr so ernst meinen, sondern nur was erleben wollen, statt ankommen zu wollen. dann wär die erwartung und der schmerz kleiner.
ein bisschen spür ich, dass es vielleicht klappen könnte, weil ich jetzt schon so alt bin und immer noch nicht angekommen, dass ich beginne, innerlich aufzugeben und vielleicht wirklich nicht mehr zu erwarten, als den nächsten kick, um nicht allein zu sein.

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Re: Dating-Apps - warum lasst ihr es (nicht) bleiben?

Beitrag von moody » Mittwoch 4. Dezember 2019, 20:20

Ich wohne am Land, da hat Online-Dating wenig Sinn...

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Re: Dating-Apps - warum lasst ihr es (nicht) bleiben?

Beitrag von Emily_Sturm » Donnerstag 5. Dezember 2019, 09:54

yes_or_no hat geschrieben:
Mittwoch 4. Dezember 2019, 17:52
dank tinder war ich zwei jahre lang nie wirklich alleine. dank beziehungsunfähigkeit hab ich in diesen zwei jahren dafür mehrere trennungen (aus 3 monatigen kennenlernphasen) durchstehen müssen. das ist natürlich sehr schmerzhaft.
dieses jahr hatte ich nur eine trennung und einen kontaktabbruch im märz (kontaktabbruch, weil noch nicht wirklich was gewesen ist)..
bei tinder waren es eher 3 trennungen im jahr plus 1-3 kontaktabbrüche.
Ist das erwiesen? Also hat man dir das diagnostiziert, dass du Beziehungsunfähig bist?
Es kann ja auch einfach sein, dass irgendwas nicht gepasst hat und dass du an deinem Denken etwas ändern solltest. Was sind denn deine No Gos? Kannst mir das natürlich auch gern per PN schreiben, wenn du das nicht öffentlich haben möchtest. Manche Kompromisse muss man sicher immer irgendwie eingehen. Aber ich hab zum Beispiel lange Zeit wirklich Angst gehabt, beziehungsunfähig zu sein. Es hat nie geklappt, ich habe immer abgeblockt, sobald es enger wurde, hab mich zurückgezogen, konnte mir nicht vorstellen, mit der Person jemals intim zu werden oder einfach auch nur einen Kuss zuzulassen. ICh hab mich einfach nicht wohl gefühlt, kam mir vor, wie als würde ich die 2. Wahl annehmen müssen, weil mich sonst eh niemand möchte und daher hab ich natürlich auch nichts gefühlt, als Panik, wenn wieder ein Date war.
Bis dann eben mein jetziger Freund kam, der hat seine Macken und auch seine Probleme, mir gefällt auch sicherlich nicht immer alles, aber bisher sind es Punkte, die ich nicht so wichtig einordne. Aber es zeigt mir auf jeden Fall, ich bin nicht beziehungsunfähig und meine Therapeutin hat mir das auch immer bestätigt, dass es nicht so sei. Hast du denn Freunde? Weiblich oder Männlich? Wie sieht es mit solchen Freundschaftlichen Beziehungen aus?


Zum Thema:
Ich hab die online Dating Zeit gehasst. Nichts als Stress und dennoch immer die Angst, wenn ich jetzt gehe, dann lerne ich niemanden mehr kennen. Ich hatte das Gefühl, dass wenn ich mich jetzt abmelde, dann lerne ich niemals jemanden kennen, dann finde ich mich mit meinem Schicksal ab und das wollte ich nicht. Meinen Freund hab ich übrigens nicht über das Internet kennengelernt.

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Re: Dating-Apps - warum lasst ihr es (nicht) bleiben?

Beitrag von Sususus » Donnerstag 5. Dezember 2019, 10:00

Emily_Sturm hat geschrieben:
Donnerstag 5. Dezember 2019, 09:54
Ist das erwiesen? Also hat man dir das diagnostiziert, dass du Beziehungsunfähig bist?
Ist das denn überhaupt etwas, das man diagnostizieren kann? Oder nicht viel mehr ein "küchenpsychologischer" Begriff, um etwas leicht zu erklären, das vielen unverständlich ist?

Emily_Sturm hat geschrieben:
Donnerstag 5. Dezember 2019, 09:54
Ich hab die online Dating Zeit gehasst. Nichts als Stress und dennoch immer die Angst, wenn ich jetzt gehe, dann lerne ich niemanden mehr kennen. Ich hatte das Gefühl, dass wenn ich mich jetzt abmelde, dann lerne ich niemals jemanden kennen, dann finde ich mich mit meinem Schicksal ab und das wollte ich nicht. Meinen Freund hab ich übrigens nicht über das Internet kennengelernt.
Und hast du dich dann abgemeldet (bzw: es nicht mehr genutzt), bevor du deinen Freund kennengelernt hast? Ich frage mich nämlich manchmal, ob Onlinedating nicht Kapazitäten raubt, die ich anderswo besser unterbringen könnte.
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Re: Dating-Apps - warum lasst ihr es (nicht) bleiben?

Beitrag von Saraj » Donnerstag 5. Dezember 2019, 10:05

Ich habs noch nie gemacht, würde es aber machen, weil ich ansonsten kaum bis gar keinen Kontakt zur Außenwelt habe und die Chancen im sogenannten RL für mich als sehr begrenzt einschätze.

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Re: Dating-Apps - warum lasst ihr es (nicht) bleiben?

Beitrag von Sususus » Donnerstag 5. Dezember 2019, 10:10

yes_or_no hat geschrieben:
Mittwoch 4. Dezember 2019, 17:52
aber es ist alles so kurzlebig, die trennungen schmerzen und bei so vielen trennungen bestärkt sich einfach das gefühl, etwas ist falsch mit mir und natürlich wird die NOGO-liste auch immer länger, je mehr seltsame männer wieder ganz neue arten an den tag legen, um mir weh zu tun.
das bestärkt etwas die angst davor und mindert bei mir das vertrauen, weil auf tinder einfach so diese "jeder kann jederzeit mit jedem" stimmung herrscht und die männer teils sehr fordernd sind. da hab ich angst, den forderungen nicht nachzukommen und deshalb ersetzt zu werden, andererseits stressts mich aber auch, mich so unterzuordnen, sodass ich langfristig nicht schaff, in so ner konstellation glücklich zu sein und mich wirklich öffnen zu können.
Darin finde ich mich wieder, vor allem nach ersten Dates, die keine Wiederholung haben werden. Unabhängig davon, wer sie nicht haben will, aber irgendwie fehlt auch häufig (wiederum von beiden Seiten) die Bereitschaft, sich so richtig aufeinander einzulassen. Das ist natürlich etwas anderes, wenn man sich schon länger kennt und irgendwann spannend findet.
Aber andererseits: bei den längeren Techtelmechteln war dann doch irgendwie alles irgendwie einfacher. Man traf sich, fand sich nett, hat sich häufiger getroffen. Also scheint es ja doch im Rahmen des Möglichen zu liegen.
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Re: Dating-Apps - warum lasst ihr es (nicht) bleiben?

Beitrag von Emily_Sturm » Donnerstag 5. Dezember 2019, 11:13

Sususus hat geschrieben:
Donnerstag 5. Dezember 2019, 10:00
Emily_Sturm hat geschrieben:
Donnerstag 5. Dezember 2019, 09:54
Ist das erwiesen? Also hat man dir das diagnostiziert, dass du Beziehungsunfähig bist?
Ist das denn überhaupt etwas, das man diagnostizieren kann? Oder nicht viel mehr ein "küchenpsychologischer" Begriff, um etwas leicht zu erklären, das vielen unverständlich ist?
Ich denke es ist genau das, was du sagst. Ein Begriff dafür, um es wirklich zu benennen, und um sich selbst erklären zu können, warum man so handelt. Aber das tut man nicht. NIcht immer. Man handelt bei jeder Person unterschiedlich. Es sind vielleicht ähnliche Muster, aber nur ähnlich und diese Muster kann man entweder hinnehmen und das akzeptieren, oder aber sie selbst durchbrechen, indem man anders denkt. Nicht "okay, ich geh jetzt auf ihn ein, weil ich ihn nicht wieder in den Wind schießen will" sondern viel mehr sollte sich doch die Frage gestellt werden. Warum wurden diese No-Gos plötzlich zu dem was sie sind? No Gos. Irgendwann kam EIN EINZIGER Mensch daher und hat dieses No-Go bei einem ausgelöst. Man fand es negativ und will seitdem sowas nicht mehr erleben. Angenommen, man will keinen Fußballspieler mehr als Freund haben, weil der andere keine Zeit mehr hatte, weil er jeden Tag Training hatte und nicht bereit war auch mal zu verzichten. Der neue Mann spielt auch Fußball... man hat sich aber gesagt, ich will keinen Mann mehr, der Fußball spielt. Dabei will man doch nur keinen MAnn mehr, der einem wegen des Hobbys komplett vernachlässigt. Statt also dem Fußball die Schuld zu geben, sollte man den neuen Fußballer evtl. erstmal kennenlernen und gucken, ob er denn genauso ist...
Noch ein Beispiel. Mein Freund fragte mich am Anfang, wie ich zum Reiten stehe (ich hab ne Reitbeteiligung und bin vorher immer am Wochenende geritten... früher) Öfter schaffe ich nicht. Er hatte vorher schon eine Freundin, die geritten ist und hat das blöd gefunden, weil das Pferd vor ihm an 1. Stelle stand. Hätte er sich jetzt gesagt, "Ich will nie wieder eine Reiterin haben..." dann hätten wir uns nicht kennengelernt. Er hat aber gefragt und ich habe ihm gesagt, dass meine Reitbeteiligung eigentlich eher Rentnerin ist. 28 Jahre und seit einem Jahr ihre Zeit als Rentnerpferd fristet und happy ist. Ich könnte hin und wieder drauf wenn die Zeit da ist, aber ein Tier steht nicht vor meinem Freund. Ergo bin ich zwar eine Reiterin, aber ich erfülle das No Go nicht, weil ihm das Hobby an sich egal ist, es nur darum geht, dass ich dann nicht nur weg bin oder nur ein Tier immer über ihm steht. Deswegen finde ich diese No-Go listen so schwierig. Man hört etwas und denkt sich gleich omg... -.-
Sususus hat geschrieben:
Donnerstag 5. Dezember 2019, 10:00
Emily_Sturm hat geschrieben:
Donnerstag 5. Dezember 2019, 09:54
Ich hab die online Dating Zeit gehasst. Nichts als Stress und dennoch immer die Angst, wenn ich jetzt gehe, dann lerne ich niemanden mehr kennen. Ich hatte das Gefühl, dass wenn ich mich jetzt abmelde, dann lerne ich niemals jemanden kennen, dann finde ich mich mit meinem Schicksal ab und das wollte ich nicht. Meinen Freund hab ich übrigens nicht über das Internet kennengelernt.
Und hast du dich dann abgemeldet (bzw: es nicht mehr genutzt), bevor du deinen Freund kennengelernt hast? Ich frage mich nämlich manchmal, ob Onlinedating nicht Kapazitäten raubt, die ich anderswo besser unterbringen könnte.
Ich hätte aufgehört, wär ich nicht vorher im Urlaub gewesen und hätte dadurch die Kündigungsfrist verbaselt :dont: Also ich hab dann leider zu spät gekündigt und muss jetzt leider noch ein Jahr bezahlen. Habe im Anschluss aber erst ihn kennengelernt. Direkt nach meinem Urlaub. Aber ja ich hätte gekündigt, einfach weil ich gemerkt habe, dass es nicht meins ist und ich nicht weiter komme. Es hat mich kaputt gemacht. Dieses KAtalogdenken, dieses ständige austauschen, weil auf der nächsten Seite könnte ja DER PARTNER sein. Irgendwann sollte man mal sagen können "Okay, ich finde die Person, sympathisch, sie gefällt mir auf den ersten Blick optisch, sie gefällt mir grundsätzlich vom Charakter und ich bin wirklich neugierig, diese Person kennenzulernen. Und dann findet man gemeinsam heraus, wieviel passt und wieviel nicht und ob man mit dem, was evtl. nicht ganz optimal ist, klar kommt oder nicht. Manchmal bringt etwas "Fremdes" ja auch Abwechslung in die Beziehung.

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Re: Dating-Apps - warum lasst ihr es (nicht) bleiben?

Beitrag von yes_or_no » Donnerstag 5. Dezember 2019, 19:16

Emily_Sturm hat geschrieben:
Donnerstag 5. Dezember 2019, 09:54
yes_or_no hat geschrieben:
Mittwoch 4. Dezember 2019, 17:52
dank tinder war ich zwei jahre lang nie wirklich alleine. dank beziehungsunfähigkeit hab ich in diesen zwei jahren dafür mehrere trennungen (aus 3 monatigen kennenlernphasen) durchstehen müssen. das ist natürlich sehr schmerzhaft.
dieses jahr hatte ich nur eine trennung und einen kontaktabbruch im märz (kontaktabbruch, weil noch nicht wirklich was gewesen ist)..
bei tinder waren es eher 3 trennungen im jahr plus 1-3 kontaktabbrüche.
Ist das erwiesen? Also hat man dir das diagnostiziert, dass du Beziehungsunfähig bist?
Es kann ja auch einfach sein, dass irgendwas nicht gepasst hat und dass du an deinem Denken etwas ändern solltest. Was sind denn deine No Gos? Kannst mir das natürlich auch gern per PN schreiben, wenn du das nicht öffentlich haben möchtest. Manche Kompromisse muss man sicher immer irgendwie eingehen. Aber ich hab zum Beispiel lange Zeit wirklich Angst gehabt, beziehungsunfähig zu sein. Es hat nie geklappt, ich habe immer abgeblockt, sobald es enger wurde, hab mich zurückgezogen, konnte mir nicht vorstellen, mit der Person jemals intim zu werden oder einfach auch nur einen Kuss zuzulassen. ICh hab mich einfach nicht wohl gefühlt, kam mir vor, wie als würde ich die 2. Wahl annehmen müssen, weil mich sonst eh niemand möchte und daher hab ich natürlich auch nichts gefühlt, als Panik, wenn wieder ein Date war.
Bis dann eben mein jetziger Freund kam, der hat seine Macken und auch seine Probleme, mir gefällt auch sicherlich nicht immer alles, aber bisher sind es Punkte, die ich nicht so wichtig einordne. Aber es zeigt mir auf jeden Fall, ich bin nicht beziehungsunfähig und meine Therapeutin hat mir das auch immer bestätigt, dass es nicht so sei. Hast du denn Freunde? Weiblich oder Männlich? Wie sieht es mit solchen Freundschaftlichen Beziehungen aus?
Naja, eine offizielle Diagnose habe ich nicht. Aber ich hab mich seit 5 Jahren nicht mehr verliebt :( Sondern mich stattdessen zugeschaufelt mit Stress und eigenen Themen, die mir irgendwie wichtig geworden sind.
Dadurch fühlt sich eine Kennenlernphase von vornherein für mich eher nach Stress an, und irgendwie glaube ich, dass ich das den Mann auch etwas spüren lasse, indem ich vielleicht etwas uninitiativ bin. Man könnts aber zumindest zum Teil schon auch auf die Umstände schieben, aber glaub das dümmste ist, dass ich statt die Umstände mal zu verbessern, mir immer sofort wieder nen neuen suche (seit 3 Jahren mit kurzen Pausen jeweils nach dem Kontaktabbruch immer), weil ich das Gefühl, dass da "niemand" in Aussicht ist, irgendwie unerträglich find.

Ich muss es jetzt wirklich lockerer angehen und nicht so viel aufwand betreiben, nicht so verbindlich werden,.... zumindest bis das Studium vorbei ist.
Aktuell arbeite ich als festangestellte ca 35 Mins entfernt von meinem Wohnort und hab ein Vollzeitstudium nebenher in München ca 1.5h entfernt von meinem Wohnort ;) Da muss ich einen Tag die Woche reinfahren, 2 Tage die Woche lernen, in der Klausurenphase wohl noch länger.
Ich fühl mich damit sehr ausgelastet, wünsch mir eigentlich im Moment auch keinen Mann, mit dem ich ein volles "Quality Time" Programm am Wochenende mach, was für mich aktuell nur nervend und störend fast rüberkommt. Sondern wünsch mir einen, der mich am Donnerstag Abend oder Dienstag Abend mal kurz kuschelt und ne Serie oder Film mit mir guckt oder gemeinsam kocht.

Die letzten Jahre hab ichs durch Freiberuflichkeit ebenfalls irgendwie immer geschafft, Stress zu haben.
WENN das Studium vorbei ist, wär mein Job allerdings sehr stressfrei und trotzdem erfüllend, sodass ich dann eventuell beziehungsfähig sein könnte :) Mit Zeit und innerer Zufriedenheit. Allerdings muss ich jetzt halt endlich mal das Chaos aufräumen, das ich in den letzten Jahren fabriziert hab. Ich schlepp das immer so vor mich hin und schiebs ja doch eher auf, dadurch fühl ich mich oft überfordert vom Leben....
Das mit den Nogos müsst ich ehrlich gesagt nochmal überdenken. Glaub es ist aber schon eher so eine Sache, dass ich aktuell zu wenig Zeit für ne herzliche Beziehung hätt, aber Zweckbeziehungen mich einfach nicht glücklich machen --- dass ich dann irgendwie auch widersprüchige Ansprüche stell. Das hat vielleicht mehr mit mir selbst als mit den Männern zu tun. Ist halt der Unterschied zwischen dem was ich WILL und dem was ich KANN und etwas der Frust darüber, dass das in den letzten Jahren sehr weit auseinander lag.... weiß nicht, ob das verständlich so ist ... ;)

Platonisch komm ich eigentlich gut mit Leuten zurecht. Wirke oft sympathisch und empathisch, kann gut zuhören und bin auch sehr offen, was es Dinge über mich selbst angeht.
Platonisch hab ich mich bisher auch noch nicht wirklich gestritten, die Kontakte sind eher wegen Zeitmangel oder Umzug meinerseits auseinander gegangen. Aktuell hab ich 2 Freundinnen und einen Freund. Ist nicht viel, aber ich schaffs zeitlich grad sehr schlecht, das zu pflegen.... :/

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Re: Dating-Apps - warum lasst ihr es (nicht) bleiben?

Beitrag von NeC » Donnerstag 5. Dezember 2019, 20:02

Sususus hat geschrieben:
Mittwoch 4. Dezember 2019, 16:09
Dating-Apps (...)
aus welchen Gründen habt ihr es gelassen und was hat sich dadurch verändert?
Oder eben auch: warum dated ihr bei nicht zufrieden stellenden Erfolgen weiter online?
Bei mir waren es nicht die Apps, sondern ganz old-school die Singlebörsen, mit denen es mir ein wenig so ging wie yes_and_no: Sie waren lange meine einzige Möglichkeit, um mit weiblichen Singles in irgendwie flirtigen Kontakt zu kommen. Ich habe diesen Börsen viel zu verdanken, kann aber auch die negativen Aspekte, von denen man hier immer wieder liest, voll und ganz bestätigen.

Ich habe die Online-Börsen immer in Schüben genutzt. Wenn der Frust darüber zu groß wurde, habe ich mal ein halbes Jahr oder länger pausiert, bis sich die Sehnsucht nach einer Partnerin doch wieder zurückmeldete. Das passierte in der Vergangenheit eigentlich recht zuverlässig auch immer wieder, aber gerade stelle ich fest, dass mein letztes "richtiges" Singlebörsen-Date bereits mehr als 4 Jahre zurückliegt. :shock: Sollte das dann vielleicht doch mein letztes gewesen sein?

Denn seit etwa dieser Zeit bin ich in bescheidenem Rahmen "im RL" unterwegs. Hier und da mal eine Singlereise, einen kleinen Bekanntschaftskreis immer mal wieder reaktivieren, aber auch ganz viele AB-Treffen mit wunderbaren Menschen hier aus dem Forum! :D Das ist irgendwie viel eher mein (zugegebenermaßen langsames) Tempo. Man trifft sich in wechselnder Gruppenzusammenstellung immer mal wieder ... und manchmal sind zwei Menschen dabei, da überlegen idealerweise beide unabhängig voneinander, ob man nicht noch etwas anderes als nette Bekannte füreinander sein könnte. :kopfstand:

Einfacher ist es dadurch noch lange nicht. Es passieren auch blöde Dinge: Missverständnisse, enttäuschte Hoffnungen. Und weil man vielleicht schon mehr involviert war, kann es auch schmerzhafter als beim Onlinedating werden. Aber zumindest für mich fühlt es sich "natürlicher" und "nachhaltiger" an, als der Kennenlern- und Selektionsprozess beim Onlinedating. Egal, in was für einem Verhältnis man auseinander geht: man kennt und versteht einander besser als nach 5 Textnachrichten und einer Stunde in einer Kaffee-Bar.

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Re: Dating-Apps - warum lasst ihr es (nicht) bleiben?

Beitrag von Dichter » Freitag 6. Dezember 2019, 18:07

Sususus hat geschrieben:
Mittwoch 4. Dezember 2019, 16:09
Dating-Apps machen ja nun doch bei vielen im Schnitt mehr Lust als Frust. Und auch ich war jetzt eigentlich schon wieder an dem Punkt, an dem ich mein Profil löschen wollte. Aber ich habe es dann doch nicht gemacht (weil ich die Befürchtung habe, etwas zu verpassen). Wie haltet ihr es damit?
Falls ihr auch schon an dem Punkt wart: aus welchen Gründen habt ihr es gelassen und was hat sich dadurch verändert?
Oder eben auch: warum dated ihr bei nicht zufrieden stellenden Erfolgen weiter online?
Ich bin zwar bei mehreren Singlebörsen angemeldet, aber der Aufwand ist recht groß bis es zu einem Date kommt. Viele Frauen bemühen sich nicht wirklich richtig. Mittlerweile bin ich kaum noch aktiv und glaube an die Internetliebe nicht wirklich. Die. Menschen sind heute nicht wirklich bindungsfähig, zumindest die sich in den Börsen rumtummeln.
Vielleicht hat ja eine Frau mit reifem Geist und Intellekt Lust einen humorvollen kreativen Chaoten aus NRW kennenzulernen. Ich verfüge über schöne grünbraune Augen, bin 1,82 groß und bin etwas mollig. Wer will kann sich melden Ich beiße auch nicht. ;-)

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Re: Dating-Apps - warum lasst ihr es (nicht) bleiben?

Beitrag von Thespian » Freitag 6. Dezember 2019, 21:31

Die Singlebörsen hab ich aufgegeben. Das war für mich der pure Stress. Die "angebotenen" Damen katalogartig präsentiert, so dass es schon schwierig war sich zu entscheiden für welches Profil man sich weiter interessiert. Das Anschreiben zu formulieren war für mich dann immer unglaublich anstrengend. Ein emotionaler Stress und Intellektueller Aufwand, schlimmer als bei Bewerbungen. Zurück kam dann ganz genau nichts.
In Datingapps bin ich bislang ebenfalls so erfolgreich wie ein Backstein beim Gleitflug. Vielleicht brauche ich bessere Fotos oder andere Frauen.
Irgendwie hab ich den Verdacht, das meine Chancen im RL besser sind. Jedenfalls macht mich das nicht ganz so unglücklich.
Wer Rechtschreibfehler findet darf diese behalten und sammeln.
Irgendwann ergeben sie alle zusammengenommen einen epischen Roman.
Der ist dann zwar ziemlich schlecht, unlogisch aufgebaut und voller Rechtschreibfehler...
Aber ein Roman.

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Re: Dating-Apps - warum lasst ihr es (nicht) bleiben?

Beitrag von Sususus » Freitag 6. Dezember 2019, 23:33

NeC hat geschrieben:
Donnerstag 5. Dezember 2019, 20:02
Aber zumindest für mich fühlt es sich "natürlicher" und "nachhaltiger" an, als der Kennenlern- und Selektionsprozess beim Onlinedating. Egal, in was für einem Verhältnis man auseinander geht: man kennt und versteht einander besser als nach 5 Textnachrichten und einer Stunde in einer Kaffee-Bar.
Schön gesagt :)

Vor allem ist der Selektionsprozess auch direkter. Weil unabhängig davon, wie toll man schreibt oder wie lange man telefoniert, am Ende muss man sich "in echt" riechen können. Ich frage mich manchmal auch, ob andere da ein besseres Händchen haben oder sich von Misserfolgen nicht so sehr runterziehen lassen.
Nach ein paar Metern fand ich in einer Apotheke einen Geldautomaten, doch ich gab die falsche Geheimzahl ein. [...] Ich war nicht besonders besorgt, meine Karte war ja nicht beschädigt, sondern eher traurig: Ich hatte einfach meine Geheimzahl vergessen. (Teju Cole: Open City)

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Re: Dating-Apps - warum lasst ihr es (nicht) bleiben?

Beitrag von Reinhard » Samstag 7. Dezember 2019, 00:17

Ich kann mich auch nicht begeistern für die Idee, sich für Datenblätter und Steckbriefe zu interessieren, und dass man sich mittels einer Anschreibnachricht genug Interesse an einem weiteren Austausch zu erzeugen. Oder vielleicht fehlt mir dazu bisher auch das Erfolgserlebnis :sadman: ... so bisher erscheint es mir recht unrealistisch und viel zu mühsam für das Wenige, das zurückkommt. Ein Forumsaustausch ist irgendwie doch wesentlich produktiver, da bin ich deutlich mehr motiviert und involviert.


Wie man sich mittels Onlinedating finden kann, ist mir immer mehr ein Rätsel. Vielleicht funktioniert es auch nur für die, die auch ohne das jemanden gefunden hättten? :gruebel:
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

Wer will findet sucht Wege; wer nicht will findet Gründe erfindet Ausflüchte.

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Re: Dating-Apps - warum lasst ihr es (nicht) bleiben?

Beitrag von NeC » Samstag 7. Dezember 2019, 12:37

Sususus hat geschrieben:
Freitag 6. Dezember 2019, 23:33
Vor allem ist der Selektionsprozess auch direkter. Weil unabhängig davon, wie toll man schreibt oder wie lange man telefoniert, am Ende muss man sich "in echt" riechen können.
Ja, vor allem ist der Prozess dann richtig herum. Beim Online-Dating steht die Idee einer möglichen Partnerschaft ganz am Anfang, selbst bei Leuten, bei denen sich schnell rausstellt, dass man mit denen gar nicht kann. Im "RealLife" (RL) meidet man solche Leute automatisch und so schnell, dass man gar keinen Gedanken an ein "mehr" verschwendet. Und die Idee, mehr als Bekannte sein zu wollen, kommt einem nur bei Leuten, die man ohnehin mag. Alles viel natürlicher. :klassiker:

Nur muss man eben im RL auch Gelegenheiten zur Begegnung schaffen. Damit habe ich mich lange sehr schwer getan, und war dann bei den seltenen Gelegenheiten mangels Übung im Umgang mit dem anderen Geschlecht auch sehr gehemmt und zurückhaltend. Die Online-Dates waren mir da eine gute Hilfe, lockerer und offener zu werden.

Sususus hat geschrieben:
Freitag 6. Dezember 2019, 23:33
Ich frage mich manchmal auch, ob andere da ein besseres Händchen haben oder sich von Misserfolgen nicht so sehr runterziehen lassen.
Ganz bestimmt braucht man eine gute Frustrationstoleranz. Dabei hilft bestimmt auch ein gutes Selbstbewusstsein, was einem als AB oder Abine ja leider oft nicht so üppig in die Wiege gelegt wurde. ;)

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Re: Dating-Apps - warum lasst ihr es (nicht) bleiben?

Beitrag von Captain Unsichtbar » Samstag 7. Dezember 2019, 15:14

Ich beneide die Menschen die den Luxus haben, sagen zu können "ist nichts für mich". Die Wahl habe ich leider nicht. Bei der Mission Umfeld erweitern, komme ich leider genauso wenig weiter. :?
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Re: Dating-Apps - warum lasst ihr es (nicht) bleiben?

Beitrag von Sususus » Samstag 7. Dezember 2019, 16:08

Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Samstag 7. Dezember 2019, 15:14
Ich beneide die Menschen die den Luxus haben, sagen zu können "ist nichts für mich". Die Wahl habe ich leider nicht. Bei der Mission Umfeld erweitern, komme ich leider genauso wenig weiter. :?
Den Gedanken hatte ich auch schon. Aber könnte es da nicht auch eine Art "self-fulfilling prophecy" sein (nicht auf dich bezogen, sondern von deinem Kommentar ausgehend)?
Also zum Einen hat man durch das Online-Dating schon auch eine Art Sicherheitsnetz (das Online-Dating ist permanent verfügbar und der nächste Kontaktaufnahmeversuch nicht weit), so dass man das zu Beginn schwierigere Projekt "Dating-Kontexte schaffen" nicht so richtig angehen muss.
Und zum Anderen bindet Online-Dating Kapazitäten und Energien, die man dann anderweitig nicht hat. Mir passiert es schon auch manchmal, dass ich nach einem unerfolgreichen Date in ein kleines Loch falle, da muss ich auch erstmal wieder raus.
Nach ein paar Metern fand ich in einer Apotheke einen Geldautomaten, doch ich gab die falsche Geheimzahl ein. [...] Ich war nicht besonders besorgt, meine Karte war ja nicht beschädigt, sondern eher traurig: Ich hatte einfach meine Geheimzahl vergessen. (Teju Cole: Open City)

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