Bilanz ziehen ...

Rund um die persönliche Situation, Erlebnisse und was einem auf dem Herzen liegt

Moderatoren: Hathor, Wolleesel, Peter, Lerche, Lisa, otto-mit-o, Esperanza, orthonormal

Antworten
Agnar
Tauscht Gedanken aus
Beiträge: 73
Registriert: Dienstag 17. September 2019, 01:03

Re: Bilanz ziehen ...

Beitrag von Agnar » Samstag 12. Oktober 2019, 22:03

Melli hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 14:35
Agnar hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 13:55
Was meinst du mit falschen Analogien?
Menschen hangeln gerne an Vorstellungen entlang wie: "B ist doch bestimmt so ähnlich wie A zu verstehen," und auch in Gesprächen: "Stell Dir doch mal vor, das ist wie..." Manches davon ist hilfreich, manches führt in die Irre, manches fordert mehr Widerspruch heraus als hätte man es ganz gelassen. (Ich weiß, ich habe eine ausgeprägte "kommunikative Skepsis" :oops:)

Es gibt zwar durchaus eine metaphorische Gleichsetzung von sexuellen Bedürfnissen mit Hunger, aber sagen wir mal, die ist begrenzt. Im Bedarfsfalle würde man sich i.d.R. anders verhalten :oops:

Natürlich fällt mir hier auch Kafkas Hungerkünstler ein, der verhungert, weil er nicht die Speise gefunden hat, die ihm schmeckt. Als ich das mit 18 las, resonierte das schon mit Teilen meiner Neurosen :shy: Auch wenn ich bis heute denke, meine Lebenssituation ebenso wie meine psychische Verfassung war recht schwierig, und ich kann mir nicht vorstellen wie ich eine Beziehung hätte führen können. Ich war eine wirklich traurige Figur.
Reinhard hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 14:12
Naja, jeder reagiert halt so, wie er das vorher von seinem Umfeld gelernt hat.
Schwieriges Thema :schwarzekatze: Gerade wenn ich an die eben geschilderte Situation denke, bot mein Umfeld gar nichts, wovon ich hätte lernen können. Vieles war idiosynkratisch, was nicht heißen muß, daß es besonders originell war, aber Einflüsse könnten sehr weit zurückliegen, ohne daß sich halbwegs gerade Entwicklungslinien ziehen lassen.
Ich meinte es eher so, dass man sicher keinen AB überreden muss zu einer Beziehung wenn man ihm ehrliches Interesse glaubhaft vermitteln kann. Daran wirds am wahrscheinlichsten scheitern. Gebranntes Kind scheut halt das Feuer. Und was man hier so liest haben ja viele hier miese Erfahrungen mit Menschen gesammelt.
Aber natürlich kann jeder auch nur mal einen schlechten Tag haben und sich denken: "Lasst mich doch alle in Ruhe".

Benutzeravatar
Montecristo
Keiner schreibt schneller
Beiträge: 5062
Registriert: Sonntag 8. März 2015, 19:45
Geschlecht: männlich
AB Status: AB Vergangenheit
Ich bin ...: vergeben.

Re: Bilanz ziehen ...

Beitrag von Montecristo » Samstag 12. Oktober 2019, 22:11

Agnar hat geschrieben:
Sonntag 22. September 2019, 21:13
Die Mittel der Jugend zur Partnersuche passen vielleicht nun in dem "Mittelalter" nicht mehr? Welche neuen Wege kann man beschreiten?
Was meint Ihr?
Bin verwirrt? Sind es nicht immer die gleichen Mittel? Oder muss man ab 40 einen Paarungstanz aufführen oder so?
You've come far pilgrim. - Feels like far. - Was worth the trouble? - ugh... What trouble?

Agnar
Tauscht Gedanken aus
Beiträge: 73
Registriert: Dienstag 17. September 2019, 01:03

Re: Bilanz ziehen ...

Beitrag von Agnar » Samstag 12. Oktober 2019, 22:27

Meiner Meinung nach nicht.
In der Jugend ist das mehr spielerisch.
Später ist das dann weg.
Oder siehst du das anders?

Melli
Begeisterter Schreiberling
Beiträge: 2007
Registriert: Donnerstag 31. Januar 2019, 00:27

Re: Bilanz ziehen ...

Beitrag von Melli » Samstag 12. Oktober 2019, 22:33

Agnar hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 22:03
Ich meinte es eher so, dass man sicher keinen AB überreden muss zu einer Beziehung wenn man ihm ehrliches Interesse glaubhaft vermitteln kann. Daran wirds am wahrscheinlichsten scheitern.
War bei mir auch so. Ich wüßte bis heute nicht, wie man während so mancher langer Jahre überhaupt sich mir hätte nähern sollen. Keine Chance gegen meinen Argwohn anzukommen.

Aber ich habe mich eher zurückgezogen statt Körbe zu verteilen :shy:

Benutzeravatar
Hanuta
Liebt es sich hier auszutauschen
Beiträge: 565
Registriert: Montag 5. August 2019, 13:05
Geschlecht: männlich
AB Status: AB Vergangenheit
Ich bin ...: unfassbar.

Re: Bilanz ziehen ...

Beitrag von Hanuta » Samstag 12. Oktober 2019, 22:35

Agnar hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 22:27
Meiner Meinung nach nicht.
In der Jugend ist das mehr spielerisch.
Später ist das dann weg.
Oder siehst du das anders?
Warum sollte das später nicht mehr spielerisch sein?
Das muss sich ja nicht ausschließen. Es sei denn natürlich man trifft sich gerade mit einer Frau, die ihre biologische Uhr ticken hört und unbedingt eine Familie haben will.

Agnar
Tauscht Gedanken aus
Beiträge: 73
Registriert: Dienstag 17. September 2019, 01:03

Re: Bilanz ziehen ...

Beitrag von Agnar » Samstag 12. Oktober 2019, 22:51

Zigg hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 16:58
Agnar hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 07:14


Zusammenpassen werden leute wie wir und sexuell sehr ausschweifend lebende Menschen wohl nicht. Werden aber auch nie zusammenkommen.

Die Wahl der Entscheidungen war natürlich nicht von Grund auf schlecht. Auch wenn ich das immer recht negativ darstelle. Klar ich kann heute aufgrund dieser Entscheidungen ein sonst recht sorgenfreies Leben führen. Was ja auch viel Wert ist. Ich hab Materiell alles was ich brauche und noch mehr. Es ist viel mehr so: es bedeutet mir heute nichts mehr. Hätte ich aber trotzdem eher mehr in Richtung Partnersuche und Famile trimmen sollen. Heute ist der Zug abgefahren.

Wenn man bei 4 Jahren schon so ein Drama macht haben wir andere hier sowieso schon verloren.
Wie hast du reagiert?


Natürlich versuche ich vorher einiges durchzudenken. Tust du das nicht?
Wer von uns kann sich einen Reinfall denn leisten? Das ist ja das Problem: die Uhr tickt
Hallo Agnar.

Ist der Zug wirklich abgefahren? Ich denke nicht.
"Hätte" ist ein doofer Berater. Du hast so gehandelt und es war zu dem Zeitpunkt für dich richtig.

Ich bin aufgestanden, hab ihm ein schönes Leben gewünscht, und bin gegangen.
Also richtig, nachdem er totales Unverständnis hatte, wie jemand so lange alleine sein kann, und ich ja bestimmt etwas verquer wäre, hab ich ihm gesagt, dass ich selbständig leben kann, eine Beziehung für mich eine Bereicherung im Leben ist und ich anspruchsvoll bin. Er aber gerade gezeigt hat, dass er nicht die Kriterien erfüllt und ich rechnen muss, dass er mir am Rockzipfel hängt. Dann bin ich aufgestanden, hab ihm ein schönes Leben gewünscht und bin gegangen.

Ganz ehrlich, wer damit ein Problem hat, ob und wie lange jemand alleine ist, auch wenn jemand noch nie eine Beziehung hatte, Ist nicht der Richtige für mich. Und ich weiss auch, meine Antwort war nicht gerade nett (Er war es allerdings auch nicht mit seinem Unterton), aber so viel Selbstbewusstsein hab ich dann auch noch, mir nicht alles gefallen lassen zu müssen.

Doch, natürlich wäge ich vorher auch ab. Ich mach eine Pro und Kontraliste. Allerdings bin ich manchmal auch so, dass ich sage, "Egal, Ich probiere und schaue was passiert ". Braucht vorher 10 imaginäre Schnäpse. Und i. R. bereue ich es hinterher.
Hallo zigg,

Ganz abgefahren ist der Zug wahrscheinlich nie. Wie immer im Leben bleibt für alles ein Restrisiko oder Chance. Die Wahrscheinlichkeit ist halt sehr gering.
Bei mir in der Nähe von Null. Ich lern nie jemanden kennen da ich in solche Situationen in der Regel nicht komme.
(Bitte keine Ratschläge ich solle halt solche Situationen bewusst oder verstärkt herbeiführen. Ich habe meine Gründe warum ich das nicht will.)
Aber auch davor hat sich nie was ergeben.
Es ist auch die Frage ob es später überhaupt noch Sinn macht. Mit 50 oder 60 brauch ich dann auch keine mehr. Dann ist es auch schon egal.

Deine Reaktion war mehr als respektvoll.
Ich hätte an deiner Stelle a) eher nicht so besonnen reagiert. Oder b) wäre kommentarlos aufgestanden und gegangen. (Je nachdem wie der Tag war.)

Siehst du, du wägst ab und hörst oft auf deinen Bauch. Der sagt dir probiers einfach. Und schon gehts (meist) schief. Genau das möchte ich vermeiden wenns geht.

Agnar
Tauscht Gedanken aus
Beiträge: 73
Registriert: Dienstag 17. September 2019, 01:03

Re: Bilanz ziehen ...

Beitrag von Agnar » Samstag 12. Oktober 2019, 22:56

Melli hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 22:33
Agnar hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 22:03
Ich meinte es eher so, dass man sicher keinen AB überreden muss zu einer Beziehung wenn man ihm ehrliches Interesse glaubhaft vermitteln kann. Daran wirds am wahrscheinlichsten scheitern.
War bei mir auch so. Ich wüßte bis heute nicht, wie man während so mancher langer Jahre überhaupt sich mir hätte nähern sollen. Keine Chance gegen meinen Argwohn anzukommen.

Aber ich habe mich eher zurückgezogen statt Körbe zu verteilen :shy:
Schade das die Gesellschaft so verblödet ist. Wäre doch so einfach wenn man sein Interesse einfach so aussprechen könnte. Und der andere spricht dann auch verbal seine Entscheidung aus.

Aber nein, wir brauchen lauter kryptische Zeichen und Signale. Mit möglichst viel Interpretationsspielraum. Möglichst viele Hürden, Fallen, versteckte Tests.

Agnar
Tauscht Gedanken aus
Beiträge: 73
Registriert: Dienstag 17. September 2019, 01:03

Re: Bilanz ziehen ...

Beitrag von Agnar » Samstag 12. Oktober 2019, 22:58

Hanuta hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 22:35
Agnar hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 22:27
Meiner Meinung nach nicht.
In der Jugend ist das mehr spielerisch.
Später ist das dann weg.
Oder siehst du das anders?
Warum sollte das später nicht mehr spielerisch sein?
Das muss sich ja nicht ausschließen. Es sei denn natürlich man trifft sich gerade mit einer Frau, die ihre biologische Uhr ticken hört und unbedingt eine Familie haben will.
Willst ein Zettelchen rüberwerfen wie in der Schule? Willst du mit mir gehen? (Zum Ankreuzen) Ja, nein, weiß nicht?

Melli
Begeisterter Schreiberling
Beiträge: 2007
Registriert: Donnerstag 31. Januar 2019, 00:27

Re: Bilanz ziehen ...

Beitrag von Melli » Samstag 12. Oktober 2019, 23:32

Agnar hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 22:51
Es ist auch die Frage ob es später überhaupt noch Sinn macht. Mit 50 oder 60 brauch ich dann auch keine mehr. Dann ist es auch schon egal.
Mir ist es nicht egal, aber das hing bei mir nicht wirklich vom Alter ab. Glücklicherweise habe ich das endlich mal hinter mir, daß ich jeden Tag gleich ein paarmal an den Tod dachte :( Manchmal schien es als hätte mein Familie mehr Interesse an meinem Weiterleben als ich selbst.

Mit Mitte 30 hatte ich schonmal eine solche Lebenskrise, daß ich dachte, so wie ich jetzt lebe ist schon egal ob ich lebe oder tot bin. Wenigsten hatte das die Konsequenz, daß ich am Leben blieb.
Agnar hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 22:56
Schade das die Gesellschaft so verblödet ist. Wäre doch so einfach wenn man sein Interesse einfach so aussprechen könnte. Und der andere spricht dann auch verbal seine Entscheidung aus.
Aber nein, wir brauchen lauter kryptische Zeichen und Signale. Mit möglichst viel Interpretationsspielraum. Möglichst viele Hürden, Fallen, versteckte Tests.
Diese Art "ernsthaften Sprechens" ist den meisten Leuten völlig fremd, und man kann ihnen auch solche Fälle aus der Ethnographie nicht einmal theoretisch erklären.

In der Praxis würde man sie verschrecken. Hinter den ganzen Hecken läßt es sich bequem verstecken, oder auch den Rückzug antreten.

Flirts haben durch diese Unsicherheit etwas sadomasochistisches (Adam Philips: On Flirtation. Cambridge, MA: Harvard UP 1994), sind aber dadurch die einzige Möglichkeit, konventionalisierte Einschränkungen bei der Aufnahme von Kontakten zu umgehen und gleichzeitig zu bestätigen.

(Ich weiß, das ist starker Tobak angesichts dessen, daß Flirts meist uneingeschränkt positiv dargestellt werden.)

Benutzeravatar
Hanuta
Liebt es sich hier auszutauschen
Beiträge: 565
Registriert: Montag 5. August 2019, 13:05
Geschlecht: männlich
AB Status: AB Vergangenheit
Ich bin ...: unfassbar.

Re: Bilanz ziehen ...

Beitrag von Hanuta » Samstag 12. Oktober 2019, 23:54

Agnar hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 22:58
Hanuta hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 22:35
Agnar hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 22:27
Meiner Meinung nach nicht.
In der Jugend ist das mehr spielerisch.
Später ist das dann weg.
Oder siehst du das anders?
Warum sollte das später nicht mehr spielerisch sein?
Das muss sich ja nicht ausschließen. Es sei denn natürlich man trifft sich gerade mit einer Frau, die ihre biologische Uhr ticken hört und unbedingt eine Familie haben will.
Willst ein Zettelchen rüberwerfen wie in der Schule? Willst du mit mir gehen? (Zum Ankreuzen) Ja, nein, weiß nicht?
Naja, ist das denn dein Maßstab? Bei wie vielen war das denn tatsächlich der Fall? Ich kenne nur einige wenige Fälle, wo das passiert ist.
Und ähnliches könnte man auch als Erwachsener machen(vielleicht nicht mit Zettelchen).
Auch damals hat das von demjenigen sehr viel Mut erfordert und wurde bei einem Korb nicht einfach gelassen hingenommen. Das sollte man nicht vergessen. Ein Mitschüler von mir war danach das Gespött der Klasse, aber er hat es riskiert.

Agnar
Tauscht Gedanken aus
Beiträge: 73
Registriert: Dienstag 17. September 2019, 01:03

Re: Bilanz ziehen ...

Beitrag von Agnar » Sonntag 13. Oktober 2019, 00:07

Melli hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 23:32
Agnar hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 22:51
Es ist auch die Frage ob es später überhaupt noch Sinn macht. Mit 50 oder 60 brauch ich dann auch keine mehr. Dann ist es auch schon egal.
Mir ist es nicht egal, aber das hing bei mir nicht wirklich vom Alter ab. Glücklicherweise habe ich das endlich mal hinter mir, daß ich jeden Tag gleich ein paarmal an den Tod dachte :( Manchmal schien es als hätte mein Familie mehr Interesse an meinem Weiterleben als ich selbst.

Mit Mitte 30 hatte ich schonmal eine solche Lebenskrise, daß ich dachte, so wie ich jetzt lebe ist schon egal ob ich lebe oder tot bin. Wenigsten hatte das die Konsequenz, daß ich am Leben blieb.
Agnar hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 22:56
Schade das die Gesellschaft so verblödet ist. Wäre doch so einfach wenn man sein Interesse einfach so aussprechen könnte. Und der andere spricht dann auch verbal seine Entscheidung aus.
Aber nein, wir brauchen lauter kryptische Zeichen und Signale. Mit möglichst viel Interpretationsspielraum. Möglichst viele Hürden, Fallen, versteckte Tests.
Diese Art "ernsthaften Sprechens" ist den meisten Leuten völlig fremd, und man kann ihnen auch solche Fälle aus der Ethnographie nicht einmal theoretisch erklären.

In der Praxis würde man sie verschrecken. Hinter den ganzen Hecken läßt es sich bequem verstecken, oder auch den Rückzug antreten.

Flirts haben durch diese Unsicherheit etwas sadomasochistisches (Adam Philips: On Flirtation. Cambridge, MA: Harvard UP 1994), sind aber dadurch die einzige Möglichkeit, konventionalisierte Einschränkungen bei der Aufnahme von Kontakten zu umgehen und gleichzeitig zu bestätigen.

(Ich weiß, das ist starker Tobak angesichts dessen, daß Flirts meist uneingeschränkt positiv dargestellt werden.)
Zum ersten Teil: So meine ich das nicht. Nur mit 50 oder 60 kann ich dann auch gleich allein bleiben. Ab dann ist es für mich tatsächlich egal.

Beim zweiten Teil bin ich voll bei dir.

Agnar
Tauscht Gedanken aus
Beiträge: 73
Registriert: Dienstag 17. September 2019, 01:03

Re: Bilanz ziehen ...

Beitrag von Agnar » Sonntag 13. Oktober 2019, 00:09

Hanuta hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 23:54
Agnar hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 22:58
Hanuta hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 22:35


Warum sollte das später nicht mehr spielerisch sein?
Das muss sich ja nicht ausschließen. Es sei denn natürlich man trifft sich gerade mit einer Frau, die ihre biologische Uhr ticken hört und unbedingt eine Familie haben will.
Willst ein Zettelchen rüberwerfen wie in der Schule? Willst du mit mir gehen? (Zum Ankreuzen) Ja, nein, weiß nicht?
Naja, ist das denn dein Maßstab? Bei wie vielen war das denn tatsächlich der Fall? Ich kenne nur einige wenige Fälle, wo das passiert ist.
Und ähnliches könnte man auch als Erwachsener machen(vielleicht nicht mit Zettelchen).
Auch damals hat das von demjenigen sehr viel Mut erfordert und wurde bei einem Korb nicht einfach gelassen hingenommen. Das sollte man nicht vergessen. Ein Mitschüler von mir war danach das Gespött der Klasse, aber er hat es riskiert.
Ich hab keinen Maßstab.
Das war einfach nur ein Beispiel (oder besser Klischee).
Was wäre denn ein/dein Maßstab dazu? Damit wir von den selben Maßstäben ausgehen.

Melli
Begeisterter Schreiberling
Beiträge: 2007
Registriert: Donnerstag 31. Januar 2019, 00:27

Re: Bilanz ziehen ...

Beitrag von Melli » Sonntag 13. Oktober 2019, 00:32

Agnar hat geschrieben:
Sonntag 13. Oktober 2019, 00:07
Nur mit 50 oder 60 kann ich dann auch gleich allein bleiben. Ab dann ist es für mich tatsächlich egal.
So stellst Du Dir das jetzt vor, wie das sein wird, aber alt werden kann durchaus anders sein :) Ich finde das durchaus sehr angenehm, vieles beruhigt sich... 👵🏾 Natürlich bin ich auch mehr als nur froh, daß ich mit meiner Frau zusammen bin. Mir wäre bestimmt nicht egal, ob ich stattdessen alleine wäre. (Ihr übrigens auch nicht.)

Benutzeravatar
Hanuta
Liebt es sich hier auszutauschen
Beiträge: 565
Registriert: Montag 5. August 2019, 13:05
Geschlecht: männlich
AB Status: AB Vergangenheit
Ich bin ...: unfassbar.

Re: Bilanz ziehen ...

Beitrag von Hanuta » Sonntag 13. Oktober 2019, 00:40

Agnar hat geschrieben:
Sonntag 13. Oktober 2019, 00:09
Hanuta hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 23:54
Agnar hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 22:58


Willst ein Zettelchen rüberwerfen wie in der Schule? Willst du mit mir gehen? (Zum Ankreuzen) Ja, nein, weiß nicht?
Naja, ist das denn dein Maßstab? Bei wie vielen war das denn tatsächlich der Fall? Ich kenne nur einige wenige Fälle, wo das passiert ist.
Und ähnliches könnte man auch als Erwachsener machen(vielleicht nicht mit Zettelchen).
Auch damals hat das von demjenigen sehr viel Mut erfordert und wurde bei einem Korb nicht einfach gelassen hingenommen. Das sollte man nicht vergessen. Ein Mitschüler von mir war danach das Gespött der Klasse, aber er hat es riskiert.
Ich hab keinen Maßstab.
Das war einfach nur ein Beispiel (oder besser Klischee).
Was wäre denn ein/dein Maßstab dazu? Damit wir von den selben Maßstäben ausgehen.
Je nach dem wie man sich kennenlernt und Menschen sind da ja auch nochmal seeeeeehr unterschiedlich.
Wenn man sich über den Freundeskreis kennenlernt, dann kann es gut sein, dass man ein wenig rumalbert und sich gegenseitig neckt(ohne es selbst zu merken). Das gibt es in der Tat sehr häufig, aber ich denke nicht, dass das auf ein bestimmtes Alter beschränkt ist. Das geht auch noch mit 30+. Je nach Menschen ist das gegenseitige Necken ja auch nicht jedermanns Sache. Lese ja hier häufig im Forum, dass Dating ja eine ernste Sache ist und man lieber Fakten als Emotionen sprechen lassen soll.
Zumindest könnte ich mir das als realistisch vorstellen, wenn man jemanden über den Freundes- oder näheren Bekanntenkreis kennenlernt.(Dazu zähle ich auch Arbeit)

Wenn ich von einem ganz normalen Date ausgehe, wo sich 2 Menschen kaum kennen, dann halte ich dieses "spielerische" Kennenlernen sowieso für sehr selten. Mein Maßstab wäre, dass man sich über mehrere Dates versucht näherzukommen und das "spielerische" würde dann erst in der Beziehung stattfinden.

Agnar
Tauscht Gedanken aus
Beiträge: 73
Registriert: Dienstag 17. September 2019, 01:03

Re: Bilanz ziehen ...

Beitrag von Agnar » Sonntag 13. Oktober 2019, 01:01

Melli hat geschrieben:
Sonntag 13. Oktober 2019, 00:32
Agnar hat geschrieben:
Sonntag 13. Oktober 2019, 00:07
Nur mit 50 oder 60 kann ich dann auch gleich allein bleiben. Ab dann ist es für mich tatsächlich egal.
So stellst Du Dir das jetzt vor, wie das sein wird, aber alt werden kann durchaus anders sein :) Ich finde das durchaus sehr angenehm, vieles beruhigt sich... 👵🏾 Natürlich bin ich auch mehr als nur froh, daß ich mit meiner Frau zusammen bin. Mir wäre bestimmt nicht egal, ob ich stattdessen alleine wäre. (Ihr übrigens auch nicht.)
Wie denkst du wie es sein wird im Alter?
Ich glaube unsere Meinungen gehen da weit auseinander.

Agnar
Tauscht Gedanken aus
Beiträge: 73
Registriert: Dienstag 17. September 2019, 01:03

Re: Bilanz ziehen ...

Beitrag von Agnar » Sonntag 13. Oktober 2019, 01:02

Hanuta hat geschrieben:
Sonntag 13. Oktober 2019, 00:40
Agnar hat geschrieben:
Sonntag 13. Oktober 2019, 00:09
Hanuta hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 23:54


Naja, ist das denn dein Maßstab? Bei wie vielen war das denn tatsächlich der Fall? Ich kenne nur einige wenige Fälle, wo das passiert ist.
Und ähnliches könnte man auch als Erwachsener machen(vielleicht nicht mit Zettelchen).
Auch damals hat das von demjenigen sehr viel Mut erfordert und wurde bei einem Korb nicht einfach gelassen hingenommen. Das sollte man nicht vergessen. Ein Mitschüler von mir war danach das Gespött der Klasse, aber er hat es riskiert.
Ich hab keinen Maßstab.
Das war einfach nur ein Beispiel (oder besser Klischee).
Was wäre denn ein/dein Maßstab dazu? Damit wir von den selben Maßstäben ausgehen.
Je nach dem wie man sich kennenlernt und Menschen sind da ja auch nochmal seeeeeehr unterschiedlich.
Wenn man sich über den Freundeskreis kennenlernt, dann kann es gut sein, dass man ein wenig rumalbert und sich gegenseitig neckt(ohne es selbst zu merken). Das gibt es in der Tat sehr häufig, aber ich denke nicht, dass das auf ein bestimmtes Alter beschränkt ist. Das geht auch noch mit 30+. Je nach Menschen ist das gegenseitige Necken ja auch nicht jedermanns Sache. Lese ja hier häufig im Forum, dass Dating ja eine ernste Sache ist und man lieber Fakten als Emotionen sprechen lassen soll.
Zumindest könnte ich mir das als realistisch vorstellen, wenn man jemanden über den Freundes- oder näheren Bekanntenkreis kennenlernt.(Dazu zähle ich auch Arbeit)

Wenn ich von einem ganz normalen Date ausgehe, wo sich 2 Menschen kaum kennen, dann halte ich dieses "spielerische" Kennenlernen sowieso für sehr selten. Mein Maßstab wäre, dass man sich über mehrere Dates versucht näherzukommen und das "spielerische" würde dann erst in der Beziehung stattfinden.
Jetzt hast du aber nur den gängigen Standard aufgezählt. Ist für mich nicht umsetzbar.

Benutzeravatar
Hanuta
Liebt es sich hier auszutauschen
Beiträge: 565
Registriert: Montag 5. August 2019, 13:05
Geschlecht: männlich
AB Status: AB Vergangenheit
Ich bin ...: unfassbar.

Re: Bilanz ziehen ...

Beitrag von Hanuta » Sonntag 13. Oktober 2019, 01:06

Agnar hat geschrieben:
Sonntag 13. Oktober 2019, 01:02
Hanuta hat geschrieben:
Sonntag 13. Oktober 2019, 00:40
Agnar hat geschrieben:
Sonntag 13. Oktober 2019, 00:09


Ich hab keinen Maßstab.
Das war einfach nur ein Beispiel (oder besser Klischee).
Was wäre denn ein/dein Maßstab dazu? Damit wir von den selben Maßstäben ausgehen.
Je nach dem wie man sich kennenlernt und Menschen sind da ja auch nochmal seeeeeehr unterschiedlich.
Wenn man sich über den Freundeskreis kennenlernt, dann kann es gut sein, dass man ein wenig rumalbert und sich gegenseitig neckt(ohne es selbst zu merken). Das gibt es in der Tat sehr häufig, aber ich denke nicht, dass das auf ein bestimmtes Alter beschränkt ist. Das geht auch noch mit 30+. Je nach Menschen ist das gegenseitige Necken ja auch nicht jedermanns Sache. Lese ja hier häufig im Forum, dass Dating ja eine ernste Sache ist und man lieber Fakten als Emotionen sprechen lassen soll.
Zumindest könnte ich mir das als realistisch vorstellen, wenn man jemanden über den Freundes- oder näheren Bekanntenkreis kennenlernt.(Dazu zähle ich auch Arbeit)

Wenn ich von einem ganz normalen Date ausgehe, wo sich 2 Menschen kaum kennen, dann halte ich dieses "spielerische" Kennenlernen sowieso für sehr selten. Mein Maßstab wäre, dass man sich über mehrere Dates versucht näherzukommen und das "spielerische" würde dann erst in der Beziehung stattfinden.
Jetzt hast du aber nur den gängigen Standard aufgezählt. Ist für mich nicht umsetzbar.
Warum nicht? Was wäre denn für dich "umsetzbar"?

Reinhard
Meisterschreiberling
Beiträge: 7331
Registriert: Donnerstag 7. Januar 2016, 11:53
Geschlecht: männlich
AB Status: AB 30+
Ich bin ...: offen für alles.
Wohnort: Oberpfalz

Re: Bilanz ziehen ...

Beitrag von Reinhard » Sonntag 13. Oktober 2019, 01:11

Agnar hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 21:56
Muss ja eine komische Situation gewesen sein. Warum tut man sich das freiwillig an?

Autofahren tut man sich an, um irgendwo hinzukommen. :frech:
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

Wer will findet sucht Wege; wer nicht will findet Gründe erfindet Ausflüchte.

Melli
Begeisterter Schreiberling
Beiträge: 2007
Registriert: Donnerstag 31. Januar 2019, 00:27

Re: Bilanz ziehen ...

Beitrag von Melli » Sonntag 13. Oktober 2019, 01:16

Agnar hat geschrieben:
Sonntag 13. Oktober 2019, 01:01
Wie denkst du wie es sein wird im Alter?
Da muß ich nicht viel denken, ich bin schon alt :oops: Klar, als ich jung war, konnte ich mir das nicht vorstellen. In dem Alter denkt man gerne, es bleibt so wie es ist. Bei mir allerdings unterbrochen dadurch, daß ich dachte, ich würde keine 30. Sowas soll öfters vorkommen, wenn Eltern sterben, daß die Kinder denken, sie würden dereinst auch nicht älter. Zudem empfand ich mein Leben als traurig und perspektivlos.

Mit zunehmendem Alter hat sich mein Leben immer weniger verändert. Das beträfe inzwischen so ungefähr einen Zeitraum von 20 Jahren nun immerhin. Geistige Fortschritte immer noch mit eingeschlossen :schuechtern: Es sind nur die gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die mich ziemlich sicher sein lassen, daß dem bestimmt keine weiteren 20 Jahre mehr folgen werden.

Benutzeravatar
Tania
Tippt schneller als der eigene Schatten
Beiträge: 9277
Registriert: Donnerstag 12. Mai 2016, 15:43
Geschlecht: weiblich
AB Status: mit AB befreundet
Ich bin ...: nur an Männern interessiert.
Wohnort: Rostock

Re: Bilanz ziehen ...

Beitrag von Tania » Sonntag 13. Oktober 2019, 02:03

Agnar hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 13:52
Ich hab noch nie jemanden abgelehnt in einer Partnerschaftsfrage. Ist noch nie eine auf mich zugekommen.
Es passiert auch ausgesprochen selten, dass wildfremde Menschen auf Dich zukommen und Dich fragen, ob Du zufällig eine Beziehung mit ihnen in Betracht ziehen würdest. Und selbst bekannte Menschen tun solches kaum einmal, sondern versuchen zuerst herauszufinden, ob Deinerseits überhaupt Interesse bestehen könnte.

Die Körbe, die man dann bekommt, klingen also nicht wie "Danke für Dein Angebot, aber ich muss leider ablehnen", sondern eher wie
- "Mir ist aufgefallen, dass Du mich öfter mal zitierst. Für alle Fälle möchte ich Dir mitteilen, dass Du mir leider zu weit weg wohnst."
- "Es war echt super, Dich zu treffen. Du bist wirklich ein toller Mensch, nur leider finde ich Deinen Körper nicht so toll."
- "Samstag mit Dir treffen geht leider nicht, da muss ich Toastbrot kaufen."
- "Ich würde prinzipiell nie etwas mit einer Frau mit Kindern anfangen.

Da noch eine "Partnerschaftsanfrage" nachzuschieben, wäre echt vergebliche Liebesmüh.
Agnar hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 21:56
Muss ja eine komische Situation gewesen sein. Warum tut man sich das freiwillig an?
Weil sowohl ich als auch der weitere Mitfahrer die Komik der Situation erkannt und uns recht gut über mich amüsiert haben ;)

You'll miss 100% of the shots you don't take. (Wayne Gretzky)

Antworten

Zurück zu „Austausch“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Bonbon, Gatem, knopper, marcus80, Solalala, Talbot und 45 Gäste