Meine allererste Kaltansprache und die "Vorgeschichte"

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Melli
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Re: Meine allererste Kaltansprache und die "Vorgeschichte"

Beitrag von Melli » Donnerstag 15. August 2019, 23:41

Man wünscht sich das natürlich nicht :( Dennoch kann man durchaus auch als bzw. mit verwitweten Personen einen Neustart wagen.

Die könnten tatsächlich auch kinderlos sein, oder die Kinder sind längst aus dem Haus, wie auch immer.

Dergleichen habe ich schon mit eigenen Augen gesehen, und konnte mich für die nur freuen :daumen: :shylove:
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LonesomeCoder
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Re: Meine allererste Kaltansprache und die "Vorgeschichte"

Beitrag von LonesomeCoder » Freitag 16. August 2019, 10:40

knopper hat geschrieben:
Donnerstag 15. August 2019, 15:09
was die jungen Singlefrauen betrifft in den Großstädten betrifft, so bin ich mir sicher dass ein gewisser Anteil von Ihnen es freiwillig ist bzw. sich einfach kein passender Mann findet.
In Großstädten in der Realität ist es wie beim Online-Dating. Die vermeintlich unendliche Auswahl lässt die Ansprüche steigen und die Kompromissbereitschaft sinken. Dazu kommt, dass sich in Städten ein Single meist besser als aufm Land beschäftigen kann und er mehr Single-Freunde finden kann und das sorgt bei manchen für weniger Leidensdruck.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
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Re: Meine allererste Kaltansprache und die "Vorgeschichte"

Beitrag von Lonely_Boy18 » Freitag 16. August 2019, 13:42

Die junge Dame befand sich heute wieder am Stand. Unsere Begegnung war nach meinem Empfinden nicht unangenehm. Auf meine Frage hin, ob es absehbar wäre wie lange der Stand denn noch ungefähr dort steht, hieß es: ja, tatsächlich nurnoch heute. Ich meinte daraufhin, dass ich dann echt Glück gehabt habe noch Obst zu bekommen. Unter anderem die Sorte Kirschen, welche ihrer Empfehlung nach fester und süßlicher ist (... :lol: )

Auf dem Nachhauseweg stieg ich dann noch eben zum Alltagshelden auf, als eine Frau ziemlich nah hinter mir eine Art Notizbuch verlor. Sie hatte es offensichtlich eilig, aber ich huschte ihr hinterher und fragte, ob der verlorene Gegenständ ihrer wäre. Beim Umdrehen entdeckte ich, dass es sich wohl um einen Reisepass handelte :shock:. Hätte schlechter laufen können :hut:.
LonesomeCoder hat geschrieben:
Donnerstag 15. August 2019, 14:34
Du bist auch in der Singlehauptstadt Berlin. Aber die vergleichsweise hohen Singlequoten dort bedeuten nicht, dass es für ABs einfacher wäre, sondern sind das Resultat davon, dass es Normalos schwerer haben.
Bin in einem Studiengang mit ca. 85%? (eigene Einschätzung) Frauenanteil eingeschrieben. Teilweise in Seminaren alleine mit vielleicht 20 Frauen gewesen. Daraus Kapital schlagen konnte ich nie. Bei vielen hat sich aber tatsächlich auch schnell in einem Gespräch herausgestellt, dass sie schon vor dem ersten Semester vergeben waren. Andere zeigten wenig Eigeninitiative am Gesprächsaufbau bzw. meinten, ich solle doch mal was erzählen. Das Erzählte wurde natürlich hinterher als uninteressant abgetan. Sehr sympathische Kommilitonin in dem Fall. Ansonsten hatte ich fast immer den Eindruck, dass viele gar kein Interesse an neuen Bekanntschaften haben (Sozialkontakte bereits ausreichend vorhanden). Zum Beispiel bei Absprachen was Referate angeht: keine Zeit, muss zur nächsten Veranstaltung, am besten regeln wir das per E-Mail. Kontakt so wenig wie nötig und möglichst unpersönlich. Die wenigsten Mitstudierenden wollten sich wirklich mal unter der Woche die Zeit nehmen, um sich persönlich abzusprechen (sehr sympathisch :D). Das schlug sich dann auch im Endergebnis nieder. Insgesamt in der Uni natürlich alles sehr anonym im Vergleich zur Abi-Zeit (Klassengemeinschaft). Wie es bei Feiern dort abläuft kann ich nichts zu berichten, da nicht mein Ding. Ein Dorf sind wir nicht gerade, aber den Eindruck, dass rege gesucht wird, hatte ich nie.

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Re: Meine allererste Kaltansprache und die "Vorgeschichte"

Beitrag von LonesomeCoder » Freitag 16. August 2019, 15:38

Lonely_Boy18 hat geschrieben:
Freitag 16. August 2019, 13:42
Bin in einem Studiengang mit ca. 85%? (eigene Einschätzung) Frauenanteil eingeschrieben. Teilweise in Seminaren alleine mit vielleicht 20 Frauen gewesen. Daraus Kapital schlagen konnte ich nie. Bei vielen hat sich aber tatsächlich auch schnell in einem Gespräch herausgestellt, dass sie schon vor dem ersten Semester vergeben waren. Andere zeigten wenig Eigeninitiative am Gesprächsaufbau bzw. meinten, ich solle doch mal was erzählen. Das Erzählte wurde natürlich hinterher als uninteressant abgetan. Sehr sympathische Kommilitonin in dem Fall. Ansonsten hatte ich fast immer den Eindruck, dass viele gar kein Interesse an neuen Bekanntschaften haben (Sozialkontakte bereits ausreichend vorhanden). Zum Beispiel bei Absprachen was Referate angeht: keine Zeit, muss zur nächsten Veranstaltung, am besten regeln wir das per E-Mail. Kontakt so wenig wie nötig und möglichst unpersönlich. Die wenigsten Mitstudierenden wollten sich wirklich mal unter der Woche die Zeit nehmen, um sich persönlich abzusprechen (sehr sympathisch :D). Das schlug sich dann auch im Endergebnis nieder. Insgesamt in der Uni natürlich alles sehr anonym im Vergleich zur Abi-Zeit (Klassengemeinschaft). Wie es bei Feiern dort abläuft kann ich nichts zu berichten, da nicht mein Ding. Ein Dorf sind wir nicht gerade, aber den Eindruck, dass rege gesucht wird, hatte ich nie.
Bist du an einer Pendler-Uni? So nennt man Unis wo die meisten täglich oder zumindest übers WE heimfahren (z.B. weil der Ort sonst kaum was bietet oder wegen den hohen Kosten dort wohnen vermieden wird) und deshalb ihr altes Umfeld teils aufrecht erhalten können. Das wäre die Erklärung warum so wenig Interesse an (neuen) privaten Kontakten da ist. Mir ist auch aufgefallen, dass die meisten Leute im Studium ihre meisten Kontakte gleich zu Beginn knüpfen, etwa in Vorkursen vor Beginn der eigentlichen VL-Zeit und fürs Zusammen lernen bei den ersten Veranstaltungen. Danach blieben die Gruppen recht konstant und schrumpften eher wenn jemand aufgab. Ich fand Kontakte knüpfen nach dem ersten Semester deutlich schwerer als davor, die meisten hatten schon ihre Gruppe für lernen und ggf. was privat neben der Uni machen (in meinem Fall nur Männer, Informatik). Je seltener jemand heimfuhr, desto größer war meist das Interesse sich an der Uni zu integrieren.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
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Re: Meine allererste Kaltansprache und die "Vorgeschichte"

Beitrag von Melli » Freitag 16. August 2019, 22:27

An den großen soziologischen Würfen könnte ich mich da nicht beteiligen. Institute und die dortigen Leute können leider sehr unterschiedlich sein. An manchen ist es gut, an anderen sind die schon ein kleines bißchen verpeilt. Da fällt welchen erst nach 4 Semestern auf: "Äh, wie heißt Du eigentlich? ... Und Du studierst auch hier?" :mrgreen: Oder bei der öffentlichen Bekanntgabe der Noten nach der Magisterprüfung saßen welche direkt hinter mir und fragten sich gegenseitig: "Wer ist denn das?" :shock:
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Re: Meine allererste Kaltansprache und die "Vorgeschichte"

Beitrag von The Poet » Freitag 16. August 2019, 22:34

Melli hat geschrieben:
Freitag 16. August 2019, 22:27
An den großen soziologischen Würfen könnte ich mich da nicht beteiligen. Institute und die dortigen Leute können leider sehr unterschiedlich sein. An manchen ist es gut, an anderen sind die schon ein kleines bißchen verpeilt. Da fällt welchen erst nach 4 Semestern auf: "Äh, wie heißt Du eigentlich? ... Und Du studierst auch hier?" :mrgreen: Oder bei der öffentlichen Bekanntgabe der Noten nach der Magisterprüfung saßen welche direkt hinter mir und fragten sich gegenseitig: "Wer ist denn das?" :shock:
Bei den Informatikern findest du so ein Verhalten bestimmt auch, wenn auch mit anderer Kausalität. Bei den Soziologen ist der Grund Verpeiltheit, bei den Infen Sozialphobie :mrgreen:

Hm. Eigentlich nicht witzig. :gruebel:

Ich hab damals bestimmt auch 4 Semester gebraucht, um den einen oder anderen und v.a. um die eine oder andere mal anzusprechen - jetzt jenseits der Standard-Lern-Grüppchen, in denen man (ich) sich sowieso nach dem 1. Semester einfindet.
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