Scientific American: Failure to Launch Syndrome

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Reinhard
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Scientific American: Failure to Launch Syndrome

Beitrag von Reinhard » Sonntag 11. August 2019, 21:49

Scientific American hat geschrieben: In the U.S., failure to launch is also known as Peter Pan syndrome, after the famous story of the boy who never grows up. In Japan, a more extreme but related condition is called hikikomori. Described as modern hermits, hikikomori generally withdraw from society before they hit their late twenties, and can remain in the bedroom equivalent of a remote mountaintop cave for years, if not decades.

No matter the culture or the label, failure to launch cases are mostly, but not all, young men. Numbers indicate the problem is increasing. Indeed, in 2014, over seven million American men ages 25-54 were neither working nor looking for work, up 25% from 10 years prior. And while the stereotype of a basement-dwelling man-child evokes labels of “loser,” “dropout,” or other unflattering descriptors, the phenomenon is more complicated than simplistic labels might indicate.

Meine Anmerkung: in dieser Altersgruppe in den USA sind etwa 126 Millionen (scheint mir wenig?), davon 7 Millionen ergibt fünfeinhalb Prozent Anteil ... :shock:


https://www.scientificamerican.com/arti ... -syndrome/
Abstimmung zum Schreibwettbewerb:
https://www.abtreff.de/viewtopic.php?f=65&t=25913 :hierlang:

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Re: Scientific American: Failure to Launch Syndrome

Beitrag von Tania » Montag 12. August 2019, 00:11

Reinhard hat geschrieben:
Sonntag 11. August 2019, 21:49
Meine Anmerkung: in dieser Altersgruppe in den USA sind etwa 126 Millionen (scheint mir wenig?), davon 7 Millionen ergibt fünfeinhalb Prozent Anteil ... :shock:
126 Mio Menschen .... also ca. 63 Mio Männer. Dann wären mehr als 11% der US-Männer betroffen....

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Re: Scientific American: Failure to Launch Syndrome

Beitrag von The Poet » Montag 12. August 2019, 17:02

:shock: Das sind ungefähr um den Faktor 7 mehr als die Teilnehmer der großangelegten Studie "Erzeugen wir mal eine Opioid Crisis, mal schauen, wie deren Einfluss auf das Wohlbefinden unserer Bevölkerung sein wird" der großen US-Pharmariesen... (ca. 2 Mio. total / davon vermtl. die Hälfte männlich, also 1 Mio. Männer).
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Re: Scientific American: Failure to Launch Syndrome

Beitrag von NBUC » Montag 12. August 2019, 17:36

Das Thema geht der einen oder anderen Form ja immer wieder mal durch die Presse - in der Regel aus Angst um die Geburtenrate oder das Steueraufkommen - und wirft dann wohl auch noch eine Menge Typen munter durcheinander.

Die beschriebenen Peter-Pan-Typen sind dann in der Regel doch eher die Coolen oder auch Ex-Coolen, die zwar toll sind oder waren, aber sich halt nicht binden wollen. Die sind stereotyp alles andere als ABs und in der Regel sonst auch nicht unbedingt schlecht ausgestattet, aber eben niemand zum Staat/Familie machen/unterhalten.

In anderen Fällen geht es tatsächlich um die auch zum Selbsterhalt nichts beitragenden Leistungsfernen.

Die Grassfresser im Kern liegen meinem Eindruck nach mehrheitlich dazwischen und richten sich mehr oder weniger gezielt dazwischen ein - nur so viel engagieren wie für das eigene Auskommen ohne viel Firlefanz notwendig und ansonsten eine ruhige Kugel ohne unnötigen Stress schieben.
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Re: Scientific American: Failure to Launch Syndrome

Beitrag von Nonkonformist » Montag 12. August 2019, 19:13

Ich erkenne mich da zum teil wieder.

Rechne mich auch zu den 'Peter Pan's.

Die verantwortung über einen familie habe ich immer als grobe freiheitseinschränkung gesehen.
Als zwangsjacke.
Sinn meines lebens war selbstverwirklichung; für LMS sachen habe ich mich nie interessiert.
Macht und reichtum hätten mich nicht glücklich gemacht.
Das sammeln von statussymbole hat mich auch nie interessiert.
Die konsumgesellschaft bietet mich wenig worauf ich wert lege.
Habe weder fürherschein noch smartphone noch immobilien.
Und an Gott, religion, esoterie und anderen sinngebungszeug glaube ich bereits seit meinen pubertät nicht mehr.

Also bin ich der gegensatz von allem was der konsumgesellschat gern von seinen bürger hat.

Die wollen gerne brav gehirnwaschte produzenten/konsumenten/steuerzahler/nachwuchszeuger.
Weil die das bruttosozialprodukt steigern.
Und wer da sein glück nicht findet ist geisteskrank.
Nur schmecken mir die meisten karotten am hamsterrad nicht.

Ich habe ein paar jahrzehnte der sinn meines lebens in der trickfilmwelt gefunden.
Für mich selbstverwirklichung und es würde geld von meinen tätigkeiten verdient, war teil des wirtschaftsystems.
Aber die arbeit an sich war eine großere belohnung als das geld das ich damit verdient habe.
Seit ich da raus bin ist mein leben nur noch leer.
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Re: Scientific American: Failure to Launch Syndrome

Beitrag von Reinhard » Montag 12. August 2019, 19:31

NBUC hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 17:36
Das Thema geht der einen oder anderen Form ja immer wieder mal durch die Presse - in der Regel aus Angst um die Geburtenrate oder das Steueraufkommen - und wirft dann wohl auch noch eine Menge Typen munter durcheinander.

Die beschriebenen Peter-Pan-Typen sind dann in der Regel doch eher die Coolen oder auch Ex-Coolen, die zwar toll sind oder waren, aber sich halt nicht binden wollen. Die sind stereotyp alles andere als ABs und in der Regel sonst auch nicht unbedingt schlecht ausgestattet, aber eben niemand zum Staat/Familie machen/unterhalten.

In anderen Fällen geht es tatsächlich um die auch zum Selbsterhalt nichts beitragenden Leistungsfernen.

Bei dieser Gruppe der "Peter Pans" geht es wohl vor allem um diejenigen, die nicht am Erwerbsleben teilnehmen. Aus verschiedenen Gründen, aber ich würde mal sagen, "Coolness" ist eher weniger dabei. Ohne Einkommensquellen werden viele davon wohl daheim sitzen und die Zeit mit Glotze und Games verbringen. Aber rein von der Definition her können diese Menschen wohl schon ein Sozialleben haben.

Hikikomori hingegen nehmen an praktisch gar nichts mehr teil, sind also Untermenge davon.

NBUC hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 17:36
Die Grassfresser im Kern liegen meinem Eindruck nach mehrheitlich dazwischen und richten sich mehr oder weniger gezielt dazwischen ein - nur so viel engagieren wie für das eigene Auskommen ohne viel Firlefanz notwendig und ansonsten eine ruhige Kugel ohne unnötigen Stress schieben.

Grasfresser nehmen am Liebesleben nicht teil, sie könnten aber einem Beruf nachgehen. Diejenigen, bei denen gerade der Konflikt mit der Arbeitszeit besteht, tun das ganz sicher. Sie können auch nicht-romantische Freunde haben, ohne deshalb aus der Definition rauszufallen. Das ist dann was anderes als die Peter Pans.
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Re: Scientific American: Failure to Launch Syndrome

Beitrag von NBUC » Montag 12. August 2019, 19:43

Reinhard hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 19:31
Bei dieser Gruppe der "Peter Pans" geht es wohl vor allem um diejenigen, die nicht am Erwerbsleben teilnehmen. Aus verschiedenen Gründen, aber ich würde mal sagen, "Coolness" ist eher weniger dabei. Ohne Einkommensquellen werden viele davon wohl daheim sitzen und die Zeit mit Glotze und Games verbringen. Aber rein von der Definition her können diese Menschen wohl schon ein Sozialleben haben.
Ich wollte ja nur darauf aufmerksam machen, dass hier etwas wild/konfus gemischt wird und welchen unterschiedlichen Zuschreibungen ich sonst begegnet bin. Und da war PeterPan eng mit Hallodris verbunden.
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