Schon mit 20 aufgeben?Können wir uns um 180 Grad verändern

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badblueboy
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Schon mit 20 aufgeben?Können wir uns um 180 Grad verändern

Beitrag von badblueboy » Donnerstag 11. Juli 2019, 18:44

Hallo liebe Community

Ich bin seit einiger Zeit stiler Mitleser und habe mich jetzt entschlossen meine Geschichte mit euch zu teilen und hoffe hier ein paar
Tipps zu bekommen wie ich mit der Situation zurecht kommen kann.
Ich weiss das es viele solche Themen gibt aber meine Situation ist etwas spezifisch.
Ich wersuche möglichst kurz zu sein.
Ich bin 20 jahre alt und und habe bis jetzt überhaupt keine Erfahrung gesammelt mit den anderen Geschlecht(kein Kuss,Date, nicht mal eine Frau angesprochen)
Es gibt viele Gründe dafür
1.Schüchternheit
2.Aufwachsen in einen sehr kleinen ort in Kroatien (konservative Familie,ignoranter Vater der fast nie vor Ort wegen den Beruf).
3.Mit 15 bin ich dann nach Deutschland gezogen (die für den Kontakt mit den anderen Geschlecht und die algemeine Sozialisation wichtigen Jahre sind im Stress vergangen;Sprache musste gelernt werden,die Schule musste gemacht werden,ich habe 2 Schulen gewechselt,mit 17 sind wir noch einmal inerhalb Deutschlands umgezogen (240 km).Mit 18 habe ich dann die Mittlere Reife bekommen und befinde mich jetzt in der Lehre.Es war ,wie ihr euch denken könnt, eine ziemlich schwere Zeit.Mit Landsleuten hatte ich eigentlich wenig Kontakt,ich lebte bzw, lebe auch hier in Deutschland in einer kleineren Stadt.Verwandte habe ich hier auch nicht.
Mittlerweile hat sich die Situation etwas gebessert. Ich kann jetzt die Sprache habe auch einen ganz netten Job/Ausbildung
Das Problem ist das ich mich aber nicht gut fühle.Ich habe den Eindruck zu viel verpasst zu haben um etwas einzuholen.
Ich komme mir wie jemand vor der mit 14 noch nie Fussball gespielt hat und dann auf einmal Profi werden will.
Ich kann Frauen einfach nichts bieten:ich weiss nicht wie man eine Frau anspricht/anschreibt,sie ausführt,küsst usw.
Zudem bin ich nicht unbedingt der attraktivste ,interessanteste(z.B Hobbys oder Beruf) ,auch an Sicherheit mangelt es mir(wahrscheinlich wegen der fehlenden Erfahrung)

Was ist euere Meinung?
Geht hier noch etwas?Kann ein Mensch sich um 180 Grad verändern? Oder sollte ich mich schon mit 20 mit meinen AB-Schicksal abfinden?
P.S.Entschuldigt die Rechtschreibung

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Re: Schon mit 20 aufgeben?Können wir uns um 180 Grad verändern

Beitrag von BTVS » Donnerstag 11. Juli 2019, 18:53

badblueboy hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juli 2019, 18:44

Was ist euere Meinung?
Geht hier noch etwas?Kann ein Mensch sich um 180 Grad verändern? Oder sollte ich mich schon mit 20 mit meinen AB-Schicksal abfinden?
P.S.Entschuldigt die Rechtschreibung
Du bist erst 20. Viele hier im Forum wären wahrscheinlich froh, wenn sie die Chance hätten, noch einmal so jung zu sein. Viele Leute, die ich kenne und verheiratet sind und Kinder haben hatten in diesem Alter selbst noch wenig Erfahrung.

Um deine Frage zu beantworten: ein klares Nein. Du hast noch dein ganzes Leben vor dir auch wenn es momentan für dich nicht so vorkommt.

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Re: Schon mit 20 aufgeben?Können wir uns um 180 Grad verändern

Beitrag von Reinhard » Donnerstag 11. Juli 2019, 19:44

badblueboy hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juli 2019, 18:44
Oder sollte ich mich schon mit 20 mit meinen AB-Schicksal abfinden?

Nein. :dont:
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

Wer will findet sucht Wege; wer nicht will findet Gründe erfindet Ausflüchte.

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Re: Schon mit 20 aufgeben?Können wir uns um 180 Grad verändern

Beitrag von Hathor » Donnerstag 11. Juli 2019, 20:15

Du hast schon einiges erlebt in deinem jungen Leben. :cry:
Aber ich schließe mich den anderen an: mit 20 ist noch alles möglich. Keineswegs solltest du dich schon mit dem AB-sein abfinden. Hier gibt es ABs, die mit Ü30, ja sogar noch Ü40 und Ü50 (wie meine Wenigkeit ;) ) doch noch in eine Beziehung gefunden haben.

Aber natürlich drücke ich dir alle Daumen, dass du nicht mehr sooo lange darauf warten musst. :vielglueck:
Ich bin jetzt genau im richtigen Alter! :flirten:
Ich muss nur noch 'rauskriegen, für was ...

Nur weil sich etwas nicht bewegt, heißt es nicht, dass es tot ist.

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Re: Schon mit 20 aufgeben?Können wir uns um 180 Grad verändern

Beitrag von Melli » Donnerstag 11. Juli 2019, 21:59

badblueboy hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juli 2019, 18:44
Kann ein Mensch sich um 180 Grad verändern?
Ich glaube gar nicht, daß es gleich 180° sein müssen. Eigentlich hast Du gar nichts "falsch" gemacht. Du hast ja einige Faktoren genannt.

Was ich nebenbei gut nachvollziehen kann. Schüchtern bin ich auch, aber bei uns weiß man Zurückhaltung sogar zu schätzen, das ist offensichtlich eine Frage der "Mentalität". Mit familiären Probleme hatte ich leider auch zu schaffen, das ist wirklich alles andere als erhebend :( Im Ausland zurechtkommen zu müssen kann einem auch nicht unerheblichen Streß verursachen :(

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Re: Schon mit 20 aufgeben?Können wir uns um 180 Grad verändern

Beitrag von Maverick » Donnerstag 11. Juli 2019, 23:45

badblueboy hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juli 2019, 18:44
Hallo liebe Community

Ich bin seit einiger Zeit stiler Mitleser und habe mich jetzt entschlossen meine Geschichte mit euch zu teilen und hoffe hier ein paar
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1.Schüchternheit
2.Aufwachsen in einen sehr kleinen ort in Kroatien (konservative Familie,ignoranter Vater der fast nie vor Ort wegen den Beruf).
3.Mit 15 bin ich dann nach Deutschland gezogen (die für den Kontakt mit den anderen Geschlecht und die algemeine Sozialisation wichtigen Jahre sind im Stress vergangen;Sprache musste gelernt werden,die Schule musste gemacht werden,ich habe 2 Schulen gewechselt,mit 17 sind wir noch einmal inerhalb Deutschlands umgezogen (240 km).Mit 18 habe ich dann die Mittlere Reife bekommen und befinde mich jetzt in der Lehre.Es war ,wie ihr euch denken könnt, eine ziemlich schwere Zeit.Mit Landsleuten hatte ich eigentlich wenig Kontakt,ich lebte bzw, lebe auch hier in Deutschland in einer kleineren Stadt.Verwandte habe ich hier auch nicht.
Mittlerweile hat sich die Situation etwas gebessert. Ich kann jetzt die Sprache habe auch einen ganz netten Job/Ausbildung
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Hallo Badblueboy,

willkommen hier im Forum.

Zunächst: Dein Deutsch ist sehr gut. Du hast in den fünf Jahren, die du hier lebst, sehr viel geschafft und erreicht und ich wünsche dir viel Erfolg in der Lehre. Du kannst auf das, was du in der kurzen Zeit hier in Deutschland geschafft hast, sehr stolz sein!

Aber tu dir einen Gefallen: Mit 20 bist du noch sehr jung und kannst noch sehr viel erreichen. Gebe nicht auf und füge dich nicht deinem AB-Schicksal.

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Re: Schon mit 20 aufgeben?Können wir uns um 180 Grad verändern

Beitrag von Ninja Turtle » Freitag 12. Juli 2019, 02:13

badblueboy hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juli 2019, 18:44
Das Problem ist das ich mich aber nicht gut fühle.Ich habe den Eindruck zu viel verpasst zu haben um etwas einzuholen.
Kann ein Mensch sich um 180 Grad verändern? Oder sollte ich mich schon mit 20 mit meinen AB-Schicksal abfinden?
Klar geht das. Müssen ja nicht gleich 180 Grad sein. ;)
:kopfhoerer: :tanzen2: :umarmung2:

Die SHG-Frankfurt trifft sich jeden 1. und 3. Freitag im Monat. (Dann besaufen wir uns und feiern wilde Sexorgien. Man kann aber auch nur zugucken.) :mrgreen:

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Re: Schon mit 20 aufgeben?Können wir uns um 180 Grad verändern

Beitrag von alex321 » Freitag 12. Juli 2019, 21:51

Warum mit 20 schon aufgeben? In diesem Alter mag es zwar ungewöhnlich sein noch keine Erfahrung mit Beziehung und Sex zu haben, aber ein K-O-Kriterium ist es noch lange nicht. Ich rate dir aber mit der Partnersuche nicht zu lange zu warten. Später wird es nicht leichter und Frauen kommen auch nicht von selbst.

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Re: Schon mit 20 aufgeben?Können wir uns um 180 Grad verändern

Beitrag von Finnlandfreundin » Freitag 12. Juli 2019, 22:18

Mit 20 ist noch alles gut. Setz dich nicht so unter Druck.
Du hast im Leben schon viel erlebt, nutze das zu deinem Vorteil. Das macht dich interessant.
Dein Deutsch ist sehr gut 👍 Großes Lob.

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Re: Schon mit 20 aufgeben?Können wir uns um 180 Grad verändern

Beitrag von Gilbert » Samstag 13. Juli 2019, 05:07

badblueboy hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juli 2019, 18:44
Oder sollte ich mich schon mit 20 mit meinen AB-Schicksal abfinden?
Es klingt so, als möchtest Du eine Flinte ins Korn werfen, die Du noch nie in der Hand hattest. So kommt die Botschaft bei mir an. In deinem Alter ist noch so vieles möglich, das man noch ungezwungen erleben kann und darf. Aus meiner Erfahrung heraus hast Du noch nichts verpaßt. Der Bus holt Dich irgendwann von der Haltestelle ab, an der Du gerade stehst. Einsteigen mußt Du nur selbst.....
Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden.
Hermann Hesse

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Re: Schon mit 20 aufgeben?Können wir uns um 180 Grad verändern

Beitrag von Rosarot » Samstag 13. Juli 2019, 10:01

Mit 20 solltest du wirklich nicht aufgeben. Das gilt eigentlich für jedes Alter, aber gerade mit 20 ist es noch leichter, sich zu verändern. Niemand muss sich um 180 grad ändern, aber verbessern kann man immer etwas.

In deinem Alter war ich auch schüchtern, dazu noch unerfahren in sozialen Situationen und hatte nur wenig Freunde.
Das änderte sich im Studium und spätestens im Berufsleben, weil ich nun täglich mit Menschen zu tun hatte. Dadurch wird man selbstbewusster und versteht, welche Eigenschaften "beliebt" machen. Dazu habe ich noch Rhetorik-Kurse besucht und mich darum gekümmert, regelmäßig in meiner Freizeit Leute zu treffen. Das ist reine Übung, Gewohnheit und irgendwann verinnerlicht man das.

Nach meiner Ansicht klappt es mit dem unverkrampften Kennenlernen eines Partners erst, wenn man vorher geübt/gelernt hat, ein guter Freund oder zumindest Gesprächspartner für Menschen zu sein, von denen man nichts will. Deshalb muss man nicht super gesellig werden, aber interessiert und neugierig auf andere Menschen. Sich merken, was diese erzählt haben, nachfragen, aufgreifen....
Im Gespräch versuchen, positiv rüber zu kommen, nicht so viel klagen, öfter lächeln. Das finden andere Menschen meist attraktiver, als jemand, der pessimistisch rüber kommt.

Du schriebst, dass du dich als nicht so attraktiv einschätzt. Ich glaube, dass das nicht der springende Punkt bei der Partnersuche ist.
Ein sehr gutes Beispiel konnte ich gestern, als ich die Sendung "Nachtcafé" (Thema: Sommer, Urlaub - und dann das!") auf SWR sah, erleben. Dort war Adrian Esper zu Gast, er ist in deinem Alter, und wurde als kleines Kind im Urlaub Opfer eines Terroranschlages. Da er viele Verbrennungen erlitt, entspricht er nicht mehr den üblichen Schönheitsidealen und wird häufig von Fremden angestarrt.
Als ich ihn reden hörte, war ich total geflasht. Dieser Mann war so positiv und selbstbewusst, dass ich ihn extrem attraktiv fand. Die Verbrennungen im Gesicht nahm ich kaum noch wahr bzw waren sie für mich nicht unattraktiv. Da war kein Jammern, da war viel Empathie für andere Menschen, da war Standing, was er durch Worte und Körpersprache rüber brachte. Gut angezogen war er auch und klug.
Wäre ich in seinem Alter, würde ich mir genau so einen Mann als Partner wünschen.
Besser kann ich es nicht beschreiben, vielleicht kannst du heute Vormittag die Wiederholung sehen oder dir Adrian Esper in der Nachtcafé Mediathek anschauen. An solchen Beispielen kann man immer besser erklären, warum ein Mensch attraktiv wirkt.

Klar sind solche Menschen auch Naturbegabungen in Sachen Selbstbewusstsein, Eloquenz und Optimismus. Du könntest jetzt auch sagen, so bin ich einfach nicht. Aber ich bin der festen Überzeugung man kann sich selbst in diese Richtung hin verändern. Dazu noch mehr unter Leute gehen und dann klappt das irgendwann mit einer netten Partnerin.

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Re: Schon mit 20 aufgeben?Können wir uns um 180 Grad verändern

Beitrag von OlliP » Samstag 13. Juli 2019, 10:34

Hallo badblueboy,

meine Geschichte ist recht ähnlich wie deine. Nur seitdem ich 20 war so wie du jetzt sind inzwischen 30 Jahre vergangen. Und ich glaube, dass ich dir etwas helfen kann. In der Zeit ist viel passiert. Mit 16 sind wir von Deutschland ins Ausland gezogen. Ich musste ebenfalls eine fremde Sprache lernen, wenn auch nicht so schwierig wie Deutsch. In mehreren Länden in Europa ist man auf Deutsche nicht gut zu sprechen wegen des 2.Weltkriegs und weil die Leute immer jemanden brauchen, über den sie schimpfen können. Es war nicht immer einfach. Mit 18 ist meine Mutter gestorben. Da hatte ich für mehrere Jahre keinen Kopf für Frauen und der wichtigste Mensch war nicht mehr da. Ohne sie konnte ich mich bei vielen Dingen nicht selbst helfen. Mühe habe ich mir schon gegeben, aber ich war allein und konnte mir letztendlich nicht helfen.

Mit 30 habe ich darüber nachgedacht wie ich es schaffen kann, dass ich im Leben nicht alleine bleibe, denn eine Frau kann so eine Scheiße ja gar nicht wollen. Mein Vater war kein schlechter Mensch, aber er hätte einiges netter zu meiner Mutter sein können. So dachte ich wirklich, dass Frauen keine Männer wollen. Heute kann ich das gar nicht mehr nachvollziehen, aber damals habe ich so gedacht.

Mit 35 bin ich dann nach Deutschland zurück und hatte tatsächlich meine erste Freundin. Nach etwa 6 Monaten hatte sie genug und machte Schluss. Damals war ich sehr verzweifelt. Heute bin ich sehr froh darüber. Wenn ich sehe was für ein lieber Mensch meine Frau ist, sehe ich was für ein A...och diese erste Freundin war. Danach war ich mehrere Jahre am Boden, lernte dann mit 40 noch jemanden kennen. Wir zogen zusammen, heirateten nach 3 Jahren und jetzt sind wir 6 Jahre verheiratet.

Manchmal ärgert es mich, dass so viele Jahre nutzlos vergangen sind und davon ganz entscheidende Jahre. Die Mädels waren sehr wohl an mich interessiert. Aber meine Schüchternheit, zurückhaltende Art, wodurch ich nie gelernt hatte mich vernünftig zu unterhalten, waren mir immer im Weg. Ich denke manchmal darüber nach wie ich es hätte besser machen können. Da gab es die grundlegenden Probleme wie halt mein zu ruhiges Naturell und dass meine Mutter es nicht schön hatte, was mir sehr in den Knochen steckte. Dann gibt es aber auch die Dinge, die ich hätte besser machen können.

Eines Tages las ich von einer bekannten Persönlichkeit diesen Satz: "Meine Philosophie ist Freundlichkeit". Diesen Gedanke wollte ich näher untersuchen. Mit der Zeit wurde mir klar, dass dies das Gegenmittel gewesen wäre um nicht dermaßen viele Jahre nutzlos und immer mehr Lethargie aufbauend in den Sand zu setzen. 

Ich hatte auch dieses Denken wie du, dass ich bei mehreren Dingen einen Rückstand habe und diesen aufholen muss. Ich weiß aber nicht wie machen. Also drehte ich mich im Kreis. Die Verzweiflung wuchs und so drehte ich mich schneller, fiel hin, stand wieder auf, fiel wieder hin, verlor immer mehr an Kraft. Dieses Denken einen Rückstand zu haben, den man aufholen muss, ist reines Gift. Es nimmt einem alle Möglichkeiten, lähmt einen. Es ist ganz wichtig, dass du damit aufhörst! Das Gegenmittel gegen dieses Gift ist Freundlichkeit! Ich weiß, das hört sich an wie so ein Softie-Kram. Aber ich bin jetzt 50 und kann viele Jahre zurückblicken und habe vieles gelernt. Gegenüber jedem freundlich sein ohne etwas zu wollen und ich wäre viel früher aus diesem Mist rausgekommen und hätte nicht alle diese Jahre verschwendet, die nicht wiederkommen.

Versuch gegenüber jedem freundlich zu sein. Das Rückstand-Denken wird so langsam aufhören. Du wirst keine Panik kriegen, wenn ein Mädel dich etwas länger anlächelt als normal, weil du so oder so freundlich bleibst. Du wirst die Richtige nicht stehenlassen, weil eine andere ein bisschen hübscher ist. Du wirst es besser verdauen, wenn eine Beziehung zu Ende geht. Aber: Die Freundlichkeit muss ohne Erwartung auf Lohn sein. Sonst holt dich wieder das Rückstand-Denken ein oder irgendeine Gier oder du verbeißt dich in etwas und verlierst viel Zeit oder du versinkst wieder in Verzweiflung.

Nur ist freundlich sein ohne etwas dafür zu erwarten sehr schwer. Schnell sieht man seine Defizite. Aber man sieht so woran man arbeiten muss. Man darf nicht aufgeben und muss immer dran bleiben.

Wenn du willst, kannst du versuchen 2 Monate durchzuhalten gegenüber jedem freundlich zu sein. So viel Zeit musst du einsetzen sonst siehst du keinen Unterschied. Sage nie ein hartes Wort zu niemanden, wirklich nie. Manchmal muss man sich wehren. Das ist okay. Aber sage nie ein hartes Wort, bleibe freundlich und freue dich für dich und für andere, habe Mitgefühl für dich selbst und andere. Wenn du siehst, dass dein Leben so besser wird, dann bleibe dabei und gib dann niemals auf. Hätte ich das mit 20 gewusst, wäre mir sehr viel mehr gelungen. So habe ich tatsächlich gerade noch so mit viel viel Glück einen passenden lieben Menschen gefunden kurz bevor ich am Aufgeben und Einbrechen war und habe viele viele Chancen vergeben.

Ich kann dir nur den Rat geben es mit der Freundlichkeit auszuprobieren und dabei zu bleiben, wenn du eine positive Wirkung siehst. Dir ein gutes Gelingen _()_

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Re: Schon mit 20 aufgeben?Können wir uns um 180 Grad verändern

Beitrag von Finnlandfreundin » Samstag 13. Juli 2019, 11:28

OlliP hat geschrieben:
Samstag 13. Juli 2019, 10:34
Hallo badblueboy,

meine Geschichte ist recht ähnlich wie deine. Nur seitdem ich 20 war so wie du jetzt sind inzwischen 30 Jahre vergangen. Und ich glaube, dass ich dir etwas helfen kann. In der Zeit ist viel passiert. Mit 16 sind wir von Deutschland ins Ausland gezogen. Ich musste ebenfalls eine fremde Sprache lernen, wenn auch nicht so schwierig wie Deutsch. In mehreren Länden in Europa ist man auf Deutsche nicht gut zu sprechen wegen des 2.Weltkriegs und weil die Leute immer jemanden brauchen, über den sie schimpfen können. Es war nicht immer einfach. Mit 18 ist meine Mutter gestorben. Da hatte ich für mehrere Jahre keinen Kopf für Frauen und der wichtigste Mensch war nicht mehr da. Ohne sie konnte ich mich bei vielen Dingen nicht selbst helfen. Mühe habe ich mir schon gegeben, aber ich war allein und konnte mir letztendlich nicht helfen.

Mit 30 habe ich darüber nachgedacht wie ich es schaffen kann, dass ich im Leben nicht alleine bleibe, denn eine Frau kann so eine Scheiße ja gar nicht wollen. Mein Vater war kein schlechter Mensch, aber er hätte einiges netter zu meiner Mutter sein können. So dachte ich wirklich, dass Frauen keine Männer wollen. Heute kann ich das gar nicht mehr nachvollziehen, aber damals habe ich so gedacht.

Mit 35 bin ich dann nach Deutschland zurück und hatte tatsächlich meine erste Freundin. Nach etwa 6 Monaten hatte sie genug und machte Schluss. Damals war ich sehr verzweifelt. Heute bin ich sehr froh darüber. Wenn ich sehe was für ein lieber Mensch meine Frau ist, sehe ich was für ein A...och diese erste Freundin war. Danach war ich mehrere Jahre am Boden, lernte dann mit 40 noch jemanden kennen. Wir zogen zusammen, heirateten nach 3 Jahren und jetzt sind wir 6 Jahre verheiratet.

Manchmal ärgert es mich, dass so viele Jahre nutzlos vergangen sind und davon ganz entscheidende Jahre. Die Mädels waren sehr wohl an mich interessiert. Aber meine Schüchternheit, zurückhaltende Art, wodurch ich nie gelernt hatte mich vernünftig zu unterhalten, waren mir immer im Weg. Ich denke manchmal darüber nach wie ich es hätte besser machen können. Da gab es die grundlegenden Probleme wie halt mein zu ruhiges Naturell und dass meine Mutter es nicht schön hatte, was mir sehr in den Knochen steckte. Dann gibt es aber auch die Dinge, die ich hätte besser machen können.

Eines Tages las ich von einer bekannten Persönlichkeit diesen Satz: "Meine Philosophie ist Freundlichkeit". Diesen Gedanke wollte ich näher untersuchen. Mit der Zeit wurde mir klar, dass dies das Gegenmittel gewesen wäre um nicht dermaßen viele Jahre nutzlos und immer mehr Lethargie aufbauend in den Sand zu setzen. 

Ich hatte auch dieses Denken wie du, dass ich bei mehreren Dingen einen Rückstand habe und diesen aufholen muss. Ich weiß aber nicht wie machen. Also drehte ich mich im Kreis. Die Verzweiflung wuchs und so drehte ich mich schneller, fiel hin, stand wieder auf, fiel wieder hin, verlor immer mehr an Kraft. Dieses Denken einen Rückstand zu haben, den man aufholen muss, ist reines Gift. Es nimmt einem alle Möglichkeiten, lähmt einen. Es ist ganz wichtig, dass du damit aufhörst! Das Gegenmittel gegen dieses Gift ist Freundlichkeit! Ich weiß, das hört sich an wie so ein Softie-Kram. Aber ich bin jetzt 50 und kann viele Jahre zurückblicken und habe vieles gelernt. Gegenüber jedem freundlich sein ohne etwas zu wollen und ich wäre viel früher aus diesem Mist rausgekommen und hätte nicht alle diese Jahre verschwendet, die nicht wiederkommen.

Versuch gegenüber jedem freundlich zu sein. Das Rückstand-Denken wird so langsam aufhören. Du wirst keine Panik kriegen, wenn ein Mädel dich etwas länger anlächelt als normal, weil du so oder so freundlich bleibst. Du wirst die Richtige nicht stehenlassen, weil eine andere ein bisschen hübscher ist. Du wirst es besser verdauen, wenn eine Beziehung zu Ende geht. Aber: Die Freundlichkeit muss ohne Erwartung auf Lohn sein. Sonst holt dich wieder das Rückstand-Denken ein oder irgendeine Gier oder du verbeißt dich in etwas und verlierst viel Zeit oder du versinkst wieder in Verzweiflung.

Nur ist freundlich sein ohne etwas dafür zu erwarten sehr schwer. Schnell sieht man seine Defizite. Aber man sieht so woran man arbeiten muss. Man darf nicht aufgeben und muss immer dran bleiben.

Wenn du willst, kannst du versuchen 2 Monate durchzuhalten gegenüber jedem freundlich zu sein. So viel Zeit musst du einsetzen sonst siehst du keinen Unterschied. Sage nie ein hartes Wort zu niemanden, wirklich nie. Manchmal muss man sich wehren. Das ist okay. Aber sage nie ein hartes Wort, bleibe freundlich und freue dich für dich und für andere, habe Mitgefühl für dich selbst und andere. Wenn du siehst, dass dein Leben so besser wird, dann bleibe dabei und gib dann niemals auf. Hätte ich das mit 20 gewusst, wäre mir sehr viel mehr gelungen. So habe ich tatsächlich gerade noch so mit viel viel Glück einen passenden lieben Menschen gefunden kurz bevor ich am Aufgeben und Einbrechen war und habe viele viele Chancen vergeben.

Ich kann dir nur den Rat geben es mit der Freundlichkeit auszuprobieren und dabei zu bleiben, wenn du eine positive Wirkung siehst. Dir ein gutes Gelingen _()_
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Re: Schon mit 20 aufgeben?Können wir uns um 180 Grad verändern

Beitrag von Rosarot » Samstag 13. Juli 2019, 11:58

@OlliP:
"Die Freundlichkeit muss ohne Erwartung auf Lohn sein."

Das hast du wundervoll beschrieben.

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Re: Schon mit 20 aufgeben?Können wir uns um 180 Grad verändern

Beitrag von HypnoseKroete » Samstag 13. Juli 2019, 23:21

Ich habe ungefähr vor 7 Jahren mit 26 aufgegben, zwischendurch kommt es wohl mal kurzzeitig vor das ich wieder an Partnerschaft denke aber ist für mich einfach sinnlos. Man wird älter und noch hässlicher und die Anforderungen werden immer höher.

OlliP
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Re: Schon mit 20 aufgeben?Können wir uns um 180 Grad verändern

Beitrag von OlliP » Montag 15. Juli 2019, 12:00

HypnoseKroete hat geschrieben:
Samstag 13. Juli 2019, 23:21
Ich habe ungefähr vor 7 Jahren mit 26 aufgegben, zwischendurch kommt es wohl mal kurzzeitig vor das ich wieder an Partnerschaft denke aber ist für mich einfach sinnlos. Man wird älter und noch hässlicher und die Anforderungen werden immer höher.
Diejenigen mit überzogenen Anforderungen lässt du einfach stehen. Die gehören dann irgendwann zu den frustrierten Frauen über 50, für die alle Züge abgefahren sind, wegen ihrer eigenen uferlosen Wünscherei. Begriffen haben sie es immer noch nicht, deswegen sind für sie weiterhin die Männer an allem Schuld. Und wegen solchen Leuten willst du dein ganzes Leben alleine bleiben? Es gibt manchmal Frauen, die hammermäßig aussehen und mit den komischten Typen rumhängen. Warum? Weil sie genau gleich wenig Selbstbewusstsein haben wie viele viele andere auch. Sie sind einfach von Natur aus sehr hübsch. Selbstbewusstsein und freundliches Verhalten anderen gegenüber entsteht nicht durch hübsch aussehen, sondern durch jede Menge anderer Dinge. Du musst einfach anfangen an dir zu arbeiten. Du bist noch sehr jung und hast noch riesig Zeit um das zu schaffen. Viel Erfolg!

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Re: Schon mit 20 aufgeben?Können wir uns um 180 Grad verändern

Beitrag von RAINBOWCAT » Montag 15. Juli 2019, 21:06

Hi,
Ich kann dich sehr gut verstehen. Ich bin jetzt auch 20 Jahre alt und habe keine Erfahrung. Das hat bei mir zwar andere Gründe, spielt jetzt aber keine Rolle. Also, ich bin immer ziemlich zwiegespalten. Manchmal denke ich mir, es wäre eigentlich ganz schön, eine Beziehung zu haben. An anderen Tagen bin ich davon überzeugt, dass ich für meine Unabhängigkeit dankbar sein kann.
Ich finde auch, dass der gesellschaftliche Druck ziemlich krass ist. Ich werde von voll vielen Leuten gefragt, ob ich in einer Beziehung bin. Diese Frage kommt immer schon relativ früh. Die Menschen scheinen das ab einem bestimmten Alter zu erwarten.

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Re: Schon mit 20 aufgeben?Können wir uns um 180 Grad verändern

Beitrag von Nobody from Nowhere » Montag 15. Juli 2019, 21:23

HypnoseKroete hat geschrieben:
Samstag 13. Juli 2019, 23:21
Ich habe ungefähr vor 7 Jahren mit 26 aufgegben, zwischendurch kommt es wohl mal kurzzeitig vor das ich wieder an Partnerschaft denke aber ist für mich einfach sinnlos. Man wird älter und noch hässlicher und die Anforderungen werden immer höher.
Das denke ich mir auch mit 28, irgendwann ist der Zug dann abgefahren. Mit 20 is noch alles drin ab so ab 25 geht es bergab. Ende 20 sehen die Anforderungen so aus, der Mann muss 300 Jahre Erfahrung haben, Aussehen wie ein junger Gott und mehr Geld haben als man im Leben ausgeben kann
Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern dass man nie beginnen wird zu Leben

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Re: Schon mit 20 aufgeben?Können wir uns um 180 Grad verändern

Beitrag von Lavender » Dienstag 16. Juli 2019, 15:26

Du hast in deinen jungen Jahren schon viel mitgemacht und das prägt mit Sicherheit. Mit 20 bereits schon aufgeben? Warum? Du hast dich doch in anderen Lebenslagen auch nicht aufgegeben und hast immer einen Weg gefunden. So wirst auch du einen eigenen Weg finden, um die Frau deines Lebens zu finden und erste Erfahrungen zu machen. Probier dich aus, geb nicht auf, finde heraus was dir Spaß macht, womit du dich wohlfühlst, provozier bewusst Situationen, wo du die Frau deiner Träume finden kannst. Versuch nicht krampfhaft fehlende Erfahrung aufzuholen.
badblueboy hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juli 2019, 18:44
Was ist euere Meinung?
Geht hier noch etwas?Kann ein Mensch sich um 180 Grad verändern? Oder sollte ich mich schon mit 20 mit meinen AB-Schicksal abfinden?
Ich glaube du musst dich gar nicht um 180 Grad verändern. Dies würde heißen, du müsstest dich verstellen. Das halte ich für keine gute Herangehensweise.
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Onkel ABobert
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Re: Schon mit 20 aufgeben?Können wir uns um 180 Grad verändern

Beitrag von Onkel ABobert » Mittwoch 17. Juli 2019, 17:43

Hallo badblueboy,

bitte auf keinen Fall mit 20 bereits aufgeben. Dir stehen noch alle Wege offen.

Meine beiden besten Freunde waren mit Anfang 20 noch "Jungfrau", sowohl rein technisch betrachtet, als auch bezüglich Beziehungserfahrung. Spätzünder sind viele. Beide hatten erst mit ca. 23, 24 Jahren überhaupt ihre ersten Erfahrungen. Und beide haben mit ca. 30 Jahren geheiratet und sind heute stolze Familienväter. Dein Alter ist wirklich noch überhaupt kein Problem.

Aber ich will ehrlich zu dir sein. Ewig geht es nicht weiter. Irgendwann kommt ein Punkt, wo es wirklich extrem schwierig wird. Diesen Punkt kann man sicherlich nicht genau beziffern, aber mit Ende 20 stehst du als Unerfahrener dann wirklich blöde da. Zuerst wird die sexuelle Unerfahrenheit zum Problem, weniger von der praktischen als von der psychologischen Seite her, denn das magst du dann mit 25 Jahren nicht mehr offen zugeben. Und spätestens mit Ende 20 schauen dich die Damen komisch an, wenn du noch keine längere Beziehungserfahrungen hast. Da wird dann leider schnell aussortiert.

Von daher würde ich dir raten, wirklich bald an die "Sache" ranzugehen. Mach nicht den gleichen Fehler wie ich. Ich hab das Ewigkeiten nicht ernst genommen und irgendwann kommt der Punkt, wo du dich in deinem Leben komplett eingerichtet hast und ein "Umschalten" nicht bzw. nur unter extremen Anstrengungen möglich ist. Das sind dann die "komischen Sonderlinge", die man früher als alte Junggesellen, Hagestolz oder wie auch immer bezeichnet hat.

Ich bin heute 50 Jahre alt, bin mit meiner Situation nicht unglücklich, aber es wird einem schon bewußt, daß man wahrscheinlich einmal einsam durch das Alter gehen wird und niemand auf dieser Welt da ist, dem man etwas weitergeben kann - seien es Erfahrungen, Liebe und letztendlich auch Materielles. Es ist kein schöner Gedanke, dass eines (hoffentlich noch fernen) Tages mal alles, was man in einem Leben geschaffen hat, entweder auf dem Sperrmüll landet oder, sofern noch von Wert, allenfalls dem Tierschutzverein oder einer ähnlichen Institution zukommen wird. Auch sehr persönliche Sachen wie der von der Oma geerbte Schmuck oder Urlaubsfotos aus meiner Jugend.
Das beschäftigt mich zur Zeit ein wenig.

Alles Gute.
Es grüßt euch

Onkel ABobert

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