Jeder kann sich ändern

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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Melli » Freitag 9. August 2019, 16:30

LonesomeCoder hat geschrieben:
Freitag 9. August 2019, 10:01
Die Frage ist auch: haben sie eine Alternative? Nicht alle Entscheidungen werden zu 100 % freiwillig getroffen.
Mein Konformismus stößt da an eine äußerst hartnäckige Grenze, wo von mir erwartet wird, mich an einem kollektiven Selbstmord zu beteiligen.
Löcher in die Wand starren ist nur eine weitere Art, Mauern einzureißen.

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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Nonkonformist » Freitag 9. August 2019, 17:04

Melli hat geschrieben:
Freitag 9. August 2019, 16:30
LonesomeCoder hat geschrieben:
Freitag 9. August 2019, 10:01
Die Frage ist auch: haben sie eine Alternative? Nicht alle Entscheidungen werden zu 100 % freiwillig getroffen.
Mein Konformismus stößt da an eine äußerst hartnäckige Grenze, wo von mir erwartet wird, mich an einem kollektiven Selbstmord zu beteiligen.
Ich weiß es nicht.
Nicht alles was man macht ist logisch.
Ich habe die ersten dreißig jahren meines lebens nahe an einen riesigen ölraffinerie gelebt. Fall der hoch fliegt war bereits ein massengrab vorgesehen. Potentieller explosionskraft großer als Hiroschima.
Aber vielen aus meinen stadt haben dort gearbeitet und in der nähe gelebt.
Zudem auch noch sechs meter unter den meeresspiegel.

Es leben abermillionen in städter wie San Francisco oder Los Angeles, wo früher oder später riesigen erdbeben erwartet werden.
Vieles verdrängt man auch.

Nah am wasser ist es wirtschaftlich interessant.
Nah am wasser ist die chance auf überflutungen recht groß.
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Melli » Freitag 9. August 2019, 17:11

Nonkonformist hat geschrieben:
Freitag 9. August 2019, 17:04
Vieles verdrängt man auch.
Das habe ich durchaus auch beobachtet. Da verdrängen Leute etwas, ich habe Angst, und die verstehen das (bzw. mich) partout nicht :(
Löcher in die Wand starren ist nur eine weitere Art, Mauern einzureißen.

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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Hoppala » Freitag 9. August 2019, 20:07

Seb-X hat geschrieben:
Freitag 9. August 2019, 15:32
Und wieder werde ich von dir für dumm gehalten. Als ob ich das nicht wüsste.
Ich mache mir deine destruktiven Interpretationen nicht zu eigen.
Seb-X hat geschrieben:
Freitag 9. August 2019, 15:32
Gib mir die Motivation - denn die fehlt - und mach mich 10 Jahre jünger, dann wird es was.
Du willst Unmögliches. Das was möglich wäre - dass du die Motivatio in dir selbst findest, und dass du aufhörst, Unmögliches zur Voraussetzung für erste Schritte in ein angenehmeres Leben zu machen - wehrst du bereits im Ansatz konsequent ab.

Und da steckst du nun fest und der einzige, der das wirklich ändern kann, bist du. Einerseits willst du angeblich so nicht weitermachen. Andererseits ist jede Veränderung für dich anscheinend unzumutbar. Was oll man da machen? "Ja, ist echt übel."?
Ja, ist es. Ganz ohne Ironie.
Seb-X hat geschrieben:
Freitag 9. August 2019, 15:32
Übrigens liest du sehr selektiv. Fachleute und Internet wurden schon konsultiert von mir, Psychotherapie hatte ich auch schon. Hatte ich alles schon erwähnt. Es wurde viel geredet, aber von rein rationaler Erkenntnis ändern sich keine Gefühle. Dadurch ändert sich nichts im Innern, man ist nicht plötzlich motivierter und optimistischer.
Ich erinnere mich nicht an alles und jeden und jede Leidensgeschichte die hier ausgebreitet wird. Sorry.
Nein, man wir didR nicht plötzlich anders. Dafür muss man was tun. Das Tun selbst verändert was. Das reden soll das Tun anstoßen. Bei dir hört es sich so an, als wenn du darauf gewartet hättest, dass die Worte dein Inneres ändern. Was auch immer da geschehen ist: nur weil es gestern nicht geklappt hat, muss es nicht morgen ebenfalls nciht klappen. Voraussetzung ist allerdings, die eigenen Fehler nicht zu wiederholen.
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Seb-X » Montag 12. August 2019, 09:55

Hoppala hat geschrieben:
Freitag 9. August 2019, 20:07
Nein, man wir didR nicht plötzlich anders. Dafür muss man was tun. Das Tun selbst verändert was. Das reden soll das Tun anstoßen. Bei dir hört es sich so an, als wenn du darauf gewartet hättest, dass die Worte dein Inneres ändern. Was auch immer da geschehen ist: nur weil es gestern nicht geklappt hat, muss es nicht morgen ebenfalls nciht klappen. Voraussetzung ist allerdings, die eigenen Fehler nicht zu wiederholen.
Ich soll also das Problem mittels eines Teil des Problems lösen? Mich zwingen, quälen?
Denn ohne Antrieb, ohne Motivation ginge es nur so - also so weitermachen wie bisher.
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Hoppala » Montag 12. August 2019, 12:24

Seb-X hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 09:55
Ich soll also das Problem mittels eines Teil des Problems lösen? Mich zwingen, quälen?
Denn ohne Antrieb, ohne Motivation ginge es nur so - also so weitermachen wie bisher.
Du sollst gar nix. Tu was du willst.

Du bist doch unzufrieden? Du hättest es gern anders?

Du legst gerad nahe, dass deine einzige Möglichkeit, Motivation dafür zu entwickeln, aus Selbstzwang und -qual stammen könne.

Falls du meine beiden Fragen mit Ja beantwortest, kann die folgende Nahelegung nicht zutreffen . Dann hast du mindestens eine andere Motivationsquelle.

Falss die Nahelegung zu trifft, dann bräuchtest du halt Selbstzwang und -qual zur Motivation. Aber das hast du nach eigener Aussage ja schon. Warum nutzt du das dann nicht? Umgekehrt gäbe es aber auch keinen Grund, daran was zu ändern, ganz egal wie sehr dich das motiviert, denn eine Änderung weg von Zwang und Qual würde dich dann ja deiner Motivation berauben.

Tatsächlich finde ich wahrscheinlicher, dass du mit deiner Fixierung auf Zwang und Qual deine wirklichen Motivationen übersiehst.
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Seb-X » Montag 12. August 2019, 16:01

Hoppala hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 12:24
Warum nutzt du das dann nicht?
Ich soll mich also weiterhin quälen, meine Probleme vertiefen?
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Hoppala » Donnerstag 15. August 2019, 05:31

Seb-X hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 16:01
Hoppala hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 12:24
Warum nutzt du das dann nicht?
Ich soll mich also weiterhin quälen, meine Probleme vertiefen?
Du sollst gar nix. Tu was du willst.

Ich habe nur eine Frage gestellt. Keine Forderung gestellt. Beantwortet hast du die Frage nicht. Musst du auch nicht, ist deine Entscheiidung.
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Tintenmalerin » Freitag 16. August 2019, 01:28

Ich habs tatsächlich zwei Wochen lang nicht geschafft, zu antworten... Asche auf mein Haupt. Da war doch so'n Thread...
Okay, dieser Beitrag wird lang.
Ninja Turtle hat geschrieben:
Donnerstag 1. August 2019, 06:00
Tintenmalerin hat geschrieben:
Donnerstag 1. August 2019, 01:25
Wie kann man die Erfahrungen sammeln, die man braucht?
Wie kann man Zweisamkeit, Nähe, Offenheit lernen?
Indem man sich an Menschen hält, die diesen Weg schon gegangen sind und oder bereit sind zu gehen?
Eigentlich... ist es wirklich so simpel, oder?
Alleine funktioniert es nicht und wenn man solche Menschen findet, findet sich auch ein gemeinsamer Weg. Vielleicht für einen kurzen Abschnitt, vielleicht auch für länger...

Dann muss man solchen Menschen nur noch begegnen.
TheHoff hat geschrieben:
Donnerstag 1. August 2019, 19:25
Calliandra hat geschrieben:
Donnerstag 1. August 2019, 19:23
Also, ich denke, das Problem an deiner ursprünglichen Antwort ("Indem man sich dafür entscheidet, es nicht zu tun.") war eher, dass es in dem Zusammenhang etwas lapidar rüberkam. [...] Es wäre sicher als Ratschlag besser angekommen, wenn du ein paar Sätze dazu geschrieben hättest, wie man das schaffen bzw. sich dazu motivieren kann. (Hätte mich im Übrigen auch interessiert).
Gut. Da hätte ich vielleicht gerne ein Beispiel von Tintenmalerin gehabt, um da besser drauf eingehen zu können. Es sollte ja nicht lapidar aussehen, sondern ich wollte mit ihr darüber diskutieren, gerne auch über mehrere Posts hinweg.
Ich hab kein konkretes Beispiel dazu. Für mich selbst habe(/sehe) ich keinen Grund, verbittert zu sein. Aber ich weiß nicht, wieviel davon an meinen Überzeugungen liegt und wieviel einfach Glück ist.
Die Frage nach dem Wie kann ich jedenfalls nicht mal für mich selbst beantworten, daher habe ich sie hier zur Diskussion gestellt.
Mein Gedanke zu deinem ersten Beitrag war aber auch; "Aha... Und wie setzt man diese Entscheidung praktisch um?" Allein mit der Entscheidung ist es ja nicht getan.
Melli hat geschrieben:
Donnerstag 1. August 2019, 10:25
Tintenmalerin hat geschrieben:
Donnerstag 1. August 2019, 01:25
Wie kann man dafür sorgen, dass man durch negative Erfahrungen nicht verbittert?
Es gibt da keine Sicherheit. Manche Erfahrungen sind eben schlimm.
Von Sicherheit habe ich nie etwas geschrieben.
Tintenmalerin hat geschrieben:
Donnerstag 1. August 2019, 01:25
Wie kann man die Erfahrungen sammeln, die man braucht?
Das kann man vorher schlecht wissen, ob etwas eine Erfahrung abgeben wird, die man "brauchen" kann.
Ich habe so den Eindruck, du bist an der Formulierung hängen geblieben statt dich mit dem Inhalt auseinander zu setzen.
Tintenmalerin hat geschrieben:
Donnerstag 1. August 2019, 01:25
Wie kann man Zweisamkeit, Nähe, Offenheit lernen?
Sind das überhaupt Dinge, die man "lernen" kann?
Ja.
LonesomeCoder hat geschrieben:
Donnerstag 1. August 2019, 11:44
Tintenmalerin hat geschrieben:
Donnerstag 1. August 2019, 01:25
Wie kann ich zu dem Menschen werden, der ich sein will und der ich realistisch betrachtet werden kann und als der ich mich wohlfühle?
Die Frage ist, ob das fett markierte für den gewünschten Erfolg ausreicht. So wie nicht jeder ein Studium schaffen kann, wird auch nicht jeder Beziehungen anbahnen und halten können. [...]
Es ging mir nicht um Veränderungen als Mittel zum Zweck. Es ging mir darum, mit sich selbst zufrieden zu sein.
Für mich sind Verpflichtungen und Verantwortung auch negativ. Sind sie, waren sie schon immer, werden sie wohl auch immer sein. Ist leider meiner Persönlichkeit :( Vllt. liegts daran, dass ich Perfektionist und extrem gewissenhaft bin, was auch sehr an der Erziehung liegen wird. Ein freier Kopf ist mir sehr wichtig.
Und wenn ich jetzt behaupte, dass es nicht notwendigerweise immer so sein muss?
LonesomeCoder hat geschrieben:
Dienstag 6. August 2019, 12:02
Ja, wenn man verkatert aufwacht, ist es zu spät für die Erkenntnis, man hält nicht so viel Alkohol aus. Man kann sich höchstens vornehmen, in Zukunft nicht mehr so viel zu trinken. Aber die Erziehung, vor allem die wichtigsten ersten 6 bis 8 Lebensjahre (weil dort ca. 90 % vom nicht erblich bedingten Charakteranteil geprägt wird) gibts nur einmal im Leben.
Prägend sicher. Unveränderlich nicht. Man kann die eigene Erziehung (wenn auch vielleicht nicht vollständig) überwinden.
NBUC hat geschrieben:
Donnerstag 1. August 2019, 15:21
Tintenmalerin hat geschrieben:
Donnerstag 1. August 2019, 01:25
d) d) Wie kann man dafür sorgen, dass man durch negative Erfahrungen nicht verbittert?
e) Wie kann man die Erfahrungen sammeln, die man braucht?
f) Wie kann man Zweisamkeit, Nähe, Offenheit lernen?
d) in kontroversen Foren dazu lesen. Das dort gelesene erdet dann doch deutlich bezüglich möglicher Überhöhung von Beziehungsvorstellungen...
e) Was bedeutet hier "braucht"?
f) Das "lernt" man nicht im aktiven Sinne, dass ist der Effekt entsprechender positiver Erfaherungen.
d) Das würde für mich definitiv nicht funktionieren.
e) Um etwas zu erreichen, fehlt es.
f) Da würde ich aber Selbstreflexion und Entscheidungen mit einbeziehen und dann hat man wieder einen aktiven Anteil daran. Um den ging es mir.

Ich finde es übrigens irritierend, dass du "Zweisamkeit, Nähe, Offenheit" mehrmals zitiert hast.
Das sollte für all das stehen, was man in einer Beziehung können/annehmen/lernen sollte. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Allgemeingültigkeit. Vertrauen habe ich zum Beispiel vergessen.
Es war nicht als Floskel gemeint.
Marta hat geschrieben:
Donnerstag 1. August 2019, 20:59
Hallo Tintenmalerin. Nochmals Entschuldigung für meinen holprigen Einstieg. Aber ich hab mich mit Nonkonformist wieder vertragen. :)
Dann ist doch gut. Ihr habt es untereinander geklärt und wir sind wieder beim ursprünglichen Thema gelandet. Dafür brauchst du dich nicht bei mir entschuldigen.
Auf der Stelle treten bringt doch nichts, so ist es immer bei mir. Ich fahre dann an die Küste, alte Gewohnheit von meinem Vater. Also steig in ein Segelboot, fahr hinaus und stürze dich ins Ungewisse! :D
Ich frage mich, wie du darauf kommst, wo ich doch in meinem letzten Beitrag nichts zu meiner persönlichen Situation geschrieben habe.
Seb-X hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 09:22
Tintenmalerin hat geschrieben:
Donnerstag 1. August 2019, 01:25
Warum sind denn Verpflichtungen bzw. Verantwortung so etwas negatives für dich?
Das war schon immer so. Da wurde ich regelrecht hineinerzogen. Eines der unausgesprochenen Mottos meines in der Erziehung sehr präsenten Vaters lässt sich mit "Gelassenheit ist aller Laster Anfang" zusammenfassen. Arbeit und die Erfüllung der Pflichten galten als das wichtigste. Wenn es keinen Spaß macht - egal. Dann muss man sich eben zwingen, hart zu sich sein.
Kannst du da überhaupt noch nachsichtig dir selbst gegenüber sein?
Das wäre vielleicht mal eine gesündere Überzeugung; "Ich bin genug, ich darf gut auf mich achten und mein Wohlbefinden wichtiger nehmen als Pflichten."
Du hast anscheinend viel Übung darin, dich zu Dingen zu zwingen. Vielleicht wäre es einen Versuch wert, dein Handeln gegen den inneren Widerstand der Erziehungsrelikte daran auszurichten.
Seb-X hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 09:55
Ich soll also das Problem mittels eines Teil des Problems lösen? Mich zwingen, quälen?
Denn ohne Antrieb, ohne Motivation ginge es nur so - also so weitermachen wie bisher.
Meinst du nicht, dass es einen Unterschied macht, ob dich zu den Dingen zwingst, die dir das so eingebläut wurde, oder ob du dich dazu zwingst, Dinge zu tun, die dir langfristig gut tun sollten?
Für zweiteres dürfte man irgendwann keinen Zwang mehr brauchen...
I want to be a mystery, yet be known
I want to be together, yet alone
Is it too much to ask, to be famous yet unkown?
To be a wanderer, yet have a home?
- Kara Douglas

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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Melli » Freitag 16. August 2019, 10:26

Tintenmalerin hat geschrieben:
Freitag 16. August 2019, 01:28
Ich habe so den Eindruck, du bist an der Formulierung hängen geblieben statt dich mit dem Inhalt auseinander zu setzen.
Tut mir leid, ich konnte nicht ahnen, daß der Inhalt so weit von der Form liegen würde :schwarzekatze: Manchmal bin ich wohl etwas verpeilt :shy:
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Seb-X » Sonntag 18. August 2019, 12:32

Tintenmalerin hat geschrieben:
Freitag 16. August 2019, 01:28
Meinst du nicht, dass es einen Unterschied macht, ob dich zu den Dingen zwingst, die dir das so eingebläut wurde, oder ob du dich dazu zwingst, Dinge zu tun, die dir langfristig gut tun sollten?
Für zweiteres dürfte man irgendwann keinen Zwang mehr brauchen...
Nein, das meine ich nicht. Ich muss mich weiterhin zwingen - egal worum es geht. Diese Erfahrung, dass man sich nicht mehr zwingen muss mit der Zeit, kenne ich nicht.
Und Pflichten haben oft Vorrang. Ich will mir auch was leisten können und nicht von der Hand in den Mund leben.
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Seb-X » Sonntag 18. August 2019, 12:35

Hoppala hat geschrieben:
Donnerstag 15. August 2019, 05:31

Du sollst gar nix. Tu was du willst.

Klar, einfach nicht mehr arbeiten gehen. Kommt bestimmt gut.
Oder sich sozial komplett isolieren. Nur noch faul sein. Bringt sicher viele Fortschritte im Leben.
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Seb-X » Sonntag 18. August 2019, 12:40

Tintenmalerin hat geschrieben:
Freitag 16. August 2019, 01:28

Kannst du da überhaupt noch nachsichtig dir selbst gegenüber sein?
Das wäre vielleicht mal eine gesündere Überzeugung; "Ich bin genug, ich darf gut auf mich achten und mein Wohlbefinden wichtiger nehmen als Pflichten."
Du hast anscheinend viel Übung darin, dich zu Dingen zu zwingen. Vielleicht wäre es einen Versuch wert, dein Handeln gegen den inneren Widerstand der Erziehungsrelikte daran auszurichten.
Ich soll also z.B. nicht mehr arbeiten gehen? Sorry, aber ich kann mit diesen Empfehlungen nicht viel anfangen. Ich weiß, was passiert, wenn ich mich nicht zwinge: i.d.R. nichts. Ich hätte kein Studium geschafft, würde keinem Job nachgehen, hätte weder Freunde noch Hobbys. Dazu käme es, würde ich mich nicht mehr zwingen. Wichtiges würde ich immer wieder aufschieben.
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von LonesomeCoder » Sonntag 18. August 2019, 13:09

Seb-X hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 12:32
Nein, das meine ich nicht. Ich muss mich weiterhin zwingen - egal worum es geht. Diese Erfahrung, dass man sich nicht mehr zwingen muss mit der Zeit, kenne ich nicht.
Und Pflichten haben oft Vorrang. Ich will mir auch was leisten können und nicht von der Hand in den Mund leben.
Seb-X hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 12:35
Klar, einfach nicht mehr arbeiten gehen. Kommt bestimmt gut.
Oder sich sozial komplett isolieren. Nur noch faul sein. Bringt sicher viele Fortschritte im Leben.
Genau so gehts mir auch. So schön ein Leben ohne das Hamsterrad "arbeiten" auch wäre, in der Gesamtbetrachtung hätte Arbeitslosigkeit mehr Nach- als Vorteile. Was soll ich etwa mit der ganzen Freizeit, wenn es am Geld mangelt?
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Reinhard » Sonntag 18. August 2019, 13:15

Seb-X hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 12:35
Hoppala hat geschrieben:
Donnerstag 15. August 2019, 05:31

Du sollst gar nix. Tu was du willst.

Klar, einfach nicht mehr arbeiten gehen. Kommt bestimmt gut.
Oder sich sozial komplett isolieren. Nur noch faul sein. Bringt sicher viele Fortschritte im Leben.

Es wird sich schon was anderes Befriedigendes ergeben. Das ist doch wieder schweinderlwürdiges Kopfkino, dass man nur entweder so weitermachen kann wie bisher oder komplett isoliert ist. :verwirrt:
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https://www.abtreff.de/viewtopic.php?f=65&t=25913 :hierlang:

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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von Seb-X » Montag 19. August 2019, 17:39

Reinhard hat geschrieben:
Sonntag 18. August 2019, 13:15
Das ist doch wieder schweinderlwürdiges Kopfkino, dass man nur entweder so weitermachen kann wie bisher oder komplett isoliert ist.
Dann gib mir die Motivation dazu. Hoffnung und Zuversicht kann ich auch gut gebrauchen. Ich hab sie nicht. Und vom ständigen Mich-zwingen hab ich gewaltig die Schnauze voll.
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von LonesomeCoder » Montag 19. August 2019, 18:38

Seb-X hat geschrieben:
Montag 19. August 2019, 17:39
Dann gib mir die Motivation dazu.
Woher die kommen soll, hat noch nie jemand gesagt...
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von NBUC » Montag 19. August 2019, 19:14

(Grund-)Motivation sollte zunächst die Unzufriedenheit mit dem Ist-Zustand sein.

Die effektive Nettomotivation stammt dann aus der Differenz zwischen Hoffnung auf Verbesserung dieses Istzustands gegenüber den erwarteten Lasten und negativen Nebenwirkungen.

Wenn man am Anfang dieses Leidenswegs steht, kann diese (meist eh eher naive) Erwartung auch noch aus reinen Motivationsreden kommen, aber ab einem gewissen Maß an Versagenserfahrungen braucht es dazu schon qualifizierter Hoffnungen - und da ist dann eben arger Mangel.
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Alle gesellschaftlichen Betrachtungen enthalten zwangsläufig Verallgemeinerungen und werden daher Ausnahmen und Einzelfälle enthalten, denen sie nicht gerecht werden können.

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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von LonesomeCoder » Montag 19. August 2019, 19:24

NBUC hat geschrieben:
Montag 19. August 2019, 19:14
(Grund-)Motivation sollte zunächst die Unzufriedenheit mit dem Ist-Zustand sein.
Dafür müsste aber irgendwo der Zustand der Zufriedenheit erreichbar sein und für Kopfmenschen auch konkret und greifbar (Beispiel: willst du besser in Englisch werden, dann mache einen Sprachtest und dann Aufbaukurse passend zu deiner aktuellen Leistung und gewünschten Richtung (z.B. Fachsprache Technik), gibt es etwa bei der VHS oder als Online-Kurs, auch Sprachreisen oder Medien auf Englisch konsumieren kann helfen) und nicht "einfach nur so dran glauben". Reitest du einen Esel und motivierst ihn mit einer Möhre zum Weiterlaufen bleibt er stehen, sobald du sie an deiner Angel so weit weghältst, dass er sie nicht mehr sieht oder du sie so weit in der Höhe hast, dass ihm klar ist, er kommt nicht hin.
Sowas konkretes fürs glücklich und motiviert sein hat hier noch nie jemand geschrieben.
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Re: Jeder kann sich ändern

Beitrag von NBUC » Montag 19. August 2019, 19:44

LonesomeCoder hat geschrieben:
Montag 19. August 2019, 19:24
NBUC hat geschrieben:
Montag 19. August 2019, 19:14
(Grund-)Motivation sollte zunächst die Unzufriedenheit mit dem Ist-Zustand sein.
Dafür müsste aber irgendwo der Zustand der Zufriedenheit erreichbar sein und für Kopfmenschen auch konkret und greifbar (Beispiel: willst du besser in Englisch werden, dann mache einen Sprachtest und dann Aufbaukurse passend zu deiner aktuellen Leistung und gewünschten Richtung (z.B. Fachsprache Technik), gibt es etwa bei der VHS oder als Online-Kurs, auch Sprachreisen oder Medien auf Englisch konsumieren kann helfen) und nicht "einfach nur so dran glauben". Reitest du einen Esel und motivierst ihn mit einer Möhre zum Weiterlaufen bleibt er stehen, sobald du sie an deiner Angel so weit weghältst, dass er sie nicht mehr sieht oder du sie so weit in der Höhe hast, dass ihm klar ist, er kommt nicht hin.
Sowas konkretes fürs glücklich und motiviert sein hat hier noch nie jemand geschrieben.
Das war der zweite Treil der praxisrelevanten effektiven Nettomotivation ... :hierlang:
Natural Born UnCool

Alle gesellschaftlichen Betrachtungen enthalten zwangsläufig Verallgemeinerungen und werden daher Ausnahmen und Einzelfälle enthalten, denen sie nicht gerecht werden können.

wenn ich nicht antworten sollte heißt das nicht, dass du Recht hast, sondern ich kein Internet!

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