Meine Konklusion 20 Jahre später

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Schwarzes_Herz
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Meine Konklusion 20 Jahre später

Beitrag von Schwarzes_Herz » Sonntag 9. Juni 2019, 03:24

Ich werf das hier einfach mal rein was sich im gegensatz zu früher geändert hat Diese Stichwortsammlung kann gerne ergänzt werden.

Früher:
Die Schule bestimmte das Leben, Kontakte wurden meist hier geknüpft oder noch über die Eltern. Mit Mädels kam man automatisch in Kontakt da man sich eh ständig sah, oder man war der Außenseiter und sah eh kein Land. Hab beides erlebt.
Klassenfahrten eigneten sich gut um sich näher zu kommen.
Freunde treffen war simple nach der Schule hatte eigentlich jeder Zeit. Zu mir oder zu dir?
Der Kontakt Mädchen - Junge war unkompliziert da meist beide unerfahren waren, spielerische Flirten ohne Abfragen. Es gab keine Smartphones , Apps , Social Media, Internet.
Verabredungen wurden immer eingehalten, man konnte ja nicht absagen.
Mädels waren offener und man wurde auf der Straße und in der Bahn noch angeschaut.

Heute:
Arbeit bestimmt das Leben. Arbeite hart, um zu überleben.
Lockerheit gibt es nicht mehr, Freiheit sowieso nicht mehr weil man im System überleben muss.
Da man nicht mehr von den Eltern abhänig ist hat man die volle Verantwortung.
Die Leute auf der Arbeit sind bestenfalls Kolllegen, mehr macht auch Sinn weil man eh zu unterschiedlich ist, geschweige eh in anderen Lebensphasen. Wenn man Glück hat kommt man miteinander aus und keiner hintergeht ein. Jeder hat seine eigene Kontaktkreis, hast du deinen von früher nicht mehr hast du verloren.
Nach der Arbeit heißt es bis morgen, und nicht zu mir oder dir.
Leute haben ihren Terminplan mit Glück mal 1 mal im Jahr Zeit mit Pech, sind sind gestresst genervt und überfordert. Leute mit Familie leben dafür und haben eh keine Zeit.
Ein Kind zu haben ist das ultimative Ziel geworden. Klar diese Leute haben sich auch ausgetobt hatten schon ihre 5 Beziehungen seit sie 13 sind und wissen was sie wollen. Ein AB hat das nicht.
Leute erzählen von ihrem Social Life während man sein eigenes Leider verloren hat. Nach dem Schulabschluss hat man schon den Anschluss verloren, mit bald 40 lebt man in seiner eigenen Seifenblase. Vielleicht gut so man wäre eh zu verschieden.
Achja Frauen, bei mir auf der Arbeit gibt es keine, nicht so schön ausgeglichen wie zur Schulzeit.
Verzweifelt suchtet man Singlebörsen durch und hofft auf die Erlösung als Last Chance.
Trifft man mal eine Frau ist sie eh vergeben, falls nicht wird sie in der Dating App eh was besseres finden.
Angeschaut wird man schon lange nimmer, vermutlich weil man ein alter frustrierter Sack ist der halt übriggeblieben ist.
Falls man mal es zu einem Kontakt schafft, Date, gibt es keine lockererheit mehr , kein Welpenschutz wie als Jugendlicher. Knallhart wird die tauglichkeit abgecheckt. Spielerisches Flirten is lange vorbei, geprägt durch das System ist jeder nur noch ein schwarzer Schatten.
Hobbys erfüllen einen kurz wie ein Snack oder ein Fast Food Meal zwischendurch, um danch wieder in seine trostlose Welt abzudriften weil man als Jugendlicher schon den Anschluss verpasst hat.

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Re: Meine Konklusion 20 Jahre später

Beitrag von HenryD.Thoreau » Sonntag 9. Juni 2019, 08:04

Ja das sehe ich genauso und ich habe die alte Zeit leider nie mitmachen können, wenn es auch in meinen Teenager- Zeiten noch keine Smartphone gab, dafür hatte jeder schon ein Handy.

Ich merke jetzt wie schwierig es Anschluss zu finden. Mir fehlen praktisch 10 Jahre Erfahrung und ich weiß auch nicht was ich da gemacht habe. Oft bin ich traurig und denke mir ich habe etwas verpasst oder es ist zu spät. Andermal bin ich sogar froh nicht schon früh immer gebunden gewesen zu sein. Aber irgendwie bekomme ich trotzdem Angst und will endlich mal eine Partnerin. Auf der Arbeit finde ich keine, da immer im Außendienst bin. In Discos oder auf Partys gehe ich nicht. Bleiben nur Hobbys, wo aber oft meine Generation nicht mitmacht... Ich habe schon überlegt ob ich nicht umschule in den pädagogischen Bereich, der mich sehr inzeressiert. Ich denke hier gibt es viele Frauen in meinem Alter und zudem ist diese Branche noch nicht so stark vom Kapitalismus geprägt, die Mitarbeiter haben also noch etwas mehr Freiheit.
Auch alleinerziehende Frauen finde ich gar nicht so schlecht. Nur sind diese oft sehr erfahren und nicht in meinem Frauen- Genre. Die brauchen bestimmt jemand der fester auf beiden Beinen steht.
Es ist wirklich schwierig neue Frauen zu finden...

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Re: Meine Konklusion 20 Jahre später

Beitrag von Melli » Sonntag 9. Juni 2019, 08:24

Nichts für ungut. Alleine die Idee, mit 40 mit einem Schluß aufzuwarten, sieht nach der typischen Lebensunzufriedenheit der Mittlebenskrise aus. Das ist äußerst unangenehm, wenn man mitten drin steckt. Aber man kann mit der Zeit gelassener werden und Altersmilde entwickeln :oma:
Schwarzes_Herz hat geschrieben:
Sonntag 9. Juni 2019, 03:24
Diese Stichwortsammlung kann gerne ergänzt werden.
Vieles habe ich so gar nicht erlebt :coolsmoke:
Schwarzes_Herz hat geschrieben:
Sonntag 9. Juni 2019, 03:24
Die Schule bestimmte das Leben
Meines nicht. Ich habe mir das nicht aus der Hand reißen lassen.
Schwarzes_Herz hat geschrieben:
Sonntag 9. Juni 2019, 03:24
Kontakte wurden meist hier geknüpft oder noch über die Eltern.
Sagen wir mal: auch.

Und manche Familien sollen das bedauert haben, daß sie es mit von allen ausgerechnet mir zu tun bekamen :mrgreen:
Schwarzes_Herz hat geschrieben:
Sonntag 9. Juni 2019, 03:24
Klassenfahrten eigneten sich gut um sich näher zu kommen.
Nein danke :oops:
Schwarzes_Herz hat geschrieben:
Sonntag 9. Juni 2019, 03:24
Freunde treffen war simple nach der Schule hatte eigentlich jeder Zeit.
Manche hatten ständig irgendwas zu tun.

Ich hatte immer Zeit :roll: Deswegen stand auch welche gerne mal unangemeldet auf der Matte und nervten herum :(
Schwarzes_Herz hat geschrieben:
Sonntag 9. Juni 2019, 03:24
Der Kontakt Mädchen - Junge war unkompliziert da meist beide unerfahren waren
Das fand ich nun rein gar nicht.
Schwarzes_Herz hat geschrieben:
Sonntag 9. Juni 2019, 03:24
Es gab keine Smartphones , Apps , Social Media, Internet.
Das waren noch Zeiten! :)
Schwarzes_Herz hat geschrieben:
Sonntag 9. Juni 2019, 03:24
Verabredungen wurden immer eingehalten, man konnte ja nicht absagen.
Nein. Es blieben auch viele unentschuldigt fern. Oder sie riefen kurzfristigst auf dem Festnetz an: "Ich kann nicht...", oder sogar offen zynisch: "Ich habe jetzt gerade doch keine Lust... das mußt du doch verstehen..." ("Natürlich habe ich Verständnis für alles, du unverschämte kleine Kröte 🐸")
Schwarzes_Herz hat geschrieben:
Sonntag 9. Juni 2019, 03:24
Arbeit bestimmt das Leben. Arbeite hart, um zu überleben.
Lockerheit gibt es nicht mehr, Freiheit sowieso nicht mehr weil man im System überleben muss.
Ist bei mir nicht so.
Schwarzes_Herz hat geschrieben:
Sonntag 9. Juni 2019, 03:24
Da man nicht mehr von den Eltern abhän[g]ig ist hat man die volle Verantwortung.
Abhängigkeit gegen Unverantwortung ist ein äußerst schlechter Tausch.
Schwarzes_Herz hat geschrieben:
Sonntag 9. Juni 2019, 03:24
Die Leute auf der Arbeit sind bestenfalls Kolllegen
Sagen wir mal so, "Dienst ist Dienst und Bier ist Bier" hat gewisse Vorteile insofern es einem ersparen kann, in komplizierte Verhältnisse zu geraten.
Schwarzes_Herz hat geschrieben:
Sonntag 9. Juni 2019, 03:24
Falls man mal es zu einem Kontakt schafft, Date, gibt es keine lockererheit mehr , kein Welpenschutz wie als Jugendlicher.
Leider vergessen viele Erwachsene, wie kompliziert das Leben als Jugendliche war 😣
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Re: Meine Konklusion 20 Jahre später

Beitrag von Reinhard » Sonntag 9. Juni 2019, 23:30

Ich kann nicht bestätigen, dass es in der Schulzeit irgendwie leichter gewesen wäre ...

Ich war auf dem Land, einige Dutzend Kilometer von den Mitschülern entfernt, das wäre dann erst im Alter gegangen, an dem man motorisiert ist. Oder direkt im Anschluss an die Schule, so dass ich den späteren Schulbus hätte nehmen können. Aber eigentlich wollte ich nach der Schule erstmal da weg.

Es gab auch in meinem Jahrgang einen deutlichen Männerüberschuss, um die Mädchen wurde schon von genügend anderen Jungs herumscharwenzelt, da dachte ich, dass ich da nicht mitzumachen brauche. Gerade weil ich nicht frauenkompatible Nerdinteressen hatte (auch damals schon ... aber vielleicht andere als heute), da war ich überzeugt, die wollen mich doch gar nicht.

Und Interesse von ihnen an mir habe ich auch nicht bemerkt. :fessel:

Eigentlich habe ich mich auch irgendwie mit vielen meiner Mitschüler nicht verbunden gefühlt. Irgendwie zuwenig Gemeinsamkeiten, mit vielen hatte ich gefühlt nur das Alter gemein. (Gab aber auch Ausnahmen, aber das waren alle nicht die Typen zum "um die Häuser ziehen".)


Kann aber andererseits gut sein, dass es nicht besser geworden ist, seitdem. Andererseits ... vielleicht hätte mir eine einfache Kontaktmöglichkeit wie eigenes Telephon und Messenger geholfen, auch mal mit den Kumpels in 15 Kilometern Entfernung irgendwas außerhalb der Schule zu organisieren ... schwer zu sagen, so hinterher ... :reporter:
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

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Re: Meine Konklusion 20 Jahre später

Beitrag von Gatem » Montag 10. Juni 2019, 09:27

Also generelle Bekanntschaften waren – denke ich – während der Schulzeit schon irgendwie leichter. Man wurde halt in Klassen gesteckt und verbrachte dann den halben Tag mit diesen Menschen; da lernte man sich zwangsläufig besser kennen und es entstand sowas wie Freundschaften. Außerdem gab es automatisch dieses Zusammengehörigkeitsgefühl, da man sich gegen „die Anderen“/Parallelklassen abgrenzen musste; es war praktisch immer ein „wir gegen sie“.
Aber das betrifft letztlich ja nur die platonische Ebene. Beziehungen zwischen den Geschlechtern fanden zur Schulzeit dann irgendwie auch nicht wirklich statt. Die Jungen blieben unter sich und die Mädchen ebenfalls, oder allenfalls mal als Treffen von Kleingruppen. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass sich zwei mal alleine getroffen hätten und wenn wäre es direkt das Gesprächsthema von allen gewesen, so dass die beiden schon gute Nerven gebraucht hätten.
Sowas ging höchstens gegen Ende der Oberstufe, so kurz vor dem Abitur mal los, wo die meisten dann mit ihren Gedanken sowieso woanders waren.

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Re: Meine Konklusion 20 Jahre später

Beitrag von LonesomeCoder » Montag 10. Juni 2019, 10:08

Gatem hat geschrieben:
Montag 10. Juni 2019, 09:27
Also generelle Bekanntschaften waren – denke ich – während der Schulzeit schon irgendwie leichter. Man wurde halt in Klassen gesteckt und verbrachte dann den halben Tag mit diesen Menschen; da lernte man sich zwangsläufig besser kennen und es entstand sowas wie Freundschaften. Außerdem gab es automatisch dieses Zusammengehörigkeitsgefühl, da man sich gegen „die Anderen“/Parallelklassen abgrenzen musste; es war praktisch immer ein „wir gegen sie“.
Aber das betrifft letztlich ja nur die platonische Ebene. Beziehungen zwischen den Geschlechtern fanden zur Schulzeit dann irgendwie auch nicht wirklich statt. Die Jungen blieben unter sich und die Mädchen ebenfalls, oder allenfalls mal als Treffen von Kleingruppen. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass sich zwei mal alleine getroffen hätten und wenn wäre es direkt das Gesprächsthema von allen gewesen, so dass die beiden schon gute Nerven gebraucht hätten.
Sowas ging höchstens gegen Ende der Oberstufe, so kurz vor dem Abitur mal los, wo die meisten dann mit ihren Gedanken sowieso woanders waren.
Der Vorteil der Schule und des Studiums war: man kam automatisch mit Leuten in einer ähnlichen Lebensphase, Situation und Alter zusammen. Zumindest in der Schule wohnten alle auch noch relativ nah, so wie jetzt teils über 500 km weg gab es dort nie. Bzgl. Frauen hatte mir das aber nicht gebracht und Freunde waren nur Nerds. Von denen gab im Informatik-Studium naturgemäß mehr wie an der Schule, dafür aber keine nennenswerte Zahl an Frauen in meinem Studiengang. Außerhalb hätte es sehr viele gegeben, aber auch viele Vorurteile gegen MINTler, die aber bei Betrachtung mancher Mitstudenten wahr waren und viele MINTler ebenfalls Vorbehalte gegen andere Fachbereiche haben. Jetzt auf der Arbeit habe ich so wenig Kontakte wie noch nie: Kollegen deutlich älter und verpartnert, deren Lebensstil hat mit meinen gar nichts mehr gemein (ich kann privat mit ihnen nichts anfangen und sie nicht mit mir), Frauen gibt es auch nicht, meine bisherigen Kontakte aus der Schule oder Studium sind in ganz Deutschland verteilt, mal schnell was spontan machen ist nicht. Als junger Akademiker auf dem Land bin ich ein Einzelfall (bitte keine Diskussion über einen Umzug, ich wollte nur einen Fakt nennen). Im Nachtleben bin ich fast nicht mehr, aber auch da scheint bei den anderen mit 25 oder 26 oder spätestens mit dem Berufseinstieg Schluss gewesen zu sein.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale: https://d-nb.info/1037687477/34

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Re: Meine Konklusion 20 Jahre später

Beitrag von Nonkonformist » Montag 10. Juni 2019, 12:32

Bei mir ist es bereits länger als 20 jahre her.
Ab 1967 kindergarten; 1987 habe ich meine lehrerschule verlassen.

Ich weiß nicht ob alles einfacher war.
Das großteil der mobbing fand während meinen schulzeit statt.
War alles nicht so toll.
Aber ich habe mehrmals die klasse gewechselt (normal in Niederländischen schulstystem, in den ersten drei jahren des Gymnasiums), und es gab auch perioden wo ich nicht gemobbt würde. War auch eine gute gelegenheit viele mädchen kennen zu lernen. In den abschlußjahren hat man nur die pflichtfächer in den eigene klasse verbracht und die anderen fächer hatte man in gemischte klassen. So kann man viele mädchen kennen lernen.

Während meine schulzeiten haben die jungs und die mädchen sich verliebt.
Ich bekam in der grundschule, mit 7, meinen ersten (und bis jetzt auch letzten) liebesbrief. Mit kunterbunte herzchen.
Eine mitschülerin die verliebt in mich war und meinte das wir zusammen im park spazieren gehen sollten.
Ich bevorzügte eine andere mitschülerin und habe sie wenige tagen später mit weichen knieen auf den schulhof gefragt ob sie meine freundin sein wollte. Und sie hat Ja gesagt. Ja, es war irgendwie alles schon einfacher. Da war mein leben noch ziemlich im ordnung.

Im Gymnasiumalter gab es den klassenfeten und schulfeier. Da würde rumexperimentiert, aber das fand ich alles zu unpersönlich und zu viel ungezieltes hormonfest. Wieso mit frauen engtanzen mit wem man tagsüber nicht mal redet? Aber es gab eine hübsche mitschülerin die mich (zungen)küssen wollte. (ich war in jemandem anderen verliebt und habe es abgelehnt) Ich bekam liebesgeständnisse, von sie und auch von anderen. Ich bin gekorbt worden und habe selbst korbe verteilt. Es gab auch schulpärchen die sich während schulpausen offentlich geküßt haben. So wie meine OdB. Mit jemandem anderen. Bevorzugt wann ich in der nähe war; ich vermute das sie mich meine zögerlichkeit heim zahlen wollte. (war anderthalb jahr lang 'heimlich' in sie verliebt gewesen - die ganze klasse hat es mitgekriegt - aber habe feige nichts unternommen. Auch nicht wann mir klar geworden ist das auch sie es gewußt hat. Und mitschuler mich, einmal sogar in ihren gegenwart, klar gemacht haben das ich endlich mal etwas unternehmen sollte. Sie hat mich dabei angeschaut und ich habe immer noch nichts getan. Na ja, selber schuld...)

Mädchen haben geflirtet und manchmal auch mit mir.
Ich hatte schon das gefühl, ziemlich sichtbar zu sein.

Es war während einen schulfeier, mit 17, das ich fürs erste mal mit ein mädchen getanzt habe. (Abschlußfeier HAVO (Niederländen; Deutsch hochschulreife); ich kannte das mädchen nicht mal, sie war aus eine andere klasse und mit ihren freund da. Eigentlich recht hübsch. Sie hat sich gewundert wieso ich nicht getanzt habe. Mich gefragt ob der rhytmus der musik mich nicht zu bewegen anregt. Und mich dann einfach gefragt ob ich mit ihr tanzen wollte. Ihr freund war damit anscheinend einverstanden und hat uns zugeschaut. Seit dem habe ich auf alle klassenfeiern getanzt, auch selbst einfach mitschulerinnen gefragt, und bei meinem rückkehr am Gymnasium war ich schon ein bisschen lockerer.)
Meine mitschüler haben sich gewundert das ich single war und mir würde erwähnt das es mitschülerinnen gab die verliebt in mich waren - mehr als die, die es mir auch mit sovielen worten gestanden haben. Ein paar mal bekam ich sogar die zugehörige nahmen. Leider keine OdBs dabei.

Meine erste engtanz war dann mit 21, in der Lehrerschule, auf einen auslandklassenfahrt, mit eine kommilitonin in den ich tastsächlich leicht verknallt war. (Die aber leider auch bereits vergeben war) Die zweite und letzte woche hat sie immer meinen gegenwart gesucht. Wir waren zwei mal in einen disko, in der gruppe, und beide malen haben wir fast exklusiv mit einander getanzt - also auf disco-art und ohne sich dabei an zu fassen. Am ende der abend gab es dann die langsamere musik zum engtanzen. Eigentlich traute ich mich nicht, saß schweigend neben ihr an einen tisch, aber dann kam ein anderer mitschuler. Ein gut aussehender. Hat sie zum tanz gefragt und ich habe innerlich geflucht. Aber sie hat ihm gekorbt. Und dann habe ich sie direkt im anschluß doch gefragt und sie ist sofort mit mir zum tanzflur gegangen. Es war schon schön in ihren armen.

Nix mit beziehungen aber kleine nette momenten gab es schon.

Meine erste berufliche jahren waren ziemlich ohne kolleginnen in meinem alter. Kleine trickfilmstudios, kleine teams. Fast nur männer.
Zwisschen 1987 und ende 1996 habe ich mich nur einen einzigen mal verliebt. Der eine normalo-klique mt demn ich bis ende der 1980ern ab und zu noch was unternahm (menschen aus meinen gymnasiumzeit) würde mit jeden jahr kleinbürgerlicher, dank deren freundinnen, und anfang der 1990ern, wann sie heirateten und die ersten kinder geplant waren, habe ich den kontakt abgebrochen. Ich fühlte mich da einfach nur noch fehl am platz. Ich habe noch ein oder zwei hochzeitskarten und geburtskarten für denen gezeichnet und das wars denn.

Erst wann ich ende 1996 nach Deutschland umgezogen bin war ich in großen studios mit um die 100 mitarbeitern. Darunter viele interessante kolleginnen. Flirten war da teil der arbeitskultur, und sicher außerhalb von deadlineperioden war die atmosphäre wie eine schulklasse auf klassenfahrt. Ein sehr internationales team; vielen kannten weiter niemanden in der stadt, und wir verbrachten auch unsere freizeit zusammen; mehrmals die woche afterwork-aktivitäten. Kollegen haben sich dauerhaft unter einander verliebt und es gab sämtliche studio-pärchen. Geflirtet haben die kolleginnen gerne mit mir, es gab dates und einige haben mich sogar selbst auf dates gefragt, aber weiter als das bin ich leider nicht gekommen.

Habe später auch in normalo-firmen gearbeitet, da wars eher steif.
Und nix mit afterwork.
Aber sogar da gab es mal kleine flirts und bin ich letztes jahr auf einen tanzveranstaltung eingeladen worden.
(Bin auch mitgegangen aber ich war nicht verliebt und sie war zudem eine alleinerziehende mutter - ein absolutes NoGo.)

Wann war es einfach?
Eigentlich nie.
Meine OdBs?
Haben alle mit mir geflritet, sowohl während meinen schulzeit als auch später.
So near and yet so far.
I Yam What I Yam & Dats What I Yam - (Popeye the Sailorman.)

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