Selbstsabotage

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Re: Selbstsabotage

Beitrag von Nonkonformist » Montag 13. Mai 2019, 18:46

Soluna hat geschrieben:
Montag 13. Mai 2019, 18:03
Und würdest Du Dir im Verhalten der Frauen irgendetwas wünschen, was Deine Selbstsabotage verhindern oder zumindest abschwächen könnte? Also irgendetwas, was zur Angstreduktion führen würde und damit die Chance auf eine Beziehung erhöhen könnte?
Ich glaube nicht das die viel falsch gemacht haben.
Wann jemanden in mitte der nacht eine stunde lang mit mir zu meine bude spaziert, auch wann sie in einen komplett anderen stadtteil lebt, ist das ein ziemlich klarer hint. Wann jemanden mir abends nach mitternacht weißwein bestellt und mir tief in meine augen erzählt nicht gerne single zu sein, auch. Sicher nachdem ich vorher aus eine zuverlässige quelle eine ziemlich klare hint bekommen hatte das sie verliebt in mich war. Die kommilitonine auf klassenfahrt? Ja, sie war liiert, aber wir waren da eine woche lang unzertrennlich, engtanzen im disko inklusive, da haben vielen gedacht das zwisschen uns was läuft. Zwei wochen später lande ich in ihren zimmer, nach einen fachgruppenfest. In einen schlafsack, ohne matratze auf einen verdammt harten holzboden. Eine miinute nachdem sie das licht ausgeschaltet hat, hat sie mir aus ihren doppelbett, direkt neben mir, gefragt ob ich mir sicher war ob ich bequem liege. Und ich habe gelogen und ja gesagt, obwohl ich nur drann denken konnte wie sanft ihre ärme sein müßten.
Was hatten die mehr machen sollen? Wann ich alles abblocke? Die haben mir schon 90% der anbahnuingsarbeit genommen.
Das waren schon ziemliche silbertablettsituationen.
Wie hätten sie von meinen bindungsängsten wissen sollen?
Aus deren sicht habe ich sie wahrscheinlich indirekt gekorbt.
Ich kann sie gar nichts übel nehmen.

Es gab OdBs, da habe ich nie eine chance gehabt.
Aber bei einigen kann ich nur mich selbst die schuld geben.
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Re: Selbstsabotage

Beitrag von Nonkonformist » Montag 13. Mai 2019, 18:48

Soluna hat geschrieben:
Montag 13. Mai 2019, 18:07
Und wussten die Frauen, dass Du verliebt in sie warst?
Die aus diesen beispiele habe ich es nie gesagt.

Einige anderen schon, holperig und viel zu spät.

Was sie gewußt oder nicht gewußt/geahnt haben, ich weiß es nicht.
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Re: Selbstsabotage

Beitrag von Soluna » Montag 13. Mai 2019, 20:40

Nonkonformist hat geschrieben:
Montag 13. Mai 2019, 18:46

Ich glaube nicht das die viel falsch gemacht haben.
Wie hätten sie von meinen bindungsängsten wissen sollen?
Ja ok, ich glaube auch, dass sie nichts falsch gemacht haben. ;) Aber das meinte ich auch nicht. Ich versuche mal anders zu fragen: was hättest Du in den Momenten gebraucht, um das ganze nicht sabotieren zu müssen? Also, hätte es Dir zB geholfen, wenn die Frauen das gewusst hätten mit deiner Bidungsangst oder wenn Du das Tempo hättest bestimmen können oder irgendwie so etwas? Oder wäre es so oder so immer auf Vermeidung hinaus gelaufen?

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Re: Selbstsabotage

Beitrag von Nonkonformist » Montag 13. Mai 2019, 21:23

Soluna hat geschrieben:
Montag 13. Mai 2019, 20:40
Ja ok, ich glaube auch, dass sie nichts falsch gemacht haben. ;) Aber das meinte ich auch nicht. Ich versuche mal anders zu fragen: was hättest Du in den Momenten gebraucht, um das ganze nicht sabotieren zu müssen? Also, hätte es Dir zB geholfen, wenn die Frauen das gewusst hätten mit deiner Bidungsangst oder wenn Du das Tempo hättest bestimmen können oder irgendwie so etwas? Oder wäre es so oder so immer auf Vermeidung hinaus gelaufen?
Ich weiß es nicht.
Ich weiß noch nicht mal sicher wieso ich mich dermassen krass sabotiere.
Eine bindungs und verlassensangst, ja, aber das ist auch noch ziemlich vague.
Was ich weiß, ist das ich handlungsunfähig werde.
Was es an stimmen in mir gibt, in den momenten, fordert mich zum handeln auf.
Nicht zum rückziehen.
Die stimmen in mir sagen 'Tu endlich was, du idiot! Küß sie! Sag etwas!'
Aber ich kann es nicht in taten umsetzen.
Es ist nichts rationales das mich abbremst.
Eher wortlose panik.

Ich habe wirklich keine ahnung was meine OdBs da mehr hätten machen können.
Liebesgeständnisse, mich selbst küssen, oder so?
Keine ahnung wie ich darauf reagiert hätte.
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Re: Selbstsabotage

Beitrag von fredstiller » Dienstag 14. Mai 2019, 01:59

Nonkonformist hat geschrieben:
Montag 13. Mai 2019, 21:23
Was ich weiß, ist das ich handlungsunfähig werde.
Was es an stimmen in mir gibt, in den momenten, fordert mich zum handeln auf.
Nicht zum rückziehen.
Die stimmen in mir sagen 'Tu endlich was, du idiot! Küß sie! Sag etwas!'
Aber ich kann es nicht in taten umsetzen.
Es ist nichts rationales das mich abbremst.
Eher wortlose panik.
Bei mir exakt das gleiche Empfinden.

Die Stimme, die mir sagte „Tu was“, war eher die der Ratio, der bewussten Überlegung. Das ist schwierig in spontane und kongruente Handlung und Aktion umzusetzen, wenn das Nicht-Rationale (Unterbewusstsein? Instinkt?) sich dagegen sträubt.

Dazu kam bei mir auch noch der Gedanke: so eine Annäherung sollte ja auch irgendwie „aus dem Herzen und Instinkt“ kommen - und nichts sein, zu dem ich mich überwinden und „zwingen“ muss (Und ich meine damit jetzt nicht, dass man (nur) „ein wenig aufgeregt ist oder ein bisschen Schiss hat“).

Ich befürchte auch, dass so ein Sich-innerlich-zwingen-Müssen dann im Verhalten ja auch irgendwie sonderlich, „creepy“ rüberkäme und wirken würde. Mit dazu kommt auch immer der Hintergedanke meiner körperlichen Unerfahrenheit und Unbeholfenheit angesichts meines Alters. Ich meine, ich habe jetzt 10 Jahre lang keine an mir interessierte Frau geküsst. (aber gut, wenn eine Frau mal in einen verknallt ist, kann man drauf hoffen, dass man einen gewissen „Vorschussbonus“ geniesst und sie das nicht so negativ wahrnehmen würde)
Soluna hat geschrieben:
Montag 13. Mai 2019, 20:40
Also, hätte es Dir zB geholfen, wenn die Frauen das gewusst hätten mit deiner Bidungsangst oder wenn Du das Tempo hättest bestimmen können oder irgendwie so etwas?
Für mich: eher im Gegenteil. Wäre wohl erst recht tödlich, wenn ich das Tempo „bestimmen“ sollte oder müsste. Da schlüge mein selbstsabotierendes Vermeidungsverhalten erst recht zu und übernähme die Kontrolle.

Ob es was hilft, wenn Frauen das wüssten? Ich halte es grundsätzlich in meinem Alter für ziemlich kritisch und negativ besetzt, mich als beziehungslos und unerfahren zu „outen“, geschweige denn, dass ich zu „schüchtern“, ängstlich oder ähnliches sei. Glaube, das schreckt doch einige ab und macht Möglichkeiten zunichte. Würde ich ab 25 keinem AB empfehlen, ausser man bekommt die Pistole auf die Brust gesetzt. und will nicht lügen.

...oder eben, man fühlt sich selbst (dadurch) blockiert. Deshalb überlege ich dennoch, ob ich nicht einfach dazu stehen bzw. das auch bei (passender) Gelegenheit so kommunizieren sollte.

Scheint mir mittlerweile fast wahrscheinlicher, dass mit diesem Wissen sich vielleicht doch mal eine passende Frau motiviert fühlt, entsprechend (und eben gegen ihre übliche Geschlechterrolle!) die Initiative zu ergreifen und aktiv zu werden - als dass ich selbst noch irgendwie irgendwann aus diesem Loch erfolgreich rausfände.

Im übrigen erspare ich mir damit Interaktionen mit potentiell interessierten Frauen, die dann irgendwann auf irgendeine Initiative oder Aktion von mir warten - und bei Ausbleiben der solchen dann enttäuscht werden oder frustriert sind (und mir, wie die letzte, irgendwann durch die Blume vorwerfen, ich sei schwul oder so).

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Re: Selbstsabotage

Beitrag von Nonkonformist » Dienstag 14. Mai 2019, 09:27

fredstiller hat geschrieben:
Dienstag 14. Mai 2019, 01:59
Soluna hat geschrieben:
Montag 13. Mai 2019, 20:40
Also, hätte es Dir zB geholfen, wenn die Frauen das gewusst hätten mit deiner Bidungsangst oder wenn Du das Tempo hättest bestimmen können oder irgendwie so etwas?
Für mich: eher im Gegenteil. Wäre wohl erst recht tödlich, wenn ich das Tempo „bestimmen“ sollte oder müsste. Da schlüge mein selbstsabotierendes Vermeidungsverhalten erst recht zu und übernähme die Kontrolle.
Geht mir genau so
Desto großer ich die chance auf erfolg einstufe, desto krasser sabotiere ich mich.

Und in diesen fälle das, bei manche meiner OdBs, doch noch eine holperige und viel zu späte liebesgeständnis von mir gekommen ist, und ich gekorbt würde, war, trotz alle monatenlange liebeskummer, ein teil in mir erleichtert das es nicht zu einen beziehung gekommen ist. Auch wann ich einige dieser frauen immer noch vermisse.
Irgendwas in mir tickt nicht wirklich richtig....

Ich habe es sogar noch geschafft rückzieher zu machen nach aktive annäherungsversuche meinerseits. Also fälle wo ich zwar A gemacht habe, aber es nicht zum B geschafft habe.

Das problem war nicht das tempo.
Das problem war, wie hoch ich meine erfolgschancen eingestuft habe.
Die meisten meiner liebesgeständnisse kamen erst an momenten, wo die chance bereits gering war, sprich viel zu spät.
fredstiller hat geschrieben:
Dienstag 14. Mai 2019, 01:59
Ob es was hilft, wenn Frauen das wüssten? Ich halte es grundsätzlich in meinem Alter für ziemlich kritisch und negativ besetzt, mich als beziehungslos und unerfahren zu „outen“, geschweige denn, dass ich zu „schüchtern“, ängstlich oder ähnliches sei. Glaube, das schreckt doch einige ab und macht Möglichkeiten zunichte. Würde ich ab 25 keinem AB empfehlen, ausser man bekommt die Pistole auf die Brust gesetzt. und will nicht lügen.
Ich denke, einige müßen es gewußt haben. Sicher wann kollegen oder mitschuler angefangen haben zu spekulieren, ob was zwiischen uns ist. Wann ich interesse hatte, haben dritten das meist schon mitbekommen. Mich manchmal sogar gepuscht das ich endlich was machen sollte. Was am ende auch nur extra drück war... (Ironischerweise hatte ich manchmal dermassen viel aufmerksamkeit meiner kolleginnen das manche kollegen, die mich nicht so gut gekannt haben, gemeint haben das ich einen art frauenheld bin. Ich würde auch aktiv auf dates gefragt. Ich glaube nicht das ich als AB eingestuft würde.)
fredstiller hat geschrieben:
Dienstag 14. Mai 2019, 01:59
...oder eben, man fühlt sich selbst (dadurch) blockiert. Deshalb überlege ich dennoch, ob ich nicht einfach dazu stehen bzw. das auch bei (passender) Gelegenheit so kommunizieren sollte.
Schwierig.
Sogar dabei müß man seine gefühle gestehen.
Während mein sabotagemechanismus das eher verhindern will.
fredstiller hat geschrieben:
Dienstag 14. Mai 2019, 01:59
Scheint mir mittlerweile fast wahrscheinlicher, dass mit diesem Wissen sich vielleicht doch mal eine passende Frau motiviert fühlt, entsprechend (und eben gegen ihre übliche Geschlechterrolle!) die Initiative zu ergreifen und aktiv zu werden - als dass ich selbst noch irgendwie irgendwann aus diesem Loch erfolgreich rausfände.
Solchen frauen hat es bei mir gegeben - leider war nicht ein davon eine meiner OdBs. Ich war in denen nicht verliebt, also habe ich diese frauen selbst gekorbt. Meine OdBs waren zwar auch alle aktiv, aber ohne definitive schritte, eher mit hinweise das ich vielleicht mal aktiv werden müßte.
fredstiller hat geschrieben:
Dienstag 14. Mai 2019, 01:59
Im übrigen erspare ich mir damit Interaktionen mit potentiell interessierten Frauen, die dann irgendwann auf irgendeine Initiative oder Aktion von mir warten - und bei Ausbleiben der solchen dann enttäuscht werden oder frustriert sind (und mir, wie die letzte, irgendwann durch die Blume vorwerfen, ich sei schwul oder so).
Keine meiner OdBs haben geglaubt das ich schwul bin.
Frust habe ich schon registriert.
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