Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

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Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Icke_Bins » Dienstag 16. April 2019, 23:56

Ist es so, dass sich eure Probleme Kontakte und Beziehungen zu knüpfen auf den Bereich "Intimität und Partnerschaft" beschränkt oder nehmt Ihr euch auch im Allgemeinen eher als Außenseiter wahr? Also, fühlt ihr euch ansonsten in einem guten sozialen Netz aufgefangen (und ich meine nicht den Sozialstaat, sondern die sozialen Kontakte: privat, beruflich, familiär) oder eher unfreiwillig viel allein oder gar einsam?

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Ferienhaus
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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Ferienhaus » Mittwoch 17. April 2019, 00:01

Icke_Bins hat geschrieben:
Dienstag 16. April 2019, 23:56
Ist es so, dass sich eure Probleme Kontakte und Beziehungen zu knüpfen auf den Bereich "Intimität und Partnerschaft" beschränkt oder nehmt Ihr euch auch im Allgemeinen eher als Außenseiter wahr? Also, fühlt ihr euch ansonsten in einem guten sozialen Netz aufgefangen (und ich meine nicht den Sozialstaat, sondern die sozialen Kontakte: privat, beruflich, familiär) oder eher unfreiwillig viel allein oder gar einsam?
Ganz klar Zweiteres. Mein Zustand als AB spiegelt lediglich meine sonstige soziale Eingebundenheit, bzw. den Mangel genau dieser, wieder. :sadman:

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Brax » Mittwoch 17. April 2019, 00:13

Icke_Bins hat geschrieben:
Dienstag 16. April 2019, 23:56
Ist es so, dass sich eure Probleme Kontakte und Beziehungen zu knüpfen auf den Bereich "Intimität und Partnerschaft" beschränkt oder nehmt Ihr euch auch im Allgemeinen eher als Außenseiter wahr? Also, fühlt ihr euch ansonsten in einem guten sozialen Netz aufgefangen (und ich meine nicht den Sozialstaat, sondern die sozialen Kontakte: privat, beruflich, familiär) oder eher unfreiwillig viel allein oder gar einsam?
Zweiteres. Ich schaffe es zwar, immer wieder neue Leute kennenzulernen und mich ab und zu auch anzufreunden, aber auch wenns um Freundschaften geht, ist da häufig immer noch so eine Schwelle, über die ich nicht rüberkomme. Und zwar wenns drum geht, echte Verbundenheit herzustellen.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von LarryHovis » Mittwoch 17. April 2019, 01:54

Ich habe auch immer wieder wechselnde Kontakte, die scheitern sobald sie eine bestimmte Nähe überschreiten. Ich habe nahezu keine Ahnung wie es ist Besuch zu haben.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Dr. House » Mittwoch 17. April 2019, 06:14

Icke_Bins hat geschrieben:
Dienstag 16. April 2019, 23:56
Ist es so, dass sich eure Probleme Kontakte und Beziehungen zu knüpfen auf den Bereich "Intimität und Partnerschaft" beschränkt oder nehmt Ihr euch auch im Allgemeinen eher als Außenseiter wahr? Also, fühlt ihr euch ansonsten in einem guten sozialen Netz aufgefangen (und ich meine nicht den Sozialstaat, sondern die sozialen Kontakte: privat, beruflich, familiär) oder eher unfreiwillig viel allein oder gar einsam?
Soweit ich denken kann, war ich immer schon ein Außenseiter, ohne das es jemand gemerkt oder das es interessiert hätte. Ich konnte das aber auch gut verbergen. Bis heute hat sich an dieser Situation kaum etwas geändert. Ich sehe das ABTum ebenfalls als Ausdruck dieser Inkompetenz meinerseits.
Ich war einst glücklich, wenn auch nur im Traum.
Doch ich war glücklich.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Saraj » Mittwoch 17. April 2019, 07:38

Ja, das ist der Fall.
Es liegt bei mir an meiner Verschlossenheit gegenüber neuen Leuten und Problemen damit, den ersten Schritt zu machen und auf andere zuzugehen.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Talbot » Mittwoch 17. April 2019, 07:54

Kann mir sehr gut vorstellen, dass dies bei vielen ABs ein sehr zentrales Problem ist.
Bei mir war es auf jeden Fall der stärkste Grund warum ich überhaupt entsprechende Probleme hatte.
Wirklich Außenseiter war ich nie, aber da war trotz sozialen Kontakten immer eine gewisse Distanz zu anderen. Ich war zwar vergleichsweise oft unterwegs in sozialen Kreisen, aber immer irgendwie mehr als Zuschauer als als wirklicher Teilnehmer.
War halt auch immer sehr zurückhaltend und übervorsichtig dabei und habe mich dabei selten bis nie getraut mal was zu sagen aus Angst anzuecken.
Nachdem ich das dann abgelegt hatte und quasi aus der immer passiven Rolle in die sehr aktive Rolle gewechselt bin kamen die ersten Kontakte mit Frauen irgendwann von alleine.
Zwar war ich immer noch recht zurückhaltend wenn es um Kontakte zu Frauen mit sexuellen Aspekten ging, aber da gab es dann auch entsprechend aktive Frauen.
Um selbst aktiv bei solchen Kontakten zu werden brauchte es dann zwar noch ein wenig andere Veränderungen, aber der Grundstein war immer noch die Veränderung im allgemeinen sozialen Umgang.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Reinhard » Mittwoch 17. April 2019, 08:34

Außenseiter!


Aus dieser Position heraus stelle ich aber mal die Behauptung auf, dass eigentlich die Gesellschaft krank ist, dass sie es ist, die ein "soziales Problem" hat; und die Außenseiterposition zumindest ermöglicht, seine (geistige) Gesundheit zu bewahren. :kopfstand:


Was natürlich (und leider) nicht heißt, dass jeder Außenseiter gesund ist. :shy:
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Melli » Mittwoch 17. April 2019, 08:49

Icke_Bins hat geschrieben:
Dienstag 16. April 2019, 23:56
Ist es so, dass sich eure Probleme Kontakte und Beziehungen zu knüpfen auf den Bereich "Intimität und Partnerschaft" beschränkt oder nehmt Ihr euch auch im Allgemeinen eher als Außenseiter wahr?
So ein Leben ist lang, und Dinge können sich ändern. Es kommt auch darauf an, wie ich mich gerade fühle. Außenseiter kann ich auch ganz gut sein, ohne daß das unbedingt immer so augenfällig wäre :schwarzekatze:

Manches ist echt nicht gut gelaufen, und es wäre ein Wunder, wenn das keine Spuren hinterlassen hätte :(
Icke_Bins hat geschrieben:
Dienstag 16. April 2019, 23:56
Also, fühlt ihr euch ansonsten in einem guten sozialen Netz aufgefangen (und ich meine nicht den Sozialstaat, sondern die sozialen Kontakte: privat, beruflich, familiär) oder eher unfreiwillig viel allein oder gar einsam?
Auch das kann sich doch im Laufe eines Lebens mehrmals ändern. Alles, was ich mir gewünscht hätte, habe ich bestimmt nicht erreicht. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert.

So arg schlecht geht es mir gerade nicht. Irgendwann werde ich als alte Matriarchin im Wohnzimmer in einem luxuriösen Sessel residieren, und alle müssen sie mir huldigen :oma:
Reinhard hat geschrieben:
Mittwoch 17. April 2019, 08:34
Aus dieser Position heraus stelle ich aber mal die Behauptung auf, dass eigentlich die Gesellschaft krank ist, dass sie es ist, die ein "soziales Problem" hat; und die Außenseiterposition zumindest ermöglicht, seine (geistige) Gesundheit zu bewahren. :kopfstand:
Was manche Leute einem zumuten ist echt krank :(
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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von cama » Mittwoch 17. April 2019, 09:46

Oh doch, solche Probleme habe ich. In unserer aktuellen Wohnung hatten wir zum Beispiel noch nie Besuch. Es gelingt mir immer wieder mal, neue Kontakte aufzubauen, aber nach einer Weile verläuft sich alles wieder im Sande, oder, falls doch mal ein Kontakt bestehen bleibt, ist er sehr locker und beschränkt sich auf ein oder zweimal melden pro Jahr.
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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Nonkonformist » Mittwoch 17. April 2019, 09:53

Ich war immer einen art aussenseiter, nonkonformist, nerd/geek und einzelgänger.
Mit 'normalos' kam ich meist nicht gut aus.
Meine freunden, das waren meist andere einzelgängerischen nerds.
In richtig bürgerlichen kreisen fühle ich mich schon schnell unwohl.
Ich bin zwar kein rebell und kleide mich eher unauffällig, aber so ein richtig bürgerliches leben mit scheißjob um sich die festlasten leisten zu können, standart PKW vor de vordertür, und pflichtfamilie, wirkt auf mich wie eine art zwangsjacke.
Einmal im berufsleben (freiberuflicher zeichnerischer künstler im entertainmentbereich) fühlte ich mich wohl unter den anderen künstler mit einen eher bohemienne, nicht bürgerliche lebensstil.
Innerhalb meinen eigenen kreisen kann ich gut mit menschen und komme ich auch selbst gut an.
Da draussen eher weniger....

Für mich kommen auch nur ausnahmefrauen aus meinen eigen kreis im frage.
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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Gatem » Mittwoch 17. April 2019, 10:01

Würde sagen eher ja.
Soziale Kontakte halten bei mir nie wirklich lang, auch wenn ich mich darum bemühe.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von selina » Mittwoch 17. April 2019, 10:04

Saraj hat geschrieben:
Mittwoch 17. April 2019, 07:38
Ja, das ist der Fall.
Es liegt bei mir an meiner Verschlossenheit gegenüber neuen Leuten und Problemen damit, den ersten Schritt zu machen und auf andere zuzugehen.
Ja so ähnlich bei mir.
Auch aufgrund meiner Sozialphobie.
Mit meinen charakterlichen Eigenheiten und sozialen Ängsten bin ich wohl der 'geborene' Einzelgänger.

Wenn ich alt bin, werde ich nur noch nörgeln. Das wird ein Spaß. :oma:

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von BTVS » Mittwoch 17. April 2019, 10:22

Bis vor ein paar Jahren hätte ich diese Frage mit einem klaren Ja beantworten können. So gut wie keine sozialen Kontakte, keine Parties, Geburtstage oder vergleichbares.

Mittlerweile würde ich mich zwar noch nicht freisprechen von Problemen, was Kontaktaufbau und Erhalt dieser Kontakte angeht aber es ist deutlich besser geworden. An meinem Status hat sich dadurch zwar noch nichts geändert aber der Umgang mit neuen Leuten und Frauen fällt mir sehr viel leichter.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von schmog » Mittwoch 17. April 2019, 10:41

Icke_Bins hat geschrieben:
Dienstag 16. April 2019, 23:56
Ist es so, dass sich eure Probleme Kontakte und Beziehungen zu knüpfen auf den Bereich "Intimität und Partnerschaft" beschränkt oder nehmt Ihr euch auch im Allgemeinen eher als Außenseiter wahr? Also, fühlt ihr euch ansonsten in einem guten sozialen Netz aufgefangen (und ich meine nicht den Sozialstaat, sondern die sozialen Kontakte: privat, beruflich, familiär) oder eher unfreiwillig viel allein oder gar einsam?
Ich bin schon seit ich lebe ein verschlossener, introvertierter, einsamer Aussenseiter und Einzelgänger! :?

Was bei meiner traumatischen Heimkindheit nicht erstaunt.
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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Tania » Mittwoch 17. April 2019, 12:11

Aus irgendeinem Grund mögen die meisten Menschen mich. Vielleicht weil sie spüren, dass ich ihnen freundlich gesinnt bin und keine Bedrohung darstelle. Insofern habe ich wenig Schwierigkeiten, Kontakte zu knüpfen.

Allein bin ich trotzdem meist. Die Menschen, mit denen ich enger verbunden bin, leben bis auf eine Ausnahme in Echtweitwegistan. Und die eine Ausnahme sehe ich vielleicht viermal jährlich Unsere Lücken im Alltagsstress fallen so selten zusammen . .

Und einsam kann man bekanntlich auch in einer Menschenmenge sein. Ich kann mich zwar gut in diverse Gruppen einbringen - aber ich gehöre, genau wie hier, nirgends wirklich dazu.

The woods are lovely, dark and deep,
But I have promises to keep,
And miles to go before I sleep,
And miles to go before I sleep.
(Robert Frost)

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Captain Unsichtbar » Mittwoch 17. April 2019, 12:12

Brax hat geschrieben:
Mittwoch 17. April 2019, 00:13
Zweiteres. Ich schaffe es zwar, immer wieder neue Leute kennenzulernen und mich ab und zu auch anzufreunden, aber auch wenns um Freundschaften geht, ist da häufig immer noch so eine Schwelle, über die ich nicht rüberkomme. Und zwar wenns drum geht, echte Verbundenheit herzustellen.
Das kenne ich auch. Ich habe in dem Punkt ähnliche Erfahrungen. Ich habe oft auch das Gefühl, nirgends so richtig dazu zu gehören, selbst wenn ich noch so eng befreundet bin. Immer gibt es dann da einen noch engeren Freundeskreis, dem ich nicht angehöre. Als hätte jeder bereits sein eigenes Universum, dass bereits ausreichend besetzt ist, in dem man bestenfalls noch die erste Ersatzgeige spielen kann.
An dieser Frage beisse ich mir eigentlich schon seit meiner Jugendzeit die Zähne aus: wie wird man zu einem vollwertigen Mitglied im Leben eines anderen Menschen, wenn so gut wie jeder Mensch bereits enge Freunde hat? :gruebel:

Ausserdem habe ich so eine Fähigkeit die besten und engsten Freundschaften auf der Klimax zu verlieren. :? :sadman:
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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Brax » Mittwoch 17. April 2019, 12:54

Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Mittwoch 17. April 2019, 12:12
Ausserdem habe ich so eine Fähigkeit die besten und engsten Freundschaften auf der Klimax zu verlieren. :? :sadman:
Wie denn das?

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Nephthys79 » Mittwoch 17. April 2019, 13:01

Icke_Bins hat geschrieben:
Dienstag 16. April 2019, 23:56
Ist es so, dass sich eure Probleme Kontakte und Beziehungen zu knüpfen auf den Bereich "Intimität und Partnerschaft" beschränkt oder nehmt Ihr euch auch im Allgemeinen eher als Außenseiter wahr? Also, fühlt ihr euch ansonsten in einem guten sozialen Netz aufgefangen (und ich meine nicht den Sozialstaat, sondern die sozialen Kontakte: privat, beruflich, familiär) oder eher unfreiwillig viel allein oder gar einsam?
Nein, Aussenseiterin bin ich gar nicht, ich habe einen angenehmen Freundes- und Bekanntenkreis mit dem ich viel unternehme sowie Familie bei der ich mich auch wohl fühle (auch wenn wir uns wegen der Entfernung eher selten sehen, uns dafür oft am Telefon/Discord austauschen). Allerdings bin ich auch gerne mal alleine, um meine Akkus wieder aufzuladen. Einsamkeit kenne ich hingegen zum Glück nicht. Mein Umfeld geht davon aus, dass ich gerne Single bin und so ganz falsch liegen sie damit wohl auch nicht :sadwoman: . Je älter ich werde umso mehr merke ich, dass ich mich lediglich selbst zurück halte, was Partnerschaftsfragen angeht. Außerdem finde ich es eh schwer, Menschen kennen zu lernen, die mein Interesse in einem Ausmaß wecken, dass ich ernsthaft mit ihnen anbandeln möchte.
Wenn du interessant sein möchtest, sei interessiert; wenn du Freude haben möchtest, erfreue; wenn du geliebt werden möchtest, sei liebenswert; wenn dir geholfen werden soll, sei selbst hilfreich.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von GoldenHeart » Mittwoch 17. April 2019, 15:01

Mhm.....Gute Frage.

Ja - ich lerne wenig neue Menschen kennen, einfach weil ich recht zurückhaltend und passiv bin. Im Mittelpunkt stehe ich auch nicht gerne - Außenseiter der zusieht ist halt gemütlicher.

Nein - wenn ich mal in neue Gruppen komme (z.B. Arbeit), komme ich dann schon recht unkompliziert mit Kollegen etc. klar. Also bin mehr oder weniger gut integriert und freue mich auch auf den sozialen Austausch mit mir sympathischen Menschen.
Nur bleibt das dann auf die Arbeitszeit z.B. beschränkt. Smalltalk geht also schon einigermaßen.

Nur bin ich halt abseits vom Beruflichen wenig integriert und lerne sehr selten jemand Neues kennen. Also Außenseiter in der Freizeit praktisch. :D

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