ABs und Haustiere

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Maverick
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ABs und Haustiere

Beitrag von Maverick » Mittwoch 10. April 2019, 22:08

Hallo zusammen,

heute bin ich in der Zeitung auf einen Artikel zu Hunden und Katzen gestoßen. Als ich die Online-Version des Artikels aufrief, bin ich auf Leserkommentare gestoßen, die in die Richtung Haustiere als Partner- bzw. Kinderersatz gingen. Ich möchte die folgenden beiden Leserkommentare zitieren und anschließend die Frage für dieses Plenum formulieren.

So schrieb der User “Konstantin S.“:
Was an der Vermenschlichung von Tieren glücklich machen soll, erschließt mir nicht wirklich.
Eine Beziehung mit anderen Menschen ist ungleich befruchtender und befriedigender.

Der Erfolg von Haustieren liegt in der Natur des Menschen: Tiere lassen sich besser kontrollieren und herum kommandieren und widersprechen nicht! Das scheint für das "Glück" vieler Tierbesitzer entscheidend zu sein ;)
Die Userin “Iri, die Friedliche“ erwiderte hierauf:
Ich habe einen sehr großen Freundeskreis und bin gern mit ihnen zusammen. Wir haben gemeinsame Spieleabende, gehen ins Fitnessstudio, kochen zusammen oder besuchen Konzerte... Aber wenn ich nach Hause komme und werde, liebevoll manunzend, von meinen 3 großen Maine Coon Katzen empfangen, bin ich glücklich. Nein, nicht weil sie etwas zu fressen haben wollen; das steht immer da, sie sind sehr genügsam. Sie wollen einfach mit mir kuscheln. Und ich bin heimgekommen. Nein, ich möchte mit keinem Menschen mehr für immer zusammenleben. Meine Katzen reichen mir vollkommen aus. Tagsüber bin ich gern mit meinen Kollegen zusammen, mit etlichen bin ich auch privat befreundet, aber abends kommt die Zeit des Glücklichseins...
Ach übrigens: meine Kinder haben in ihren Familien auch Katzen und Kinder. Woher das wohl kommen mag?!
Wie war noch einmal das Sprichwort? „Die letzten Kinder haben Fell“...
Mich würde interessieren:

Welche ABs von euch haben Haustiere und wenn ja, welche? Seht ihr sie als die besseren Menschen, Partner- und/oder Kinderersatz an oder habt ihr sie nur, weil ihr euch für Tiere interessiert oder ihr sie niedlich fandet?

Von den Normalos/Nicht-mehr-ABs oder auch ABs ohne Haustiere würde mich interessieren, wie ihr zu Haustieren als “besserer Mensch“ bzw. Partnerersatz steht? Habt ihr vielleicht selbst Haustiere und wenn ja, aus welchen Gründen?

Ich selbst mag Tiere sehr, reagiere aber leider gegen die meisten Hunde/Katzen (bis auf wenige Ausnahmen) allergisch. Weil ich auch beruflich viel unterwegs bin, reicht die Zeit leider nicht. Nichtsdestotrotz hätte ich gerne einen Hund. Weniger als Partnerersatz, sondern einfach, weil ich Hunde mag. Ich würde aber nie negativ über Menschen denken, die sich ein Haustier aus Einsamkeit gekauft haben.

Feuer frei, jetzt dürft ihr.

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Re: ABs und Haustiere

Beitrag von Undomiel » Mittwoch 10. April 2019, 22:19

Ich liebe Haustiere, habe aber aus Zeit- und Platzgründen keine eigenen. Trotzdem genieße ich es sehr, wenn ich die Tiere im Familien- und Freundeskreis mal um mich habe, egal ob Katze, Hund, Pferd oder sonst was. Ab und zu würde ich mir auch wünschen, dass abends jemand auf mich wartet. Ich sehe ein Haustier trotzdem nicht als Ersatz für einen Partner, eher als tolle Ergänzung. Es kann einem zwar auch Liebe und Zuneigung geben, aber auf einer anderen Ebene. Vielleicht würde ich mich mit einen Haustier manchmal etwas weniger einsam fühlen, aber vollständig schließen könnte es die Lücke in meinem Leben wohl nicht.
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Re: ABs und Haustiere

Beitrag von Einsamer Igel » Mittwoch 10. April 2019, 22:31

Maverick hat geschrieben:
Mittwoch 10. April 2019, 22:08
Mich würde interessieren:

Welche ABs von euch haben Haustiere und wenn ja, welche? Seht ihr sie als die besseren Menschen, Partner- und/oder Kinderersatz an oder habt ihr sie nur, weil ihr euch für Tiere interessiert oder ihr sie niedlich fandet?

Von den Normalos/Nicht-mehr-ABs oder auch ABs ohne Haustiere würde mich interessieren, wie ihr zu Haustieren als “besserer Mensch“ bzw. Partnerersatz steht? Habt ihr vielleicht selbst Haustiere und wenn ja, aus welchen Gründen?

Ich selbst mag Tiere sehr, reagiere aber leider gegen die meisten Hunde/Katzen (bis auf wenige Ausnahmen) allergisch. Weil ich auch beruflich viel unterwegs bin, reicht die Zeit leider nicht. Nichtsdestotrotz hätte ich gerne einen Hund. Weniger als Partnerersatz, sondern einfach, weil ich Hunde mag. Ich würde aber nie negativ über Menschen denken, die sich ein Haustier aus Einsamkeit gekauft haben.

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Ich hatte früher Vögel, Fische und Katzen. Als Ersatz würde ich Tiere jetzt nicht sehen. Sie sind auf ihre Art eine Bereicherung, man muss sich schon darauf einlassen und ihnen ein artgerechtes Leben ermöglichen. Sie "beleben" die Wohnung. Man kümmert sich darum und hat im Gegenzug "Unterhaltung". Leider wurde es irgendwann gesundheitlich (auch Allergien) und finanziell schwierig. Ich hätte gern einen kleinen Hund, einen Pudel oder was ähnliches. Muss allergikergeeignet sein. Aber finanzieren kann ich den nicht. Träume kommen und gehen.
Ich weiß nicht, ob ich mir den aus Einsamkeit wünsche. Ich denke, es ist eine Mischung aus mehreren Gründen. Es wäre ein Haustier, das stärker an mich gebunden ist, mit dem ich rausgehen kann (und muss). Vielleicht brauche ich einen Komplizen bei meinem Wunsch, häufiger draußen rumzulaufen. Der Hund würde mich ja mehrmals täglich dazu auffordern und abschlagen kann man es ihm nicht. ;)
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Re: ABs und Haustiere

Beitrag von Tania » Mittwoch 10. April 2019, 22:35

Maverick hat geschrieben:
Mittwoch 10. April 2019, 22:08
Von den Normalos/Nicht-mehr-ABs oder auch ABs ohne Haustiere würde mich interessieren, wie ihr zu Haustieren als “besserer Mensch“ bzw. Partnerersatz steht? Habt ihr vielleicht selbst Haustiere und wenn ja, aus welchen Gründen?
Ich habe derzeit 6 Meerschweinchen und bin Gastgeberin für 4 Katzen - zwei Streuner, zwei kommen auch ganz gern mal ins Haus. Die Grundlage für das Leben als crazy old cat lady ist gelegt. :daumen:

Die Meeris hab ich, weil die Kids lange genug gebettelt haben - und weil ich ein Böckchen nicht als solches erkannt habe :oops: Die Katzen standen eines Tages einfach vor der Tür.

Ich mag die Tiere, hätte sie mir aber freiwillig nicht angeschafft. Hab einfach schon genug zu tun. Einen Partner oder Freunde ersetzen sie nicht, aber sie gehören halt zur Familie. Meist freu ich mich, dass sie da sind, mitunter gehen sie mir aber auch heftig auf die Nerven. Insofern sind sie eigentlich doch wie ein Partner ;)

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Re: ABs und Haustiere

Beitrag von LonesomeCoder » Mittwoch 10. April 2019, 22:58

Hätte gerne Tiere, aber würde sich bei mir nicht mit Arbeiten gehen und Zeitmangel vereinbaren lassen. Als Partner-Ersatz würde ich ein Tier aber nie sehen.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231

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Re: ABs und Haustiere

Beitrag von Polarfuchs » Donnerstag 11. April 2019, 00:37

Zur Zeit habe ich eine Katze und bin damit sehr zufrieden. Ein Haustier bringt mehr Ruhe in mein Leben und ich fühle mich mit meiner Katze einfach wohl. Es ist einfach schön, für ein Haustier sorgen zu können. Es ist natürlich schon eine große Verantwortung, aber das gefällt mir auch an der Tierhaltung.
Ein Haustier ersetzt keinen Partner aber irgendwie fühle ich mich mit meiner Katze auch nicht mehr so einsam.

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Re: ABs und Haustiere

Beitrag von Hathor » Donnerstag 11. April 2019, 00:42

Ich war 10 Jahre lang Hundehalterin. Partnerersatz waren meine Hunde nie für mich, aber ganz klar Kindersatz.
Zwar durften sie weder ins Bett noch auf die Couch, sie bekamen keinen Süßkram (es sei denn, sie haben ihn sich genommen :mrgreen: ) und natürlich habe ich sie nicht in alberne Mäntelchen gehüllt (sieht an einem Schäferhund bzw. Golden Retriever auch richtig, richtig bescheuert aus ;) ). Sie waren auch keine "besseren Menschen" für mich, vielmehr habe ich sie gerade deshalb geschätzt, weil sie eben Hunde waren.

Aber als gegen Ende ihres Lebens beide sehr krank waren, habe ich ohne Bedenken ein Vermögen für Tierarztrechnungen bezahlt. Zu der Zeit habe ich noch studiert, aber ich hätte zur Not auch Haus und Hof versetzt, wenn ich sie für irgendein Geld der Welt hätte gesund machen können. Bei beiden kam ich an einen Punkt, wo ich die Entscheidung treffen musste, sie einschläfern zu lassen, und das waren die schwersten, bittersten Entscheidungen, die ich je treffen musste. Seitdem weiß ich auch, dass der Verlust eines Tieres kaum weniger schmerzhaft sein kann als der eines engsten Familienangehörigen, und ich bin beim Tod der beiden jeweils in ein tiefes Loch gefallen.

In meiner Hundehalterzeit hatte ich einen riesigen Bekanntenkreis und kannte die meisten Hundehalter hier in meinem (nicht eben kleinen) Vorort zumindest vom Sehen. Ich war auch in eine "Hunderunde" integriert, eine Gruppe von Herrchen und Frauchen, die sich in wechselnder Besetzung zweimal am Tag zum Gassigehen mit ihren Vierbeinern, vor allem aber zum damit verbundenen Quatschen getroffen hat. Mit einigen hat sich ein engerer Kontakt ergeben, und man hat zusammen Geburtstag oder Silvester gefeiert und sich gegenseitig mal die Hunde für einen Nachmittag oder auch für ein paar Tage abgenommen.

Unterm Strich war es einfach eine rundum tolle Zeit in meinem Leben, die ich sehr genossen habe. Außerdem habe ich es als sinnstiftend empfunden, für ein Wesen Verantwortung zu tragen. Es hat mir gut getan, gebraucht zu werden und mich um jemanden kümmern zu können.
Ich bin jetzt genau im richtigen Alter! :flirten:
Ich muss nur noch 'rauskriegen, für was ...

Nur weil sich etwas nicht bewegt, heißt es nicht, dass es tot ist.

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Re: ABs und Haustiere

Beitrag von Melli » Donnerstag 11. April 2019, 02:23

Maverick hat geschrieben:
Mittwoch 10. April 2019, 22:08
[...] oder habt ihr sie nur, weil ihr euch für Tiere interessiert [...]
Was heißt "nur"?

Am besten verstanden habe ich mich mit Angehörigen einer heimischen Katzenart, die heutzutage unter das Washingtoner Artenschutzübereinkommen fällt. Wir waren uns wirklich charakterlich sehr ähnlich. Ich habe unheimlich viel Zeit bei denen herumgesessen, und die wußten das zu schätzen. Das war eine er absolut besten Erfahrungen meines ganzen Lebens.

Man darf sie auf keinen Fall wie Haustiere behandeln, denn die sind äußerst sensibel und leiden fürchterlich.

Es muß auch klar sein, daß man von Kraft und Charakterstärke her denen völlig unterlegen wäre. Wenn man sich gegenseitig respektiert, sind sie aber die Güte in Person.

Wahrscheinlich wäre es gut für die Menschheit, wenn mehr Leute Ahnung von Wildtieren hätten. Aber bei denen, die keine haben, macht es durchaus Sinn, daß man solche Tiere nur mit einer Ausnahmegenehmigung (Kenntnisse, Einrichtungen zur artgerechten Haltung usw.) halten darf.
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Re: ABs und Haustiere

Beitrag von TheSilence » Donnerstag 11. April 2019, 03:00

Ich habe seit ca. zwei Jahren eine Katze und bin sehr froh, dass sie da ist. Eigentlich war es aber gar nicht geplant.

Meine Schwester hat mal in einem Tierheim gearbeitet und war dort für die Katzen zuständig, unter anderem auch für diese. Leider hat die Katze Diabetes, d.h. es muss regelmäßig Blutzucker gemessen und ggf. Insulin gespritzt werden. Und das mag die Katze nicht so gerne. Meine Schwester ist da aber zum Glück hartnäckig, nur leider war es ihren Kollegen wohl scheißegal, wenn sie das mal übernehmen mussten. Da wurden Messungen dann einfach mal ganz ausgelassen oder es wurde einfach mal nichts gespritzt. Die Werte der Katze waren auch dementsprechend.

Als meine Schwester dann mal ein oder zwei Wochen frei hatte, wollte sie die Katze nicht solange ihren gleichgültigen Kollegen überlassen. Also hat sie sie mal kurzerhand mit nach Hause genommen. Bei ihr bzw. bei unseren Eltern wo sie wohnt war aber kein Platz und sie hatte auch schon einen eigenen Kater, das hätte Zoff gegeben. Also kam die Katze nebenan bei mir unter. Erst sollte das Tier nur bei mir bleiben, bis meine Schwester wieder arbeiten musste. Dann haben wir beschlossen, dass sie auf unbestimmte Zeit bleibt, zumindest bis ein neues Zuhause für sie gefunden wurde. Und irgendwann war mir dann klar: Ich möchte nicht mehr, dass sie geht und ich möchte ihr auch mein Zuhause, in dass sie sich so eingewöhnt hat, nicht mehr wegnehmen. Also habe ich sie dann offiziell bei mir aufgenommen. Meine Schwester unterstützt mich allerdings weiterhin was das Blutzucker messen und Insulin spritzen angeht, das kann sie besser. Selbst sie als erfahrene und geübte Tierpflegerin hat da manchmal Probleme, weil die Katze gerne etwas zickig und zappelig ist, wenn es darum geht, einen Bluttropfen für die Messung zu bekommen.

Eines ist mir dabei klar geworden, seitdem ich eine Katze habe. Früher hat meine Schwester mal den Satz gesagt, dass man sich nicht sein Haustier selbst aussucht, sondern das Tier sucht sich seinen Halter aus. Früher habe ich den Satz nicht verstanden, jetzt schon.

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Re: ABs und Haustiere

Beitrag von Undomiel » Donnerstag 11. April 2019, 05:56

TheSilence hat geschrieben:
Donnerstag 11. April 2019, 03:00

Eines ist mir dabei klar geworden, seitdem ich eine Katze habe. Früher hat meine Schwester mal den Satz gesagt, dass man sich nicht sein Haustier selbst aussucht, sondern das Tier sucht sich seinen Halter aus. Früher habe ich den Satz nicht verstanden, jetzt schon.
Das stimmt definitiv, war bei allen unseren Tieren so, von Meerschweinchen und Hasen mal abgesehen.
Das Beste war unser einer Kater, der als kleine Katze von ein paar Wochen draussen ganz zielstrebig auf meine Schwester zugelaufen ist, obwohl sie in einer grossen Gruppe stand. Im Dezember, abends und bei Schneeregen konnte sie das kleine Knäuel nicht einfach draussen lassen und hat ihn eingepackt. Eigentlich sollte er dann am nächsten Tag ins Tierheim, die waren aber voll und haben uns gebeten ihn solange zu behalten, bis jemand gefunden ist. Da ihn niemand vermisst hat ist er dann bei uns geblieben 😊
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Re: ABs und Haustiere

Beitrag von bettaweib » Donnerstag 11. April 2019, 06:58

Ich selbst hatte als Kind ein Meerschweinchen und später Wellensittiche. Dann kam der Familienkater. Den mochte ich nicht, weil er mich gern kratzte und beißte. Dann hatte ich mehrere Jahre ein Aquarium. Das war aber ein Desaster. Die Fische lebten nie sehr lange.

Eine Kollegin von mir hat einen Hund als Kinderersatz. Kinder kann man aber nicht ersetzen. Dann lieber ein Kind adoptieren oder ein Pflegekind aufnehmen.
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Re: ABs und Haustiere

Beitrag von Nonkonformist » Donnerstag 11. April 2019, 08:05

Als kind habe ich dermassen lange um ein hund gebettelt das meine eltern eine gekauft haben.

Grundsätzlich mag ich hunden und katzen.

Aber mit sehr unregelmäßigen jobs mit so einiges an überstunden, und eher kleine wohnungen ohne garten in einen großstadt wäre so ein haustier nicht wirklich praktisch gewesen.
I Yam What I Yam & Dats What I Yam - (Popeye the Sailorman.)

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Re: ABs und Haustiere

Beitrag von knopper » Donnerstag 11. April 2019, 11:43

Maverick hat geschrieben:
Mittwoch 10. April 2019, 22:08
Die Userin “Iri, die Friedliche“ erwiderte hierauf:

Ich habe einen sehr großen Freundeskreis und bin gern mit ihnen zusammen. Wir haben gemeinsame Spieleabende, gehen ins Fitnessstudio, kochen zusammen oder besuchen Konzerte... Aber wenn ich nach Hause komme und werde, liebevoll manunzend, von meinen 3 großen Maine Coon Katzen empfangen, bin ich glücklich. Nein, nicht weil sie etwas zu fressen haben wollen; das steht immer da, sie sind sehr genügsam. Sie wollen einfach mit mir kuscheln. Und ich bin heimgekommen. Nein, ich möchte mit keinem Menschen mehr für immer zusammenleben. Meine Katzen reichen mir vollkommen aus. Tagsüber bin ich gern mit meinen Kollegen zusammen, mit etlichen bin ich auch privat befreundet, aber abends kommt die Zeit des Glücklichseins...
Ach übrigens: meine Kinder haben in ihren Familien auch Katzen und Kinder. Woher das wohl kommen mag?!
Wie war noch einmal das Sprichwort? „Die letzten Kinder haben Fell“...

ach nee aber Kinder bekommen ging dann auf jeden Fall noch :D .... wenn sie mit keinem zusammenleben möchte warum hat sie dann überhaupt Kinder bekommen?
Solche Aussagen sind für mich daher immer sehr fragwürdig. Wenn sie nun Abine wär, wäre es was anderes....
Undomiel hat geschrieben:
Donnerstag 11. April 2019, 05:56

Eigentlich sollte er dann am nächsten Tag ins Tierheim, die waren aber voll und haben uns gebeten ihn solange zu behalten, bis jemand gefunden ist. Da ihn niemand vermisst hat ist er dann bei uns geblieben 😊
das klingt toll :D schöne Story


selber hatte ich bis 2017 einen Kater, also ja bei meinen Eltern halt, Familienkatze sozusagen :D Als er uns zugelaufen ist war ich grade 19 oder 20.

Leider mussten wir ihn dann einschläfern lassen das er ein Geschwür am Mäulchen hatte wo man auch nichts mehr machen konnte.
Die folgende Beerdigung war für mich definitiv die schlimmste bisher.
Da hab ich echt geheult, es ging einfach nicht mehr zu unterdrücken. Er war eben ein Familienmitglied und wenn einem dann in dem Moment, wo er da liegt und begraben werden soll, bewusst wird das man ihn nie wieder sieht kommen einfach die Gefühle… war nich schön.

Schlimm fand ich einige bissige Kommentare von Bekannten / Verwandten die meinte es wäre ja nur ne Katze gewesen… und warum wir da überhaupt trauern. :hammer:
Hab ich absolut kein Verständnis für für solche Aussagen, ehrlich!

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Re: ABs und Haustiere

Beitrag von schmog » Donnerstag 11. April 2019, 12:24

Vor 30 Jahren hatte ich eine Katze, die ich leider weggeben musste. :?
So schreib dein Leben auf ein Stück Papier und warte bis die Zeit vergeht.

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Re: ABs und Haustiere

Beitrag von Mit müden Augen » Donnerstag 11. April 2019, 12:39

„Die letzten Kinder haben Fell“
:mrgreen:
Ich habe keine Haustiere, wenn ich könnte würde ich aber vielleicht eine Katze adoptieren. Ich liebe diese Tiere einfach, keine Ahnung warum. Sie können so schön schnurren. :shylove: Aber ich bin schwer krank und meine Zukunft ist ungewiss, ein Tier zu adoptieren ist viel Verantwortung für viele Jahre die ich nicht übernehmen kann. :sadman:
Stattdessen versuche ich mich an Feuerwanzen und Eidechsen zu erfreuen die draußen rumkrabbeln. Nur gegen Spinnen (und Mücken) habe ich was. :schrei:
sei still und leide

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Re: ABs und Haustiere

Beitrag von HypnoseKroete » Donnerstag 11. April 2019, 13:10

Ich habe 2 Hauskater und früher hatte meine Familie auch schon Katzen und als Kind einen Hund.
Beide warten immer am Fenster wenn ich von der Arbeit komme, Kater Paul pennt auch oft bei mir im Bett.

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Re: ABs und Haustiere

Beitrag von nurso » Donnerstag 11. April 2019, 14:14

Katze und Meerschweinchen habe ich auch mal gehabt. Allerdings gibt es schon seit langem Allergiker in meiner Familie genau gegen diese beiden Tierarten, so dass ich das Ganze schon vor über 10 Jahren abgeschafft habe (natürliche Tode, kein neues Tier mehr besorgt).
Ich hatte vor Urzeiten mal Vogelspinnen zur Urlaubspflege, dazu musste ich immer Grashüpfer zur Fütterung sammeln gehen. War ganz witzig. Naja, 1 Grashüpfer pro Spinne/Woche reicht ja auch schon :-)

Hundehaltung sehe ich sehr kritisch. In der Stadt gehen mir die Hunde eigentlich nur auf die Nerven, obwohl, es sind vor allem die rücksichtslosen Hundehalter und ihre Abneigung, die Häufchen zu entsorgen. Aber enge Wohnungen, Lärm und Abgase können eigentlich nicht artgerecht sein. Auf dem Land nerven die Hunde, die einen durch den Gartenzaun aus dem Nichts heraus anbellen. Aber dort stimmen wenigstens die Haltebedingungen.

Meine allgemeine Abneigung gegen Tiere kommt aber auch vor allem von der Notwendigkeit, immer da sein zu müssen. Das schränkt Urlaubsplanungen stark ein. Und das tägliche Hinausgehen kann ich momentan noch aus eigenem Antrieb schaffen. Für alte Menschen mag aber Tierhaltung ganz nützlich sein, um Tagesstruktur, Sinn und Bewegung zu erhalten.

Gruß nurso

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Re: ABs und Haustiere

Beitrag von Undomiel » Donnerstag 11. April 2019, 16:03

knopper hat geschrieben:
Donnerstag 11. April 2019, 11:43
Undomiel hat geschrieben:
Donnerstag 11. April 2019, 05:56

Eigentlich sollte er dann am nächsten Tag ins Tierheim, die waren aber voll und haben uns gebeten ihn solange zu behalten, bis jemand gefunden ist. Da ihn niemand vermisst hat ist er dann bei uns geblieben 😊
das klingt toll :D schöne Story


selber hatte ich bis 2017 einen Kater, also ja bei meinen Eltern halt, Familienkatze sozusagen :D Als er uns zugelaufen ist war ich grade 19 oder 20.

Leider mussten wir ihn dann einschläfern lassen das er ein Geschwür am Mäulchen hatte wo man auch nichts mehr machen konnte.
Die folgende Beerdigung war für mich definitiv die schlimmste bisher.
Da hab ich echt geheult, es ging einfach nicht mehr zu unterdrücken. Er war eben ein Familienmitglied und wenn einem dann in dem Moment, wo er da liegt und begraben werden soll, bewusst wird das man ihn nie wieder sieht kommen einfach die Gefühle… war nich schön.

Schlimm fand ich einige bissige Kommentare von Bekannten / Verwandten die meinte es wäre ja nur ne Katze gewesen… und warum wir da überhaupt trauern. :hammer:
Hab ich absolut kein Verständnis für für solche Aussagen, ehrlich!
Ja, und wir sind nach über 9 Jahren immer noch froh, dass es so gekommen ist 😊 und er hat seine Entscheidung glaube ich auch nicht bereut.
Das Schönste daran war noch, dass unser alter Kater (zu dem Zeitpunkt 16 Jahre alt) durch den Kleinen einen zweiten Frühling hatte und nochmal richtig aufgeblüht ist. So hatten sie vier schöne gemeinsame Jahre.

Oh ja, es ist wirklich hart, wenn ein geliebtes Tier stirbt. Am schlimmsten war es für mich bei unserem ersten Hund. Die war aber auch erst acht Jahre und es kam ziemlich plötzlich.
Leute ohne Haustiere verstehen das nicht. Aber mich machen so Aussagen auch wütend, wenn man 15 oder 20 Jahre mit einem Tier zusammen gelebt hat kann man doch um es trauern. Sie können einem sehr fehlen. Tiere haben alle eine ganz eigene Persönlichkeit und sind nicht einfach ersetzbar.
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Re: ABs und Haustiere

Beitrag von Khaleesi » Donnerstag 11. April 2019, 19:55

nurso hat geschrieben:
Donnerstag 11. April 2019, 14:14
Ich hatte vor Urzeiten mal Vogelspinnen zur Urlaubspflege, dazu musste ich immer Grashüpfer zur Fütterung sammeln gehen. War ganz witzig. Naja, 1 Grashüpfer pro Spinne/Woche reicht ja auch schon :-)
Ernsthaft, dir hat jemand den Urlaub über seine Spinner vorbeigebracht? - Süß, echt :mrgreen:

Ich hab meine damals im Vorfeld immer gut angefüttert - Zusatznapf Wasser/Gel in's Terra - und tschüss. Das macht denen eigentlich nix - sofern man nicht 3 Monate am Stück das Weite sucht ;)

Ein Leben ohne (Haus)Tiere ist möglich - aber sinnlos ;) Ich bin mit Tieren aufgewachsenen und kann mir ein Leben ganz ohne Fellnasen um mich herum auch nicht mehr vorstellen (kompensieren müssen die übrigens nix - dürfen hier einfach nur Tier sein) ;)
People learn to love their chains.
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Re: ABs und Haustiere

Beitrag von TheRealDeal » Donnerstag 11. April 2019, 21:58

Also ich habe eine Katze, die freundlicherweise mich als ihren Lieblingsmenschen ausgesucht hat. Ich kenne sie seit ihrer Geburt, weil ihre Mami bei ihrer Niederkunft meine ganze Familie dabei haben wollte. In uns wohnen verwandte Seelen. Sie ist mehr für mich, als ein Haustier. Sie ist eher Seelenheilerin für mich. Und Trägerin einer Menge weiblicher Energie. Sie hat mich früher immer vom Bus abgeholt. Sie bringt mir all ihre Liebe entgegen, wo ich als unvollkommener Mensch mit meiner ganzen Liebe nicht ganz hinreiche. Langsam aber sicher muss ich mich mit dem Gedanken anfreunden, dass ich sie bald nicht mehr haben werde, denn sie dürfte inzwischen 19 Jahre alt sein.

Ich hatte immer Tiere um mich herum. Ich glaube, gerade als Frühchen ist das grundsätzlich förderlich für eine normale Entwicklung. Partnerersatz waren diese nie. Kinderersatz auch nicht. Das ist mein werter Neffe, an dem ich viel Freude habe und der sich prächtig entwickelt. Für seine 2,5 Jahre ist er ziemlich clever und hat ein sonniges Gemüt.
Die beiden wichtigsten Tage deines Lebens sind der Tag, an dem du geboren wurdest, und der Tag, an dem du herausfindest, warum. – Mark Twain

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