Das war es dann...

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Ferienhaus
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Das war es dann...

Beitrag von Ferienhaus » Montag 14. Januar 2019, 19:01

Und wieder werde ich ein Semester keine Klausuren mitschreiben können. Wegen Krankheit. Das dritte in Folge.

Ich bin bald Ende 20 und krebse am Anfang meines Studiums herum. Ich bin die Definition von "unattraktiv".

Ich fühle mich durch meine Depression wie ein alter ausgelaugter Mann. Ich werde dahingerafft wie ein Tier, seit ca. 2011. Ich habe diese scheiß Krankheit seit ich volljährig wurde. Das ist wie ein Tumor im Kopf.

Mein Lebenshöhepunkt besteht darin, im AB-Treff zu diskutieren (nix' gegen das Forum, im Gegenteil, eher zu meiner persönlichen Situation).

Ich habe seit Jahren keinerlei Kontakte zu irgendwelchen Gleichaltrigen mehr (und krieg ich auch nicht mehr, denn die sind inzwischen alle weit, weit weg). Ich bin die Definition von jämmerlich.

Heute, Leute, ist so ein Tag, der alle Kräfte übersteigt.


Ich werde als HC++++++++++-AB sterben. Und ich hatte niemals eine Chance, dass jemals zu ändern. Wenn ich wenigstens nur einmal "normal" funktionieren würde. Ich würde mich anstrengen, wirklich.


Es geht mir nur darum, wie ich damit umgehen kann, so ein jämmerlicher Scheißhaufen zu sein. :surprise: :surprise: :surprise:

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Mannanna
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Re: Das war es dann...

Beitrag von Mannanna » Montag 14. Januar 2019, 19:17

Du solltest besser mal einen Psychologen oder Psychiater aufsuchen.
Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, daß er genug davon habe. (Descartes)

"Man will immer, was man nicht hat, und wenn man's hat, ist's langweilig" (Rainald Grebe, "Krümel")

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Re: Das war es dann...

Beitrag von Esperanza » Montag 14. Januar 2019, 19:29

Ja, du brauchst professionelle Hilfe, wenn du das Gefühl hast, nicht damit klarzukommen. Und entweder muss du dann an deiner Situation arbeiten oder sie akzeptieren lernen. :umarmung2: :umarmung2:
Ob du glaubst etwas erreichen zu können oder nicht - du liegst immer richtig. Henry Ford
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Re: Das war es dann...

Beitrag von Nell The Sentinel » Montag 14. Januar 2019, 19:32

Ich weiß nicht, ob es dir was nützt, was ich schreibe.
Ich bin in einer ähnlichen Situation wie du, nur habe ich mein Studium schon vor Jahren geschmissen, weil ich wusste, dass es nicht mehr geht. Es hat Jahre gedauert, bis ich mich damit abgefunden habe, aber jetzt kann ich mit gutem Gewissen sagen, dass ich eine Ausbildung machen möchte und werde damit zufrieden sein.

Vielleicht solltest du auch darüber nachdenken, inwieweit deine Kräfte für ein Studium reichen. Ich finde das nicht schlimm sich sowas einzugestehen. Du bist krank und das beeinflusst deine Leistungsfähigkeit. Es gibt alternative Wege zum Berufsleben.
Das entscheidest du aber natürlich ganz allein.
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Re: Das war es dann...

Beitrag von Ninja Turtle » Montag 14. Januar 2019, 19:42

Hab mein Studium auch nicht beendet und bin mit meinem jetzigen Job ganz zufrieden.
:kopfhoerer: :tanzen2: :umarmung2:

Die SHG-Frankfurt trifft sich jeden 1. und 3. Freitag im Monat. (Dann besaufen wir uns und feiern wilde Sexorgien. Man kann aber auch nur zugucken.) :mrgreen:

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Re: Das war es dann...

Beitrag von Birds_of_Color » Montag 14. Januar 2019, 19:56

Wäre es ne Idee, ein anderes Studium oder ein ähnliches, aber woanders, nochmal neu anzufangen? Mir hilft es immer _enorm_, wenn ich weiß, ich bin neu und alle anderen sind es auch. Dann spielt das Alter auch tatsächlich einfach keine Rolle.

Warst du denn mal bzgl. Depressionen in Behandlung? Nicht dass das die Erkrankung einfach wegzaubern würde... Aber mit Glück kann so etwas helfen, dass es mit der Zeit besser wird.

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Re: Das war es dann...

Beitrag von Ferienhaus » Montag 14. Januar 2019, 20:10

Birds_of_Color hat geschrieben:
Montag 14. Januar 2019, 19:56
Wäre es ne Idee, ein anderes Studium oder ein ähnliches, aber woanders, nochmal neu anzufangen? Mir hilft es immer _enorm_, wenn ich weiß, ich bin neu und alle anderen sind es auch. Dann spielt das Alter auch tatsächlich einfach keine Rolle.
Grundsätzlich ja und ich spiele mit dem Gedanken. Nur würde ich gerne ein paar mehr ECTS-Punkte von meinem derzeitigen Studiengang mitnehmen, um die Chance zu erhöhen, mir Leistungen anerkennen zu lassen. Schon deswegen, damit ich nicht das Gerfühl habe, dort 5 - 6 semester umsonst studiert zu haben.
Warst du denn mal bzgl. Depressionen in Behandlung? Nicht dass das die Erkrankung einfach wegzaubern würde... Aber mit Glück kann so etwas helfen, dass es mit der Zeit besser wird.
Oh ja. :fluchen: Ich war über ein halbes Jahr in stationärer und über ein halbes Jahr in teilstationärer Behandlung und das schon vor 5 Jahren. Und habe insgesamt acht verschiedene Antidepressiva so gut wie aller Wirkklassen durch, wobei das neueste gerade noch in der Anfangsphase ist. Bin also zur Zeit auch wieder in psychiatrischer Behandlung.

Habe allerdings seit Jahren keine Tagesstruktur. Das schlimmste für mich ist zu sehen, wie weit meine Altersgenossen vor mir sind. Es ist unerträglich für mich. Unerträglich.

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Re: Das war es dann...

Beitrag von NickP » Montag 14. Januar 2019, 22:36

Ich kann dich gut verstehen, fühle mich durch meine Depression auch oft wie gelähmt. Meine bisherigen Anti Depressiva haben nicht gewirkt und meine Therapie bringt mir nicht viel. Zur Zeit schaffe ich es kaum vor 12 aufzustehen und könnte an manchen Tagen nur auf der Couch liegen und pennen. Letztes Jahr wollte ich meinen Führerschein endlich mal machen (bin schon 31), musste mir aber auch eingestehen das ich einfach nicht die nötige Energie und Ausdauer habe. Die Masse an Mist den ich auswendig lernen muss überfordert mich und ich kann mich nicht ausreichend zwingen mich trotzdem damit zu beschäftigen. Leider ein Phänomen das mich seit der Schulzeit verfolgt. Keine Ahnung ob ich es dieses Jahr schaffe, aber erstmal habe ich es auf Eis gelegt.
Ich will/muss eigentlich soviel tun, vor allem Dinge die mein AB Dasein beenden. Kann mich aber zu fast nichts aufraffen. Möchte mir Hobbys zulegen habe zu nichts wirklich Lust. Möchte mehr Sport treiben, aber wie, wenn die Energie gegen Null geht? Dadurch versumpfe ich zuhause mehr und mehr. Ein Teufelskreis.....

LG Nick
Was ich heute Abend mache? Das selbe wie (fast) jeden Abend. Ich sitze vorm PC, surfe hier, surfe da, schalalala und versuche die Weltherrschaft an mich zu reißen!

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Re: Das war es dann...

Beitrag von Ferienhaus » Dienstag 15. Januar 2019, 06:43

Nell The Sentinel hat geschrieben:
Montag 14. Januar 2019, 19:32
Ich weiß nicht, ob es dir was nützt, was ich schreibe.
Ich bin in einer ähnlichen Situation wie du, nur habe ich mein Studium schon vor Jahren geschmissen, weil ich wusste, dass es nicht mehr geht. Es hat Jahre gedauert, bis ich mich damit abgefunden habe, aber jetzt kann ich mit gutem Gewissen sagen, dass ich eine Ausbildung machen möchte und werde damit zufrieden sein.

Vielleicht solltest du auch darüber nachdenken, inwieweit deine Kräfte für ein Studium reichen. Ich finde das nicht schlimm sich sowas einzugestehen. Du bist krank und das beeinflusst deine Leistungsfähigkeit. Es gibt alternative Wege zum Berufsleben.
Das entscheidest du aber natürlich ganz allein.
Ich sehe bisher meine "Stärken" - soweit es sie gibt - sogar eher im Bereich eines Studiums ("eher Theoretiker als Praktiker"). Daher habe ich mich bisher auch nie mit Ausbildungsberufen etc. beschäftigt. Ich habe keine Ahnung was ich überhaupt als Ausbildungsberuf machen sollte.

Zumindestens bisher. Vielleicht sollte ich deinen Rat da befolgen... :?

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Re: Das war es dann...

Beitrag von SciFiGirl » Dienstag 15. Januar 2019, 08:13

Hallo Ferienhaus,

ich weiß nicht, ob das jetzt was bringt, aber ich wollte dir einen Hinweis geben. Anscheinend hat man festgestellt, dass die besonders hartnäckigen Depressionen oft durch Entzündungen im Körper verursacht werden, die nicht erkannt werden. Man gibt den Betroffenen in dem Fall dann Kortison und kann damit helfen. Mach dich doch darüber mal schlau und suche einen Arzt, der in die Richtung behandelt. Natürlich solltest du deine Medikamententherapie, die du im Moment bekommst, keinesfalls absetzen. Aber ich fand den TV Bericht über diese Art der Depressionsbehandlung sehr interessant, es kamen einige Betroffene zu Wort, bei denen nichts anderes half und mit Kortison geht es ihnen plötzlich richtig gut. Natürlich lösen nicht bei allen Betroffenen Entzündungen die Depressionen aus, aber wenn du bereits so viel probiert hast, wäre das eine Möglichkeit.
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Re: Das war es dann...

Beitrag von Montecristo » Dienstag 15. Januar 2019, 08:16

Vergleiche mit anderen Menschen sind sinnfrei und führen zu nichts. Akzeptieren, dass der eigene Lebenslauf besonders und verschieden ist. Das Leben leben und das beste daraus machen. Die guten Seiten sehen wollen.

Wer liegenbleibt hat bereits verloren.

Viel Glück.

BTW: Und nein das ist KEINE Sammlung von Plattituden. Ich habe selbst danach gehandelt und habe mit Ende 40 noch die Partnerin fürs Leben gefunden.
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Re: Das war es dann...

Beitrag von w82nrw » Dienstag 15. Januar 2019, 08:18

Ferienhaus hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 06:43
Zumindestens bisher. Vielleicht sollte ich deinen Rat da befolgen... :?
ein Vorteil einer Ausbildung ist dass du eine deutlich geregeltere Struktur hast.
Unter Umständen ist ein Studium an einer Fachhochschule oder Hochschule mit einem relativ geregelten Stundenplan einfacher für deine jetzige Situation.
Zu vielen Studiengängen gibt es fachlich ähnliche Ausbildungsberufe, evtl. kannst du mit Abitur und Vorwissen eine Ausbildung verkürzt abschließen.

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Nell The Sentinel
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Re: Das war es dann...

Beitrag von Nell The Sentinel » Dienstag 15. Januar 2019, 11:42

Ferienhaus hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 06:43
Vielleicht sollte ich deinen Rat da befolgen... :?
Es geht vorallem auch darum, dass du etwas in deinem Leben abschließen kannst und darauf dann auch stolz sein kannst. Mir hat man das auch immer gesagt, wenn es um das Thema Ausbildung ging. Es dir mal durch den Kopf gehen, dich vielleicht mal beruflich beraten lassen, da ist noch nichts passiert und du hast alle Karten in deiner Hand. Du kannst auch bei deinem Studium bleiben oder ein anderes aufnehmen.
Aber wenn du schreibst, dass du wiederholt bei den Klausuren nicht mitmachen kannst, frage ich mich, inwieweit du da durch deine Depression gerade Kraft dafür hast.
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Re: Das war es dann...

Beitrag von Optimist » Dienstag 15. Januar 2019, 17:18

Gibt es an Deinem Studienort vielleicht Selbsthilfegruppen? An Depressionen leiden ja recht viele Menschen. Oder vielleicht eine psychologische Beratung an der Uni?

Da ich trotz abgeschlossenen WiWi-Studium derzeit nur 10€ pro Stunde verdiene und meine gesundheitlichen Probleme von früher immer noch sichtbar sind im Lebenslauf, ärgere ich mich oft, dass ich damals nach dem Zivi nicht einfach eine Ausbildung begonnen habe. Hab zwar letztens mal wieder ein zum Studium passendes Praktikum gemacht und viel Lob bekommen vom Arbeitgeber, aber ein richtiger Job ist dann doch noch mal eine andere Hausnummer. Als AB ist man ja in der Regel auch nicht der super selbstbewusste Typ, der jedes Vorstellungsgespräch rockt.
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Re: Das war es dann...

Beitrag von Montecristo » Dienstag 15. Januar 2019, 17:35

Optimist hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 17:18
... ärgere ich mich oft, dass ich damals nach dem Zivi nicht einfach eine Ausbildung begonnen habe...
Ein Studium ist eine massive Wette auf einen SEHR gut bezahlten Job im Anschluss. Nur dann kann man die Zeit ohne Einkommen wieder reinholen. Wenn das nicht klappt, hat man ein ziemliches Problem. Dann geht es sehr schnell abwärts.

Tatsache ist aber auch, dass viele Bereiche zumindest ohne FH ("Hochschule") oder duales Studium gar nicht mehr gehen.
Bis 45 HC AB: Es kann sich ändern.

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Re: Das war es dann...

Beitrag von Birds_of_Color » Dienstag 15. Januar 2019, 17:38

Montecristo hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 17:35
Optimist hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 17:18
... ärgere ich mich oft, dass ich damals nach dem Zivi nicht einfach eine Ausbildung begonnen habe...
Ein Studium ist eine massive Wette auf einen SEHR gut bezahlten Job im Anschluss. Nur dann kann man die Zeit ohne Einkommen wieder reinholen. Wenn das nicht klappt, hat man ein ziemliches Problem. Dann geht es sehr schnell abwärts.

Tatsache ist aber auch, dass viele Bereiche zumindest ohne FH ("Hochschule") oder duales Studium gar nicht mehr gehen.
Also das stimmt einfach mal nicht. Studienkredite sind die fairsten überhaupt (vor allem Bafög). Und selbst wenn es sehr eng werden sollte, mit einem Aushilfsjob kann man sich zumindest in Deutschland jedes Studium finanzieren.

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Re: Das war es dann...

Beitrag von Montecristo » Dienstag 15. Januar 2019, 17:50

Birds_of_Color hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 17:38
Studienkredite sind die fairsten überhaupt (vor allem Bafög).
Der TE kriegt keinen Studienkredit mehr. Und wenn er einen hat, dann hat er ein Problem mehr...
Bis 45 HC AB: Es kann sich ändern.

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Re: Das war es dann...

Beitrag von Optimist » Dienstag 15. Januar 2019, 17:54

Birds_of_Color hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 17:38
Montecristo hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 17:35
Optimist hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 17:18
... ärgere ich mich oft, dass ich damals nach dem Zivi nicht einfach eine Ausbildung begonnen habe...
Ein Studium ist eine massive Wette auf einen SEHR gut bezahlten Job im Anschluss. Nur dann kann man die Zeit ohne Einkommen wieder reinholen. Wenn das nicht klappt, hat man ein ziemliches Problem. Dann geht es sehr schnell abwärts.

Tatsache ist aber auch, dass viele Bereiche zumindest ohne FH ("Hochschule") oder duales Studium gar nicht mehr gehen.
Also das stimmt einfach mal nicht. Studienkredite sind die fairsten überhaupt (vor allem Bafög). Und selbst wenn es sehr eng werden sollte, mit einem Aushilfsjob kann man sich zumindest in Deutschland jedes Studium finanzieren.
Ich musste damals die gesamte Summe innerhalb weniger Wochen zurück zahlen, weil mein Opa ein Sparkonto für mich angelegt hatte (welches man aber erst fünf Jahre später hätte auflösen können). Waren zum Glück nur so 100€ pro Monat gewesen.

Aber es geht ja auch um die Rente. Wenn man weniger Jahre in die Rentenkasse einzahlt, dann muss man auch dementsprechend mehr verdienen.
Montecristo hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 17:35
Optimist hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 17:18
... ärgere ich mich oft, dass ich damals nach dem Zivi nicht einfach eine Ausbildung begonnen habe...
Ein Studium ist eine massive Wette auf einen SEHR gut bezahlten Job im Anschluss. Nur dann kann man die Zeit ohne Einkommen wieder reinholen. Wenn das nicht klappt, hat man ein ziemliches Problem. Dann geht es sehr schnell abwärts.

Tatsache ist aber auch, dass viele Bereiche zumindest ohne FH ("Hochschule") oder duales Studium gar nicht mehr gehen.
Hängt aber auch stark davon ab, was man studiert. Eine Bekannte von mir hat einen Master-Abschluss in Psychologie und hat nach dem Studium teilweise unter 500€ verdient, weil für Psychotherapeuten in Ausbildung der Mindestlohn nicht greift. Ein anderer Bekannter hat einen Master in Geschichte und fängt jetzt nochmal eine Ausbildung an. Geht natürlich auch anders. Der Freund meiner Cousine hat Ingenieurwesen studiert und verdient bereits als Trainee mehr als mein Onkel nach 40 Jahren im Beruf.
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Re: Das war es dann...

Beitrag von Ferienhaus » Dienstag 15. Januar 2019, 18:16

Montecristo hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 17:50
Birds_of_Color hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 17:38
Studienkredite sind die fairsten überhaupt (vor allem Bafög).
Der TE kriegt keinen Studienkredit mehr. Und wenn er einen hat, dann hat er ein Problem mehr...
Ich bin finanziell durch meine Eltern - solange ich mich mit denen nicht überwerfe - einigermaßen gut abgesichert. Hier bin ich tatsächlich ziemlich privilegiert, das ist das geringste Problem... :?

Soweit ich weiß - Vorsicht, habe mich mit dem Thema nicht so befasst (!), eventuel lieg ich hier falsch - bin ich sogar durch meine Eltern finanziell so gut gestellt, dass ich von vornherein kein BaFög/Studienkredit bekommen würde.

Ich lebe von finanzieller Unterstützung meiner Eltern. gefällt mir auch nicht, aber wenn ihr in 'ne einigermaßen gute, obere Mittelschichtsfamilie reingeboren wurdet, würdet ihr die finanzielle Unterstützung ablehnen? Ist auch das einzige, wo ich mal Glück habe.

Ich muss jetzt allerdings aufpassen, dass jetzt nicht mein Lebenslauf durch die Mitforisten durch die Mangel gezogen wird. Das zieht mich NOCH weiter runter. Er ist stark von einer schweren Depression geprägt, kann's auch nicht mehr ändern, soll ich mich jetzt umbringen? :?

Sittenhaft
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Re: Das war es dann...

Beitrag von Sittenhaft » Dienstag 15. Januar 2019, 18:38

Ferienhaus hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 18:16
Montecristo hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 17:50
Birds_of_Color hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 17:38
Studienkredite sind die fairsten überhaupt (vor allem Bafög).
Der TE kriegt keinen Studienkredit mehr. Und wenn er einen hat, dann hat er ein Problem mehr...
Ich bin finanziell durch meine Eltern - solange ich mich mit denen nicht überwerfe - einigermaßen gut abgesichert. Hier bin ich tatsächlich ziemlich privilegiert, das ist das geringste Problem... :?

Soweit ich weiß - Vorsicht, habe mich mit dem Thema nicht so befasst (!), eventuel lieg ich hier falsch - bin ich sogar durch meine Eltern finanziell so gut gestellt, dass ich von vornherein kein BaFög/Studienkredit bekommen würde.

Ich lebe von finanzieller Unterstützung meiner Eltern. gefällt mir auch nicht, aber wenn ihr in 'ne einigermaßen gute, obere Mittelschichtsfamilie reingeboren wurdet, würdet ihr die finanzielle Unterstützung ablehnen? Ist auch das einzige, wo ich mal Glück habe.

Ich muss jetzt allerdings aufpassen, dass jetzt nicht mein Lebenslauf durch die Mitforisten durch die Mangel gezogen wird. Das zieht mich NOCH weiter runter. Er ist stark von einer schweren Depression geprägt, kann's auch nicht mehr ändern, soll ich mich jetzt umbringen? :?

Vielleicht ist die Finanzierung deiner Eltern dein Problem. Ich war, als ich mit 24 Anfing, seelisch und finanziell am Ende und hab dann eine letzte Karte gespielt und ein Studium angefangen. Ich war auf Stütze durch Bafög und Beitragsdarlehen (was hab ich mich jedes Jahr schlapp gelacht, als die in dem Antrag wissen wollten, was ich oder meine Sippe für Vermögen haben) angewiesen. Ich wusste, ich muss den Shit (Jura) in höchstens 10 Semestern durchziehen, sonst bin ich sowas von im Arsch. Das hat mir den nötigen Ansporn gegeben und ich hab es souverän gepackt, auch wenn der Aufwand echt absurd gewesen ist....

Lass dir von deinen Eltern mal nen längeren Urlaub sponsorn. Aber sei dir gewiss, deine Frauenprobleme lösen Kohle und Arbeit auch nicht...

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