"Warum Leiden schöner ist als Veränderung... "

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Tyralis Fiena
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Re: "Warum Leiden schöner ist als Veränderung... "

Beitrag von Tyralis Fiena » Freitag 11. Januar 2019, 21:02

Der Text triggert bei mir nur ein wenig alte Erinnerungen an esoterische Bücher meines Vaters, die ich mal in den 90ern gelesen hatte. Warum? Weil ich auch damals einige Aspekte dort nicht verstanden habe. Das ergeht mir bei diesem Text auch so. Zum Beispiel habe ich nicht verstanden, warum Leiden nun schöner ist oder wo die Schwierigkeit liegt, sich "kaputte Dinge" in seinem Leben anzuschauen und eben klar zu benennen. Die einzige für mich alte Quintessenz, die ich daraus entnehme, ist die, dass es nur allein an einem selbst liegt, etwas zu verändern - beziehungsweise das es allein in meiner Kontrolle liegt, wie ich etwas wahrnehme/werte und das Wie beliebig austauschbar ist.

Morkel
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Re: "Warum Leiden schöner ist als Veränderung... "

Beitrag von Morkel » Freitag 11. Januar 2019, 21:14

Volta hat geschrieben:
Freitag 11. Januar 2019, 13:30
"Sie entscheiden sich für die Unsicherheit der Veränderung und begeben sich mit vollem Bewusstsein auf das Glatteis des Lebens. Manchmal brechen sie dabei kurz ein, aber ihre Rettungstruppe ist stets aktiviert."

Die Leute wissen also was sie tun sollten und tun das dann. Eben genau das was NBUC gesagt hat.
Nein. Also gut. Noch mal zu Nachvollziehen:
"Sie [Anm.: also diejenigen die ihr Leben verändern] entscheiden sich für die Unsicherheit der Veränderung und begeben sich mit vollem Bewusstsein auf das Glatteis des Lebens. Manchmal brechen sie dabei kurz ein, aber ihre Rettungstruppe ist stets aktiviert."
Das ist nur eine Aussage über diejenigen Menschen, dir ihr Leben tatsächlich verändern. Dass diese irgendwie wissen müssen wie das geht, bzw. willens waren das auch zu machen und nicht nur weiter zu lamentieren und sich selbst zu bemitleiden, kann dabei implizit angenommen werden. Ich lese aus diesem Satz aber keine Aussage über die Menschen, die ihr Leben nicht verändert haben, bzw. die Gesamtheit aller Betroffenen. Aber genau das hatte NBUC ja behauptet:
NBUC hat geschrieben:
Donnerstag 10. Januar 2019, 01:29
Der Artikel macht es sich leicht und geht davon aus, dass die Betreffenden genau wissen müssten, wie sie es besser machen.
Oder kurz: aus "alle A wissen W" folgt nicht "alle nicht zu A gehörenden wissen ebenfalls W". Die Widersinnigkeit einer solchen Folgerung ist vom Stoff her "Logik, 1. Semester". Wenn ihr diesen offensichtlichen logischen Fehlschluss nicht sehen wollt oder könnt, dann tut mir das echt leid für euch, macht aber jede weitere Diskussion an dieser Stelle überflüssig.
Zuletzt geändert von Morkel am Freitag 11. Januar 2019, 21:30, insgesamt 1-mal geändert.

Morkel
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Re: "Warum Leiden schöner ist als Veränderung... "

Beitrag von Morkel » Freitag 11. Januar 2019, 21:22

Tyralis Fiena hat geschrieben:
Freitag 11. Januar 2019, 21:02
Der Text triggert bei mir nur ein wenig alte Erinnerungen an esoterische Bücher meines Vaters, die ich mal in den 90ern gelesen hatte. Warum? Weil ich auch damals einige Aspekte dort nicht verstanden habe. Das ergeht mir bei diesem Text auch so. Zum Beispiel habe ich nicht verstanden, warum Leiden nun schöner ist oder wo die Schwierigkeit liegt, sich "kaputte Dinge" in seinem Leben anzuschauen und eben klar zu benennen. Die einzige für mich alte Quintessenz, die ich daraus entnehme, ist die, dass es nur allein an einem selbst liegt, etwas zu verändern - beziehungsweise das es allein in meiner Kontrolle liegt, wie ich etwas wahrnehme/werte und das Wie beliebig austauschbar ist.
Wie gesagt: Man sollte sich vielleicht nicht allzusehr an "schön" und "gerne" oder dem leicht missionarischen Ton festbeißen, sondern eher offen sein für die überaus wahre Quintessenz, auch wenn das für dich und mich nichts neues ist.

Volta
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Re: "Warum Leiden schöner ist als Veränderung... "

Beitrag von Volta » Freitag 11. Januar 2019, 21:38

Morkel hat geschrieben:
Freitag 11. Januar 2019, 21:14
Oder kurz: aus "alle A wissen W" folgt nicht "alle nicht zu A gehörenden wissen ebenfalls W".
Die letztere Aussage müsste aber lauten "alle nicht zu A gehörenden müssten W wissen, um zu A zu gehören".
Die Widersinnigkeit einer solchen Folgerung ist vom Stoff her "Logik, 1. Semester". Wenn ihr diesen offensichtlichen logischen Fehlschluss nicht sehen wollt oder könnt, dann tut mir das echt leid für euch, macht aber jede weitere Diskussion an dieser Stelle überflüssig.
Willst du diskutieren oder auf Teufel komm raus Streit provozieren?

Morkel
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Re: "Warum Leiden schöner ist als Veränderung... "

Beitrag von Morkel » Freitag 11. Januar 2019, 21:51

Volta hat geschrieben:
Freitag 11. Januar 2019, 21:38
Morkel hat geschrieben:
Freitag 11. Januar 2019, 21:14
Oder kurz: aus "alle A wissen W" folgt nicht "alle nicht zu A gehörenden wissen ebenfalls W".
Die letztere Aussage müsste aber lauten "alle nicht zu A gehörenden müssten W wissen, um zu A zu gehören".
Die Widersinnigkeit einer solchen Folgerung ist vom Stoff her "Logik, 1. Semester". Wenn ihr diesen offensichtlichen logischen Fehlschluss nicht sehen wollt oder könnt, dann tut mir das echt leid für euch, macht aber jede weitere Diskussion an dieser Stelle überflüssig.
Willst du diskutieren oder auf Teufel komm raus Streit provozieren?
Nö, aber du offensichtlich. Sonst würdest du wohl kaum immer weitere dieser unsinnigen Folgerungen aus dem Ärmel zaubern, anstatt einen Schritt zurückzurudern und deinen logischen Fehler einzusehen. Scheint mir mal wieder ein klassischer Fall von https://www.aphorismen.de/zitat/10202 zu sein ;)

Aber da es bei euch ja schon an den elementarstem Grundlagen formaler Logik zu hängen scheint, ist hier nun wie angekündigt EOD für mich. In diesem Sinne: Schönes Wochenende

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Re: "Warum Leiden schöner ist als Veränderung... "

Beitrag von Volta » Freitag 11. Januar 2019, 22:13

Hoppala hat geschrieben:
Freitag 11. Januar 2019, 15:08
offenbar wissen sie nicht genau, was zu tun ist; sonst gäbe es keine Unsicherheit, und Einbrüche würden vermieden. Was sie wissen ist, dass etwas getan werden muss.
Wieso, es kann doch auch sein, dass sie es wissen aber nicht hinbekommen?
Über den Weg/Methoden des Handelns wird in dieser allgemeinen Betrachtung hinweggegangen
Versuch das mal Morkel zu erklären.
Oder man kann sich auf das angesprochene unausweichliche Risiko konzentrieren. Oder man kann den Text nehmen, wie er ist, und sich davon inspirieren/motivieren lassen oder auch nicht.
Grundsätzlich bevorzuge ich positiv inspirierende Texte zur Motivation, nicht dieses "ich muss euch jetzt alle mal in den Arsch treten" Getue, was - siehe hier ganz deutlich bei Morkel - nur dem Ausleben der eigenen Streitsucht dient.

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Re: "Warum Leiden schöner ist als Veränderung... "

Beitrag von Hoppala » Samstag 12. Januar 2019, 01:42

Volta hat geschrieben:
Freitag 11. Januar 2019, 22:13
Hoppala hat geschrieben:
Freitag 11. Januar 2019, 15:08
offenbar wissen sie nicht genau, was zu tun ist; sonst gäbe es keine Unsicherheit, und Einbrüche würden vermieden. Was sie wissen ist, dass etwas getan werden muss.
Wieso, es kann doch auch sein, dass sie es wissen aber nicht hinbekommen?
Über den Weg/Methoden des Handelns wird in dieser allgemeinen Betrachtung hinweggegangen
Versuch das mal Morkel zu erklären.
Morkel weiß das offensichtlich.

Es kann nicht sein, dass sie es nicht hinbekommen. Denn zur Gruppe A gehören per Defintion Menschen, die es hinbekommen haben. Nachdem sie sich auf ihren je eigenen Weg mit alle Unsicherheiten und Einbrüchen gemacht haben.

Es macht bei einem Beispiel auf dieser Ebene auch keine Sinn, zwischen theoretischem Wissen und praktischer Erfahrung zu unterscheiden ("wissen, aber nicht können"). Wer es nicht kann, hat den praktischen Nachweis, dass er es (noch) nicht weiß. Das Wissen um die 333 Techniken des Zungenkussses und was sie bewirken ist völlig nutzlos, bevor und wenn es zur Sache geht und man die Techniken noch nicht geübt hat.
Allerdings kann es beim Üben helfen (und dabei erfahren, dass so manche theoretische Information sich in der Praxis für die akut beteiligten Menschen völlig anders darstellt).

Was wir hier verhandeln, lässt sich nur durch Nachdenken und/oder Anschauung allein nicht beheben.
Misserfolge, Enttäuschungen, Rückschläge - all das ist notwendigerweise als kalkuliertes Risiko in Kauf zu nehmen, wll man was ändern. Schön, wenn es mal angenehmer geht - das weiß man dann aber erst hinterher.

Irgendwie ist bei einigen der Irrglaube tief verankert, man (oder zumindest die "schwierigen Fälle") müsse zwingend vorher wissen, wie es geht, damit es klappen kann.
Genau das kann aber gar nicht klappen.
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Re: "Warum Leiden schöner ist als Veränderung... "

Beitrag von Volta » Samstag 12. Januar 2019, 02:05

Hoppala hat geschrieben:
Samstag 12. Januar 2019, 01:42
Volta hat geschrieben:
Freitag 11. Januar 2019, 22:13
Hoppala hat geschrieben:
Freitag 11. Januar 2019, 15:08
offenbar wissen sie nicht genau, was zu tun ist; sonst gäbe es keine Unsicherheit, und Einbrüche würden vermieden. Was sie wissen ist, dass etwas getan werden muss.
Wieso, es kann doch auch sein, dass sie es wissen aber nicht hinbekommen?
Über den Weg/Methoden des Handelns wird in dieser allgemeinen Betrachtung hinweggegangen
Versuch das mal Morkel zu erklären.
Morkel weiß das offensichtlich.
Nein, denn er hat es ja hier bestritten:

" Der Artikel macht es sich leicht und geht davon aus, dass die Betreffenden genau wissen müssten, wie sie es besser machen.

Tut er das? Habe ich jedenfalls nirgendwo gelesen."
Es kann nicht sein, dass sie es nicht hinbekommen. Denn zur Gruppe A gehören per Defintion Menschen, die es hinbekommen haben. Nachdem sie sich auf ihren je eigenen Weg mit alle Unsicherheiten und Einbrüchen gemacht haben.
Und währendessen auch mal gescheitert sind, weil sie es nicht hinbekommen haben. Du erzählst Unsinn.
Volta hat geschrieben:
Freitag 11. Januar 2019, 22:13
Irgendwie ist bei einigen der Irrglaube tief verankert, man (oder zumindest die "schwierigen Fälle") müsse zwingend vorher wissen, wie es geht, damit es klappen kann.
Einfach irgendwas tun kann helfen, kann aber auch zu nichts führen. Willst du das bestreiten?

Cylon
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Re: "Warum Leiden schöner ist als Veränderung... "

Beitrag von Cylon » Samstag 12. Januar 2019, 02:37

Ich habe den Text so verstanden:

Die Magersüchtigen sollen einfach wieder essen
Die Bulimie-Erkrankten einfach nicht mehr kotzen
Die Borderliner einfach nicht mehr selbst verletzen
Die Depressiven sollen Schokolade essen und lächeln
Die Querschnittsgelähmten einfach aufstehen
Und wieso besorgt ihr euch keine Freundin

Alles easy und auch so bunt und wer kämpft, kann verlieren; wer nicht kämpft, hat schon verloren und sowieso und überhaupt und wer nicht fragt, bleibt dumm und sorge dich nicht, lebe und eigentlich bin ich ganz anders, ich komme nur selten dazu und grüner wirds nicht und Raider heißt jetzt Twix, sonst ändert nix und wir schaffen das....Tschaka

Was für ein Blabla...der Mann hat nie wirkliche Probleme gehabt. Es ist eine Beleidigung für alle, die wirklich verzweifelt sind.
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Re: "Warum Leiden schöner ist als Veränderung... "

Beitrag von Kief » Samstag 12. Januar 2019, 06:36

Hoppala hat geschrieben:
Samstag 12. Januar 2019, 01:42
Was wir hier verhandeln, lässt sich nur durch Nachdenken und/oder Anschauung allein nicht beheben.
Das ist ein schoener Satz, denn dem kann ich mal komplett zustimmen.

Den Artikel, so wie er gedacht ist, kann man zwar zustimmen, aber er ist schon arg auf seinen einen Kritikpunkt ausgerichtet.
Dieser mag durchaus bei einigen zutreffen, ist aber nicht das heilige Allheilmittel.
Was hier im Forum noch an Gegenwind kommt, mag ebenfalls ein Stueck weit aus der Abwehr entstehen, aber auch die Artikelkritik hat ihren wahren Kern, eben weil dem Artikel ein paar Aspekte fehlen.

Von daher, den Artikel so generalisiert zu verteidigen beinhaltet dieselben Kritikpunkte wie sie an dem Artikel gerechtfertigt sind.
Da ist der der zitierte Satz auch umgekerht zutreffend.
Die weiteren Hemmnisse, die der Artikel ausser acht laesst, fuer die braucht es vermutlich nen Pespektivwechsel, der neben Empathie auch durch die emotionalen Erfahrungen erst ermoeglicht wird, wenn man trotz dieser banalen Tipps auch in der Praxis zuviel Fehlschlaege und Verirrungen hat, als dass man in blinder Herumstolperei mal in einen Fortschritt und sinnvolle Richtung erkennen koennte.

Ansonsten redet ihr wieder aneinander vorbei, weil jeder aufs Recht-haben besteht, ohne dass ich zwischen den beiden Seiten ein wirkliches Zuhoeren sehen koennte.


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Re: "Warum Leiden schöner ist als Veränderung... "

Beitrag von schmog » Samstag 12. Januar 2019, 09:21

Cylon hat geschrieben:
Samstag 12. Januar 2019, 02:37
Ich habe den Text so verstanden:

Die Magersüchtigen sollen einfach wieder essen
Die Bulimie-Erkrankten einfach nicht mehr kotzen
Die Borderliner einfach nicht mehr selbst verletzen
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Re: "Warum Leiden schöner ist als Veränderung... "

Beitrag von Hoppala » Samstag 12. Januar 2019, 17:21

Volta hat geschrieben:
Samstag 12. Januar 2019, 02:05
Hoppala hat geschrieben:
Samstag 12. Januar 2019, 01:42
Morkel weiß das offensichtlich.
Nein, denn er hat es ja hier bestritten:

" Der Artikel macht es sich leicht und geht davon aus, dass die Betreffenden genau wissen müssten, wie sie es besser machen.

Tut er das? Habe ich jedenfalls nirgendwo gelesen."
Für mich bestätigt er hier, dass der Text über diesen Aspekt hinweggeht.
Und übrigens richtigerweise darüber hinweggeht, denn das, was da fehlt, liegt in der Erfahrung der "Betreffenden", und ist nicht verallgemeinert näher beschreibbar.
Volta hat geschrieben:
Samstag 12. Januar 2019, 02:05
Es kann nicht sein, dass sie es nicht hinbekommen. Denn zur Gruppe A gehören per Defintion Menschen, die es hinbekommen haben. Nachdem sie sich auf ihren je eigenen Weg mit alle Unsicherheiten und Einbrüchen gemacht haben.
Und währendessen auch mal gescheitert sind, weil sie es nicht hinbekommen haben. Du erzählst Unsinn.
Ich kann absolut keinen Widerspruch (Unsinn) erkennen. Niemand behauptet oder erwartet, dass man a) am Anfang des Weges alles wissen muss und/oder b) wenn man alles Erforderliche weiß, ni cht auch zwischendurch scheitern kann.
Denn das genaue Gegenteil ist der Fall. Man muss nciht alles wissen, und "Scheitern" ist Teil des "Erfolgreichwerdens"..

Was zählt ist, dass sie es am Ende "geschafft" haben, und jetzt wissen, was sie dazu getan haben. Das ist Voraussetzung.

Man kann da jetzt noch anderes hinzudichten, aber dann nicht dem Text/Zitat vorwefen, dass genau das da nicht steht. Abgesehen davon dass das, was hinzugedichtet wird, meines Erachtens unmöglich fuktionieren kann, und somit die Prämisse des Textes/Zitates komplett verändert.

Kein Unsinn. Ich bin da ganz bei Morkel, wenn ich es auch weniger harsch ausdrücken würde: hier muss Logik richtig angewendet werden. Deshalb gibt es da auch wenig zu diskutieren, solange die Faktoren so auf dem Tisch liegen, wie es hie rgerad der Fall ist.
Volta hat geschrieben:
Freitag 11. Januar 2019, 22:13
Irgendwie ist bei einigen der Irrglaube tief verankert, man (oder zumindest die "schwierigen Fälle") müsse zwingend vorher wissen, wie es geht, damit es klappen kann.
Einfach irgendwas tun kann helfen, kann aber auch zu nichts führen. Willst du das bestreiten?
[/quote]Nein, das bestreite ich nicht. Ist hier aber auch nicht Thema, und auch nicht naheliegende Konsequenz meiner Äußerung.

Es hält auf, wenn man erst anfängt, wenn man vorher weiß,
was man erst währenddessen erfahren und hinterher wissen kann.
Willst du das bestreiten?
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Re: "Warum Leiden schöner ist als Veränderung... "

Beitrag von Hoppala » Samstag 12. Januar 2019, 17:25

Kief hat geschrieben:
Samstag 12. Januar 2019, 06:36
Hoppala hat geschrieben:
Samstag 12. Januar 2019, 01:42
Was wir hier verhandeln, lässt sich nur durch Nachdenken und/oder Anschauung allein nicht beheben.
Das ist ein schoener Satz, denn dem kann ich mal komplett zustimmen.
Danke.
Kief hat geschrieben:
Samstag 12. Januar 2019, 06:36
Ansonsten redet ihr wieder aneinander vorbei, weil jeder aufs Recht-haben besteht, ohne dass ich zwischen den beiden Seiten ein wirkliches Zuhoeren sehen koennte.
Ich bestehe nur aufs Rechthaben, wenn die Gegen-Argumentation deutlich in sich widersprüchlich ist - wie hier -, und mir in meiner Sichtweise noch kein Widerspruch erkennbar gemacht wurde. Fü beides höre ich zwar nicht zu, aber ich lese und versuche zu verstehen.
Ich habe nichts dagegen, wenn mehrere Recht haben.

Ein Missverständnis mag sein, dass immer wieder untergeht - obwohl ich es immer wieder deutlich mache - dass ich mich nicht auf den Artikel selbst beziehe, sondern auf die geäußerten Meinungen dazu bzw. zu zitierten Aspekten.
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Re: "Warum Leiden schöner ist als Veränderung... "

Beitrag von Tania » Samstag 12. Januar 2019, 17:56

Hoppala hat geschrieben:
Samstag 12. Januar 2019, 17:25
Ich bestehe nur aufs Rechthaben, wenn die Gegen-Argumentation deutlich in sich widersprüchlich ist - wie hier -, und mir in meiner Sichtweise noch kein Widerspruch erkennbar gemacht wurde.
Damit nimmst Du Deinen Gesprächspartner gleich zweimal in die Verantwortung. Einmal soll er die von Dir aufgezeigten Fehler in seiner Argumentation erkennen, und zum Zweiten soll er Dich dazu bringen, Deine Fehler zu erkennen.

Das kann so nicht funktionieren. Entweder beide Seiten gehen davon aus, dass ihre Argumentation fehlerhaft sein könnte (und dass es ihnen aus irgendeinem Grund nicht möglich ist, diese Fehler zu sehen) und überlassen es nach Nennen aller Argumente und Gegenargumente dem Leser zu entscheiden, welcher Argumentation er sich anschließen will - oder beide Seiten sind überzeugt, dass ihre Argumentation korrekt ist . Und auch in diesem Fall wäre es sinnvoller, den Leser entscheiden zu lassen, wem er glaubt, statt in Form einer öffentlichen Debatte darauf zu beharren, dass der Andere seine Ansicht aufgibt und Deine annimmt. So etwas lässt sich besser im Vieraugengespräch klären - wenn es denn tatsächlich um konstruktiven Meinungsaustausch geht und nicht nur um pures "Ich schlau Du doof und das sollen alle sehen"

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Re: "Warum Leiden schöner ist als Veränderung... "

Beitrag von LonesomeCoder » Samstag 12. Januar 2019, 19:39

schmog hat geschrieben:
Samstag 12. Januar 2019, 09:21
Cylon hat geschrieben:
Samstag 12. Januar 2019, 02:37
Ich habe den Text so verstanden:

Die Magersüchtigen sollen einfach wieder essen
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Re: "Warum Leiden schöner ist als Veränderung... "

Beitrag von Simonetta » Samstag 12. Januar 2019, 20:19

Cylon hat geschrieben:
Samstag 12. Januar 2019, 02:37
Ich habe den Text so verstanden:

Die Magersüchtigen sollen einfach wieder essen
Die Bulimie-Erkrankten einfach nicht mehr kotzen
Die Borderliner einfach nicht mehr selbst verletzen
Die Depressiven sollen Schokolade essen und lächeln
Die Querschnittsgelähmten einfach aufstehen
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Was für ein Blabla...der Mann hat nie wirkliche Probleme gehabt. Es ist eine Beleidigung für alle, die wirklich verzweifelt sind.
So habe ich das nicht verstanden. Eher so, dass es darum geht, sich die Ursachen bewusst zu machen, daran zu arbeiten und auch Verantwortung zu übernehmen. Nicht nur andere für alles verantwortlich zu machen (auch wenn das teilweise so war), sondern zu schauen, wo man selbst etwas verändern kann und sich nicht länger nur als Opfer zu sehen.

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Re: "Warum Leiden schöner ist als Veränderung... "

Beitrag von Morkel » Samstag 12. Januar 2019, 20:36

Simonetta hat geschrieben:
Samstag 12. Januar 2019, 20:19
So habe ich das nicht verstanden. Eher so, dass es darum geht, sich die Ursachen bewusst zu machen, daran zu arbeiten und auch Verantwortung zu übernehmen. Nicht nur andere für alles verantwortlich zu machen (auch wenn das teilweise so war), sondern zu schauen, wo man selbst etwas verändern kann und sich nicht länger nur als Opfer zu sehen.
So habe ich den Text auch verstanden. Natürlich gibt es wie immer diejenigen, die durch sowas extrem getriggert werden, und dann auf Tunnelblick schalten. Infolgedessen nur noch das rauslesen, was sie rauslesen wollen, um genau diese Opferrolle weiter zu pflegen, und sich nicht dem durchaus wahren Kern dieses Artikels stellen zu müssen.

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Re: "Warum Leiden schöner ist als Veränderung... "

Beitrag von Hoppala » Sonntag 13. Januar 2019, 01:31

Tania hat geschrieben:
Samstag 12. Januar 2019, 17:56
Hoppala hat geschrieben:
Samstag 12. Januar 2019, 17:25
Ich bestehe nur aufs Rechthaben, wenn die Gegen-Argumentation deutlich in sich widersprüchlich ist - wie hier -, und mir in meiner Sichtweise noch kein Widerspruch erkennbar gemacht wurde.
Damit nimmst Du Deinen Gesprächspartner gleich zweimal in die Verantwortung. Einmal soll er die von Dir aufgezeigten Fehler in seiner Argumentation erkennen, und zum Zweiten soll er Dich dazu bringen, Deine Fehler zu erkennen.

Das kann so nicht funktionieren.
Du scheinst davon auszugehen, dass ich nicht annehme, dass meine Argumentation fehlerhaft sein könnte.
Diese Voraussetzung ist falsch.

Allerdings gilt für mich wie jeden anderen, dass eine Argumentation erst dann als falsch ("ist" vs "könnte") erkannt wird, wenn ihre Fehler erkennbar aufgezeigt wurden.
Es funktioniert nur so.
In der Tat: wer meint, ich liege falsch, steht in der Verantwortung, mir das nachvollziehbar deutlich machen, wenn ich von meiner Argumentation und Meinung lassen soll.
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Re: "Warum Leiden schöner ist als Veränderung... "

Beitrag von Tania » Sonntag 13. Januar 2019, 01:50

Hoppala hat geschrieben:
Sonntag 13. Januar 2019, 01:31
In der Tat: wer meint, ich liege falsch, steht in der Verantwortung, mir das nachvollziehbar deutlich machen, wenn ich von meiner Argumentation und Meinung lassen soll.
Das sollst Du doch gar nicht. Behalt Deine Meinung - und akzeptiere ggf., wenn Dein Gesprächspartner seine behalten will.

Wenn ich mit Dir diskutieren würde, erwarte ich nichts weiter, als dass Du meine Argumente zur Kenntnis nimmst und darüber nachdenkst. Und zwar wohlwollend und unter der Annahme, dass ich genauso gut Recht haben könnte wie Du. Bzw. genauso gut falsch liegen könnte wie Du. Und umgekehrt gehe ich mit Deinen Argumenten genauso um.

Und wenn am Ende jeder von uns immer noch zweifelsfrei von seinem Standpunkt überzeugt ist - dann ist das halt so. Davon wird die Welt nicht untergehen.

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eggi
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Re: "Warum Leiden schöner ist als Veränderung... "

Beitrag von eggi » Sonntag 13. Januar 2019, 11:12

Lilia hat geschrieben:
Mittwoch 9. Januar 2019, 07:13
Manchmal kommt es mir so vor, als wären wir hier beim Bungee Jumping. Die, die schon gesprungen sind, sind begeistert und überaus motiviert, den anderen den Sprung schmackhaft zu machen. Springen kann aber nur jeder für sich. Mag sein, dass der ein oder andere davon profitieren kann, sich die Erfahrungen der anderen anzuhören. Dann ist er aber schon innerlich davon überzeugt, auch springen zu können.
Dem Kern der Aussage bzgl. des Überredens würde ich zustimmen.
Es bleibt dabei aber außer Acht, dass in Übertragung auf Liebeserfahrungen eben nicht "nur jeder für sich" springen kann. Dazu braucht man jemand anderen als Partner. Und genau daran scheitert es ja. Außerdem unterstelle ich mal, dass die wenigsten ABs hier noch nie einen einzigen Versuch zum "Absprung" gestartet haben. Nur endete dieser Versuch in einer Abfuhr. Um beim Bild des Bungee-Jumpings zu bleiben (den fehlenden Partner mal außen vor gelassen) könnte man vllt. sagen man hat den Absprung gewagt, nur ist man irgendwo an der Absprungbasis hängengeblieben und hat sich vllt. auch noch verletzt. Und hat dementsprechend Angst vor dem nächsten Sprung.

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