Angst vor Erwartungen

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Oxymoron
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Angst vor Erwartungen

Beitrag von Oxymoron » Dienstag 4. Dezember 2018, 22:02

Hey,

vielleicht kennen es ja Einige von euch. Die Angst den Erwartungen eines möglichen Partners nicht zu genügen. Ich hatte früher oft Bammel davor, dass ich mich falsch in einer möglichen Beziehung verhalten werde, so daß ich diese gar nicht erst einging.

Jetzt jedoch hatte ich diese Angst überwunden und mir wurde jedes Mal klar gemacht, dass mir das gewisse Etwas fehlt. Ich mich anscheinend falsch verhalte, nicht so wie es in einer Anbahnung oder in einer Beziehung erwartet wird. Nie hat im Nachhinein Eine gesagt was wirklich an mir gut ist. Nur das ich liebevoll und geduldig bin. Also langweilig, das gewisse Etwas fehlt halt.

Irgendwie übernimmt mich diese Angst jetzt wieder und mir wird richtig übel wenn ich daran denke mich irgendwann noch einmal mit einer Frau zu treffen.

Es werden gewisse Sachen vorausgesetzt, ob es nun sexuelle oder beziehungstechnische Erfahrungen sind. Das mag auch von Frau zu Frau (bzw. Mann/Divers) unterschiedlich sein.
Aber ich glaube von mir, dass ich in allen Sachen Defizite aufweise und ich eh sehr schnell wieder uninteressant werde. Bei mir ist es immer so, dass die Frauen am Anfang oftmals sehr interessiert sind aber irgendwann die Balance kippt und ich der Bittsteller bin. Obwohl ich immer ein Gleichgewicht anstrebe, also das man gemeinsam "führt"

Ich hätte schon gern irgend wann mal eine schöne Beziehung, aber ich glaube das ist einfach ein Ding der Unmöglichkeit für mich.
Ich kann mir absolut nicht mehr vorstellen mit einer Frau intim zu werden, weil ich Angst davor habe zu enttäuschen.

Geht es euch da ähnlich bzw. wie stellt ihr euch eurer Angst?

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Re: Angst vor Erwartungen

Beitrag von Bummi » Dienstag 4. Dezember 2018, 22:28

Bei mir ist es so, dass ich psychisch schon ziemlich gestört bin und dadurch viele soziale Defizite aufweise. Auf den ersten Blick würde man das vielleicht nicht vermuten, aber langfristig schon.
Tja und dann denkt man, dass man sich da niemandem zumuten möchte, den man echt gerne hat und dass dieser Jemand etwas Besseres verdient hat. Ich hätte da immer irgendwelche Schuldgefühle und würde mich für meine Defizite zu sehr verurteilen.
Beim Sex und so hatte ich auch mal ähnlich gedacht wie du. Ich dachte immer, in den meisten Beziehungen geht es da zu wie in einem Pornofilm. :lol: Da könnte ich kaum mithalten, weil ich meinen Körper nicht mag.

Aber hör oder lies dich doch mal um;
In vielen Beziehungen steht Sex gar nicht auf der Tagesordnung. Manche Paare haben nur alle paar Monate Sex. Und ob der wirklich immer so prickelnd ist? :gruebel:
Zuletzt geändert von Bummi am Dienstag 4. Dezember 2018, 22:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Angst vor Erwartungen

Beitrag von Oxymoron » Dienstag 4. Dezember 2018, 22:44

Ja, das mit dem Sex alle paar Monate bringt mich auch auf eine andere Sichtweise. Nämlich, dass mir das viel zu wenig wäre.

Jetzt stell ich mir wieder vor, eine Frau hat da nicht die selben Bedürfnisse wie ich. Auch im Hinblick auf Kuscheln oder Küssen.
Das wäre für mich auch ein Grund es sein zu lassen. Davor habe ich genau so viel Angst,jemanden zu verletzen.
Man muss ewig suchen um einen passenden Partner zu finden.

Bei meiner ersten und allerletzten richtigen Freundin hatten wir in jeder Hinsicht super zusammen gepasst. Trotzdem war ich nicht genug. Auch wenn alles perfekt ist, fehlt mir das gewisse Etwas.

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Re: Angst vor Erwartungen

Beitrag von Bummi » Dienstag 4. Dezember 2018, 23:05

Tut mir leid, das waren etwas extreme Beispiele.
Ich wollte dir keine Angst machen, im Gegenteil so a la Woanders wird auch nur mit Wasser gekocht.

Dass es hierbei zwischen dir und deiner Exfreundin so gut geklappt hatte, ist doch ein gutes Zeichen.

Dass sie mit dir so auf Knall und Fall Schluss gemacht hat, tut mir leid. :(
Aber das hatte doch nichts mit dir zu tun sondern eher mit ihr selbst, oder?
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Re: Angst vor Erwartungen

Beitrag von Oxymoron » Dienstag 4. Dezember 2018, 23:25

Ich weiß es irgendwie nicht mal so ganz genau. Wahrscheinlich habe ich den Erwartungen einfach nicht stand gehalten. Ich glaube mittlerweile das ich vielleicht nicht alles richtig wahrnehme.
Ich weiß nur, dass ich sowas lieber zukünftig sein lasse, weil es eh nichts bringt.

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Re: Angst vor Erwartungen

Beitrag von Bummi » Dienstag 4. Dezember 2018, 23:48

:( ich finde es jedenfalls gut, dass du deine Probleme ansprichst und dir Hilfe geholt hast. :umarmung2:
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Re: Angst vor Erwartungen

Beitrag von RomeoKnight » Mittwoch 5. Dezember 2018, 04:17

Die meisten Beziehungen gehen wohl auseinander, weil sich die Erwartungen an den anderen nicht erfüllen, die sich aus irgendeinem Grund zuvor eingestellt haben. Es ist wohl tatsächlich so, dass die meisten sich mit der Illusion zufrieden geben und dann erst mal die Momente genießen. Perfektionismus ist dafür ein Hindernis, um es mal so zu nennen. Ich nenne es Realismus und Kongruenz. Mit halben Sachen mag ich mich nicht zufrieden geben. Ja, auch ich habe mich mal getäuscht, aber ich habe zuvor versucht bestmöglichste Gewissheit zu erlangen. Leider gibt es bei noch so viel Sorgfalt keine 100% Garantie.

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Re: Angst vor Erwartungen

Beitrag von Wuchtbrumme » Mittwoch 5. Dezember 2018, 04:44

Ich habe gerade gelesen, dass die meisten Beziehungen am Fremdgehen zerbrechen, häufiger noch als an unterschiedlichen Ansichten über das Geldsusgeben.
Wenn Du die Augen schließt klingt Regen wie Meeresrauschen

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Re: Angst vor Erwartungen

Beitrag von Ninja Turtle » Mittwoch 5. Dezember 2018, 05:00

Wuchtbrumme hat geschrieben:
Mittwoch 5. Dezember 2018, 04:44
Ich habe gerade gelesen, dass die meisten Beziehungen am Fremdgehen zerbrechen, häufiger noch als an unterschiedlichen Ansichten über das Geldsusgeben.
Wo hast du das denn gelesen?
:kopfhoerer: :tanzen2: :umarmung2:

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Re: Angst vor Erwartungen

Beitrag von Wuchtbrumme » Mittwoch 5. Dezember 2018, 05:06

Ninja Turtle hat geschrieben:
Mittwoch 5. Dezember 2018, 05:00
Wuchtbrumme hat geschrieben:
Mittwoch 5. Dezember 2018, 04:44
Ich habe gerade gelesen, dass die meisten Beziehungen am Fremdgehen zerbrechen, häufiger noch als an unterschiedlichen Ansichten über das Geldsusgeben.
Wo hast du das denn gelesen?
Puh, wenn ich das noch wüsste! Es war gestern und in dem Artikel ging es ums Geldausgeben und Beziehungen.
Wenn Du die Augen schließt klingt Regen wie Meeresrauschen

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Re: Angst vor Erwartungen

Beitrag von Ninja Turtle » Mittwoch 5. Dezember 2018, 05:19

Wuchtbrumme hat geschrieben:
Mittwoch 5. Dezember 2018, 05:06
Ninja Turtle hat geschrieben:
Mittwoch 5. Dezember 2018, 05:00
Wuchtbrumme hat geschrieben:
Mittwoch 5. Dezember 2018, 04:44
Ich habe gerade gelesen, dass die meisten Beziehungen am Fremdgehen zerbrechen, häufiger noch als an unterschiedlichen Ansichten über das Geldsusgeben.
Wo hast du das denn gelesen?
Puh, wenn ich das noch wüsste! Es war gestern und in dem Artikel ging es ums Geldausgeben und Beziehungen.
Na gestern ist ja noch nicht sooo lange her. ;)
:kopfhoerer: :tanzen2: :umarmung2:

Die SHG-Frankfurt trifft sich jeden 1. und 3. Freitag im Monat. (Dann besaufen wir uns und feiern wilde Sexorgien. Man kann aber auch nur zugucken.) :mrgreen:

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Re: Angst vor Erwartungen

Beitrag von Valentin » Mittwoch 5. Dezember 2018, 05:58

Ich denke, mit Erwartungen ist es immer so eine Sache. Menschen, deren Persönlichkeitsstruktur auch von einer gewissen sozialen Unsicherheit geprägt ist, machen sich häufig Gedanken darüber, was andere über sie denken oder von ihnen erwarten könnten. Dies ist an und für sich auch nichts Negatives, da man sich schließlich versucht, sich in den Gegenüber hineinzuversetzen und versucht, es ihm recht zu machen.
Hinderlich wird es dann, wenn diese Erwartungen weitgehend selbst konstruiert sind und von Erwartungen ausgegangen wird, die der andere weder hegt und auch noch nie geäußert hat oder wenn man sich selbst dabei entfremdet und ausschließlich nach Erwartungen anderer lebt (zweitrangig, ob bewusst oder unbewusst).

Ich denke, ich kann Deine Ängste und Unsicherheiten (auch aus eigener 'Erfahrung') nachempfinden. Da war über all die Jahre zu viel Ablehnung und das Gefühl des nicht genügen vorhanden, so dass die Ängste und Unsicherheiten eher die Gedankengänge beeinflussen als mögliche liebenswerte Eigenschaften. Dies betrifft auch die Erwartungen, die mit einem intensiveren persönlichen Austausch einhergehen; sei es das eigene Sein oder das eigene Verhalten.
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Re: Angst vor Erwartungen

Beitrag von Swenja » Mittwoch 5. Dezember 2018, 07:06

Ninja Turtle hat geschrieben:
Mittwoch 5. Dezember 2018, 05:19
Wuchtbrumme hat geschrieben:
Mittwoch 5. Dezember 2018, 05:06
Ninja Turtle hat geschrieben:
Mittwoch 5. Dezember 2018, 05:00

Wo hast du das denn gelesen?
Puh, wenn ich das noch wüsste! Es war gestern und in dem Artikel ging es ums Geldausgeben und Beziehungen.
Na gestern ist ja noch nicht sooo lange her. ;)
https://www.zeit.de/2018/49/geld-bezieh ... ettansicht :hierlang:

" ...werden Ihren Partner nicht ein Leben lang heiß finden!"

ZEIT GELD: Scheitern viele Ehen am Geld?

Rakete-Dombek: Nein, die scheitern meistens am Fremdgehen. ... "

;)
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Re: Angst vor Erwartungen

Beitrag von Nonkonformist » Mittwoch 5. Dezember 2018, 07:31

Meine erfahrung ist, das wann man ein freiberuflicher künstler ist, mit unregelmäßige arbeitsstunden und einkommen, mit manchmal existenzunsicherheit, auch mal für längere zeit auf jobs im ausland, und dazu keine kinder will, das die meiste normala-frauen da nach wenige jahren abhaken. Meist sind die erwartungen doch, das man das normale pflichtprogramm ablauft, und man hat problem wann man das selbst explizit nicht will. (Auch in diesen Forum wird es von viele frauen als problem gesehen, wann man als Mann explizit keine kinder will.) Ein hauptgrund warum ich mich auif frauen aus meiner branche einschränke, da gibt es welche mit ähnliche lebenstil, wertvorstellungen und ziele im leben. Die erwartungen einer spießige bürgerliche frau wird ich nie erfüllen können (oder auch erfüllen wollen).
Auch sehr extravertierte frauen sind wahrscheinlich nicht kompatibel mit mir.

Ich suche mir eine partnerin mit möglichst viele ähnlichkeiten, zumindestens in wichtige sachen. Kinderwünsch, geld, sicherheit, religion, sehr unterschiedliche sozialke bedürfnisse, einstellungen gegenüber monogamie, etc sind häufig sachen woran beziehungen scheitern. Und serielle monogamie mit lebensabschnittsbeziehungen von nur einige jahren interessieren mich nicht, bei mir solls idealerweise fürs leben sein.

Meine eigene erwartung ist, das ich meine wichtigste andere prioritäten im leben für eine beziehung nicht opfern müß.
Und ich möchte idealerweise eine frau, die für mich keine allzu große kompromisse machen müß, und die ich so akzeptieren kann, so wie sie ist. Auch das trifft nur auf sehr wenige frauen zu.

Die einzig denkbare alternative für mich ist single bleiben.

Möglicherweise spielt das sogar auf unterbewusste ebene eine roille; ein bindungs und verlassensangst macht, das irgendwas in mir mich verhindert in eine beziehung zu kommen und sabotiert mich. (handlungsunfähigkeit und erstarren an wichtigen momenten.) Irgendwas in mir glaubt, das ich die erwartungen meiner OdBs nicht erfüllen kann
I Yam What I Yam & Dats What I Yam - (Popeye the Sailorman.)

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Re: Angst vor Erwartungen

Beitrag von Tania » Mittwoch 5. Dezember 2018, 07:52

Swenja hat geschrieben:
Mittwoch 5. Dezember 2018, 07:06
" ...werden Ihren Partner nicht ein Leben lang heiß finden!"
Der Rest des Absatzes ist mindestens genauso wichtig:
Sie werden Ihren Partner nicht ein Leben lang heiß finden, vor allem nicht täglich. In manchen Zeiten werden Sie und Ihr Mann wie Bruder und Schwester leben. Wenn Kinder da sind, geben Sie sich phasenweise die Klinke in die Hand. Man muss in der Ehe vor allem ein gutes Team fürs Leben sein. Ähnliche Werte und Einstellungen sind wichtig. Sie brauchen Vertrauen und das Gefühl, dass der andere Sie unterstützt. Und einen gemeinsamen Lebensplan.

Liebe knüpft ein Band zwischen uns, aber nicht, um uns zurückzuhalten. Es soll uns davor bewahren, abzustürzen, oder dabei helfen, höher hinauszuklettern. (Aus "Unravel Two")

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Re: Angst vor Erwartungen

Beitrag von Ninja Turtle » Mittwoch 5. Dezember 2018, 09:08

Swenja hat geschrieben:
Mittwoch 5. Dezember 2018, 07:06
Ninja Turtle hat geschrieben:
Mittwoch 5. Dezember 2018, 05:19
Wuchtbrumme hat geschrieben:
Mittwoch 5. Dezember 2018, 05:06


Puh, wenn ich das noch wüsste! Es war gestern und in dem Artikel ging es ums Geldausgeben und Beziehungen.
Na gestern ist ja noch nicht sooo lange her. ;)
https://www.zeit.de/2018/49/geld-bezieh ... ettansicht :hierlang:

" ...werden Ihren Partner nicht ein Leben lang heiß finden!"

ZEIT GELD: Scheitern viele Ehen am Geld?

Rakete-Dombek: Nein, die scheitern meistens am Fremdgehen. ... "

;)
Danke schön für‘s raussuchen.

Off Topic: Ich persönlich glaube ja, dass das Fremdgehen eher ein vorgeschobener Grund ist. Etwas, was die liebe Verwandtschaft plausibel findet und akzeptieren kann.
:kopfhoerer: :tanzen2: :umarmung2:

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Re: Angst vor Erwartungen

Beitrag von marcus80 » Mittwoch 5. Dezember 2018, 10:37

Das kenne ich nur all zu gut. Auch wenn ich denke/vermute, dass sich jeder schon mal darüber Gedanken gemacht hat, ob man die Erwartungen einer potentiellen Partnerin auch erfüllen kann, hat es bei mir eher ungesunde Züge angenommen. Ich fing mit 15 oder 16 an, mich ständig zu hinterfragen, was ich eigentlich zu bieten habe und warum ein Mädchen sich mit mir einlassen sollte.
Eigentlich habe ich kein allgemeines Problem mit meinem Selbstvertauen oder Aussehen, aber in Bezug auf Frauen ist das komplett anders. Da dachte ich ähnlich wie Du und habe mich garnicht erst drauf einlassen können, bzw habe, immer wenn ich das Gefühl hatte das ein Mädchen mich mochte, von vornherein zu gemacht.

Bei mir hat sich das auch erst vor etwa 5 Jahren bei einem Klinikaufenthalt geändert. Dort hatte ich mich das erste mal, seit bestimmt 10 Jahren, in eine Mitpatientin verliebt. Da es mir am Ende meines Aufenthalts dort sehr gut ging und ich mit mir halbwegs im reinen war, habe ich das Unmögliche gewagt und ihr mein Interesse bekundet.

Es gab dann nach der Klinik eine kleine wiedersehensparty wo sie ebenfalls eingeladen war und ich habe mich richtig in´s Zeug gelegt an dem Tag (vorher noch schlau gemacht, wie das überhaupt geht :schuechtern: ). Ich war totall baff, als wir den Abend sogar recht heftig geschmust hatten und war wie auf Wolke No7. Dann kam irgendwann der Moment, wo sie vom Schmusen genug hatte und mich zum Küssen zu sich ziehen wollte...beim wollte ist es dann geblieben, da ich wie ein Ochse den Nacken anspannte :hammer:
Ab dem Moment habe ich gemerkt, das ich es wohl scheinbar versaut hatte und sie wohl dachte, ich würde nur mit ihr spielen (dabei dachte ich in dem Moment nur, das sie sofort mitbekommt das ich von Frauen keine Ahnung habe, wenn sie mich küsst).

Gerade die Angst, intim zu enttäuschen, kenne ich nur zu gut. Aber noch obsiegt die Neugierde bei mir :upps:
Du stehst zumindest nicht alleine da :umarmung2:
"Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat's gemacht."

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Re: Angst vor Erwartungen

Beitrag von Bummi » Mittwoch 5. Dezember 2018, 10:45

Tja, das ist das Problem, wenn man alles richtig machen möchte und genau aus diesem Zwang heraus dann doch wieder alles verkackt. :(
Schlimmer noch, man denkt, man hat alles richtig gemacht und die Reaktion darauf sieht völlig anders aus.
Irgendwann entfremdet man sich selbst. @Valentin hat das schon sehr gut beschrieben.
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Re: Angst vor Erwartungen

Beitrag von Volta » Mittwoch 5. Dezember 2018, 10:56

Findet ihr es schwer, auf die Erfolge aufzubauen? Ich schwanke da ein bisschen, manchmal denke ich es geht ganz gut, manchmal denke ich es hat sich kaum was gebessert.

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Re: Angst vor Erwartungen

Beitrag von marcus80 » Mittwoch 5. Dezember 2018, 11:40

Volta hat geschrieben:
Mittwoch 5. Dezember 2018, 10:56
Findet ihr es schwer, auf die Erfolge aufzubauen? Ich schwanke da ein bisschen, manchmal denke ich es geht ganz gut, manchmal denke ich es hat sich kaum was gebessert.
Hey Volta, ich bin mir gerade nicht sicher, was Du mit "die Erfolge" meinst. Könntest Du das bitte näher beleuchten für mich? Danke!
"Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat's gemacht."

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