Den Faden verlieren

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zumsel
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Den Faden verlieren

Beitrag von zumsel » Mittwoch 10. Oktober 2018, 07:31

Hallo Leute,

wenn ich mich vor Leute hinstellen und reden muss,
dann habe ich in meinem Kopf eine Idee davon, was ich sagen will.
Es reiht sich automatisch Gedanke an Gedanke.
Das klappt super. Manchmal schwafel ich vielleicht sogar zu viel.

Aber wenn jemand vor mir steht, z.B. bei einer Bewerbung, ein Firmenchef oder bei Interviews bei denen ich aufgenommen werde,
dann bilden sich in meinem Hirn keine Gedanken aus was ich als nächstes sage. Meist habe ich dann nur einen Satz zu sagen und fange danach an zu stottern weil sich aufgrund der Drucksituation keine Folgegedanken aufbauen. Dabei bin ich nicht sonderlich aufgeregt, fühle mich relaxt. Aber sobald mir jemand anderes Fragen stellt habe ich keine eigene Gedankestruktur. Das finde ich erstaunlich und ärgerlich.

Kennt ihr solche Situationen und was kann man dagegen unternehmen?
Frauen sind die Juwelen der Schöpfung. Man muß sie mit Fassung tragen.

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Re: Den Faden verlieren

Beitrag von Tania » Mittwoch 10. Oktober 2018, 09:38

zumsel hat geschrieben:
Mittwoch 10. Oktober 2018, 07:31
Kennt ihr solche Situationen und was kann man dagegen unternehmen?
Kennt die nicht jeder? Wer hat schon jederzeit die passende Antwort parat?

Ich sag dann sowas wie "da muss ich kurz drüber nachdenken" und mach paar Denkgeräusche bzw. drücke dann den Denkprozess aus "Sie sind also daran interessiert, wieso ich meinen Rasen in Schlangenlinien statt gerade mähe. Hmmm ... es liegt jedenfalls nicht daran, dass ich Ihre Geraden Scheiße finde. ... tja .... Ich hab glaub ich mal gelesen, dass gerade bei kleinen Gärten bei geradem Mähen die Halme immer gleich belastet und dadurch schief werden. Und .... ich kurve gern herum. Und ..."

Nicht optimal, aber besser als nix. Der Interviewer wird die Denkpausen dann schon rausschneiden.

Aber bei den meisten Situation, z.B. Bewerbungsgespräch, kann man die bevorstehenden Fragen doch erahnen und sich gedanklich paar Antworten zurechtlegen.

Abstimmung zum Schreibwettbewerb: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?f=65&t=24713

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Re: Den Faden verlieren

Beitrag von Axolotl » Mittwoch 10. Oktober 2018, 20:38

Also bei einem Bewerbungs- oder Mitarbeitergespräch finde ich eine kurze Bedenkzeit sogar positiv. Das zeugt ja auch irgendwie davon, dass man sich gut überlegt was man sagt und nicht einfach wild drauf los plappert. Gerade wenn es um Führungspositionen geht will ein Arbeitgeber ja auch wissen, dass man die Informationen die einem zugetragen wird auch vernünftig bewertet.

Mal überlegen, wie habe ich das gemacht? Manchmal erlauben Fragen nach einer Spezifikation zu verlangen. Auch nochmal nachzufragen, wenn man was nicht verstanden hat verschafft Sekunden, wirkt auf Dauer aber unseriös (das wäre was für Tania's Schreibwettbewerb gewesen :mrgreen: ). Auch Teile der Frage zu wiederholen ist in Ordnung, sozusagen um sie auf einen wirken zu lassen. Sollte man aber auch begrenzen, weil das wirkt auf Dauer entweder debil oder komplett bekloppt :gruebel: Tanias "ich muss kurz drüber nachdenken" ist auch in Maßen in Ordnung. Es ist vermutlich gut ein, zwei Floskeln parat zu haben die man mal so bemühen kann.

Was ich ehrlich gesagt nie tun würde, wäre die Frage ausweichend zu beantworten und um den heißen Brei reden. Zumindest nicht, wenn es um etwas geht. Ein Personaler zum Beispiel wird das nicht gut aufnehmen.
Es ist möglich keine Fehler zu machen und trotzdem zu verlieren. Das ist keine Schwäche, das ist das Leben.

Früher habe ich mich darüber geärgert, dass das Leben nicht fair ist. Dann habe ich erkannt, dass es noch viel schlimmer wäre, wenn das Leben fair wäre.

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