Erfahrungen mit Wirbelblockaden?

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Erfahrungen mit Wirbelblockaden?

Beitrag von BTVS » Donnerstag 12. Juli 2018, 11:29

Hallo,

ich komme gerade von meinem Orthopäden, der mich jetzt innerhalb von einer Woche zum zweiten Mal im Bereich der Lendenwirbelsäule einrenken musste. Vorausgegangen waren jeweils höllische Schmerzen, die auf einen eingeklemmten Ischiasnerv zurückzuführen sind.

Langer Rede kurzer Sinn mein Arzt hat gemeint, dass man nicht viel machen kann, um so eine Sache zu verhindern außer die Muskulatur in diesem Bereich zu stärken. Ich gehe bereits mehr oder weniger regelmäßig ins Fitnessstudio und habe nun Angst, dass diese Beschwerden jetzt häufiger auftreten trotz sportlicher Betätigung.

Hat jemand vielleicht schon ähnliche Erfahrungen gemacht und hat Tipps, was man in so einem Fall tun kann?

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Re: Erfahrungen mit Wirbelblockaden?

Beitrag von BartS » Donnerstag 12. Juli 2018, 11:35

"Rausspringende" Wirbel, die zu Blockaden führen, sind oft ein Zeichen für eine schwache oder besser gesagt überlastete Rückenmuskulatur. Du könntest neben deinem Studiosport Dir auch eine Überweisung zur manuellen Therapie geben lassen. Zum einen kann er Muskelverhärtungen etwas auflösen, aber Dir auch praktische Tipps für Deinen LWS-Bereich geben.
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Re: Erfahrungen mit Wirbelblockaden?

Beitrag von Kalypso » Donnerstag 12. Juli 2018, 11:37

Es gibt Yogakurse, die sich explizit der Stärkung des Rückens widmen. In der Regel werden die Kosten ganz oder zumindest teilweise von der Krankenkasse übernommen.
Meist nennen sich diese Kurse "Gesundheits- und Präventionskurse".
Allerdings beteiligt sich die Krankenkasse nur, wenn der entsprechende Kurs zertifiziert ist.
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Re: Erfahrungen mit Wirbelblockaden?

Beitrag von Cavia » Donnerstag 12. Juli 2018, 11:41

Da hilft nur Sport, Sport und Sport. Melde dich am besten in einem Sportverein für entsprechende Kurse an. Und dann musst du über Monate drei bis vier Mal in der Woche dahin und jeden Abend am besten noch die Übungen aus der Rückenschule machen. Hat dein Orthopäde sie dir nicht mitgegeben? Das Übungsblatt hat eigentlich jeder Orthopäde bei sich rumliegen.

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Re: Erfahrungen mit Wirbelblockaden?

Beitrag von Axolotl » Donnerstag 12. Juli 2018, 12:02

BTVS hat geschrieben:
Donnerstag 12. Juli 2018, 11:29
Hallo,

ich komme gerade von meinem Orthopäden, der mich jetzt innerhalb von einer Woche zum zweiten Mal im Bereich der Lendenwirbelsäule einrenken musste. Vorausgegangen waren jeweils höllische Schmerzen, die auf einen eingeklemmten Ischiasnerv zurückzuführen sind.
Langer Rede kurzer Sinn mein Arzt hat gemeint, dass man nicht viel machen kann, um so eine Sache zu verhindern außer die Muskulatur in diesem Bereich zu stärken. Ich gehe bereits mehr oder weniger regelmäßig ins Fitnessstudio und habe nun Angst, dass diese Beschwerden jetzt häufiger auftreten trotz sportlicher Betätigung.

Hat jemand vielleicht schon ähnliche Erfahrungen gemacht und hat Tipps, was man in so einem Fall tun kann?
Einrenken, bei eingeklemmtem Nerv? Hast du eine Dislokation des Wirbelkörpers? Sonst hilft das herzlich wenig. Bei Blockaden der Wirbelgelenke geht das auch, aber wenn rein der Nerv eingeklemmt ist, hilft nur Bewegung. Ansonsten sollte man so wenig wie möglich einrenken. Habe die Erfahrung gemacht, dass es dadurch nur schlimmer und vor allem häufiger wird. Die beste Prävention ist tatsächlich Stärkung der Muskulatur in dem Bereich. Ansonsten zur Schmerzlinderung nach de einrenken sofort manuelle Therapie mit Wärmebehandlung und viel Bewegung um die Blockade des Gelenks zu lösen.
Zuletzt geändert von Axolotl am Donnerstag 12. Juli 2018, 12:04, insgesamt 1-mal geändert.
Es ist möglich keine Fehler zu machen und trotzdem zu verlieren. Das ist keine Schwäche, das ist das Leben.

Früher habe ich mich darüber geärgert, dass das Leben nicht fair ist. Dann habe ich erkannt, dass es noch viel schlimmer wäre, wenn das Leben fair wäre.

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Re: Erfahrungen mit Wirbelblockaden?

Beitrag von BartS » Donnerstag 12. Juli 2018, 12:03

Cavia hat geschrieben:
Donnerstag 12. Juli 2018, 11:41
Da hilft nur Sport, Sport und Sport. Melde dich am besten in einem Sportverein für entsprechende Kurse an.
Es sollte aber auch der richtige Sport sein. Da ist manchmal auch weniger einfach mehr. Wenn man beispielsweise einen Sport wählt, wo nur die lange Rückenmuskulatur trainiert wird, aber nicht die kurze, dann verschlimmbessert man die Sache nur. Wichtig ist auch, dass man nicht in eine zwar angenehme, aber schädliche Schonhaltung verfällt.
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Re: Erfahrungen mit Wirbelblockaden?

Beitrag von Cavia » Donnerstag 12. Juli 2018, 12:08

BartS hat geschrieben:
Donnerstag 12. Juli 2018, 12:03
Cavia hat geschrieben:
Donnerstag 12. Juli 2018, 11:41
Da hilft nur Sport, Sport und Sport. Melde dich am besten in einem Sportverein für entsprechende Kurse an.
Es sollte aber auch der richtige Sport sein. Da ist manchmal auch weniger einfach mehr. Wenn man beispielsweise einen Sport wählt, wo nur die lange Rückenmuskulatur trainiert wird, aber nicht die kurze, dann verschlimmbessert man die Sache nur. Wichtig ist auch, dass man nicht in eine zwar angenehme, aber schädliche Schonhaltung verfällt.
Deswegen sprach ich auch von „entsprechenden Kursen“. Die typischen „Bauch, Beine, Rücken, Po“ Kurse, in denen meist nur Frauen rumhüpfen, sind vielseitig genug, vor allem, wenn man Kurse von verschiedenen Trainern besucht. Man sollte sowieso ganzheitlich an das Training rangehen. Und auf dem Übungsblatt vom Arzt, von dem ich auch sprach, sind Übungen für zuhause erklärt. Da ich selbst stark rückengeschädigt bin und wie blöd trainieren muss, kenne ich mich zufällig ein bisschen aus.

Und nein, weniger ist nicht mehr, wenn es das Richtige ist. (Joggen wäre zum Beispiel komplett falsch, und die klassischen Muckibuden-Übungen sind auch nicht zielführend)

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Re: Erfahrungen mit Wirbelblockaden?

Beitrag von BTVS » Donnerstag 12. Juli 2018, 13:12

Danke für eure Antworten.

Dass es sich um den Ischias handelt ist nur eine Vermutung meinerseits. Aber die Symptome mit den Schmerzen vom Gesäß bis zum Unterschenkel sind sehr eindeutig. Dass etwas mit den Wirbeln nicht in Ordnung war hat man sofort gehört und danach ist der größte Schmerz auch weg gewesen.

Natürlich habe ich jetzt keine Lust, jede Woche zum Orthopäden zu rennen und für die Wirbel ist das auf Dauer ja auch nicht gut.
Cavia hat geschrieben:
Donnerstag 12. Juli 2018, 11:41
Da hilft nur Sport, Sport und Sport. Melde dich am besten in einem Sportverein für entsprechende Kurse an. Und dann musst du über Monate drei bis vier Mal in der Woche dahin und jeden Abend am besten noch die Übungen aus der Rückenschule machen. Hat dein Orthopäde sie dir nicht mitgegeben? Das Übungsblatt hat eigentlich jeder Orthopäde bei sich rumliegen.
Mein Arzt hat mir nichts mitgegeben. Er hat nur gemeint, dass ich auf jeden Fall etwas für meine Rückenmuskulatur machen soll. In meinem Fitnessstudio werde ich da jetzt gezielt nachfragen und es mir auch zeigen lassen.
BartS hat geschrieben:
Donnerstag 12. Juli 2018, 11:35
"Rausspringende" Wirbel, die zu Blockaden führen, sind oft ein Zeichen für eine schwache oder besser gesagt überlastete Rückenmuskulatur. Du könntest neben deinem Studiosport Dir auch eine Überweisung zur manuellen Therapie geben lassen. Zum einen kann er Muskelverhärtungen etwas auflösen, aber Dir auch praktische Tipps für Deinen LWS-Bereich geben.
Ich gehe ab und zu in ein gutes Thai Massage Studio, da ich allgemein sehr verspannt bin. Meinst du das soll ich öfter in Anspruch nehmen oder macht das in diesem Fall die Sache eher noch schlimmer?

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Re: Erfahrungen mit Wirbelblockaden?

Beitrag von BartS » Donnerstag 12. Juli 2018, 13:45

BTVS hat geschrieben:
Donnerstag 12. Juli 2018, 13:12
Dass es sich um den Ischias handelt ist nur eine Vermutung meinerseits. Aber die Symptome mit den Schmerzen vom Gesäß bis zum Unterschenkel sind sehr eindeutig. Dass etwas mit den Wirbeln nicht in Ordnung war hat man sofort gehört und danach ist der größte Schmerz auch weg gewesen.
Es könnte (Konjunktiv) auch eine Blockade des Iliosakralgelenk sein. Kommt häufig vor und geht vom Schmerz meist einseitig zum Bein runter. Sowas wird aber gerne übersehen.
BTVS hat geschrieben:
Donnerstag 12. Juli 2018, 13:12
Ich gehe ab und zu in ein gutes Thai Massage Studio, da ich allgemein sehr verspannt bin. Meinst du das soll ich öfter in Anspruch nehmen oder macht das in diesem Fall die Sache eher noch schlimmer?
Ehrlich gesagt kenne ich mich Thai Massage überhaupt nicht aus und weiß nicht, wie gut die Leute da medizinisch ausgebildet sind. Manuelle Therapeuten sind es auf alle Fälle und sehen schon mal mehr (weil sie sich mehr Zeit nehmen) als Orthopäden.
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Re: Erfahrungen mit Wirbelblockaden?

Beitrag von Cavia » Donnerstag 12. Juli 2018, 13:51

Massagen können kurzzeitig für Entspannung sorgen. Die fehlende Muskulatur muss dennoch aufgebaut werden.

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