Selbstwirksamkeit

Rund um die persönliche Situation, Erlebnisse und was einem auf dem Herzen liegt

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Re: Selbstwirksamkeit

Beitrag von Axolotl » Freitag 27. Juli 2018, 14:19

zumsel hat geschrieben:
Freitag 27. Juli 2018, 11:23
"Wer keine Beziehung hat will auch keine."
Schwarz-weiß Denken.
zumsel hat geschrieben:
Freitag 27. Juli 2018, 11:23
Ich finde meinen Post gerade total super. Kann man den nicht anpinnen ? :lach:
So gut ist er auch wieder nicht ;)
Es ist möglich keine Fehler zu machen und trotzdem zu verlieren. Das ist keine Schwäche, das ist das Leben.

Früher habe ich mich darüber geärgert, dass das Leben nicht fair ist. Dann habe ich erkannt, dass es noch viel schlimmer wäre, wenn das Leben fair wäre.

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Re: Selbstwirksamkeit

Beitrag von Nonkonformist » Freitag 27. Juli 2018, 20:24

Tintenmalerin hat geschrieben:
Donnerstag 26. Juli 2018, 01:16

Dann hast du ein sehr anderes Menschenbild als ich.
In meinen Augen können Menschen gedankenlos, achtlos, egozentrisch sein. Und dabei aggressiv, rücksichtslos und auch gewalttätig.
Aber Grausamkeit ist kein grundsätzlich vorhandener Wesenszug, sondern wird durch Umstände und Erlebnisse geformt.
Statusdrang, der wuensch zum alpha zu werden und anderen zu dominieren, habgier, etc, sind meiner meinung nach angeboren und mussen in der erziehung abgebremst werden, obwohl einiges davon, wie wettbewerb, in unseren wirtschaftsystem, (leider) auch stark gefordert wird. Das wir alle unserer vordertuere absperren, unsere rechner mit virenprogramme beschuetzen, und der polizei-praesens, sind fuer mich keine zeuge davon das wir unsere mitmenschen bedingungslos vertrauen. Und selbstverteidingskurse gibt es auch nicht ohne grund.
In meinen zeit als obdachloser war ich mit mehreren ehemaligen gewaltsverbrecher ueber wochen lang in einen zimmer. Ich bin kein alpha und wuerde dementsprechend nicht als bedrohung wahrgenommen, mit einige habe ich ueber deren vergangenheit geredet. Sie fanden es ziemlich normal jemanden ins krankenhaus zu befordern wann sie sich in deren ehre angetastet fuehlten. Hatten auch kein problem damit daswegen im knast zu kommen und sie wuerden es wieder so machen. Wir haben unsere gewaltsdrang nicht alle unter kontrolle.
Ein psychopat aus meinen spaetern betreuten WG hat tatsaechlich mit geballter faust und schaum auf den lippen gedroht mich ins krankenhaus zu pruegeln. Weil er es normal fand aus den kuehlschrank sachen zu klauen und sein duerchfall aus den toilettensitz zu schmieren und nicht darauf angesprochen wuerden wollte. Sein vorgaenger hat mehrmals seine freundin rueber zum schlafen gehabt und diese auch ab und zu gepruegelt, ich habe sie einmal im mitte der nacht beschuetzen muessen weil er mal wieder besoffen auf sie los gegangen ist. Gewalt ist ein teil der menschheit und es gibt so einige die sich nicht im griff haben.
Tintenmalerin hat geschrieben:
Donnerstag 26. Juli 2018, 01:16
Ich habe auch ein anderes Selbstbild. Eins, dass keinen Kampf gegen irgendwelche niederen Triebe beinhaltet.
Wie du bereits erwaehnte, das sind wir anders. Es gibt da leute mit ein ziemliches gewaltspotential. Mit diesen potential werden wir alle auch geboren.
Tintenmalerin hat geschrieben:
Donnerstag 26. Juli 2018, 01:16
Aber zurück zum Thema Selbstwirksamkeit. Und so wie ich das sehe, hast du ein sehr selbstbestimmtes Leben geführt. Ja, da schließe ich die Beziehungslosigkeit mit ein...
Mein berufswahl war sehr selbstbestimmt, das ich keine kinder wollte und kein kleinbuergerliches leben wollte auch. Mein beziehungslosigkeit ist nicht wirklich so gewollt. Zumindestens nicht auf bewuste ebene. Ich hatte mein leben, die sachen die mich gluecklich gemacht haben, gerne mit jemanden geteilt.
Tintenmalerin hat geschrieben:
Donnerstag 26. Juli 2018, 01:16
Du hast immer deine eigenen Entscheidungen getroffen und warst damit selbstwirksam.
Und jetzt ist es die Angst, die dich davon abhält, daran zu arbeiten, deine Lebensumstände zu ändern.
Alles was ich will scheint unerreichbar und alles was erreichbar erscheint, kann mich nicht begeistern.

Tintenmalerin hat geschrieben:
Donnerstag 26. Juli 2018, 01:16
Mal ne ganz andere Frage: Könntest du drei Dinge nennen, die du und ich gemeinsam haben?
Dafuer kenne ich dich zu schlecht. Ich denke auch nicht das was man hier so schreibt ein komplettes bild ermittelt.

Laut deine introduktion sind wir beide kreativ - zeichnen, schreiben, das ist schon mal eine gemeinsamkeit.
Du hast probleme mit hypersensibilitaet.
Du hast probleme mit beruehrungen, ich auch, sicher was intimitaeten angeht mit menschen in den ich nicht verliebt bin.

Du glaubst eine depression zu haben, das teilen wir.

Wir beide brauchen mehr als eine koerperliche attraktion um uns wirklich fuer jemanden auf eine romantische ebene zu interessieren.
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Re: Selbstwirksamkeit

Beitrag von Stabil » Freitag 27. Juli 2018, 20:39

Mannanna hat geschrieben:
Freitag 27. Juli 2018, 10:52
Ich glaube, das ist ein Grund, weshalb ich im paasenden Alter nie eine Freundin hatte. Damals hieß das noch: "Sich nicht verstellen und man selbst sein" Hat nicht geklappt...
Auch ich kann mich daran gut erinnern, wo das nicht so geklappt hat.

Grundsätzlich sollte man sich nicht verstellen, aber das unverstellte man selbst Sein reicht nicht aus. Als ich grosse Unklarheit und unrealistische Erwartungen in mir hatte und als in mir heftige Widersprüche vorhanden waren, reichte es nicht, einfach ich selbst zu sein.

Da hatte ich erschreckend viel zu lernen. Zumindest damals hat es mich erschreckt, wie schlecht ich auf das Leben vorbereitet war.

Mannanna hat geschrieben:
Freitag 27. Juli 2018, 10:52
Naja, wenn man sagt, daß man Liebe will, wird man ausgelacht und wenn man sagt, daß man Sex will, kriegt man eine Ohrfeige. Von daher ist es nicht ratsam, klar die Wünsche zu äußern.
Davor habe ich mich auch gefürchtet. Und ja, es könnte theoretisch beides passieren, wenn man jemanden mit diesen Wünschen bedrängt. Tatsächlich ist mir das nicht passiert. Für das höflich Fragen gibt es eine Antwort und kaum Ohrfeigen. Aber für unpassende Fragen gibt es halt meist abschlägige Antworten. Zum Glück lassen sich unpassende Fragen leicht vermeiden. Aber bekanntlich gibt es KEINE Methode, durch die man zu einer GARANTIERTEN Wunscherfüllung kommen könnte. Es ist im Leben notwendig, dass man mit der nicht Erfüllung von Wünschen gut umgehen kann.

Wenn man weiss, wie das Entstehen von Beziehungen funktioniert, wenn man erkennen kann, wo im Prozess man sich mit der Partnerin befindet, dann kann man leicht Wünsche kommunizieren. Aber Liebe und Sex sind das Ergebnis von Entwicklungsprozessen, die zwischen zwei Menschen passieren. Ich habe es weiter oben schon angedeutet: Das Äussern von Wünschen ist nicht das Aufgeben einer Bestellung. In der Entstehung einer Beziehung muss sehr viel passieren, bis man Liebe erlebt. Und es muss auch viel passieren, bis es für zwei Menschen passt, dass sie gemeinsam Sex erleben. Dazu gehört auch, dass man zunächst viele kleinere Wünsche an einander richtet. Dadurch können Beide ein Gefühl dafür bekommen, wie sie mit ihren Wünschen umgehen. Während dessen muss man auch noch mit seinem sexuellen und emotionalen Begehren gut um gehen können. Und man muss sich klar darüber sein, dass man selbst nicht den Entwicklungsprozess, in dem man gemeinsam mit der Partnerin steht, erzwingen kann, und dass die Partnerin ihn auch nicht erzwingen kann. Daraus geht hervor, dass ein zu früh ausgesprochener Wunsch zu einer Überforderung der Partnerin führen kann - vor allem dann, wenn sie auch nicht den richtigen Überblick hat. Sollte sie aber den Überblick besitzen, sieht sie, dass dem Gesprächspartner der Überblick fehlt.

Ohne das Äussern von Wünschen kommt man nicht zusammen. Von daher ist es ratsam, den Entwicklungsprozess des Begegnens bis zur Beziehung zu pflegen und zu beachten, auf die Partnerin zu achten und die Wünsche zur passenden Zeit zu auszusprechen.
* Am meisten schmerzt das Gute, das wir zwar erlebt haben, aber in uns nicht angekommen ist *

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Re: Selbstwirksamkeit

Beitrag von TheRealDeal » Samstag 28. Juli 2018, 21:06

fidelchen hat geschrieben:
Freitag 27. Juli 2018, 13:08
zumsel hat geschrieben:
Freitag 27. Juli 2018, 11:23
"Wer keine Beziehung hat will auch keine."
Nö, dem Satz kann ich einfach nicht zustimmen, egal wie man es beschreibt ;)...
Also dem Satz würde ich auch nicht zustimmen, wenn ich nicht wüsste, dass der Mensch grundsätzlich zu dazu neigt, Vermeidungsstrategien "zu fahren".

Natürlich reicht es nicht aus, "nur" ich selbst zu sein. Aber es ist die Basis dafür, dass sich meine Themen überhaupt zeigen können. Und dann ist es halt eine Frage der Selbstreflexion, wie weit ich komme, wenn ich mich diesen zuwende. Das kann hart, schonungslos und schmerzhaft werden.

Ich sage aber auch und verurteile niemanden, der sich seinen Themen nicht zuwendet, dass die eigenen Themen so schwerwiegend sein können, dass es deshalb (noch) nicht geht. Wobei mich die Erfahrung lehrt, dass wir einen gnädigen Schöpfer haben, der jedem Menschen nur so viel in seinen Rucksack packt, wie dieser auch bewältigen kann. Hat also jemand das Gefühl, dass ihm alles zu schwer wird, sollte er sich vergewissern, ob die Dinge, die er mit sich herum trägt, ihm auch gehören...
Die beiden wichtigsten Tage deines Lebens sind der Tag, an dem du geboren wurdest, und der Tag, an dem du herausfindest, warum. – Mark Twain

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Re: Selbstwirksamkeit

Beitrag von bettaweib » Samstag 28. Juli 2018, 21:15

TheRealDeal hat geschrieben:
Samstag 28. Juli 2018, 21:06


.......Wobei mich die Erfahrung lehrt, dass wir einen gnädigen Schöpfer haben, der jedem Menschen nur so viel in seinen Rucksack packt, wie dieser auch bewältigen kann. Hat also jemand das Gefühl, dass ihm alles zu schwer wird, sollte er sich vergewissern, ob die Dinge, die er mit sich herum trägt, ihm auch gehören...
Schön gesagt....
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Re: Selbstwirksamkeit

Beitrag von Tintenmalerin » Dienstag 7. August 2018, 02:15

Ninja Turtle hat geschrieben:
Donnerstag 26. Juli 2018, 05:53
Tintenmalerin hat geschrieben:
Donnerstag 26. Juli 2018, 01:16
In was für Situationen schaffst du es denn am besten, dich klar zu positionieren?
Situationen, wo es eben nicht um Emotionen geht? :gruebel:
Ist wirklich schwer zu beantworten. :schwitzen:
Also im Grunde im öffentlichen bzw. beruflichen Kontext, wo die eigenen Wünsche nicht den Wünschen von jemand anderem (der einem selbst wichtig ist) widersprechen könnten?
Das kommt mir bekannt vor...
TheRealDeal hat geschrieben:
Donnerstag 26. Juli 2018, 22:01
Weißt du, ich bin ja der Sohn eines Landwirts. Vielleicht bist du jetzt in der Phase vor der Ernte. In der (wichtigen) Phase, wo es darum geht, auf die Kräfte zu vertrauen, loslassen zu können. Wenn du den Boden für die Saat gut vorbereitet hast, einen guten Zeitpunkt zur Aussaat gefunden hast, du dich um Düngung und so genannte Unkräuter gekümmert hast, deine Pflanzen keine Krankheiten haben, ist deine Arbeit getan. Und dann kannst du nichts mehr tun (außer beten vielleicht), die Kräfte müssen nun dafür sorgen, dass die Ernte gut wird. Du bist im Grunde zum tatenlosen warten verdammt, bevor du den richtigen Zeitpunkt zur Ernte bestimmst. Dieses "aushalten können", sich selbst zuzugestehen, die Dinge nicht mehr unter Kontrolle zu haben, kann und sollte man (meiner Meinung nach) auch lernen. Ich habe diese Zyklen tief in mir verankert. Deswegen kann ich (vielleicht zu gut) warten. Ich stehe vor meiner Ernte. Vielleicht morgen, vielleicht übermorgen, oder später. Die Zeit der Ernte wird aber sicher kommen.
Ich glaube, das beschreibt recht gut das Gefühl, dass ich letztes Jahr hatte...
Mannanna hat geschrieben:
Freitag 27. Juli 2018, 10:52
Naja, wenn man sagt, daß man Liebe will, wird man ausgelacht und wenn man sagt, daß man Sex will, kriegt man eine Ohrfeige. Von daher ist es nicht ratsam, klar die Wünsche zu äußern.
Ich dachte eher an etwas davor bzw. dazwischen. Sich näher kennenlernen wollen, Zeit miteinander verbringen wollen, sich körperlich näher kommen wollen...
Liebe bzw. Sex steht ja für die wenigsten direkt am Anfang.

Aber das hat Stabil auch schon anschaulich ausgeführt;
Stabil hat geschrieben:
Freitag 27. Juli 2018, 20:39
[...] bekanntlich gibt es KEINE Methode, durch die man zu einer GARANTIERTEN Wunscherfüllung kommen könnte. Es ist im Leben notwendig, dass man mit der nicht Erfüllung von Wünschen gut umgehen kann.

[...] Ich habe es weiter oben schon angedeutet: Das Äussern von Wünschen ist nicht das Aufgeben einer Bestellung. In der Entstehung einer Beziehung muss sehr viel passieren, bis man Liebe erlebt. Und es muss auch viel passieren, bis es für zwei Menschen passt, dass sie gemeinsam Sex erleben. Dazu gehört auch, dass man zunächst viele kleinere Wünsche an einander richtet. Dadurch können Beide ein Gefühl dafür bekommen, wie sie mit ihren Wünschen umgehen. Während dessen muss man auch noch mit seinem sexuellen und emotionalen Begehren gut um gehen können. [...]

Ohne das Äussern von Wünschen kommt man nicht zusammen. Von daher ist es ratsam, den Entwicklungsprozess des Begegnens bis zur Beziehung zu pflegen und zu beachten, auf die Partnerin zu achten und die Wünsche zur passenden Zeit zu auszusprechen.
zumsel hat geschrieben:
Freitag 27. Juli 2018, 11:23
Das äußert sich meiner Meinung nach bei manchen hier im Forum darin, dass sie sagen, dass man bei der Partnersuche darauf angewiesen ist, dass jemand anderes "ja" sagt.

Meine Meinung dazu ist aber eine andere.

[...]Glück, so meine interpretation, hängt davon ab wie sehr man im Einklang mit sich selbst ist. Dazu gehört auch zu wissen, dass man bei der Partnersuche selber etwas bewirken kann und nicht fremdgesteuert auf die Gunst anderer angewiesen ist.
Welche Rolle spielt denn dabei noch das "Ja" des anderen?
Ich emfinde ein klares "Ja" vom Gegenüber als unbedingt notwendig für eine Liebesbeziehung.
Mir ging es ja - plakativ gesagt - darum, selbst klar (und enthusiastisch) "Ja" sagen zu können, damit auch ein ebenso klares "Ja" zurückkommen kann.
Und "Nein" sagen zu können, um mit ungewolltem Interesse umgehen zu können, aber auch um ein "Nein" besser akzeptieren zu können, wo man sich ein "Ja" gewünscht hat.
Nonkonformist hat geschrieben:
Freitag 27. Juli 2018, 20:24
Mein beziehungslosigkeit ist nicht wirklich so gewollt. Zumindestens nicht auf bewuste ebene. Ich hatte mein leben, die sachen die mich gluecklich gemacht haben, gerne mit jemanden geteilt.
Ja, dein Leben teilen. Aber du hast oft genug betont, wieviele Negativbeispiele von destruktiven Beziehungen du kennst.
Ich glaube, du hast keine ausreichend plastische Vorstellung davon, wie eine für dich funktionierende Beziehung aussehen würde. Daher auch deine Schutzmechanismen und dein Theoriegebäude, die effektiv verhindern, dass du in eine (negative) Beziehung gerätst.
Tintenmalerin hat geschrieben:
Donnerstag 26. Juli 2018, 01:16
Mal ne ganz andere Frage: Könntest du drei Dinge nennen, die du und ich gemeinsam haben?
Dafuer kenne ich dich zu schlecht. Ich denke auch nicht das was man hier so schreibt ein komplettes bild ermittelt.

Laut deine introduktion sind wir beide kreativ - zeichnen, schreiben, das ist schon mal eine gemeinsamkeit.
Du hast probleme mit hypersensibilitaet.
Du hast probleme mit beruehrungen, ich auch, sicher was intimitaeten angeht mit menschen in den ich nicht verliebt bin.

Du glaubst eine depression zu haben, das teilen wir.

Wir beide brauchen mehr als eine koerperliche attraktion um uns wirklich fuer jemanden auf eine romantische ebene zu interessieren.
Interessant. Damit hast du mich jetzt fast überrascht, aber eigentlich doch eher den Eindruck verstärkt, den ich von dir habe.
Allerdings habe ich keine Probleme mit Hypersensibilität. Dadurch sind nur die Herausforderungen, die sich mir stellen, andere.
Und ich glaube es nicht nur, ich habe eine (wiederkehrende) Depression.
Die Angst vor Berührungen habe ich in der Form nicht mehr, auch wenn ich da immer noch sehr zurückhaltend bin.
Ansonsten hast du etwa die Dinge genannt, die ich auch genannt hätte, nur etwas anders ausgedrückt.
Das Leben ist einzigartig und wunderschön, selbst wenn es gerade schwer zu ertragen ist.

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Re: Selbstwirksamkeit

Beitrag von Nonkonformist » Dienstag 7. August 2018, 06:44

Tintenmalerin hat geschrieben:
Dienstag 7. August 2018, 02:15
Nonkonformist hat geschrieben:
Freitag 27. Juli 2018, 20:24
Mein beziehungslosigkeit ist nicht wirklich so gewollt. Zumindestens nicht auf bewuste ebene. Ich hatte mein leben, die sachen die mich gluecklich gemacht haben, gerne mit jemanden geteilt.
Ja, dein Leben teilen. Aber du hast oft genug betont, wieviele Negativbeispiele von destruktiven Beziehungen du kennst.
Ich glaube, du hast keine ausreichend plastische Vorstellung davon, wie eine für dich funktionierende Beziehung aussehen würde. Daher auch deine Schutzmechanismen und dein Theoriegebäude, die effektiv verhindern, dass du in eine (negative) Beziehung gerätst.
In meine eigene familie gab es eigentlich nur katastrophal schlechte beziehungen, meist deswegen, das die partner zu unterschiedlich waren und nicht kompatibelen lebensziele und wertvorstellungen hatten. Auch in mein freundeskreis hat es gerade aus diese grunden auf dauer haufig nicht gepasst. Die beziehungen die gehalten haben, waren beziehungen, in denen die partner sich in sachen lebensziele, wertvorstellingen, interessen, bildungsgrad, etc, eher ziemlich aehnlich waren. Die habe ich meist eher von grossere entfernung gesehen, das direkte umfeld aus meinen jugend hat mich gezeigt das beziehungen ziemlich die hoelle sein koennen, und das so einigen es nicht mal schaffen, sich aus solchen destruktuiven beziehungen zu entfernen. Das, womit ich am meisten vertraut bin, waren beziehungen die null funktioniert haben.
Ein fuer mich funktionierendes modell waere zwei selbstverwirklichende partner ohne familiengruendungswuensch die sich gegenseitig unterstutzen bei dasjenige das sie im leben erreichen wollen - und dazu natuerlich schoene gemeinsame sachen unternehmen. Eine starke emotional-empatische band mit einen aufrichtigen interesse in den anderen als einzigartigen person, der im grossem ganzen so akzepiert wird, so wie er/sie ist, ohne grosse aenderungswuensche, soll dabei das fundament sein. Das standartmodel: langweilige 08/15 job, nur wegen des geldes: berufliche risiken vermeiden wegen der verantwortung einer familie, kinder dasjenige an den alles andere untergeordnet ist, stark integriert in einen grossfamilie und nachbarschaft, der einem einen art gruppenidentiteat verleiht, aktives teil so einer nachbarschaft, ein PKW weil jeder so ein ding hat, etc, gab es fuer mich immer zu vermeiden, das war wohl das allerletzte was ich wollte, und ich bin frauen fuer wem so was der lebenstraum war lieber aus den weg geblieben. Eine derartige frau wuerde ich aendern wollen, also gehe mit so jemanden gar keine beziehung an. Seit ich gleichzeitig eine ziemlich romantische und monogame ader habe, und sex wegen der sex und offene beziehungen nicht mein ding sind, sind passende frauen nicht einfach zu finden, eine kombination aus alle dieser sachen gibt es eher selten. (Ich kenne einige beispiele von beziehungen so wie ich die mir wuensche, unmoeglich ist es nicht.)
Tintenmalerin hat geschrieben:
Dienstag 7. August 2018, 02:15
Interessant. Damit hast du mich jetzt fast überrascht, aber eigentlich doch eher den Eindruck verstärkt, den ich von dir habe.
Allerdings habe ich keine Probleme mit Hypersensibilität. Dadurch sind nur die Herausforderungen, die sich mir stellen, andere.
Und ich glaube es nicht nur, ich habe eine (wiederkehrende) Depression.
Die Angst vor Berührungen habe ich in der Form nicht mehr, auch wenn ich da immer noch sehr zurückhaltend bin.
Ansonsten hast du etwa die Dinge genannt, die ich auch genannt hätte, nur etwas anders ausgedrückt.
Ich habe, seit den vorherigen post, in den Fuer die Vergebenen-thread deine 'kontaktanzeige' gelesen, und so unaehnlich sind wir uns gar nicht: hochsensibel, melancholisch, demisexuell, idealistisch, eigensinnig, widerspruchlich: das trifft ales auch auf mich zu. Du bist aber um einiges optimistischer und weniger zynisch als ich, mit einen grosseren vertrauen in deinen mitmenschen. Und wahrscheinlich auch ein bisschen flexibeler, wie du dein leben gestallten moechtest.
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Re: Selbstwirksamkeit

Beitrag von zumsel » Dienstag 7. August 2018, 08:57

Tintenmalerin hat geschrieben:
Dienstag 7. August 2018, 02:15
zumsel hat geschrieben:
Freitag 27. Juli 2018, 11:23
Das äußert sich meiner Meinung nach bei manchen hier im Forum darin, dass sie sagen, dass man bei der Partnersuche darauf angewiesen ist, dass jemand anderes "ja" sagt.

Meine Meinung dazu ist aber eine andere.

[...]Glück, so meine interpretation, hängt davon ab wie sehr man im Einklang mit sich selbst ist. Dazu gehört auch zu wissen, dass man bei der Partnersuche selber etwas bewirken kann und nicht fremdgesteuert auf die Gunst anderer angewiesen ist.
Welche Rolle spielt denn dabei noch das "Ja" des anderen?
Ich emfinde ein klares "Ja" vom Gegenüber als unbedingt notwendig für eine Liebesbeziehung.
Mir ging es ja - plakativ gesagt - darum, selbst klar (und enthusiastisch) "Ja" sagen zu können, damit auch ein ebenso klares "Ja" zurückkommen kann.
Und "Nein" sagen zu können, um mit ungewolltem Interesse umgehen zu können, aber auch um ein "Nein" besser akzeptieren zu können, wo man sich ein "Ja" gewünscht hat.
Das "Ja" zueinander sagen ist auch für mich ein elementarer Bestandteil einer Beziehung genau so wie es wichtig für mich ist "nein" zu sagen, wenn ich etwas nicht möchte. Ich verstehe Selbstwirksamkeit als meine Überzeugung, auch schwierige Situationen und Herausforderungen aus eigener Kraft erfolgreich bewältigen zu können. Wenn ich "Ja" oder "Nein" zu etwas sage, dann habe ich meistens diese Überzeugung, auch wenn Unsicherheiten mitschwingen können. Du scheinst ähnlich zu denken,wenn ich deinen Eröffnungspost lese.

Ich habe in meinem Post meine Wahrnehmung anderer Einfliessen lassen, was ich im nachhinein blöd finde, weil rüberkommen könnte als zeige ich mit einem Finger auf sie. Da du es zitiert hast möchte ich dennoch darauf eingehen.

Die Überzeugung die Partnersuche aus eigener Kraft mitt einem Happy End abschließen zu können hat mich lange beschätigt. Zum einen hatte ich eine mir innewohnende Überzeugung, dass irgendwann alles gut wird. Dem gegenüber sah ich, dass es jemand geben muss, der auch zu mir "Ja" sagt. Fokussiert man sich aber nur darauf, dann ist man nicht mehr bei sich. Man ist bei jemand anderem. Man kann andere aber nicht ändern. Man ist ihrer Meinung ausgeliefert. -Man verliert dadurch seine Selbstwirksamkeit und macht sich zum Spielball. Darauf wollte ich hinweisen.

Daher finde ich deine Ansichten total spannend sich aus dieser Hilflosikeit herauszunehmen, indem man selber ganz klar sagt was man will. Denn selbst, wenn man dann ein "nein" bekommt hat man dennoch eine schwierige Situation gemeistert und ist sich selbst treu geblieben. Das fühlt sich für mich besser an als ewig an vergangenen Situationen herumzuleiden und sich selbst zu bemitleiden, weilman auf die Gunst eines anderen angewiesen ist.
Frauen sind die Juwelen der Schöpfung. Man muß sie mit Fassung tragen.

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Re: Selbstwirksamkeit

Beitrag von Tintenmalerin » Sonntag 12. August 2018, 17:10

Nonkonformist hat geschrieben:
Dienstag 7. August 2018, 06:44
In meine eigene familie gab es eigentlich nur katastrophal schlechte beziehungen, meist deswegen, das die partner zu unterschiedlich waren und nicht kompatibelen lebensziele und wertvorstellungen hatten. Auch in mein freundeskreis hat es gerade aus diese grunden auf dauer haufig nicht gepasst. [...] das direkte umfeld aus meinen jugend hat mich gezeigt das beziehungen ziemlich die hoelle sein koennen, und das so einigen es nicht mal schaffen, sich aus solchen destruktuiven beziehungen zu entfernen.
Hast du Angst, dass dir das dann auch nicht gelingen würde, eine katastrophale Beziehung zu beenden?
Ein fuer mich funktionierendes modell waere zwei selbstverwirklichende partner ohne familiengruendungswuensch die sich gegenseitig unterstutzen bei dasjenige das sie im leben erreichen wollen - und dazu natuerlich schoene gemeinsame sachen unternehmen. Eine starke emotional-empatische band mit einen aufrichtigen interesse in den anderen als einzigartigen person, der im grossem ganzen so akzepiert wird, so wie er/sie ist, ohne grosse aenderungswuensche, soll dabei das fundament sein. [...] Seit ich gleichzeitig eine ziemlich romantische und monogame ader habe, und sex wegen der sex und offene beziehungen nicht mein ding sind, sind passende frauen nicht einfach zu finden, eine kombination aus alle dieser sachen gibt es eher selten. (Ich kenne einige beispiele von beziehungen so wie ich die mir wuensche, unmoeglich ist es nicht.)
Kannst du dir denn auch Beziehungen zwischen den beiden Extremen "Ideal" und "Katastrophe" vorstellen? Oder (lösbaren) Konflikte auch in gesunden, gut laufenden Beziehungen aufkommen können?
Und woran erkennst du bei einer Frau, dass so eine Beziehung mit ihr möglich ist?
Ich habe, seit den vorherigen post, in den Fuer die Vergebenen-thread deine 'kontaktanzeige' gelesen, und so unaehnlich sind wir uns gar nicht: hochsensibel, melancholisch, demisexuell, idealistisch, eigensinnig, widerspruchlich: das trifft ales auch auf mich zu. Du bist aber um einiges optimistischer und weniger zynisch als ich, mit einen grosseren vertrauen in deinen mitmenschen. Und wahrscheinlich auch ein bisschen flexibeler, wie du dein leben gestallten moechtest.
Ja, das trifft es auch aus meiner Sicht ziemlich gut :)
Schade, dass du nur den Teil vom Thread-Titel genannt hast, der nicht auf mich zutrifft :mrgreen:
zumsel hat geschrieben:
Dienstag 7. August 2018, 08:57
Ich verstehe Selbstwirksamkeit als meine Überzeugung, auch schwierige Situationen und Herausforderungen aus eigener Kraft erfolgreich bewältigen zu können. Wenn ich "Ja" oder "Nein" zu etwas sage, dann habe ich meistens diese Überzeugung, auch wenn Unsicherheiten mitschwingen können. Du scheinst ähnlich zu denken,wenn ich deinen Eröffnungspost lese.
Ja, würde ich auch so sehen.
Für mich bedeutet Selbstwirksamkeit zum einen, dass ich mein Leben selbst in die Hand nehmen muss und kann - ich treffe meine Entscheidungen -, und zum anderen, dass ich stark genug bin, mit allem umzugehen, was von außen kommen mag.
Die Überzeugung die Partnersuche aus eigener Kraft mitt einem Happy End abschließen zu können hat mich lange beschätigt. Zum einen hatte ich eine mir innewohnende Überzeugung, dass irgendwann alles gut wird. Dem gegenüber sah ich, dass es jemand geben muss, der auch zu mir "Ja" sagt. Fokussiert man sich aber nur darauf, dann ist man nicht mehr bei sich. Man ist bei jemand anderem. Man kann andere aber nicht ändern. Man ist ihrer Meinung ausgeliefert. -Man verliert dadurch seine Selbstwirksamkeit und macht sich zum Spielball. Darauf wollte ich hinweisen.
Also im Grunde eine Frage des Fokus' und der Perspektive?
Daher finde ich deine Ansichten total spannend sich aus dieser Hilflosikeit herauszunehmen, indem man selber ganz klar sagt was man will. Denn selbst, wenn man dann ein "nein" bekommt hat man dennoch eine schwierige Situation gemeistert und ist sich selbst treu geblieben. Das fühlt sich für mich besser an als ewig an vergangenen Situationen herumzuleiden und sich selbst zu bemitleiden, weilman auf die Gunst eines anderen angewiesen ist.
Das faszinierende daran ist, dass ich durch das Gefühl der Selbstwirksamkeit wieder mehr Mut und Raum habe, mit anderen Menschen in Kontakt und Resonanz zu kommen.
Gemeinschaft ist nicht mehr etwas, in dem ich untergehe (oder eine Beziehung etwas, in dem ich mich verliere), oder wo ich außen vor stehe, sondern etwas, an dem ich teilhaben kann. Und zwar so stark oder so wenig eingebunden, wie ich das möchte.
Das Leben ist einzigartig und wunderschön, selbst wenn es gerade schwer zu ertragen ist.

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Re: Selbstwirksamkeit

Beitrag von Nonkonformist » Sonntag 12. August 2018, 17:55

Tintenmalerin hat geschrieben:
Sonntag 12. August 2018, 17:10
Hast du Angst, dass dir das dann auch nicht gelingen würde, eine katastrophale Beziehung zu beenden?
Bin schon mal viel zu lange in einen eigentlich ziemlich destruktiven kumpelfreundschaft haengen geblieben.
Bin ziemlich loyal und habe eine masochistische ader - also ja, das traue ich mir sicher zu.
Tintenmalerin hat geschrieben:
Sonntag 12. August 2018, 17:10
Ein fuer mich funktionierendes modell waere zwei selbstverwirklichende partner ohne familiengruendungswuensch die sich gegenseitig unterstutzen bei dasjenige das sie im leben erreichen wollen - und dazu natuerlich schoene gemeinsame sachen unternehmen. Eine starke emotional-empatische band mit einen aufrichtigen interesse in den anderen als einzigartigen person, der im grossem ganzen so akzepiert wird, so wie er/sie ist, ohne grosse aenderungswuensche, soll dabei das fundament sein. [...] Seit ich gleichzeitig eine ziemlich romantische und monogame ader habe, und sex wegen der sex und offene beziehungen nicht mein ding sind, sind passende frauen nicht einfach zu finden, eine kombination aus alle dieser sachen gibt es eher selten. (Ich kenne einige beispiele von beziehungen so wie ich die mir wuensche, unmoeglich ist es nicht.)
Kannst du dir denn auch Beziehungen zwischen den beiden Extremen "Ideal" und "Katastrophe" vorstellen? Oder (lösbaren) Konflikte auch in gesunden, gut laufenden Beziehungen aufkommen können?
Und woran erkennst du bei einer Frau, dass so eine Beziehung mit ihr möglich ist?
Ideal ist so ein wort, keine meiner OdBs war 100% passend. Es waren nur die einzigen mit wem ich mich ein beziehung habe vorstellen koennen. (Es gab noch etwa zehn mehr in den ich so halbwegs verliebt war und wo ich mir sex habe vorstellen koennen, und alle anderen frauen haette ich nicht mal kuessen wollen.) Ich kann nur meine eigene bereitschaft fuer eine beziehung so halbwegs vorstellen: bei den meisten frauen die ich kenne waere ich nicht mal zu kleine kompromisse bereit, fuer meine OdBs hatte ich wohl opfer geleistet - fuer meine grosste Liebe haette ich sogar das adoptieren eines kindes in betracht genommen.
Eine andere meiner OdBs war extrem Christlich, hat nicht mal an evolution geglaubt - ich haette es akzeptiert aber wuerde mit sicherheit nicht mit in der kirche gegangen. In sachen offene beziehungen sind bei mir keine kompromisse moeglich. Da bin ich einfach viel zu eifersuechtig.
Ein leben rein nach kleinbuergerlichen pragmatischen spiessermodell nach gesellschaftlichen pflichtprogramm haette ich wohl fuer keiner uebrig gehabt.
Was ist ja loesbar?
Wann ich nach Norden will und sie nach Osten, kann man sich auf richtung Nord-Ost einigen.
Will sie aber richtung sueden, na ja, dann geht's wohl nirgendwo hin.
Und ich befuerchte, das trifft fuer typen wie mich wohl auf den meisten frauen zu.

Ueberigens, um bei einen anderen diskussion noch mit rein zu springen: wann ein bindungsaengstiger 'Nein' sagt, muess das nicht unbedingt 'Nein' bedeuten. Ich habe auch mal aus reiner panik OdBs von mir weggeschubst, wann ich eigentlich Ja haette machen sollen....
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Re: Selbstwirksamkeit

Beitrag von Sinnsucher » Sonntag 12. August 2018, 21:54

Tintenmalerin hat geschrieben:
Montag 9. Juli 2018, 00:41
Ich wollte bloß nie jemanden damit einschränken, dass ich etwas entscheide, selbst wenn es darum ging, meine eigenen Grenzen zu akzeptieren.
...
Also... Selbstwirksamkeit im Umgang mit anderen Menschen bedeutet - für mich - sich selbst klar zu positionieren, authentisch zu sein, zu seinen Wünschen zu stehen und damit Beziehungen aktiv mitzugestalten. Fassbar zu sein, sich selbst einzubringen und gleichzeitig mit anderen in Kontakt zu kommen.
Ich habe letztens meine bisher schlimmste psychische Krise durchlebt. Ohnmacht, Perspektivenlosigkeit, das Gefühl nicht für mich sorgen zu können.

In dieser Phase habe ich erkannt, dass ich für den Großteil des Unglücks das mir widerfährt selbst verantwortlich bin (bzw habe ich das zum ersten mal akzeptieren können...). Nicht durch aktives dran Arbeiten. Aber durch Unterlassung.
Ich bin für fahrlässige Unterlassung der Selbstfürsorge selbst verantwortlich.

Deshalb kann ich mich Zumsels Aussage sehrwohl anschließen. Zumindest für mich gilt sie:
zumsel hat geschrieben:
Freitag 27. Juli 2018, 11:23
"Wer keine Beziehung hat will auch keine." Dieses Denken ist unbequem, ich weiß. Aber ich sage das nicht um zu verletzen, sondern um darüber zu diskutieren.
Alle Einwände sind Rationalisierungen einer emotionalen Wahrheit, vor der ich mich schützen will.

Sobald das erkannt ist, wird die Selbstermächtigung möglich. Ich habe erst jetzt gemerkt wie stark ich unter meine Unauthentizität gelitten habe. Jetzt beginnt der lange Weg der Emanzipation.
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Re: Selbstwirksamkeit

Beitrag von Sinnsucher » Sonntag 12. August 2018, 22:06

Nonkonformist hat geschrieben:
Mittwoch 18. Juli 2018, 20:27
Ich glaube, nur so kann man zum ziviliserten mensch werden, nur wann man das tier in sich kein chance gibt und es einsperrt.
Hast du eigentlich mal den Steppenwolf von Hermann Hesse gelesen?
Der Protagonist Harry Haller und du wirkt auf mich wie Seelenverwandte. :) Im positiv-idealistischen, aber auch im tragischen Sinn.

Alles Liebe,
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Re: Selbstwirksamkeit

Beitrag von TheRealDeal » Montag 13. August 2018, 10:22

zumsel hat geschrieben:
Dienstag 7. August 2018, 08:57
Die Überzeugung die Partnersuche aus eigener Kraft mitt einem Happy End abschließen zu können hat mich lange beschätigt. Zum einen hatte ich eine mir innewohnende Überzeugung, dass irgendwann alles gut wird. Dem gegenüber sah ich, dass es jemand geben muss, der auch zu mir "Ja" sagt. Fokussiert man sich aber nur darauf, dann ist man nicht mehr bei sich. Man ist bei jemand anderem. Man kann andere aber nicht ändern. Man ist ihrer Meinung ausgeliefert. -Man verliert dadurch seine Selbstwirksamkeit und macht sich zum Spielball. Darauf wollte ich hinweisen.

Daher finde ich deine Ansichten total spannend sich aus dieser Hilflosikeit herauszunehmen, indem man selber ganz klar sagt was man will. Denn selbst, wenn man dann ein "nein" bekommt hat man dennoch eine schwierige Situation gemeistert und ist sich selbst treu geblieben. Das fühlt sich für mich besser an als ewig an vergangenen Situationen herumzuleiden und sich selbst zu bemitleiden, weilman auf die Gunst eines anderen angewiesen ist.
Gut erkannt... ;) Es gibt eben auch ein gesundes Maß an Egoismus. Wenn ich nicht "bei mir" bin, bin ich nicht richtig in meiner männlichen Kraft. Dann geht es mir nicht gut und daran leidet meine Beziehungsfähigkeit. Attraktiv kann vieles sein, ein Teil davon ist mit Sicherheit, dass man zuerst zu sich selbst "Ja" sagen kann. Das kann man lernen und dabei ist es auch unerheblich, was in meiner Biografie zu finden ist. Man kann auch "Ja" zur Sche*ße sagen... ;)

Und nochmal: Auch (oder gerade) die Sche*ße in unseren Biografien macht uns zu dem, was wir sind. Wenn man dazu stehen kann, können das sehr wertvolle Erfahrungen sein. Auf jeden Fall sind sie einzigartig. Es gibt also etwas, was man selbst an sich lieben kann. Und eben auch andere Menschen. Es ist nicht unsere Aufgabe perfekt zu sein, sondern unsere Individualität auszuleben.
Die beiden wichtigsten Tage deines Lebens sind der Tag, an dem du geboren wurdest, und der Tag, an dem du herausfindest, warum. – Mark Twain

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Re: Selbstwirksamkeit

Beitrag von Tintenmalerin » Montag 20. August 2018, 01:19

Nonkonformist hat geschrieben:
Sonntag 12. August 2018, 17:55
Ideal ist so ein wort, keine meiner OdBs war 100% passend. Es waren nur die einzigen mit wem ich mich ein beziehung habe vorstellen koennen.
Das "ideal oder katastrophal" bezog sich auf die Beziehung, nicht auf die Frau. Das gemeinsame Leben irgendwo dazwischen, aber näher am Ideal.
Da nennst du bisher immer nur die beiden Extreme.
Ein leben rein nach kleinbuergerlichen pragmatischen spiessermodell nach gesellschaftlichen pflichtprogramm haette ich wohl fuer keiner uebrig gehabt.
Du kannst dir also vorstellen, dich in eine Frau zu verlieben, die sich so eine Beziehung wünscht?
Woran machst du eigentlich fest, dass eine Frau zu dir passt? Ich hab den Eindruck, daran, dass du dich in sie verliebst. Andererseits weiß ich nicht, ob du dich vor der Verliebtheit groß damit beschäftigst, wie die jeweilige Frau sich eine Beziehung vorstellt. Das wäre ja ein wichtiger Punkt, um zu beurteilen, ob sie zu dir passt, oder?
Was ist ja loesbar?
Wann ich nach Norden will und sie nach Osten, kann man sich auf richtung Nord-Ost einigen.
Will sie aber richtung sueden, na ja, dann geht's wohl nirgendwo hin.
Und ich befuerchte, das trifft fuer typen wie mich wohl auf den meisten frauen zu.
Hm, das erinnert mich an etwas, dass eine Freundin mal gesagt hat; "Ich würde wenn lieber nach Norden ziehen, mein Mann aber lieber nach Süden. Also bleiben wir, wo wir sind."
Es kann natürlich sein, dass es nicht viele Frauen gibt, die zu dir passen und mit dir in die selbe Richtung gehen wollen. Aber du hast doch schon mehrere gefunden, wo du dir das zumindest vorstellen konntest. Und eine würde ja schon reichen.
Ueberigens, um bei einen anderen diskussion noch mit rein zu springen: wann ein bindungsaengstiger 'Nein' sagt, muess das nicht unbedingt 'Nein' bedeuten. Ich habe auch mal aus reiner panik OdBs von mir weggeschubst, wann ich eigentlich Ja haette machen sollen....
Es heißt aber wiederum auch nicht "Ja." Es ist wenn überhaupt nur ein "Jain", um mal den Begriff von Stephanie Stahl zu benutzen.
Wie sollte man den damit umgehen, wenn man so ein panisches "Nein" bekommt?
Und warum hättest du "Ja" sagen sollen, wenn du keines geben konntest?
Sinnsucher hat geschrieben:
Sonntag 12. August 2018, 21:54
Ich habe letztens meine bisher schlimmste psychische Krise durchlebt. Ohnmacht, Perspektivenlosigkeit, das Gefühl nicht für mich sorgen zu können.

In dieser Phase habe ich erkannt, dass ich für den Großteil des Unglücks das mir widerfährt selbst verantwortlich bin (bzw habe ich das zum ersten mal akzeptieren können...). Nicht durch aktives dran Arbeiten. Aber durch Unterlassung.
Ich bin für fahrlässige Unterlassung der Selbstfürsorge selbst verantwortlich.

[...]

Sobald das erkannt ist, wird die Selbstermächtigung möglich. Ich habe erst jetzt gemerkt wie stark ich unter meine Unauthentizität gelitten habe. Jetzt beginnt der lange Weg der Emanzipation.
Ich hätte es so nicht benannt, weil "Fahrlässige Unterlassung der Selbstfürsorge" so nach einer Straftat klingt und damit nach Schuld. Mir geht es eher um Eigenverantwortung.
Aber das klingt, als hättest du eine Erkenntnis gewonnen, die dir hilft. Ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem Weg der Emanzipation.
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Re: Selbstwirksamkeit

Beitrag von ComebackCat » Montag 20. August 2018, 16:29

zumsel hat geschrieben: "Wer keine Beziehung hat will auch keine."
Du siehst halt die Welt aus der Perspektive eines Mannes, der optisch zu den oberen 20 % gehört. Dann hat man es in der Tat sehr leicht mit der Beziehungssuche. Und wenn der sehr unwahrscheinliche Fall eintritt, dass man in seinem realen Umfeld keinen Erfolg hat, kann man immer noch auf Singlebörsen suchen oder anschließend halt in Problemforen wie diesem.
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Re: Selbstwirksamkeit

Beitrag von zumsel » Montag 20. August 2018, 17:12

ComebackCat hat geschrieben:
Montag 20. August 2018, 16:29
zumsel hat geschrieben: "Wer keine Beziehung hat will auch keine."
Du siehst halt die Welt aus der Perspektive eines Mannes, der optisch zu den oberen 20 % gehört. Dann hat man es in der Tat sehr leicht mit der Beziehungssuche. Und wenn der sehr unwahrscheinliche Fall eintritt, dass man in seinem realen Umfeld keinen Erfolg hat, kann man immer noch auf Singlebörsen suchen oder anschließend halt in Problemforen wie diesem.
Du hast mich doch noch nie live gesehen. Nicht das wir uns mal treffen und du singst : "♪♫ Geh mal Bier holen, du wirst schon wieder hässlich. ♪♫" :lach:

Ich spreche deficknietief nicht aus der Perspektive eines Schönlings der nie Probleme hatte. Im gegenteil. Auch jetzt noch bin ich mit mir und meinem Aussehen noch nicht wirklich im reinen. Ansonsten wäre ich nicht mehr hier. Ich spreche aus der Perspektive eines EX-ABs der immer noch dabei ist seinen Weg zu finden. Klar, einen Anfang habe ich gemacht. Aber nicht erst seitdem ich vergeben bin, denn zuvor war ich von meinen Äußerungen nicht wesentlich anders.

Als AB habe ich sehr gerne andere Menschen beobachtet. Immer wieder sah ich Menschen, die besser oder aber auch schlechter aussahen als ich und trotzdem vergeben waren. Ich habe daraus den Schluss gezogen, dass es nicht an der Optik liegen kann. Das, woran es bei mir lag, war meine unglaubliche Mimosenhaftigkeit und das ich Ängsten mehr aus dem Weg gehen wollte als das ich eine Beziehung gewollt habe. Und deshalb waren meine Versuche auch nicht von Erfolg gekrönt sondern in Wirklichkeit nur Aktionen um mich darauf auszuruhen, scheiße zu fühlen und ggf andere auch noch mit runterzuziehen mit meinem elendigem herumgeleide. Im nachhinein wirkt es auf mich so,als hätte ich mein Leiden bzw die Traurigkeit der Einsamkeit mehr geliebt als eine Beziehungg mit den ganzen herausforderungen der Partnersuche. Es war es mir oft nicht Wert konsequenter zu Handeln. Statt dessen blieb ich lieber bei der Theorie oder halbherzigen Versuchen. Das war im höchsten Maße unwirksam für mich selbst. Nicht zuletzt weil ich nicht bereit war mich dem Leben so wie es ist zu stellen und ihm meine eigene Note aufzudrücken.

Und genau das versuche ich jetzt anders zu machen. Mit Freude und Lust Dinge zu tun nicht mit Trauer und Frust. Und das bedeutet für mich auch genauer zu wissen was ich will. Manchmal war es nämlich völlig super nicht auf Partnersuche zu sein. Sich gehen zu lassen und seinen Alltag dahinplätschern zu lassen ohne das sich was in Sachen Partnersuche ergibt. Aber dann wollte ich in der Zeit auch nicht suchen,weil mir anderes wichtiger war. Und wenn ich mir das vor Augen hielt war ich auch weniger depri, weil es dann MEINE Entscheidung war. Genau so konnte ich mich aber auch entscheiden viel dafür zu tun einen Partner zu finden und gewisse Dinge in meinem Leben ändern.

Weißt du genau was du willst ?
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Re: Selbstwirksamkeit

Beitrag von zumsel » Montag 20. August 2018, 17:27

Axolotl hat geschrieben:
Freitag 27. Juli 2018, 14:19
zumsel hat geschrieben:
Freitag 27. Juli 2018, 11:23
"Wer keine Beziehung hat will auch keine."
Schwarz-weiß Denken.
Das ist ganz hilfreich, um wesentliches herauszuarbeiten :mrgreen:
Frauen sind die Juwelen der Schöpfung. Man muß sie mit Fassung tragen.

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Re: Selbstwirksamkeit

Beitrag von Kief » Montag 20. August 2018, 17:56

zumsel hat geschrieben:
Montag 20. August 2018, 17:27
Axolotl hat geschrieben:
Freitag 27. Juli 2018, 14:19
zumsel hat geschrieben:
Freitag 27. Juli 2018, 11:23
"Wer keine Beziehung hat will auch keine."
Schwarz-weiß Denken.
Das ist ganz hilfreich, um wesentliches herauszuarbeiten :mrgreen:
Manchmal.

Andersherum kann es auch den Blick trueben, wenn das Wesentliche auf einer Gradwanderung basiert.
Solche uebersieht man mit S/W-Denken gerne mal, und was damit machbar ist.


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Re: Selbstwirksamkeit

Beitrag von Axolotl » Montag 20. August 2018, 20:26

zumsel hat geschrieben:
Montag 20. August 2018, 17:27
Das ist ganz hilfreich, um wesentliches herauszuarbeiten :mrgreen:
Man sollte nur aufpassen, dass sich das Wesentliche nicht in den Grautönen verbirgt ;)
Es ist möglich keine Fehler zu machen und trotzdem zu verlieren. Das ist keine Schwäche, das ist das Leben.

Früher habe ich mich darüber geärgert, dass das Leben nicht fair ist. Dann habe ich erkannt, dass es noch viel schlimmer wäre, wenn das Leben fair wäre.

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Re: Selbstwirksamkeit

Beitrag von Sinnsucher » Montag 20. August 2018, 22:57

Tintenmalerin hat geschrieben:
Montag 20. August 2018, 01:19
Ich hätte es so nicht benannt, weil "Fahrlässige Unterlassung der Selbstfürsorge" so nach einer Straftat klingt und damit nach Schuld. Mir geht es eher um Eigenverantwortung.
Da hast du sicherlich recht. :/ Selbst noch in dieser Situation komme ich offenbar ohne Selbstgeißelung nicht aus.

Ich glaube uns geht es ums gleiche. :) Für mich hat "Eigenverantwortung" bisher nie die Dramatik vermittelt die eine Situation wie meine (zunehmende psychosomatische Eskalation) hatte. Der Begriff Eigenverantwortung wird in meinem Umfeld so inflationär gebraucht, dass ich nie realisiert habe, was er konsequent betrachtet bedeutet.

Wie würdest du denn (anhand von konkreten Beispielen) eigenverantwortliches vs. nicht eigenverantwortliches Handeln beschreiben? (Vor allem wenn man das Selbstbezichtigen weglässt...) :)
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~ Tim Ferriss

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