Selbsthilfe bei einer akuten Depression

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Eliza Jane
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Selbsthilfe bei einer akuten Depression

Beitrag von Eliza Jane » Freitag 8. Juni 2018, 22:44

Vor zwei Wochen wurde ich aus einer Tagesklinik entlassen. Trotz der Diagnose "Chronische Depressionen" erfolgte - wieder einmal - keine Einstellung auf Antidepressiva. Stattdessen erhielt ich einen Entlassungsbrief, der voller Fehler und einer falschen Diagnose war. Meine Psychiaterin war entsetzt. Nun habe ich im Moment wieder eine depressive Phase. Bei meiner Ärztin habe ich erst Ende August wieder einen Termin. Da ich sehr empfindlich reagiere, kann ich nicht während der Arbeit eingestellt werden. Die Chance, in der Tagesklinik eingestellt zu werden, wurde leider vertan. Ich bin in einem Callcenter tätig und muss mich ständig konzentrieren, so dass eine Einstellung während der Arbeit nicht möglich ist. Kennt Ihr Maßnahmen, um aus einer akuten depressiven Phase herauszukommen? Ich arbeite und versuche, so gut es geht, mich zusammenzureißen, aber es ist nicht einfach. Ich nasche viel, was alles noch schlimmer macht. Für Anregungen und Tipps bin ich dankbar.

Clochard
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Re: Selbsthilfe bei einer akuten Depression

Beitrag von Clochard » Freitag 8. Juni 2018, 23:04

Hast du keinen Hausarzt? Der kann dir auch Medikamente verschreiben und da musst du nicht bis August warten.

Und "ich arbeite im Callcenter und muss..." - du musst gar nix, wenn du es da nicht mehr packst, dann gehst du auch zu deinem Hausarzt und der schreibt dich dann für 1,2,3,4 Wochen krank.

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Re: Selbsthilfe bei einer akuten Depression

Beitrag von Sommersprosse » Samstag 9. Juni 2018, 06:42

Kannst du nicht bei der Psychiaterin anrufen und deine Notlage erklären? Vielleicht kann man ja irgendwas machen, dass du sie zeitnaher sehen kannst. Das würde ich in jedem Fall mit Nachdruck versuchen.
Dann würde ich überlegen, ob dir das arbeiten eher gut tut (Ablenkung) oder eher das Gegenteil bewirkt und die Depression verstärkt. Wenn letzteres, stimme ich Clochard zu - geh zum Hausarzt und lass dich krankschreiben. Wenn du dem Hausarzt vertraust und er etwas Ahnung von ADs hat, könnte er dir dann auch AD verschreiben (machen wohl die meisten) und versuchen dich einzustellen. Natürlich sollte man das besser mit einem Psychiater machen aber wenn es dir gerade so schlecht geht, würde ich das versuchen.
Bei einer Depression kann man sich übrigens gar nicht zusammenreißen! Das ist nur immer dieser schwachsinnige Tipp, den man vom Umfeld bekommt.
Bist du in ambulanter Therapie, so dass du wenigstens reden kannst? Hast du anderweitig Unterstützung (Freunde, Familie)?
Ich drücke dir fest die Daumen, dass du einen Weg für dich findest!!! :vielglueck:
Und am Ende suchen wir doch alle nur jemanden, bei dem wir unsere Maske fallen lassen können.

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kreisel
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Re: Selbsthilfe bei einer akuten Depression

Beitrag von kreisel » Samstag 9. Juni 2018, 11:32

Eliza Jane hat geschrieben:Die Chance, in der Tagesklinik eingestellt zu werden, wurde leider vertan. Ich bin in einem Callcenter tätig und muss mich ständig konzentrieren, so dass eine Einstellung während der Arbeit nicht möglich ist. Kennt Ihr Maßnahmen, um aus einer akuten depressiven Phase herauszukommen? Ich arbeite und versuche, so gut es geht, mich zusammenzureißen, aber es ist nicht einfach. Ich nasche viel, was alles noch schlimmer macht. Für Anregungen und Tipps bin ich dankbar.
eine schnelle Lösung fällt mir da leider auch nicht ein.

Ist ja echt blöd, dass in der Tagesklinik die Chance auf Medikamenteneinstellung nicht da war.
Woran lag es denn?

Ansonsten kann ich da Sommersprosse und Clochard zustimmen, entweder vom Hausarzt krankschreiben
lassen und ggf. auch hier begleiten lassen und /oder auch versuchen, den Termin bei der Psychiaterin vorzuziehen.

Oder halt warten bis die Phase vorbeigeht, weiter arbeiten, sich so durch-leiden, solche Phasen
hab ich auch durch, weil man denkt, nicht die Arbeit verlieren, keinen blöden Eindruck machen, bis es dann ggf.
irgendwie doch nicht mehr geht.

Und auch wie TheRealDeal (in dem Thread Depressionen, bin da gerade durcheinandergekommen und wollte
hier antworten, hab aber im Thread Depressionen gelesen und dort geantwortet :kopfstand: ) sagt, denke ich, dass bei einer mittelschweren Depression entsprechende Mittel nötig sind.
So ganz kleine Selbsthilfemethoden eher nicht weiterhelfen. Wie "ich bin heute leicht verstimmt, ich nehme heute abend ein Bad und dann bin ich wieder fit".


Ich bin dann, nach langem aushalten, verstecken, und selber rummurksen, irgendwann auch, wenn auch erst mit Ende 30 , den Weg der Medikamente gegangen. (so spät wegen dieser Einstellung "alles alleine machen, bloß keine Medikamente, bloß nicht abhängig vom Arzt und den Stoffen usw", was dann aber zum Teil ein Leiden ohne Ende war).
Das muss ja auch nicht für immer sein mit den Medikamenten, im Moment liebäugele ich wieder mit Absetzen, aber mir haben zwei Psychiater gesagt, dass ich mit meiner jahrzehntelangen Prägung, Stoffwechsel usw vermutlich lebenslang etwas nebenher nehmen müsste. (nebst Therapie).

Und irgendwann wenn ich mal raus bin aus der gröbsten Belastung und halbwegs schlafen kann oder den Tag verbringen ohne stark zu leiden, nimmt bestenfalls auch die akute Belastung ab, da ist für mich der Zeitpunkt, wo an Arbeit wieder zu denken ist und Arbeit mich auch stabilisiert.

Ich hab halt irgendwann mal meinen Teamleiter mit eingebunden, das war beängstigend, und die Maske
der Funktionalität ist gefallen (ich hasse das) und Scham mit dabei und das Denken, wertloser zu sein und ne Menge ausgleichen zu müssen, aber letztendlich fand ich es besser.
Ist natürlich auch keine Dauerlösung, Funktionalität ist für den Arbeitgeber eben doch wichtig, aber um mal
eine bestimmte Phase zu erklären war es in Ordnung.

Aber da könnte die Arbeitssituation bei dir ja auch ganz anders wirken, ob es gut ist zu arbeiten oder nicht,
oder ob Auszeit und wie die Arbeit auf die Gesundheit wirkt.

Zur Zeit weiß man ja auch schon was über Hirnplastizität und Veränderungen (die durch Therapie oder
bestimmtes Einstellungstraining / Mindfulness / Meditation stattfinden können), aber ich denke,
selbst wenn man es z B schafft, "erfolgreich" , also positiv verändernd, zu meditieren, dauert das doch m. E. ziemlich lange, ich rechne da eher mit Jahren, bis man sich und seinen Stoffwechsel, Gefühle, Automatismen, Hormonlage ect
umstellen kann, und auch das ist m. E. begrenzt, dass man auch immer wieder mit
seinem "inneren Hinke-bein" leben muss. Vielleicht werde ich aber irgendwann auch eines besseren
belehrt.

Wünsche auf jeden Fall viel Mut bei den nächsten Schritten, viel Kraft und eine gut machbare Lösung. :vielglueck:

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Eliza Jane
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Re: Selbsthilfe bei einer akuten Depression

Beitrag von Eliza Jane » Samstag 9. Juni 2018, 17:10

Danke für Eure Beiträge! Laut Entlassungsbrief hatte ich bei der Einweisung eine leichte Depression und bei Entlassung eine mittelschwere Depression. Es wurde von einer Einstellung abgesehen, weil ich schlechte Erfahrungen mit Antidepressiva gemacht hatte. Das stimmt, ist aber ca. 10 Jahre her. Außerdem hatte ich die Antidepressiva nur kurz am Wochenende ambulant ausprobiert, weil ich zweimal auf der Arbeit Ärger bekommen hatte, da ich aufgrund der Einstellung sehr durcheinander war. Deshalb ging ich in die Tagesklinik, denn ich wollte aufgrund meiner Empfindlichkeit unter Aufsicht eingestellt werden, wenn ich nicht arbeiten muss. Ich hatte in der Tagesklinik gesagt, dass meine Psychiaterin genau weiß, welche Medikamente ich probiert habe. Aber meine Bezugsperson schaffte es in den sechs Wochen meines Aufenthaltes nicht, die Unterlagen von meiner Ärztin anzufordern.

Eine Therapeutin habe ich hier nicht. Ich unterstütze mich weitgehend alleine.....Sonntags besuche ich immer meine Eltern. Mein Vater ist blind und sehr depressiv, meine Mutter leidet darunter. Früher bin ich sonntags oft gewandert, was ich für die Eltern jedoch fast völlig aufgegeben habe. Das ist sicherlich auch noch mal ein Grund, weshalb ich zu Depressionen neige im Moment.

Seit heute nachmittag geht es mir wieder etwas besser. Eine Bekannte hat sich heute gemeldet und ich bin dadurch abgelenkt.

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kreisel
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Re: Selbsthilfe bei einer akuten Depression

Beitrag von kreisel » Samstag 9. Juni 2018, 18:36

Eliza Jane hat geschrieben:
Samstag 9. Juni 2018, 17:10
Seit heute nachmittag geht es mir wieder etwas besser. Eine Bekannte hat sich heute gemeldet und ich bin dadurch abgelenkt.
Das klingt sehr schön :good:
Wäre es dir denn möglich, diese guten Zeiten wieder mehr zu leben, mehr Wandern gehen und
Bekannte treffen, die dir gut tun, wo du dich wohlfühlst mit?

Ich denke, bei heftigen Problemen (auch von der Familie) zieht innerlich ziemlich viel dahin, sich selbst aufzugeben
und nur die Probleme zu sehen.
Ich denke, das starke Aufopfern und Mitleiden und sein Leben einfrieren als Angehörige ist so ein normaler
Impuls, wirkt aber auch sehr lähmend.

In meiner SHG in der ich war, wurde die Haltung, für sich sorgen und trotzdem da sein für
die Eltern als "liebevolles Loslösen" benannt. (also sich nicht aus dem Staub machen und verurteilen,
schon mitfühlen, schon Kontakt halten, aber sich selbst so lieben, dass man aus seinen Ressourcen schöpft und nicht quasi co-abhängig, ganz in den Problemen aufgeht).

Vielleicht wäre das ja dann ein Ansatz für die jetzige Situation, dass du dir auch Zeiten für die schönen
Dinge nimmst und Zeiten für die Tätigkeiten und Kontakte, wo du entspannen kannst und was gut tut?

Wenn dein Gefühl viel mit der äußeren Belastung zu tun hat, vielleicht wäre da ein AD auch wirklich nicht
so dringend? Das würde ich dann eher nochmal mit der Psychiaterin besprechen, ob oder ob nicht.

Aber irgendeine Unterstützung wie Gespräche oder auch eine Angehörigengruppe von Kranken Familienangehörigen,
oder eine Hobbygruppe oder Ehrenamt (nicht ganz so problemfokussiert) sowas könnte vielleicht schon auch etwas auffangen und so eine innere Ausgeglichenheit bringen. Das fällt mir jetzt noch ein.

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Re: Selbsthilfe bei einer akuten Depression

Beitrag von Hoppala » Samstag 9. Juni 2018, 21:41

Ich vermute, der Job gibt ElizaJane etwas Sicherheit. Aber vielleicht, je nach dem, wie gut das Verhältnis zum Vorgesetzten ist, zeitweise Teilzeit machen bzw. anfragen?

Ein Grundproblem bei psychologischen Therapieansätzen ist, dass sie für eine dauerhafte Verbesserung auf eine Veränderung der Alltags/Umfelds und Unterstützung des engeren sozialen Umfelds setzen. Geht das nicht/gibt's das nicht, ist nach der Akuttherapie der Patient wieder genau da, wo er vorher war. Sozusagen dem Ertrinkenden etwas Mund zu Mund-Beatmung gegönnt, und wieder ins Becken geworfen ... manchmal reicht das dem Patienten, sich selbst zu retten. Immerhin.

ElizaJane: Du weißt selbst, was dir gut tut. Kontakt zu Lebendem. Wenn keine passenden Menschen da sind: Tiere. Notfalls geh in den Zoo. Auch Erwachsene dürfen in den Streichelzoo! Grüne Umgebung tut gut: Wald. Bewegung. Essen am besten in Gesellschaft. Wenn es irgendwie geht: nicht allein sein müssen (aber können, wenn man es will). Irgendjemand/eine Gruppe/ein Anlaufpunkt, wo man etwas reden kann, oder auch einfach nur schweigend dabei sein kann. Was das bei dri/für dich sein kann: musst du selbst überlegen.

Ich stelle mir gerad vor, ich wäre irgendwo ganz ohne Kontakte in einer kleineren Stadt - dann würde ich vielleicht (?) mal durch eine Kleingartenkolonie gehen und fragen, ob jemand Hilfe bei seiner Gartenpflege braucht?

Außerdem gibt es einen umfangreichen Satz kleiner "Übungen", die dem Körper helfen, ein kleines Wohlgefühl ins Gehirn zu senden. Immerhin das. Dafür gibt es unendlich viele "Methoden". Dein Arzt/Therapeut/Psychiater/Tagesklinik müssten eigentlich einen reichen Fundus haben zum Ausprobieren.

Und ganz zum Schluss: versuche etwas für dich zu verändern. Eine Kleinigkeit, einen Wunsch zu erfüllen, den du schon lange hattest; oder einfach so mal tun willst. Gönn es dir.
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Re: Selbsthilfe bei einer akuten Depression

Beitrag von Eliza Jane » Sonntag 10. Juni 2018, 11:38

@Hoppla und kreisel

Danke für Eure Beiträge! Ich versuche, so gut es geht, dafür zu sorgen, dass es mir gut geht. Ich habe ein kleines Haustier und nehme seit einiger Zeit wieder Blockflötenunterricht. Ich bin Mitglied in einem Fitnessstudio und bin Mitglied der deutsch-französischen Gesellschaft. Fast regelmäßig besuche ich den deutsch-englischen Stammtisch. Letzten Freitag war ich allerdings nicht da. Ich möchte nicht, dass man mir anmerkt, wenn es mir nicht gut geht. Zu oft habe ich erlebt, dass sich dann Menschen von mir abwenden.

Ich habe hier in Bielefeld kaum Kontakte, was natürlich schwierig für mich ist. Mit meiner Schwester kann ich über meine Probleme nicht reden; sie will davon nichts wissen, wir haben sowieso kaum Kontakt. Manchmal fühle ich mich zerrieben zwischen der "Fließbandarbeit" im Callcenter und der Sorge für die Eltern. Wenn die Eltern alt sind (87 und 90 Jahre), geht es ja nicht mehr um das Loslassen. Das Verhältnis dreht sich dann um und ich verspüre eine moralische Pflicht, jeden Sonntag nach ihnen zu schauen, auch wenn ich aus einem dysfunktionalen Elternhaus komme. Die beiden sind alt und hilfebedürftig. Meine Mutter pflegt meinen blinden Vater und leidet sehr darunter. Die Situation ist nicht einfach und ich kann und will die Eltern nicht sich selbst überlassen. Meine Schwester wohnt 400 km weit entfernt, so dass die Sorge an mir hängen bleibt. Und so versuche ich, so gut es geht, zu funktionieren zwischen Callcenter, Eltern und meinem Haushalt. Da ist es manchmal nicht so einfach, die Zeit für Fitnessstudio (wichtig wegen körperlicher Probleme), Blockflöte und Französisch zu finden. Auch merke ich natürlich, dass ich mit 60 Jahren nicht mehr so viel Kraft habe wie mit 30 oder 40. Es machen sich auch immer mehr gesundheitliche Probleme bemerkbar. Aber ich versuche, mich zusammenzureißen. Wenn ich es mir leisten könnte, würde ich die Arbeitszeit reduzieren. Das ist aber aus finanziellen Gründen nicht möglich. Aber wie gesagt, ich versuche, so gut es geht, schöne Dinge in meiner freien Zeit zu machen.

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Re: Selbsthilfe bei einer akuten Depression

Beitrag von schmog » Sonntag 10. Juni 2018, 11:43

Eliza Jane hat geschrieben:
Samstag 9. Juni 2018, 17:10
Danke für Eure Beiträge! Laut Entlassungsbrief hatte ich bei der Einweisung eine leichte Depression und bei Entlassung eine mittelschwere Depression. Es wurde von einer Einstellung abgesehen, weil ich schlechte Erfahrungen mit Antidepressiva gemacht hatte. Das stimmt, ist aber ca. 10 Jahre her. Außerdem hatte ich die Antidepressiva nur kurz am Wochenende ambulant ausprobiert, weil ich zweimal auf der Arbeit Ärger bekommen hatte, da ich aufgrund der Einstellung sehr durcheinander war. Deshalb ging ich in die Tagesklinik, denn ich wollte aufgrund meiner Empfindlichkeit unter Aufsicht eingestellt werden, wenn ich nicht arbeiten muss. Ich hatte in der Tagesklinik gesagt, dass meine Psychiaterin genau weiß, welche Medikamente ich probiert habe. Aber meine Bezugsperson schaffte es in den sechs Wochen meines Aufenthaltes nicht, die Unterlagen von meiner Ärztin anzufordern.

Eine Therapeutin habe ich hier nicht. Ich unterstütze mich weitgehend alleine.....Sonntags besuche ich immer meine Eltern. Mein Vater ist blind und sehr depressiv, meine Mutter leidet darunter. Früher bin ich sonntags oft gewandert, was ich für die Eltern jedoch fast völlig aufgegeben habe. Das ist sicherlich auch noch mal ein Grund, weshalb ich zu Depressionen neige im Moment.

Seit heute nachmittag geht es mir wieder etwas besser. Eine Bekannte hat sich heute gemeldet und ich bin dadurch abgelenkt.
Hast du keinen guten Hausarzt?

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Re: Selbsthilfe bei einer akuten Depression

Beitrag von Eliza Jane » Sonntag 10. Juni 2018, 16:31

@Schmog
Doch, habe ich. Aber bei psychischen Beschwerden verweist er lieber auf meiner Psychiaterin. Aber im Moment geht es ja wieder etwas besser zum Glück.

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Re: Selbsthilfe bei einer akuten Depression

Beitrag von OlliP » Montag 11. Juni 2018, 23:30

Hallo,

das hier ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber es ist hilfreich um zu verstehen, was in der Gedankenwelt im Kopf abläuft:

https://www.youtube.com/watch?v=piI0ySVSCGA

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