Andersartigkeit

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Le Chiffre Zéro
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Re: Andersartigkeit

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Mittwoch 16. Mai 2018, 11:50

FrankieGoesTo... hat geschrieben:
Sonntag 13. Mai 2018, 13:55
Ich mache immer genau so viele Dinge anders, dass ich selbst unter Sonderlingen noch anders ticke.
Das beschreibt mich nur zu gut.

Ich gehöre einigen Interessengemeinschaften an, die aus Sicht der breiten Masse sehr ungewöhnlich sind (und leider ausnahmslos einen massiven MÜ haben). In jeder einzelnen davon aber weiche ich wiederum von allen gängigen Standards ab.

Man hat natürlich Glück, wenn man das Abweichen unter Abweichenden als positiv verkaufen kann statt als negativ, als Feature statt als Bug. Aber man fällt eben auch aus dem, was nicht die Masse ist.
Automobilist hat geschrieben:
Sonntag 13. Mai 2018, 17:44
Eulen nach Athen tragen ? Bei den " bunten Vögeln " eingereiht zu sein - sagt ohnehin bereits alles aus.
Du triffst den Nagel auf den Kopf – sagt ein weiterer „bunter Vogel“.
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Sahne mit Bohnen
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Re: Andersartigkeit

Beitrag von Sahne mit Bohnen » Mittwoch 16. Mai 2018, 11:53

Karlsson hat geschrieben:
Sonntag 13. Mai 2018, 21:33
Ja, ich fühle mich auch andersartig...
Ich mixe mir meinen eigenen Lebens-Cocktail. Manche Dinge, die allgemein im Gespräch sind, z.B. der ESC, interessieren mich nicht, ich kann mich an Dinge erfreuen, die für andere wahrscheinlich langweilig sind... Ich kann nicht über alles lachen, worüber der Durchschnittsmensch gerne lacht.
Ich denke, daß ich in vielerlei Hinsicht schon ein bisschen 'anders' bin und nicht überall dazugehöre...
Mir gehts da genau so. Und nebenbei bin ich ja auch einfach nur Ich, was für jeden „normalen“ Menschen ja schon ist als hätte ich 7 Köpfe.
Es sind nicht deine Gedanken die zählen, Wichtig ist nur was du aus ihnen machst.
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Re: Andersartigkeit

Beitrag von Captain Unsichtbar » Mittwoch 16. Mai 2018, 13:00

Mir geht es eigentlich auch meist so. Den Durchschnittlichen bin ich zu sonderbar, den Sonderlingen zu normal... :sadman:
Ich kultiviere auch nicht wirklich extra eine Sonderlingsrolle, in dem ich bewusst anders sein möchte um mich irgendwie abzuheben. Daran habe ich kein Interesse. In manchen Dingen bin ich total durchschnittlich in anderen mache ich alles anders. So wie es für mich passt. Das kann sich sogar ändern über die Jahre.
Stabil hat geschrieben:
Sonntag 13. Mai 2018, 14:11
Auch das ist mir fremd. Mein Blick ist mein Blick und andere sehen, was sie sehen.
Das sehe ich auch so.
Es ist nicht meine Absicht mich irgendwie besonders abheben zu wollen, gegen die "langweilige", "verkommene" Masse. Was für mich passt, passt für mich, Punkt. Wie es Andere machen und weshalb ist nicht mein Bier. Mir ist aber mittlerweile aufgefallen, dass ironischerweise gerade die selbsternannten Individualisten dazu tendieren, am intolerantesten mit den Ansichten anderer umzugehen. :hammer:
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Re: Andersartigkeit

Beitrag von Knopfloch » Donnerstag 17. Mai 2018, 13:52

FrankieGoesTo... hat geschrieben:
Sonntag 13. Mai 2018, 13:55
Hallo Leutz,

kommt Ihr Euch auch so vor, als ob ihr nirgendwo richtig reinpasst?

Damit meine ich nicht, dass man sich wie vom anderen Stern fühlt...aber ich denke, mich kann man nicht in eine definierte Schublade stecken. Das würde mir nicht gerecht werden, verwirrt aber andere Menschen zu Beginn.

Ich mache immer genau so viele Dinge anders, dass ich selbst unter Sonderlingen noch anders ticke.

Ich nehme aus vielen Bereichen des Lebens was mit ohne mich diesem Bereich völlig hinzugeben und brau mir was eigenes draus - einen ganz eigenen Lifestyle-Cocktail. Während die angepassten da einen Tunnelblick entwickeln, bleibt meiner weiter offen.

Wie sieht es bei Euch aus?

Definitiv JA

Ich habe mir angewöhnt, das zu machen, was mir gut tut. Und wenn ich was nicht mag, obwohl alle Anderen es mögen und tun, dann mach ich es nicht. Ich habe überhaupt keine Lust mehr mich anzupassen, nur um zu gefallen.

Ich habe mir auch angewöhnt, das zu sagen, was ich für richtig halte. Natürlich eckt man damit an, aber warum soll ich lügen. Wenn mir was nicht gefällt, daß sage ich das und wenn ich was gut finde, dann auch. Und genau so gestehe ich Fehler ein und bitte um Entschuldigung.

Ich mag auch Andersartigkeit an anderen Menschen, denn genau das macht sie ja aus und ich wünschte ich würde mir da noch viel mehr zutrauen. Angepasste Menschen gibts genug. ;)

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Re: Andersartigkeit

Beitrag von Reinhard » Freitag 18. Mai 2018, 09:31

Das Thema taucht auch regelmäßig auf. Ist ja auch klar, dass mit dem Kennenlernen auch die Leute Probleme haben, die mit Gruppenaktivitäten und sogenanntem "gemeinsamen Spaß haben" nichts anfangen können und sich fühlen, als wären sie in den Gottesdienst einer anderen Glaubensrichtung geraten -- man kann sagen was es angeblich bewirken soll, kann es aber nicht nachvollziehen wie genau, glaubt auch nicht dran, und man kennt die Rituale nicht und macht nur mit, um selbst nicht als Fremdling aufzufallen ... :fessel:

Etwa so fühle ich mich regelmäßig, wenn ich mal ins Philosophieren komme. Im Alltag sind die Menschen noch eher verständlich, zum Glück. Aber vielleicht denke ich auch einfach nur zu viel ... :gruebel:
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

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Re: Andersartigkeit

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Freitag 18. Mai 2018, 10:55

Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Mittwoch 16. Mai 2018, 13:00
Mir geht es eigentlich auch meist so. Den Durchschnittlichen bin ich zu sonderbar, den Sonderlingen zu normal... :sadman:
Ich bin eher sowohl den Durchschnittlichen als auch den Sonderlingen jeweils zu sonderbar.
Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Mittwoch 16. Mai 2018, 13:00
Ich kultiviere auch nicht wirklich extra eine Sonderlingsrolle, in dem ich bewusst anders sein möchte um mich irgendwie abzuheben. Daran habe ich kein Interesse.
Ich weiß, das klingt unglaubwürdig, aber: ich auch nicht. Ich halte mich nur weit mehr an eigene Präferenzen als an Mitläufertum und an „das macht man eben so“. Es ist für mich selbst noch am angenehmsten und auch leichtesten, es so zu halten, wie ich will, statt so wie möglichst viele andere.

Durch und durch „Normale“ stellen es sich gern eher so vor, daß man, je weiter man sich von „Normalität“, Mainstream und Mitläufertum entfernt, sich um so mehr anstrengen muß – und daß die Anstrengung ab einem gewissen Grad der Abweichung so groß sein muß, daß dahinter zwingenderweise nur noch der Vorsatz stecken kann, möglichst stark von allen erdenklichen Normen abzuweichen.

Dem ist nicht so. Ich würde eher die totale Anpassung an den Mainstream und die Masse als hochgradig anstrengend und unangenehm empfinden, ebenso die totale Anpassung an die Norm innerhalb einer wie auch immer gearteten Subkultur.
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Re: Andersartigkeit

Beitrag von Stabil » Freitag 18. Mai 2018, 11:42

Reinhard hat geschrieben:
Freitag 18. Mai 2018, 09:31
Das Thema taucht auch regelmäßig auf. Ist ja auch klar, dass mit dem Kennenlernen auch die Leute Probleme haben, die mit Gruppenaktivitäten und sogenanntem "gemeinsamen Spaß haben" nichts anfangen können und sich fühlen, als wären sie in den Gottesdienst einer anderen Glaubensrichtung geraten -- man kann sagen was es angeblich bewirken soll, kann es aber nicht nachvollziehen wie genau, glaubt auch nicht dran, und man kennt die Rituale nicht und macht nur mit, um selbst nicht als Fremdling aufzufallen ... :fessel:
Etwa so fühle ich mich regelmäßig, wenn ich mal ins Philosophieren komme. Im Alltag sind die Menschen noch eher verständlich, zum Glück. Aber vielleicht denke ich auch einfach nur zu viel ... :gruebel:
Herrlich. Das ist wirklich eine gute Beschreibung.
Danke für die Metapher mit dem Gottesdienst. Die muss ich mir merken. Sehr treffend!
In der Jugend habe ich mich fürchterlich dabei gefühlt. Gefesselt habe ich mich weniger gefühlt. Vorherrschend war eher der Eindruck, dass ich nicht richtig funktioniere.

Nachdem ich aber entdeckt habe, was ich alles nicht mitmachen muss, geht es mir gut. Jetzt kann ich solche seltsamen Veranstaltungen durchaus mit Vergnügen besuchen. Das ist dann eher wie eine exotische Exkursion. Das brauche ich aber nicht oft.
Im Alltag fühle mich durchaus gesellschaftskompatibel.
Ein wenig nerdig ist mein Leben schon. Zum Glück habe ich eine gut dazu passende Partnerin, mit der gemeinsam das Leben sehr liebevoll und vergnüglich zu gestalten ist.
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Re: Andersartigkeit

Beitrag von Captain Unsichtbar » Freitag 18. Mai 2018, 12:05

Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Freitag 18. Mai 2018, 10:55
Ich weiß, das klingt unglaubwürdig, aber: ich auch nicht. Ich halte mich nur weit mehr an eigene Präferenzen als an Mitläufertum und an „das macht man eben so“. Es ist für mich selbst noch am angenehmsten und auch leichtesten, es so zu halten, wie ich will, statt so wie möglichst viele andere.

Durch und durch „Normale“ stellen es sich gern eher so vor, daß man, je weiter man sich von „Normalität“, Mainstream und Mitläufertum entfernt, sich um so mehr anstrengen muß – und daß die Anstrengung ab einem gewissen Grad der Abweichung so groß sein muß, daß dahinter zwingenderweise nur noch der Vorsatz stecken kann, möglichst stark von allen erdenklichen Normen abzuweichen.

Dem ist nicht so. Ich würde eher die totale Anpassung an den Mainstream und die Masse als hochgradig anstrengend und unangenehm empfinden, ebenso die totale Anpassung an die Norm innerhalb einer wie auch immer gearteten Subkultur.
Ich finde es ja immer wieder interessant wie du es schaffst innerhalb weniger Sätze Anderen genau das vorzuwerfen, wogegen du dich selbst vehement verteidigst. :verwirrt:
Einen Absatz weiter oben schreibst du noch davon, dass sich andere nicht vorstellen könnten, dass dein Anderssein nicht auf Vorsatz beruhe, und weiter unten kehrst du das ganze sofort um und unterstellst dafür allen anderen Vorsatz...
Dabei könnte jetzt jemand -- den du "Normales" nennst -- aus seiner Perspektive doch genauso sagen "die Sonderlinge können sich nicht vorstellen, dass ich einfach zufällig mehr dem Durschnitt entspreche, weil ich einfach die ähnlichen Dinge mag oder tu. Die Sonderlinge gehen davon aus, dass es Vorsatz sei." Genau so könnte seine Aussage klingen, erkennst du deine darin wieder? Es ist immer das selbe bei deinen Aussagen, du hältst dich selbst nicht an deine Gebote.
Durchschnitt nennt man übrigens so, weil es genau das ist. Eine gleichmässige Verteilung auf einer Gausskurve. Das bringt eine grössere Gruppe Menschen so mit sich, es wird immer eine grössere Zahl geben die in etwa in vielen Bereichen konform geht. Nicht weil Menschen sich bewusst dazu entscheiden, sondern weil es für viele einfach das wahrscheinlichste ist. Du unterstellst anderen Vorsatz und möchtest gleichzeitig klargestellt haben, dass sie das Selbe nicht über dich denken... :hammer:
Sorry aber ich habe Mühe, deine Aussagen ernst nehmen zu können...
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Re: Andersartigkeit

Beitrag von Tania » Freitag 18. Mai 2018, 12:13

Stabil hat geschrieben:
Freitag 18. Mai 2018, 11:42
Zum Glück habe ich eine gut dazu passende Partnerin, mit der gemeinsam das Leben sehr liebevoll und vergnüglich zu gestalten ist.
Nur mal so am Rande: woher kommt eigentlich Dein Bedürfnis, immer und immer wieder darauf hinzuweisen, wie toll Dein Leben ist? Ist nicht böse gemeint ... aber ich denke da schon paar Tage drüber nach :gruebel:

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Re: Andersartigkeit

Beitrag von Stabil » Freitag 18. Mai 2018, 12:54

Tania hat geschrieben:
Freitag 18. Mai 2018, 12:13
Stabil hat geschrieben:
Freitag 18. Mai 2018, 11:42
... passende Partnerin ...
Es schien mir sinnvoll, am Rande zu erwähnen, dass der Partner zu der "Andersartigkeit" passen muss. Ich habe schon die überraschendsten Paarungen gesehen, die auch in einer für mich überraschender Weise funktioniert haben. Von daher schliesse ich gar nichts aus. Aber mit einem Partygirl oder einer Gesellschaftslöwin würde ich mir die Beziehung und schon das zusammen Finden sehr anstrengend vorstellen.

Andererseits wäre es wahrscheinlich sehr schwierig, wenn wir zu gleich in unserer Andersartigkeit wären. Es ist ja auch blöd, wenn beide immer wieder genau in dem selben Augenblick Stress bekommen und den Kontakt verlieren. Im Gegensatz dazu wissen wir von einander wo wir jeder unsere schwachen Stellen haben. Wir sind einander ähnlich genug uns gegenseitig zu verstehen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Herkunft unserer Schwächen sehr ähnlich gelagert ist. Aber zum Glück sind wir verschieden genug, um nicht in jedes Schlagloch geleich mit hinein zu plumpsen. Wir können einander bei Problemen mit der nötigen liebevollen Distanz ansehen. So bleiben wir in Kontakt und mitunter lernen wir von einander einiges.

Ein anderer Aspekt, den ich ansprechen wollte, ist dieses gemeinsame Gestalten des Lebens. Das gemeinsam gestaltete Leben fühlt sich vertraut an innerhalb einer Welt, die einem nicht so vertraut ist. Das ist zwar bei allen Menschen so, aber ich denke, für Menschen, denen die Andersartigkeit ein Thema ist, kann das mehr Gewicht haben.
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Re: Andersartigkeit

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Freitag 18. Mai 2018, 13:57

Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Freitag 18. Mai 2018, 12:05
Einen Absatz weiter oben schreibst du noch davon, dass sich andere nicht vorstellen könnten, dass dein Anderssein nicht auf Vorsatz beruhe,
Ach, und das habe ich wo mit welcher Formulierung angeblich geschrieben? Zitat (mit der im Forum eingebauten Zitatfunktion bitte), oder es ist nicht passiert.

Es gibt hier im Treff zwei Arten von Menschen. Die „bunten Vögel“, die selbst anders sind, und diejenigen, die „wissen“ (bzw. genau zu wissen glauben), daß ich mich selbst ausschließlich mit dem vollen Vorsatz der größtmöglichen Andersartigkeit (und aus keinem einzigen wie auch immer anders gearteten Grunde) zur Special Snowflake gemacht habe, egal, wie aufwendig das war.
Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Freitag 18. Mai 2018, 12:05
Dabei könnte jetzt jemand -- den du "Normales" nennst -- aus seiner Perspektive doch genauso sagen "die Sonderlinge können sich nicht vorstellen, dass ich einfach zufällig mehr dem Durschnitt entspreche, weil ich einfach die ähnlichen Dinge mag oder tu. Die Sonderlinge gehen davon aus, dass es Vorsatz sei." Genau so könnte seine Aussage klingen, erkennst du deine darin wieder?
Unrealistisch und von daher irrelevant. Wer normal ist, Mainstream ist, der „breiten Masse“ angehört etc., muß sich dessen nicht rechtfertigen, mußte es nie und wird es nie müssen. Warum auch, gehört er doch der Mehrheit an.

Wer von der „breiten Masse“ hingegen abweicht, der wird immer gezwungen sein, sich zu rechtfertigen. Und zumindest hier im AB-Treff wird jede Form der Rechtfertigung ins Lächerliche gezogen, als Lüge bezeichnet oder beides.
Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Freitag 18. Mai 2018, 12:05
Es ist immer das selbe bei deinen Aussagen, du hältst dich selbst nicht an deine Gebote.
Zitate mit der im Forum eingebauten Zitatfunktion, damit es Links auf die Originalposts gibt, oder ich sehe das als haltlose Behauptung an. Das heißt, bei dir bin ich langsam versucht, es als rhetorisch bedingte Lüge zu betrachten.
Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Freitag 18. Mai 2018, 12:05
Du unterstellst anderen Vorsatz und möchtest gleichzeitig klargestellt haben, dass sie das Selbe nicht über dich denken...
Ich habe nie irgendjemandem unterstellt, daß er vorsätzlich Mainstream ist. Warum die Leute Mainstream ist, ist mir vollkommen egal. Sie sind es einfach. Möglicherweise geschieht das ganz automatisch.

Folglich hätte ich auch das gern mit Zitaten mittels Zitatfunktion belegt, ansonsten werde ich auch das als Falschaussage gegen mich werten.
Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Freitag 18. Mai 2018, 12:05
:hammer:
Das wiederum werte ich jetzt schon als Beleidigung.
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Re: Andersartigkeit

Beitrag von Endura » Freitag 18. Mai 2018, 14:01

Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Freitag 18. Mai 2018, 13:57
Es gibt hier im Treff zwei Arten von Menschen. Die „bunten Vögel“, die selbst anders sind, und diejenigen, die „wissen“ (bzw. genau zu wissen glauben), daß ich mich selbst ausschließlich mit dem vollen Vorsatz der größtmöglichen Andersartigkeit (und aus keinem einzigen wie auch immer anders gearteten Grunde) zur Special Snowflake gemacht habe, egal, wie aufwendig das war.
Unvorstellbar, dass es hier auch Menschen geben könnte, die sich gar keine Gedanken über dich machen.

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Re: Andersartigkeit

Beitrag von Captain Unsichtbar » Freitag 18. Mai 2018, 14:33

Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Freitag 18. Mai 2018, 13:57
Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Freitag 18. Mai 2018, 12:05
Einen Absatz weiter oben schreibst du noch davon, dass sich andere nicht vorstellen könnten, dass dein Anderssein nicht auf Vorsatz beruhe,
Ach, und das habe ich wo mit welcher Formulierung angeblich geschrieben? Zitat (mit der im Forum eingebauten Zitatfunktion bitte), oder es ist nicht passiert.
Lesen kannst du aber schon noch selbst...
Deine herablassende Art kannst du dir für andere Leute sparen, die sich gerne wie der letzte Volltrottel behandeln lassen. Das zieht bei mir nicht. ;)
Unrealistisch und von daher irrelevant. Wer normal ist, Mainstream ist, der „breiten Masse“ angehört etc., muß sich dessen nicht rechtfertigen, mußte es nie und wird es nie müssen. Warum auch, gehört er doch der Mehrheit an.
Es geht auch nicht darum, sich vor irgendjemandem (vor wem auch immer) rechtfertigen zu müssen. :roll:
Es geht mir darum, was jemand -- in deinen Worten "Normales" -- über deine folgende Aussage denken würde:
"Ich würde eher die totale Anpassung an den Mainstream und die Masse als hochgradig anstrengend und unangenehm empfinden, ebenso die totale Anpassung an die Norm innerhalb einer wie auch immer gearteten Subkultur."
Ein durchschnittlicher Mensch würde sagen: "halt mal, wie so unterstellst du mir, dass ich mich mühsam anpassen würde? Wieso kommt es dir nicht einfach in den Sinn, dass ich halt auch einfach durchschnittlich bin wie ich bin, genau so wie du anders bist wie du bist?"
Darum geht es. Du unterstellst doch damit Menschen, die eher durchschnittlich sind, sich anzupassen. Woher weisst du das? Ist die Vorstellung für dich so abwegig, dass ein Mensch einfach von sich aus, Dinge ähnlich macht wie andere?
Umgekehrt war es dir doch wichtig, klar zu stellen, dass DU nicht mit Vorsatz anders seist. Nun frage ich dich noch mal: weshalb setzt du den selben Massstab nicht auch umgekehrt an? Weshalb gehst du umgekehrt dann wieder von Vorsatz aus? Davon, dass sich jemand "anpasst"? Wenn von Durschnittlichem die Rede ist, lese ich bei dir jedes Mal etwas von "anpassen", wie kommst du drauf?
Das heißt, bei dir bin ich langsam versucht, es als rhetorisch bedingte Lüge zu betrachten.
... ansonsten werde ich auch das als Falschaussage gegen mich werten.
Das wiederum werte ich jetzt schon als Beleidigung.
Auch gut, das war jetzt übrigens das letzte Mal, dass du mich unverfroren und grundlos Lügner nennst. Ich habe in meinen Antworten jedes Mal ganz genau nur das kritisiert, was jeder Forenuser schwarz auf weiss lesen kann, wenn dir deine eigenen Aussagen nicht mehr schmecken, kann ich auch nichts dafür. Kritik sollte man schon vertragen, wenn man wie kein anderer bereit ist auszuteilen... :wuetend:

Der Beitrag wurde übrigens gemeldet, ich muss mich garantiert nicht Lügner nennen, bloss weil dir meine Kritik nicht schmeckt. :dont:
Und in Zukunft bist du auf meiner ignore-list, dann musst du dir auch keine Sorgen um irgendwelche Kritik meinerseits machen, da haben wir alle was davon. ;)

EDIT:
Im Übrigen, wenn du nicht möchtest, dass ich auf deine Beiträge eingehe, solltest du mich vielleicht nicht einfach grundlos zitieren, wenn deine Posts sowieso gar nichts mit meiner eigenen Aussage zu tun habe. Da bitte ich dich, das in Zukunft zu unterlassen. Du brauchst mich nicht als Aufhänger um deine eigene Meinung zu einem Thema kund zu tun. ;)
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Re: Andersartigkeit

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Freitag 18. Mai 2018, 17:54

Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Freitag 18. Mai 2018, 14:33
Lesen kannst du aber schon noch selbst...
Dinge zu behaupten und sie dann nicht zu belegen, auch wenn man dazu aufgefordert wird – DAS ist herablassend. Das impliziert nämlich, daß man das nicht nötig hat.
Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Freitag 18. Mai 2018, 14:33
Es geht auch nicht darum, sich vor irgendjemandem (vor wem auch immer) rechtfertigen zu müssen. :roll:
Natürlich nicht. Denn wenn ich mich rechtfertige, dann könnte es ja passieren, daß ich mit – schlimmstenfalls sogar schriftlich belegten – stichhaltigen Argumenten komme und auf einmal recht habe. Ein rhetorischer Super-GAU für meinen Gegenüber.
Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Freitag 18. Mai 2018, 14:33
Es geht mir darum, was jemand -- in deinen Worten "Normales" -- über deine folgende Aussage denken würde:
"Ich würde eher die totale Anpassung an den Mainstream und die Masse als hochgradig anstrengend und unangenehm empfinden, ebenso die totale Anpassung an die Norm innerhalb einer wie auch immer gearteten Subkultur."
Ein durchschnittlicher Mensch würde sagen: "halt mal, wie so unterstellst du mir, dass ich mich mühsam anpassen würde? Wieso kommt es dir nicht einfach in den Sinn, dass ich halt auch einfach durchschnittlich bin wie ich bin, genau so wie du anders bist wie du bist?"
Mir ist schleierhaft, wie man etwas derartig Absurdes in meine Worte hineininterpretieren kann.

Noch einmal im Klartext – was ich meinte, war: „Ich würde eher MEINE totale Anpassung an den Mainstream und die Masse als hochgradig anstrengend und unangenehm empfinden, ebenso MEINE totale Anpassung an die Norm innerhalb einer wie auch immer gearteten Subkultur.“

Wie anstrengend das für andere Menschen ist, ist mir vollkommen egal. Außerdem gehe ich nie davon aus, daß, was auf mich zutrifft, ebenso auch auf irgendeine andere Person zutrifft.
Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Freitag 18. Mai 2018, 14:33
Auch gut, das war jetzt übrigens das letzte Mal, dass du mich unverfroren und grundlos Lügner nennst. Ich habe in meinen Antworten jedes Mal ganz genau nur das kritisiert, was jeder Forenuser schwarz auf weiss lesen kann, wenn dir deine eigenen Aussagen nicht mehr schmecken, kann ich auch nichts dafür. Kritik sollte man schon vertragen, wenn man wie kein anderer bereit ist auszuteilen... :wuetend:
Aber selbst spielst du – wie schon einige vor dir – das Spielchen: „Ich habe recht, ich habe es aber nicht nötig, das zu belegen, und durch das Nichtbelegen unterstelle ich, daß jeder, der das nicht sowieso weiß, ein Idiot ist.“

Im übrigen habe ich umgekehrt deine letzten zwei Posts gemeldet.
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