Auto kaputt- Fehleranalyse

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Solstice
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Auto kaputt- Fehleranalyse

Beitrag von Solstice » Dienstag 17. April 2018, 11:05

Hi zusammen,
ich habe gerade ein Problem mit meinem Auto und da fiel mir dieses Unterforum wieder ein. Vielleicht habt ihr ja eine Idee, woran es liegen könnte? Der Einschätzung der Werkstatt traue ich nämlich nicht ganz...

Worum geht's?

Um einen 11 Jahre alten VW Polo 1.4, Benziner, von 2007. Laufleistung 90.000km.

Seit kurzem überhitzt der Motor nach 15-20 Minuten Fahrt; die Temperaturanzeige steigt bis zum Maximum und die Temperatur-Warnleuchte geht an. Was als Workaround hilft, ist, das Gebläse auf volle Power und dessen Temperatur auf heiß zu stellen. Dadurch geht die Temperatur wieder auf 90° runter und bleibt auch (bisher) dort.

Kühlflüssigkeit ist vorhanden und tritt nicht aus.

Der Werkstattfritze will nun die Zahnriemen erneuern und das Thermostat (?) austauschen, alles in allem soll sich das auf 600€ belaufen.

Ich habe absolut keine Ahnung von Autos. Ein Kollege meinte aber gestern, dass es sich für ihn absolut nicht nach Zahnriemen anhört. Und ich hab nun natürlich keine Lust, 600€ zu investieren und es hilft nix... :specht:
Klar ist ne Ferndiagnose schwierig bis unmöglich, aber ihr könnt vielleicht wenigstens einschätzen, ob mir einer vom Pferd erzählt wurde ;)

Danke schonmal!

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Peter
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Re: Auto kaputt- Fehleranalyse

Beitrag von Peter » Dienstag 17. April 2018, 11:16

Ich vermute mal, dass der Zahnriemen schlicht bei 90.000 km seinen Wechselintervall hat und daher getauscht werden sollte. Das ist also eine andere Baustelle.
Das Problem mit dem Überhitzen will die Werkstatt wohl mit dem Wechsel des Thermostats beheben.
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Re: Auto kaputt- Fehleranalyse

Beitrag von Automobilist » Dienstag 17. April 2018, 11:27

Na, dann wollen wir mal....Neuwagen sind ja nicht gerade meine Domaine, aber : natürlich hat Überhitzung nichts mit dem Zahnriemen zu schaffen - es wäre aber kein Fehler, Wasserpumpe und Thermostat zu tauschen. Bei VW läuft der Zahnriemen aber über die Wasserpumpe...also hat der Werkstattmann so Unrecht nicht.
Weitere Möglichkeiten sollten in Betracht gezogen werden : Heizleistung i.O ? ( ich denke hierbei an den Durchfluß im Wärmetauscher ) Und da das ein VW 1.4 ist ( der chronisch zu Zylinderkopf - und Ventilschäden neigt ) : bei geöffnetem Ausgleichsbehälter und laufendem Motor Gas geben und dabei die Kühlflüssigkeit scharf im Auge behalten - steigen Blasen auf ? Wenn ja : Zylinderkopfdichtung; kommt häufiger vor, da das Dichtungsmaterial immer ludriger wird...meist ist es mit Austausch der ZKD nicht getan; auch der Aluguß ist nicht gerade erste Sahne und neigt zu Rissen....
Ferndiagnosen sind immer schwierig - aber das bekommt man schon heraus. 600 Kohlrubel sind - selbst mit Material ! - allerdings sehr dreist; von mir bekäme er kostenlos einen 50er Ringschlüssel in die....( censiert )
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Re: Auto kaputt- Fehleranalyse

Beitrag von Basti-MD » Dienstag 17. April 2018, 11:30

Automobilist hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 11:27
Ferndiagnosen sind immer schwierig - aber das bekommt man schon heraus. 600 Kohlrubel sind - selbst mit Material ! - allerdings sehr dreist; von mir bekäme er kostenlos einen 50er Ringschlüssel in die....( censiert )
:mrgreen:

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Re: Auto kaputt- Fehleranalyse

Beitrag von Peter » Dienstag 17. April 2018, 11:43

Basti-MD hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 11:30
Automobilist hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 11:27
Ferndiagnosen sind immer schwierig - aber das bekommt man schon heraus. 600 Kohlrubel sind - selbst mit Material ! - allerdings sehr dreist; von mir bekäme er kostenlos einen 50er Ringschlüssel in die....( censiert )
:mrgreen:
600 EUR für den Zahnriemenwechsel und Austausch des Thermostats sind in einer Fachwerkstatt sogar günstig.
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Re: Auto kaputt- Fehleranalyse

Beitrag von Montecristo » Dienstag 17. April 2018, 12:00

Solstice hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 11:05
Der Werkstattfritze will nun die Zahnriemen erneuern und das Thermostat (?) austauschen, alles in allem soll sich das auf 600€ belaufen.
Der Zahnriemen bei VW und Co. wird typischerweise zusammen mit der Wasserpumpe gewechselt. Weil das irgendwie zusammen verbaut ist und man die Dichtungen anders nicht gescheit hinkriegt (Google weiß mehr). Wird beides gewechselt??? Ansonsten sind die 600 Euro (mit Mehrwertsteuer? Werkstätten rechnen gerne ohne) preiswert und völlig normal.

Ansonsten sehe ich auch keinen Zusammenhang zwischen Zahnriemen und Überhitzung.

BTW: Den Zahnriemen nicht pünktlich zu wechseln ist eine schlechte Idee... Irgendwann ist der Motor dann hin und verbraucht literweise Öl.
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Re: Auto kaputt- Fehleranalyse

Beitrag von Automobilist » Dienstag 17. April 2018, 12:22

Peter hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 11:43

600 EUR für den Zahnriemenwechsel und Austausch des Thermostats sind in einer Fachwerkstatt sogar günstig.
Das hängt immer vom Fahrzeugtyp ab - bei manchen Wagen ist das äußerst schwierig; bei diesen VW - Modellen recht simpel; es wird auch kein Spezialwerkzeug benötigt, ein Kinderspiel.
Montecristo hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 12:00


Der Zahnriemen bei VW und Co. wird typischerweise zusammen mit der Wasserpumpe gewechselt. Weil das irgendwie zusammen verbaut ist und man die Dichtungen anders nicht gescheit hinkriegt (Google weiß mehr). Wird beides gewechselt??? Ansonsten sind die 600 Euro (mit Mehrwertsteuer? Werkstätten rechnen gerne ohne) preiswert und völlig normal.

Ansonsten sehe ich auch keinen Zusammenhang zwischen Zahnriemen und Überhitzung.

BTW: Den Zahnriemen nicht pünktlich zu wechseln ist eine schlechte Idee... Irgendwann ist der Motor dann hin und verbraucht literweise Öl.
Wie ich bereits sagte wird bei VW die Wapu vom Zahnriemen angetrieben - sozusagen ein Aufwasch. Zu Letzterem : kann man so nicht sagen. Zu unterscheiden ist, ob der Motor ein " Freiläufer " ist ( bei dem ein gerissener Zahnriemen keine Schäden anrichtet, außer, daß die Maschine stehenbleibt ) oder eben nicht. Der Ölverbrauch hat damit rein nichts zu schaffen - das liegt a) an den Ventilschaftabdichtungen, soweit vorhanden oder b) an den Kolbenringen.

Freiläufer sind z.B Ford Pinto - Motoren - auch VW, teilweise. Beim 1,3, Kennbuchstabe MH, der auch im Wartburg verbaut wurde, ist das so - bei dem neueren 1.4 nicht, leider.
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Re: Auto kaputt- Fehleranalyse

Beitrag von Solstice » Dienstag 17. April 2018, 14:40

Hey, vielen Dank für eure Einschätzung! Echt super :)
Über die Diagnose des Automobilisten freue ich mich besonders!
Automobilist hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 11:27
600 Kohlrubel sind - selbst mit Material ! - allerdings sehr dreist; von mir bekäme er kostenlos einen 50er Ringschlüssel in die....( censiert )
:mrgreen:
Montecristo hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 12:00
Solstice hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 11:05
Der Zahnriemen bei VW und Co. wird typischerweise zusammen mit der Wasserpumpe gewechselt. Weil das irgendwie zusammen verbaut ist und man die Dichtungen anders nicht gescheit hinkriegt (Google weiß mehr). Wird beides gewechselt???
Ja, wenn ich mich recht erinnere schon! Kann ich die Tage gern noch nachreichen die Info.
Montecristo hat geschrieben: Ansonsten sehe ich auch keinen Zusammenhang zwischen Zahnriemen und Überhitzung.
Automobilist hat geschrieben: natürlich hat Überhitzung nichts mit dem Zahnriemen zu schaffen
Das bestätigt die Einschätzung meines Kollegen. Und auch meine Befürchtung: Schön und gut, dass ein neuer Zahnriemen Sinn macht. Doch auch nach dem Werkstatttermin wird mein Wagen noch überhitzen und ist nicht wirklich nutzbar? :?

EDIT:
Irgendwie ärgert mich das jetzt.
"Hallo, mein Motor überhitzt."
- "Jaa, dann kaufen sie doch mal dies, das und jenes."
"Ah, und das löst das Problem?"
- "Nö."
:? :? :?

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Re: Auto kaputt- Fehleranalyse

Beitrag von Automobilist » Dienstag 17. April 2018, 14:52

Solstice hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 14:40

Das bestätigt die Einschätzung meines Kollegen. Und auch meine Befürchtung: Schön und gut, dass ein neuer Zahnriemen Sinn macht. Doch auch nach dem Werkstatttermin wird mein Wagen noch überhitzen und ist nicht wirklich nutzbar? :?
Das m u ß nicht sein - kann aber. Eine tückische Störungsquelle ist der Rotor, der auf der Wasserpumpenwelle sitzt. Heutzutage ist das oft Plastschr..., welcher sich zwanglos von der Welle löst und somit Überhitzungen hervorruft.
Wird nun der Zahnriemen getauscht, so wird die Wasserpumpe, wie schon gesagt, sicherheitshalber mitgetauscht. ( ich hatte schon Leute, die hiefür zu geizig waren...die Quittung kam meist schnell.)

Da man aber nicht sagen kann, ob Dieselbe nun die Schuld trägt, besteht durchaus die Möglichkeit, daß das Problem weiterhin besteht.

Recht sinnvoll erscheint mir zunächst eine Dichtigkeitsprüfung des Kühlsystems vermittels einer simplen Überdruckpumpe - fällt der Druck zu schnell ab, so gibt es eine Undichtigkeit. Diese muß nicht zwangsläufig sichtbar sein - es kann ja auch an Haarrissen im Zylinderkopf liegen oder einer ZKD, welche nur im w a r m e n Zustand durchbläst....der Möglichkeiten viele !

Interessant wäre : Bleibt der Kühlmittelstand auf der vorgesehenen Markierung im Ausgleichsbehälter ? Ggf. weißer Auspuffqualm ? Es kann auch lohnen, einmal die Zündkerzen zu demontieren; oft sieht man dann an einem (oder an zwei benachbarten Zylindern...) Zylinder weiße Spuren, womit alles klar wäre...

Nächste Frage : schaltet der Kühllüfter einwandfrei zu ? Kabel am Thermoschalter i. O ? Ich habe zu so etwas überhaupt kein Zutrauen und baue mir in einem solchen Fall einen simplen Kippschalter ein, mit dem i c h bestimmen kann, wann das Gebläse zu laufen hat - und nicht der Thermoschalter.

Auch die genaue Temperatur muß geprüft werden - oft genug sind die Geber ( VW hat meist 2 ), zumindest einer davon, defekt.
Zuletzt geändert von Automobilist am Dienstag 17. April 2018, 14:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Auto kaputt- Fehleranalyse

Beitrag von Peter » Dienstag 17. April 2018, 14:55

Solstice hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 14:40
Das bestätigt die Einschätzung meines Kollegen. Und auch meine Befürchtung: Schön und gut, dass ein neuer Zahnriemen Sinn macht. Doch auch nach dem Werkstatttermin wird mein Wagen noch überhitzen und ist nicht wirklich nutzbar? :?
Bezüglich Zahnriemen. Da gibt es Fälligkeiten. 90.000 Kilometer klingt nach einer typischen Fälligkeitslaufleistung. Sollte der Zahnriemen also fällig sein und man wechselt ihn nicht, kann er irgendwann reißen. Dann ist der Zahnriemen entweder freilaufend und Du bleibst einfach stehen, kannst Dein Warndreieck und die Warnweste herausholen und auf den ADAC warten, oder er schlägt Dir den Motor kaputt.

Für das Überhitzen wollen sie wohl das Thermostat wechseln. Ob das jetzt wirklich die Ursache dafür ist, kann ich natürlich nicht beurteilen.
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Re: Auto kaputt- Fehleranalyse

Beitrag von Automobilist » Dienstag 17. April 2018, 15:01

Peter hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 14:55
Dann ist der Zahnriemen entweder freilaufend und Du bleibst einfach stehen,
Der Zahnriemen an sich hat mit " freilaufen " nichts zu tun - gemeint ist der vorgegebene Abstand zwischen Kolbenboden und E / A - Ventil bei Maximalöffnung.
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Re: Auto kaputt- Fehleranalyse

Beitrag von Kalypso » Dienstag 17. April 2018, 16:59

Solstice hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 11:05
Hi zusammen,
ich habe gerade ein Problem mit meinem Auto und da fiel mir dieses Unterforum wieder ein. Vielleicht habt ihr ja eine Idee, woran es liegen könnte? Der Einschätzung der Werkstatt traue ich nämlich nicht ganz...

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Kühlflüssigkeit ist vorhanden und tritt nicht aus.

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Ich finde, dass klingt nach einem Defekt an der Zylinderkopfdichtung.
Finanziell gesehen hoffe ich aber Unrecht zu haben.
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Re: Auto kaputt- Fehleranalyse

Beitrag von Peter » Dienstag 17. April 2018, 17:17

Kalypso hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 16:59
Ich finde, dass klingt nach einem Defekt an der Zylinderkopfdichtung.
Finanziell gesehen hoffe ich aber Unrecht zu haben.
Da sie sich mit der Kühlflüssigkeit in der Werkstatt bereits beschäftigt haben, sollte das eigentlich schon abgeklopft und ausgeschlossen worden sein.
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Re: Auto kaputt- Fehleranalyse

Beitrag von Giebenrath » Dienstag 17. April 2018, 17:28

Dein Auto ist 11 Jahre alt, aber für 600 € bekommst du sicher auch kein anderes.
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Re: Auto kaputt- Fehleranalyse

Beitrag von uhu2163 » Dienstag 17. April 2018, 19:00

Bei einer defekten Dichtung würde es das Wasser irgend wo herausdruecken oder Öl und Wasser würden sich mischen oder der Zylinder frisst das Wasser. Im letzten Fall gebe es deutlichen Kühlmittel Verlust. Man müsste nach jeder fahrt nachfüllen. Im zweiten Fall würde man esprechend deutliche Spuren im Öl bzw Kühlmittel finden.
Für den Thermostat spricht, dass der trick mit der Heizung klappt. Würde die wapu nichts fördern, würde das wahrscheinlich nicht helfen. Der hängt vermutlich im kleinen Kreislauf fest.

Eine flüchtige recherche ergab, dass bei diesen Fahrzeug/Motor alle 90.000km oder fünf Jahre der Zahnriemen fällig ist. Die Werkstatt muss darauf hinweisen, es anbieten, sonst ist ärger vor programmiert. Die möglichen folgen eines Zahnriemen Risses im falle eines nicht freilaeufers, defekte Ventile, defekte Ventilsitze, ggf. Kopf, wurden ja schon angedeutet.
Bei einem Zahnriemen Wechsel ist in diesem Fall eine Erneuerung der wapu sinnvoll, weil die kostet nicht soviel, geht auch bald kaputt oder wird undicht bzw. ist verschlissen und in dem Zug vom Arbeitsaufwand unwesentlich. Der dürfte eh der größte Posten sein.

Hast du bei einer VW vertragswerkstatt oder so einer freien klitsche gefragt?
Eine gute Werkstatt würde dich über diese technischen Zusammenhänge kurz aufklären.
Es gibt für jeden Topf einen passenden Deckel. Aber es gibt nicht genug passende Deckel für alle Töpfe!

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Re: Auto kaputt- Fehleranalyse

Beitrag von Automobilist » Dienstag 17. April 2018, 19:24

Uhu hat das ganz richtig gesagt. Ab und an gibt es den Fall, daß nur im warmen Zustande Compression in einen Wasserkanal entweicht - dann müßte das aber im Ausgleichsbehälter zu sehen sein.

Thermostat : dagegen spricht, daß der Wagen erst nach 15 Minuten Fahrt heiß wird. Öffnete der Thermostat tatsächlich nicht, so müßte er das wesentlich früher tun. ( Stadt - oder Überlandverkehr ?? )

Einfache Prüfung : kalten Motor starten, mit der Hand die zum Kühler führenden Schläuche prüfen ( Temperatur ). Temperaturanzeige muß, wenn sie i.O. ist, bei Öffnung des Thermostaten kurz heruntergehen. Bei Betriebstemperatur sollten beide Schläuche gleichmäßig warm ( heiß ) sein, andernfalls öffnet der Thermostat nicht einwandfrei.

Dabei achte man darauf, ob der Kühlventilator zuschaltet.

Heutzutage wird der Wärmetauscher oft direkt in den Kühlkreislauf integriert ( ohne Sperrhahn ) und die Wärmeabfuhr wird nur durch Klappen gesteuert.
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Re: Auto kaputt- Fehleranalyse

Beitrag von One One Seven » Dienstag 17. April 2018, 22:35

Ist es möglicherweise ein 1.4 16V? Dieser ist in meinem Skoda.
Wasserpumpe, Zahnriemen & Co bei 90.000 sind Pflicht.

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Re: Auto kaputt- Fehleranalyse

Beitrag von Automobilist » Dienstag 17. April 2018, 23:25

One One Seven hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 22:35
Ist es möglicherweise ein 1.4 16V? Dieser ist in meinem Skoda.
Wasserpumpe, Zahnriemen & Co bei 90.000 sind Pflicht.
Guter Einwurf ! Ich bin von einem 8 - Ventiler ausgegangen. Bei 16 Ventilen potenziert sich das Risiko von Rissen im Zylinderkopf deutlich; die Stege sind äußerst schmal. Bei VW - Dieseln waren Risse dort schon mehr die Regel als die Ausnahme...andererseits führen Risse dort eher zu losen Ventilsitzen; Haarrisse in einen Wasserkanal wären tückischer. Ggf. kann Demontage und anschließendes Röntgen sinnvoll sein. ( Problem tritt auch beim Ford DOHC - Motor gerne auf, obgleich das kein 16 - Ventiler ist. )
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Re: Auto kaputt- Fehleranalyse

Beitrag von uhu2163 » Mittwoch 18. April 2018, 10:50

Acht Ventile gibt es doch nur noch bei Oldtimern und überzüchteten FSI Motoren. :mrgreen:
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Re: Auto kaputt- Fehleranalyse

Beitrag von Montecristo » Mittwoch 18. April 2018, 17:45

Automobilist hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 23:25
Ggf. kann Demontage und anschließendes Röntgen sinnvoll sein.
Das macht man nur an der Uni :mrgreen:
Bis 45 HC AB: Es kann sich ändern.

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