Einsamkeit Korreliert mit Verschwörungstheorie?

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Kief
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Re: Einsamkeit Korreliert mit Verschwörungstheorie?

Beitrag von Kief » Dienstag 17. April 2018, 01:12

t385 hat geschrieben:
Montag 16. April 2018, 22:58
Wurden denn hier Irrtümer nicht eingesehen und wenn dem so ist, welche denn zum Beispiel?
Das relevante Punkte bzw. Einfluesse ausgeblendet wurden.
Bei dem Lego-Beispiel wurden beidseits nur die fuer die eigene Position angenehmen Argumente gebracht.
Als ob solch einseitige Betrachtungen ein sauberes Experiment und triftige [edit: vergleichbare] Ergebnisse bringen wuerde.

Die Beispiele auszufuehren (den Gespraechsablauf zu rekapitulieren) war ja gerade das, was ich ihn angefragt habe, dass er das selbst macht.
Damit er selbst die Luecken aufdeckt.
Die mit physikalischem Sachverstand sicherlich nicht so anspruchsvoll sind.


K
Zuletzt geändert von Kief am Dienstag 17. April 2018, 01:22, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Einsamkeit Korreliert mit Verschwörungstheorie?

Beitrag von Hoppala » Dienstag 17. April 2018, 01:17

Ninja Turtle hat geschrieben:
Montag 16. April 2018, 18:18
Hoppala hat geschrieben:
Montag 16. April 2018, 15:49
Ohne entsprechende Beziehungen zu anderen Menschen keine Macht. Wer einsam ist, hat eher keine ausgeprägte Macht.
Halte ich für eine sehr gewagte These, da es doch sehr darauf ankommt, welcher Art diese Beziehungen sind.
Ich könnte mir eher vorstellen, dass gerade sehr mächtige Menschen besonders einsam sind.
Du argumentierst gegen die These, dass Mächtige nicht zur Einsamkeit tendieren.
Das ist nicht meine These. Auch wenn du so tust, als würde sich dein Argument gegen meine These wenden.
Meine These lautet: wer einsam ist, hat eher keine ausgeprägte Macht
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Re: Einsamkeit Korreliert mit Verschwörungstheorie?

Beitrag von Hoppala » Dienstag 17. April 2018, 02:10

Giebenrath hat geschrieben:
Montag 16. April 2018, 16:35
Ehrlich gesagt verfolge ich die Weltpolitik schon ziemlich lange und habe schon oft genug mitbekommen, wie das öffentlich-rechtliche Fernsehen Skandale usw. aufgedeckt hat. Dagegen können alle anderen Medien einpacken, weil sie schlicht nicht genug Korrespondenten haben.
Ich habe, glaub ich, nichts zum Öffentlich-rechtlichen gesagt, oder?
Giebenrath hat geschrieben:
Montag 16. April 2018, 16:35
Welche mächtige Menschen gibt es denn wirklich.
Eine abschließende Liste wird es naturgemnäß nicht geben. Aber einige educated guesses.
Zum Beispiel:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/The_Wor ... llionaires
https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/d ... t-100.html
https://de.statista.com/statistik/daten ... ch-umsatz/
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Welthan ... d_Grafiken
https://de.statista.com/statistik/daten ... rausgaben/

Die Menschen, die da jeweils unter den ersten 5 das sagen haben / in den Führungsetgagen sitzen, darf man sicher als mächtig bezeichnen. Ist alles in allem überschaubar.
Giebenrath hat geschrieben:
Montag 16. April 2018, 16:35
Welche Überlegung willst du jetzt liefern? Gibt es eine geheimnisvolle Kraft, die dazu in der Lage ist, nicht nur die braven Fernsehzuschauer der westlichen Hemisphäre, sondern auch noch die russiche und die iranische Regierung hinters Licht zu führen? Ist das wirklich möglich?
(Das waren jetzt rhetorische Fragen. Ein Ja kann man nur mit einer umfangreichen Verschwörungstheorie begründen.)
Dadurch, dass du voraussetzt, dass ein Ja ausschließlich das Ergebnis einer Verschwörungstheorie sein könne, verlässt du den Boden rationaler Analyse und Abwägung. Du begründest damit selbst eine Verschwörungstheorie.

Tatsächlich gibt es mehrere plausible, realistische Wege davon auszugehen, dass insbesondere "die braven Fernsehzuschauer hinters Licht geführt werden". Ob das auch geschieht, ist eine andere Frage (teilweise: ganz bestimmt. Aber hier stoßen wir auf die Weisheit von Henry Ford. "Ich weiß, die Hälfte meiner Werbung ist hinausgeworfenes Geld. Ich weiß nur nicht, welche Hälfte." bzw. deren Übertragung auf die Frage der Beeinflussung).
Geheimnisvoll ist das alles überhaupt nicht. So wenig, wie die Tatsache, dass es beim Roulettespiel mathematische Wahrscheinlichkeiten gibt. Dennoch lebt eine ganze Branche mit teils staatlicher Unterstützung davon, der Menschehit vorzugaukeln, ausgerechnet DU könntest dem ein Schnippchen schlagen.
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Re: Einsamkeit Korreliert mit Verschwörungstheorie?

Beitrag von Kief » Dienstag 17. April 2018, 02:36

Giebenrath hat geschrieben:
Montag 16. April 2018, 16:35
Ja, ich bin herrlich naiv. Bei mir ist alles in Ordnung.
Ehrlich gesagt verfolge ich die Weltpolitik schon ziemlich lange und habe schon oft genug mitbekommen, wie das öffentlich-rechtliche Fernsehen Skandale usw. aufgedeckt hat. Dagegen können alle anderen Medien einpacken, weil sie schlicht nicht genug Korrespondenten haben.
Ich sehe in der Medienlandschaft mehr offene Geheimnisse bzw. PR-technisch ausgeschlachtete Missstaende, ob bei sozialen Brennpunkten oder woimmer Du den Blick hinrichtest.
Schon lange ist mir kein aufgedeckter, relevanter Skandal mehr aufgefallen.
Aufdecken ist gar nicht so sehr das, was Quote bringt, also passiert es kaum.
Aufdecken tun andere mehr, und zwar sehr muehsam - aber das erreicht nur nix.
Quote bringt es, wenn Du daraus eine Empoerungs-Show machst, und zeigst, wie schlimm es doch ist. Aber nicht an der Wurzel anpackst, sondern ja nur bei den Symptomen bleibst.

Die wirklich schlimmen Misstaende sind mittlerweile so verbreitet und akzeptiert, dass ich gar nicht mehr die Skandale als das Problem sehe, sondern die Gewoehnung daran.


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Re: Einsamkeit Korreliert mit Verschwörungstheorie?

Beitrag von Endura » Dienstag 17. April 2018, 05:31

Kief hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 01:12
Bei dem Lego-Beispiel wurden beidseits nur die fuer die eigene Position angenehmen Argumente gebracht.
Als ob solch einseitige Betrachtungen ein sauberes Experiment und triftige [edit: vergleichbare] Ergebnisse bringen wuerde.
Es ging mir dabei nicht um ein vergleichbares Experiment, sondern den Unterschied zwischen statischer und dynamischer Belastung.

Oder ein anderes Beispiel, man nehme eine Badezimmerwaage aus Glas, die mindestens 150 kg statischer Belastung aushält. Jetzt legt man wieder die 5 kg Hantelscheibe drauf. Die Quizfrage: Aus welcher Höhe muss man die Scheibe fallen lassen, damit die Waage zerstört wird?

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Re: Einsamkeit Korreliert mit Verschwörungstheorie?

Beitrag von Endura » Dienstag 17. April 2018, 05:58

Kief hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 02:36
Die wirklich schlimmen Misstaende sind mittlerweile so verbreitet und akzeptiert, dass ich gar nicht mehr die Skandale als das Problem sehe, sondern die Gewoehnung daran.
Du tust so, als leben wir in einer besonders schlimmen Zeit. Zwei Indikatoren für schlimme Zeiten sind Morde und Suizide. Tatsächlich ist es so, dass wir in einem historischen Minimum leben:
https://de.wikipedia.org/wiki/Suizid#/m ... d80_11.png
https://www.kriminalpolizei.de/ausgaben ... -2015.html

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Re: Einsamkeit Korreliert mit Verschwörungstheorie?

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Dienstag 17. April 2018, 08:30

Hier ein frisch erschienener, interessanter zweiteiliger Artikel auf den NachDenkSeiten:
Was Sie schon immer über VerXXXXXungen wissen wollten
Teil 1 · Teil 2
Endura hat geschrieben:
Donnerstag 12. April 2018, 05:54
Vielleicht schaust du mal hier rein: https://www.nist.gov/el/faqs-nist-wtc-t ... estigation
.gov = US-Regierung.
US-Regierung = Nutznießer von 9/11.
Nutznießer von 9/11 = nicht zwingend neutral und somit nicht zwingend vertrauenswürdig.
Reinhard hat geschrieben:
Freitag 13. April 2018, 18:36
Das -- so finde ich -- wäre Autoritätshörigkeit. :fessel:
Und genau die ist immer noch viel zu weit verbreitet. „Amerika, das sind die Guten. Die US-Regierung, das sind auch die Guten. Was die sagen, ist immer alles wahr.“

Zum Glück werden diejenigen immer weniger, die pauschal alles kommentarlos glauben, was Bundesregierung, US-Regierung, BILD und Tagesschau so von sich geben. Oder beliebige andere Tageszeitungen. Leider geht dieser Fortschritt noch viel zu langsam vonstatten.
Reinhard hat geschrieben:
Sonntag 15. April 2018, 15:18
Giebenrath hat geschrieben:
Sonntag 15. April 2018, 12:59
Jede Haarspalterei um Säule 79 von WCT 7 lenkt doch nur vom eigentlichen Thema ab. ;)
Der Streit über Statik oder Fusch am Bau geht doch an der eigentlichen Kernthese vorbei, dass uns "die Regierung" und "die Medien" systematisch belügen, um die geheime Wahrheit, den Komplott und die Verschwörung zu vertuschen.

"Lügen" setzt voraus, dass sie selber die Wahrheit wüssten.
Ich denke ja eher, dass die meisten der Journalisten selbst keine Ahnung haben. Und damit haben es diejenigen, die etwas zu vertuschen haben, auch leicht. Und als Folge davon, ist es auch gerechtfertigt anzunehmen, dass es tatsächlich Sachen gibt, die zu einem gegebenen Zeitpunkt vertuscht wurden und werden.
Die Medien haben noch ein ganz anderes Problem.

Erst werden sie ja dazu gezwungen, eine gewisse Aussage immer wieder zu tätigen, eine gewisse Position immer wieder einzunehmen. Selbst wenn sie es besser wüßten – ihre eigenen Erkenntnisse dürfen sie nicht einbringen. Sie bekommen von den Spindoctors staatlicher oder tiefstaatlicher Verschwörer gesagt, was sie zu berichten haben, und genau das haben sie zu berichten, Punkt.

Diesen Druck müssen die Verschwörer nicht lange aufrechterhalten. Denn irgendwann können die Medien gar nicht mehr anders, als an der „offiziellen“ Version, die die Verschwörer ihnen diktiert haben, festzuhalten. Auch wenn mittlerweile die Wahrheit immer offensichtlicher wird, werden sie nicht auf diese umschwenken.

Und warum nicht? Ganz einfach: Wenn sie das täten, würden sie damit zugeben, daß sie ihre Konsumenten wochen-, monate-, jahrelang angelogen haben.

Deshalb krallen sich bis heute die deutschen Mainstream-Medien immer noch mit einer unglaublichen Vehemenz an der Lee-Harvey-Oswald-Einzeltätertheorie zum Mord von John F. Kennedy fest. Vor geraumer Zeit sind zu dem Fall ja diverse Dokumente der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Der deutsche Blätterwald schwieg weitgehend.

Wann wäre denn der Punkt gekommen, an dem sie damit aufhören würden, an offiziellen Verschwörungstheorien festzuhalten? Ganz einfach: wenn irgendein anderes weitverbreitetes Medium nicht nur die Wahrheit kennt und mit offiziellen Dokumenten untermauern kann, sondern diese Informationen auch an die Öffentlichkeit trägt und allen klarmacht: Was euch die ganze Zeit erzählt wurde, war alles Bullshit! Wenn ein Medium das tut und die breite Masse diesem Medium Glauben schenkt, müssen alle anderen Medien nachziehen – weil sie sonst entweder wie komplette Ignoranten oder wie Mitverschwörer dastehen würden. Daß sie die ganze Zeit gelogen haben, ist dann ja allgemein bekannt – aber zumindest sollten sie so ganz allmählich mal damit aufhören. Und erst dann tun sie es vielleicht auch.
← Das da sind keine Klaviertasten. Es sind Synthesizertasten. Doch, da gibt es Unterschiede.
Bisherige Signatur ersetzt, weil die sowieso kaum jemand liest.

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Re: Einsamkeit Korreliert mit Verschwörungstheorie?

Beitrag von Endura » Dienstag 17. April 2018, 08:36

Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 08:30
Hier ein frisch erschienener, interessanter zweiteiliger Artikel auf den NachDenkSeiten:
Was Sie schon immer über VerXXXXXungen wissen wollten
Teil 1 · Teil 2
Endura hat geschrieben:
Donnerstag 12. April 2018, 05:54
Vielleicht schaust du mal hier rein: https://www.nist.gov/el/faqs-nist-wtc-t ... estigation
.gov = US-Regierung.
US-Regierung = Nutznießer von 9/11.
Nutznießer von 9/11 = nicht zwingend neutral und somit nicht zwingend vertrauenswürdig.
Die Nachdenkseiten sind zwingend vertrauenswürdig?
#Deshalb krallen sich bis heute die deutschen Mainstream-Medien immer noch mit einer unglaublichen Vehemenz an der Lee-Harvey-Oswald-Einzeltätertheorie zum Mord von John F. Kennedy fest. Vor geraumer Zeit sind zu dem Fall ja diverse Dokumente der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Der deutsche Blätterwald schwieg weitgehend.
Tja, und du krallst dich anscheinend wirklich an jede Verschwörungstheorie fest. Interessant. Wieso eigentlich? Weil das die Nachdenkseiten so sagen? Wie wäre es diese Quelle ein auch wenig kritisch zu hinterfragen.

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Re: Einsamkeit Korreliert mit Verschwörungstheorie?

Beitrag von Kief » Dienstag 17. April 2018, 12:25

Endura hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 05:58
Kief hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 02:36
Die wirklich schlimmen Misstaende sind mittlerweile so verbreitet und akzeptiert, dass ich gar nicht mehr die Skandale als das Problem sehe, sondern die Gewoehnung daran.
Du tust so, als leben wir in einer besonders schlimmen Zeit. Zwei Indikatoren für schlimme Zeiten sind Morde und Suizide. Tatsächlich ist es so, dass wir in einem historischen Minimum leben:
https://de.wikipedia.org/wiki/Suizid#/m ... d80_11.png
https://www.kriminalpolizei.de/ausgaben ... -2015.html
Du tust so, als wuerden Deine Quellenangaben so viel belegen.

Bei anderen Untersuchungen bzgl. der Konsequenzen der sozialen Verzerrungen der letzten Jahrzehnte habe ich die Schlussfolgerungen gelesen, dass in GB die Suizide zunehmen - und ebenso auch in Deutschland.
Und dass in Deutschland dieser Anstieg verdaechtig gut zur Agenda 2010 passt.
Deine Suizid-Statistik hat ihren Tiefpunkt bei Einfuehrung der Agenda 2010 ... geht gar nicht weiter, wo sich die Auswirkungen der Agenda 2010 zeigen ...
dann hat die Agenda 2010 zur Folge, dass viele Leute in Vereinsamung sterben, an sozialer Kaelte - fallen diese Leute in die Suizid-Statistik?
Von daher ist Deine Statistik gar nicht mehr so aussagekraeftig, weil sie die aktuelle Problematik nicht mehr erfasst.
(Mal so als Punkte aus dem Stegreif.)

Die Tragweite von vorenthaltenen bzw. dem Abbau der sozialen Leistungen und Werte muendet eben nicht mehr in Suizid, wenn die Leute gebrochen sind, ihre Energie verlieren.
Oder die Loesungen in Radikalisierungen sehen.
Wie waere es damit: hast Du mal geschaut, ob Du anhand von Radikalisierungs-Statistiken belegen kannst, dass wir in immer weniger verzweifelten Zeiten leben?


K

PS, zum Lego-Beispiel:
genau solche Ausfluechte verhindern ne sachliche Aufarbeitung.
Hinterher nen Grund zu finden fuer dies oder jenes ist immer moeglich ... fragt sich halt, wie weit etwas noch so fachlich ernst zu nehmen ist.
Wenn deutlich wird, dass da ein nicht-sachlicher Grund dahinter steht.
Geht nicht allein um das Eroeffnungs-Argument - auch um Gespraechsfuehrung.

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Re: Einsamkeit Korreliert mit Verschwörungstheorie?

Beitrag von Endura » Dienstag 17. April 2018, 12:36

Kief hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 12:25
Bei anderen Untersuchungen bzgl. der Konsequenzen der sozialen Verzerrungen der letzten Jahrzehnte habe ich die Schlussfolgerungen gelesen, dass in GB die Suizide zunehmen - und ebenso auch in Deutschland.
Und dass in Deutschland dieser Anstieg verdaechtig gut zur Agenda 2010 passt.
Deine Suizid-Statistik hat ihren Tiefpunkt bei Einfuehrung der Agenda 2010 ... geht gar nicht weiter, wo sich die Auswirkungen der Agenda 2010 zeigen ...
dann hat die Agenda 2010 zur Folge, dass viele Leute in Vereinsamung sterben, an sozialer Kaelte - fallen diese Leute in die Suizid-Statistik?
Von daher ist Deine Statistik gar nicht mehr so aussagekraeftig, weil sie die aktuelle Problematik nicht mehr erfasst.
(Mal so als Punkte aus dem Stegreif.)
Bezüglich GB ist kein Anstieg zu Erkennen: http://www.dailymail.co.uk/news/article ... -2011.html
Zahlen bis einschließlich 2016, sind die aktuellsten.

Auch in Deutschland gibt es maximal einen leichten Anstieg:
https://de.statista.com/statistik/daten ... haedigung/

Und wenn ich dich richtig verstehe, sind diese Zahlen eh nicht aussagekräftig, weil sie nicht zu deinem politischen Standpunkt passen?
Du postulierst da was von Toten durch die Agenda 20110 ohne aussagekräftige Zahlen zu liefern.

Schauen wir uns mal die Entwicklung der Lebenserwartung in Deutschland an: https://www.google.at/search?q=lebenser ... e&ie=UTF-8
Siehst du da Auswirkungen der Agenda 2010?
Interessant, der Unterschied zwischen West- und Ostdeutschland.
https://de.wikipedia.org/wiki/Lebenserw ... 0-2009.svg
Die Tragweite von vorenthaltenen bzw. dem Abbau der sozialen Leistungen und Werte muendet eben nicht mehr in Suizid, wenn die Leute gebrochen sind, ihre Energie verlieren.
Schau dir mal die Entwicklung der Sozialausgaben an, Abbau sieht ein wenig anders aus:
https://www.bundesfinanzministerium.de/ ... shalt.html
Zuletzt geändert von Endura am Dienstag 17. April 2018, 12:48, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: Einsamkeit Korreliert mit Verschwörungstheorie?

Beitrag von Endura » Dienstag 17. April 2018, 12:42

Kief hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 12:25
PS, zum Lego-Beispiel:
genau solche Ausfluechte verhindern ne sachliche Aufarbeitung.
Hinterher nen Grund zu finden fuer dies oder jenes ist immer moeglich ... fragt sich halt, wie weit etwas noch so fachlich ernst zu nehmen ist.
Wenn deutlich wird, dass da ein nicht-sachlicher Grund dahinter steht.
Geht nicht allein um das Eroeffnungs-Argument - auch um Gespraechsfuehrung.
Du hast nicht verstanden, was mein Argument war. Oder du willst mir einfach nicht-sachliche Gründe unterstellen.

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Re: Einsamkeit Korreliert mit Verschwörungstheorie?

Beitrag von Kief » Dienstag 17. April 2018, 12:59

Endura hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 12:36
Und wenn ich dich richtig verstehe, sind diese Zahlen eh nicht aussagekräftig, weil sie nicht zu deinem politischen Standpunkt passen?
Du postulierst da was von Toten durch die Agenda 20110 ohne aussagekräftige Zahlen zu liefern.
Richtig - wenn man die Zahlen nur passend definiert, dann kann man andere Sachen heraus-schoenen.
Ist Dir das so neu?

Ich weiss nicht mehr, welchen Datenerhebungen man trauen kann.
Ich weiss aber, dass die Spannungen steigen.
Dass ich immer mehr Resignation sowie Radikalisierung sehe.
Dass ich immer weniger gemaessigte und ausgeglichene Menschen sehe,
unter den weder-Resignierten und noch-Radikalisierten immer mehr verleugnend-zwanghaft-Glueckliche sehe.
Die sinkende Anzahl von gemaessigten und ausgeglichenen Leuten machen sich afaik alle mehr oder weniger Sorgen um die gesellschaftlichen Entwicklung.

Wie gesagt - Du hast nicht zufaellig ein paar Statistiken zu Radikalisierungen? ;-)
Wobei ich glaube, deutlich genug gezeigt zu haben, dass mir die meisten Statistiken zu anfaellig fuer Verzerrungen sind.
Selbst im ueberschaubaren Umfeld, wo ich Charaktere und Ziele grob kenne, sehe ich die erstellten Statistiken mit bewussten oder unbewussten Verzerrungen.


K

PS: ist Dir die Bezeichnung "emotional kompromittiert" fuer das Lego-Beispiel lieber?

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Re: Einsamkeit Korreliert mit Verschwörungstheorie?

Beitrag von Endura » Dienstag 17. April 2018, 13:12

Kief hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 12:59
Ich weiss nicht mehr, welchen Datenerhebungen man trauen kann.
Gut, dann müssen ja alle falsch sein, zumindest die, die deiner Überzeugung widersprechen.
PS: ist Dir die Bezeichnung "emotional kompromittiert" fuer das Lego-Beispiel lieber?
Damit fange ich ja noch weniger an. :gruebel:

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Re: Einsamkeit Korreliert mit Verschwörungstheorie?

Beitrag von Giebenrath » Dienstag 17. April 2018, 13:16

Hoppala hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 02:10
Giebenrath hat geschrieben:
Montag 16. April 2018, 16:35
Ehrlich gesagt verfolge ich die Weltpolitik schon ziemlich lange und habe schon oft genug mitbekommen, wie das öffentlich-rechtliche Fernsehen Skandale usw. aufgedeckt hat. Dagegen können alle anderen Medien einpacken, weil sie schlicht nicht genug Korrespondenten haben.
Ich habe, glaub ich, nichts zum Öffentlich-rechtlichen gesagt, oder?
Du hast doch gesschrieben, ich wäre naiv, weil ich die Tagesschau für objektiv halte!
Die Tagesschau ist doch eine Sendung des öffentlich-rechtlichen Senders ARD.
:fluchen:
Natürlich kann ich dir jetzt zugute halten, dass du nur meine Persönlichkeit und nicht die ARD diskreditieren wolltest.
Vielleicht ist dir auch nur die Maus ausgerutscht.

Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 08:30
Und genau die ist immer noch viel zu weit verbreitet. „Amerika, das sind die Guten. Die US-Regierung, das sind auch die Guten. Was die sagen, ist immer alles wahr.“

Zum Glück werden diejenigen immer weniger, die pauschal alles kommentarlos glauben, was Bundesregierung, US-Regierung, BILD und Tagesschau so von sich geben. Oder beliebige andere Tageszeitungen. Leider geht dieser Fortschritt noch viel zu langsam vonstatten.
Liest du eigentlich auch normale Zeitungen oder lebst du in deiner eigenen kleinen Gegenwirklichkeit?
In den deutschen Fernsehnachrichten und in den deutschen Zeitungen wird die US-Regierung am laufenden Band kritisiert und durch den Kakao gezogen- egal ob Innen- oder Außenpolitik, Umwelt- oder Handelspolitik.
Und ich kann mich nicht an eine Zeit erinnern, in der die Kritik an der US-Regierung lauter und allgegenwärtiger war als gerade jetzt.
An Trump wird derzeit kein gutes Haar gelassen, auch wenn er noch mehr Haare hat als Putin, Erdogan und Kim Jong Un zusammen. :lol:
Wenn dir das nicht aufgefallen ist, solltest du mal das Medium wechseln.

Ansonsten wünsche ich allen anwesenden Aluhutträgern viel Spaß in ihrer Phantasiewelt. :hammer:
Give a man a mask and he will show his true face. - Oscar Wilde

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Re: Einsamkeit Korreliert mit Verschwörungstheorie?

Beitrag von Hoppala » Dienstag 17. April 2018, 15:02

Giebenrath hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 13:16
Du hast doch gesschrieben, ich wäre naiv, weil ich die Tagesschau für objektiv halte!
Nein, habe ich nicht.
Ich habe nach einem Beitrag von dir, in dem du einiges geschrieben hast, wobei du unter anderem die Tageschau erwähnt hast, geschrieben
@Giebenrath
Ich staune immer wieder über so viel Naivität. Dennoch bist du mit deiner Meinung ja nicht allein.Vielleicht bin auch nur ich zu kritisch. Da ich aber die Gründe und Ursachen meiner Kritik immer wieder prüfe, und leider viel zu oft für richtig befinden muss, bleibe ich dabei: du bist naiv.
Die spezielle Annahme von dir ist eine mögliche, aber bei weitem nicht die einzige Interpretation.
So entsteht Raum für "Verschwörungstheorien": wenn Möglichkeiten per dictum auf eine einzige eingeschränkt werden.
Giebenrath hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 13:16
Die Tagesschau ist doch eine Sendung des öffentlich-rechtlichen Senders ARD.
:fluchen:
Ja. Und? Die Tagesschau ist auch Teil der gesamten Meidenwelt, ÖR und privat. Ach, der Wirtschjaft überhaupt. Eins wie's andere hier unzulässige Verallgemeinerung. Die in diesem Falle nicht ich in die Welt setze.
Giebenrath hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 13:16
Natürlich kann ich dir jetzt zugute halten, dass du nur meine Persönlichkeit und nicht die ARD diskreditieren wolltest.
Vielleicht ist dir auch nur die Maus ausgerutscht.
Deine Werte sind offenbar völlig andere als meine. Ich hätte ein Diskrediteiren meiner Person nicht für positiver empfunden als das Diskreditieren einer Sendeanstalt (übrigens schon wieder was anderes als Tagesschau oder ÖR; deine Verwirrspielchen machen es nicht leichter).
Ansonsten: alle deine 3 Vermutungen sind nicht zutreffend.
Giebenrath hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 13:16
An Trump wird derzeit kein gutes Haar gelassen, auch wenn er noch mehr Haare hat als Putin, Erdogan und Kim Jong Un zusammen. :lol:
Trump ist nicht die USA.

Wenn ich das in Zusammenhang mit deinen vorigen Bemerkungen sehe: Du würfelst Dinge und Relationen leider ziemlich wild durcheinander. Genau das tun auch "die Medien", leider und überwiegend.
Gezielte, unterschwellige Beeinflussung gibt es natürlich auch - eine ganze, renommierte Beraterbranche lebt davon. Und da meine ich nicht die offene Werbung.
Relevanter ist aber, dass die Medienproduzenten selbst, die Redakteure, inzwischen in für meinen Geschmack zu hohem Maße in ihren eigenen Erklärmustern und Produktionsprozessen hängen. Naheliegende Fragen werden nicht oder kaum gefragt, die Erklärmuster der Kollegen ungefragt übernommen. Oft auch aus Überforderung - der Produktionsdruck llässt wenigen Zeit zum Nachdenkenund Hinterfragen.
Das wirkt sich aus.

In Syrien gibt es einen Giftgasvorfall. Das will ich als Fakt annehmen (schlicht weil mich wundern würde, wenn kriegstreibende Parteien nicht zu solchen Mitteln greifen - nur in Syrien wird es mal publik, interessengetrieben).
Wer es war? Die "westlichen" Regierungen sind sich sicher - die Medien stimmen teils zu, teils weisen sie auf die unklare Faktenlage hin.
Soweit so schlecht: Kritische Medien sollten Regierungen nie zustimmen - nur über sie berichten.
USA, England, Frankreich führen einen "Gegenschlag gegen das Verbrechen" aus. Unsere eigene Regierung macht nicht mit, findet es aber unterstützenswert. Auch darüber wird lang und breit berichtet, aus vielen Blickwinkeln.
Aber: Ein "Gegenschlag"? Wurden die drei denn angegriffen? Schon die unhinterfragt übernommene Wortwahl ist Propaganda. Es ist ein unprovozierter militärischer Angriff auf das Territorium eines Staates. Sagt man das so klar wie es ist, würden sofort eine Menge rote Lichter aufleuchten. "Da müssen wir aber sehr genau hinschauen, prüfen". Deshalb sagen es die handelnden Staaten nicht. Nicht schön, aber okay. Aber die Medien übernehmen die irreführende Benennung einfach? Nicht okay.
Die westlichen Angreifer berufen sich auf die Völker- und Menschenrechtsverletzungen in Syrien.
Ist da eine Militäraktion mit all den drumrum diskutierten Risiken wirklich eine Verbesserung der Lage in Syrien? Wie soll das gehen? Das wäre mindestens so breit zu diskutieren, wie über den Einsatz selbst berichtet wird. Wurde es das? In den von mir konsumierten ÖR-Medien und Mainstream-Zeitungen nicht - nur mal kurz am Rande.
Der "Gegenschlag" verstößt sogar selbst gegen das Völkerrecht. Selbst mit meinen rudimentären Kenntnissen war mir das sofort als zentrale Frage bewusst: Wenn ich angeblich Völker- und Menschenrecht verteidigen will, muss ich mich selbst dran halten. Schon sobald auch nur die USA beteiligt sind, liegt diese Frage aber offen auf dem Tisch. Wurde das diskutiert? So gut wie gar nicht obwohl es eine zentrale Frage fürs ganze Vorgehen ist. Denn wenn es nicht dem Völkerrecht entspricht, ist die offizielle Legitimation des Gegenschlags nicht gegeben. Dann müsste man fragen: Warum denn tatsächlich? Und: ob überhaupt? Fragen, die immer nur kurz am Rande auftauchten - obwohl zentral für die Einordnung des Geschehens. Also genau das, was die Medien eigentlich leisten sollten. Dagegen wird berichtet, wieviele Raketen genau, und wie viele getroffen haben oder nicht. Was eine ziemlich irrelevante Information ist, da der Normalbürger die Wirkung gar nicht einschätzen kann. 10, 100, 300 - what's the difference?
Gestern mittag wurde im Deutschlandfunk (da hört natürlich der Bildzeitungleser und Tagesschaugucker zu ...) ein Völkerrechtsexperte von der Uni Wien (?, irgendeine deutschsprachige Uni im Ausland) interviewt. NACHDEM alles passsiert ist, kommt man in der Redaktion auf den Gedanken: man könnte ja mal fragen. Der Professor legt ruhig und anhand der rechtlichen Regelungen dar, dass der Gegenschlag in vielerlei Hinsicht gegens Völkerrecht verstößt. Dass das Völkerrecht durchaus einen Weg eröffnen würde, in Syrien einzugreifen, dass die handelnden Nationen aber diesen Weg nicht gegangen sind. Der Moderator kann's gar nicht glauben - was man daran merkt, dass er 3x an diesem Punkt nachfragt, um dem Herrn Professor Gelegenheit zu geben, seine Äußerung zu relativieren. Der legt sogar nach: Russland könne man einiges ankreiden, aber völkerrechtlich stünden sie in Syrien auf festeren Füßen als die "Gegenschlagenden". Die Nachfrage des Moderators zeigt, dss er auf diesen Gedanken überhaupt noch nicht gekommen ist.

Kurz: sich aufdrängende Fragen werden nicht gestellt. Meinungen werden übernommen. Fragen werden gestellt, wenn alles vorbei und die Meinungen "gesetzt" sind; und in Nischen, wo es kaum jemand mitbekommt.
Das machen die Redakteure nicht absichtlich. Aber es passiert, und das wiederum hat System. Ständig, bei zum Teil wichtigsten Fragen auf Leben und Tod. Was ich hier gerad am Beispiel skizziert habe, könnte man an sehr vielen Aspekten darlegen. Natürlich kann man hinterher sagen: Aber schau da, wir haben doch auch diesen Standpunkt dargelegt! Richtig. Allerdings ist das ein zentral wichtiger Standpunkt, und ihr habt ihn zu einem Zeitpunkt in einer Nische dargelegt, an der er nicht zum Tragen kommt. Während 1000 irrelevante Detals und irreführende Meinungen (110 Raketen? 101? Haben 71 oder 37 getroffen? Welche Abwehrsysteme wurden eingesetzt?) schon taglang durch die Schlagzeilen gehetzt wurden. "Gegenschlag wegen " was eigentlich? Gaseinsatz (wer gegen wen denn nun genau - ach so, das wird noch vor Ort untersucht ...)? Besitz? Nicht ordentliche Vernichtung? Gegen Syrien? Gegen Assad? Jedenfalls nicht gegen die Russen, obwohl die doch angeblich alles in die Wege leiten ...?

Die Medien - öffentlich-rechtlich oder nicht - erfüllen ihre Aufgabe nur sehr ungenau. Einfach nur schlechtes journalistisches Handwerk. Zuviele Gewissheiten, zu wenig Fragen. Sogar, wenn die wegen Widersprüchen und Argumentations- und Erkenntnislücken offen auf dem Tisch liegen.

Und ich kann sagen: Vor Internetzeiten konnten die das besser.

Okay: diese meine letzten Ausführungen sind hier eigentlich nicht Thema. Ich wollte nur mal darlegen, wie man meiner Meinung nach die Informationspolitik von Regierungen, Mächtigen und Medien hinterfragen sollte, ja als verantwortlicher Bürger hinterfragen muss. Als Journalist sowieso.
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Re: Einsamkeit Korreliert mit Verschwörungstheorie?

Beitrag von Endura » Dienstag 17. April 2018, 15:48

Hoppala hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 15:02
Ist da eine Militäraktion mit all den drumrum diskutierten Risiken wirklich eine Verbesserung der Lage in Syrien? Wie soll das gehen? Das wäre mindestens so breit zu diskutieren, wie über den Einsatz selbst berichtet wird. Wurde es das? In den von mir konsumierten ÖR-Medien und Mainstream-Zeitungen nicht - nur mal kurz am Rande.
Keine Ahnung welche Zeitungen du konsumiert, aber das wurde im Mainstream eigentlich recht breit diskutiert.
Während 1000 irrelevante Detals und irreführende Meinungen (110 Raketen? 101? Haben 71 oder 37 getroffen? Welche Abwehrsysteme wurden eingesetzt?) schon taglang durch die Schlagzeilen gehetzt wurden.
Und was relevant ist, entscheidet wer?
Natürlich ist das auch relevant. Die Anzahl abgeschossener Marschflugkörper ließ sich bisher auf einer Hand abzählen, 70 auf einen Streich wäre eine Sensation.

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Re: Einsamkeit Korreliert mit Verschwörungstheorie?

Beitrag von Giebenrath » Dienstag 17. April 2018, 16:20

Hoppala hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 15:02
Giebenrath hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 13:16
An Trump wird derzeit kein gutes Haar gelassen, auch wenn er noch mehr Haare hat als Putin, Erdogan und Kim Jong Un zusammen. :lol:
Trump ist nicht die USA.
Dass Trump Präsident der USA und damit Chef der US-Regierung ist und über Kriegseinsätze wie z.B. in Syrien entscheidet, ist dir vielleicht entgangen.
Du bist einfach nur peinlich. Mit dir kann man sich nicht ernsthaft über politische Themen austauschen.
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Re: Einsamkeit Korreliert mit Verschwörungstheorie?

Beitrag von Kief » Dienstag 17. April 2018, 16:47

Giebenrath hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 16:20
Hoppala hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 15:02
Giebenrath hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 13:16
An Trump wird derzeit kein gutes Haar gelassen, auch wenn er noch mehr Haare hat als Putin, Erdogan und Kim Jong Un zusammen. :lol:
Trump ist nicht die USA.
Dass Trump Präsident der USA und damit Chef der US-Regierung ist und über Kriegseinsätze wie z.B. in Syrien entscheidet, ist dir vielleicht entgangen.
Du bist einfach nur peinlich. Mit dir kann man sich nicht ernsthaft über politische Themen austauschen.
Ich finde, er kommt da an einem sehr spannenden Punkt an:
Kritik, die das Offensichtliche wiederkaeut, und dabei die kritischen Punkte kaschiert,
hat nur wenig mehr Nutzen als ein Claqueur beim gescheiterten Versuch von scheinheiliger Kritik.

Kein inhaltlicher Mehrwert, nur soziale Vermischung/Infiltration der Fraktionen.
Abgreifen der Zielgruppe/Trittbrettfahren, Quoten und Gewinne machen, und evtl. sogar Leute von ernsthafter Begutachtung ablenken.
Damit sehe ich derlei oberflaechliche Kritik, die von eingemachten Ursachen nicht nur die Finger laesst, sondern die Betrachtungen sogar fadenscheinig abwiegelt, als schaedlicher an, als wenn Menschen selbst darauf kommen.


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Re: Einsamkeit Korreliert mit Verschwörungstheorie?

Beitrag von Volta » Dienstag 17. April 2018, 17:54

Kief hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 16:47
Giebenrath hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 16:20
Hoppala hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 15:02
Trump ist nicht die USA.
Dass Trump Präsident der USA und damit Chef der US-Regierung ist und über Kriegseinsätze wie z.B. in Syrien entscheidet, ist dir vielleicht entgangen.
Du bist einfach nur peinlich. Mit dir kann man sich nicht ernsthaft über politische Themen austauschen.
Ich finde, er kommt da an einem sehr spannenden Punkt an:
Kritik, die das Offensichtliche wiederkaeut, und dabei die kritischen Punkte kaschiert,
hat nur wenig mehr Nutzen als ein Claqueur beim gescheiterten Versuch von scheinheiliger Kritik.


K
Die Ausgangsbehauptung war aber nun, dass das Offensichtliche verleugnet werde, also "die USA sind immer die Guten".

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Re: Einsamkeit Korreliert mit Verschwörungstheorie?

Beitrag von Endura » Dienstag 17. April 2018, 19:25

Aktuell sehr schön in den Kommentarspalten der Nachrichtenportale zu beobachten wie Verschwörungstheorien entstehen.

"Da sind aber sicher nicht 35 Tonnen Sprengstoff explodiert."

Die 76 Marschflugkörper die da einschlagen sein sollen, haben zusammen zwischen 9,5 und 12 Tonnen Sprengstoff enthalten.

Zum Vergleich die 16 Mk 84 Bomben, die 1981 den Osirak Reaktor zerstört haben, enthielten etwa 7 Tonnen Sprengstoff.

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