WhatsApp, ein Muss?

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uhu2163
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von uhu2163 » Dienstag 2. Oktober 2018, 20:35

Und das perpetuum mobile läuft weiter ...

Wir sind die Borg, Widerstand ist zwecklos, sie werden assimiliert werden ...
Es gibt für jeden Topf einen passenden Deckel. Aber es gibt nicht genug passende Deckel für alle Töpfe!

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Ferienhaus
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Ferienhaus » Dienstag 2. Oktober 2018, 20:40

uhu2163 hat geschrieben:
Dienstag 2. Oktober 2018, 20:35
Und das perpetuum mobile läuft weiter ...

Wir sind die Borg, Widerstand ist zwecklos, sie werden assimiliert werden ...
Hey, ich hatte schon "Agree to disagree" gemacht und werde keine Argumente hier mehr posten, warum siehst du mich so an? :mrgreen:

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Captain Unsichtbar » Mittwoch 3. Oktober 2018, 12:57

uhu2163 hat geschrieben:
Dienstag 2. Oktober 2018, 20:35
Und das perpetuum mobile läuft weiter ...

Wir sind die Borg, Widerstand ist zwecklos, sie werden assimiliert werden ...
:good:
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von BartS » Mittwoch 3. Oktober 2018, 15:32

Teetrinker hat geschrieben:
Dienstag 2. Oktober 2018, 19:57
Mich würde es ja auch interessieren, warum Hoppala oder andere von einer Entscheidung für WA negativ betroffen wäre.
Hat das irgendjemand behauptet? :gruebel:
Teetrinker hat geschrieben:
Dienstag 2. Oktober 2018, 19:57
Nicht falsch verstehen, Sorge wegen Datensicherheit steht jedem zu, egal aus welchen Gründen. Ich mag nur nicht die unangemessene Art und Weise, mit der manche ein riesiges Fass aufmachen, sich dann auch noch zB als demokratiebewusst gerieren und andere entsprechend abwerten, ohne dass es Ihnen gelingt auch nur halbwegs ihren Standpunkt zu begründen.
Welches Problem hast Du damit, wenn andere demokratiebewusst auftreten? Du schreibst, die Gründe sind egal, jeder darf sich um die Datensicherheit Sorgen machen. Aber bei einigen hast Du doch Probleme. Also was nun?
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von BartS » Mittwoch 3. Oktober 2018, 15:35

uhu2163 hat geschrieben:
Dienstag 2. Oktober 2018, 20:35
Und das perpetuum mobile läuft weiter ...

Wir sind die Borg, Widerstand ist zwecklos, sie werden assimiliert werden ...
Ehrlich gesagt, außer Schubkasteneinsortierungen kam von Dir nicht wirklich konstruktives zu dem Thema. Wenn Du nur rummotzen willst, ist das okay, aber dann bist Du auch nicht besser als diejenigen, die Du kritisierst.
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von uhu2163 » Mittwoch 3. Oktober 2018, 23:35

BartS hat geschrieben:
Mittwoch 3. Oktober 2018, 15:35
uhu2163 hat geschrieben:
Dienstag 2. Oktober 2018, 20:35
Und das perpetuum mobile läuft weiter ...

Wir sind die Borg, Widerstand ist zwecklos, sie werden assimiliert werden ...
Ehrlich gesagt, außer Schubkasteneinsortierungen kam von Dir nicht wirklich konstruktives zu dem Thema. Wenn Du nur rummotzen willst, ist das okay, aber dann bist Du auch nicht besser als diejenigen, die Du kritisierst.
Interessant, du fandest also mein Schubladenmodel konstruktiv?
Ich habe nicht den Anspruch besser zu sein, aber die Hoffnung, dass sich vielleicht mal die Erkenntnis durchsetzt, dass bereits alles zu diesem Thema, größten Teils in epischer Breite, mehrfach gesagt wurde. Mit jeder weiteren Seite schwindet diese Hoffnung.
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von AviferAureus » Donnerstag 4. Oktober 2018, 00:24

uhu2163 hat geschrieben:
Mittwoch 3. Oktober 2018, 23:35
[...] Ich habe nicht den Anspruch besser zu sein, [...]
Zöge ich als AB, als ein Mensch, der nicht grundlos von anderen Menschen abgelehnt wird, in Erwägung (und sei mit negativ formuliertem Ergebnis), besser zu sein, hätte ich also völlig unakzeptable Gedanken voller Hybris, Sünde und Frevel, dann würde ich mich von solchen unverforenen Gedanken weg auf den Boden der Tatsachen zurückholen, das Skalpell rausholen, eine neue Klinge einspannen und mich ritzen.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von BartS » Donnerstag 4. Oktober 2018, 00:55

uhu2163 hat geschrieben:
Mittwoch 3. Oktober 2018, 23:35
BartS hat geschrieben:
Mittwoch 3. Oktober 2018, 15:35
uhu2163 hat geschrieben:
Dienstag 2. Oktober 2018, 20:35
Und das perpetuum mobile läuft weiter ...

Wir sind die Borg, Widerstand ist zwecklos, sie werden assimiliert werden ...
Ehrlich gesagt, außer Schubkasteneinsortierungen kam von Dir nicht wirklich konstruktives zu dem Thema. Wenn Du nur rummotzen willst, ist das okay, aber dann bist Du auch nicht besser als diejenigen, die Du kritisierst.
Interessant, du fandest also mein Schubladenmodel konstruktiv?
Nicht wirklich.
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Reinhard » Sonntag 7. Oktober 2018, 23:58

Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Hoppala » Samstag 13. Oktober 2018, 03:02

Ab Seite 4 bis 8 finden sich im Interview mit Steffen Mau (Autor des Buchs „Das metrische Wir – Über die Quan-tifizierung des Sozialen“) relativ sortiert und nüchtern abgewogen viele wesentliche Aspekte, warum die Datensammelei in heute praktizierter Form wegen ihrer Auswirkungen auf die Gesellschaft sehr kritisch zu betrachten ist.

Und warum nicht nur die Verwender solcher Datenschleudern (und WhatsApp steht da ganz weit oben), sondern auch jeder andere von den Folgen, die von den Verwendern der Datenschleudern in die Welt gesetzt werden, betroffen ist.

http://www.journalistenblatt.de/journal ... -3-18.html
Der Download umfasst ca. 5,3MB.

Von mir ausgewähltes Zitat:
"Doch die Art und Weise, wie die Digitalisierung gesellschaftlich durchgesetzt wird, ungesteuert, von einigen Marktmonopolisten und mit der zunehmenden Intranspa-renz derer, die uns transparent machen – das ist problematisch in einer Demokratie. "
"Zu diesem Problem kommt die digitale Entrechtung der Bürger, die keine Verfügung und kein Wissen über die Nutzung ihrer Daten mehr haben."

Ein gewisser Themenschwerpunkt auf Journalismus/Medien hat hier mit dem Medium selbst zu tun. Da es bei dem Datenthema aber sowieso immer auch um das Themenfeld öffentlich-privat/informiert-un- (bzw. fehl-)informiert geht, halte ich das gar nicht mal für verkehrt.

Who is Dr. Steffen Mau: Professor für Makrosoziologie (W3), Humboldt-Universität zu Berlin
Komplette wissenschaftliche und Expertenvita:
https://www.sowi.hu-berlin.de/de/lehrbe ... r/Prof_Mau

(So suche und bewerte ich übrigens Informationen: Klingt es einermaßen informiert, angemessen ausgewogen und kritisch; und WER äußert sich da gerad warum. Für sowas ist das WWW da.)

Ich empfehle, diese eine Meinung nicht alleinig zubewerten, sondern mit weiteren kritischen Gedanken und Ansätzen abzugleichen. Dafür ist das WWW dann ja nützlich (aber bitte nicht Guggel, Bäng und Konsorten dafür verwenden).

Ab Seite 24 gibt es ein paar Hinweise, wie man mit sehr wenig Aufwand wenigstens halbwegs datenverantwortlich surfen kann (= möglichst weng Spuren hinterlassen).
Für Leute, die das sowieso bewusst machen, steht da allerdings nichts Neues. Für andere: ein einfaches "Kochrezept".


Der Aufbau eines spionagereduzierten Jabber-Netzwerks geht übrigens erstaunlich leicht, wie ich aus der Praxis berichten kann. Man muss den Leuten nur sagen, wo man ne passende App beziehen kann, ein, zwei vertrauenswürdige Registrierungsserver nennen, schon geht's los. Es sind mehr Leute interessiert, als man denkt. Sie wissen nur nicht, dass es sowas gibt, oder wie sie mit wenig Aufwand dran kommen (soviel auch zu uhus Annahme, es sei schon alles episch gesagt).
uhu2163 hat geschrieben:
Mittwoch 3. Oktober 2018, 23:35
Ich habe nicht den Anspruch besser zu sein, aber die Hoffnung, dass sich vielleicht mal die Erkenntnis durchsetzt, dass bereits alles zu diesem Thema, größten Teils in epischer Breite, mehrfach gesagt wurde. Mit jeder weiteren Seite schwindet diese Hoffnung.
Solange die meisten von dem Thema nichts wissen (wollen), ist nicht genug darüber gesagt worden.

Nur weil es dir aus den Ohren rauskommt, heißt nicht, dass es andere bisher überhaupt auch nur ansatzweise zur Kenntnis genommen haben. Offensichtich ist Letzteres der Fall.

Zum Beispiel:
calcetto hat geschrieben:
Dienstag 2. Oktober 2018, 20:19
Für die große Masse der Menschen wird das im alltäglichen Leben kein Problem darstellen, dass z. B. der Facebook-Konzern ihre Daten abgreift. ...
Aber vielleicht wollen ja bestimmte politische Parteien mal ganz gezielt Menschen ansprechen, die ihnen noch skeptisch gegenüber stehen und ihren ihre "freundlichen" breitschultrigen Wahlhelfer vorbeischicken.
Hier haben wir jemand, der für das Thema schon sensibilisiert ist, aber nach wie vor nicht ahnt, wie weit das bereits gehet und noch gehen wird
Sein "vielleicht mal" ist - auf dezentere Art - längst Realität.

Auch dies zeuigt nicht unbedingt von vorhandenem oder verstandenem Wissen:
Teetrinker hat geschrieben:
Dienstag 2. Oktober 2018, 19:57
Mich würde es ja auch interessieren, warum Hoppala oder andere von einer Entscheidung für WA negativ betroffen wäre. Außerdem, was da sonst noch für negative Konsequenzen dabei sind. Den Verweis auf zahlreiche Quellen darf man da nicht gelten lassen (ebensowenig den Begründungsaufwand), gerade wenn jemand so entschieden eine enorme Tragweite für alle postuliert.
Ich gehe immer noch davon aus, dass Menschen selbstverantwortlich sind. Wenn du an Themen mit großer Tragweite interessiert bist, ist es dir mit wenigen Klicks leicht möglich, dir selbst die Informationen aus für dich vertrauenswürdigen Quellen zu beschaffen
.
Ich lasse nämlich umgekehrt nicht gelten, das jemand alles serviert bekommen will, und sich ansonsten achselzuckend unwissend stellt, oder gar das Thema für nicht-existent bzw. Schimäre bewertet.
Teetrinker hat geschrieben:
Dienstag 2. Oktober 2018, 19:57
Er könnte es ja durchaus mal versuchen, was sich dahinter verbergen soll.
Es gibt dazu Berge an Infoirmationen. Warum ausgerechnet eine Zusammenstellung/Ausarbeitung von mir dir glaubwürdiger/informativer erscheinen sollte, als die von ausgewiesenen Experten zum Thema, die du dir auch noch selbst nach deinem Gusto zusammenklickst, wird mir nicht einleuchten.
Teetrinker hat geschrieben:
Dienstag 2. Oktober 2018, 19:57
Solche Leute kann man dann durchaus zurecht als Prinzipienreiter bezeichnen und mit Verantwortung für Freiheit hat sowas auch wenig zu tun. Dahinter steckt meist Gutmenschenwellness bzw. egoistische Besserstellungsversuche. Nicht falsch verstehen, Sorge wegen Datensicherheit steht jedem zu, egal aus welchen Gründen. Ich mag nur nicht die unangemessene Art und Weise, mit der manche ein riesiges Fass aufmachen, sich dann auch noch zB als demokratiebewusst gerieren und andere entsprechend abwerten, ohne dass es Ihnen gelingt auch nur halbwegs ihren Standpunkt zu begründen.
Deine Annahmen gehen schon mangels sachlicher Begründung (siehe oben) fehl.

Deine Polemik, ich würde jemand "abwerten" passt dazu. Mit keinem Wort habe ich das getan. Es sei denn, jemand fühlt sich abgewertet, weil ich auf die Risiken für ihn und andere wegen seines uninformierten Technikgebrauchs hinweise.
Allerdings könnte man dein "Gutmenschenwellness", "Prinzipienreiter" und " egoistische Besserstellungsversuche" als Abwertungsversuch werten - denn das zielt direkt auf die Person, nicht auf Anliegen oder Argumente.

Ein Standpunkt lässt sich übrigens nur "begründen", wenn diejenigen, die zuhören, eine Begründung auch selbst erkennen wollen, nicht nur als (unangemssenes) Fertiggericht serviert bekommen wollen. Wenn die Scheuklappen erst mal weg sind, ergibt sich der Rest meist von selbst.
Teetrinker hat geschrieben:
Dienstag 2. Oktober 2018, 19:57
Der Verweis ist eigentlich nur ein "Du kannst nachlesen, daß ich rechthabe"-Zirkelschluss.
Es geht nicht darum, dass ich "Recht" hätte. Es geht darum dass Leute wie du wenigstens ein Mindestmaß Kenntnis darüber haben solten, wovon sie reden und worüber sie urteilen. Verantwortung besteht nicht darin, in freier Entscheidung einfach mal was zu machen.
Sondern zu wissen, was man tut, und welche Auswirkungen es auch auf andere hat. Ansonsten liegt nämlich keine verantwortliche Entscheidung vor, nur die Illusion davon. Das ist pure Bequemlichkeit (aus Kosten anderer LEut - und auf eigene, wenn auch unerkannte Kosten). Und genau das passiert viel zu häufig.

Solltest du (und natürlich jeder andere) Interesse an an einer freien Gesellschaft mit Demokratie und Rechtsstaat haben, gibt es einige Verhaltensweisen, die sich verbieten, und andere, die sich aufdrängen.
Hast du dieses Interesse nicht - und das Verhalten ist dafür entweder so oder so ein Indikator -, sind entweder du oder ich in dieser Gesellschaft fehl am Platze.
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Doggo » Samstag 13. Oktober 2018, 08:43

Nun, WhatsApp ist kein MUSS. Das Ding ist einfach nur, dass so gut wie jeder nun per WhatsApp kommuniziert (inkl. mir) :D

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Dérkesthai » Samstag 13. Oktober 2018, 14:49

Mal sehen, ob das nachlässt, wenn nächstes Jahr der vertraglich vereinbarte werbefreie Zeitraum abläuft. Ab die will Facebook nämlich Werbung an Whatsapp ausliefern. Damit gehen wieder Cookies und Co einher, was zu noch mehr Datensammlungen führen wird.
So wie es einmal war, wird es nie wieder sein. So wie es einmal wird, so war es vorher noch nie.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Der Coon » Samstag 13. Oktober 2018, 18:49

Whatsapp ist kein muss, ist eben sehr praktisch was die schnelle kommunikation untereinander betrifft.
Zeit die wir uns nehmen, ist Zeit die uns was gibt.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Hoppala » Sonntag 14. Oktober 2018, 01:21

Doggo hat geschrieben:
Samstag 13. Oktober 2018, 08:43
Nun, WhatsApp ist kein MUSS. Das Ding ist einfach nur, dass so gut wie jeder nun per WhatsApp kommuniziert (inkl. mir) :D
Das Ding ist, dass kaum einer wirklich hinguckt, was er da eigentlich macht.

Wenn es kein MUSS ist, wäre es ja einfach, es sofort sein zu lassen. Ist es das?

Es "kommuniziert" fast jeder über WA, weil jeder denkt, fast jeder "kommuniziere" darüber und NUR darüber. Dabei gibt es jede Menge nutzbare und sofort verfügbare Alternativen mit deutlich weniger Problemen an Bord.

Der Punkt ist vielleicht - und da sind wir genau bei einem Anlass meiner Kritik - nicht nur zu machen, was alle machen, sondern. sich zu überlegen und Verantwortung dafür und für die Auswirkungen zu übernehmen, was man da macht. "Einfach tun, was (gefühlt) alle machen" ist kein Prinzip, das mit Demokratie und Freiheit allzu konform geht ...
Der Coon hat geschrieben:
Samstag 13. Oktober 2018, 18:49
Whatsapp ist kein muss, ist eben sehr praktisch was die schnelle kommunikation untereinander betrifft.
Das hatten wir schon weiter vorn: Ja. So wie jede Menge Apps und Protokolle, die ohne WA-Probleme daherkommen.

Wenn's um die "praktische schnelle 'Kommunikation' ginge, gäbe es keinen Grund, dass WA sich als Platzhirsch aufspielen dürfte oder wahrgenommen wird.

Eine Diktatur wäre ja auch ne praktische Sache, um fast jedem einen Arbeitsplatz und Mindest-Auskommen zu sichern. Irgendwie kein wirklich guter Grund, bei sowas mitzumachen.
Nutzungsregeln: Mediale Äußerungen von Menschen ersetzen keine Begegungen. Was du hier schreibst, bist nicht du. Was ich hier schreibe, bezieht sich nicht auf dich. Nur auf deinen Beitrag. Ich schreibe meine Meinung, deren Bedeutung in deinem eigenen Ermessen liegt. Vergiss, was dir nichts nützt.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Doggo » Sonntag 14. Oktober 2018, 09:55

Hoppala hat geschrieben:
Sonntag 14. Oktober 2018, 01:21
Doggo hat geschrieben:
Samstag 13. Oktober 2018, 08:43
Nun, WhatsApp ist kein MUSS. Das Ding ist einfach nur, dass so gut wie jeder nun per WhatsApp kommuniziert (inkl. mir) :D
Das Ding ist, dass kaum einer wirklich hinguckt, was er da eigentlich macht.

Wenn es kein MUSS ist, wäre es ja einfach, es sofort sein zu lassen. Ist es das?

Es "kommuniziert" fast jeder über WA, weil jeder denkt, fast jeder "kommuniziere" darüber und NUR darüber. Dabei gibt es jede Menge nutzbare und sofort verfügbare Alternativen mit deutlich weniger Problemen an Bord.

Der Punkt ist vielleicht - und da sind wir genau bei einem Anlass meiner Kritik - nicht nur zu machen, was alle machen, sondern. sich zu überlegen und Verantwortung dafür und für die Auswirkungen zu übernehmen, was man da macht. "Einfach tun, was (gefühlt) alle machen" ist kein Prinzip, das mit Demokratie und Freiheit allzu konform geht ...
Der Coon hat geschrieben:
Samstag 13. Oktober 2018, 18:49
Whatsapp ist kein muss, ist eben sehr praktisch was die schnelle kommunikation untereinander betrifft.
Das hatten wir schon weiter vorn: Ja. So wie jede Menge Apps und Protokolle, die ohne WA-Probleme daherkommen.

Wenn's um die "praktische schnelle 'Kommunikation' ginge, gäbe es keinen Grund, dass WA sich als Platzhirsch aufspielen dürfte oder wahrgenommen wird.

Eine Diktatur wäre ja auch ne praktische Sache, um fast jedem einen Arbeitsplatz und Mindest-Auskommen zu sichern. Irgendwie kein wirklich guter Grund, bei sowas mitzumachen.
Wie kommst du zu einem Vergleich zwischen WhatsApp und einer Diktatur? Was genau stört dich so sehr bei WA?

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von inVinoVeritas » Montag 15. Oktober 2018, 11:30

Hoppala ich finde es bemerkenswert, mit welcher Leidenschaft du hier riesige Romane produzierst in denen du bis ins noch so kleinste Detail beschreibst, warum Whatsapp böse und schlecht ist. Viele deiner Kiritkpunkte haben dabei meiner Meinung nach auch ihre Berechtigung und es ist nicht verkehrt sich darüber auch Gedanken zu machen und seine eigenen Schlüsse daraus zu ziehen.
Was mir aber ganz besonders auffällt (nicht nur bei dir): mir fehlt in all den Texten das Verständnis für die Situation des AB-Individuums, welches i.d.R. nicht in einem riesigen sozialen Umfeld eingebettet ist und froh ist, wenn sich abseits des eingefahrenen Alltags überhaupt mal Möglichkeiten für Aktivitäten/Unternehmungen auftun. Du und deine anderen Mitstreiter mögen sich in einem relativ Whatsapp-freien Umfeld bewegen und bei Verzicht auf Whatsapp keinerlei Einschränkungen verspüren, jemand der aber froh ist überhaupt mal ein paar Leute zu kennen wird es sich nicht leisten können, auf deren Kommunikationskanal zu verzichten.
Auch jemand den es generell viel Energie kostet soziale Bande am Leben zu erhalten wird es sich 10x überlegen, ob er jetzt allen Leuten auf den Sack gehen mag, weil er via Extrakanal eingebunden werden will, anstatt einfach in der entsprechenden Whatsapp-Gruppe von 10 Leuten auf ein "Hey wer hat heute Lust auf ein Feierabendbier?" mit einem "bin dabei" zu reagieren.

Es argumentiert sich immer herrlich leicht gegen etwas, was man selbst nicht unbedingt braucht. Das kenne ich auch von mir selbst, wenn es um andere Themen geht, so ehrlich muss man da schon sein und auch mal versuchen anzuerkennen, in welchem Dilemma sich der Diskussionspartner eventuell befindet.
Diese Anerkennung der Situation vermisse ich bei dir und deinen Mitstreitern total, es kommt einfach sehr dogmatisch rüber was du/ihr so schreibt.
Dabei werden ja wie bereits gesagt wichtige Kritikpunkte benannt, die kommen beim Gegenüber aber nicht an (und das denke ich ist doch deine Intention?) wenn man seine eigene Lebenssituation, die häufig gänzlich anders ist als deine, ignoriert bzw. lapidar zur Seite wischt.
Es mag für dich unvorstellbar sein das anzuerkennen, aber es könnte tatsächlich für manch ein Individuum eine Abwägungssache sein, ob man es sich bewusst schwer macht in einer neuen Clique z.B. Fuß zu fassen weil man als einziger auf deren Kommunikationskanal verzichten will (und die am besten noch ebenfalls dazu missioniert) oder ob man stattdessen einfach damit lebt, dass die eigenen (unwichtigen) Daten abgegriffen werden.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Tyralis Fiena » Montag 15. Oktober 2018, 14:07

Hoppala hat geschrieben:
Samstag 13. Oktober 2018, 03:02
Es geht nicht darum, dass ich "Recht" hätte. Es geht darum dass Leute wie du wenigstens ein Mindestmaß Kenntnis darüber haben solten, wovon sie reden und worüber sie urteilen. Verantwortung besteht nicht darin, in freier Entscheidung einfach mal was zu machen.
Sondern zu wissen, was man tut, und welche Auswirkungen es auch auf andere hat. Ansonsten liegt nämlich keine verantwortliche Entscheidung vor, nur die Illusion davon. Das ist pure Bequemlichkeit (aus Kosten anderer LEut - und auf eigene, wenn auch unerkannte Kosten). Und genau das passiert viel zu häufig.

Solltest du (und natürlich jeder andere) Interesse an an einer freien Gesellschaft mit Demokratie und Rechtsstaat haben, gibt es einige Verhaltensweisen, die sich verbieten, und andere, die sich aufdrängen.
Hast du dieses Interesse nicht - und das Verhalten ist dafür entweder so oder so ein Indikator -, sind entweder du oder ich in dieser Gesellschaft fehl am Platze.
Veranwortliches Handeln schliesst für mich ein, dass man dem anderen auf Augenhöhe begegnet. Und daran habe ich, so leid es mir tut, bei dir meine Zweifel, so wie du hier auftrittst und deine Worte wählst. Insofern weise ich auch entschieden zurück, dass ich nicht wüsste, was ich tue (sofern du bei mir auch davon ausgehst, ich hätte keinerlei Kenntnis).

Es hat nichts mehr von einer selbstverantwortlichen Entscheidung zu tun, wenn sie in eine Richtung gedrückt wird. Solch ein Nudging finde ich persönlich extrem kritisch. Für mich verbietet sich das, jemanden überzeugen zu müssen, Jabber, WA oder was auch immer zu nutzen. Wenn das bei mir jemand real versucht, war es vielleicht sogar das letzte Mal, dass ich noch mal mit der jeweiligen Person rede. Bin ich damit nun gesellschaftlich fehl am Platz? Auch gut. Ich brauche keine Gesellschaft bzw. Mitglieder davon, die meinen, einen führen zu müssen. Informationen zu geben ist eine Sache, aber die Entscheidung darüber, wie damit zu verfahren ist, lasse ich mir nicht wegnehmen (egal, wie "edel" das Motiv des Gegenübers sei).

WA ist für mich nächstes Jahr eh Geschichte. Werbeschrott will ich beim Messenger nicht sehen.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von LonesomeCoder » Montag 15. Oktober 2018, 22:00

Tyralis Fiena hat geschrieben:
Montag 15. Oktober 2018, 14:07
Veranwortliches Handeln schliesst für mich ein, dass man dem anderen auf Augenhöhe begegnet. Und daran habe ich, so leid es mir tut, bei dir meine Zweifel, so wie du hier auftrittst und deine Worte wählst. Insofern weise ich auch entschieden zurück, dass ich nicht wüsste, was ich tue (sofern du bei mir auch davon ausgehst, ich hätte keinerlei Kenntnis).
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Hoppala » Dienstag 16. Oktober 2018, 01:50

Doggo hat geschrieben:
Sonntag 14. Oktober 2018, 09:55
Wie kommst du zu einem Vergleich zwischen WhatsApp und einer Diktatur? Was genau stört dich so sehr bei WA?
Wie kommst du da zu der Interpretation "Vergleich zwischen WhatsApp und einer Diktatur"?

Ich habe eine offensichtlich extra deutliche Illustration genutzt, um die Konsequenzen eines bestimmten Denkens und des Hauptarguments "machen alle" zu zeigen.
Anschienend immer noch nicht deutlich genug ?
inVinoVeritas hat geschrieben:
Montag 15. Oktober 2018, 11:30
Hoppala ich finde es bemerkenswert, mit welcher Leidenschaft du hier riesige Romane produzierst in denen du bis ins noch so kleinste Detail beschreibst, warum Whatsapp böse und schlecht ist. Viele deiner Kiritkpunkte haben dabei meiner Meinung nach auch ihre Berechtigung und es ist nicht verkehrt sich darüber auch Gedanken zu machen und seine eigenen Schlüsse daraus zu ziehen.
Wenn du meiner Kritik im Wesentlichen zustimmst, wundert mich, warum du sie mit fehlerhafter Polemik bewertest. "böse und schlecht" stammt nicht von mir.

Außerdem bin ich sehr irritiert: die einen fordern mich auf, ich solle endlich detailliert darlegen, was mich stört (beispeilhaft: Doggo oben); die anderen - beispielhaft: du - bemängeln, ich würde genau dies hier des Langen und Breiten und gebetmühlenhaft aus den Ohren quellend, wenngleich ansonsten ja nicht mal verkehrt, tun.
Vermutlich liegt die Wahrheit in der Mitte. Weshalb ich beides mal nicht so ernst nehme.
inVinoVeritas hat geschrieben:
Montag 15. Oktober 2018, 11:30
Was mir aber ganz besonders auffällt (nicht nur bei dir): mir fehlt in all den Texten das Verständnis für die Situation des AB-Individuums, welches i.d.R. nicht in einem riesigen sozialen Umfeld eingebettet ist und froh ist, wenn sich abseits des eingefahrenen Alltags überhaupt mal Möglichkeiten für Aktivitäten/Unternehmungen auftun.
Andauernd lege ich dar, dass es andere Wege gibt.
Allerdings ist richtig: ich denke nicht, dass die besondere Situation eines AB als Grund oder Entrschuldigung dafür dienen kann, allgemein nicht wünschenswerte Verhaltensweisen zu kultivieren.
Ich würde auch jedem abraten, zum AL zu mutieren, selbst wenn die "AL-Theorie" irgendwie Hand und Fuß hätte.
inVinoVeritas hat geschrieben:
Montag 15. Oktober 2018, 11:30
Auch jemand den es generell viel Energie kostet soziale Bande am Leben zu erhalten wird es sich 10x überlegen, ob er jetzt allen Leuten auf den Sack gehen mag, ...
Hier liigt der Irrtum: das allgemein angenommene "auf den Sack gehen", wenn man andere Wege nutzen will.
Das mag bei einzelnen zutreffen - bei anderen nicht. Wird aber gar nicht erst probiert.
Tatsächlich erlebe ich, dass die Leut - nicht alle, natürlich - interessiert darauf reagieren, wenn man ihnen konkret in 2 Sätzen mitteilt, dass und wie sie von WA wegkommen.

Okay: Ausnahme sind ne Menge Forenteilnehmer hier ...
Wenn man schon Theorien darüber aufstellen will, könnte man versucht sein, eine Kausalität zwischen dem Status AB und der Weigerung, was anders zu machen, zu konstruieren ... :-)
(Nur zur Sicherheit: das eine wäre so kurzschlüssig wie das andere)

Wenn es so einschneidend sein sollte, von WA los zu kommen - wäre das nicht erst recht guter Grund, dem sehr kritisch gegenüber zu stehen und zu möglichen Alternativen zu wechseln?
inVinoVeritas hat geschrieben:
Montag 15. Oktober 2018, 11:30
was man selbst nicht unbedingt braucht.
Wer WA "unbedingt braucht", hat den besten Grund, Alternativen anzugehen. WA ist kein Wohlfahrtsverein oder eine demokratisch kontrollierte Infrastruktur. Es ist ein gewinnorientiertes Privatunternehmen, für das seine "Nutzer" Ware und Rohstoff sind, und entsprechend mit ihnen umspringt. Wer sich davon abhängig fühlt ... herrje ...
inVinoVeritas hat geschrieben:
Montag 15. Oktober 2018, 11:30
Diese Anerkennung der Situation vermisse ich bei dir und deinen Mitstreitern total, es kommt einfach sehr dogmatisch rüber was du/ihr so schreibt.
Eine klare, durch sehr informierte unahängige und öffentliche Experten vielfach untermauerte Position. Die erschient dogmatisch, weil eine umfangreiche Marketingmaschine seit Jahren was anderes suggeriert. Daran ändert sich nichts, weil, jemand AB ist. Das ist kein "beseite wischen". Es ist fürs Thema einfach argumentativ nicht relevant.
Und nochmal: Alternativen sind leicht und vielfach vorhanden.
inVinoVeritas hat geschrieben:
Montag 15. Oktober 2018, 11:30
ob man stattdessen einfach damit lebt, dass die eigenen (unwichtigen) Daten abgegriffen werden.
Das ist Augenwischerei. Kaum jemand weiß, welche Daten "abgegriffen" werden, und ob die am Ende unwichtig sind - weil kaum jemand weiß, wie und wofür die am Ende genutzt werden. Und darauf kommt's an. Es gibt diese "unwichtigen" Daten beim "Abgreifen" nicht.
Tyralis Fiena hat geschrieben:
Montag 15. Oktober 2018, 14:07
Es hat nichts mehr von einer selbstverantwortlichen Entscheidung zu tun, wenn sie in eine Richtung gedrückt wird. Solch ein Nudging finde ich persönlich extrem kritisch.
Das ist gut. Dan wird dich sicher nerven, dass so viele von dir erwarten, unbedingt WA (und sonst am besten fast gar nichts) zu nutzen.

Abgesehen davon könnte man zu deiner Meinung die Frage stellen, wie du es denn dann mit offen demokratie- und freiheitsfeindlichen Verhaltensweisen hältst. Die konnten ja auch argumentieren, sie finden es nicht gut, dass sie hierzulande in eine andere Richtung "genudgt" werden ... und das als Manko von demokratie und Freiheit interpretieren (und somit erst Recht ihr gegenteiliges Verhalten begründet sehen).
Dein Argument ist sehr zweischneidig. Tatsächlich lässt sich damit so ziemlich alles und nichts "begründen". Bei Licht besehen konstruiert es einen Zirkelschluss. Verantwortlichkeit allerdings begründet es nicht.
Tyralis Fiena hat geschrieben:
Montag 15. Oktober 2018, 14:07
WA ist für mich nächstes Jahr eh Geschichte. Werbeschrott will ich beim Messenger nicht sehen.
Naja. Ich bin sicher, es wird dann auch ohne Werbeschrott gehen. Ich bin immer überrascht, wenn ich mal auf anderer Leut PCs gucke und da überall Werbung flimmert. Soll ja auf den Smartphones ähnlich sein. Ich weiß das nicht - ich seh Werbung auf meine Geräte so minimal, dass es mir eist nicht mal das Wegklicken wert ist. Lässt sich alles entsprechend einrichten.

Aber vielleicht wäre es eine Idee, den Übergang auf andere Wege jetzt schon einzuleiten? Oder stellen alle deine Bekannten WA ab, wenn Werbung kommt?

Süddeutsche vom 10.10.
"Sie verkaufen unsere Aufmerksamkeit an jeden, der dafür bezahlt"
Die Überschrift ist aber etwas fehl am Platze. Eigentlich geht es darum, dass die "sozialen Medien" die gewonnenen Daten dafür benutzen, unsere Informationen und Meinungen immer enger und zugespitzter zu manipulieren, und sich dafür bezahlen zu lassen.
Süddeutsche.de hat am PC eine Registrierungsschranke; in einem Browser, der eine Mobilkennung hat, sind aber 10 Artikel frei (und wer den Browser richtig einstellt, liest sogar beliebig viel frei ...)

" If one meets a powerful person--Rupert Murdoch, perhaps, or Joe Stalin or Hitler--one can ask five questions: what power do you have; where did you get it; in whose interests do you exercise it; to whom are you accountable; and, how can we get rid of you? Anyone who cannot answer the last of those questions does not live in a democratic system.” Tony Benn, Politiker im United Kingdom.
Die Fragen und ihre Schlussfolgerung dürften auch in Bezug auf nicht-personale, menschgemachte Mächte ihre Berechtigung haben.
Nutzungsregeln: Mediale Äußerungen von Menschen ersetzen keine Begegungen. Was du hier schreibst, bist nicht du. Was ich hier schreibe, bezieht sich nicht auf dich. Nur auf deinen Beitrag. Ich schreibe meine Meinung, deren Bedeutung in deinem eigenen Ermessen liegt. Vergiss, was dir nichts nützt.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Doggo » Dienstag 16. Oktober 2018, 08:26

Hoppala hat geschrieben:
Dienstag 16. Oktober 2018, 01:50
Doggo hat geschrieben:
Sonntag 14. Oktober 2018, 09:55
Wie kommst du zu einem Vergleich zwischen WhatsApp und einer Diktatur? Was genau stört dich so sehr bei WA?
Wie kommst du da zu der Interpretation "Vergleich zwischen WhatsApp und einer Diktatur"?

Ich habe eine offensichtlich extra deutliche Illustration genutzt, um die Konsequenzen eines bestimmten Denkens und des Hauptarguments "machen alle" zu zeigen.
Anschienend immer noch nicht deutlich genug ?
inVinoVeritas hat geschrieben:
Montag 15. Oktober 2018, 11:30
Hoppala ich finde es bemerkenswert, mit welcher Leidenschaft du hier riesige Romane produzierst in denen du bis ins noch so kleinste Detail beschreibst, warum Whatsapp böse und schlecht ist. Viele deiner Kiritkpunkte haben dabei meiner Meinung nach auch ihre Berechtigung und es ist nicht verkehrt sich darüber auch Gedanken zu machen und seine eigenen Schlüsse daraus zu ziehen.
Wenn du meiner Kritik im Wesentlichen zustimmst, wundert mich, warum du sie mit fehlerhafter Polemik bewertest. "böse und schlecht" stammt nicht von mir.

Außerdem bin ich sehr irritiert: die einen fordern mich auf, ich solle endlich detailliert darlegen, was mich stört (beispeilhaft: Doggo oben); die anderen - beispielhaft: du - bemängeln, ich würde genau dies hier des Langen und Breiten und gebetmühlenhaft aus den Ohren quellend, wenngleich ansonsten ja nicht mal verkehrt, tun.
Vermutlich liegt die Wahrheit in der Mitte. Weshalb ich beides mal nicht so ernst nehme.
inVinoVeritas hat geschrieben:
Montag 15. Oktober 2018, 11:30
Was mir aber ganz besonders auffällt (nicht nur bei dir): mir fehlt in all den Texten das Verständnis für die Situation des AB-Individuums, welches i.d.R. nicht in einem riesigen sozialen Umfeld eingebettet ist und froh ist, wenn sich abseits des eingefahrenen Alltags überhaupt mal Möglichkeiten für Aktivitäten/Unternehmungen auftun.
Andauernd lege ich dar, dass es andere Wege gibt.
Allerdings ist richtig: ich denke nicht, dass die besondere Situation eines AB als Grund oder Entrschuldigung dafür dienen kann, allgemein nicht wünschenswerte Verhaltensweisen zu kultivieren.
Ich würde auch jedem abraten, zum AL zu mutieren, selbst wenn die "AL-Theorie" irgendwie Hand und Fuß hätte.
inVinoVeritas hat geschrieben:
Montag 15. Oktober 2018, 11:30
Auch jemand den es generell viel Energie kostet soziale Bande am Leben zu erhalten wird es sich 10x überlegen, ob er jetzt allen Leuten auf den Sack gehen mag, ...
Hier liigt der Irrtum: das allgemein angenommene "auf den Sack gehen", wenn man andere Wege nutzen will.
Das mag bei einzelnen zutreffen - bei anderen nicht. Wird aber gar nicht erst probiert.
Tatsächlich erlebe ich, dass die Leut - nicht alle, natürlich - interessiert darauf reagieren, wenn man ihnen konkret in 2 Sätzen mitteilt, dass und wie sie von WA wegkommen.

Okay: Ausnahme sind ne Menge Forenteilnehmer hier ...
Wenn man schon Theorien darüber aufstellen will, könnte man versucht sein, eine Kausalität zwischen dem Status AB und der Weigerung, was anders zu machen, zu konstruieren ... :-)
(Nur zur Sicherheit: das eine wäre so kurzschlüssig wie das andere)

Wenn es so einschneidend sein sollte, von WA los zu kommen - wäre das nicht erst recht guter Grund, dem sehr kritisch gegenüber zu stehen und zu möglichen Alternativen zu wechseln?
inVinoVeritas hat geschrieben:
Montag 15. Oktober 2018, 11:30
was man selbst nicht unbedingt braucht.
Wer WA "unbedingt braucht", hat den besten Grund, Alternativen anzugehen. WA ist kein Wohlfahrtsverein oder eine demokratisch kontrollierte Infrastruktur. Es ist ein gewinnorientiertes Privatunternehmen, für das seine "Nutzer" Ware und Rohstoff sind, und entsprechend mit ihnen umspringt. Wer sich davon abhängig fühlt ... herrje ...
inVinoVeritas hat geschrieben:
Montag 15. Oktober 2018, 11:30
Diese Anerkennung der Situation vermisse ich bei dir und deinen Mitstreitern total, es kommt einfach sehr dogmatisch rüber was du/ihr so schreibt.
Eine klare, durch sehr informierte unahängige und öffentliche Experten vielfach untermauerte Position. Die erschient dogmatisch, weil eine umfangreiche Marketingmaschine seit Jahren was anderes suggeriert. Daran ändert sich nichts, weil, jemand AB ist. Das ist kein "beseite wischen". Es ist fürs Thema einfach argumentativ nicht relevant.
Und nochmal: Alternativen sind leicht und vielfach vorhanden.
inVinoVeritas hat geschrieben:
Montag 15. Oktober 2018, 11:30
ob man stattdessen einfach damit lebt, dass die eigenen (unwichtigen) Daten abgegriffen werden.
Das ist Augenwischerei. Kaum jemand weiß, welche Daten "abgegriffen" werden, und ob die am Ende unwichtig sind - weil kaum jemand weiß, wie und wofür die am Ende genutzt werden. Und darauf kommt's an. Es gibt diese "unwichtigen" Daten beim "Abgreifen" nicht.
Tyralis Fiena hat geschrieben:
Montag 15. Oktober 2018, 14:07
Es hat nichts mehr von einer selbstverantwortlichen Entscheidung zu tun, wenn sie in eine Richtung gedrückt wird. Solch ein Nudging finde ich persönlich extrem kritisch.
Das ist gut. Dan wird dich sicher nerven, dass so viele von dir erwarten, unbedingt WA (und sonst am besten fast gar nichts) zu nutzen.

Abgesehen davon könnte man zu deiner Meinung die Frage stellen, wie du es denn dann mit offen demokratie- und freiheitsfeindlichen Verhaltensweisen hältst. Die konnten ja auch argumentieren, sie finden es nicht gut, dass sie hierzulande in eine andere Richtung "genudgt" werden ... und das als Manko von demokratie und Freiheit interpretieren (und somit erst Recht ihr gegenteiliges Verhalten begründet sehen).
Dein Argument ist sehr zweischneidig. Tatsächlich lässt sich damit so ziemlich alles und nichts "begründen". Bei Licht besehen konstruiert es einen Zirkelschluss. Verantwortlichkeit allerdings begründet es nicht.
Tyralis Fiena hat geschrieben:
Montag 15. Oktober 2018, 14:07
WA ist für mich nächstes Jahr eh Geschichte. Werbeschrott will ich beim Messenger nicht sehen.
Naja. Ich bin sicher, es wird dann auch ohne Werbeschrott gehen. Ich bin immer überrascht, wenn ich mal auf anderer Leut PCs gucke und da überall Werbung flimmert. Soll ja auf den Smartphones ähnlich sein. Ich weiß das nicht - ich seh Werbung auf meine Geräte so minimal, dass es mir eist nicht mal das Wegklicken wert ist. Lässt sich alles entsprechend einrichten.

Aber vielleicht wäre es eine Idee, den Übergang auf andere Wege jetzt schon einzuleiten? Oder stellen alle deine Bekannten WA ab, wenn Werbung kommt?

Süddeutsche vom 10.10.
"Sie verkaufen unsere Aufmerksamkeit an jeden, der dafür bezahlt"
Die Überschrift ist aber etwas fehl am Platze. Eigentlich geht es darum, dass die "sozialen Medien" die gewonnenen Daten dafür benutzen, unsere Informationen und Meinungen immer enger und zugespitzter zu manipulieren, und sich dafür bezahlen zu lassen.
Süddeutsche.de hat am PC eine Registrierungsschranke; in einem Browser, der eine Mobilkennung hat, sind aber 10 Artikel frei (und wer den Browser richtig einstellt, liest sogar beliebig viel frei ...)

" If one meets a powerful person--Rupert Murdoch, perhaps, or Joe Stalin or Hitler--one can ask five questions: what power do you have; where did you get it; in whose interests do you exercise it; to whom are you accountable; and, how can we get rid of you? Anyone who cannot answer the last of those questions does not live in a democratic system.” Tony Benn, Politiker im United Kingdom.
Die Fragen und ihre Schlussfolgerung dürften auch in Bezug auf nicht-personale, menschgemachte Mächte ihre Berechtigung haben.
Und bei all dem hast du keine Antwort was genau dich so bei WA stört? Daten weitergeben? Zu spät falls du schon FB, Instagram benutzt oder benutzt hast.

Wie gesagt, keiner zwingt dich das Zeug zu installieren. Sind halt die Meisten die es aufm Handy haben, da sind die Alternativen deutlich in der Minderheit würde ich sagen. SMS und so kannste aber weiterhin schicken und JEDER ist auf diese Weise erreichbar. Du bist also nicht unbedingt auf WA angewiesen.

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