Warum wollen Männer nicht tanzen?

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Re: Warum wollen Männer nicht tanzen?

Beitrag von BartS » Donnerstag 12. Juli 2018, 23:25

Tania hat geschrieben:
Mittwoch 11. Juli 2018, 10:31
Wobei "tanzen" für mich freie Bewegung nach der Musik bedeutet, nicht das möglichst exakte Ausführen vorgegebener Bewegungen.
Es geht beim Paartanzen nicht um exakte Ausführungen vorgegebener Bewegungen. Schade, wenn man für sich den Tanzbegriff einschränkt.
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Re: Warum wollen Männer nicht tanzen?

Beitrag von Hoppala » Freitag 13. Juli 2018, 00:45

Spannend finde ich immer wieder, wie wenig informiert und differenziert sowohl selbsternannte "Nichttänzer", aber auch Tänzer über Tanz reden.

Beide meinen meist eine bestimmte Idee von Tanz, die bei ihnen mehr oder weniger zufällig hängengeblieben ist. Oft verstecken sich hinter dem strittigen Begriff gar keine Gegensätze, sonde nebeneinander stehende Ideen, die aber der eine vom anderen nicht realisieren will oder kann. Oder auch oftmals schlicht sehr ungenügend mitgeteilt werden.

Aber das ist ja bei Weitem nicht nur beim Thema "Tanz" so ...
Schade.

Denn:
Dead Milkman hat geschrieben:
Mittwoch 11. Juli 2018, 09:06
Wer kein Interesse an Tanzen hat, hat Unrecht und muss mit allen Mitteln argumentativ bekehrt werden! Werde ich nie verstehen.
Wie kann man an einem fürs Menschsein derart zentralen Kommunikationsweg kein Interesse haben, zumal wenn man auf der Suche nach Beziehung ist?
Es geht also nicht ums "Bekehren", sondern ums Verstehen, dass man Mögliichkeiten verschenkt.
Das ist, als müsste man jemand, der nicht reden will, aber irritiert ist, dass niemand seine Meinung zur Kenntnis nimmt, darauf hinweisen, dass ein Mindestmaß artikuliertem Sprechen in einer für die Umstehenden verständlichen Sprache mal in Erwägung gezogen werden sollte. "Nö. interessiert mich nicht! Dieser Lärm, das schickt sich nicht, und ich kann's auch nicht." - "Französisch musst du können!". "Hier spricht keiner Französisch." - "Egal. Solltest du können, es ist DIE Sprache überhaupt!"

Wobei die "Sprachkenntnisse" und somit Erfordernisse zumindest hierzulande oft ohnehin außerordentlich minimal sind.

Wer dann absichtlich drauf verzichtet, in Kenntnis der enormen Beschränkung - bitte sehr.
Und wer aus irgendwelchen Gründen absolut stumm ist - dem bieten sich wie beim Sprechen Hilfswege beim Reden (z. B. Gebährdensprache) wie beim Tanzen an.

Zwei kleine - vielleicht - Inspirationen:
youtu.be/_9UWm-IuDQc
youtu.be/lVPLIuBy9CY
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Re: Warum wollen Männer nicht tanzen?

Beitrag von Dead Milkman » Freitag 13. Juli 2018, 15:39

Tanzen als zivilisationsstiftendes Element? Gestatte, dass ich schmunzle. Für mich ist es ein Hobby unter vielen, die man mehr oder weniger professionell betreiben kann, bei denen man unter Leute kommt, bei denen man sich körperlich betätigen kann und die selbstverständlich alle ihre Berechtigung haben. Warum sollte es unter all' diesen hervorstechen? Weil man als AB mal die Möglichkeit hat, für ein paar Minuten eine Frau zu berühren?
Hoppala hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 00:45
Wie kann man an einem fürs Menschsein derart zentralen Kommunikationsweg kein Interesse haben, zumal wenn man auf der Suche nach Beziehung ist?
Abgesehen davon, dass genau von diesem Punkt (Tanzenlernen in der Hoffnung auf eine Beziehung) die vorigen Seiten über immer abgeraten wurde - wer im Real Life schon so seine Probleme hat, eine Frau für sich zu begeistern, für den wird es im Tanzkurs nicht einfacher sein. Mein Bruder hat sich auch jahrelang durch alle Kurse bis zum Goldstar Plus (oder wie das heißt) getanzt, gebracht hat es ihm nichts. Keine bleibenden Freundschaften, keine Beziehung. Er tanzt schon seit Jahren nicht mehr.
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Re: Warum wollen Männer nicht tanzen?

Beitrag von BartS » Freitag 13. Juli 2018, 16:10

Dead Milkman hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 15:39
Tanzen als zivilisationsstiftendes Element? Gestatte, dass ich schmunzle. Für mich ist es ein Hobby unter vielen, die man mehr oder weniger professionell betreiben kann, bei denen man unter Leute kommt, bei denen man sich körperlich betätigen kann und die selbstverständlich alle ihre Berechtigung haben. Warum sollte es unter all' diesen hervorstechen? Weil man als AB mal die Möglichkeit hat, für ein paar Minuten eine Frau zu berühren?
Nimm einfach mal die Entwicklung des Tanzes in den letzten 200 Jahren, weil es in dem Zeitraum die meisten Veränderungen gab. Zuvor waren Einzel- oder Gruppentänze in Mode, dass klassische Paartanzen war entweder nicht bekannt oder verrucht. Es hat das zivilisatorische Verhältnis zwischen Männern und Frauen, die nicht verheiratet waren, enorm geprägt. Es war nicht nur für die ABs eine Möglichkeit einer Frau körperlich sehr nah zu sein, das traf auf alle zu, zumindest in der Öffentlichkeit. Davon abgesehen, ab dieser Zeit ist die Popularität von der Beschäftigung Tanzen allgemein enorm gestiegen.
Dead Milkman hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 15:39
Mein Bruder hat sich auch jahrelang durch alle Kurse bis zum Goldstar Plus (oder wie das heißt) getanzt, gebracht hat es ihm nichts. Keine bleibenden Freundschaften, keine Beziehung. Er tanzt schon seit Jahren nicht mehr.
Ich bin immer wieder über diese Aussage verwundert, wenn jemand zu einer Beschäftigung sagt "gebracht hat es nichts". Es kommt doch darauf an, was man als Nutzen definiert. Wenn man es so eng definiert (z.B. Beziehung gefunden) und alles andere ignoriert, dann muss man sich über diese negative Bilanz nicht wundern. Genauso könnte man sagen, Fernsehen zu schauen, hat nichts gebracht oder zu Hause sein Lieblingsessen zu machen, hat nichts gebracht.
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Re: Warum wollen Männer nicht tanzen?

Beitrag von LonesomeCoder » Freitag 13. Juli 2018, 17:21

Dead Milkman hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 15:39
Tanzen als zivilisationsstiftendes Element? Gestatte, dass ich schmunzle. Für mich ist es ein Hobby unter vielen, die man mehr oder weniger professionell betreiben kann, bei denen man unter Leute kommt, bei denen man sich körperlich betätigen kann und die selbstverständlich alle ihre Berechtigung haben. Warum sollte es unter all' diesen hervorstechen? Weil man als AB mal die Möglichkeit hat, für ein paar Minuten eine Frau zu berühren?
Da muss ich dir zustimmen, ich sehe Tanzen auch nur als ein Hobby unter vielen an, das nichts besonderes ist. Und dazu noch eins, dass mich gar nicht interessiert. Mag sein, dass mehr Männer als Frauen diese Einstellung haben. Aber das gibts bei anderen Hobbys ja auch. Interessen sind nun mal unterschiedlich.

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Re: Warum wollen Männer nicht tanzen?

Beitrag von BartS » Freitag 13. Juli 2018, 17:46

LonesomeCoder hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 17:21
Da muss ich dir zustimmen, ich sehe Tanzen auch nur als ein Hobby unter vielen an, das nichts besonderes ist. Und dazu noch eins, dass mich gar nicht interessiert.
Vielleicht hängt auch das Eine mit dem Anderen zusammen. :D
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Re: Warum wollen Männer nicht tanzen?

Beitrag von Tania » Freitag 13. Juli 2018, 19:01

Dead Milkman hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 15:39
Tanzen als zivilisationsstiftendes Element? Gestatte, dass ich schmunzle. Für mich ist es ein Hobby unter vielen, die man mehr oder weniger professionell betreiben kann, bei denen man unter Leute kommt, bei denen man sich körperlich betätigen kann und die selbstverständlich alle ihre Berechtigung haben. Warum sollte es unter all' diesen hervorstechen? Weil man als AB mal die Möglichkeit hat, für ein paar Minuten eine Frau zu berühren?
Dann ist der ÖPNV das ultimative zivilisationsstiftende Element. Womit wir irgendwie schon wieder bei AB-Treffen im Bus wären ... ;)

Wenn Plan A nicht klappt - keine Panik. Das Alphabet hat noch 25 weitere Buchstaben.

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Re: Warum wollen Männer nicht tanzen?

Beitrag von Captain Unsichtbar » Freitag 13. Juli 2018, 19:07

BartS hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 17:46
LonesomeCoder hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 17:21
Da muss ich dir zustimmen, ich sehe Tanzen auch nur als ein Hobby unter vielen an, das nichts besonderes ist. Und dazu noch eins, dass mich gar nicht interessiert.
Vielleicht hängt auch das Eine mit dem Anderen zusammen. :D
Du kannst dir offenbar echt nicht vorstellen, dass andere Menschen nicht für die selben Dinge ein Interesse haben wie du... :roll: Es gibt so viele verschiedene Interessensgebiete, irgendwie bezweifle ich, dass du für tatsächlich jedes einzelne davon ein Interesse hast.
Tania hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 19:01
Dann ist der ÖPNV das ultimative zivilisationsstiftende Element. Womit wir irgendwie schon wieder bei AB-Treffen im Bus wären ... ;)
Also dem würde ich sogar ohne wenn und aber zu stimmen. Die Zeit in der ich häufig mit der Bahn unterwegs war, war die beste überhaupt in Sache Studium und Übung zwischenmenschlicher Kommunikation. Ich habe damals immerhin gelernt fremde Frauen anzulächeln.
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Re: Warum wollen Männer nicht tanzen?

Beitrag von BartS » Freitag 13. Juli 2018, 19:48

Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 19:07
BartS hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 17:46
LonesomeCoder hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 17:21
Da muss ich dir zustimmen, ich sehe Tanzen auch nur als ein Hobby unter vielen an, das nichts besonderes ist. Und dazu noch eins, dass mich gar nicht interessiert.
Vielleicht hängt auch das Eine mit dem Anderen zusammen. :D
Du kannst dir offenbar echt nicht vorstellen, dass andere Menschen nicht für die selben Dinge ein Interesse haben wie du... :roll: Es gibt so viele verschiedene Interessensgebiete, irgendwie bezweifle ich, dass du für tatsächlich jedes einzelne davon ein Interesse hast.
Ich glaube, Du hast meine Aussage anders verstanden, als ich sie gemeint habe. :D Der Punkt ist nicht, dass es Menschen gibt, die kein Interesse am Tanzen haben, sondern weil LC wenig Interesse daran hat, dem Tanzen generell wenig Bedeutung für die Menschen zurechnet. Sowohl kulturell wie auch freizeittechnisch.
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Re: Warum wollen Männer nicht tanzen?

Beitrag von Dead Milkman » Freitag 13. Juli 2018, 20:24

BartS hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 16:10
Nimm einfach mal die Entwicklung des Tanzes in den letzten 200 Jahren, weil es in dem Zeitraum die meisten Veränderungen gab. Zuvor waren Einzel- oder Gruppentänze in Mode, dass klassische Paartanzen war entweder nicht bekannt oder verrucht. Es hat das zivilisatorische Verhältnis zwischen Männern und Frauen, die nicht verheiratet waren, enorm geprägt. Es war nicht nur für die ABs eine Möglichkeit einer Frau körperlich sehr nah zu sein, das traf auf alle zu, zumindest in der Öffentlichkeit. Davon abgesehen, ab dieser Zeit ist die Popularität von der Beschäftigung Tanzen allgemein enorm gestiegen.
Das mag alles sein, aber heißt in bezug auf meine Aussage jetzt genau - was?
BartS hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 16:10
Ich bin immer wieder über diese Aussage verwundert, wenn jemand zu einer Beschäftigung sagt "gebracht hat es nichts". Es kommt doch darauf an, was man als Nutzen definiert. Wenn man es so eng definiert (z.B. Beziehung gefunden) und alles andere ignoriert, dann muss man sich über diese negative Bilanz nicht wundern. Genauso könnte man sagen, Fernsehen zu schauen, hat nichts gebracht oder zu Hause sein Lieblingsessen zu machen, hat nichts gebracht.
Ich habe mich vorwiegend auf Hoppalas Posting bezogen, in dem explizit von "Beziehung" geredet wird. ;)

Klar macht Tanzen Freude, genau so wie Fernsehen oder Lieblingsessen, oder gefühlt tausend andere Hobbies. Auch sicherlich meinem Bruder, er hat das ja über mehrere Tanzprüfungen hinweg durchgezogen. Aber daraus erklärt sich nicht die kultische Verehrung, die das Hobby "Tanzen" bei vielen hier genießt. Es ist im Endeffekt also nicht besser oder schlechter als vieles andere, was man in seiner Freizeit machen kann.
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Re: Warum wollen Männer nicht tanzen?

Beitrag von Hoppala » Freitag 13. Juli 2018, 20:49

Dead Milkman hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 15:39
Tanzen als zivilisationsstiftendes Element? Gestatte, dass ich schmunzle.
Aber gern doch, ein Lächeln erfreut Seele und Mitwelt.
Zu deiner Frage: keine Ahnung, bzw. es kommt sicher drauf an, was man damit macht.
Sofern du dich auf meinen vorherigen Beitrag beziehst: ich habe von "Zivilisation" in meinem Beitrag auch nicht gesprochen. Sondern von menschlich, im Sinne von untrennbar. Wie Sprachkommunikation eben.
Dead Milkman hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 15:39
Für mich ist es ein Hobby unter vielen, die man mehr oder weniger professionell betreiben kann, bei denen man unter Leute kommt, bei denen man sich körperlich betätigen kann und die selbstverständlich alle ihre Berechtigung haben. Warum sollte es unter all' diesen hervorstechen? Weil man als AB mal die Möglichkeit hat, für ein paar Minuten eine Frau zu berühren?
Du kannst es als Hobby betrachten, wie eben auch Diskussionskreise oder Vorlesen oder Kaffeekränzchen ein Hobby sein können.
Sprache als Kommunikation verwenden(meistens) auch die, die das nicht als Hobby haben.
Es "sticht" nicht als Hobby hervor.

Ich kann nachvollziehen, dass du Tanzen unter "Zivilisation" bzw. bestimmten Ausführungspraktiken siehst. Allerdings ist genau das, was mein Beitrag anspricht: dass das viel zu kurz gesprungen (nicht: falsch) ist. Nun ist dieser sehr selektive Betrachtungsweise hierzulande durchaus üblich; ohne dass die Art der Selektion für die zugrundeliegende Frage mal in Frage gestellt wird; oder oft auch: überhaupt als Vorselektion erkannt wird
Aber eventuell ist es wert, diesen Rahmen mal beiseite zu legen. Insbesondere, wenn man Beziehungsmöglichkeiten erweitern will.
Dass Gestik, Körperhaltung zur beziehungsbildenden Kommunikation dazugehört, sollte unstreitig sein. Sogar schon vor der direkten Dialogsituation, also zum Beispiel für den sogenannten "ersten Eindruck".
Was ist der substanzelle Unterschied zwischen Gestik, Körperhaltung - und Körperbewegung, körperlichem Ausdruck als solchem?
Inwiefern ist kontrollierte rhythmische Körperbewegung, koordiniert mit jemand anderem oder Musik oder nicht oder mit "Gefühl" oder nicht, nun nicht mehr potenziell beziehungsbildende Kommunikation? Ab wann hört es auf? Hört es auf? Oder ist es eventuell auch eine Möglichkeit, in "Worte" zu fassen, was man in "freier Rede" (noch?) nicht rausbekommt?

Davon ganz abgesehen: ja, die paar Minuten "geregelter" Körperkontakt können nicht nur ABs sehr gut tun. Der Mensch im Allgemeinen braucht Berührung durch andere. Mir zum Beispiel hilft es sehr beim "Runterkommen", "Erden" - mich als Mensch unter Menschen fühlen, nicht nur als Ich-Individuum, umgeben von mehr oder weniger Fremden. (Klappt sogar ohne Berühren. Berühren macht die Sache nur anders; für mich nicht höherwertiger. Aber das ist situativ und individuell.)
Wenn das ein Weg ist, und es gerad keinen subjektiv besseren gibt - why not?
Dead Milkman hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 15:39
Hoppala hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 00:45
Wie kann man an einem fürs Menschsein derart zentralen Kommunikationsweg kein Interesse haben, zumal wenn man auf der Suche nach Beziehung ist?
Abgesehen davon, dass genau von diesem Punkt (Tanzenlernen in der Hoffnung auf eine Beziehung) die vorigen Seiten über immer abgeraten wurde - wer im Real Life schon so seine Probleme hat, eine Frau für sich zu begeistern, für den wird es im Tanzkurs nicht einfacher sein. Mein Bruder hat sich auch jahrelang durch alle Kurse bis zum Goldstar Plus (oder wie das heißt) getanzt, gebracht hat es ihm nichts. Keine bleibenden Freundschaften, keine Beziehung. Er tanzt schon seit Jahren nicht mehr.
Dein Einwand ist für sich richtig, hat aber nichts mit dem zu tun, was ich angesprochen habe.
Ich sprach von einem " fürs Menschsein derart zentralen Kommunikationsweg" - ich stimme zum, dass ein Tanzkurs für sich das nicht erfüllt.

Apropos: "alle Kurse bis "Goldstar Plus" weist mcih darauf hin, dass du wohl von Standard/Latein sprichst. Das ist mitnichten "alle Kurse" sondern nur ein nochmals sehr spezieller Ausschnitt aus dem ohnehin schon speziellen Thema "Tanzenlernen n Kursen". Wenn du nochmal schaust: in meinem Beitrag kritisiere ich gerade diese engen Betrachtungsweisen wei sie leicht in die Irre führen.

Absichtlich habe ich meinen Beitrag mit den beiden YT-Links ergänzt - als beispielhafte Anregung, wie die Perspektive beim Thema "Tanzen" unter dem Gesichtspunkt "Beziehung gestalten" meines Erachtens erweitert sein sollte.
Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 19:07
Die Zeit in der ich häufig mit der Bahn unterwegs war, war die beste überhaupt in Sache Studium und Übung zwischenmenschlicher Kommunikation. Ich habe damals immerhin gelernt fremde Frauen anzulächeln.
Und wenn nun jemand sagt: die häufige, ansonsten ganz banale, freundliche Begegnung mit fremden Menschen ist eine gute Übung (spezielle Fälle wie Soziophobie lassen wir mal raus), wenn man schon im Erstkontakt Probleme hat ...?
Und dann komm ich und sage: "Was? Busfahren? Ich hasse Bus, ich fahr nur Auto, und da hab ich keine Grund jemand anzulächeln. Damit ist die Idee, Menschen zu begegnen wäre hilfreich für den Erstkontakt, wiederlegt! Bus fahren ist ja vielleicht ein nettes Hobby, wenn man's mag!"
Dann wären wir ungefähr auf der Ebene, auf der "Tanzen" hier sehr oft abgelehnt wird. Mit einer sehr uninformierten, schmalen Perspektive. Dass diese schmale Sicht hierzulande üblich ist: das könte man zur hiesigen Zivilisation zählen. Insofern kein Vorwurf. Sondern die Anregung, es mal grundsätzlicher zu betrachten.

"Gesund essen? 3x täglich? Wie soll das gehen, bei MacTrallala ist es doch viel zu teuer, und ungesund noch dazu! Ich bleib bei Nudeln pur und seh entsprechend schlecht aus - ich krieg nie ne Beziehung!"
Richtig. Eventuell ist davon ja gar nicht die Rede.
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Re: Warum wollen Männer nicht tanzen?

Beitrag von Krausig » Freitag 13. Juli 2018, 21:01

BartS hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 17:46
LonesomeCoder hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 17:21
Da muss ich dir zustimmen, ich sehe Tanzen auch nur als ein Hobby unter vielen an, das nichts besonderes ist. Und dazu noch eins, dass mich gar nicht interessiert.
Vielleicht hängt auch das Eine mit dem Anderen zusammen. :D
Und du überhöhst genau wie Hoppala das Tanzen weil es euch interessiert! "Zivilisationsstiftendes Element", was hab ich gelacht! :roll:

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Re: Warum wollen Männer nicht tanzen?

Beitrag von BartS » Freitag 13. Juli 2018, 21:30

Dead Milkman hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 20:24
Das mag alles sein, aber heißt in bezug auf meine Aussage jetzt genau - was?
Das ich Hoppalas These vom zivilisationsstiftenden Element zustimme und man auch belegen kann, dass es seinen kulturellen Stellenwert in der Gesellschaft hat.
Dead Milkman hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 20:24
Klar macht Tanzen Freude, genau so wie Fernsehen oder Lieblingsessen, oder gefühlt tausend andere Hobbies. Auch sicherlich meinem Bruder, er hat das ja über mehrere Tanzprüfungen hinweg durchgezogen.
Der Unterschied zum Fernsehen oder dem Lieblingsessen, was man alleine zu sich nimmt, dass man unmittelbar und körperlich mit einem anderen Menschen agiert und das auch wiederum mit anderen Tanzpaaren. Eine Art soziale Kommunikation, wenn man so will.
Dead Milkman hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 20:24
Aber daraus erklärt sich nicht die kultische Verehrung, die das Hobby "Tanzen" bei vielen hier genießt. Es ist im Endeffekt also nicht besser oder schlechter als vieles andere, was man in seiner Freizeit machen kann.
Kann man so sehen. Das ist so, als wenn man in einen Wald geht und auf die Bemerkung, das es erhebend ist, hier zu sein antwortet, dass es genauso ein Ort ist wie jeder andere auch. Es ist so, als wenn man durch die Welt geht und sagt, das ist im Endeffekt alles dasselbe was man sieht, nicht besser und nicht schlechter. Ich finde das schon ein bissel schade, wenn man diese Wahrnehmung von den Dingen hat.
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Re: Warum wollen Männer nicht tanzen?

Beitrag von BartS » Freitag 13. Juli 2018, 21:36

Krausig hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 21:01
Und du überhöhst genau wie Hoppala das Tanzen weil es euch interessiert!
Ich habe den kulturellen Stellenwert des Paartanzen schon vorher wahrgenommen. Das war auch mit ein Grund, mit 30, endlich einen Tanzkurs zu belegen. Im Grunde genommen ist es etwas, was man eigentlich mal gemacht haben sollte, so wie eben auch Sex oder Schwimmen oder Singen (mir fallen gerade keine anderen Beispiele ein).
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Re: Warum wollen Männer nicht tanzen?

Beitrag von Captain Unsichtbar » Freitag 13. Juli 2018, 23:23

BartS hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 21:36
Im Grunde genommen ist es etwas, was man eigentlich mal gemacht haben sollte, so wie eben auch Sex oder Schwimmen oder Singen (mir fallen gerade keine anderen Beispiele ein).
Lustig, jetzt übetreibst du es langsam so richtig mit der Überhöhung...

Was ich mich aber schon die ganze Zeit frage: Weshalb beginnst du einen Thread eigentlich mit "Warum" wenn du an der Antwort gar nicht interessiert bist bzw. Argumente gar nicht gelten lässt? Es stimmt schon es wirkt sehr danach als ginge es dir nur darum andere von einer, in deinen Augen, falschen Meinung zu bekehren.
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Re: Warum wollen Männer nicht tanzen?

Beitrag von BartS » Freitag 13. Juli 2018, 23:57

Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 23:23
Was ich mich aber schon die ganze Zeit frage: Weshalb beginnst du einen Thread eigentlich mit "Warum" wenn du an der Antwort gar nicht interessiert bist bzw. Argumente gar nicht gelten lässt? Es stimmt schon es wirkt sehr danach als ginge es dir nur darum andere von einer, in deinen Augen, falschen Meinung zu bekehren.
Irgendwie verdammt dünnhäutig, wenn ein Plädoyer zum Tanzen als "bekehren einer falschen Meinung" gesehen wird.
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Re: Warum wollen Männer nicht tanzen?

Beitrag von Hoppala » Samstag 14. Juli 2018, 01:00

Krausig hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 21:01
Und du überhöhst genau wie Hoppala das Tanzen weil es euch interessiert! "Zivilisationsstiftendes Element", was hab ich gelacht! :roll:
Merke, dass das "zivilisationsstiftrende Element" von DeadMilkman ins Rennen gebracht wurde, um darüber herzuziehen. Nicht von mir.

Ich halte ihm nur zu Gute, dass diese irreführende Verwechslung/Verkürzung ja genau das belegt, was ich in meinem Beitrag als nich tunübliche Verkürzung kritisiere.

Krausig, ich "überhöhe" nicht, ich habe nur erst mal Grundlagen dargelegt und einen Vorschlag gemacht, voreilige Meinungen und Schlüsse etwas grundlegender zu prüfen.

Ich habe die Frage hergeleitet und aufgeworfen, warum Tanzen als solches - nicht irgendwelche Spezialformen - nicht fürs Beziehungsthema relevantes, großes Potential besitzen sollte - man es also bei Problemen in Sachen Beziehungsaufnahme vielleicht nicht einfach abhaken sollte, nur weil einem mangels besserer Information irgendwelche Spezialformen keine Freude bereiten.
BartS hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 21:30
Das ich Hoppalas These vom zivilisationsstiftenden Element zustimme
Der Hoppala hat diese These nicht aufgestellt.

Wie ich im vorherigen Beitrag bereits bekräftigt habe.
Nun bist du ja auch nicht der einzige, der auf diese Wortkombination, die von einem - wie soll ich sagen: Nicht-Tanzliebhaber -. erfunden wurde, anspringt. Scheint also prima Streitpotential zu beinhalten.

Aber nochmal: das ist NICHT mein Thema.
Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 23:23
BartS hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 21:36
Im Grunde genommen ist es etwas, was man eigentlich mal gemacht haben sollte, so wie eben auch Sex oder Schwimmen oder Singen (mir fallen gerade keine anderen Beispiele ein).
Lustig, jetzt übertreibst du es langsam so richtig mit der Überhöhung...

Was ich mich aber schon die ganze Zeit frage: Weshalb beginnst du einen Thread eigentlich mit "Warum" wenn du an der Antwort gar nicht interessiert bist bzw. Argumente gar nicht gelten lässt? Es stimmt schon es wirkt sehr danach als ginge es dir nur darum andere von einer, in deinen Augen, falschen Meinung zu bekehren.
Da hat der BartS gar nichts überhöht. Er hat Recht.
Da gibt es auch eigentlich nichts drüber zu dskutieren. Der Stand der Forschung - die es allerdings jenseits reiner Historie und Physiologie in systematisierter Weise erst seit ca. 20 Jahren gibt*, also noch nicht allzu substanziell - ist da recht eindeutig. Der Mensch ohne Tanzen ist nicht ganz vollständig.

Es gibt ja auch Menschen, die mögen nicht schwimmen. Oder keinen Sex mit anderen. Dafür müssen sie aber erst mal hinreichend oft und variantenreich probiert haben. Und wenn sie dann dennoch Sex oder den freischwebenden Aufenthalt im Wasser vermissen, sollten sie auch eine völlig andere Variante, das zu tun, zumindest mal näher in Betracht ziehen.
Das "Warum" von BartS Frage wurde beantworte, die Antworten sind aber teils unbefriedigend. Daher gibt es Nachfragen. Das wiederum scheint manchem nicht recht zu sein? Insbesondere, wenn Antworten auf die Nachfragen die ursprüngliche Antwort relativieren könnten?

Mir geht es im übrigen nicht um eine "Meinung" zum Thema, sondern um Information bzw. Darlegen der sehr engen Betrachtungsweisen: welche ich - Achtung, Meinung - in einem Forum rund um Probleme bei Beziehungsaufnahme nicht für sinnvoll halte.

* Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass Menschen schon immer als zentrales soziales Medium getanzt haben - soweit man weiß. Anscheinend ist uns Tanzen sogar noch mehr in Fleisch und Blut als Essen + Sex, so das es als eigenständig zu betrachtendes Element des Menschseins gar nicht ins Blickfeld geriet. Immer nur in seinen - irgendjemand störenden - Spezialformen (Stichwort "Tanzverbote"; reichlich vorhanden in der Menschheitsgeschichte - also wenn man schon Zivilisation ins Spiel bringt, fällt mir eher ihre Skepsis zum Tanzen auf.)
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Re: Warum wollen Männer nicht tanzen?

Beitrag von BartS » Samstag 14. Juli 2018, 01:53

Hoppala hat geschrieben:
Samstag 14. Juli 2018, 01:00
BartS hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 21:30
Das ich Hoppalas These vom zivilisationsstiftenden Element zustimme
Der Hoppala hat diese These nicht aufgestellt.
Sorry, ich hatte gedacht, Dead Milkman verwendet ein Zitat von Dir. Dem war nicht so, finde aber diese These nicht verkehrt.
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Re: Warum wollen Männer nicht tanzen?

Beitrag von Captain Unsichtbar » Samstag 14. Juli 2018, 07:26

BartS hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 23:57
Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 23:23
Was ich mich aber schon die ganze Zeit frage: Weshalb beginnst du einen Thread eigentlich mit "Warum" wenn du an der Antwort gar nicht interessiert bist bzw. Argumente gar nicht gelten lässt? Es stimmt schon es wirkt sehr danach als ginge es dir nur darum andere von einer, in deinen Augen, falschen Meinung zu bekehren.
Irgendwie verdammt dünnhäutig, wenn ein Plädoyer zum Tanzen als "bekehren einer falschen Meinung" gesehen wird.
Ganz schwaches Argument und noch schlechterer Stil. Im übrigen bin ich nicht der erste mit dem Eindruck. Vielleicht gehst du zur Abwechslung einfach mal auf diese Kritik ein statt sie einfach wieder zu ignorieren bzw mit Frontalangriff zu beantworten. Ich habe dich nämlich etwas gefragt...
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Re: Warum wollen Männer nicht tanzen?

Beitrag von Dead Milkman » Samstag 14. Juli 2018, 09:47

Hoppala hat geschrieben:
Samstag 14. Juli 2018, 01:00
Merke, dass das "zivilisationsstiftrende Element" von DeadMilkman ins Rennen gebracht wurde, um darüber herzuziehen. Nicht von mir.
Bis auf das fett markierte (das ist deine Wahrnehmung, bitte nicht mir anlasten) richtig. Lustigerweise ist BartS als begeisterter Tänzer sofort bereit gewesen, diese Sichtweise anzunehmen. Da scheine ich also nicht ganz so falsch zu liegen.
Hoppala hat geschrieben:
Samstag 14. Juli 2018, 01:00
Der Mensch ohne Tanzen ist nicht ganz vollständig. (...) Anscheinend ist uns Tanzen sogar noch mehr in Fleisch und Blut als Essen + Sex, so das es als eigenständig zu betrachtendes Element des Menschseins gar nicht ins Blickfeld geriet.
Und an diesem Punkt wird mir die Diskussion echt zu surreal. Wenn dem so wäre - wenn Tanzen in der Wichtigkeit noch vor Essen + Sex und gleich hinter Atmen anzusiedeln wäre - dürfte es nur begeisterte Tänzer geben und niemanden, der das in Frage stellt. Deine Schlussfolgerung sähe dann aber sicher so aus, dass du uns tanzkritischen Menschen zivilisatorische Verderbtheit unterstellst.
BartS hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 21:30
Dead Milkman hat geschrieben:
Freitag 13. Juli 2018, 20:24
Aber daraus erklärt sich nicht die kultische Verehrung, die das Hobby "Tanzen" bei vielen hier genießt. Es ist im Endeffekt also nicht besser oder schlechter als vieles andere, was man in seiner Freizeit machen kann.
Kann man so sehen. Das ist so, als wenn man in einen Wald geht und auf die Bemerkung, das es erhebend ist, hier zu sein antwortet, dass es genauso ein Ort ist wie jeder andere auch. Es ist so, als wenn man durch die Welt geht und sagt, das ist im Endeffekt alles dasselbe was man sieht, nicht besser und nicht schlechter. Ich finde das schon ein bissel schade, wenn man diese Wahrnehmung von den Dingen hat.
Diese rein negative Sichtweise hast du aber nicht meinem Posting entnommen, siehe fettgedruckter Teil. :)

Klar kann ich tanzen gehen, ich kann aber auch Theater spielen oder Mannschaftssport betreiben oder Kuschelparties geben. Alles besser, als z.B. allein vor dem fernseher hocken (wobei auch das manchmal das Richtige ist). Tanzen ist nicht die Königin der Hobbies, und wer nicht tanzt, hat nicht automatisch Unrecht. (Es gab hier einige Wortmeldungen von Leuten, die es ehrlich versucht, aber absolut keinen Zugang dazu gefunden haben.)

Mein Schlusswort ist, dass mich dieser Thread generell neugierig gemacht hat und ich plane, mal in einen Tanzkurs reinzuschnuppern (in einen, der auch Grobmotoriker aufnimmt freilich). Ganz ohne ideologische Vorbildung. Aber ich klinke mich an der Stelle aus dem Thread aus. :D
Whatever floats your boat...

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