Depressionen

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Re: Depressionen

Beitrag von Rosi » Donnerstag 10. Januar 2019, 12:30

Ferienhaus hat geschrieben:
Donnerstag 10. Januar 2019, 11:58
Rosi, wie viele verschiedene AD's hast du eigentlich schon probiert?
5-6 und dazu noch Neuroleptika und Beruhigungsmittel.
Ich möchte gar keine weiteren mehr ausprobieren, weil ich die Medikamente sehr kritisch sehe.

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Re: Depressionen

Beitrag von Ferienhaus » Donnerstag 10. Januar 2019, 13:10

Rosi hat geschrieben:
Donnerstag 10. Januar 2019, 12:30
Ferienhaus hat geschrieben:
Donnerstag 10. Januar 2019, 11:58
Rosi, wie viele verschiedene AD's hast du eigentlich schon probiert?
5-6 und dazu noch Neuroleptika und Beruhigungsmittel.
Ich möchte gar keine weiteren mehr ausprobieren, weil ich die Medikamente sehr kritisch sehe.
Waren das verschiedene Klassen? Gab es keine Wirkung, zu wenig Wirkung oder zu starke Nebenwirkungen?

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Re: Depressionen

Beitrag von TheRealDeal » Donnerstag 10. Januar 2019, 14:33

Ich würde auch immer Selbsthilfegruppen in Erwägung ziehen. Wegen der neuen Impulse, aber unbedingt auch, um endlich mal ein Setting zu haben, wo ich mich nicht erklären muss. Weil depressive Menschen in einer entsprechenden Selbsthilfegruppe ja grundsätzlich aus eigener Erfahrung wissen, wie man sich als depressiver Mensch fühlt.
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Re: Depressionen

Beitrag von Rosi » Donnerstag 10. Januar 2019, 17:53

Ferienhaus hat geschrieben:
Donnerstag 10. Januar 2019, 13:10
Rosi hat geschrieben:
Donnerstag 10. Januar 2019, 12:30
Ferienhaus hat geschrieben:
Donnerstag 10. Januar 2019, 11:58
Rosi, wie viele verschiedene AD's hast du eigentlich schon probiert?
5-6 und dazu noch Neuroleptika und Beruhigungsmittel.
Ich möchte gar keine weiteren mehr ausprobieren, weil ich die Medikamente sehr kritisch sehe.
Waren das verschiedene Klassen? Gab es keine Wirkung, zu wenig Wirkung oder zu starke Nebenwirkungen?
Aus verschiedenen Klassen. Zu wenig Wirkung und zu starke Nebenwirkungen.

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Re: Depressionen

Beitrag von TimeMachine » Donnerstag 10. Januar 2019, 20:45

Sport hat schon vielen Menschen aus der Depression geholfen. Ob das auch für Medikamente gilt, da bin ich mir garnichtmal so sicher.

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Re: Depressionen

Beitrag von Ferienhaus » Donnerstag 10. Januar 2019, 21:00

TimeMachine hat geschrieben:
Donnerstag 10. Januar 2019, 20:45
Sport hat schon vielen Menschen aus der Depression geholfen. Ob das auch für Medikamente gilt, da bin ich mir garnichtmal so sicher.
Das kommt auf den Schweregrad an. Der Meinung stimme ich zu, aber in extreme Ausprägungen (Zähneputzen und Anziehen erscheint wie ein Marathonlauf für einen Untrainierten) kommt man ohne medikamentöse Unterstützung gar nicht in eine Situation rein, wo man es schafft regelmäßg Sport zu treiben.

Aber ja, wenn man nicht komplett eingeschränkt ist, ist Sport immer gut. Gerade für Depressive.

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Re: Depressionen

Beitrag von TheRealDeal » Donnerstag 10. Januar 2019, 22:38

Ich wäre ab einer mittelschweren Depression nicht mehr in der Lage gewesen Sport zu treiben... Vielleicht ist es bei der agitierten Form der Depression ein probates Mittel um sich selbst wieder besser spüren zu können. Diese Form der Depression habe ich aber nie gehabt. Ich hatte immer extreme Erschöpfungssymptome. Wobei ich mir auch heute noch nicht sicher bin, ob mein erschöpfter Körper meine Psyche runter gezogen hat, oder meine Psyche meinen Körper...
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Re: Depressionen

Beitrag von LarryHovis » Freitag 11. Januar 2019, 00:40

Ich vermute bei mir Ja. Ich weiß es nicht genau und möchte mich damit nicht brüsten oder jemand zu nahe treten. Manches kommt mir bekannt vor, wenn ich manchmal davon höre oder lese. Ich habe oft oder manchmal das Problem mich zu Sachen zu motivieren, die mir gut tun würden. Das entspricht der letzten Definition die ich davon gelesen habe. Darum zum Beispiel will ich mir auch nochmal vornehmen zu einen Reallife treffen zu gehen.

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Re: Depressionen

Beitrag von Nell The Sentinel » Freitag 11. Januar 2019, 15:27

TheRealDeal hat geschrieben:
Donnerstag 10. Januar 2019, 22:38
Ich wäre ab einer mittelschweren Depression nicht mehr in der Lage gewesen Sport zu treiben... Vielleicht ist es bei der agitierten Form der Depression ein probates Mittel um sich selbst wieder besser spüren zu können.
Bei mir tut es das. Überhaupt etwas zu tun hilft, diesen Unruhedrang mal kurz loszuwerden.
Und den wünsche ich keinem, vorallem nicht, wenn man gleichzeitig nicht mehr Interesse für irgendetwas aufbringen kann. Denn dann ist man dem ausgeliefert und das hat mich richtig fertig gemacht.
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Re: Depressionen

Beitrag von TheRealDeal » Freitag 11. Januar 2019, 16:23

Nell The Sentinel hat geschrieben:
Freitag 11. Januar 2019, 15:27
TheRealDeal hat geschrieben:
Donnerstag 10. Januar 2019, 22:38
Ich wäre ab einer mittelschweren Depression nicht mehr in der Lage gewesen Sport zu treiben... Vielleicht ist es bei der agitierten Form der Depression ein probates Mittel um sich selbst wieder besser spüren zu können.
Bei mir tut es das. Überhaupt etwas zu tun hilft, diesen Unruhedrang mal kurz loszuwerden.
Und den wünsche ich keinem, vorallem nicht, wenn man gleichzeitig nicht mehr Interesse für irgendetwas aufbringen kann. Denn dann ist man dem ausgeliefert und das hat mich richtig fertig gemacht.
:umarmung2: Ich wünsche niemandem so extreme Erschöpfungssymptome, dass er sicher ist, den Weg vom Bett zur Toilette nicht mehr zu schaffen, wie ich das erlebt habe. Natürlich wäre ich gerne in irgendeiner Form aktiv geworden, es war da aber weit außerhalb dessen, was ich mir überhaupt vorstellen konnte, geschweige denn hätte ausführen können. Das waren die Phasen in meinem Leben, wo ich dem Tod näher war, als dem Leben. Dieser Tod war auch nichts, wovor ich Angst gehabt hätte. Es zog mich eine seltsame, mir bekannt vorkommende, Energie hin. Aber meine Seele ist ja auch nicht zum ersten Mal inkarniert. Ein Suizid wäre möglich gewesen, aber sinnlos, weil meine Seele die Erfahrungen, die sie dann nicht mehr hätte machen können, eben im nächsten Leben machen müssen. Oder im übernächsten...
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Re: Depressionen

Beitrag von Bummi » Freitag 11. Januar 2019, 16:27

TheRealDeal hat geschrieben:
Donnerstag 10. Januar 2019, 14:33
Ich würde auch immer Selbsthilfegruppen in Erwägung ziehen. Wegen der neuen Impulse, aber unbedingt auch, um endlich mal ein Setting zu haben, wo ich mich nicht erklären muss. Weil depressive Menschen in einer entsprechenden Selbsthilfegruppe ja grundsätzlich aus eigener Erfahrung wissen, wie man sich als depressiver Mensch fühlt.
Ja, bei vielen Leuten kann das in der Tat wirklich hilfreich sein. (Beobachtung)
Andererseits kann der Aufenthalt in so einer Gruppe aber auch gefährlich destabilisierend wirken. Man muss da auch beachten, dass da halt immer auch Leute mit weiteren Erkrankungen (zb ausgeprägter Narzissmuss, was eigentlich ein Paradoxon ist, aber naja) sein können.
Ich war zwar nicht in einer Selbsthilfegruppe, sondern in einer Klinik in der Depressiven-Gruppe.
Dort hatte sich ein Mitpatient umgebracht, mit dem ich sehr intensiven Kontakt hatte. Das war auch nicht so gut, weil ich mich da etwas schuldig gefühlt hatte. Ich hatte seine intensiven Suizidankündigungen der Klinik gemeldet, aber wurde hier nicht ernst genommen.

Ich habe da bisher immer zwei Seiten beobachtet:
Die einen profitieren da wirklich total von so einer Gruppe.
Auf die anderen wirkt dieses Gruppenerlebnis kontraproduktiv. Vielleicht, weil der Teilnehmer zunächst stabilisiert werden müsste, um für so eine Gruppe gewappnet zu sein.

Ich bevorzuge nur noch den Austausch in OnlineForen, in denen ich dann hin und wieder mehr mit Einzelpersonen austausche, evtl sogar mal treffe.

Kleiner Tipp: Das Selbsthilfeforum "Seelen der Nacht" ist wieder online. :daumen:
Wenn du lachst, lacht die ganze Welt mit dir.
Wenn du weinst, weinst du ganz alleine.

Bummi ~ meine Heldin aus Kinderbüchern :shylove:

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Re: Depressionen

Beitrag von TheRealDeal » Dienstag 15. Januar 2019, 23:18

Bummi hat geschrieben:
Freitag 11. Januar 2019, 16:27
Ich war zwar nicht in einer Selbsthilfegruppe, sondern in einer Klinik in der Depressiven-Gruppe.
Dort hatte sich ein Mitpatient umgebracht, mit dem ich sehr intensiven Kontakt hatte. Das war auch nicht so gut, weil ich mich da etwas schuldig gefühlt hatte. Ich hatte seine intensiven Suizidankündigungen der Klinik gemeldet, aber wurde hier nicht ernst genommen.
Das tut mir leid. Für dich und für die Seele, die es nicht geschafft hat. :umarmung2: Du hast aber keine Schuld.

Ich würde Suizidankündigungen als Hilfeschrei ansehen. In diesem Zustand ist ein Suizid unwahrscheinlich, weil der betreffende Mensch da noch mit dem "weltlichen" verbunden ist. Wenn diese Ankündigungen plötzlich aufhören, könnte es sein, dass der Mensch dem "weltlichen" entrückt ist. In diesem Zustand (den ich gut aus eigener Erfahrung kenne), ist ein Suizid möglich und wahrscheinlich. Weil dann nichts mehr zu existieren scheint (wahrgenommen als: Es gibt nichts anderes mehr), als man selbst und der Todeswunsch. Für mich eher Todessehnsucht. Als ich diesen kritischen Zustand überlebt hatte, war mein Leben danach nicht mehr so, wie es vorher war. Ich wusste, dass es wirklich "eng" war. Mein Leidensdruck war damit groß genug, weil ich ja nie wirklich sterben wollte. Ich wollte mich besser fühlen, glücklicher und mein Leben sollte einen Sinn haben. Ich habe mich auf meinen Weg begeben und bin gespannt, wo mich dieser noch hinführen wird. Letztlich haben meine depressiven Phasen mein Leben bereichert, weil ich, in Kenntnis der richtig schlechten Phasen, die guten Phasen in meinem Leben besser wertschätzen konnte.
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