Depressionen

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Sommersprosse
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Re: Depressionen

Beitrag von Sommersprosse » Donnerstag 7. Juni 2018, 21:41

Ich nehme seit gestern wieder Fluoxetin. Mal sehen, ob es was bringt...
Und am Ende suchen wir doch alle nur jemanden, bei dem wir unsere Maske fallen lassen können.

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TheRealDeal
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Re: Depressionen

Beitrag von TheRealDeal » Donnerstag 7. Juni 2018, 21:50

Sommersprosse hat geschrieben:
Donnerstag 7. Juni 2018, 21:41
Ich nehme seit gestern wieder Fluoxetin. Mal sehen, ob es was bringt...
Ich drücke dir mal ganz fest die Daumen. Es war damals mein erstes Antidepressivum und war da genau das Richtige für mich.
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Re: Depressionen

Beitrag von Mit müden Augen » Donnerstag 7. Juni 2018, 22:14

Sommersprosse hat geschrieben:
Donnerstag 7. Juni 2018, 21:41
Ich nehme seit gestern wieder Fluoxetin. Mal sehen, ob es was bringt...
:vielglueck:
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Re: Depressionen

Beitrag von Clochard » Freitag 8. Juni 2018, 20:52

hat das irgendeinen erwiesenen Vorteil gegenüber Citalopram als Standard-SSRI?

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TheRealDeal
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Re: Depressionen

Beitrag von TheRealDeal » Freitag 8. Juni 2018, 23:26

Hallo Clochard, ich bin kein Arzt, daher ist es für mich so, als gäbe es keine erwiesenen Vorteile. Ich habe mir die Strukturformeln der Wirkstoffe angesehen und war überrascht, dass ich in der Wirkung trotz marginal erscheinender Änderungen, eklatante Unterschiede festgestellt habe. Es ist nun mal so, dass Antidepressiva generell nicht zu der Gruppe gut wirksamer Medikamente gehören. Was bedeutet, dass es sein kann, dass man einige unterschiedliche Wirkstoffe probieren muss, um das Medikament zu finden, mit dem man selbst am besten zurecht kommt. Da es aber keine Alternative dazu gibt (wenn man mindestens unter mittelschweren Depressionen leidet), würde ich auch heute jedem Menschen dazu raten, es zu versuchen. Denn, ganz gleich, wie sie wirken und welche Haltung man zu Eingriffen in die Hirnchemie hat, für mich steht im Vordergrund, dass es mir besser gehen soll. Und gerade bei suizidalen Gedanken (die ich gut kenne), will der Mensch, dass diese verschwinden, weil sie in irgendeiner Form sehr belastend sind. Sind diese weg, ist dadurch ziemlich sicher eine Therapiefähigkeit hergestellt. Zu dieser gehört zu dem Willen eben auch eine gewisse Portion Kraft. In diesem Sinne: :vielglueck:
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Re: Depressionen

Beitrag von t385 » Samstag 9. Juni 2018, 03:02

Ich überlege gerade, ob es mich depressiv machen sollte, dass ich mit Mitte 30 nicht mehr laufen, bzw. keine Sportart mehr ausüben kann, die es erfordert, laufen zu müssen. Gerade auch deswegen, weil ich ja, bis August letzten Jahres, sportlich äußerst aktiv war - mehrmals Fußball und Laufen in der Woche und das seit Jahren. Ach ja, die OP, die mich zumindest wieder alltagstauglich machen sollte, scheint eher so semi-erfolgreich gelaufen zu sein, was bei dem Verfahren nicht selten ist. Während ich also draußen zuschaue, wie meine Freunde oder Vereinskollegen etwas machen, das selbst jeder Untrainierte oder Antisportler schafft, nämlich Laufen, stehe ich daneben und frage mich, warum ich denn den vollen Negativjackpot gezogen habe und mir jetzt auch noch der Sport, der mir so gut tat und mir viel bedeutete, genommen wird. Ich kann ja noch nicht einmal mehr meiner Nichte hinterherlaufen, um auf sie aufzupassen. :evil: Im schlimmsten Fall wäre es so, dass die mir mit 36 Jahren mein Fußgelenk versteifen müssten, aber das werde ich so lange hinauszögern, wie nur möglich.

Mag jemand seinen Sprunggelenksknorpel gegen meine Erfahrungen mit dem weiblichen Geschlecht tauschen? Ich wäre gerne wieder AB, wenn ich doch nur wieder LAUFEN könnte. :lol:

So, genug ausgeheult. :lol:

Seitdem die Sonne scheint, geht es mir ganz gut. Entrümpele gerade meine Wohnung, räume auf etc. und mache viel Sport. Fahre jeden zweiten Tag Fahrrad, denn das darf ich noch.

Noch ein Problem: Mein bester Freund hat mich zu seiner Hochzeit - im kleinen Kreise - und zu seiner Abschiedsfeier - er geht im August mit seiner Frau für drei Jahre in die USA - eingeladen. Ich traue mich aber nicht hin, weil dort fast nur nur Akademiker sind und nachher fragt mich noch jemand - am besten noch sein Schwiegervater, der Prof. ist und lehrt - was ich denn so machen würde. Ich habe jetzt schon so ein Angstgefühl im Bauch. Er meint zwar, er würde es mir nicht übel nehmen, wenn ich nicht kommen würde, aber das ist doch auch armselig, wenn ich da nicht auftauche. Ich bin schon wieder dabei, mich dafür selbst zu hassen. :roll: Ich passe nicht zu diesen Erfolgsmenschen. Ich sollte alle Kontakte abbrechen und mir gesellschaftliche Verlierer suchen. Dort wäre ich unter Gleichgesinnten und müsste keine Ängste haben.

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Re: Depressionen

Beitrag von Sommersprosse » Samstag 9. Juni 2018, 06:28

Clochard hat geschrieben:
Freitag 8. Juni 2018, 20:52
hat das irgendeinen erwiesenen Vorteil gegenüber Citalopram als Standard-SSRI?
Das weiß ich nicht. Ich wurde von Citalopram auf Fluoxetin gewechselt, weil ich unter Citalopram Probleme mit dem Herzen entwickelt hatte.
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Re: Depressionen

Beitrag von Clochard » Samstag 9. Juni 2018, 10:58

t385 hat geschrieben:
Samstag 9. Juni 2018, 03:02
Ich passe nicht zu diesen Erfolgsmenschen. Ich sollte alle Kontakte abbrechen und mir gesellschaftliche Verlierer suchen. Dort wäre ich unter Gleichgesinnten und müsste keine Ängste haben.
Geht mir genauso, ich kann mit "Normalos", die im Leben stehen, auch nichts mehr anfangen. Weiß gar nicht, was ich mit denen reden soll. Ich überlege auch gerade, wie ich stattdessen reale Kontakte zu psychisch Kranken, Arbeitslosen usw. aufbauen kann. Mit denen habe ich wenigstens Gemeinsamkeiten.

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Re: Depressionen

Beitrag von kreisel » Samstag 9. Juni 2018, 12:00

t385 hat geschrieben:
Samstag 9. Juni 2018, 03:02
Noch ein Problem: Mein bester Freund hat mich zu seiner Hochzeit - im kleinen Kreise - und zu seiner Abschiedsfeier - er geht im August mit seiner Frau für drei Jahre in die USA - eingeladen. Ich traue mich aber nicht hin, weil dort fast nur nur Akademiker sind und nachher fragt mich noch jemand - am besten noch sein Schwiegervater, der Prof. ist und lehrt - was ich denn so machen würde. Ich habe jetzt schon so ein Angstgefühl im Bauch. Er meint zwar, er würde es mir nicht übel nehmen, wenn ich nicht kommen würde, aber das ist doch auch armselig, wenn ich da nicht auftauche.
Wäre aber doch auch schade, wenn du dich selbst abwertest, und die letzte Feier mit deinem Freund nicht
wahrnimmst, und dem so nachgibst.
Ich kann es leider sehr verstehen, wenn man alle Aussagen auf sich selbst bezieht und eine Messlatte
anlegt und dann mit sich im Kleinkrieg ist (die anderen wollen mir was). Ich denke manchmal auch,
Leute wollen sich profiilieren und zeigen was sie haben, und brauchen mich nur zum abwerten.

Es ist aber keine sehr schöne Dynamik, die einen selbst runterzieht und die anderen feindlich sehen lässt.

Dein Freund scheint dich doch wertzuschätzen, wenn er dich dazu einlädt zu seinem engsten Kreis!
Und vielleicht haben die auch den ein oder anderen menschlischen und freundlichen Zug an sich, seine engsten
Menschen.

Vielleicht schaffst du es, dich an diesem Abend auf was anderes zu konzentrieren, auf die Freundschaft?
Und dieser inneren Kritikstimme irgendwie an dem Abend den Mund verbieten? Mullbinde in den Mund
stopfen, dann kann sie nur noch nuscheln... :zaehneputzen:

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Re: Depressionen

Beitrag von AviferAureus » Montag 11. Juni 2018, 23:53

t385 hat geschrieben:
Samstag 9. Juni 2018, 03:02
Ich überlege gerade, ob es mich depressiv machen sollte, dass ich mit Mitte 30 nicht mehr laufen, bzw. keine Sportart mehr ausüben kann, die es erfordert, laufen zu müssen. Gerade auch deswegen, weil ich ja, bis August letzten Jahres, sportlich äußerst aktiv war - mehrmals Fußball und Laufen in der Woche und das seit Jahren. Ach ja, die OP, die mich zumindest wieder alltagstauglich machen sollte, scheint eher so semi-erfolgreich gelaufen zu sein, was bei dem Verfahren nicht selten ist. Während ich also draußen zuschaue, wie meine Freunde oder Vereinskollegen etwas machen, das selbst jeder Untrainierte oder Antisportler schafft, nämlich Laufen, stehe ich daneben und frage mich, warum ich denn den vollen Negativjackpot gezogen habe und mir jetzt auch noch der Sport, der mir so gut tat und mir viel bedeutete, genommen wird. Ich kann ja noch nicht einmal mehr meiner Nichte hinterherlaufen, um auf sie aufzupassen. :evil: Im schlimmsten Fall wäre es so, dass die mir mit 36 Jahren mein Fußgelenk versteifen müssten, aber das werde ich so lange hinauszögern, wie nur möglich.
......
für den Änkel: :vielglueck:
für das Fußgelenk: :vielglueck: :vielglueck:
für den Knöchel: :vielglueck: :vielglueck: :vielglueck:

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Re: Depressionen

Beitrag von kreisel » Mittwoch 13. Juni 2018, 21:35

Heute bin ich über einen Artikel im Fokus gestoßen, der ausführlich und ich finde recht differenziert
über Depression berichtet.
--> hier (https://www.focus.de/gesundheit/news/de ... 78416.html)
FOCUS Magazin | Nr. 48 (1999)
DEPRESSIONEN - Auf der Suche nach dem verlorenen Glück

ich war nur etwas irritiert, dass der Artikel schon 19 Jahre alt ist, finde ihn aber soweit noch aktuell.
konnte nur noch nicht finden, ob die jetzt den CRH Blocker erfolgreich getestet haben; wahrscheinlich.

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