Depressionen

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Talbot
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Re: Depressionen

Beitrag von Talbot » Mittwoch 11. April 2018, 19:37

Jetzt mal unabhängig von der Schlafproblematik (die natürlich ungünstig und sogar fürs Abnehmen unvorteilhaft ist) finde ich da bei ihm den Gedanken ans Abnehmen keinesfalls problematisch.
Würde es jetzt auf die gleiche Größe <60 Kg wiegen und übers Abnehmen sprechen würde ich ja durchaus zustimmen, dass sich da etwas ungünstig entwickelt.
Aber bei seinen Daten kann ich durchaus verstehen, wenn er sich gefühlt übergewichtig empfindet (auch wenn er formal im Normalbereich liegt was das Gewicht angeht).
Wie er schon sagte geht es dabei mehr um die eigenen Wahrnehmung als um handfeste Fakten.
Und ja es gibt durchaus genügend Gegenbeispiele, die bei mehr Gewicht/einem höheren BMI trotzdem nicht übergewichtig aussehen oder sogar sehr athletisch sind.
Aber das sind in der Regel dann auch Ausnahmefälle, die halt überdurchschnittlich viel Muskeln haben und daher so wirken.
Genauso gibt es auch die Ausnahmefälle in die andere Richtung, die halt unterdurchschnittlich viele Muskeln haben und daher selbst bei einem normalen Gewicht schon einen Bauchansatz haben und sich schwabbelig fühlen.
Der BMI alleine ist deshalb zwar nicht (vollkommen) aussagekräftig, aber wenn man mal von jemandem ausgeht, der alles andere als austrainiert bzw. ggfalls sogar völlig untrainiert ist, dann sind 75 Kg auf 1,75 nun mal alles andere als schlank und in der Regel auch schon mit entsprechenden äußeren Erscheinungen wie Bauchansatz usw. verbunden.
Wenn er sich damit unwohl fühlt, dann spricht auch nichts dagegen den (mehr oder weniger starken) Wunsch zu verspüren abzunehmen.
Und seine bisherige Abnahme von ~9 Kg in 100 Tagen ist auch alles andere als extrem bzw. besorgniserregend und daher sehe ich da jetzt keinen Grund ihm irgendwas ausreden zu müssen (mal abgesehen von der bereits genannten Schlafproblematik, aber die dürfte wohl kaum alleine/hauptsächlich was mit dem Abnehmwunsch zu tun haben).

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Endura
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Re: Depressionen

Beitrag von Endura » Mittwoch 11. April 2018, 20:08

LonesomeCoder hat geschrieben:
Mittwoch 11. April 2018, 19:15
Endura hat geschrieben:
Montag 9. April 2018, 06:15
LonesomeCoder hat geschrieben:
Montag 9. April 2018, 00:26
Das ist Normalgewicht. Abnehmen brauchst du hier nicht.
Ist bei der Größe 58 kg auch noch. Verstehe nicht, warum es dir reicht, sich gerade im oberen Rand des Normalgewichtes zu bewegen.
Weil da dann Reserven für unfreiwillige Notzeiten wie im Krankheitsfall da sind. Manchmal geht halt essen und/oder verdauen nicht wirklich.
Auch bei Krebs können Reserven rettend sein. Ich kenne wem, der verlor über 20 kg und die Reserven waren ein Grund fürs Überleben. Ziehe mal bei einem Topmodel 20 kg ab, ist tödlich
Es gibt Langzeitstudien, die finden das geringste Sterberisiko bei einem BMI zwischen 20 und 22.
When analysis was restricted to studies with a longer duration of follow-up (to reduce confounding by prediagnostic weight loss) the lowest risk was observed with BMI 20-22
https://www.bmj.com/content/353/bmj.i2156
Ich könnte bei meiner Größe fast 15 kg mehr haben, und wäre noch immer im Normalbereich. Ob das meine Gelenke nach ein paar Jahrzehnten auch noch so toll finden, bezweifle ich allerdings.

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Re: Depressionen

Beitrag von Zwerg » Montag 16. April 2018, 14:19

Wie viel ist davon zu halten?

Ein Psychiater, bei dem ich vor vielen Jahren vorstellig wurde und ihm mein Problem schilderte, diagnostizierte mal eine mittelschwere/schwere Depression. Darauf wäre ich tatsächlich nicht gekommen, denn an Stelle der für die Erkrankung typischen Antriebslosigkeit war da eher Hyperaktivität festzustellen. Auch rückblickend würde ich weder von den Medikamenten, die ich nicht besonders lang eingenommen habe, noch der Psychotherapie (nach dem zweiten oder dritten Mal abgebrochen) behaupten, dass sie mir geholfen haben. Langfristig würde ich doch sagen, dass das Angehen meines zu Grunde liegenden Problems (kein Partner) den Erfolg brachte.

Jahre später wurde ich in Zusammenhang mit einem chronischen Schmerzsyndrom nochmals mit dieser Diagnose konfrontiert. Das machen Ärzte wohl gerne, denn nach ihren Lehrbüchern ist bei Depressiven sowieso von einer hohen Rückfallwahrscheinlichkeit auszugehen. Was war Ursache und was Wirkung? Diesmal habe ich mich von Anfang an geweigert, Antidepressiva einzunehmen und damit meiner Meinung nach wieder das Richtige getroffen. Es hat sehr lange (Jahre) gedauert, bis ich die Schmerzproblematik durch gezieltes Training einigermaßen in Griff hatte. Entsprechend besserte sich auch die psychische Situation. Dabei verbrachte ich damals sogar ein paar Tage in der Psychiatrie, weil "wohlmeinende" Verwandte eine "psychosomatische" Ursache vermuteten.

Fazit: Ich höre primär auf mich selbst, versuche aber gleichzeitig ehrlich zu mir selbst zu sein.

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Re: Depressionen

Beitrag von Mit müden Augen » Montag 16. April 2018, 16:23

Hilfe Hilfe Hilfe, mir geht es immer schlechter. Ich habe heute schon meinen Psychologentermin abgesagt, ich war soooo müde und hatte/habe fiese Kopfschmerzen wie vor zwei Tagen (aber wenigstens mehr oder weniger ohne Übelkeit). Scheiße, ich hätte diesen Termin gebraucht. Ich kann nicht mehr, ich bin nur noch ein Zombie der müde durch die Wohnung wankt, ich brauche Hilfe aber woher nehmen??? :crybaby: :crybaby: :crybaby: Ich bin seit einer knappen Stunde auf den Beinen und lege mich jetzt wieder ins Bett, nicht mal duschen schaffe ich. Ich habe Angst, wie soll es nur weitergehen? Warum ist dieser verdammte Scheiß in meinem Kopf?????????? :crybaby:
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Re: Depressionen

Beitrag von schmog » Montag 16. April 2018, 17:04

Mit müden Augen hat geschrieben:
Montag 16. April 2018, 16:23
Hilfe Hilfe Hilfe, mir geht es immer schlechter. Ich habe heute schon meinen Psychologentermin abgesagt, ich war soooo müde und hatte/habe fiese Kopfschmerzen wie vor zwei Tagen (aber wenigstens mehr oder weniger ohne Übelkeit). Scheiße, ich hätte diesen Termin gebraucht. Ich kann nicht mehr, ich bin nur noch ein Zombie der müde durch die Wohnung wankt, ich brauche Hilfe aber woher nehmen??? :crybaby: :crybaby: :crybaby: Ich bin seit einer knappen Stunde auf den Beinen und lege mich jetzt wieder ins Bett, nicht mal duschen schaffe ich. Ich habe Angst, wie soll es nur weitergehen? Warum ist dieser verdammte Scheiß in meinem Kopf?????????? :crybaby:
Bekommst du keine ambulante Hilfe beim wohnen?
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Re: Depressionen

Beitrag von t385 » Montag 16. April 2018, 17:29

Ich habe endlich einige Telefonate geschafft und stehe jetzt bei einem Therapeuten auf der Warteliste und es sind sogar nur drei bis vier Monate. Morgen werde ich noch diejenigen anrufen, die heute keine Telefonsprechstunde hatten. Trotzdem habe ich heute schlechte Laune.

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Re: Depressionen

Beitrag von Mit müden Augen » Montag 16. April 2018, 20:41

schmog hat geschrieben:
Montag 16. April 2018, 17:04
Bekommst du keine ambulante Hilfe beim wohnen?
Das geht ja so nicht weiter.
Leider nein. Ich wüsste auch nicht wo ich sowas hier bekommen kann, außer vielleicht kostenpflichtige Anbieter die ich mir nicht leisten kann. Ich müsste mich genauer informieren aber woher die Kraft nehmen?
Ja so geht es nicht weiter, aber was ist die Alternative? Es gibt keine Wunderlösungen. :crybaby:
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Re: Depressionen

Beitrag von Endura » Montag 16. April 2018, 20:55

Mit müden Augen hat geschrieben:
Montag 16. April 2018, 20:41
schmog hat geschrieben:
Montag 16. April 2018, 17:04
Bekommst du keine ambulante Hilfe beim wohnen?
Das geht ja so nicht weiter.
Leider nein. Ich wüsste auch nicht wo ich sowas hier bekommen kann, außer vielleicht kostenpflichtige Anbieter die ich mir nicht leisten kann. Ich müsste mich genauer informieren aber woher die Kraft nehmen?
Ja so geht es nicht weiter, aber was ist die Alternative? Es gibt keine Wunderlösungen. :crybaby:
Hast du jemanden, an den du dich in Notfällen wenden kannst?

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Re: Depressionen

Beitrag von Polarfuchs » Montag 16. April 2018, 21:05

Mit müden Augen hat geschrieben:
Montag 16. April 2018, 20:41
schmog hat geschrieben:
Montag 16. April 2018, 17:04
Bekommst du keine ambulante Hilfe beim wohnen?
Das geht ja so nicht weiter.
Leider nein. Ich wüsste auch nicht wo ich sowas hier bekommen kann, außer vielleicht kostenpflichtige Anbieter die ich mir nicht leisten kann. Ich müsste mich genauer informieren aber woher die Kraft nehmen?
Ja so geht es nicht weiter, aber was ist die Alternative? Es gibt keine Wunderlösungen. :crybaby:
Gerne würde ich dir den Sozialpsychiatrischen Dienst empfehlen. Die Beratung ist kostenlos.Die Mitarbeiter bieten bei Bedarf Hausbesuche an und helfen in Krisensitutationen. Vielleicht könnte dir dieses Angebot helfen.
:umarmung2:

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Re: Depressionen

Beitrag von Mit müden Augen » Montag 16. April 2018, 21:17

Endura hat geschrieben:
Montag 16. April 2018, 20:55
Hast du jemanden, an den du dich in Notfällen wenden kannst?
Nein. Familie ist weit weg und sont kenne ich niemanden hier. :crybaby:
Polarfuchs hat geschrieben:
Montag 16. April 2018, 21:05
Gerne würde ich dir den Sozialpsychiatrischen Dienst empfehlen. Die Beratung ist kostenlos.Die Mitarbeiter bieten bei Bedarf Hausbesuche an und helfen in Krisensitutationen. Vielleicht könnte dir dieses Angebot helfen.
:umarmung2:
Ich wohne nicht in Deutschland, müsste erstmal rausfinden ob es das auch hierzulande gibt... Aber Danke für den Tipp.

Ich geh dann mal ins Bett, gute Nacht... :schlafen:
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Re: Depressionen

Beitrag von Johnny » Montag 16. April 2018, 22:34

Ich hatte ein sehr aufschlussreiches Gespräch mit einem Freund von mir, der auch Mitte 30 und AB ist. Wir reden viel über unsere Probleme, aber Lösungen finden wir selten. Er versucht im Moment seine Depressionen mit Extasy selber zu behandeln. Ich halte da jetzt nicht so viel von, aber da er immer versucht mir 1/4 Extasy schmackhaft zu machen, habe ich ihm gesagt, dass ich es in Erwägung ziehen würde, wenn dieses Mittel bei ihm in den nächsten 6-12 Monaten wirklich zum Erfolg geführt hat. Warum ich das hier erzähle. Ein Freund meines Freundes ist vor Kurzen von einem Hochhaus gesprungen um seinem Leben ein Ende zu setzen. Er litt auch an Depressionen. Ich kannte ihn nicht, aber mein Freund beschrieb ihn als schüchtern und zurückhaltend, als jemand der sein Leben nicht gelebt hat.

Mein Kumpel und ich leiden neben dem AB-tum auch an Depressionen und wir sind auf diesen erhellenden Satz gekommen:

"Lieber Depressionen und sein Leben gelebt haben als Depressionen und sein Leben nicht gelebt haben."

Ich versuche langsam und maßvoll nach diesem Motto zu leben. Ich habe die letzten Jahre eher damit verbracht, meine Probleme zu lösen und danach anzufangen zu leben. Nur wurden meine Probleme immer größer, so dass das Leben warten musste. Mein Entschluss steht nun fest: Leben trotz Problemen.

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Re: Depressionen

Beitrag von Ringelnatz » Montag 16. April 2018, 22:37

Mit müden Augen hat geschrieben:
Montag 16. April 2018, 21:17
Nein. Familie ist weit weg und sont kenne ich niemanden hier. :crybaby:
:umarmung2: Es tut wirklich weh zu lesen, wie sehr du dich quälst :(
Kannst du denn nicht zurück nach D ziehen, wenn du in F keine Kontakte und auch keine Arbeit hast? Was hält dich denn dort?
Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better.

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Re: Depressionen

Beitrag von Hoppala » Dienstag 17. April 2018, 01:16

Mit müden Augen hat geschrieben:
Montag 16. April 2018, 16:23
Hilfe Hilfe Hilfe, mir geht es immer schlechter. Ich habe heute schon meinen Psychologentermin abgesagt, ich war soooo müde und hatte/habe fiese Kopfschmerzen wie vor zwei Tagen (aber wenigstens mehr oder weniger ohne Übelkeit). Scheiße, ich hätte diesen Termin gebraucht. Ich kann nicht mehr, ich bin nur noch ein Zombie der müde durch die Wohnung wankt, ich brauche Hilfe aber woher nehmen??? :crybaby: :crybaby: :crybaby: Ich bin seit einer knappen Stunde auf den Beinen und lege mich jetzt wieder ins Bett, nicht mal duschen schaffe ich. Ich habe Angst, wie soll es nur weitergehen? Warum ist dieser verdammte Scheiß in meinem Kopf?????????? :crybaby:
MIst. Vor bei ist vorbei. Lehre fürs nächste mal: geh zu deiem Termn! Egal wie schlecht es dir geht. Wenn du irgendwie kannst, geh hin.
Du bist ja nichts verpflichtet, da in einem besonderen Zustand zu erschienen, außer ansprechbar zu sein.

Ansonsten. Bewegung im Grünen und idealerweise, wenn möglch, die Gesellschaft freundlich gesinnter Menschen. Sollte es beides auf Rezept geben ...
Nutzungsregeln: Mediale Äußerungen von Menschen ersetzen keine Begegungen. Was du hier schreibst, bist nicht du. Was ich hier schreibe, bezieht sich nicht auf dich. Nur auf deinen Beitrag. Ich schreibe meine Meinung, deren Bedeutung in deinem eigenen Ermessen liegt. Vergiss, was dir nichts nützt.

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Re: Depressionen

Beitrag von Mit müden Augen » Dienstag 17. April 2018, 12:59

Ringelnatz hat geschrieben:
Montag 16. April 2018, 22:37
Mit müden Augen hat geschrieben:
Montag 16. April 2018, 21:17
Nein. Familie ist weit weg und sont kenne ich niemanden hier. :crybaby:
:umarmung2: Es tut wirklich weh zu lesen, wie sehr du dich quälst :(
Kannst du denn nicht zurück nach D ziehen, wenn du in F keine Kontakte und auch keine Arbeit hast? Was hält dich denn dort?
Sorry wenn ich euch deprimiere. :sadman: :oops:
In F halten mich die Unmöglichkeit einen Umzug zu meistern und das Geld was ich hier bekomme aber nicht in D und irgendwo auch meine Psychologin die ich nicht verlieren will (auch wenn sie mir bisher auch nicht helfen konnte). In ein paar Monaten zieht ein Teil der Familie näher an mich heran, dann werde ich öfters Besuch haben, aber auch nicht jede Woche. Seit kurzem nehme ich ein anderes Medikament, aber wenn das überhaupt wirkt dauert es noch Wochen, wie soll ich bis dahin durchhalten?
Hoppala hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 01:16
MIst. Vor bei ist vorbei. Lehre fürs nächste mal: geh zu deiem Termn! Egal wie schlecht es dir geht. Wenn du irgendwie kannst, geh hin.
Du bist ja nichts verpflichtet, da in einem besonderen Zustand zu erschienen, außer ansprechbar zu sein.
Ich hatte es versucht, aber starke Kopfschmerzen und diese Müdigkeit, diese verdammte Müdigkeit! Ich fühle mich ständig wie betäubt, ich könnte pausenlos schlafen. Bin heute auch erst wieder um 12 aus dem Bett gekrochen, unter Höllenqualen weil ich ja irgendwann aufstehen muss, ich muss Sachen erledigen, dringend.
Ansonsten. Bewegung im Grünen und idealerweise, wenn möglch, die Gesellschaft freundlich gesinnter Menschen. Sollte es beides auf Rezept geben ...
Den letzten Satz musst du mir erklären. Gesellschaft auf Rezept?
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Re: Depressionen

Beitrag von Hoppala » Dienstag 17. April 2018, 15:12

Mit müden Augen hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 12:59
Ich fühle mich ständig wie betäubt, ich könnte pausenlos schlafen. Bin heute auch erst wieder um 12 aus dem Bett gekrochen, unter Höllenqualen weil ich ja irgendwann aufstehen muss, ich muss Sachen erledigen, dringend.
Ein Bekannte, der einige Wochen in einer psychiatrischen Klinik verbrachte, erzählte mir, dass einige Neuankömmlinge erst mal 2 Wochen lang nicht gesehen werden - weil sie einfach erst mal schlafen mussten. Das Personal hat sie auch schlafen lassen. Es ist halt erforderlich.
Leider weiß das der Großteil der Gesellschaft nicht. Und die Beschleunigung und terminliche Einbindung nimmt dank der gelobten IT ständig zu. Einfach mal ein paar Wochen oder Monate ausfallen, ohne"richtig krank" zu sein, ist nicht vorgesehen. Und erzeugt weitere Probleme. Ich kenn das. Teufelskreis. Die herrschende Meinung meint, dass man Druck erhöhen muss, wenn sich was bewegen soll. Die Idee, das "Druck rausnehmen" im einzelnen viel besser funktioniert, geht unter.
Du brauchst eigentlich dringend Menschen, die dir helfen. Und wenn es Kleinigkeiten sind, die du dann delegieren kannst. Druck rausnehmen.
Mit müden Augen hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 12:59
Ansonsten. Bewegung im Grünen und idealerweise, wenn möglch, die Gesellschaft freundlich gesinnter Menschen. Sollte es beides auf Rezept geben ...
Den letzten Satz musst du mir erklären. Gesellschaft auf Rezept?
Das war vielleicht missverständlich. "Sollte" ist ein irrealer Wunsch.
Gibt es nicht.

Na gut: außer Therapie.
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Re: Depressionen

Beitrag von TheRealDeal » Freitag 20. April 2018, 20:25

Hoppala hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 15:12
Mit müden Augen hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 12:59
Ich fühle mich ständig wie betäubt, ich könnte pausenlos schlafen. Bin heute auch erst wieder um 12 aus dem Bett gekrochen, unter Höllenqualen weil ich ja irgendwann aufstehen muss, ich muss Sachen erledigen, dringend.
Ein Bekannte, der einige Wochen in einer psychiatrischen Klinik verbrachte, erzählte mir, dass einige Neuankömmlinge erst mal 2 Wochen lang nicht gesehen werden - weil sie einfach erst mal schlafen mussten. Das Personal hat sie auch schlafen lassen. Es ist halt erforderlich.
Leider weiß das der Großteil der Gesellschaft nicht. Und die Beschleunigung und terminliche Einbindung nimmt dank der gelobten IT ständig zu. Einfach mal ein paar Wochen oder Monate ausfallen, ohne"richtig krank" zu sein, ist nicht vorgesehen.
Ich habe ein paar Dinge, bzw. mehr oder weniger schmerzhaft lernen müssen dazu gehört:

-Ich bin der Maßstab. Wenn ich mich krank fühle, bin ich krank

-Ich muss nicht alles selbst erledigen. Ich kann und darf vor allen Dingen Dinge delegieren, am besten und liebsten diejenigen, die andere Menschen sowieso besser können, als ich

-Ich muss nur eine Sache: Sterben. Bei allem anderen habe ich die Wahl, ob ich mich darauf einlasse, bzw. ob ich es tue

-Ich bin wichtig, ich zuerst! Mich interessieren Meinungen von Menschen, speziell was die Art und Weise betrifft, wie ich mein Leben gestalte nur, wenn ich nach den Meinungen der Menschen gefragt habe
Die beiden wichtigsten Tage deines Lebens sind der Tag, an dem du geboren wurdest, und der Tag, an dem du herausfindest, warum. – Mark Twain

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Re: Depressionen

Beitrag von Mit müden Augen » Freitag 20. April 2018, 21:12

Das sind alles sehr wahre Worte :daumen: , aber
TheRealDeal hat geschrieben:
Freitag 20. April 2018, 20:25
-Ich muss nicht alles selbst erledigen. Ich kann und darf vor allen Dingen Dinge delegieren, am besten und liebsten diejenigen, die andere Menschen sowieso besser können, als ich
man muss jemanden haben an den man die Dinge delegieren kann. Bei mir scheitert es aktuell auch daran (speziell was das putzen betrifft :shy: ).
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Re: Depressionen

Beitrag von TheRealDeal » Freitag 20. April 2018, 22:59

Glaub mir, Menschen die dir beim Putzen helfen können und wollen gibt es. Der Teil wäre also geklärt. Für mich wäre dann die Frage, was ist nötig, was kann ich tun, damit es mir möglich ist, einen fremden, oder nahezu fremden Menschen in meine Wohnung zu lassen, damit er sauber machen kann. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man sich sehr viel besser fühlen kann, insgesamt, wenn diese Last von einem genommen wird. Vielleicht scheinen andere Dinge schwerer zu wiegen, scheinen wichtiger zu sein, aber in seiner Wohnung wieder durchatmen zu können, gerne zu sein, hat ein nicht zu unterschätzendes Heilpotential. :umarmung2:
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Re: Depressionen

Beitrag von Optimistin » Sonntag 22. April 2018, 16:39

Johnny hat geschrieben:
Montag 16. April 2018, 22:34
Mein Kumpel und ich leiden neben dem AB-tum auch an Depressionen und wir sind auf diesen erhellenden Satz gekommen:

"Lieber Depressionen und sein Leben gelebt haben als Depressionen und sein Leben nicht gelebt haben."

Ich versuche langsam und maßvoll nach diesem Motto zu leben. Ich habe die letzten Jahre eher damit verbracht, meine Probleme zu lösen und danach anzufangen zu leben. Nur wurden meine Probleme immer größer, so dass das Leben warten musste. Mein Entschluss steht nun fest: Leben trotz Problemen.
Das hast du wunderbar auf den Punkt gebracht, Jonny. Ich wünsche dir zur Umsetzung die nötige Kraft und den Mut :vielglueck:
Entspanne Dich.
Lass das Ruder los.
Trudle durch die Welt - Sie ist so schön.
(Kurt Tucholsky)

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Re: Depressionen

Beitrag von Optimistin » Sonntag 22. April 2018, 16:46

Mit müden Augen hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 12:59
In F halten mich die Unmöglichkeit einen Umzug zu meistern und das Geld was ich hier bekomme aber nicht in D
Als deutscher Staatsbürger hast Du in D Anspruch auf Grundsicherung und Krankenversicherung, eine Wohnung und stationäre sowie ambulante Unterstützung.

Bekommst du in F mehr als das?

Wenn du alleine nicht klar kommst, kannst du in D eine Betreuung beantragen, z.b. in der Stadt wo du zuletzt gelebt hast. Diese Person regelt dann die Dinge für dich.
Entspanne Dich.
Lass das Ruder los.
Trudle durch die Welt - Sie ist so schön.
(Kurt Tucholsky)

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