Der Bubi-Faktor

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Pattick
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Der Bubi-Faktor

Beitrag von Pattick » Samstag 16. Mai 2015, 06:51

Mir wurde letztens gesagt, dass ich an dem "Bubi-Faktor" "leide".

D.h. ich wirke wesentlich jünger (ja das behaupten viele aber so lange es mir noch passiert, dass ich meinen Ausweis zeigen muss, um z.B. wie am Montag nen Film zu kaufen, der ab 18 ist, glaube ich es - bin 36...).

Aber es ist wohl nicht die "junger cooler Typ"-Wirkung sondern eher "Bubchen" - d.h. Typ "braver Junge". Der Effekt ist z.B. im Berufsleben, oft nicht für voll genommen zu werden und bei Frauen wohl, dass da eher die freundschaftlichen oder gar mütterlichen Gefühle überwiegen. Sexuelle Anziehung oder auch "Interesse" im Sinne von "will ich privat kennenlernen" stellt sich eher nicht ein. Dazu passt die Theorie, dass bei meiner zuletzt angebeteten wohl eher die Mutter das Interesse an mir als Freund / Kumpel / Aufpassen für ihre Tochter hatte als die Tochter an mir. Dass sie möglicherweise sogar in dem Moment abgeblockt hat, als sie merkte, dass in dem Bubchen doch ein Mann steckt.

Hmm - das Problem ist - ich will das eigentlich nicht ändern. Ich bin gern ein Stück weit "Bub", ich mag nuneinmal viele Dinge, die ich auch mit 12 ... 13 ... 14 schon mochte. Und ich mochte das, was man mit 16 ... 17 ... 18 macht noch nie und mag es auch heute noch nicht.

Ich mein ich geh gern z.B. auf Grillpartys mit Kollegen oder auch zu Freunden. Aber das passiert halt eher selten. Ich kann mich auch gut unterhalten - über die Schule (Arbeit), Immobilien / Bau (Hobby, ist mein gelernter Beruf), Garten, Radfahren, Autos, Politik - eigentlich über recht viel. Aber offensichtlich nicht über Dinge, die mich für Frauen attraktiv machen.

Verstehen tu ich das nicht. Ich konnte nie nachvollziehen, was Frauen an so Luftpumpen reizt, die einem da rumsülzen oder gar an Machos. Ich kann nicht nachvollziehen, dass ein (angeblich nicht hässlicher), jung aussehender Mann, sparsam, häuslich, hilfsbereit usw. nicht reizvoll ist. Ich mein wie oft höre ich, dass Männer z.B. nichts im Haushalt machen usw.. Könnte mit mir nicht passieren - ich bin das ja gewohnt und hatte noch nie ein Problem damit.

Funktioniert Zuneigung nicht über den Kopf? Sind Frauen wirklich so "nur emmotional"? Geht es noch anderen so?

Also ich bin gern wie ich bin. Ich bereue es heute zwar, als jugendlicher mich nicht anfach an Mädels rangeschmissen zu haben und - ich sag es mal so doof - rumgevögelt zu haben, weil ich heute nicht mehr so locker erfahrungen sammeln kann. Aber andererseits bereue ich es nicht, ich geblieben zu sein. Nur fürchte ich, dass ich alleine bleibe.

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Re: Der Bubi-Faktor

Beitrag von Reni » Samstag 16. Mai 2015, 07:56

Denk mal nochmal nach, vielleicht kommst Du ja selbst drauf :mrgreen: . Ansonsten empfehl ich Dir: versuch's mal bei der Mutter.

Pattick
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Re: Der Bubi-Faktor

Beitrag von Pattick » Samstag 16. Mai 2015, 08:12

Reni hat geschrieben:Denk mal nochmal nach, vielleicht kommst Du ja selbst drauf :mrgreen: . Ansonsten empfehl ich Dir: versuch's mal bei der Mutter.
... von meiner zuletzt angebeteten? Nee nee vergiss es. Erstens schon mal aus Prinzip nicht, wenn man so was abzieht und zweitens - nee wirklich nicht. Nicht aus körperlichen oder optischen Gründen. Sie ist gar nicht mal unattraktiv. Aber die hat echt nen Schatten und ich krieg Kopfschmerzen, wenn ich länger mit ihr zusammen bin. Nee nee....

Nee sorry ich frag mich wirklich: Ist das ein wesentlicher Punkt - also dass man "Bubi-haft" wirkt. Wo ist der Unterschied zum Mann? Gibt es keine Frauen, die auf den Bubi-Typ stehen? Ich will ja nicht jeder gefallen. Was unterscheidet den Mann vom Bub? Ich bin ja selbstständig, hab finanziell einiges auf der hohen Kante. Ich hab (leider) nicht mal mehr eine Mutter, auch keinen Vater (zumindest keinen, der diese Rolle je eingenommen hätte, mein leiblicher lebt noch).

Ist es das optische? Ich könnt mir natürlich ne dicke Cabrio-Karre kaufen, könnt mich bisserl aufbrezeln und vor den Kneipen rumcruisen. Aber hey - ist es das?

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Re: Der Bubi-Faktor

Beitrag von Reni » Samstag 16. Mai 2015, 08:27

Pattick hat geschrieben:
Reni hat geschrieben:Denk mal nochmal nach, vielleicht kommst Du ja selbst drauf :mrgreen: . Ansonsten empfehl ich Dir: versuch's mal bei der Mutter.
... von meiner zuletzt angebeteten? Nee nee vergiss es. Erstens schon mal aus Prinzip nicht, wenn man so was abzieht und zweitens - nee wirklich nicht. Nicht aus körperlichen oder optischen Gründen. Sie ist gar nicht mal unattraktiv. Aber die hat echt nen Schatten und ich krieg Kopfschmerzen, wenn ich länger mit ihr zusammen bin. Nee nee....

Nee sorry ich frag mich wirklich: Ist das ein wesentlicher Punkt - also dass man "Bubi-haft" wirkt. Wo ist der Unterschied zum Mann? Gibt es keine Frauen, die auf den Bubi-Typ stehen? Ich will ja nicht jeder gefallen. Was unterscheidet den Mann vom Bub? Ich bin ja selbstständig, hab finanziell einiges auf der hohen Kante. Ich hab (leider) nicht mal mehr eine Mutter, auch keinen Vater (zumindest keinen, der diese Rolle je eingenommen hätte, mein leiblicher lebt noch).

Ist es das optische? Ich könnt mir natürlich ne dicke Cabrio-Karre kaufen, könnt mich bisserl aufbrezeln und vor den Kneipen rumcruisen. Aber hey - ist es das?
Zum Cabrio: probier's aus. Zur Mutter: kann sie denn nicht kochen? :mrgreen:

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Re: Der Bubi-Faktor

Beitrag von Jakob220357 » Samstag 16. Mai 2015, 08:44

Der Bubi-Faktor bzw. das zu jung eingeschätzt werden ist nichts, was Du nicht ändern könntest. Ein entsprechender Haarschnitt, eine passende Körpersprache und ein guter Kleidungsstil sorgen dafür, dass Du anders wahrgenommen wirst.
Es spricht zwar nichts dagegen, wenn Du Dich jünger fühlst und diese Eigenschaften weiter pflegen möchtest. Aber spätestens wenn Du im Job nicht wirklich ernstgenommen wirst und unter deinen Qualififkationen oder Leistungen bezahlt wirst, solltest Du überlegen, ob Du nicht etwas ändern möchtest.

Doch es ist ein Gesamtpaket, was Dich erwachsener wirken lässt. Nur ein Haarschnitt oder nur ein
selbstbewussteres Auftreten bringen nicht viel. Klar, Du kannst jetzt mit dem Cabrio und der neuen Tolle durch die Gegend fahren, doch es wird Dir nicht bringen, Du wirkst weiter bubihaft. Es gibt sicher Frauen die Männer toll finden, die irgendwie jung geblieben sind, doch die wollen in den meisten Fällen trotzdem Männern haben und keine Jungs.

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Re: Der Bubi-Faktor

Beitrag von janina » Samstag 16. Mai 2015, 10:16

Hast Du Dir schon einmal überlegt, warum Du so Bubi-mäßig geblieben bist? Vielleicht kannst Du darüber etwas ändern. Eine äußere Verwandlung führt nicht unbedingt dazu, dass Du älter eingeschätzt wirst. Ich werde von meinem Aussehen her auch wesentlich jünger eingeschätzt, als ich bin. Habe halt gute Gene :-) Aber wenn sich die Leute dann mit mir unterhalten, merken sie schon, dass sie sich verschätzt haben und sind oft ziemlich erstaunt.

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Re: Der Bubi-Faktor

Beitrag von e-schredder » Samstag 16. Mai 2015, 10:22

@Pattick: Hast du schon mal an einen Bart gedacht?

Was etwaiges bubihaftes Verhalten angeht: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei Männern "Aktivität" auf Frauen attraktiv wirkt, z.B. Bekanntenkreis(e) pflegen, Unternehmungen initiieren, netzwerken (Freunde miteinander bekannt machen), Hobbys mit Freunden nachgehen usw. Frauen bemerken das. Vielleicht würde auch das gegen deinen "bubihaften" Eindruck helfen.
Es lohnt einfach nicht Beiträge dieses Herren zu lesen. Er wird dieses allerdings als Kompliment auffassen

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Re: Der Bubi-Faktor

Beitrag von janina » Samstag 16. Mai 2015, 10:34

Je nach Bartwuchs kann man leider weiterhin bubihaft aussehen.

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Re: Der Bubi-Faktor

Beitrag von Bob » Samstag 16. Mai 2015, 11:00

[quote="Pattick"]Mir wurde letztens gesagt, dass ich an dem "Bubi-Faktor" "leide".

Was meinst Du, ist es genau an Dir, was Dich wie einen Bub wirken lässt? Kannst Du da evtl Einfluss drauf nehmen?

Aber es ist wohl nicht die "junger cooler Typ"-Wirkung sondern eher "Bubchen" - d.h. Typ "braver Junge".

Glaubst Du, dass erwachsene Frauen den ''jungen coolen typen'' wollen??


Ich mein ich geh gern z.B. auf Grillpartys mit Kollegen oder auch zu Freunden. Aber das passiert halt eher selten. Ich kann mich auch gut unterhalten - über die Schule (Arbeit), Immobilien / Bau (Hobby, ist mein gelernter Beruf), Garten, Radfahren, Autos, Politik - eigentlich über recht viel. Aber offensichtlich nicht über Dinge, die mich für Frauen attraktiv machen.

- Frauen reden über alle Sachen gern :D , mal abgesehen von Fussball vielleicht :mrgreen:
Die Frage ist evtl, ob Du Dich wirklich ''gut'' unterhalten kannst?


Verstehen tu ich das nicht. Ich konnte nie nachvollziehen, was Frauen an so Luftpumpen reizt, die einem da rumsülzen oder gar an Machos. Ich kann nicht nachvollziehen, dass ein (angeblich nicht hässlicher), jung aussehender Mann, sparsam, häuslich, hilfsbereit usw. nicht reizvoll ist.

- Das sind Sie mit Sicherheit auch, aber Sie sollten nicht exclusiv für Dich stehen und sind auch erst später-wenn es Ernst wird- von Bedeutung.

Funktioniert Zuneigung nicht über den Kopf? Sind Frauen wirklich so "nur emmotional"? Geht es noch anderen so?

- Zuneigung ja, kennenlernen nicht

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Re: Der Bubi-Faktor

Beitrag von Santos » Samstag 16. Mai 2015, 13:16

Pattick hat geschrieben:Mir wurde letztens gesagt, dass ich an dem "Bubi-Faktor" "leide".

Also ich bin gern wie ich bin. Ich bereue es heute zwar, als jugendlicher mich nicht anfach an Mädels rangeschmissen zu haben und - ich sag es mal so doof - rumgevögelt zu haben, weil ich heute nicht mehr so locker erfahrungen sammeln kann. Aber andererseits bereue ich es nicht, ich geblieben zu sein. Nur fürchte ich, dass ich alleine bleibe.
Hey Pattick:
Ich hab auch ähnliche Erfahrungen gemacht, was die Rückmeldung von Frauen zu meiner "Männlichkeit" betrifft. Eine Frau meine sogar mal in einem Seminar, ich sei "überhaupt kein richtiger Kerl". Selten sowas Bescheuertes gehört.... na ja, passte zu ihr. Inzwischen juckt mich das deutlich weniger als noch zu Studienzeiten.
Ich finde, Dein Selbstbild wirkt sehr stimmig: Du bist ein moderner Mann, der weiß, was seine Stärken sind. Sich jetzt zu verbiegen, um schnell bei bestimmten Frauen zu punkten, wäre sicher keine gute Idee!

Meine These ist, dass viele Frauen an einem altmodischen, starren Männerbild hängen und nicht genug darüber nachdenken, was das für Folgen für sie, für die Männer und (gemeinsame) Kinder hat.
Die wenigsten Männer hier würden einer Frau, die durchsetzungsstark und 1,78m groß ist, kleinere Brüste und muskulöse Arme hat, absprechen, eine "richtige Frau" zu sein.
Unsere Vorstellung von Weiblichkeit ist inzwischen sehr vielfältig und das ist wirklich gut so.

Kleineren zierlichen Männern, die möglicherweise jünger aussehen und weniger durchsetzungsstark wirken, dafür aber sehr empathisch sind, wird gern abgesprochen, ein "richtiger Mann" zu sein.
Viele Frauen sprechen dies sogar offen aus; hinter vorgehaltener Hand wird aber sicherlich noch weit mehr darüber geredet.

Einerseits ist es natürlich schade, dass diese stumpfen Vorstellungen vielen Frauen eine tragfähige Beziehung mit solchen Männern verbaut, andererseits bin ich inzwischen sehr froh, dass sich für mich die Spreu vom Weizen trennt... Die Frauen, die Asbach-Männerbilder mit sich rumtragen, haben bestimmt auch noch andere Leichen im Keller :tanzen2:

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Re: Der Bubi-Faktor

Beitrag von Der Essi » Samstag 16. Mai 2015, 14:09

Santos hat geschrieben:Eine Frau meine sogar mal in einem Seminar, ich sei "überhaupt kein richtiger Kerl".
Bekommt ihr sowas unaufgefordert ins Gesicht gesagt? Das kann ich mir kaum vorstellen! Die meisten denken sich doch nur schweigend ihren Teil und behandeln einen dementsprechend. Was es im Endeffekt nicht weniger verletztend macht.
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Re: Der Bubi-Faktor

Beitrag von Pattick » Sonntag 17. Mai 2015, 06:44

Santos hat geschrieben: Hey Pattick:
Ich hab auch ähnliche Erfahrungen gemacht, was die Rückmeldung von Frauen zu meiner "Männlichkeit" betrifft. Eine Frau meine sogar mal in einem Seminar, ich sei "überhaupt kein richtiger Kerl". Selten sowas Bescheuertes gehört.... na ja, passte zu ihr. Inzwischen juckt mich das deutlich weniger als noch zu Studienzeiten.
Ich finde, Dein Selbstbild wirkt sehr stimmig: Du bist ein moderner Mann, der weiß, was seine Stärken sind. Sich jetzt zu verbiegen, um schnell bei bestimmten Frauen zu punkten, wäre sicher keine gute Idee!
Danke :-) So seh ich das halt auch. Zumal ich nicht glaube, dass diese Frauen mir das geben können, was ich suche. Andererseits weiß ich vielleicht gar nicht genau, was ich suche, weil ich es sehr lange inzwischen verdrängt hab und schon in meiner Jugend als "bescheuert" abgetan habe - wahrscheinlich um vor mir selbst zu rechtfertigen, dass ich anders bin. Das Problem ist halt das "Kennenlernen", wie weiter oben jemand korrekt schreibt. Frauen, die so sind wie ich, verhalten sich wahrscheinlich auch so.
Meine These ist, dass viele Frauen an einem altmodischen, starren Männerbild hängen und nicht genug darüber nachdenken, was das für Folgen für sie, für die Männer und (gemeinsame) Kinder hat.
Die wenigsten Männer hier würden einer Frau, die durchsetzungsstark und 1,78m groß ist, kleinere Brüste und muskulöse Arme hat, absprechen, eine "richtige Frau" zu sein.
Unsere Vorstellung von Weiblichkeit ist inzwischen sehr vielfältig und das ist wirklich gut so.
Ja das denke ich auch. Frauen wollen heute gleichberechtigt behandelt werden (zu recht) aber spätestens, wenn was schweres zu tragen ist, "gibt's denn hier keine Gentleman mehr?" "Hier muss ein Mann ran" usw.. Beim Kennenlernen ist Frau dann absolut gefühlsgeleitet und das Gefühl ist wie früher. Als ob sie einen brauchen, der sie vor wilden Tieren beschützt und gute Gene hat, möglichst kräftigen Nachwuchs herbeizuführen. Und dann ist das gejammer groß wenn er dann säuft, schlägt, übergriffig ist. Aaaaber im Bett ist er ein Tier. (angeblich stehen Frauen ja gar nicht drauf) jaja.... Keine Ahnung, ich werd nicht schlau draus.

Oder diese Oberflächlichkeit. Ich war gestern mit ner guten Freundin und Kollegin im Kino. Sie hat mich eingeladen (ja ich komm auf so Ideen ja nicht ich gebe es zu). Die ist eigentlich recht "normal" drauf, auch eher eine nachdenkliche Person. Eine der zwei Kolleginnen, von der ich mal was wollte. Sie ist inzwischen (ist 10 Jahre her) so weit, dass sie erstmal allein sein will und es genießt (Kinder so langsam aus dem Haus.... sie ist 53, da hat man noch paar Jahre um frei zu sein und noch zu können was man will). Nun - auf jeden Fall meinte selbst die letztens: "Ach da war ich in Berlin. Da war so ein Typ, der hatte ein S4 Cabrio und mit dem bin ich dann durch Berlin gecruised. Das war so geil". Auf meine Frage hin, was das für ein Typ war, meinte sie nur: "Einer mit nem S4 Cabrio" - na toll.
Kleineren zierlichen Männern, die möglicherweise jünger aussehen und weniger durchsetzungsstark wirken, dafür aber sehr empathisch sind, wird gern abgesprochen, ein "richtiger Mann" zu sein.
Viele Frauen sprechen dies sogar offen aus; hinter vorgehaltener Hand wird aber sicherlich noch weit mehr darüber geredet.
Ich bin mit 1,83 nicht mal klein, OK inzwischen recht dünn mit 68kg. Aber ich bin wohl nicht interessant genug für ein Abenteuer und offensichtlich wollen Frauen erst das Abenteuer und dann vielleicht mehr. Meiner Ansicht nach total dämlich denn die Chance, dass der Ideale Mann für ein Abenteuer auch der Mann für's Leben ist, ist ja wohl sowas von gering.
Einerseits ist es natürlich schade, dass diese stumpfen Vorstellungen vielen Frauen eine tragfähige Beziehung mit solchen Männern verbaut, andererseits bin ich inzwischen sehr froh, dass sich für mich die Spreu vom Weizen trennt... Die Frauen, die Asbach-Männerbilder mit sich rumtragen, haben bestimmt auch noch andere Leichen im Keller :tanzen2:
Würde ich so nicht unbedingt sehen. Es ist ja das oft sozialisationsbedingt erlernte Männerbild. Das ist halt auch cool in der Clique in der Schule usw.. Ich mein ist doch bei den Jungs genau so. Da redet doch niemand darüber, wie süß und zärtlich die Freundin ist, sondern dass man im Auto von ihr einen geblasen bekommen hat oder sie gestern nach drei Mal durchgeknallt hat (meist ist maximal die Hälfte wahr). Ich mein ich krieg so Gespräche ja mit, mein Büro ist im Oberstufengebäude und unsere Schüler scheinen da recht offen zu sein (da lauf ich ja rot an vom Zuhören). Ich mein das ist natürlich nur ein Teil der Schüler aber ist "der coole Teil". Das war bei uns auch so. Und wer "schleppt dann die Mädels ab"?....

Nun ja - ich versuche Frauen zu finden, die ähnlich sind wie ich. Die klug sind aber auf dem Teppich geblieben sind, die ein Stück weit jung geblieben sind, die einsam sind und eine Beziehung oder auch "nur" eine Freundschaft zu schätzen wissen. Ich spüre inzwischen recht gut, wenn da so eine Art Seelenverwandtschaft vorhanden ist. Diese melancholische grübelnde Art, die ich auch habe, die fühle ich bei anderen relativ schnell. Ich finde sie auch aber es wird nie mehr draus als maximal eine Freundschaft. Und ich bin auch nicht der, der Freundschaften gut pflegen kann. Der Kinobesuch gestern. Das war schön. Ich würde nicht auf die Idee kommen. Deswegen suche ich eine Frau, die mit mir zu Hause sein will.

Mein Bruder sagt, ich soll "einfach mal eine knallen" und dann sieht die Welt ganz anders aus. Also einfach mal ne billig zu habende abschleppen und Spaß haben. Hmm - ist das mein Niveau?

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Re: Der Bubi-Faktor

Beitrag von Shackleton » Sonntag 17. Mai 2015, 14:05

Bart wachsen lassen, Muskelprotz werden, nicht mehr mit 4You-Ranzen durch die Gegend rennen, Knasttattoos, ordentlich Zigarren qualmen und Schnaps trinken für eine raue, kratzige Stimme...
Es gibt so viele Möglichkeiten. Jammern ist die ineffektivste davon.

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Re: Der Bubi-Faktor

Beitrag von Chessner » Montag 18. Mai 2015, 10:55

Mir geht's auch wie dem TE. Ich bin zwar erst 22 Jahre, aber alle denken, ich wäre maximal 18 oder 19. Manche fragen mich auch, was ich denn machen möchte, wenn ich bald die Schule beende (einige denken da sogar an die 10. Klasse :? ).
Einen Bart wachsen lassen geht bei mir weniger, weil nicht ausreichend wächst. Das sieht dann bescheuert aus. Man kann halt nicht viel machen. Ich denke, bei Männern ist das weniger schön als bei Frauen, denn Frauen haben ja gern etwas ältere Männer. Früher in der Schule haben die Mädchen ja schon mit den Typen zwei oder drei Klassen über einem geknutscht. Umgekehrt habe ich das nie gesehen :mrgreen: . Wenn man schon wie maximal 18 aussieht, dann bleiben einem ja nur die 15-jährigen und das fände ich schon leicht eklig.
Man kann gegen sein Gesicht nicht viel machen. Es ist halt da.

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Re: Der Bubi-Faktor

Beitrag von Nonkonformist » Montag 18. Mai 2015, 11:37

Ein kollegen von mir müßte mit 25 noch häufig sein ausweis zeigen.
Zuerst hat er dann sein bart wächsen lassen.
Dass hat er ausgesehen wie ein bubi mit bart.
Dann hat er seine schwarze haare grau gefärbt.
Dann hat er ausgesehen wie ein bubi mit grauen haaren - und recht lächerlich.
Er ist dann regelmäßig klettern gegangen, aber seine muskeln waren eher
nicht so sichtbar.
Leider war er auch unglaublich scheu, und wollte sich nicht mal am
geburtstäge drücken lassen. ("Ich stehe nicht drauf." Seine kolleginnen haben
ihm dann natürlich extra lang gedrückt.)

Er ist jetzt 35 und weniger bubihaft (aber immer noch ein AB, so weit ich weiß.)
I Yam What I Yam & Dats What I Yam - (Popeye the Sailorman.)

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Re: Der Bubi-Faktor

Beitrag von Regenbogen » Montag 18. Mai 2015, 12:25

Ich glaube vieles liegt an an der Mimik.

So ein braver Blick eines jungen Bubis, oder das verschmitzte Grinsen eines Alphas, wo schon der Blick sagt... Mit mir gehts ab im Bett.

Bei braven oder netten kommt bei den Frauen eben keine sexuelle Lust auf.
(Es hat nicht gefunkt)
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Re: Der Bubi-Faktor

Beitrag von Pattick » Montag 18. Mai 2015, 22:35

Nonkonformist hat geschrieben:Ein kollegen von mir müßte mit 25 noch häufig sein ausweis zeigen.
Zuerst hat er dann sein bart wächsen lassen.
Dass hat er ausgesehen wie ein bubi mit bart.
Dann hat er seine schwarze haare grau gefärbt.
Dann hat er ausgesehen wie ein bubi mit grauen haaren - und recht lächerlich.
Er ist dann regelmäßig klettern gegangen, aber seine muskeln waren eher
nicht so sichtbar.
Leider war er auch unglaublich scheu, und wollte sich nicht mal am
geburtstäge drücken lassen. ("Ich stehe nicht drauf." Seine kolleginnen haben
ihm dann natürlich extra lang gedrückt.)

Er ist jetzt 35 und weniger bubihaft (aber immer noch ein AB, so weit ich weiß.)
Konnt von mir kommen. Aber ich lass mich inzwischen sogar drücken. Aber ich mag es nicht.

Ich fahre Rad und wandere. Die Muskeln sieht man auch nicht zumal ich schmächtig bin.

Und ja klar liegt es auch an der Mimik. Aber ich guck doch deswegen nicht grimmig. Das macht mich dann auch grimmig. Ich guck lieber lieb und nett und fröhlich. Ich bin schon depressiv genug. Ich versuche lieber fröhlich zu gucken. Dann bin ich auch fröhlicher. Hmm - ich weiß nicht. Kann sein dass Frauen das nicht anziehend finden. Aber ist doch echt deppert :-(

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Re: Der Bubi-Faktor

Beitrag von Pferdedieb » Dienstag 19. Mai 2015, 16:23

Chessner hat geschrieben: Mir geht's auch wie dem TE. Ich bin zwar erst 22 Jahre, aber alle denken, ich wäre maximal 18 oder 19. Manche fragen mich auch, was ich denn machen möchte, wenn ich bald die Schule beende (einige denken da sogar an die 10. Klasse :? )
Ich warte noch auf den Tag, an dem ich vom Ordnungsamt gefragt werde, warum ich nicht in der Schule bin, wenn ich vormittags mal in der Stadt rumlaufe. Irgendwann kommts bestimmt :mrgreen:

Auch wenn es lustig klingt, ich verstehe den TE sehr gut. Ich bin 28, habe einen, nennen wir es, "seriösen, verwantwortungsvollen" Beruf, werde jedoch von vielen Kollegen/innen nicht wirklich ernst genommen. Ich habe die gleiche Qualifikation etc. und mache auch meine Arbeit denke ich zufriedenstellend. Dennoch habe ich das Gefühl, man traut mir nicht so viel zu wie anderen.

Ich denke, das liegt auch und vor allem am Aussehen / Auftreten. Ich muss auch oft noch den Ausweis zeigen bzw. werde von wildfremden Leuten geduzt, weil man mich für unter 18 hält.
Gerade heute hat einer an der Supermarktkasse zu mir gesagt: "Du kannst ruhig vorgehen".
Er hätte das wohl nicht gesagt, wenn da ein "richtiger" Mann gestanden hätte. Aber da ich nun mal aussehe wie ein Teenager, muss man sich nicht wundern.

Beruflich weiß natürlich jeder mein Alter, aber ich glaube, dass man mich trotzdem wie einen "Jungen" ansieht oder wie einen Azubi. Leider trage ich durch mein Verhalten auch dazu bei. Ich bin trotz meines Berufs nicht sehr durchsetzungsstark gegenüber Kollegen, halte meine Meinung zurück, rede wenig ... aber so ist das nun mal. Ich kann mich nicht verändern, indem ich eine Rolle spiele und meine Persönlichkeit umkrempele. Ich bin wie ich bin. Aber attraktiv wirkt das leider nicht auf Frauen.

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Re: Der Bubi-Faktor

Beitrag von Shackleton » Donnerstag 21. Mai 2015, 21:50

Nonkonformist hat geschrieben: Er ist dann regelmäßig klettern gegangen, aber seine muskeln waren eher
nicht so sichtbar.
Was hat er denn bitte erwartet?

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Re: Der Bubi-Faktor

Beitrag von Nonkonformist » Donnerstag 21. Mai 2015, 21:55

Shackleton hat geschrieben:
Nonkonformist hat geschrieben: Er ist dann regelmäßig klettern gegangen, aber seine muskeln waren eher
nicht so sichtbar.
Was hat er denn bitte erwartet?
Mit sicherheit nicht, das eine kleine, eher dürre kollegin, die auch geklettert hat,
ihm beim armdrücken besiegt.... Der arme...
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