Wirres Geschweife zum Thema Anbahnung

Rund um die persönliche Situation, Erlebnisse und was einem auf dem Herzen liegt

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Hoppala
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Re: Wirres Geschweife zum Thema Anbahnung

Beitrag von Hoppala » Mittwoch 15. Januar 2020, 11:27

Peter hat geschrieben:
Dienstag 14. Januar 2020, 15:55
Mich wundert ein wenig, dass noch keiner den Gegengedanken in Stellung gebracht hat. Beziehungsweise den Gedanken zu einem bestimmten Punkt weiter gedacht hat. Quasi schweifen gelassen hat :mrgreen:

Dieser komische Peter sagt extrem verkürzt zusammengefasst: Frauen wählen die Männer aus und die Männer sagen ja oder nein.

Wo ist da bitte schön der Unterschied zu der Situation: Männer wählen die Frauen aus und die Frauen sagen ja oder nein? Na lieber Herr Peter, was haben sie dazu zu sagen?

Nun, zunächst einmal, dass ich die Frage sehr spannend finde.
Warum ist das spannend?
Die Antwort liegt m. E. auf der Hand, weshalb ich das Thema bislang amüsiert nur verfolgt habe:
Deine Erklärung ist so gut wie die Gegenteilige.
Es ist eine Erklärung, die man nach dem Prozess auf die Situation stülpen kann. Sofern der Prozess nicht sehr offenkundig eindeutig von einer Seite angestoßen wurde, und die andere Seite sehr eindeutig bis zum Punkt des "nichts Gegenteiliges tun" einfach mitmacht (wie auch immer das funktionieren soll, eventuell so Fred&Wilma-mäßig ...;-) ; allein daran zeigt sich, dass das nicht sehr häufig sein dürfte), ist deine Erklärung wie auch ihre Umkehrung immer "richtig".
Man könnte ggf. auf diese sehr "eindeutigen" Prozesse schauen und dann mal zählen und ne Gewichtung festmachen. Ob die in Relation zu der Gesamtzahl der Paarfindungen relevant ist, wäre abzuwarten. Aber ohne so eine quantitaitve Basis bleibt das alles substanzloses Theoretisieren. Amüsant, wie gesagt.

Denn im Grunde beschreibst du nur, dass beide ihren Teil beitragen müssen. Das Interesse (ausgedrückt durch Handlungen irgendeiner Art) der einen Seite ist ohne irgendwelche Handlungen (welche Interesse ausdrücken) der anderen Seite in Bezug auf Beziehungsfindung ne Nullnummer. Und um Beziehungsfindung geht es doch - nicht um Gefühle/Empfindungen, die man als Einzelperson so hat oder nicht hat.
Mir scheint hier die häufige Verwechslung der Bezugspunkte naheliegend: Person 1 empfindet was. Person 2 empfindet was. Nun schauen wir auf die Beziehung der beiden. Betrachten aber nicht die gemeinsamen, aufeinander bezüglichen Empfindungen, sondenr immer noch das, was Person 1 so empfindet. Und Person 2 so empfindet. Wir betrachten dann aber nicht die Beziehung, sondern immer noch 2 Einzelpersonen. Klar: in der Realität überschneidet sich das. Aber gerade deshalb ist zentral, sich über den Bezugspunkt der Betrachtung klar zu sein: die Person? Die Beziehung?

Von daher ist die Frage: "wer startet zuerst den Prozess" ohne jeden Erklärungswert. Der Prozess startet erst, wenn beide daran teilnehmen. Nicht vorher. Das Interesse wirkt erst als Interesse "in/an der Beziehung", wenn es wahrgenommen wird und diese Wahrnehmung erkennbar ist (also wiederum Interesse rücksignalisiert). Wer war da "zuerst"? Person A mit irgendeinem (missverstehbaren) Signal? Person B, die das Signal in einer bestimmten Weise interpretiert und die wiederum (missverstehbar) signalisiert?
Die Sache startet erst, wenn der Funke da ist. Nicht, weil einer das Streichholz hochhält. Der andere muss die Reibfläche dazu hochhalten. Und wer das zuerst macht, ist aber sowas von egal. Wichtig ist, dass beide in geeigneter Weise zusammenfinden.
LonesomeCoder hat geschrieben:
Dienstag 14. Januar 2020, 16:22
Dann sitzt geschlechtsunabhängig die Person am längeren Hebel, die Interesse von jemanden erfährt. Weil er oder sie kann nun entscheiden: einlassen nein und wenn ja, zu welchen Bedingungen? Ich finde, die Rolle des Bittstellers ist immer die unterlegene. Diese Rolle will was, aber das Gegenüber nicht zwingend.
Genauso gut könnte man den, der Interesse zeigt, als "Bittsteller" definieren: auf der Suche nach dem Gegenstück.
Wer sich als Bitttsteller sieht, ist in der unterlegenen Rolle. Warum sollte man das tun? Ohne Reibfläche nutzt das Streichholz gar nix. Und umgekehrt.

Ist man beim Bezugspunkt unklar - Person oder Beziehung? - entstehen solche irrealen Konstruktionen.
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Re: Wirres Geschweife zum Thema Anbahnung

Beitrag von Hoppala » Mittwoch 15. Januar 2020, 13:24

Hoppala hat geschrieben:
Mittwoch 15. Januar 2020, 11:27
LonesomeCoder hat geschrieben:
Dienstag 14. Januar 2020, 16:22
Dann sitzt geschlechtsunabhängig die Person am längeren Hebel, die Interesse von jemanden erfährt. Weil er oder sie kann nun entscheiden: einlassen nein und wenn ja, zu welchen Bedingungen? Ich finde, die Rolle des Bittstellers ist immer die unterlegene. Diese Rolle will was, aber das Gegenüber nicht zwingend.
Genauso gut könnte man den, der Interesse zeigt, als "Bittsteller" definieren: auf der Suche nach dem Gegenstück.
Wer sich als Bitttsteller sieht, ist in der unterlegenen Rolle. Warum sollte man das tun? Ohne Reibfläche nutzt das Streichholz gar nix. Und umgekehrt.

Ist man beim Bezugspunkt unklar - Person oder Beziehung? - entstehen solche irrealen Konstruktionen.
Upps, sorry, das ist mir natürlich durcheinander geraten. (Kein Wunder: ist halt völlig beliebig.) Richtig muss es heißen:
Genauso gut könnte man den, der Interesse interpretiert und daraufhin agiert, als "Bittsteller" definieren: auf der Suchen nach dem Gegenstück.
Usw.

Klar: wer gar nix will, bittet um nix. Hat aber auch ziemlich sicher keine Beziehung und gar kein Problem mit irgendwelchen Anbahnngsprozesssen.

Ich weiß nicht, warum es so schwierig scheint, die Menschen mit Interesse an Beziehung einfach im Angebotsmodus zu sehen? Wer nichts anbietet, bekommt keine Beziehung. Die Situation "Geben - Nehmen", "Bitten - gewähren", "erster - letzter" ist fürs Beziehungfinden besten(schlimsten)falls in sehr besonderen Extremen relevant.
"Beide" ist doch eher ein Schlüssel?
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Re: Wirres Geschweife zum Thema Anbahnung

Beitrag von Peter » Mittwoch 15. Januar 2020, 13:25

Hoppala hat geschrieben:
Mittwoch 15. Januar 2020, 11:27
(...)
Glaubst Du, dass sich der Prozess des Verliebens zwischen Männern und Frauen unterscheidet?

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Re: Wirres Geschweife zum Thema Anbahnung

Beitrag von klecks » Mittwoch 15. Januar 2020, 13:40

Ich schweife gern noch ein bisschen in andere Richtung mit.

Was ist mit solchen Erlebenissen, die ihr sicherlich auch kennt (bei euch selbst oder anderen Paaren): Da redet ein Ehemann nett mit einer anderen Dame und denkt sich (wirklich!) nichts dabei, während die Ehefrau völlig aufgebracht ist: Merkst du nicht, wie die dich anbaggert, die will was von dir. Und er? Häh? :gruebel: Ich finde die nicht sexuell attraktiv und sie hat auch nicht mit mir geflirtet ...

Gibt es auch andersherum. Die Ehefrau scherzt mit einem anderen Mann etwas rum, lacht ... Der Ehemann ist außer sich: Was läuft da zwischen euch? Du machst ihn ja total an. Und die Ehefrau, ganz aufrichtig und erstaunt :gruebel: Ich hab nur mit ihm rumgealbert, mehr war da nicht.

Wie kommt so etwas?

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Re: Wirres Geschweife zum Thema Anbahnung

Beitrag von Knallgrau » Mittwoch 15. Januar 2020, 13:43

Peter hat geschrieben:
Mittwoch 15. Januar 2020, 09:59
Knallgrau hat geschrieben:
Dienstag 14. Januar 2020, 18:53
Es lässt mich irgendwie nicht los...war es wirklich ich, die die Tür geöffnet hat? :gruebel: Das Gefühl hab ich so gar nicht. Faktum ist, er hat einen Pe...ähm Fuß :mrgreen: in der Tür und ich kann nicht sehen, was er auf die Entfernung vor hat...(...)
Vielleicht mal einen Wechsel des Blickwinkels. Weg von er kam immer in mein Büro und hat geflirtet.
Ich habe Deine Geschichte sehr interessiert und gespannt verfolgt und wünsche Dir alles gute mit ihm. Ich denke, momentan läuft alles gut.

Aber wie war es denn vor zwei (oder waren es drei Jahren)?
Ich hatte die Berichte von einer sympathischen Knallgrau gelesen, die uns Einblick in ihre Gedanken gewährt hatte. Und diese Gedanken waren voll von Zweifeln, wie der Arbeitskollege zu Knallgrau steht. Ich erinnere mich deutlich, dass sie sich mit ihm verabredet hatte und befürchtet hatte, dass er alles nur freundschaftlich sieht. Und sehr viele Gedanken darüber, wie sie sich verhalten soll, wie sie ihm ihr Interesse signalisieren könnte.
Ich bin mir sehr sicher, dass Du ihm eine ganze Menge Signale gesendet hast, die ihm zeigen, dass die Tür offen steht. Bewusst und unbewusst.

Wer jetzt den allerersten Gedanken Richtung Interesse hatte, lässt sich wohl nie abschließend beantworten.
Aber auf Gefühlsebene lässt sich sehr deutlich beantworten, dass Du die Tür geöffnet hast, bevor Du Dir sicher warst, wie er das alles meint und wie er zu Dir steht.

Eine sehr spannende und sehr aufreibende Phase.
Lieber Peter,
ich muss erst mal sagen, es rührt mich wirklich, dass du dir die Geschichte so gemerkt hast. :schuechtern: Und danke für das sympatisch. ;-)
Deine Worte in Dominiks Ohren, damit er auch weiß, wie es läuft ...gut nämlich...:frech2:
2017 im Frühjahr/Sommer gings los....
Okay so gesehen hast du recht, dann hab ich ihm wohl gezeigt, dass die Türen offen sind. Darüber nachgedacht hat denke ich er zuerst...aber das nur am Rande...ich bin ja quasi von der Schwärmerei für den einen Arbeitskollegen in die Anbahnungsphase mit dem anderen gerutscht. :hammer:
Ja aufreibend triffts wohl sehr gut. 🙈
knallgraue Grüße von
Knallgrau :winken:

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Re: Wirres Geschweife zum Thema Anbahnung

Beitrag von Peter » Mittwoch 15. Januar 2020, 14:09

klecks hat geschrieben:
Mittwoch 15. Januar 2020, 13:40
Ich schweife gern noch ein bisschen in andere Richtung mit.

Was ist mit solchen Erlebenissen, die ihr sicherlich auch kennt (bei euch selbst oder anderen Paaren): Da redet ein Ehemann nett mit einer anderen Dame und denkt sich (wirklich!) nichts dabei, während die Ehefrau völlig aufgebracht ist: Merkst du nicht, wie die dich anbaggert, die will was von dir. Und er? Häh? :gruebel: Ich finde die nicht sexuell attraktiv und sie hat auch nicht mit mir geflirtet ...

Gibt es auch andersherum. Die Ehefrau scherzt mit einem anderen Mann etwas rum, lacht ... Der Ehemann ist außer sich: Was läuft da zwischen euch? Du machst ihn ja total an. Und die Ehefrau, ganz aufrichtig und erstaunt :gruebel: Ich hab nur mit ihm rumgealbert, mehr war da nicht.

Wie kommt so etwas?
Ich denke, das hat was mit dem Thema zu tun. Zumindest, wenn man weiter denkt als bloß in Richtung mangelndes Vertrauen bzw. mangelndes Selbstbewusstsein.

Spannend wird es, wenn man überlegt, was den Trigger auslöst.

Da werden wohl erlebte Muster miteinander abgeglichen. Hm, muss ich drüber nachdenken.

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Re: Wirres Geschweife zum Thema Anbahnung

Beitrag von klecks » Mittwoch 15. Januar 2020, 14:18

Ja, weiter in der Richtung ...

Ich kenne es auch, dass ich als Beobachterin besser sehen kann, ob eine Frau etwas von einem Mann will, sich ein wenig verliebt hat, als dass ich zweifelsfrei erkennen könnte, ob sich ein Mann verliebt hat. Klar, deutliches sexuelles Interesse erkenne ich ...

Während Männer offenbar schnell erkennen, wenn ein anderer Mann etwas von einer Frau will ...

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Re: Wirres Geschweife zum Thema Anbahnung

Beitrag von Hanuta » Mittwoch 15. Januar 2020, 14:23

klecks hat geschrieben:
Mittwoch 15. Januar 2020, 14:18
Während Männer offenbar schnell erkennen, wenn ein anderer Mann etwas von einer Frau will ...
Das ist in 95% der Fälle nicht schwer zu erkennen :D
Ganz besonders wenn die Frau besonders attraktiv ist. Da kann man direkt davon ausgehen, dass jeder Mann, der mit ihr spricht gerne etwas mit ihr haben wollen würde.

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Re: Wirres Geschweife zum Thema Anbahnung

Beitrag von klecks » Mittwoch 15. Januar 2020, 14:37

Hanuta hat geschrieben:
Mittwoch 15. Januar 2020, 14:23
klecks hat geschrieben:
Mittwoch 15. Januar 2020, 14:18
Während Männer offenbar schnell erkennen, wenn ein anderer Mann etwas von einer Frau will ...
Das ist in 95% der Fälle nicht schwer zu erkennen :D
Ganz besonders wenn die Frau besonders attraktiv ist. Da kann man direkt davon ausgehen , dass jeder Mann, der mit ihr spricht gerne etwas mit ihr haben wollen würde.
:lol: Ja, klar, wenn es um den Fakt geht, dass offenbar jeder Mann gern Sex mit jeder einigermaßen attraktiven Frau hätte ... :lol: Da muss man nur etwas auf die Blicke des Mannes achten ... :holy: Aber siehst du auch schnell Interesse eines Mann an einer Frau, die er für "Beziehungsmaterial" (habe gelernt, dass man das neuerdings offenbar so nennt ... :verwirrt: ) hält?

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Re: Wirres Geschweife zum Thema Anbahnung

Beitrag von Peter » Mittwoch 15. Januar 2020, 14:42

klecks hat geschrieben:
Mittwoch 15. Januar 2020, 14:18
Ja, weiter in der Richtung ...

Ich kenne es auch, dass ich als Beobachterin besser sehen kann, ob eine Frau etwas von einem Mann will, sich ein wenig verliebt hat, als dass ich zweifelsfrei erkennen könnte, ob sich ein Mann verliebt hat. Klar, deutliches sexuelles Interesse erkenne ich ...

Während Männer offenbar schnell erkennen, wenn ein anderer Mann etwas von einer Frau will ...
Vielleicht haben wir die Antwort bereits in diesem Thema:
Peter hat geschrieben:
Dienstag 14. Januar 2020, 10:41
Eine weitere Exkursion: An anderer Stelle habe ich mal geschrieben, dass Frauen mit Männern anders sprechen als mit Frauen. Und Männer sprechen ebenfalls anders mit Frauen als mit Männern.
Das ist bei mir nicht anders. Auf einer eher intuitiven als bewussten Ebene ist dieses „anders Sprechen“ umso stärker, je attraktiver und sympathischer man das Gegenüber wahrnimmt.

Halten wir diesen Gedanken mal fest. Pflegen beide dieses „Anders“ stärker als üblich, würde ein guter Beobachter sagen, zwischen den beiden stimmt die Chemie. Das heißt aber noch lange nicht, dass einer oder beide auch Gedanken Richtung „Beziehung“ ernsthaft entwickeln. So etwas passiert sogar dann, wenn beide treu verheiratet sind. Und aus so einer Situation kann sich auch mal ein launiges, flirtiges Geplänkel entwickeln.
Wenn man da mal als Fazit raus zieht, dass über den Grad des „anders Sprechen“ ein außenstehender Beobachter (hier Ehefrau/Ehemann) erkennen kann, wie attraktiv sich die im Gespräch Beteiligten gegenseitig finden, dann.... :fluchen2: :mrgreen:

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Re: Wirres Geschweife zum Thema Anbahnung

Beitrag von Hanuta » Mittwoch 15. Januar 2020, 14:49

klecks hat geschrieben:
Mittwoch 15. Januar 2020, 14:37
Hanuta hat geschrieben:
Mittwoch 15. Januar 2020, 14:23
klecks hat geschrieben:
Mittwoch 15. Januar 2020, 14:18
Während Männer offenbar schnell erkennen, wenn ein anderer Mann etwas von einer Frau will ...
Das ist in 95% der Fälle nicht schwer zu erkennen :D
Ganz besonders wenn die Frau besonders attraktiv ist. Da kann man direkt davon ausgehen , dass jeder Mann, der mit ihr spricht gerne etwas mit ihr haben wollen würde.
:lol: Ja, klar, wenn es um den Fakt geht, dass offenbar jeder Mann gern Sex mit jeder einigermaßen attraktiven Frau hätte ... :lol: Da muss man nur etwas auf die Blicke des Mannes achten ... :holy: Aber siehst du auch schnell Interesse eines Mann an einer Frau, die er für "Beziehungsmaterial" (habe gelernt, dass man das neuerdings offenbar so nennt ... :verwirrt: ) hält?
Ich glaube das weiß der Mann in dem Fall selbst erstmal nicht. In den meisten Fällen kann er sich mit jeder für ihn besonders attraktiven Frau auch eine Beziehung vorstellen(Halo-Effekt sei dank). Erst im späteren Verlauf des Kennenlernens wird sie sich durch grobe Fehltritte möglicherweise ins Aus schießen oder eben nach dem ersten Sex(zu dem es aber meist sowieso nicht kommt).
Meist ist es aber so, dass der Mann sich von der Illusion verabschiedet und eine andere Frau nimmt, die erstmal unscheinbar wirkte.
Also für die meisten Männer wären demnach alle besonders attraktiven Frauen bereits "Beziehungsmaterial" und die Frauen, die relativ normal sind würden ihn erst überzeugen müssen.

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Re: Wirres Geschweife zum Thema Anbahnung

Beitrag von Obelix » Mittwoch 15. Januar 2020, 15:14

klecks hat geschrieben:
Mittwoch 15. Januar 2020, 13:40
Was ist mit solchen Erlebenissen, die ihr sicherlich auch kennt (bei euch selbst oder anderen Paaren): Da redet ein Ehemann nett mit einer anderen Dame und denkt sich (wirklich!) nichts dabei, während die Ehefrau völlig aufgebracht ist: Merkst du nicht, wie die dich anbaggert, die will was von dir. Und er? Häh? :gruebel: Ich finde die nicht sexuell attraktiv und sie hat auch nicht mit mir geflirtet ...
(...)
Wie kommt so etwas?
Das "funktioniert" auch bei unverheirateten Männern und sogar ABs, einfach wenn die "Partnersuch-Antennen" nicht ausgefahren sind. Zumindest kommt das meiner Geschichte recht nahe, wo mich eine Frau eine ganze Weile in ein Zweiergespräch verwickelt hatte, und ich erst etwas gemerkt habe, als sie beim Abschied zum Kuss ansetzte. Dabei fand ich sie überhaupt nicht attraktiv.
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Re: Wirres Geschweife zum Thema Anbahnung

Beitrag von Hoppala » Mittwoch 15. Januar 2020, 15:26

Peter hat geschrieben:
Mittwoch 15. Januar 2020, 13:25
Hoppala hat geschrieben:
Mittwoch 15. Januar 2020, 11:27
(...)
Glaubst Du, dass sich der Prozess des Verliebens zwischen Männern und Frauen unterscheidet?
Bevor ich das beantworte, müssten wir hinreichend abschließend klären, was hier ein "Prozess des Verliebens" ist. Und ich werde mich da ganz bestimmt nicht engagieren ...
Eine weitere Frage wäre dann, ob ein - vorhandener oder nicht vorhandener - Unterschied dieses so definierten Prozesses zwischen Männern und Frauen so gravierend/eindeutig bestimmbar ist, dass er nicht auch als "Unterschied von Mensch zu Mensch" beschreibbar wäre.
Und inwieweit das dann für die Frage, wie 2 (oder mehr ...) Menschen egal welchen Geschlechts zueinander finden, noch relevant ist.

Wie gesagt: amüsant. Aber es bleibt vorläufig bei meiner These: jede Antwort ist für den Prozess selbst und für die beteiligten Individuen irrelevant, weil beliebig.

Nur weil Frauen, da sie Frauen sind, Aspekte beim Mann anders gewichten, als das Mann bei Mann tut; und Männer bei Frauen Aspekte anders gewichten, da sie eben Mann sind (und dann kommt sicher noch unsere unterschwellige Annahme hinzu, dass wir von heterosexuellen Individuen sprechen; was nicht nur angesichts des offiziellen 3. Geschlechts eine gewisse Lückenhaftigkeit mitbringt, Präferenz für Paarbeziehung kommt noch dazu ...); heißt ja noch nicht, dass ihre Empfindungen unterschiedlich sind. Ich meine: sicher sind sie das. Oder auch nicht. Was bringt es, Mann und Frau aneinander zu messen - wenn es uns doch darum geht, wie und dass sie gemeinsam agieren? Und wenn sie das nicht tun, unsere Gedankengrundlage - Beziehung (finden) - per se obsolet ist?

Der ganze Versuch, ein Phänomen, das nur gemeinsam (und aufgrund der Unterschiedlichkeit der Beteiligten) funktioniert, auf die Beteiligten auseinander dividiert zu durchleuchten, wird dem Phäomen nicht gerecht. Bestenfalls dem Erleben des einzelnen Beteiligten.

Das wäre wie zu beschrieben, wie sich der "Moment eines Verkehrsunfall" als Subjekt fühlt, indem man die Fahrwege der beteiligten Pkw exakt rekonstruiert und ihre jeweiligen Unterschiede darlegt. Eiin unendliches Unterfangen.
Es entsteht was Neues.

Wer beginnt mit der Entstehung eines Babys? Wer hat größeren Anteil daran, dass es klappt, wenn es klappt? Ja, der Anteil der Beteiligten ist ohne Frage unterschiedlich. So what?
Und das wäre ja noch ein vergleichsweise klar beschreibbarer "Prozeß der Annäherung" ...

Das ist so 'ne Gottesdiskussion. Gibt es ihn oder nicht oder viele? Whatever fits.
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