Erste Beziehung - erste Hürden

Auch mit einem Partner sind nicht alle Fragen geklärt

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Goldstück
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Re: Erste Beziehung - erste Hürden

Beitrag von Goldstück » Dienstag 2. Januar 2018, 14:56

desigual hat geschrieben:
Dienstag 2. Januar 2018, 14:27
Goldstück hat geschrieben:
Dienstag 2. Januar 2018, 14:15
Würde es dir nicht das Herz brechen dass deine Partnerin so was essentielles an dir auszusetzen hätte? Würdest du wirklich so locker flockig eine Penishülle (Vll will die Partnerin das nicht?) überstreifen und sagen ‚ach, des passd scho‘
Zumal mir das Problem nicht ganz so wesentlich erscheint: Es gibt so unendlich viele andere Arten sich und dem anderen Lust zu bereiten - ohne Penis oder in Stellungen, die der Größe angepasst sind. Wenn einem der resltiche Körper gefällt, sorgt ein kleiner Penis ja nicht dafür, dass frau den Mann unattraktiv findet und bei ihm "kein feuchtes Höschen kriegt" - um es mal vulgär auszudrücken.
Starkes Übergewicht hingegen macht den Partner doch insgesamt unattraktiv (außer man steht drauf, aber das ist hier ja nicht der Fall): Welche Strategien gibt es da? Augen zu? Dann spürt man den Körperbau doch noch immer.
Nach einer starken Abnahme (ab 20 kg) hängt ja auch die Haut, man hat dehnungsstreifen usw. Gesetzt den Fall man will und schafft diese Annahme überhaupt.
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Re: Erste Beziehung - erste Hürden

Beitrag von Optimistin » Dienstag 2. Januar 2018, 15:23

Hi Omicron,

Zum Zeitpunkt der Beziehungsanbahnung wolltest du jemanden, der dich liebt.
Nun willst du Sex mit einer Frau, die dich scharf macht. Es ist nicht garantiert, dass diese Frau deine beste Freundin sein wird, sogar eher unwahrscheinlich, dass sie mit dir tatsächlich aus der friendszone raus ins Bett steigt.

Kann sein, dass gestärkt durch das geliebtwerden der letzten anderthalb Jahre weitere Wünsche wie nach aufregendem Sex in dir ebenfalls stärker werden.

Ist dir körperliche Attraktivität sehr wichtig?
Dann sei ehrlich und gib das bisherige Gute auf, in dem Wissen, dass es länger dauern kann, eine attraktive Frau für sich zu gewinnen.

Auf jeden Fall verdient deine jetzige Freundin ein aufrichtiges Ja oder Nein von dir.

Vorallem verdient sie einen Mann, der auch ihre Kilos liebt, weil sie nunmal zu ihr gehören. Wenn man Gewicht einfach loswerden könnte, gäbe es keine dicken Menschen auf diesem Planeten.
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Re: Erste Beziehung - erste Hürden

Beitrag von Tania » Dienstag 2. Januar 2018, 15:37

Unkreativer hat geschrieben:
Dienstag 2. Januar 2018, 13:37
Was ist denn mit dem Selbstbewusstsein? "Ich wurde verlassen, weil ich zu dick bin/einen zu kleinen Penis habe" gegenüber "Ich bin zwar zu dick/habe einen zu kleinen Penis, werde aber trotzdem geliebt [/bin so gut, dass ich trotzdem geliebt werde]."
Und was ist das gegenüber "ich werde geliebt, wie ich bin - ohne wenn, aber, obwohl und trotzdem" ?

Optimistin hat geschrieben:
Dienstag 2. Januar 2018, 15:23

Kann sein, dass gestärkt durch das geliebtwerden der letzten anderthalb Jahre weitere Wünsche wie nach aufregendem Sex in dir ebenfalls stärker werden.
Ja, das ist das Gemeine an Wünschen. Kaum ist einer erfüllt, tritt er ein Stück zur Seite und gibt den Blick auf den nächsten Wunsch frei, der dahinter lauert. Wunschlos glücklich sind wir nie - die Frage ist nur: sind wir mit dem, was wir haben, glücklich genug?

Prinzipiell gibt es nun mal nur die altbekannten 3 Optionen: love it, change it or leave it. Und "change it" ist bei Adipositas ziemlich schwer ....

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Re: Erste Beziehung - erste Hürden

Beitrag von Goldstück » Dienstag 2. Januar 2018, 15:38

Unbefriedigender Sex stärkt eine Beziehung nicht gerade. Im Gegenteil. Und wenn er nicht grad ne platonische Beziehung anstrebt sollte man den anderen schön scharf finden und Lust auf ihn haben.
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Re: Erste Beziehung - erste Hürden

Beitrag von selina » Dienstag 2. Januar 2018, 18:55

Unkreativer hat geschrieben:
Dienstag 2. Januar 2018, 13:37


An das Beispiel habe ich übrigens auch gedacht. Natürlich fände ich es schade, aber ich wäre froh, trotzdem noch mit meiner Freundin zusammen zu sein und nicht deswegen verlassen zu werden.
Was ist denn mit dem Selbstbewusstsein? "Ich wurde verlassen, weil ich zu dick bin/einen zu kleinen Penis habe" gegenüber "Ich bin zwar zu dick/habe einen zu kleinen Penis, werde aber trotzdem geliebt [/bin so gut, dass ich trotzdem geliebt werde]."
Und du würdest echt noch einen hochkriegen, nachdem du weisst dein Penis ist ihr zu klein?

Ich könnte mit einem Mann, der mir mitteilt er fand mich schon von Anfang an nicht scharf, nicht mehr schlafen. Auch wenn ich ich ihn noch so mag.
Ich hätte dann ständig dieses 'ich bin nicht scharf auf dich' im Kopf.
Da wäre ich dann völlig blockiert und mir würde jede Lust vergehen.

Wenn ich alt bin, werde ich nur noch nörgeln. Das wird ein Spaß. :oma:

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Re: Erste Beziehung - erste Hürden

Beitrag von Einsamer Igel » Dienstag 2. Januar 2018, 18:58

In einer Beziehung gibt es keine Perfektion. Irgendwas ist immer. Und ich finde, dass auch Menschen, die von den gängigen Schönheitsnormen abweichen, in den Augen des Partners oder von Freunden/Familie schön sein können. Es gibt halt auch Menschen, die mit Abwertung schnell bei der Hand sind, die müssen dann eben jemanden suchen, der ihnen gefällt ohne wenn und aber. Am anderen herumzukritteln halte ich für nicht zielführend.
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Re: Erste Beziehung - erste Hürden

Beitrag von Esperanza » Dienstag 2. Januar 2018, 19:31

Einsamer Igel hat geschrieben:
Dienstag 2. Januar 2018, 18:58
In einer Beziehung gibt es keine Perfektion. Irgendwas ist immer. Und ich finde, dass auch Menschen, die von den gängigen Schönheitsnormen abweichen, in den Augen des Partners oder von Freunden/Familie schön sein können. Es gibt halt auch Menschen, die mit Abwertung schnell bei der Hand sind, die müssen dann eben jemanden suchen, der ihnen gefällt ohne wenn und aber. Am anderen herumzukritteln halte ich für nicht zielführend.
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Re: Erste Beziehung - erste Hürden

Beitrag von Tania » Dienstag 2. Januar 2018, 23:22

selina hat geschrieben:
Dienstag 2. Januar 2018, 18:55
Ich könnte mit einem Mann, der mir mitteilt er fand mich schon von Anfang an nicht scharf, nicht mehr schlafen. Auch wenn ich ich ihn noch so mag.
Ich hätte dann ständig dieses 'ich bin nicht scharf auf dich' im Kopf.
Da wäre ich dann völlig blockiert und mir würde jede Lust vergehen.
Ja, das Gefühl kenne ich. Wobei da wieder mal Verstand und Gefühl im Zwiespalt stehen. Vom Verstand her ist mir klar, dass ich Taten mindestens genauso bewerten muss wie Worte. Und .... naja .. nicht scharf auf mich sein und trotzdem ne Erektion haben passt irgendwie nicht so ganz. :gruebel:

Andererseits bleibt immer das Gefühl, unattraktiv zu sein. Und sorgt dann im entscheidenden Moment dafür, dass man doch mehr daran denkt, den Bauch einzuziehen, statt sich einfach fallen zu lassen. Dass man besorgt nachsieht, wo er gerade hinschaut, statt zu genießen, was er gerade tut. Dass man letztlich der ganzen Sache keine große Chance gibt, weil man genau weiß, dass man für ihn nur eine suboptimale Frau ist. Klar, vielleicht bleibt er ja trotzdem bei einem, weil es menschlich so gut passt. Aber mal ehrlich: wer will schon NUR aufgrund seiner inneren Werte gewollt werden? Da wäre dann ne gute Freundschaft vielleicht doch die bessere Alternative ...

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Re: Erste Beziehung - erste Hürden

Beitrag von fredstiller » Dienstag 2. Januar 2018, 23:56

Omicron hat geschrieben:
Dienstag 2. Januar 2018, 08:39
Ich habe vor etwas über einem Jahr meine erste Freundin gefunden. Damals war es nicht wirklich die Liebe die mich zu ihr getrieben hat, sondern endlich ein Mensch der mich liebt wie ich bin. Umso mehr Zeit man miteinander verbrachte, umso mehr Liebe empfand ich. Das Problem ist sie ist adipös und das war eigentlich der Hauptgrund, warum ich schon damals nur schwer eine Beziehung vorstellen konnte.

Zwischenzeitlich litt das Sexleben ganz darunter, das hat sich aber dann wieder eingespielt und aktuell hat meine beste Freundin einen neuen Freund gefunden. Es hat mich nicht gestört, aber irgendwie hatte ich deswegen Herzklopfen und musste die ganze Zeit daran denken. Problem war nicht, dass Sie jetzt vergeben ist, sondern ich dachte mir, was hat der Typ, dass er eine solche Frau f**** darf und ich nicht. Seitdem geht wieder wenig im Sexleben. Ich hab ihr gesagt, dann dass ich gefühle habe, die ich nicht haben sollte und deswegen mit ihr (beste Freundin) nicht mehr in Kontakt bleiben werden, dass sei nicht fair gegenüber meiner jetztigen Freundin.

Jetzt merke ich wieder wie wenig ich eigentlich meine Freundin anziehend finde, denke mir, solle ich es beenden?
Andererseits bin ich eigentlich soweit glücklich mit ihr. Wir passen menschlich 100% zusammen und Sie ist mein Seelenverwandter. Klar gibts auch bisschen Stress über irgendwas, aber nie Streit und man versteht sich danach gleich wieder super. Sie hat mich in diesen 16 Monaten Partnerschaft extrem weit gebracht mit meinen Wünschen und ich Sie ebenso. Ich glaube kaum, dass es einen Menschen gibt der besser zu mir passen würde.

Aber dieses Gefühl, das Herzklopfen bei der Nachricht, sowas lässt mich dann doch zweifeln.
Zudem ein Punkt in der Zukunftsplanung. Sie will Kinder haben (von mir natürlich irgendwann). Aber Sie ist gesundheitlich auch nicht auf der Höhe, viele Allergien, Krankheiten und eine leichte körperliche Behinderung auch. Da bin ich mir dann auch unsicher, ob ich das Risiko eingehen will, weil eigentlich wünscht man sich doch gesunde Kinder.
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Re: Erste Beziehung - erste Hürden

Beitrag von Glockenspiel » Mittwoch 3. Januar 2018, 03:27

@Omicron

Ich würde dir empfehlen mit der Frau Schluss zu machen. Nicht nur der Frau wegen, sondern vor allem deinetwegen. Es schränkt dich und deine Freundin ein, weil du ihr nicht körperlich deine Zuneigung zeigen kannst, da sie für dich nicht attraktiv ist und sie merkt sicherlich auch, dass du irgendwie distanziert wirkst, wenn es um körperliche Nähe geht.
Körperliche Nähe sollte für jeden Menschen etwas erfüllendes sein und wenn dies nicht zutrifft, dann ist es einfach nur belastend und man kann diese eigentlich schönen Momente gar nicht erst genießen. Deine Freundin hingegen hat jemanden verdient, der sie aufrichtig für das was sie ist liebt und wertschätzt. Dazu gehören auch die zusätzlichen Kilos.
Ich an deiner Stelle würde mir daher bei der erneuten Partnersuche erstmal vor Augen halten, was ich konkret möchte und welche Dinge gar nicht gehen. Wenn etwas nicht passt, dann würde ich an deiner Stelle gar nicht eine Partnerschaft in Betracht ziehen. Auch nicht mit der Begründung man wolle nicht alleine sein. Dann lieber ehrlich sein und sagen, dass ihr Typ nicht passt und man weitersucht und nicht die erste Person nimmt, die einem zusagt.
Ich kann deinen Neid auf den neuen Freund deiner "besten Freundin" schon verstehen, wenn du eigentlich ein ganz anderes Beuteschema bevorzugst, aber dich dann mit etwas anderem zufrieden geben "musst". Da wächst natürlich der Neid auf die Konkurrenz die solche Damen bekommen, die genau in dein Beuteschema passen.
Da hilft nur...eine ähnlich attraktive Frau finden und drüberstehen :)

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Re: Erste Beziehung - erste Hürden

Beitrag von Lima » Freitag 5. Januar 2018, 15:01

Tania hat geschrieben:
Dienstag 2. Januar 2018, 23:22
Und .... naja .. nicht scharf auf mich sein und trotzdem ne Erektion haben passt irgendwie nicht so ganz. :gruebel:
Da stechen mechanische Reize vermutlich die Gedanken. Immerhin gibt es auch genug schwule Männer, die mit ihren Ehefrauen Kinder gezeugt haben. Da wird sich das "Scharfsein" wohl auch eher in Grenzen gehalten haben.

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Re: Erste Beziehung - erste Hürden

Beitrag von Fridakahlo » Dienstag 11. Juni 2019, 15:51

Hallo,

Ich weiß nicht so recht ob mein Problem hier rein passt, aber einen kompatibleren Thread hab ich noch nicht gefunden ;-)
Also mein Anliegen ist folgendes: ich bin seit etwa einem Jahr mit meinem ersten Freund zu zusammen. Und obwohl er für mich der tollste Mann ist, den ich jeh getroffen habe, wird mir diese Beziehung manchmal einfach zu viel.
Ich bin momentan auch in einer kleinen Krise wegen meines Studiums und hatte Panickattacken deshalb... Ich bin dabei grundlegendes zu ändern aber trotzdem bin ich manchmal einfach down und depri. Auch weil ich einige familiäre Konflikte hatte und mich mit einer guten Freundin ziemlich auseinander gelebt habe.
Mein Freund ist wirklich verständnisvoll und hat mir auch viel zu gehört. Er sagt immer wieder, dass er mich liebt und nicht möchte, dass wir uns trennen. Ich habe sogar vorgeschlagen, dass wir uns trennen, weil ich a) Angst habe, dass ihm meine Stimmungsschwankungen eines Tages zu viel werden und er "tschüss" sagt und ich b) keine Beziehung führen möchte, in der man sich vielleicht bereits entfremdet hat.
Ich wünschte ich könnte so fest wie mein Freund an die Beziehung glauben aber gerade will ein Teil von mir nur noch für mich verantwortlich sein. Wenn ich alleine traurig bin, belaste ich niemanden und muss mir keine Sorgen machen dass er irgendwann abhaut. Klar weiß ich, dass ich vielleicht noch mehr down bin wenn ich mich trenne aber es macht uns beide ja auch nicht glücklich, wenn mir ständig alles zu viel wird und ich abweisend bin.
Ich verstehe meine Gefühle überhaupt nicht grade und ich bin mit meiner generellen Situation eh schon voll ausgelastet.
Kennt jemand dieses Gefühl der Überforderung in der Beziehung? Wie geht ihr damit um?
LG
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Re: Erste Beziehung - erste Hürden

Beitrag von Ninja Turtle » Dienstag 11. Juni 2019, 16:32

Fridakahlo hat geschrieben:
Dienstag 11. Juni 2019, 15:51
Wenn ich alleine traurig bin, belaste ich niemanden und muss mir keine Sorgen machen dass er irgendwann abhaut.
Negativer Glaubenssatz: „Ich falle anderen zur Last.“
Klingt für mich alles sehr danach, dass das Problem hausgemacht ist. Also eher in deinem angeknacksten Selbstwertgefühl zu suchen ist.

Und ehrlich gesagt kann ich das sehr gut nachvollziehen. Wenn es denn so ist. :D
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Re: Erste Beziehung - erste Hürden

Beitrag von Melli » Mittwoch 12. Juni 2019, 10:08

Fridakahlo hat geschrieben:
Dienstag 11. Juni 2019, 15:51
einen kompatibleren Thread hab ich noch nicht gefunden ;-)
Mit Verlaub, da lassen sich ja auch Zusammenhänge erkennen. Wenn der TE Leute nicht mag, die gut beieinander sind, dann ist das sein Problem, nicht deren. Oder wenn man Probleme mit den Genitalien von jemandem hat, dann ist das auch das Problem von einem selbst, nicht das des anderen. Das wäre schon ein kleines bißchen grenzwertig, wenn ich erst jemanden in angezogenem Zustand begehre, und dann gehe ich plötzlich: "Oh nein, unter den Umständen natürlich nicht!" :specht:
Fridakahlo hat geschrieben:
Dienstag 11. Juni 2019, 15:51
Und obwohl er für mich der tollste Mann ist, den ich jeh getroffen habe, wird mir diese Beziehung manchmal einfach zu viel.
Ist Dir die Beziehung zu eng?
Fridakahlo hat geschrieben:
Dienstag 11. Juni 2019, 15:51
Ich bin momentan auch in einer kleinen Krise wegen meines Studiums und hatte Panickattacken deshalb... Ich bin dabei grundlegendes zu ändern aber trotzdem bin ich manchmal einfach down und depri. Auch weil ich einige familiäre Konflikte hatte und mich mit einer guten Freundin ziemlich auseinander gelebt habe.
Ja, es gibt leider Krisen. Und manchmal auch mehrere auf einmal.
Fridakahlo hat geschrieben:
Dienstag 11. Juni 2019, 15:51
Mein Freund ist wirklich verständnisvoll und hat mir auch viel zu gehört. Er sagt immer wieder, dass er mich liebt
Soweit hört sich das doch bestens an, aber...
Fridakahlo hat geschrieben:
Dienstag 11. Juni 2019, 15:51
und nicht möchte, dass wir uns trennen. Ich habe sogar vorgeschlagen, dass wir uns trennen, weil ich a) Angst habe, dass ihm meine Stimmungsschwankungen eines Tages zu viel werden und er "tschüss" sagt und ich b) keine Beziehung führen möchte, in der man sich vielleicht bereits entfremdet hat.
... warum ist dann plötzlich Trennung ein Thema, das auch er anspricht?

Warum glaubst Du, Ihr hättet Euch "vielleicht bereits entfremdet"?
Fridakahlo hat geschrieben:
Dienstag 11. Juni 2019, 15:51
Wenn ich alleine traurig bin, belaste ich niemanden und muss mir keine Sorgen machen dass er irgendwann abhaut. Klar weiß ich, dass ich vielleicht noch mehr down bin wenn ich mich trenne aber es macht uns beide ja auch nicht glücklich, wenn mir ständig alles zu viel wird und ich abweisend bin.
Ja eben, warum erwägst Du eine Trennung, wo Du doch bereits ahnen kannst, daß es Dich "vielleicht noch mehr down" machen würde?
Fridakahlo hat geschrieben:
Dienstag 11. Juni 2019, 15:51
Kennt jemand dieses Gefühl der Überforderung in der Beziehung? Wie geht ihr damit um?
Ja... oder eigentlich eher, ich hatte mal einen Moralischen, ob ich die Verantwortung wirklich tragen könnte. War aber sicherlich besser so als mich in naiver Selbstüberschätzung zu ergehen, ich würde schon alles packen :oops: Ich war aber nie in Versuchung, Dinge zu tun, die ich mir nie verzeihen könnte, bin wohl doch arg konservativ und entsprechend streng zu mir :hammer:
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Re: Erste Beziehung - erste Hürden

Beitrag von Seren » Mittwoch 12. Juni 2019, 12:09

Fridakahlo hat geschrieben:
Dienstag 11. Juni 2019, 15:51
Und obwohl er für mich der tollste Mann ist, den ich jeh getroffen habe, wird mir diese Beziehung manchmal einfach zu viel.
Kannst du näher erläutern, was genau deine Probleme in der Beziehung sind? Unter (a) hast du geschrieben, dass du Angst hast, dass er die Beziehung beenden könnte, aber ansonsten hast du geschrieben, dass dein Freund fest an eure Beziehung glaubt und dich liebt und verständnisvoll ist und keine Trennung will. Ich kenne solche Überforderung nur, wenn jemand anfängt, an mir herumzunörgeln, oder wortlos die beleidigte Leberwurst spielt. Ich hatte zwar noch keine feste Beziehung, aber in Kennenlernphasen ist es mir schon so ergangen, dass ich z. B. mal ein Wochenende für mich allein sein wollte, aber die jeweilige Frau dafür kein Verständnis hatte. Da hab ich dann natürlich "Schluss gemacht", weil ich auf so ein Theater keine Lust hab.

Und was meinst du mit "sich vielleicht bereits entfremdet hat"? Wie kommst du darauf? Sind das bei dir vielleicht einfach unbegründete Zweifel oder hattet ihr schon mal konkreten Streit bzw. konkrete Konflikte?

Für mich klingt dein Text so, als wenn die eigentlichen Probleme außerhalb deiner Beziehung lägen. Falls das so ist, dann würde ich an deiner Stelle unbedingt die Beziehung weiterführen und versuchen, deine negativen Gedanken abzustellen oder wenigstens zu reduzieren. Vielleicht hast du das Glück und dein Freund kann wirklich dauerhaft mit deinen Stimmungsschwankungen, usw. umgehen. Solche starken bzw. stabilen Menschen gibt es ja und die können für die etwas weniger stabilen eine Bereicherung sein, wenn sich eine funktionierende Beziehung ergibt.

Also bitte nicht aus Angst, dass eine tolle Beziehung vorzeitig enden könnte, die Beziehung aktiv selbst vorzeitig beenden! Und nicht denken, dass du nicht gut genug für einen tollen Menschen bist, sondern den tollen Menschen selbst herausfinden und entscheiden lassen, ob er dich gut genug oder sogar mehr als gut genug findet! :)

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Re: Erste Beziehung - erste Hürden

Beitrag von Fridakahlo » Mittwoch 12. Juni 2019, 14:03

Ninja Turtle hat geschrieben:
Dienstag 11. Juni 2019, 16:32
Fridakahlo hat geschrieben:
Dienstag 11. Juni 2019, 15:51
Wenn ich alleine traurig bin, belaste ich niemanden und muss mir keine Sorgen machen dass er irgendwann abhaut.
Negativer Glaubenssatz: „Ich falle anderen zur Last.“
Klingt für mich alles sehr danach, dass das Problem hausgemacht ist. Also eher in deinem angeknacksten Selbstwertgefühl zu suchen ist.

Und ehrlich gesagt kann ich das sehr gut nachvollziehen. Wenn es denn so ist. :D
Ja ich glaube schon, dass das mit Selbstzweifeln zu tun hat...
Da finde ich mich in deinen Zeilen aif jeden Fall wieder.
Ich glaub ich neige da auch zur "selbsterfüllenden Prophezeihung". Also aus lauter Angst ein nicht dagewesenes Problem zu schaffen.
Danke für dein Verständnis :-)
Zuletzt geändert von Fridakahlo am Mittwoch 12. Juni 2019, 14:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Erste Beziehung - erste Hürden

Beitrag von Fridakahlo » Mittwoch 12. Juni 2019, 14:25

Melli hat geschrieben:
Mittwoch 12. Juni 2019, 10:08
Fridakahlo hat geschrieben:
Dienstag 11. Juni 2019, 15:51
einen kompatibleren Thread hab ich noch nicht gefunden ;-)
Mit Verlaub, da lassen sich ja auch Zusammenhänge erkennen. Wenn der TE Leute nicht mag, die gut beieinander sind, dann ist das sein Problem, nicht deren. Oder wenn man Probleme mit den Genitalien von jemandem hat, dann ist das auch das Problem von einem selbst, nicht das des anderen. Das wäre schon ein kleines bißchen grenzwertig, wenn ich erst jemanden in angezogenem Zustand begehre, und dann gehe ich plötzlich: "Oh nein, unter den Umständen natürlich nicht!" :specht:
Fridakahlo hat geschrieben:
Dienstag 11. Juni 2019, 15:51
Und obwohl er für mich der tollste Mann ist, den ich jeh getroffen habe, wird mir diese Beziehung manchmal einfach zu viel.
Ist Dir die Beziehung zu eng?
Fridakahlo hat geschrieben:
Dienstag 11. Juni 2019, 15:51
Ich bin momentan auch in einer kleinen Krise wegen meines Studiums und hatte Panickattacken deshalb... Ich bin dabei grundlegendes zu ändern aber trotzdem bin ich manchmal einfach down und depri. Auch weil ich einige familiäre Konflikte hatte und mich mit einer guten Freundin ziemlich auseinander gelebt habe.
Ja, es gibt leider Krisen. Und manchmal auch mehrere auf einmal.
Fridakahlo hat geschrieben:
Dienstag 11. Juni 2019, 15:51
Mein Freund ist wirklich verständnisvoll und hat mir auch viel zu gehört. Er sagt immer wieder, dass er mich liebt
Soweit hört sich das doch bestens an, aber...
Fridakahlo hat geschrieben:
Dienstag 11. Juni 2019, 15:51
und nicht möchte, dass wir uns trennen. Ich habe sogar vorgeschlagen, dass wir uns trennen, weil ich a) Angst habe, dass ihm meine Stimmungsschwankungen eines Tages zu viel werden und er "tschüss" sagt und ich b) keine Beziehung führen möchte, in der man sich vielleicht bereits entfremdet hat.
... warum ist dann plötzlich Trennung ein Thema, das auch er anspricht?

Warum glaubst Du, Ihr hättet Euch "vielleicht bereits entfremdet"?
Fridakahlo hat geschrieben:
Dienstag 11. Juni 2019, 15:51
Wenn ich alleine traurig bin, belaste ich niemanden und muss mir keine Sorgen machen dass er irgendwann abhaut. Klar weiß ich, dass ich vielleicht noch mehr down bin wenn ich mich trenne aber es macht uns beide ja auch nicht glücklich, wenn mir ständig alles zu viel wird und ich abweisend bin.
Ja eben, warum erwägst Du eine Trennung, wo Du doch bereits ahnen kannst, daß es Dich "vielleicht noch mehr down" machen würde?
Fridakahlo hat geschrieben:
Dienstag 11. Juni 2019, 15:51
Kennt jemand dieses Gefühl der Überforderung in der Beziehung? Wie geht ihr damit um?
Ja... oder eigentlich eher, ich hatte mal einen Moralischen, ob ich die Verantwortung wirklich tragen könnte. War aber sicherlich besser so als mich in naiver Selbstüberschätzung zu ergehen, ich würde schon alles packen :oops: Ich war aber nie in Versuchung, Dinge zu tun, die ich mir nie verzeihen könnte, bin wohl doch arg konservativ und entsprechend streng zu mir :hammer:
[/quote
Danke für deinen Kommentar!
Ja manchmal wirds mir ein bisschen zu eng. Da tu ich mir manchmal echt schwer das meinem Freund und mir einzugestehen . ich bin das so gewohnt alleine zu sein, dass mich diese intensive Zweisamkeit total durcheinander bringt.
Ich genieße sie, aber ab einem gewissen Punkt merke ich, dass ich die Dinge erstmal für mich verarbeiten muss weils mich sonst kognitiv und emotional überfordert.


Über eine Trennung denke ich nach, wenn ich das Gefühl habe, ich bin schlichtweg einfach nicht in der Lage Beziehungen zu führen. Weil ich ,wie beschrieben, diese Stimmungsschwankungen habe und manchmal allein sein muss, aber dann auch wieder Verlustängste habe. Vermutlich ist das meine Art aus der Situation zu flüchten, die mich überfordert und in der ich mich überhaupt nicht souverän fühle.
Das Problem ist halt, wenn der Selbstwert nicht besonders ausgeprägt ist. Wenn man zu sich keine gute Beziehung führt, ist es vielleicht auch schwer sich auf eine Partnerschaft einzulassen.
Ein Teil von mir ist sehr froh in einer Beziehung zu sein, aber ich muss auch zugeben, dass ich mich teilweise wie auf einem unbekannten Kontinent ohne Karte fühle. Da fühle ich mich überfordert.

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Re: Erste Beziehung - erste Hürden

Beitrag von Fridakahlo » Mittwoch 12. Juni 2019, 14:49

Seren hat geschrieben:
Mittwoch 12. Juni 2019, 12:09
Fridakahlo hat geschrieben:
Dienstag 11. Juni 2019, 15:51
Und obwohl er für mich der tollste Mann ist, den ich jeh getroffen habe, wird mir diese Beziehung manchmal einfach zu viel.
Kannst du näher erläutern, was genau deine Probleme in der Beziehung sind? Unter (a) hast du geschrieben, dass du Angst hast, dass er die Beziehung beenden könnte, aber ansonsten hast du geschrieben, dass dein Freund fest an eure Beziehung glaubt und dich liebt und verständnisvoll ist und keine Trennung will. Ich kenne solche Überforderung nur, wenn jemand anfängt, an mir herumzunörgeln, oder wortlos die beleidigte Leberwurst spielt. Ich hatte zwar noch keine feste Beziehung, aber in Kennenlernphasen ist es mir schon so ergangen, dass ich z. B. mal ein Wochenende für mich allein sein wollte, aber die jeweilige Frau dafür kein Verständnis hatte. Da hab ich dann natürlich "Schluss gemacht", weil ich auf so ein Theater keine Lust hab.

Und was meinst du mit "sich vielleicht bereits entfremdet hat"? Wie kommst du darauf? Sind das bei dir vielleicht einfach unbegründete Zweifel oder hattet ihr schon mal konkreten Streit bzw. konkrete Konflikte?

Für mich klingt dein Text so, als wenn die eigentlichen Probleme außerhalb deiner Beziehung lägen. Falls das so ist, dann würde ich an deiner Stelle unbedingt die Beziehung weiterführen und versuchen, deine negativen Gedanken abzustellen oder wenigstens zu reduzieren. Vielleicht hast du das Glück und dein Freund kann wirklich dauerhaft mit deinen Stimmungsschwankungen, usw. umgehen. Solche starken bzw. stabilen Menschen gibt es ja und die können für die etwas weniger stabilen eine Bereicherung sein, wenn sich eine funktionierende Beziehung ergibt.

Also bitte nicht aus Angst, dass eine tolle Beziehung vorzeitig enden könnte, die Beziehung aktiv selbst vorzeitig beenden! Und nicht denken, dass du nicht gut genug für einen tollen Menschen bist, sondern den tollen Menschen selbst herausfinden und entscheiden lassen, ob er dich gut genug oder sogar mehr als gut genug findet! :)
Hallon Seren,

Danke für deine Antwort.
Mein Freund ist auf jeden Fall der Ausgeglicherene von uns beiden...
Ich bin ein Mensch,der auch gerne mal allein ist (trotz paradoxer Verlustängste).
Und in einer Beziehung ist ja schon viel Intimität nicht nur körperliche. Ich kenne das einfach nicht, dass man so viel Zeit miteinander verbringt.
Und dann lässt man den anderen auch noch echt nah an sich heran, wenn das mal schiefgehen sollte muss man das ja später auch irgendwie verdauen.
Ich freue mich (wenn ich kann und nicht gerade Panik schiebe) auch total über die Beziehung. Aber leider gehen meine Selbstzweifel nicht so schnell weg
Ich finde das ist gar nicht so einfach Ruhe zu bewahren, ich werde da manchmal echt zur Dramaqueen ;-)
Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
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Re: Erste Beziehung - erste Hürden

Beitrag von Tania » Mittwoch 12. Juni 2019, 15:25

Fridakahlo hat geschrieben:
Dienstag 11. Juni 2019, 15:51
Klar weiß ich, dass ich vielleicht noch mehr down bin wenn ich mich trenne aber es macht uns beide ja auch nicht glücklich, wenn mir ständig alles zu viel wird und ich abweisend bin.
Wenn mir alles zu viel wird (wobei dieses "alles" Dinge sind, die gar nix mit meinem Partner zu tun haben), verkrieche ich mich auch gern und knurre jeden an, der mir zu nahe kommt. Was mir echt leid tut - aber ich habe dann einfach keine Energie für andere Menschen übrig.

In so einer Situation verlasse ich mich dann darauf, dass mein Partner weiß, was für ihn das Beste ist. Entweder geht er mir aus dem Weg (was ich ihm nicht einmal übel nehmen könnte), oder er hält es aus, oder er unterstützt mich so, dass ich wieder genug Kraft finde, um für ihn da zu sein. Wobei ich bei letzterem mit einer gewissen Skepsis reagieren würde und wohl paar Probleme hätte, sie anzunehmen.

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Re: Erste Beziehung - erste Hürden

Beitrag von Melli » Mittwoch 12. Juni 2019, 17:24

Fridakahlo hat geschrieben:
Mittwoch 12. Juni 2019, 14:25
Ja manchmal wirds mir ein bisschen zu eng. Da tu ich mir manchmal echt schwer das meinem Freund und mir einzugestehen . ich bin das so gewohnt alleine zu sein, dass mich diese intensive Zweisamkeit total durcheinander bringt.
Ich genieße sie, aber ab einem gewissen Punkt merke ich, dass ich die Dinge erstmal für mich verarbeiten muss weils mich sonst kognitiv und emotional überfordert.
Geht mir genauso. Ich brauche sehr viel Zeit für mich alleine.

Das entscheidende dabei für mich ist Ruhe. Ich kann sehr gut mit meiner Partnerin zusammen in unseren Gemächern sein, ohne daß wir uns gegenseitig stören würden. Wir müssen bestimmt nicht ständig am Reden sein.

(Natürlich sind wir aber ansprechbar ;))
Fridakahlo hat geschrieben:
Mittwoch 12. Juni 2019, 14:25
Über eine Trennung denke ich nach, wenn ich das Gefühl habe, ich bin schlichtweg einfach nicht in der Lage Beziehungen zu führen. Weil ich ,wie beschrieben, diese Stimmungsschwankungen habe und manchmal allein sein muss, aber dann auch wieder Verlustängste habe. Vermutlich ist das meine Art aus der Situation zu flüchten, die mich überfordert und in der ich mich überhaupt nicht souverän fühle.
Das Problem ist halt, wenn der Selbstwert nicht besonders ausgeprägt ist. Wenn man zu sich keine gute Beziehung führt, ist es vielleicht auch schwer sich auf eine Partnerschaft einzulassen.
Ein Teil von mir ist sehr froh in einer Beziehung zu sein, aber ich muss auch zugeben, dass ich mich teilweise wie auf einem unbekannten Kontinent ohne Karte fühle. Da fühle ich mich überfordert.
Das muß kein so grundsätzliches Problem sein, sondern könnte gegebenenfalls nur wenige kleinere Details Eueres Zusammenlebens betreffen.

Könntest Du das in einem solchen Rahmen (in dem sehr viel weniger auf dem Spiel stünde) mit ihm besprechen?
Fridakahlo hat geschrieben:
Mittwoch 12. Juni 2019, 14:25
Die Verantwortung eine Beziehung einzugehen?
Nein, in der war ich da schon. Es ging darum, daß ich mich doch sehr um meine Freundin kümmern muß.
Fridakahlo hat geschrieben:
Mittwoch 12. Juni 2019, 14:25
Was meinst du denn mit konservativ?
Meine Wertvorstellungen sind manchmal etwas rigoros, bin so erzogen :oops: In diesem Falle geht es darum, daß ich mir abverlange, zuverlässig zu sein.
Голова устает думать, душа чувствовать.
(Марина Цветаева)
["The head grows weary of thinking, the soul of feeling."]

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