bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Rund um die persönliche Situation, Erlebnisse und was einem auf dem Herzen liegt

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VollAB
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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von VollAB » Montag 29. April 2019, 19:59

LonesomeCoder hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 19:42
Eigentlich gehts aber bei meiner Reaktion drum, dass der Musikgeschmack doch wichtiger ist als du gesagt hast. Wegen Auswirkungen wie welche Kneipen wer mag oder nicht, wenn jemand durch die Kleidung oder Styling seinen Musikgeschmack ausdrückt, kann das abgeschrecken, es kann später zu Problemen kommen, wenn jemand die Musik vom anderen etwa bei einer Autofahrt nicht tolerieren kann usw.
Das leuchtet mir jetzt nicht ein welche Auswirkungen das haben kann im persönlichen Kennenlernen. Klar, Leute mit ähnlichen Geschmäckern werden sich in gewissen Lokalitäten eher zusammenfinden, aber mehr auch nicht. Das sagt meist rein nichts über die Person an sich aus und die gilt es doch dabei kennenzulernen. D.h. jeder könnte theoretisch auch überall hingehen und es spielt jetzt keine Rolle, was für Musik man selbst hört.
Dass solche Dinge wie Musikgeschmack ernsthaft zum Problem werden kann, halte ich für die äußerste Ausnahme. In der Regel kann man sich da wohl arrangieren oder eben Kompromisse eingehen. Ausschlusskriterium ist es wohl in den aller wenigsten Fällen.
Ich habe selbst genügend Menschen mit denen ich musikgeschmackstechnisch nicht auf einer Wellenlänge bin und wir können uns gut arrangieren, auch wenn ich desöfteren einen negativen Kommentar über gewisse Musikrichtungen, die mir missfallen loswerden muss.
LonesomeCoder hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 19:42
Ein Nerd dürfte in einem Mainstream-Umfeld nur sehr selten passende Leute finden.
Meinst du mit Nerd jetzt jemanden, der dem Stereotyp Nerd entspricht? D.h. so einen McLovin wie bei Super Bad?
Oder reden wir jetzt bei Nerd von einem Kerl, der für eine Randthematik ein ausgeprägtes Interesse besitzt?

Wenn wir von letzterem ausgehen, dann muss ich dir widersprechen. Warum sollte jemand der sich z.B. sehr krass für Star Trek interessiert nicht auch in einem Mainstream-Umfeld passende Leute finden? Wo widerspricht sich das?
Wenn man Nerds als jemanden darstellt, der keine Sozialkompetenz besitzt und nur die eine Thematik in seinem Leben hat, dann mag das gut möglich sein, aber wir reden ja lediglich von Menschen, die sich für eine Randthematik sehr begesitern können, aber ansonsten vom Normalo nicht zu unterscheiden sind.
LonesomeCoder hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 19:42
Übers private Umfeld kennenlernen fällt weg, weil keine gemeinsamen Interessen. Beruflich auch, habe da nur Männer rum. Kaltansprachen und Online bleibt noch. Wenns so einfach wäre, wäre ich nicht AB...
Dann hilft es vielleicht das private Umfeld zu vergrößern und neue Kontakte zu knüpfen. Ist natürlich auch nicht so einfach, aber dort kann man wenigstens ansetzen. Gibt ja genügend andere Menschen, die in einer eher männerlastigen Umgebung leben und trotzdem Frauen kennenlernen. Die müssen ja irgendewtas anders machen.

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von fredstiller » Montag 29. April 2019, 20:14

VollAB hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 14:48
Wie wollt ihr Frauen dann kennenlernen, wenn ihr keine ansprechen wollt? Auf den 6er im Lotto warten?
Warten bzw, sie dazu „einladen“, dass sie mich ansprechen.
VollAB hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 14:48
Was ist so schlimm daran ein Nerd zu sein? Das würde ich sogar eher als positiv ansehen, wenn man etwas im Leben hat wofür man eine Leidenschaft hat.
Wenn man sieht, dass Frauen völliges Unverständnis bis hin zu offener Ablehnung (Augenrollen, Dialog aktiv unterbrechen) dafür haben, dann ist das nichts positives.

Musikgeschmack würde ich davon allerdings weitgehend ausnehmen. „Jeder mag gerne Musik“, und wenn es die „falsche“ ist, so ist das oft immer noch (mit Humor) nachvollziehbar. Man trifft sich halt nur nicht darüber.


Wenn man allerdings beispielsweise Sammler von Parktickets ist und sich leidenschaftlich über die Feinheiten und Fortschritte der Parkhaus- und Parkscheinautomatentechnik auf dem Laufenden hält - da halten dich viele einfach für bekloppt und völlig verschroben. Klar, vielleicht hast du mal einen cleveren Tipp für die Autofahrer unter ihnen. Aber wenn du von deinem Hobby „leidenschaftlich erzählst“, haben die sonst nach einer Minute genug davon, bis das Augenrollen (innerlich oder explizit) einsetzt.
Zuletzt geändert von fredstiller am Montag 29. April 2019, 20:26, insgesamt 2-mal geändert.

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Xiangni
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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von Xiangni » Montag 29. April 2019, 20:24

LonesomeCoder hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 19:28
ABER ist nun mal sehr oft sehr gewichtig. Mir sieht man meinen Musikgeschmack übrigens gar nicht an und in Discos gehe schon generell nicht mehr. Ich meinte das allgemein, so wird etwa ein Metaller oder Gothic-Fan bestimmt nicht in einen Elektroclub gehen wollen. Hindern nicht, hier gehts um wollen und wohlfühlen und zusammenpassen.
Wenn jemand Interesse an jemanden hat oder gar in diese Perdon verliebt ist, wird er relativ viel der anderen Person zuliebe machen. Ich bin schon mit ner giten Freundin in die Oper, weil sie mich gefragt hat, weil sie sonst niemanden gefunden hat. Sonst kann man mich mit Oper jagen. Ich muss es dann ja nicht schön/toll finden, aber ich habe etwas für eine mir wichtige Person getan und das hat diese glücklich gemacht.
Ich höre am liebsten Metal. Meine Freundinnen können damit aber nichts anfangen, also hören wir im Auto oder sonstwo halt Radio. Ist ja auch okay. Kompromiss.

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von ComebackCat » Montag 29. April 2019, 20:30

Xiangni hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 20:24
LonesomeCoder hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 19:28
ABER ist nun mal sehr oft sehr gewichtig. Mir sieht man meinen Musikgeschmack übrigens gar nicht an und in Discos gehe schon generell nicht mehr. Ich meinte das allgemein, so wird etwa ein Metaller oder Gothic-Fan bestimmt nicht in einen Elektroclub gehen wollen. Hindern nicht, hier gehts um wollen und wohlfühlen und zusammenpassen.
Wenn jemand Interesse an jemanden hat oder gar in diese Perdon verliebt ist, wird er relativ viel der anderen Person zuliebe machen. Ich bin schon mit ner giten Freundin in die Oper, weil sie mich gefragt hat, weil sie sonst niemanden gefunden hat. Sonst kann man mich mit Oper jagen. Ich muss es dann ja nicht schön/toll finden, aber ich habe etwas für eine mir wichtige Person getan und das hat diese glücklich gemacht.
Aber das machst du dann nur einmal pro Jahr bzw. nicht sonderlich oft, oder?
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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von Xiangni » Montag 29. April 2019, 20:36

ComebackCat hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 20:30
Xiangni hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 20:24
LonesomeCoder hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 19:28
ABER ist nun mal sehr oft sehr gewichtig. Mir sieht man meinen Musikgeschmack übrigens gar nicht an und in Discos gehe schon generell nicht mehr. Ich meinte das allgemein, so wird etwa ein Metaller oder Gothic-Fan bestimmt nicht in einen Elektroclub gehen wollen. Hindern nicht, hier gehts um wollen und wohlfühlen und zusammenpassen.
Wenn jemand Interesse an jemanden hat oder gar in diese Perdon verliebt ist, wird er relativ viel der anderen Person zuliebe machen. Ich bin schon mit ner giten Freundin in die Oper, weil sie mich gefragt hat, weil sie sonst niemanden gefunden hat. Sonst kann man mich mit Oper jagen. Ich muss es dann ja nicht schön/toll finden, aber ich habe etwas für eine mir wichtige Person getan und das hat diese glücklich gemacht.
Aber das machst du dann nur einmal pro Jahr bzw. nicht sonderlich oft, oder?
Dinge, die mich so ganz und gar nicht interessieren = sehr selten. Dann einfach dieser Person zuliebe.
Bei anderem bin ich relativ kompromissbereit = welches Restaurant, welchen Film etc.
Die Operfreundin kam dafür mal an ein Metalkonzert. :D

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von bettaweib » Montag 29. April 2019, 20:38

Xiangni hat geschrieben:Wenn jemand Interesse an jemanden hat oder gar in diese Perdon verliebt ist, wird er relativ viel der anderen Person zuliebe machen. Ich bin schon mit ner giten Freundin in die Oper, weil sie mich gefragt hat, weil sie sonst niemanden gefunden hat. Sonst kann man mich mit Oper jagen. Ich muss es dann ja nicht schön/toll finden, aber ich habe etwas für eine mir wichtige Person getan und das hat diese glücklich gemacht.
Ich höre am liebsten Metal. Meine Freundinnen können damit aber nichts anfangen, also hören wir im Auto oder sonstwo halt Radio. Ist ja auch okay. Kompromiss.
Da fällt mir ein:

You've got to give a little, take a little,
and let your poor heart break a little.
That's the story of, that's the glory of love. :shylove:
"Mit Frauen zu spielen, ist was für kleine Jungs, doch eine Frau zu lieben, zu respektieren und für sie da zu sein, ist reine Männersache!”

"Das schönste an den meisten Männern ist die Frau an ihrer Seite."
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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von Milchbub » Montag 29. April 2019, 22:08

bettaweib hat geschrieben:
Sonntag 28. April 2019, 14:29
Hoppala hat geschrieben:
Sonntag 28. April 2019, 14:06
Karlsson hat geschrieben:
Sonntag 28. April 2019, 03:03

Genau!... :good:

Gibt es überhaupt solche Frauen?... :gruebel:
Wenn's Strippen regnet, ein kalter Wind de Wolken treibt und es schon dunkel ist, sagt meine ernsthaft: "Ich geh noch spazieren, kommst du mit?", zieht sich an und los :-)
Ich würde mich dann eher an den Mann kuscheln und mir dabei warme Gedanken machen.....
... dann wünsche ich Dir dass der richtige Mann demnächst an Dir "hängen" bleibt. :vielglueck: ;)
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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von IronAngel » Montag 29. April 2019, 22:50

Patti hat geschrieben:
Montag 22. April 2019, 18:37
Hallo

Über Ostern war ja super Wetter. War heute mit einem Kollegen über ein Fest bei uns und man sieht wieder nur die vergebenen, alle laufen Hand in Hand - küssen sich und und. Ich komme mir da immer wie ein Looser vor. Was denkt ihr oder wie ist euer Gedankengang wenn ihr vergebene Pärchen sieht? Ich denke es leben so viele Singles in Deutschland, kommt mir aber draussen nicht vor ::(
Früher hat mich soetwas auch frustriert. Das liegt aber nur an der Idealisierung. Das Gras auf der anderen Seite des Zaunes ist nicht grüner, auch wenn's dir so vorkommt. Wenn überhaupt, ist auf der anderen Seite noch mehr (metaphorisch gesprochen) Bullshit.

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Montag 29. April 2019, 23:16

VollAB hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 19:59
Warum sollte jemand der sich z.B. sehr krass für Star Trek interessiert nicht auch in einem Mainstream-Umfeld passende Leute finden? Wo widerspricht sich das?
In diesem konkreten Beispiel würde also ein ausgewiesener Trekker (am besten noch von der „Einmal im Jahr nach Las Vegas“-Preisklasse) auf einen Gelegenheitszuschauer treffen.

Der Gelegenheitszuschauer würde erwähnen, daß er „auch“ Star Trek: Discovery sieht.

Der Trekker würde anmerken, daß diese Serie überhaupt nicht existiert. Ebensowenig wie die J.J.-Abrams-Filme. Bis einschließlich Voyager ging es ja noch, aber danach …

Innerhalb kürzester Zeit würde der Trekker das Gespräch komplett übernehmen und den Gelegenheitszuschauer mit Trivia überrollen. Dieser wiederum würde händeringend nach einer nicht zu unhöflichen Möglichkeit suchen, diesem Gespräch zu entkommen, denn der Trekker würde nur insofern Rücksicht auf seinen Wissensstand nehmen, als er versucht, diesen ein ganzes Stück anzuheben.
← Das da sind keine Klaviertasten. Es sind Synthesizertasten. Doch, da gibt es Unterschiede.
Bisherige Signatur ersetzt, weil die sowieso kaum jemand liest.

INTJ nach Myers-Briggs

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von VollAB » Montag 29. April 2019, 23:57

Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 23:16
VollAB hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 19:59
Warum sollte jemand der sich z.B. sehr krass für Star Trek interessiert nicht auch in einem Mainstream-Umfeld passende Leute finden? Wo widerspricht sich das?
In diesem konkreten Beispiel würde also ein ausgewiesener Trekker (am besten noch von der „Einmal im Jahr nach Las Vegas“-Preisklasse) auf einen Gelegenheitszuschauer treffen.

Der Gelegenheitszuschauer würde erwähnen, daß er „auch“ Star Trek: Discovery sieht.

Der Trekker würde anmerken, daß diese Serie überhaupt nicht existiert. Ebensowenig wie die J.J.-Abrams-Filme. Bis einschließlich Voyager ging es ja noch, aber danach …

Innerhalb kürzester Zeit würde der Trekker das Gespräch komplett übernehmen und den Gelegenheitszuschauer mit Trivia überrollen. Dieser wiederum würde händeringend nach einer nicht zu unhöflichen Möglichkeit suchen, diesem Gespräch zu entkommen, denn der Trekker würde nur insofern Rücksicht auf seinen Wissensstand nehmen, als er versucht, diesen ein ganzes Stück anzuheben.
Ich weiß nicht, aber wenn man einem sein Wissen so sehr aufdrängen muss, dann wäre das für mich nicht gerade sozial kompetent.
Arroganz ist nicht gerade anziehend und natürlich möchte ja auch keiner gerne das Gefühl haben gerade wie der letzte Idiot dazustehen.
Da kommt dann eben die Sozialkompetenz ins Spiel.

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von inVinoVeritas » Dienstag 30. April 2019, 11:03

VollAB hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 23:57
Ich weiß nicht, aber wenn man einem sein Wissen so sehr aufdrängen muss, dann wäre das für mich nicht gerade sozial kompetent.
Arroganz ist nicht gerade anziehend und natürlich möchte ja auch keiner gerne das Gefühl haben gerade wie der letzte Idiot dazustehen.
Da kommt dann eben die Sozialkompetenz ins Spiel.
Du beschreibst hier gerade treffend das Gefühl, welches in mir aufkam als ich die letzten paar Seiten dieses Threads gelesen habe.
Mangelhafte Sozialkompetenz bzw. unsympathisches Verhalten bzw. mangelhaftes Interesse am Menschen bzw. seiner Persönlichkeit (bei gleichzeitig ausschließlicher Fixierung auf Sachthemen) scheint im Kern die Ursache zu sein.
Da erübrigen sich ermüdende Diskussionen über die Erweiterung des Social Circles, Ansprechen von Frauen oder gar Dating insgesamt doch von selbst, da sich außer einem weiblichen Nerd-Klon wohl alle anderen Frauen außerhalb der radikal eng gesteckten Interessensgebiete bewegen dürften und an deren Leben und Persönlichkeit sowieso nie irgendein Interesse bestünde (also wodrüber überhaupt mit ihnen reden)?
Wie soll da jemals eine emotionale Bindung zu einer Frau entstehen? Und wozu überhaupt eine Partnerschaft, wenn man andere Menschen nicht aufgrund zwischenmenschlicher Bedürfnisse kennenlernt, sondern ausschließlich danach ob sie in Fachgebiet XY kompetent genug für einen Austausch sind?

Viele der in diesem Thread genannten (für mich) "exotischen" Nerd-Themen sagen wir nichts, aber ich kann mir gut vorstellen dass ich es sehr interessant fände, wenn mir auf einer Party jemand voller Leidenschaft erzählt, was genau an diesem oder jenem Thema nun so faszinierend ist und ich dabei wieder was Neues lerne.
Wenn derjenige das aber von oben-herab macht und keinerlei Interesse an mir als Person und jenen Dingen die mich interessieren zeigt, dann wäre das Gespräch wohl schnell erledigt.
Ich habe einer Frau (absolute Anti-Nerdin) in einer Date-Situation schon die spezielle Relativitätstheorie erklärt und sie hat fasziniert zugehört und zig Fragen dazu gestellt, ich bezweifle dass sie vorher jemals irgendeinen Kontakt zu dem Thema hatte und dass es sie bis dato auch nie interessiert hat. Sie war aber offen für Neues und wir haben uns anschließend noch stundenlang über andere Dinge unterhalten.

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von Nonkonformist » Dienstag 30. April 2019, 11:29

inVinoVeritas hat geschrieben:
Dienstag 30. April 2019, 11:03
Wie soll da jemals eine emotionale Bindung zu einer Frau entstehen? Und wozu überhaupt eine Partnerschaft, wenn man andere Menschen nicht aufgrund zwischenmenschlicher Bedürfnisse kennenlernt, sondern ausschließlich danach ob sie in Fachgebiet XY kompetent genug für einen Austausch sind?
Einige der forumsmitglieder sind halt sehr verkopft.
Ich denke nicht das das sich so abschalten läßt.

(Auch in deine posts sehe ich anfangs überigens wenig zwisschenmenschliches. Hauptsache optisch attraktiv und trieb.)

Verkopfte menschen verlieben sich halt über gemeinsame interessen.
Nicht über trieb, hormonen oder haptik.

(Ich bin überigens nicht ganz so krass verkopft. Aber für bedeutungsvoller kontakt auf emotionale ebene müß ich menschen bereits besser kennen. Zu völlig unbekannten habe ich da auch kein draht, und nicht ausreichend trieb das das mich motiveren würde.)

Ich denke auch, das menschen sich beim verlieben auf unterschiedlichen sinnen konzentrieren.
Bei viele im forum schein haptik ein großer motivator zu sein. Einfach nur kuscheln und dann entstehen die weiteren emotionen von alleine.
Ich bin mir sicher das das nicht für jeder so funktioniert. Anfassen kommt für mich nur im frage wann die große gefühle bereits da sind.
Ich brauche emotionen, gemeinsame interessen, also sachen wofür wir geteilte leidenschaften haben, und optik, vor alem körpersprache. Haptik spielt beim verlieben bei mir kaum eine rolle, aber ohne emotionen, ein tiefes wir-gefühl geht bei mir gar nichts. (Ich habe mich in so einige gruppen auch ganz einsam gefühlt, weil es da wenig gemeinsames gab.)

Ich denke das das bei sehr verkopfte menschen eine noch großere rolle spielt. Die leidenschaften müssen kompatibel sein, bevor der andere person interessant wird. Bei sehr spezifischen leidenschaften werden solche kompatibelen menschen auch schwer zu finden sein. Auch bereits bei freundschaften. Der emotionale band wird da vor allem auf den gemeinsamen interessen basieren - noch starker als bei mir.
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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von VollAB » Dienstag 30. April 2019, 12:38

Nonkonformist hat geschrieben:
Dienstag 30. April 2019, 11:29
Einige der forumsmitglieder sind halt sehr verkopft.
Ich denke nicht das das sich so abschalten läßt.
Ich denke nicht, dass es daran liegt, dass die Leute so sehr "verkopft" sind, sondern mit dem "verkopft" sein lediglich ihre anderen Mängel kaschieren wollen oder dies als Grund sehen nichts an der Situation zu ändern.
Wenn man ständig in seinem Kopf ist, dann ist das oftmals eine Überforderung mit der Situation und nicht weil man wirklich nicht anders kann. Klar sind das Muster, die sich über Jahre eingeschlichen haben, da man es ja nur so gewohnt ist. Bei mir ist es auch noch so, dass ich viele Situationen sehr krass überdenke, aber es ist deutlich besser geworden.
Als einen starren unabänderlichen Zustand würde ich es daher nicht beschreiben.
Es ist eher Schutzmechanismus, um mit den Eindrücken umzugehen als tatsächlicher Grund.
Nonkonformist hat geschrieben:
Dienstag 30. April 2019, 11:29
Verkopfte menschen verlieben sich halt über gemeinsame interessen.
Nicht über trieb, hormonen oder haptik.
Das halte ich für eine sehr gefährliche Aussage. Ich bin selbst oft in meinem Kopf, aber über gemeinsame Interessen verliebe ich mich nicht.
Kenne auch ehrlich gesagt keinen anderen Menschen, der sich über gemeinsame Interessen verliebt.
Es aber hilft das Eis zu brechen und den Weg weniger holprig zu gestalten mit der Person warm zu werden.
Nonkonformist hat geschrieben:
Dienstag 30. April 2019, 11:29

Ich denke das das bei sehr verkopfte menschen eine noch großere rolle spielt. Die leidenschaften müssen kompatibel sein, bevor der andere person interessant wird. Bei sehr spezifischen leidenschaften werden solche kompatibelen menschen auch schwer zu finden sein. Auch bereits bei freundschaften. Der emotionale band wird da vor allem auf den gemeinsamen interessen basieren - noch starker als bei mir.
Ich denke eher "verkopfte" Menschen sollten sich mal eher versuchen ihren Emotionen fallen zu lassen und Dinge einfach auf sich zukommen zu lassen. Ergo ein wenig lockerer werden und nicht versuchen die Kontrolle über alles zu haben.
Denn "verkopfte" Menschen haben oft den Anspruch alles perfekt machen zu wollen und lassen auch keinen emotional an sich heran, weil sie das ja nicht steuern können, aber gerade diese emotionale Nähe ist ja das, was uns zu Menschen macht und das, was wir an Mitmenschen schätzen. Jemand der nur versucht auf rationaler und sachlicher Ebene zu agieren wird bei seinen Mitmenschen kaum wirkliche Freunde finden, weil man sich dieser Person nie so richtig verbunden fühlt. Sie ist zwar da und nett ist sie auch, aber das Gefühl einer Zusammengehörigkeit fühlt man meist nicht.
Klar bleiben solche Menschen dann eher alleine.

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von NBUC » Dienstag 30. April 2019, 13:05

VollAB hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 23:57
Ich weiß nicht, aber wenn man einem sein Wissen so sehr aufdrängen muss, dann wäre das für mich nicht gerade sozial kompetent.
Arroganz ist nicht gerade anziehend und natürlich möchte ja auch keiner gerne das Gefühl haben gerade wie der letzte Idiot dazustehen.
Da kommt dann eben die Sozialkompetenz ins Spiel.
Man greift halt nach dem Strohhalm, der einem Vertraut und verlässlich vorkommt.
Die Alternative wäre dann halt in der Regel ahnungslos Unsinn zu erzählen oder zu schweigen und damit erst recht wie ein Idiot auszusehen oder raus zu sein.
Und diese "Sozialkompetenz" beschriebt sich halt Trittfestigkeit in Mainstreamthemen und Begeisterung für das Falsche erzeugt dann doch wohl doch nicht so einen positiven Effekt.
Natural Born UnCool

Alle gesellschaftlichen Betrachtungen enthalten zwangsläufig Verallgemeinerungen und werden daher Ausnahmen und Einzelfälle enthalten, denen sie nicht gerecht werden können.

wenn ich nicht antworten sollte heißt das nicht, dass du Recht hast, sondern ich kein Internet!

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von VollAB » Dienstag 30. April 2019, 13:15

NBUC hat geschrieben:
Dienstag 30. April 2019, 13:05
VollAB hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 23:57
Ich weiß nicht, aber wenn man einem sein Wissen so sehr aufdrängen muss, dann wäre das für mich nicht gerade sozial kompetent.
Arroganz ist nicht gerade anziehend und natürlich möchte ja auch keiner gerne das Gefühl haben gerade wie der letzte Idiot dazustehen.
Da kommt dann eben die Sozialkompetenz ins Spiel.
Man greift halt nach dem Strohhalm, der einem Vertraut und verlässlich vorkommt.
Die Alternative wäre dann halt in der Regel ahnungslos Unsinn zu erzählen oder zu schweigen und damit erst recht wie ein Idiot auszusehen oder raus zu sein.
Und diese "Sozialkompetenz" beschriebt sich halt Trittfestigkeit in Mainstreamthemen und Begeisterung für das Falsche erzeugt dann doch wohl doch nicht so einen positiven Effekt.
Nein. Die Alternative wäre es sich ehrlich für seine Mitmenschen oder das Gegenüber zu interessieren und sich weniger versuchen zu profilieren.
Wenn man arrogant auftritt und jedem sein Wissen aufdrängen muss oder womöglich sogar andere Menschen penetrant korrigiert, dann wirkt das unsympathisch. Auch wenn die Person sachlich vermutlich sogar recht hätte, so hat er seine Mitmenschen in dem Punkt trotzdem verloren.
Der Ton macht die Musik und das gilt ja hier auch im Forum. Warum dann also nicht im realen Leben auch?
Du scheinst derweil ein anderes Verständnis von Sozialkompetenz zu haben als ich. Ich beschreibe es lediglich als Fähigkeit bei anderen Menschen meiner Person gegenüber ein Wohlfühleffekt zu erzeugen und das schafft man durch Menschlichkeit und weniger durch Faktenwissen, was hier wieder und wieder aufgegriffen wird.
Es geht nicht um den INHALT, sondern um die Art und Weise wie man sich gibt.

Dass man nach dem greift, dass einem vertraut und verlässlich vorkommt ist absolut verständlich. Jedoch sollte man da versuchen an sich zu arbeiten und hinterfragen aus welcher Motivation heraus man es macht. Meist ist es die eigene Angst fernab vom Faktenwissen nichts weiter beitragen zu können, aber daran gilt es dann zu arbeiten.

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von LonesomeCoder » Dienstag 30. April 2019, 13:38

VollAB hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 19:59
LonesomeCoder hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 19:42
Eigentlich gehts aber bei meiner Reaktion drum, dass der Musikgeschmack doch wichtiger ist als du gesagt hast. Wegen Auswirkungen wie welche Kneipen wer mag oder nicht, wenn jemand durch die Kleidung oder Styling seinen Musikgeschmack ausdrückt, kann das abgeschrecken, es kann später zu Problemen kommen, wenn jemand die Musik vom anderen etwa bei einer Autofahrt nicht tolerieren kann usw.
Das leuchtet mir jetzt nicht ein welche Auswirkungen das haben kann im persönlichen Kennenlernen. Klar, Leute mit ähnlichen Geschmäckern werden sich in gewissen Lokalitäten eher zusammenfinden, aber mehr auch nicht. Das sagt meist rein nichts über die Person an sich aus und die gilt es doch dabei kennenzulernen. D.h. jeder könnte theoretisch auch überall hingehen und es spielt jetzt keine Rolle, was für Musik man selbst hört.
Dass solche Dinge wie Musikgeschmack ernsthaft zum Problem werden kann, halte ich für die äußerste Ausnahme. In der Regel kann man sich da wohl arrangieren oder eben Kompromisse eingehen. Ausschlusskriterium ist es wohl in den aller wenigsten Fällen.
Ich habe selbst genügend Menschen mit denen ich musikgeschmackstechnisch nicht auf einer Wellenlänge bin und wir können uns gut arrangieren, auch wenn ich desöfteren einen negativen Kommentar über gewisse Musikrichtungen, die mir missfallen loswerden muss.
LonesomeCoder hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 19:42
Ein Nerd dürfte in einem Mainstream-Umfeld nur sehr selten passende Leute finden.
Meinst du mit Nerd jetzt jemanden, der dem Stereotyp Nerd entspricht? D.h. so einen McLovin wie bei Super Bad?
Oder reden wir jetzt bei Nerd von einem Kerl, der für eine Randthematik ein ausgeprägtes Interesse besitzt?

Wenn wir von letzterem ausgehen, dann muss ich dir widersprechen. Warum sollte jemand der sich z.B. sehr krass für Star Trek interessiert nicht auch in einem Mainstream-Umfeld passende Leute finden? Wo widerspricht sich das?
Wenn man Nerds als jemanden darstellt, der keine Sozialkompetenz besitzt und nur die eine Thematik in seinem Leben hat, dann mag das gut möglich sein, aber wir reden ja lediglich von Menschen, die sich für eine Randthematik sehr begesitern können, aber ansonsten vom Normalo nicht zu unterscheiden sind.
LonesomeCoder hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 19:42
Übers private Umfeld kennenlernen fällt weg, weil keine gemeinsamen Interessen. Beruflich auch, habe da nur Männer rum. Kaltansprachen und Online bleibt noch. Wenns so einfach wäre, wäre ich nicht AB...
Dann hilft es vielleicht das private Umfeld zu vergrößern und neue Kontakte zu knüpfen. Ist natürlich auch nicht so einfach, aber dort kann man wenigstens ansetzen. Gibt ja genügend andere Menschen, die in einer eher männerlastigen Umgebung leben und trotzdem Frauen kennenlernen. Die müssen ja irgendewtas anders machen.
Ich habe schon drei- oder viermal erklärt, warum deine Aussage für die Bedeutung vom Musikgeschmack nur unter Leuten gilt, die darauf Antworten wie "Mainstream", "Kommerz", "Charts" oder "Radio" geben. Wenn man dagegen was hört, was der Großteil nicht kennt und mag und man selbst einen Großteil aus den Charts nicht leiden kann, ist es was anderes.

Die Nerd-Stereotypen aus Serien kenne ich nicht. Von daher kann ich dazu nichts sagen. Im Gegensatz zu einer "normalen" Person interessieren mich solche Serien nicht. Warum auch? Ich schaue lieber Dokus. Ich mag Sachthemen viel lieber.

Leider ist "Umfeld vergrößern" für die Partnersuche nicht hilfreich, wenn man aufgrund der eigenen Interessen dabei nur Männer kennenlernen will, man aber nur an Sexualität mit Frauen interessiert ist. Auch wieder ein Unterschied zu einer "normalen" Person, die zumindest einige Interessen hat, die sie mit dem anderen Geschlecht teilt.
Xiangni hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 20:24
Wenn jemand Interesse an jemanden hat oder gar in diese Perdon verliebt ist, wird er relativ viel der anderen Person zuliebe machen. Ich bin schon mit ner giten Freundin in die Oper, weil sie mich gefragt hat, weil sie sonst niemanden gefunden hat. Sonst kann man mich mit Oper jagen.
Gilt für mainstreamkompatible Gefühlsmenschen. Nicht für Kopfmensch-Nerds. Ich gehe nur wegen Filmen ins Kino. Das ist ein großer Unterschied. In eine Oper würde ich wegen den für mich nicht aushaltbaren, hohen, schrillen Tönen grundsätzlich nie gehen. "Einer anderen Person zuliebe was machen" würde ich nur aus Fürsorge, z.B. einen Umweg über eine Apotheke nehmen, um für eine kranke Person was zu holen. Aber nie sowas wie einen Kinobesuch oder einen Gang in ein vegetarisches Restaurant.
inVinoVeritas hat geschrieben:
Dienstag 30. April 2019, 11:03
Du beschreibst hier gerade treffend das Gefühl, welches in mir aufkam als ich die letzten paar Seiten dieses Threads gelesen habe.
Mangelhafte Sozialkompetenz bzw. unsympathisches Verhalten bzw. mangelhaftes Interesse am Menschen bzw. seiner Persönlichkeit (bei gleichzeitig ausschließlicher Fixierung auf Sachthemen) scheint im Kern die Ursache zu sein.
Da erübrigen sich ermüdende Diskussionen über die Erweiterung des Social Circles, Ansprechen von Frauen oder gar Dating insgesamt doch von selbst, da sich außer einem weiblichen Nerd-Klon wohl alle anderen Frauen außerhalb der radikal eng gesteckten Interessensgebiete bewegen dürften und an deren Leben und Persönlichkeit sowieso nie irgendein Interesse bestünde (also wodrüber überhaupt mit ihnen reden)?
Wie soll da jemals eine emotionale Bindung zu einer Frau entstehen? Und wozu überhaupt eine Partnerschaft, wenn man andere Menschen nicht aufgrund zwischenmenschlicher Bedürfnisse kennenlernt, sondern ausschließlich danach ob sie in Fachgebiet XY kompetent genug für einen Austausch sind?

Viele der in diesem Thread genannten (für mich) "exotischen" Nerd-Themen sagen wir nichts, aber ich kann mir gut vorstellen dass ich es sehr interessant fände, wenn mir auf einer Party jemand voller Leidenschaft erzählt, was genau an diesem oder jenem Thema nun so faszinierend ist und ich dabei wieder was Neues lerne.
Wenn derjenige das aber von oben-herab macht und keinerlei Interesse an mir als Person und jenen Dingen die mich interessieren zeigt, dann wäre das Gespräch wohl schnell erledigt.
Ich habe einer Frau (absolute Anti-Nerdin) in einer Date-Situation schon die spezielle Relativitätstheorie erklärt und sie hat fasziniert zugehört und zig Fragen dazu gestellt, ich bezweifle dass sie vorher jemals irgendeinen Kontakt zu dem Thema hatte und dass es sie bis dato auch nie interessiert hat. Sie war aber offen für Neues und wir haben uns anschließend noch stundenlang über andere Dinge unterhalten.
Leider haben wir uns diese Eigenheiten nie gewünscht. Ich wünsche mir, mir würden etwa Serien oder Partys besser gefallen als Dokus oder zocken. Aber daran ändert sich nichts, weder mit sich einreden, man finde Serien oder Partys toll (oder sie müssen toll sein, weil so viele sie mögen) oder wenn man sich noch so oft dazu zwingt es zu machen (machte ich frühers, um etwa in der Schule oder im Zivildienst mitreden zu können, war aber mangels Begeisterung an diesen Themen nicht von Erfolg gekrönt).

Emotionale Nähe und Beziehungen suche ich gar nicht. Brauche ich nicht, will ich nicht, wäre nicht dafür geeignet. Und weil ich sie wie gesagt nicht will, ist mir das auch egal. Auf Alltag teilen habe ich keine Lust.
Mir gehts nur um Sexualität. Freundschaft+ mit einer Nerd-Frau (wenn es diese in meinen Bereichen geben würde) wäre ideal, aber reine Sexkontakte würde ich auch nehmen.

Wenn man von was erzählt, was man nur selber, aber nicht das Gegenüber mag, dann ist das automatisch ohne Interesse am Gegenüber.
VollAB hat geschrieben:
Dienstag 30. April 2019, 13:15
Nein. Die Alternative wäre es sich ehrlich für seine Mitmenschen oder das Gegenüber zu interessieren und sich weniger versuchen zu profilieren.
Wenn man arrogant auftritt und jedem sein Wissen aufdrängen muss oder womöglich sogar andere Menschen penetrant korrigiert, dann wirkt das unsympathisch. Auch wenn die Person sachlich vermutlich sogar recht hätte, so hat er seine Mitmenschen in dem Punkt trotzdem verloren.
Der Ton macht die Musik und das gilt ja hier auch im Forum. Warum dann also nicht im realen Leben auch?
Du scheinst derweil ein anderes Verständnis von Sozialkompetenz zu haben als ich. Ich beschreibe es lediglich als Fähigkeit bei anderen Menschen meiner Person gegenüber ein Wohlfühleffekt zu erzeugen und das schafft man durch Menschlichkeit und weniger durch Faktenwissen, was hier wieder und wieder aufgegriffen wird.
Es geht nicht um den INHALT, sondern um die Art und Weise wie man sich gibt.
Wenn "Sozialkompetenz" anderen Honig ums Maul schmieren sein soll, auch wenn man was schlecht oder uninteressant findet, dann will ich das gar nicht werden. Wenn mich was nicht interessiert, wie z.B. was in der Bundesliga oder in Games of Thrones passiert, dann sage ich das auch.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale: https://d-nb.info/1037687477/34

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von Nonkonformist » Dienstag 30. April 2019, 13:43

VollAB hat geschrieben:
Dienstag 30. April 2019, 12:38
Nonkonformist hat geschrieben:
Dienstag 30. April 2019, 11:29
Verkopfte menschen verlieben sich halt über gemeinsame interessen.
Nicht über trieb, hormonen oder haptik.
Das halte ich für eine sehr gefährliche Aussage. Ich bin selbst oft in meinem Kopf, aber über gemeinsame Interessen verliebe ich mich nicht.
Kenne auch ehrlich gesagt keinen anderen Menschen, der sich über gemeinsame Interessen verliebt.
Es aber hilft das Eis zu brechen und den Weg weniger holprig zu gestalten mit der Person warm zu werden.
Ich verliebe mich auch nicht direkt weil wir gemeinsame interessen haben, aber diese gemeinsame interessen sind wohl grund dafür, das es der menge an kontakt gibt, der für das verlieben notwendig ist. Ich habe mich auch verliebt in menschen mit wem ich nicht ganz soviel gemeinsam habe, aber dafür brauch ich auch länger - und mich schnell verlieben tu ich auch bei viele gemeinsame interessen nicht, ich brauche dafür zeit.
Nur optik, oberflächliche sympathie/charme und haptik bewirken bei mir eher nicht das ich mich verliebe. So auf den ersten blick oder nach zehn minuten smalltalk in eine kneipe wird bei mir nicht viel passieren. Über kaltansprachen potentielle partnerinnen finden ist für mich eher ein paralleles universum. Auf den ersten blick bin ich eigentlich gar nicht interessiert. (Bis auf zwei oder drei ausnahmen in 55 jahr)
VollAB hat geschrieben:
Dienstag 30. April 2019, 12:38
Ich denke eher "verkopfte" Menschen sollten sich mal eher versuchen ihren Emotionen fallen zu lassen und Dinge einfach auf sich zukommen zu lassen. Ergo ein wenig lockerer werden und nicht versuchen die Kontrolle über alles zu haben.
Denn "verkopfte" Menschen haben oft den Anspruch alles perfekt machen zu wollen und lassen auch keinen emotional an sich heran, weil sie das ja nicht steuern können, aber gerade diese emotionale Nähe ist ja das, was uns zu Menschen macht und das, was wir an Mitmenschen schätzen. Jemand der nur versucht auf rationaler und sachlicher Ebene zu agieren wird bei seinen Mitmenschen kaum wirkliche Freunde finden, weil man sich dieser Person nie so richtig verbunden fühlt. Sie ist zwar da und nett ist sie auch, aber das Gefühl einer Zusammengehörigkeit fühlt man meist nicht.
Klar bleiben solche Menschen dann eher alleine.
Ich finde es ein wenig schwierig für menschen aus den asperger-bereich zu reden. Selbst bin ich eher in hochsensibelen bereich, und zwisschen menschen aus den asperger-spektrum scheint es auch große unterschiede zu geben. Aber bei so mehreren hier im forum merke ich da nicht viel von Großen Emotionen. Es ist schwierig sich von seinen emotionen führen zu lassen wann es diese nicht gibt.

Ich bin ziemlich emotional, aber nicht für unbekannten. Auch die meisten meiner (späteren) OdBs waren zuerst mal 'neutrums' wofür ich mich keine große mühe gegeben habe, weil es mir an antrieb fehlte. Erst nachdem ich sie - häufig auf neutrale ebene - über längeren zeit besser kennen gelernt habe, kamen die emotionen. Ein unbekannter ist, für mich, auf den ersten blick, erst mal ziemlich uninteressant und auch sofort wieder vergessen. Manche menschen wie ich brauchen zeit zum aufwärmen. Auch meine freundschaften waren nicht beim ersten begegnung bereits da. Trotzdem hielten diese über jahrenlang. Und waren die auch sehr persönlich.
Wie denn auch, ich bin da alles andere als ein spontaner mensch, wanns um kennenlernen geht.
Ein gefühl der zusammengehörigkeit spüre ich nur bei wenigen, und eher auch nur bei anderen individualisten. Gruppenmenschen haben es da bestimmt leichter, aber zu homogene gruppen habe ich eine ziemlich starke abneigung. (Zuviel gruppenzwang.)

Überigens bezweiffele ich auch ob dieses sich schnell fallen lassen immer so zielführend ist - das großteil der ziemlich jämmerlich gescheiterten beziehungen aus meinen umfeld basierte auf solchen rosarote brille-blindheiten. (Inklusive die katastrophal schlechte ehe meiner eltern.)
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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von NBUC » Dienstag 30. April 2019, 16:47

VollAB hat geschrieben:
Dienstag 30. April 2019, 13:15
Nein. Die Alternative wäre es sich ehrlich für seine Mitmenschen oder das Gegenüber zu interessieren und sich weniger versuchen zu profilieren.
Damit das Gegenüber überhaupt bedarf sieht an diesem Interesse muss es erst einmal einen positiven Draht zu einem haben (oder in einer akuten Krise stecken) . Und dieses Interesse entsteht eben aus dem Vorabtasten über Arbeit, Hobbies, Urlaub etc. . Dann ist man sich eben ähnlich oder per zum Wertekanon des Gegenüber passenden Beiträgen inressan - ode eben egal über nervig bis abstoßend und dann ist die Unterhaltung im Üblichen auch beendet.
Findet man einen Draht kann es DANACH mit einer Vertiefung inkl. persönlicherem Fokus weiter gehen. Wobei ich durchaus sehe, dass hier für ABs die nächste Hürde liegt den richtigen Moment zu erkennen und dann auch positiv/ im passenden Tempo umzusetzen. Aber das ist dann eben Schritt3!
VollAB hat geschrieben:
Dienstag 30. April 2019, 13:15
Wenn man arrogant auftritt und jedem sein Wissen aufdrängen muss oder womöglich sogar andere Menschen penetrant korrigiert, dann wirkt das unsympathisch. Auch wenn die Person sachlich vermutlich sogar recht hätte, so hat er seine Mitmenschen in dem Punkt trotzdem verloren.
Der Ton macht die Musik und das gilt ja hier auch im Forum. Warum dann also nicht im realen Leben auch?
Du scheinst derweil ein anderes Verständnis von Sozialkompetenz zu haben als ich. Ich beschreibe es lediglich als Fähigkeit bei anderen Menschen meiner Person gegenüber ein Wohlfühleffekt zu erzeugen und das schafft man durch Menschlichkeit und weniger durch Faktenwissen, was hier wieder und wieder aufgegriffen wird.
Es geht nicht um den INHALT, sondern um die Art und Weise wie man sich gibt.
Ich habe den Eindruck, dass du dir überhaupt keinen Gedanken machst darüber, wie dieses Wohlfühlen in Detail erzeugt wird und welche Neben- undn Vorbedingungen da anliegen. Du schnappst meienm Eindruck nach da einfach ein paar Schlagworte auf und vermengst die zu einem modern klingenem Brei.
Interessant wird es aber genau dann, wenn es nicht reicht Allgemeinplätze anzulassen, weil es nämlich gerade akut Probleme mit dem einen oder anderen Detail gibt.
Und wenn es nur um die Art und Weise der Darstellung geht: Wie wäre denn dann "richtig"?
VollAB hat geschrieben:
Dienstag 30. April 2019, 13:15
Dass man nach dem greift, dass einem vertraut und verlässlich vorkommt ist absolut verständlich. Jedoch sollte man da versuchen an sich zu arbeiten und hinterfragen aus welcher Motivation heraus man es macht. Meist ist es die eigene Angst fernab vom Faktenwissen nichts weiter beitragen zu können, aber daran gilt es dann zu arbeiten.
Die Motiovation ist doch klar: Etwas zu einem Thema sagen, wo man sich wohl und sicher fühlt, um eben nicht gar nichts zu sagen. Und der eine oder andere vermutlich auch, weil er das mit dem "Kommt nur auf die Begeisterung/Darstellung an" geschluckt hat.

Wenn es nur "Angst wäre" - und in dieser Form der Andeutung dann irrationale, dann wäre das ja trivial.
Die Praxis ist aber, dass man es als erfahrung oder auch ganz akut im atuellen umstand eröebt, dass man zu den sonstigen Themen - oft ja auch schon als Teil eines Gruppengesprächs - nichts beitragen kann.
Und jetzt erklär doch bitte einmal wie da das "dran arbeiten" aussehen soll?
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wenn ich nicht antworten sollte heißt das nicht, dass du Recht hast, sondern ich kein Internet!

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von VollAB » Dienstag 30. April 2019, 17:41

NBUC hat geschrieben:
Dienstag 30. April 2019, 16:47
Damit das Gegenüber überhaupt bedarf sieht an diesem Interesse muss es erst einmal einen positiven Draht zu einem haben (oder in einer akuten Krise stecken) . Und dieses Interesse entsteht eben aus dem Vorabtasten über Arbeit, Hobbies, Urlaub etc. . Dann ist man sich eben ähnlich oder per zum Wertekanon des Gegenüber passenden Beiträgen inressan - ode eben egal über nervig bis abstoßend und dann ist die Unterhaltung im Üblichen auch beendet.
Findet man einen Draht kann es DANACH mit einer Vertiefung inkl. persönlicherem Fokus weiter gehen. Wobei ich durchaus sehe, dass hier für ABs die nächste Hürde liegt den richtigen Moment zu erkennen und dann auch positiv/ im passenden Tempo umzusetzen. Aber das ist dann eben Schritt3!
Ja, genau um diesen "Draht" geht es ja. Mit diesen ganzen oberflächlichen Smalltalk-Themen versucht man irgendwo ein Funken der Persönlichkeit seines Gegenübers zu erhaschen, was in den allerwenigsten Fällen funktioniert, da sich die Menschen viel zu sehr auf die Fakten versteifen anstelle von den Gefühlen, die man bei gewissen Tätigkeiten empfunden hat. Deshalb spielt es kaum eine Rolle, was man da als Hobby, Arbeit oder Urlaub gemacht hat, solange man irgendetwas von seiner Persönlichkeit darin verbauen kann. Nicht umsonst sind Menschen, die es schaffen ihre positiven Emotionen auf andere Menschen zu transferieren deutlich sympathischer.
Dabei spielt es eben keine Rolle ob man die selbe Arbeit macht, seine Hobbys teilt oder die gleiche Musik mag. Klar ist das besser um das Eis zu brechen(was ich jetzt bestimmt schon 1000 Mal gesagt habe), aber darüber hinaus muss man sich ja trotzdem irgendwie über seinen Charakter definieren, damit auch die andere Person einen kennenlernen kann.
Man kommt natürlicherweise nicht mit den privatesten Details, aber die Beantwortung der Frage "Warum?" hilft dem Gegenüber häufig zu verstehen wie man tickt und wenn es der Person nicht gefällt, dann kann sie ja gehen. Die Menschen versteifen sich da viel zu sehr auf die Beantwortung der Frage "Was?".
"Was für Hobbys hast du?"
"Was arbeitest du?"
"Was für Musik hörst du?"
"Was hast du in Paris gemacht?"
"Was machst du täglich wenn du von der Arbeit kommst?"
Das sind alles Fragen nach Sachwissen. Die Person lernt man darüber nicht kennen.

"Warum interessiert dich Modelleisenbahn?"
"Warum arbeitest du dort und nicht dort?"
"Warum findest du Schlager scheiße?"
"Warum warst du in Paris und nicht in Lyon?"
"Warum setzt du dich auf die Couch und machst nicht noch Sport wenn du von der Arbeit kommst?"
Alles Fragen, die dem Gegenüber die Möglichkeit geben sich ein wenig zu öffnen und was von sich selbst preiszugeben. Und damit kommen wir zu dem 2. Text.
NBUC hat geschrieben:
Dienstag 30. April 2019, 16:47
Ich habe den Eindruck, dass du dir überhaupt keinen Gedanken machst darüber, wie dieses Wohlfühlen in Detail erzeugt wird und welche Neben- undn Vorbedingungen da anliegen. Du schnappst meienm Eindruck nach da einfach ein paar Schlagworte auf und vermengst die zu einem modern klingenem Brei.
Interessant wird es aber genau dann, wenn es nicht reicht Allgemeinplätze anzulassen, weil es nämlich gerade akut Probleme mit dem einen oder anderen Detail gibt.
Und wenn es nur um die Art und Weise der Darstellung geht: Wie wäre denn dann "richtig"?
Ich habe den Eindruck, dass du eben nicht weißt wie ein Wohlfühlen überhaupt erzeugt wird oder warum sich Menschen wohlfühlen. Mir scheint es eher, dass du nach einer Bedienungsanleitung suchst und dieser 1zu1 bei jeder Person so anwenden kannst und damit zum Erfolg gelangst.
Diese Anleitung gibt es, aber sie ist eben nicht quantifizierbar wie du es gerne hättest, da die Variablen keine Konstanten darstellen, sondern flexibel sind.
Die Anleitung besteht daraus, dass man bei Menschen ein Gefühl der Nähe und Verständnis herstellt. Dass sie das Gefühl bekommen dich verstehen zu können und sogar viele Charakteristika mit dir teilen.
Da jeder Mensch individuell ist und auf seine Weise bestimmte Erfahrungen durchlebt hat, gibt es keine Papieranleitung dafür, aber wenn man viel mit Menschen zu tun hat und sein Handeln reflektieren kann, dann bekommt man ein Gefühl wie bestimmte Menschen ticken könnten.
Auch das ist wenig quantifizierbar.
Wenn ich mit dir schreibe, dann überkommt mich ein Gefühl, dass ähnlich ist mit...
"Alles Wissenschaft was anfassbar ist, ist tatsächlich Wissenschaft und alles, was in den Köpfen der Menschen stattfindet ist Humbug, weil man es nicht nachweisen kann"
Was man aber dennoch tun kann, um allgemein mehr als Mensch wahrgenommen zu werden, ist sich emotional gegenüber anderen Menschen zu öffnen und mal einen kleinen Teil von seiner Persönlichkeit preiszugeben.
NBUC hat geschrieben:
Dienstag 30. April 2019, 16:47
Die Motiovation ist doch klar: Etwas zu einem Thema sagen, wo man sich wohl und sicher fühlt, um eben nicht gar nichts zu sagen. Und der eine oder andere vermutlich auch, weil er das mit dem "Kommt nur auf die Begeisterung/Darstellung an" geschluckt hat.

Wenn es nur "Angst wäre" - und in dieser Form der Andeutung dann irrationale, dann wäre das ja trivial.
Die Praxis ist aber, dass man es als erfahrung oder auch ganz akut im atuellen umstand eröebt, dass man zu den sonstigen Themen - oft ja auch schon als Teil eines Gruppengesprächs - nichts beitragen kann.
Und warum ist das die Motivation? Warum ist die Motivation nicht einfach schweigen?
Ja, und was ist jetzt so schlimm daran zu den Themen keinen Gesprächseinstieg zu finden und nichts beitragen zu können?
Wenn es nicht Angst ist. Was dann?
NBUC hat geschrieben:
Dienstag 30. April 2019, 16:47
Und jetzt erklär doch bitte einmal wie da das "dran arbeiten" aussehen soll?
In dem man z.B. mal versucht über seinen Schatten zu springen und ehrlich mit seinen Mitmenschen zu kommunizieren. D.h. auch mal Komplimente fallen lässt, wenn einem etwas gefällt und vielleciht auch mal offen zuzugeben, dass man sich in solchen Situationen immer überfordert fühlt und daher total awkward ist und auf ehrliches Feedback hofft wie man denn bei anderen Menschen ankommt.
Das habe ich desöfteren gemacht und danach mochten die Menschen mich noch mehr. Übrigens ist mir auch aufgefallen, dass viele Menschen einfach selbst die eigenen Ängste teilen und es schweißt zusammen, wenn man ähnlich fühlt.
So habe ich einigen Frauen mal gesagt, dass ich zuerst dahcte, dass sie komplett arrogant wäre und total desinteressiert aussahen, aber sie selbst haben das absolut nicht so empfunden.

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von NBUC » Dienstag 30. April 2019, 18:16

VollAB hat geschrieben:
Dienstag 30. April 2019, 17:41
Ja, genau um diesen "Draht" geht es ja. Mit diesen ganzen oberflächlichen Smalltalk-Themen versucht man irgendwo ein Funken der Persönlichkeit seines Gegenübers zu erhaschen, was in den allerwenigsten Fällen funktioniert, da sich die Menschen viel zu sehr auf die Fakten versteifen anstelle von den Gefühlen, die man bei gewissen Tätigkeiten empfunden hat. Deshalb spielt es kaum eine Rolle, was man da als Hobby, Arbeit oder Urlaub gemacht hat, solange man irgendetwas von seiner Persönlichkeit darin verbauen kann. Nicht umsonst sind Menschen, die es schaffen ihre positiven Emotionen auf andere Menschen zu transferieren deutlich sympathischer.
Der Nerd, dem die Begeisterung für sein Hobby durchgegangen ist, wurde doch gerade erst in grudn und Boden verdammt!

Und was das Gegenüber so fühlt etc interessiert doch erst dann, wenn es bereits einen ersten Draht gibt. Davor dürfte so etwas eher als Belästigung angesehen werden, weil es Themen einer Intimitätsstufe berührt, zu welchem das Gesamtklima noch nicht passt.

Das Problem der ABs liegt doch in der Regel viel früher: Wie bekomme ich einen Eindruck vermittelt (udn das Gespräch so lange gehalten) , dass das Gegenüber für solche intimeren Details offen wird?
VollAB hat geschrieben:
Dienstag 30. April 2019, 17:41
Dabei spielt es eben keine Rolle ob man die selbe Arbeit macht, seine Hobbys teilt oder die gleiche Musik mag. Klar ist das besser um das Eis zu brechen(was ich jetzt bestimmt schon 1000 Mal gesagt habe), aber darüber hinaus muss man sich ja trotzdem irgendwie über seinen Charakter definieren, damit auch die andere Person einen kennenlernen kann.
Nach dem Eis brechen!

Bezgl. Warum:
Warum erzeugt auch einen gewissen Rechtfertigungsgrund, insbesondere wenn da gegenüber diesbezüglich oder insgesamt eher unsicher ist. Und so ein Gefühl gefdrängt zu werden führt dann eben auch wieder zum Schutzreflex "Böse werden" oder abbrechen und Distanz gewinnen.

VollAB hat geschrieben:
Dienstag 30. April 2019, 17:41
Ich habe den Eindruck, dass du eben nicht weißt wie ein Wohlfühlen überhaupt erzeugt wird oder warum sich Menschen wohlfühlen. Mir scheint es eher, dass du nach einer Bedienungsanleitung suchst und dieser 1zu1 bei jeder Person so anwenden kannst und damit zum Erfolg gelangst.
Ich habe gewisse generelle Vorstellungen, welche ich hier eben gerade nicht wiederfinde., aber dafür so einige Details, die meines Wissens einfach falsch sind - generell oder eben vom Timing/Vorbedingungen her.
VollAB hat geschrieben:
Dienstag 30. April 2019, 17:41
Was man aber dennoch tun kann, um allgemein mehr als Mensch wahrgenommen zu werden, ist sich emotional gegenüber anderen Menschen zu öffnen und mal einen kleinen Teil von seiner Persönlichkeit preiszugeben.
Richtig, aber dafür muss der Acker der Aufnahmebereitaschaft überhaupt erst einmal bereitet sein.

Nimm als Beispiel LSC. Der gibt jede Menge von seinem Innenleben preis. Bekommt er dafür auch nur annäherungsweise positive Rückmeldung oder gar Kontaktanfragen? Sieht nicht so aus.
VollAB hat geschrieben:
Dienstag 30. April 2019, 17:41
Und warum ist das die Motivation? Warum ist die Motivation nicht einfach schweigen?
Ja, und was ist jetzt so schlimm daran zu den Themen keinen Gesprächseinstieg zu finden und nichts beitragen zu können?
Wenn es nicht Angst ist. Was dann?
Weil das Gespräch und oft auch der Kontakt dann game over ist, bzw. man dann aus der Gruppe abgehängt wird?!

VollAB hat geschrieben:
Dienstag 30. April 2019, 17:41
In dem man z.B. mal versucht über seinen Schatten zu springen und ehrlich mit seinen Mitmenschen zu kommunizieren. D.h. auch mal Komplimente fallen lässt, wenn einem etwas gefällt und vielleciht auch mal offen zuzugeben, dass man sich in solchen Situationen immer überfordert fühlt und daher total awkward ist und auf ehrliches Feedback hofft wie man denn bei anderen Menschen ankommt.
Das habe ich desöfteren gemacht und danach mochten die Menschen mich noch mehr. Übrigens ist mir auch aufgefallen, dass viele Menschen einfach selbst die eigenen Ängste teilen und es schweißt zusammen, wenn man ähnlich fühlt.
So habe ich einigen Frauen mal gesagt, dass ich zuerst dahcte, dass sie komplett arrogant wäre und total desinteressiert aussahen, aber sie selbst haben das absolut nicht so empfunden.
"Ehrlich" war der Satz mit dem "Du siehst ganz erträglich aus, hast du irgendwelche anderen positiven Eigenschaften?".
Wie auch bestätigt wurde eher ein suboptimaler Ansatz.


Ich habe massiv den Eindruck, du gehst schon von einer Art Datesituation aus, wo es nur noch darum geht aus einer bereits bestehenden ersten Anziehung dann unfallarm etwas Größeres zu entwickeln.

Das ist irgendwie einem Dauerarbeitslosen zu sagen: Stellen sie doch ein paar interessierte, Ahnung vermittelnde Fragen zu den Betriebsdetails in ihren Vorstellungsgesprächen. Ja, hilft sicher, aber nicht dem Dauerarbeitslosen, der seine letzte Einladung zu einem Vorstellungsgespräch vor X Jahren hatte.
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Alle gesellschaftlichen Betrachtungen enthalten zwangsläufig Verallgemeinerungen und werden daher Ausnahmen und Einzelfälle enthalten, denen sie nicht gerecht werden können.

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