bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

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LonesomeCoder
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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von LonesomeCoder » Montag 29. April 2019, 12:25

Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 08:48
Damit habe ich versucht, auf die hier verbreitete hyperoptimistische Einstellung anzuspielen, daß nichts (zu) unwahrscheinlich ist, daß sich alles lohnt, oder gar, daß alle Wahrscheinlichkeiten als 1:1 oder besser angenommen werden müssen. Gemäß dieser Einstellung kann man 10.000× gegen eine Wand rennen, jedes Mal schmerzhaft aufprallen, es aber trotzdem immer wieder versuchen – denn ganz bestimmt wird man irgendwann per quantenmechanischem Tunneleffekt durch die Wand hindurchpassieren. Man muß es nur oft genug versuchen. Es lohnt sich immer.
Und wenn mans doch macht wie ich bei den Kaltansprachen, dann wird man von den selben Leuten wegen seiner "Ein Sekunde Versuchen" sogar noch ausgelacht.
Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 11:32
Seb-X hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 09:06
Um mich wie ein Loser zu fühlen, muss ich nicht erst Paare sehen. Dazu reichen allein Frauen, die ich attraktiv finde.
Das kann ich für mich bestätigen.
Frauen annähernd in meinem Alter überhaupt.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale: https://d-nb.info/1037687477/34

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von VollAB » Montag 29. April 2019, 14:48

Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 08:48
Damit habe ich versucht, auf die hier verbreitete hyperoptimistische Einstellung anzuspielen, daß nichts (zu) unwahrscheinlich ist, daß sich alles lohnt, oder gar, daß alle Wahrscheinlichkeiten als 1:1 oder besser angenommen werden müssen. Gemäß dieser Einstellung kann man 10.000× gegen eine Wand rennen, jedes Mal schmerzhaft aufprallen, es aber trotzdem immer wieder versuchen – denn ganz bestimmt wird man irgendwann per quantenmechanischem Tunneleffekt durch die Wand hindurchpassieren. Man muß es nur oft genug versuchen. Es lohnt sich immer.
Dazu müsste man sich fragen wie oft man es denn wirklich versucht hat. Ich lese es häufig hier, dass es sich nicht lohnt Frauen anzusprechen und das ja nicht die Möglichkeit sein kann um eine Frau kennenzulernen. Da ist der Schmerz eines Korbes viel zu groß, weshalb man es lieber nicht tut.
Meine nächste Frage wäre dann natürlich: Wie wollt ihr Frauen dann kennenlernen, wenn ihr keine ansprechen wollt? Auf den 6er im Lotto warten?
Klar ist die Chance gering, dass man bei einer Person die vermeintliche Traumfrau kennenlernt, aber die Chance ist wenigstens da.
Wenn man Freunde sucht, dann hat man ja auch nicht den Anspruch, dass jede Person mit der man interagiert auch ein potentieller Freund sein muss.
Für mich wären die Opportunitätskosten des Nichts-Tuns-und-einfach-hoffen zu hoch.
Ferner sollte man sich auch die Frage stellen, ob die imaginäre Zukunftsdame diese "Qualität" sich Gründe auszumalen, warum es grober Unfug ist eine Frau anzusprechen bzw. Angst davor hat schätzen würde.
Ich finde es jedenfalls inspirierender, wenn jemand, unabhängig von der Thematik, es hundert Mal versucht hat und am Ende doch sein Ziel erreicht hat oder es wenigstens besser wird als jemand der sich in der selben Zeit hundert Gründe ausmalt, warum er nicht eine einzige Frau ansprechen sollte und es daher auch nicht versucht, aber trotzdem darüber meckert, dass alles Mist sei.
Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 08:48
Prog ist nicht gleich Prog.

So manch eine der Prog-Bands der ersten Stunde haben auch weibliche Fans, so wenige, wie es auch sein mögen.

Rush sind nicht nur Spätprog aus einer Zeit, als Prog eigentlich schon tot war, sondern haben als Zielgruppe im Grunde genommen nur Nerds, die sich auch für so Dinge interessieren wie obskure Science-Fiction. Daß es Prog ist, daß es nur von Nerds gehört wird und daß es keinerlei Mainstream-Pop-Radio-Airplay hat (zumindest nicht in Deutschland), all dies schaukelt sich derart auf, daß Rush endgültig nur noch von Männern gehört werden. Tja, und wie ich schon schrieb, die sind auch noch alle Nerds. Bei Devo und Oingo Boingo dürfte es ähnlich aussehen, nur daß die nicht progressiv sind.
Ich glaube für 95% aller potentiellen Kandidatinnen ist das ein unwesentlicher Faktor welche Musik man hört.
Was ist so schlimm daran ein Nerd zu sein? Das würde ich sogar eher als positiv ansehen, wenn man etwas im Leben hat wofür man eine Leidenschaft hat.

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von NBUC » Montag 29. April 2019, 16:37

VollAB hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 14:48
Ich finde es jedenfalls inspirierender, wenn jemand, unabhängig von der Thematik, es hundert Mal versucht hat und am Ende doch sein Ziel erreicht hat oder es wenigstens besser wird als jemand der sich in der selben Zeit hundert Gründe ausmalt, warum er nicht eine einzige Frau ansprechen sollte und es daher auch nicht versucht, aber trotzdem darüber meckert, dass alles Mist sei.
Hier haben wir aber
"es hundert Mal versucht hat und am Ende doch NICHT sein Ziel erreicht hat oder auch nicht erkennbar besser wurde"

Wie oft und was hier jeder schon versucht hat weißt du ja gar nicht bzw. was hioer schon beschrieben wurde wird einfach ignoriert.
So vom hohen Sockel Vorwürfe fallen lassen ist ja auch viel einfacher.
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Alle gesellschaftlichen Betrachtungen enthalten zwangsläufig Verallgemeinerungen und werden daher Ausnahmen und Einzelfälle enthalten, denen sie nicht gerecht werden können.

wenn ich nicht antworten sollte heißt das nicht, dass du Recht hast, sondern ich kein Internet!

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von Melli » Montag 29. April 2019, 16:48

NBUC hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 16:37
Hier haben wir aber
"es hundert Mal versucht hat und am Ende doch NICHT sein Ziel erreicht hat oder auch nicht erkennbar besser wurde"
Wie oft und was hier jeder schon versucht hat weißt du ja gar nicht bzw. was hioer schon beschrieben wurde wird einfach ignoriert.
So vom hohen Sockel Vorwürfe fallen lassen ist ja auch viel einfacher.
Manche wissen entweder nicht, wie frustrierend das ist, oder sie ertragen die Konfrontation damit nicht.

(Sowas passiert auch an anderen Stellen im Leben, und natürlich gereicht das nur zu umso ärgerem Frust.)
VollAB hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 14:48
Ich glaube für 95% aller potentiellen Kandidatinnen ist das ein unwesentlicher Faktor welche Musik man hört.
Indifferenz ist vielleicht nicht der Idealzustand, aber... na gut.

Es soll ja auch Musikerinnen geben...
VollAB hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 14:48
Das würde ich sogar eher als positiv ansehen, wenn man etwas im Leben hat wofür man eine Leidenschaft hat.
Wenn es nur darum ginge (siehe die bislang vorgebrachten Einwände), könnte ich dem unbedingt zustimmen.
Löcher in die Wand starren ist nur eine weitere Art, Mauern einzureißen.

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Montag 29. April 2019, 17:25

VollAB hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 14:48
Ich glaube für 95% aller potentiellen Kandidatinnen ist das ein unwesentlicher Faktor welche Musik man hört.
Wenn man massenkompatible Musik hört. Oder wenn man Musik hört, die auch von einer signifikanten Anzahl an Frauen im geeigneten Alter gehört wird.

Ich aber beispielsweise höre praktisch durchweg Musik, mit der ich meine Dating-Zielgruppe gleich wieder verjage – oder sie zumindest dazu bringe, mich so lange zu nerven, bis ich diese Musik wieder abschalte. Das liegt teilweise daran, daß ich für den überwiegenden Teil meines Musikgeschmacks zu jung bin.
VollAB hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 14:48
Was ist so schlimm daran ein Nerd zu sein? Das würde ich sogar eher als positiv ansehen, wenn man etwas im Leben hat wofür man eine Leidenschaft hat.
Ich weiß, du bist neu hier, aber: Du hast den Thread nicht gelesen, kann das sein?

Du hast außerdem keine realistische Einschätzung davon, was alles „Nerd“ sein kann, glaubst aber, eine zu haben, richtig?

Wer sagt, Nerdsein ist Mainstream und/oder positiv, kennt nur Mainstream-Nerd-Sachen – und nicht die wirklich harten Nerd-Themen abseits des Mainstreams.
[+] Erklärung, wie weit Nerd gehen kann, die die meisten von euch schon kennen
Beispiel „Computer“. Da denkt man zunächst einmal an den relativ neuen, leistungsfähigen, spieletauglichen Rechner mit vorinstalliertem Windows, auf dem die neuesten Games gezockt werden, die alle schön auf Steam gekauft werden.

In dem Bereich geht es sehr viel härter. Wir ersetzen den schicken modernen durch ein ca. acht Jahre altes, schlicht graues ThinkPad. Windows ersetzen wir durch Linux GNU. Aber nicht Ubuntu. Auch nicht OpenSuSE. Nicht einmal Debian oder Fedora. Nein – Gentoo. Oder Slackware. Und dann aber auch nicht mit einer schönen bunten Desktopumgebung wie KDE Plasma, GNOME, Cinnamon, MATE, Xfce oder so – sondern mit Ratpoison, einem ultra-minimalistischen Tiling Window Manager, der noch kruder aussieht als Windows 1.0, sich nur per Tastatur steuern läßt und somit für Windows-Umsteiger komplett unbenutzbar ist. Abgesehen davon, daß es da keinerlei Eyecandy gibt. Und trotzdem ist der Nutzer dieses Systems damit um einiges schneller als selbst langjährig erfahrene Windows-Routiniers mit Windows.

(Wer das jetzt auf mich bezieht, weil er/sie glaubt, ich schriebe immer nur über mich: Ich nutze Debian und eine Desktopumgebung.)

In der Praxis laufen darauf dann sowieso nur Terminal-Emulationen, weil die Maschine zum weit überwiegenden Teil per Kommandozeile gesteuert wird. Statt Word gibt es vi oder vim (und wenn es unbedingt schön aussehen soll, einen LaTeX-Compiler). Gespielt wird entweder überhaupt nicht oder höchstens ein rein konsolenbasiertes Roguelike wie Nethack.

Normalerweise hat man ja auch nur einen Computer, richtig? Und den fährt man nach Benutzung brav wieder herunter, richtig? In diesem Fall nicht. In diesem Fall gibt es noch mindestens einen Rechner, nicht selten mehrere, die rund um die Uhr laufen. Auf diesen Rechnern läuft ein bis zum Gehtnichtmehr gehärtetes Debian stable ohne jegliche grafische Umgebung, sie sind sehr häufig aus Einzelkomponenten selbstgebaut, und sie haben weder Monitor noch Grafikkarte noch Tastatur noch Maus. Sie dienen nur als Server für verschiedene Zwecke (Webserver, Fileserver, Mailserver, DNS-Server mit integriertem Ad- und Malware-Blocker, OpenVPN-Server, XMPP-Server etc., allesamt längst als isolierte Container) und werden per ssh gewartet.

Wenn du LAN-Partys als zwar nerdy, aber nicht unnormal ansiehst, wie sieht es dann aus mit Hackertreffen wie Chaos Communication Congress, Easterhegg und dergleichen? Oder der zahlenden Mitgliedschaft im Chaos Computer Club oder der Free Software Foundation Europe?

Übrigens: So etwas wie WhatsApp sehe ich nicht als nerdig an. XMPP und Matrix, die sind nerdig. Dann auch noch einen eigenen privaten Server dafür zu betreiben (der übrigens mit allen anderen Servern kommunizieren kann), ist übernerdig.

Game of Thrones auf Deutsch auf Netflix zu sehen, soll schon nerdig sein? Wie wäre es statt dessen mit My Little Pony: Friendship is Magic? Was ja angeblich für 3jährige Mädchen ist? Dann auch noch im englischen Originalton? Als nicht so ganz legaler, von Fans organisierter Webstream aus den USA, also zeitgleich mit der Nordamerikapremiere? Diese Serie startete nämlich eine Woche vorher in ihre letzte Staffel – die 9. Staffel. Sie hat augenblicklich 201 veröffentlichte Episoden.

Aber warte, das geht noch weiter zu toppen. Wieviele deutsche Game of Thrones-Zuschauer sind wohl gerade auf der Ice and Fire Con in den USA? Dem halte ich den Besuch der GalaCon in Ludwigsburg entgegen. Oder gar den Flug zur allerletzten BronyCon nach Baltimore, um diese Riesenconvention noch einmal vor ihrer Einstellung zu sehen.

Game of Thrones gilt schon als nerdy, wenn man wirklich nur die Serie sieht und überhaupt nicht weiß, daß es auf der Romanreihe A Song of Ice and Fire basiert, geschweige denn, daß man je einen einzigen Band davon gelesen hätte. Wie wäre es, wenn man statt dessen mehr Regalmeter an MLP:FiM-Büchern hat, als ASoIaF umfaßt? Dazu die IDW-Comics? Auch alle als englische Grauimporte?

Das geht immer noch zu toppen: Was, wenn man dann auch noch hochwertige Fanart anfertigt? Oder Fanfiction schreibt (herrje, Fanfiction ist an sich schon sehr nerdy)? Oder gar Fanmusik produziert? Oder zumindest Fanfiction liest und Fanmusik hört? (Zu MLP:FiM gibt es ein Fanmusik-Archiv, das schon in „Smartphone-MP3-Qualität“ über 70 GB groß ist.)

Manga und Anime werden ja auch gern pauschal vollumfänglich als mainstreamig und harmlos bezeichnet. Vielleicht die Studio-Ghibli-Filme und die Anime-Serien, die im deutschen Fernsehen gelaufen sind mit deutschen Synchronisationen.

Wie sähe es denn aus mit einem Otaku, der zu Hause nicht nur mehr als zehn Regalmeter grauimportierte Manga auf japanisch hat, überwiegend Serien, die selbst bei hiesigen Comicläden nicht erhältlich sind? Außerdem hunderte Anime-DVDs, allesamt im japanischen Originalton entweder mit englischen Fansubs oder ganz ohne Untertitel – Serien, die es hier auch nie gab, wie Panty & Stocking with Garterbelt? Entsprechende Poster an der Wand? Mindestens ein Dakimakura? Das eine oder andere Cosplay-Outfit im Schrank, das gern zu Manga-/Anime-Conventions getragen wird? (Zumindest gibt es unter den Otaku viele Frauen, aber ob die Dakimakura tolerieren dürften …)

Star Wars soll gleichzeitig nerdy und Mainstream sein. Aber: Der Casual-Fan, der sich auch an den jüngeren Filmen erfreuen kann, ist meilenweit vom Nerd-Level des alteingesessenen Fan entfernt, für den die Episoden Ⅰ, Ⅱ, Ⅲ, Ⅶ, Ⅷ und generell alles ab den späten 1990er Jahren Produzierte nicht existiert (somit auch weder Midichlorianer noch Jar Jar Binks), der dafür aber mehrere Regalmeter Expanded Universe hat und um Größenordnungen mehr über Charaktere und Planeten aus dem Expanded Universe weiß als der Casual-Fan über Obi-Wan Kenobi und Tatooine.

Dito Star Trek. Wer gelegentlich Star Trek: Discovery sieht, ist längst nicht so sehr Nerd wie derjenige, der die bloße Existenz dieser Serie (oder zumindest ihre Kanon-Zugehörigkeit) vehement abstreitet, auch mit Star Trek: Enterprise seine Probleme hat, den nur der Anstand davon abhält, Morddrohungen an J.J. Abrams zu verschicken, der dafür aber die Decksgrundrisse sämtlicher Schiffe der Föderation seit Gene Roddenberry auswendig kennt, fließend Klingonisch spricht und jedes Jahr auf die Star Trek Las Vegas fliegt.

Es gibt Leute, die die Kinoverfilmung von Per Anhalter durch die Galaxis gesehen haben – und zwar nur die. Es gibt aber auch solche, die kennen alle Romane, die kennen die Comics, die kennen die BBC-Fernsehserie (am besten noch jeweils auf englisch), die kennen das Textadventure, die kennen die Radiohörspiele, und die gehen jedes Jahr am 25. Mai zum Towel Day – und haben dann auch den ganzen Tag lang ein Handtuch sichtbar bei sich und können die Stelle aus dem Anhalter Wort für Wort auswendig rezitieren, die erklärt, warum Handtücher so praktisch sind und Anhalter immer eines bei sich haben sollten. Höchstwahrscheinlich haben sie schon einmal Leute bezeichnet als „Rudel hirnloser Irrer, die als erste an die Wand gestellt werden, wenn die Revolution kommt“, und/oder vogonische Lyrik rezitiert und/oder angemessen auf vogonische Lyrik reagiert.

Wohlgemerkt, es gibt auch noch sehr viel obskurere und damit nerdigere Science-Fiction-Franchises.

Ich wage zu behaupten, viele Menschen in Deutschland können nichts anfangen mit dem besonderen Humor von Mystery Science Theater 3000. Die meisten wissen ja weder, daß es existiert, noch, was es ist.

Was Comics angeht, vor allem von Verlagen wie Marvel und DC: Was noch nicht verfilmt wurde, ist übernerdy – wie z. B. Deadpool, bis dieser Blockbuster über ihn gedreht wurde. Darauf zu beharren, daß Wade Walker ein High-School-Schüler war, bevor er zu Deadpool wurde, ist nach wie vor übernerdy. Das bedeutet nämlich, daß man die Comics kannte, bevor man den Film sah – wenn man den Film überhaupt gesehen hat. Überhaupt: Geschichten über DC- oder Marvel-Charaktere zu kennen, die es nie als Hollywood-Blockbuster gab, ist übernerdy, weil es sie nie als Hollywood-Blockbuster gab, man also die entsprechenden Comics gelesen haben muß.

Aus den The Dark Knight-Filmen zu zitieren, ist grenz-übernerdy (weil die Anwendung von Filmzitaten generell sehr nerdy ist, von sehr wenigen Ausnahmen wie z. B. zwei Zitaten aus Casablanca abgesehen). Robins „Heilige/r/s …, Batman!“ aus der Adam-West-Serie aus den 1960er Jahren ist extrem nerdy.

A propos Zitate und evtl. nerdige Medien: Was würdest du sagen, wenn ich dir sage, daß es Leute gibt, die – wie andere Leute aus Romanen oder Filmen zitieren – aus Fanfiction zitieren?

Hältst du es auch noch für harmlos, wenn jemand im Gespräch über serielle Erzählmedien (Filmreihen, TV-Serien, Buchreihen, Comicserien, Franchises, die über mehrere Medienformate gehen etc.) Begriffe verwendet (und sich eben auch mit Konzepten beschäftigt) wie
  • Kanon
  • Fanon
  • Kopfkanon
  • Retcon/geretcont
  • Orwellsche Retcon
  • gejosst
  • Spoiler
  • Reboot
  • AU/Alternativuniversum
  • Darkhorse
  • Mary Sue/Gary Stu
  • Fanpandering
Wenn jemand diese Begriffe verwendet, ohne sie zu erklären, versteht ihn niemand. Verwendet derjenige sie und erklärt sie nebenher, wird das, was er erzählt, extrem langatmig.
Das sind nur einige wenige Beispiele dafür, wie weit Nerdtum gehen kann, Beispiele, die die Allgemeinheit nicht kennt und daher Nerds gern völlig falsch einschätzt. Sollten diese Beispiele noch nicht überzeugend sein, kann ich gern noch mehr schreiben, wenn ich die Zeit finde.
← Das da sind keine Klaviertasten. Es sind Synthesizertasten. Doch, da gibt es Unterschiede.
Bisherige Signatur ersetzt, weil die sowieso kaum jemand liest.

INTJ nach Myers-Briggs

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von VollAB » Montag 29. April 2019, 17:37

NBUC hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 16:37
VollAB hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 14:48
Ich finde es jedenfalls inspirierender, wenn jemand, unabhängig von der Thematik, es hundert Mal versucht hat und am Ende doch sein Ziel erreicht hat oder es wenigstens besser wird als jemand der sich in der selben Zeit hundert Gründe ausmalt, warum er nicht eine einzige Frau ansprechen sollte und es daher auch nicht versucht, aber trotzdem darüber meckert, dass alles Mist sei.
Hier haben wir aber
"es hundert Mal versucht hat und am Ende doch NICHT sein Ziel erreicht hat oder auch nicht erkennbar besser wurde"

Wie oft und was hier jeder schon versucht hat weißt du ja gar nicht bzw. was hioer schon beschrieben wurde wird einfach ignoriert.
So vom hohen Sockel Vorwürfe fallen lassen ist ja auch viel einfacher.
In der Tat weiß ich nicht wie oft jemand es hier versucht hat, aber für mich erweckt es den Eindruck von dem ganzen, was ich hier lese, dass die Leute sich eher darüber den Kopf zerbrechen, warum sie denn NICHT aktiv werden sollten, abgesehen von den paar Nachrichten, die über Schriftverkehr online verschickt werden.
Was hier meist beschrieben wird ist eine Rechtfertigung dafür, warum sich das ansprechen von Frauen nicht auszahlt und man diese Mühe daher gar nicht erst investieren sollte.

Wie man denn eine Interaktion mit einer fremden Dame möglichst angenehm für beide Seiten machen kann, wird hier meist ja nicht gefragt oder diskutiert.
Vielmehr wird sich darüber ausgetauscht, warum es jetzt dämlich wäre das Risiko eines Korbs einzugehen. Dann hat man ja sofort schlechte Laune.

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von VollAB » Montag 29. April 2019, 17:51

Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 17:25
VollAB hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 14:48
Ich glaube für 95% aller potentiellen Kandidatinnen ist das ein unwesentlicher Faktor welche Musik man hört.
Wenn man massenkompatible Musik hört. Oder wenn man Musik hört, die auch von einer signifikanten Anzahl an Frauen im geeigneten Alter gehört wird.

Ich aber beispielsweise höre praktisch durchweg Musik, mit der ich meine Dating-Zielgruppe gleich wieder verjage – oder sie zumindest dazu bringe, mich so lange zu nerven, bis ich diese Musik wieder abschalte. Das liegt teilweise daran, daß ich für den überwiegenden Teil meines Musikgeschmacks zu jung bin.
VollAB hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 14:48
Was ist so schlimm daran ein Nerd zu sein? Das würde ich sogar eher als positiv ansehen, wenn man etwas im Leben hat wofür man eine Leidenschaft hat.
Ich weiß, du bist neu hier, aber: Du hast den Thread nicht gelesen, kann das sein?

Du hast außerdem keine realistische Einschätzung davon, was alles „Nerd“ sein kann, glaubst aber, eine zu haben, richtig?

Wer sagt, Nerdsein ist Mainstream und/oder positiv, kennt nur Mainstream-Nerd-Sachen – und nicht die wirklich harten Nerd-Themen abseits des Mainstreams.
[+] Erklärung, wie weit Nerd gehen kann, die die meisten von euch schon kennen
Beispiel „Computer“. Da denkt man zunächst einmal an den relativ neuen, leistungsfähigen, spieletauglichen Rechner mit vorinstalliertem Windows, auf dem die neuesten Games gezockt werden, die alle schön auf Steam gekauft werden.

In dem Bereich geht es sehr viel härter. Wir ersetzen den schicken modernen durch ein ca. acht Jahre altes, schlicht graues ThinkPad. Windows ersetzen wir durch Linux GNU. Aber nicht Ubuntu. Auch nicht OpenSuSE. Nicht einmal Debian oder Fedora. Nein – Gentoo. Oder Slackware. Und dann aber auch nicht mit einer schönen bunten Desktopumgebung wie KDE Plasma, GNOME, Cinnamon, MATE, Xfce oder so – sondern mit Ratpoison, einem ultra-minimalistischen Tiling Window Manager, der noch kruder aussieht als Windows 1.0, sich nur per Tastatur steuern läßt und somit für Windows-Umsteiger komplett unbenutzbar ist. Abgesehen davon, daß es da keinerlei Eyecandy gibt. Und trotzdem ist der Nutzer dieses Systems damit um einiges schneller als selbst langjährig erfahrene Windows-Routiniers mit Windows.

(Wer das jetzt auf mich bezieht, weil er/sie glaubt, ich schriebe immer nur über mich: Ich nutze Debian und eine Desktopumgebung.)

In der Praxis laufen darauf dann sowieso nur Terminal-Emulationen, weil die Maschine zum weit überwiegenden Teil per Kommandozeile gesteuert wird. Statt Word gibt es vi oder vim (und wenn es unbedingt schön aussehen soll, einen LaTeX-Compiler). Gespielt wird entweder überhaupt nicht oder höchstens ein rein konsolenbasiertes Roguelike wie Nethack.

Normalerweise hat man ja auch nur einen Computer, richtig? Und den fährt man nach Benutzung brav wieder herunter, richtig? In diesem Fall nicht. In diesem Fall gibt es noch mindestens einen Rechner, nicht selten mehrere, die rund um die Uhr laufen. Auf diesen Rechnern läuft ein bis zum Gehtnichtmehr gehärtetes Debian stable ohne jegliche grafische Umgebung, sie sind sehr häufig aus Einzelkomponenten selbstgebaut, und sie haben weder Monitor noch Grafikkarte noch Tastatur noch Maus. Sie dienen nur als Server für verschiedene Zwecke (Webserver, Fileserver, Mailserver, DNS-Server mit integriertem Ad- und Malware-Blocker, OpenVPN-Server, XMPP-Server etc., allesamt längst als isolierte Container) und werden per ssh gewartet.

Wenn du LAN-Partys als zwar nerdy, aber nicht unnormal ansiehst, wie sieht es dann aus mit Hackertreffen wie Chaos Communication Congress, Easterhegg und dergleichen? Oder der zahlenden Mitgliedschaft im Chaos Computer Club oder der Free Software Foundation Europe?

Übrigens: So etwas wie WhatsApp sehe ich nicht als nerdig an. XMPP und Matrix, die sind nerdig. Dann auch noch einen eigenen privaten Server dafür zu betreiben (der übrigens mit allen anderen Servern kommunizieren kann), ist übernerdig.

Game of Thrones auf Deutsch auf Netflix zu sehen, soll schon nerdig sein? Wie wäre es statt dessen mit My Little Pony: Friendship is Magic? Was ja angeblich für 3jährige Mädchen ist? Dann auch noch im englischen Originalton? Als nicht so ganz legaler, von Fans organisierter Webstream aus den USA, also zeitgleich mit der Nordamerikapremiere? Diese Serie startete nämlich eine Woche vorher in ihre letzte Staffel – die 9. Staffel. Sie hat augenblicklich 201 veröffentlichte Episoden.

Aber warte, das geht noch weiter zu toppen. Wieviele deutsche Game of Thrones-Zuschauer sind wohl gerade auf der Ice and Fire Con in den USA? Dem halte ich den Besuch der GalaCon in Ludwigsburg entgegen. Oder gar den Flug zur allerletzten BronyCon nach Baltimore, um diese Riesenconvention noch einmal vor ihrer Einstellung zu sehen.

Game of Thrones gilt schon als nerdy, wenn man wirklich nur die Serie sieht und überhaupt nicht weiß, daß es auf der Romanreihe A Song of Ice and Fire basiert, geschweige denn, daß man je einen einzigen Band davon gelesen hätte. Wie wäre es, wenn man statt dessen mehr Regalmeter an MLP:FiM-Büchern hat, als ASoIaF umfaßt? Dazu die IDW-Comics? Auch alle als englische Grauimporte?

Das geht immer noch zu toppen: Was, wenn man dann auch noch hochwertige Fanart anfertigt? Oder Fanfiction schreibt (herrje, Fanfiction ist an sich schon sehr nerdy)? Oder gar Fanmusik produziert? Oder zumindest Fanfiction liest und Fanmusik hört? (Zu MLP:FiM gibt es ein Fanmusik-Archiv, das schon in „Smartphone-MP3-Qualität“ über 70 GB groß ist.)

Manga und Anime werden ja auch gern pauschal vollumfänglich als mainstreamig und harmlos bezeichnet. Vielleicht die Studio-Ghibli-Filme und die Anime-Serien, die im deutschen Fernsehen gelaufen sind mit deutschen Synchronisationen.

Wie sähe es denn aus mit einem Otaku, der zu Hause nicht nur mehr als zehn Regalmeter grauimportierte Manga auf japanisch hat, überwiegend Serien, die selbst bei hiesigen Comicläden nicht erhältlich sind? Außerdem hunderte Anime-DVDs, allesamt im japanischen Originalton entweder mit englischen Fansubs oder ganz ohne Untertitel – Serien, die es hier auch nie gab, wie Panty & Stocking with Garterbelt? Entsprechende Poster an der Wand? Mindestens ein Dakimakura? Das eine oder andere Cosplay-Outfit im Schrank, das gern zu Manga-/Anime-Conventions getragen wird? (Zumindest gibt es unter den Otaku viele Frauen, aber ob die Dakimakura tolerieren dürften …)

Star Wars soll gleichzeitig nerdy und Mainstream sein. Aber: Der Casual-Fan, der sich auch an den jüngeren Filmen erfreuen kann, ist meilenweit vom Nerd-Level des alteingesessenen Fan entfernt, für den die Episoden Ⅰ, Ⅱ, Ⅲ, Ⅶ, Ⅷ und generell alles ab den späten 1990er Jahren Produzierte nicht existiert (somit auch weder Midichlorianer noch Jar Jar Binks), der dafür aber mehrere Regalmeter Expanded Universe hat und um Größenordnungen mehr über Charaktere und Planeten aus dem Expanded Universe weiß als der Casual-Fan über Obi-Wan Kenobi und Tatooine.

Dito Star Trek. Wer gelegentlich Star Trek: Discovery sieht, ist längst nicht so sehr Nerd wie derjenige, der die bloße Existenz dieser Serie (oder zumindest ihre Kanon-Zugehörigkeit) vehement abstreitet, auch mit Star Trek: Enterprise seine Probleme hat, den nur der Anstand davon abhält, Morddrohungen an J.J. Abrams zu verschicken, der dafür aber die Decksgrundrisse sämtlicher Schiffe der Föderation seit Gene Roddenberry auswendig kennt, fließend Klingonisch spricht und jedes Jahr auf die Star Trek Las Vegas fliegt.

Es gibt Leute, die die Kinoverfilmung von Per Anhalter durch die Galaxis gesehen haben – und zwar nur die. Es gibt aber auch solche, die kennen alle Romane, die kennen die Comics, die kennen die BBC-Fernsehserie (am besten noch jeweils auf englisch), die kennen das Textadventure, die kennen die Radiohörspiele, und die gehen jedes Jahr am 25. Mai zum Towel Day – und haben dann auch den ganzen Tag lang ein Handtuch sichtbar bei sich und können die Stelle aus dem Anhalter Wort für Wort auswendig rezitieren, die erklärt, warum Handtücher so praktisch sind und Anhalter immer eines bei sich haben sollten. Höchstwahrscheinlich haben sie schon einmal Leute bezeichnet als „Rudel hirnloser Irrer, die als erste an die Wand gestellt werden, wenn die Revolution kommt“, und/oder vogonische Lyrik rezitiert und/oder angemessen auf vogonische Lyrik reagiert.

Wohlgemerkt, es gibt auch noch sehr viel obskurere und damit nerdigere Science-Fiction-Franchises.

Ich wage zu behaupten, viele Menschen in Deutschland können nichts anfangen mit dem besonderen Humor von Mystery Science Theater 3000. Die meisten wissen ja weder, daß es existiert, noch, was es ist.

Was Comics angeht, vor allem von Verlagen wie Marvel und DC: Was noch nicht verfilmt wurde, ist übernerdy – wie z. B. Deadpool, bis dieser Blockbuster über ihn gedreht wurde. Darauf zu beharren, daß Wade Walker ein High-School-Schüler war, bevor er zu Deadpool wurde, ist nach wie vor übernerdy. Das bedeutet nämlich, daß man die Comics kannte, bevor man den Film sah – wenn man den Film überhaupt gesehen hat. Überhaupt: Geschichten über DC- oder Marvel-Charaktere zu kennen, die es nie als Hollywood-Blockbuster gab, ist übernerdy, weil es sie nie als Hollywood-Blockbuster gab, man also die entsprechenden Comics gelesen haben muß.

Aus den The Dark Knight-Filmen zu zitieren, ist grenz-übernerdy (weil die Anwendung von Filmzitaten generell sehr nerdy ist, von sehr wenigen Ausnahmen wie z. B. zwei Zitaten aus Casablanca abgesehen). Robins „Heilige/r/s …, Batman!“ aus der Adam-West-Serie aus den 1960er Jahren ist extrem nerdy.

A propos Zitate und evtl. nerdige Medien: Was würdest du sagen, wenn ich dir sage, daß es Leute gibt, die – wie andere Leute aus Romanen oder Filmen zitieren – aus Fanfiction zitieren?

Hältst du es auch noch für harmlos, wenn jemand im Gespräch über serielle Erzählmedien (Filmreihen, TV-Serien, Buchreihen, Comicserien, Franchises, die über mehrere Medienformate gehen etc.) Begriffe verwendet (und sich eben auch mit Konzepten beschäftigt) wie
  • Kanon
  • Fanon
  • Kopfkanon
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Wenn jemand diese Begriffe verwendet, ohne sie zu erklären, versteht ihn niemand. Verwendet derjenige sie und erklärt sie nebenher, wird das, was er erzählt, extrem langatmig.
Das sind nur einige wenige Beispiele dafür, wie weit Nerdtum gehen kann, Beispiele, die die Allgemeinheit nicht kennt und daher Nerds gern völlig falsch einschätzt. Sollten diese Beispiele noch nicht überzeugend sein, kann ich gern noch mehr schreiben, wenn ich die Zeit finde.
Das hängt vor allem damit zusammen, dass ich der Thematik "Musik" in zwischenmenschlichen Beziehungen nicht so viel Bedeutung einräume wie ihr/du.
Auf mich wirkt das so als müsste man sich unbedingt im gleichen Maße dafür interessieren, um eine menschliche Bindung mit dem Menschen einzugehen. Dem ist meiner Erfahrung nach eben nicht so. Ich kenne Pärchen, die vom Musikgeschmack oder auch Sportgeschmack komplette Gegenteile sind.
Klar werden die ganzen kleinen Details in der jeweiligen Nerd-Rubrik die meisten Leute am wenigsten interessieren. Das muss man aber auch nicht, wenn man an einem menshclichen und nicht fachthemen-spezifischen Austausch interessiert ist.
Wenn man sich natürlich für das gleiche interessiert kann das den Einstieg in ein Gespräch erleichtern, weil man sofort über etwas reden kann, was beide Menschen verstehen, aber darüber hinaus will man sich ja auch als Menschen kennenlernen.
Daher halte ich Nerdtum nicht für ein Hemmnis, sofern die Sozialkompetenz darunter nicht leidet. Nerdtum wird meiner Ansicht nach erst zu einem Hindernis, wenn sich die Vorurteile mit der Präsenz der Person deckt.
Ein EDV'ler der sich anzieht und verhält wie jemand, der wenig mit Menschen in Kontakt tritt würde da meinem "Vorurteil" entsprechend gerecht werden.

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von NBUC » Montag 29. April 2019, 17:54

VollAB hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 17:37
Wie man denn eine Interaktion mit einer fremden Dame möglichst angenehm für beide Seiten machen kann, wird hier meist ja nicht gefragt oder diskutiert.
Vielmehr wird sich darüber ausgetauscht, warum es jetzt dämlich wäre das Risiko eines Korbs einzugehen. Dann hat man ja sofort schlechte Laune.
Das ist tatsächlich deutlich unterrepräsentiert.
Ich vermute deshalb, weil es bis dahin erst einmal komemn muss und die übliche Vorstufe ist:
Wo finde ich überhaupt passenden Kontakt?
Das wird hier extrem zuverlässig dann per "überall" über "nur oft genug "üben"" in Richtung massenhafter Kaltansprachen gedrückt.
Spätesten "Wenn es nicht passt, war es halt der falsche Kontakt" erledigt dann auch die Auseinandersetzung mit der spezifischen Anfrageform.

Wobei nach der scihtung halt noch die Erstansprache und die Hürde folgt diesen so zu gestalten, dass es überhaupt zu einem gespräch kommt. Ich weis jetzt nicht, ob du das auch schon mit im Blick hattest bei "angenehm gestalten".
Hier sind wir dann aber bei der Frage des "ausreichend erstes Interesse weckend" und so fragen wie LMS oder eben auch Hobbies, Themen etc. mit denen man jemanden ggf zu einer Aufrechterhaltung des Erstkontakts animieren könnte.
VollAB hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 17:51
...
Auf mich wirkt das so als müsste man sich unbedingt im gleichen Maße dafür interessieren, um eine menschliche Bindung mit dem Menschen einzugehen. Dem ist meiner Erfahrung nach eben nicht so. Ich kenne Pärchen, die vom Musikgeschmack oder auch Sportgeschmack komplette Gegenteile sind.
Klar werden die ganzen kleinen Details in der jeweiligen Nerd-Rubrik die meisten Leute am wenigsten interessieren. Das muss man aber auch nicht, wenn man an einem menshclichen und nicht fachthemen-spezifischen Austausch interessiert ist.
Wenn man sich natürlich für das gleiche interessiert kann das den Einstieg in ein Gespräch erleichtern, weil man sofort über etwas reden kann, was beide Menschen verstehen, aber darüber hinaus will man sich ja auch als Menschen kennenlernen.
Daher halte ich Nerdtum nicht für ein Hemmnis, sofern die Sozialkompetenz darunter nicht leidet. Nerdtum wird meiner Ansicht nach erst zu einem Hindernis, wenn sich die Vorurteile mit der Präsenz der Person deckt.
Ein EDV'ler der sich anzieht und verhält wie jemand, der wenig mit Menschen in Kontakt tritt würde da meinem "Vorurteil" entsprechend gerecht werden.
Ja, ein einzelnes Nerdhobby ist erst einmal kein alles entscheidendes Kriterium.
Das Problem tritt auf, wenn das mit dem Rest nicht kompensierbar ist und/oder weitere Defizite vorliegen bezgl. urbaner Ausgehkultur.
Also reden wir hier von "Vollnerds" - entsprechend ja auch ABs - und nicht Normalos mit mal wohldosiertem Ausgang nach Nerdistan.
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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von VollAB » Montag 29. April 2019, 18:07

NBUC hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 17:54
Das ist tatsächlich deutlich unterrepräsentiert.
Ich vermute deshalb, weil es bis dahin erst einmal komemn muss und die übliche Vorstufe ist:
Wo finde ich überhaupt passenden Kontakt?
Das wird hier extrem zuverlässig dann per "überall" über "nur oft genug "üben"" in Richtung massenhafter Kaltansprachen gedrückt.
Spätesten "Wenn es nicht passt, war es halt der falsche Kontakt" erledigt dann auch die Auseinandersetzung mit der spezifischen Anfrageform.
Ich habe schon den Eindruck, dass hier ziemlich oft diverse Möglichkeiten genannt werden, wo es zu einem Kontakt kommen kann ohne sich auf Kaltansprachen verlassen zu müssen oder überhaupt Kaltansprachen zu praktizieren. Wenn das für die meisten ein zu großes Hindernis darstellt und man keine Lust hat sich von solchen Ablehnung die Laune zu verderben, dann wurden ja schon gewisse soziale Zusammenfindungen von Menschen genannt, die super geeignet sind um Menschen kennenzulernen.
Wie ich aber leider auch oft lesen musste ist, dass daraufhin dann wieder folgt, dass man diese und diese Aktivität gar nicht leiden kann und es deshalb unsinnig ist da unter Menschen zu kommen. Eigentlich hat man darauf ja auch gar keine Lust, sondern würde am liebsten über Online Dating eine Frau nach Hause bestellen, die einen schon direkt anspringt und super interessiert nach Körperkontakt sucht.
Letztlich wird dann damit argumentiert, dass man sich für eine Frau ja nicht verstellen sollte und man daher auch an keinen Aktivitäten teilnehmen sollte, wo man auch sonst nicht teilnehmen würde, wenn man bereits eine Frau an seiner Seite hat.
Welche Möglichkeiten sollte einem aufgezeigt werden, wenn man die potentiellen Möglichkeiten nicht mal wahrnehmen möchte?
Man kann sich unzählige Videos anschauen und Bücher darüber lesen wie man ordentlichen Fußball spielt und die perfekte Technik anwendet, aber der ausschlaggebende Punkt ist, dass man Fußball auch spielt.
NBUC hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 17:54
Wobei nach der scihtung halt noch die Erstansprache und die Hürde folgt diesen so zu gestalten, dass es überhaupt zu einem gespräch kommt. Ich weis jetzt nicht, ob du das auch schon mit im Blick hattest bei "angenehm gestalten".
Hier sind wir dann aber bei der Frage des "ausreichend erstes Interesse weckend" und so fragen wie LMS oder eben auch Hobbies, Themen etc. mit denen man jemanden ggf zu einer Aufrechterhaltung des Erstkontakts animieren könnte.
Ich finde gerade diese ganzen imaginären Hürden sind es, die einen selbst dabei blockieren sich selbst treu zu bleiben. Passiert mir ja auch immer wieder und ich habe den Anspruch, dass es möglichst "perfekt" laufen muss.
Da hilft halt nur Übung. Man kann sich abertausende Male den Kopf darüber zerbrechen, aber lernen wird man wohl nur durch die reelle Interaktion und jeder Anfang ist halt holprig.

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Montag 29. April 2019, 18:17

VollAB hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 17:51
Das hängt vor allem damit zusammen, dass ich der Thematik "Musik" in zwischenmenschlichen Beziehungen nicht so viel Bedeutung einräume wie ihr/du.
… und ich vermute, daß dein Musikgeschmack um Größenordnungen besser zu deinem Dating-Umfeld paßt als der meine zu dem meinen.
VollAB hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 17:51
Klar werden die ganzen kleinen Details in der jeweiligen Nerd-Rubrik die meisten Leute am wenigsten interessieren.
Es ging mir nicht um das Aufzeigen von Details.

Es ging mir um das Aufzeigen der Dimensionen, die das Nerdsein annehmen kann, die den meisten Leuten weder bekannt noch bewußt sind.

Um es kurz zu machen: Star Trek zu mögen, gilt ja als „nerdy“. Damit ist aber meistens gemeint, die jeweils aktuellste Serie oder den jeweils aktuellsten Film zu sehen. Das ist Mainstream, das ist normal, das tun alle™.

Aber jedes Jahr mehrere tausend Euro auszugeben und ganz nach Las Vegas zu fliegen für mehrere Tage – nur für Star Trek –, das ist nicht mehr Mainstream, das ist nicht mehr normal, und das wird ganz bestimmt nicht positiv aufgefaßt.

Darf es noch kürzer sein? Brony. „SCHWULER, GEISTESKRANKER KINDERSCHÄNDER, der auf kleine bunte Ponys für 3jährige Mädchen steht.“ Egal, wie man dieses Fandom auslebt. Nicht schlimm? Nicht hinderlich in zwischenmenschlichen Beziehungen?

Ich glaube, du kannst dir überhaupt nicht vorstellen, daß das, worüber ich geschrieben habe, existiert und passiert. Und ich glaube, das können viele hier nicht.
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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von NBUC » Montag 29. April 2019, 18:20

VollAB hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 18:07

Ich habe schon den Eindruck, dass hier ziemlich oft diverse Möglichkeiten genannt werden, wo es zu einem Kontakt kommen kann ohne sich auf Kaltansprachen verlassen zu müssen oder überhaupt Kaltansprachen zu praktizieren. Wenn das für die meisten ein zu großes Hindernis darstellt und man keine Lust hat sich von solchen Ablehnung die Laune zu verderben, dann wurden ja schon gewisse soziale Zusammenfindungen von Menschen genannt, die super geeignet sind um Menschen kennenzulernen.
Wie ich aber leider auch oft lesen musste ist, dass daraufhin dann wieder folgt, dass man diese und diese Aktivität gar nicht leiden kann und es deshalb unsinnig ist da unter Menschen zu kommen. Eigentlich hat man darauf ja auch gar keine Lust, sondern würde am liebsten über Online Dating eine Frau nach Hause bestellen, die einen schon direkt anspringt und super interessiert nach Körperkontakt sucht.
Letztlich wird dann damit argumentiert, dass man sich für eine Frau ja nicht verstellen sollte und man daher auch an keinen Aktivitäten teilnehmen sollte, wo man auch sonst nicht teilnehmen würde, wenn man bereits eine Frau an seiner Seite hat.
Welche Möglichkeiten sollte einem aufgezeigt werden, wenn man die potentiellen Möglichkeiten nicht mal wahrnehmen möchte?
Man kann sich unzählige Videos anschauen und Bücher darüber lesen wie man ordentlichen Fußball spielt und die perfekte Technik anwendet, aber der ausschlaggebende Punkt ist, dass man Fußball auch spielt.
Diese Wege sind aber auch keine Selbstläufer und haben dannbereist beim Ausprobieren oft selbst erlebte Probleme - und wenn man auf die dann zusprechen kommt, folgt eben üblciherwiese direkt der Vorwurf "Willst doch gar nicht" oder "wenn Detailfragen kommen" wird auf "alles ist eine Cahnce","nur oft genug probieren" ausgewichen und der Betreffende wieder im Regen stehen gelassen.

Im Übrigen sind auch die Videos, Flirtratgeber oder der Flirtkurs, den ich mitgemacht haben primär darauf ausgerichtet ein Vorinteresse z.B. bei einem Date nicht vorschnell zu torpedieren und über stolpersteine hinweg zu helfen. Für den Schritt davor, z.B. zu einem Date kommen, sieht es leer aus.
Das wäre wie "die Fußballregeln kennt eh jeder, also reden wir über Feinheiten der Schusstechnik..." .
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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von VollAB » Montag 29. April 2019, 18:33

Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 18:17
… und ich vermute, daß dein Musikgeschmack um Größenordnungen besser zu deinem Dating-Umfeld paßt als der meine zu dem meinen.
Das kommt wieder darauf an wie viel Relevanz du solchen Details beimisst. Wenn du den Satz so stehenlassen würdest, dass mein Musikgeschmack deutlich mehr Anhänger hat, dann hast du absolut recht. Ich höre in der Regel Mainstream-Musik.
Nur spielt das im Dating-Umfeld keine Rolle, da ich nie mehr als einen Satz darüber verliere, was ich so höre. Wenn die Frage nach "Und was für Musik magst du?" wird meist "RnB" geantwortet und damit hat sich das Thema auch erledigt.
Einen ausgefallenen Musikgeschmack halte ich dafür sogar als relativ gut geeignet, da man so das Eis schneller brechen kann und auch Fragen bekommen kann, warum man so eine spezigische Musik hört und absolut nichts mit dem Mainstream anfangen kann.
Klar liegt die Kunst darin es für die jeweiligen Personen auch interessant aufbereiten zu können. Da erkennt man eben häufig, ob man auch als Nerd sozial kompetent ist.
Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 18:17
Es ging mir nicht um das Aufzeigen von Details.

Es ging mir um das Aufzeigen der Dimensionen, die das Nerdsein annehmen kann, die den meisten Leuten weder bekannt noch bewußt sind.

Um es kurz zu machen: Star Trek zu mögen, gilt ja als „nerdy“. Damit ist aber meistens gemeint, die jeweils aktuellste Serie oder den jeweils aktuellsten Film zu sehen. Das ist Mainstream, das ist normal, das tun alle™.

Aber jedes Jahr mehrere tausend Euro auszugeben und ganz nach Las Vegas zu fliegen für mehrere Tage – nur für Star Trek –, das ist nicht mehr Mainstream, das ist nicht mehr normal, und das wird ganz bestimmt nicht positiv aufgefaßt.

Darf es noch kürzer sein? Brony. „SCHWULER, GEISTESKRANKER KINDERSCHÄNDER, der auf kleine bunte Ponys für 3jährige Mädchen steht.“ Egal, wie man dieses Fandom auslebt. Nicht schlimm? Nicht hinderlich in zwischenmenschlichen Beziehungen?

Ich glaube, du kannst dir überhaupt nicht vorstellen, daß das, worüber ich geschrieben habe, existiert und passiert. Und ich glaube, das können viele hier nicht.
Also ich bin immer noch der Überzeugung, dass solches Nerdtum kein Hindernis darstellt, solange man abseits davon eine gewisse soziale Kompetenz aufweist. Nur die meisten dieser Hardcore-Nerds verhalten sich halt auch so wie ihre Vorurteile es bereits darstellen und darin sehe ich die Schwierigkeit.
Ganz klar, jemand der leidenschaftlich Fußball spielt hat auf dem Papier bereits ein besseres Image als der Brony. Das würde ich nicht bezweifeln wollen.
Der Brony müsste dann die Audience überzeugen, dass er nicht so komisch ist wie es das Image hergibt und er in Wirklichkeit wirklich ein cooler Typ ist.

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von Automobilist » Montag 29. April 2019, 18:37

Beitrag wg. Fehler gelöscht.
Zuletzt geändert von Automobilist am Montag 29. April 2019, 19:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von LonesomeCoder » Montag 29. April 2019, 18:53

VollAB hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 17:51
Daher halte ich Nerdtum nicht für ein Hemmnis, sofern die Sozialkompetenz darunter nicht leidet. Nerdtum wird meiner Ansicht nach erst zu einem Hindernis, wenn sich die Vorurteile mit der Präsenz der Person deckt.
Oft gibt es aber wegen der VORverurteilung gar nicht erst die Chance dazu, die Persönlichkeit zu zeigen.
Und selbst wenn es bei einem selber zutrifft und das Vorurteil (ausnahmsweise mal) wahr ist, hilft das auch nicht.
Hier gibts eine Frau, die keinen EDVler will, weil das fast alles Autisten seien. Ich bin EDVler und Autist...
VollAB hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 18:07
Ich habe schon den Eindruck, dass hier ziemlich oft diverse Möglichkeiten genannt werden, wo es zu einem Kontakt kommen kann ohne sich auf Kaltansprachen verlassen zu müssen oder überhaupt Kaltansprachen zu praktizieren. Wenn das für die meisten ein zu großes Hindernis darstellt und man keine Lust hat sich von solchen Ablehnung die Laune zu verderben, dann wurden ja schon gewisse soziale Zusammenfindungen von Menschen genannt, die super geeignet sind um Menschen kennenzulernen.
Siehe in dem anderen Thread ("Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen? "), warum diese vielen Möglichkeiten manchen nicht helfen. An irgendwelchen Kontakten ist fast keiner interessiert, meist dürfte es hier um Kontakte mit potentiellen Partnern gehen.
VollAB hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 18:33
Nur spielt das im Dating-Umfeld keine Rolle, da ich nie mehr als einen Satz darüber verliere, was ich so höre. Wenn die Frage nach "Und was für Musik magst du?" wird meist "RnB" geantwortet und damit hat sich das Thema auch erledigt.
Der Musikgeschmack hat noch mehr Auswirkungen. Etwa, zu welchen Bars oder Discos oder Konzerten jemand gehen will oder nicht, falls jemand generell ausgehen mag. Oder wenn gemeinsam wo mit dem Auto hingefahren wird oder bei jemanden zuhause ein Treffen ist, müsste zumindest gegenseitige Toleranz für den Musikgeschmack des anderen gegeben werden. Auch gibts hier Assoziationen, z.B. Gangsterrap -> bildungsfern. Bei manchen spiegelt sich der Musikgeschmack auch in der Mode wieder.
VollAB hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 18:33
Der Brony müsste dann die Audience überzeugen, dass er nicht so komisch ist wie es das Image hergibt und er in Wirklichkeit wirklich ein cooler Typ ist.
Wenn der den erst die Chance dazu bekommt.
VollAB hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 18:07
Man kann sich unzählige Videos anschauen und Bücher darüber lesen wie man ordentlichen Fußball spielt und die perfekte Technik anwendet, aber der ausschlaggebende Punkt ist, dass man Fußball auch spielt.
Und wenn einem aber nichts zugetraut wird und man gar nicht die Chance zum Fußball spielen bekommt? Genau wie etwa Dates oder Sex haben geht Fußball spielen auch nicht alleine. Für Fußball bräuchte man Leute, die mit einem spielen wollen.
Ich wurde etwa in der Schule immer als letztes ins Team gewählt und war immer Auswechselspieler. Nur auf Druck vom Lehrer bekam ich vllt. mal 10 Spielminuten in einer Doppelstunde. Der Ball wurde aber lieber mit Absicht ins Aus geschossen als mir zugespielt. Selbst wenn mich Fußball interessiert hätte, ich hätte es nicht lernen können.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale: https://d-nb.info/1037687477/34

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von Automobilist » Montag 29. April 2019, 18:56

Automobilist hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 18:37
Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 18:17
VollAB hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 17:51
Das hängt vor allem damit zusammen, dass ich der Thematik "Musik" in zwischenmenschlichen Beziehungen nicht so viel Bedeutung einräume wie ihr/du.
… und ich vermute, daß dein Musikgeschmack um Größenordnungen besser zu deinem Dating-Umfeld paßt als der meine zu dem meinen.
Dem ist sicherlich so; ich will Dir das glauben. Bei mir ist es noch wesentlich schlimmer; wenn es da schon nicht - einigermaßen - compatibel ist, so kann ich - ohne Hellseher zu sein - vorhersagen, daß auch ansonsten Gemeinsamkeiten nicht exsistieren werden - eine phänomenale, nicht überbrückbare Lücke in Denken und Gusto. Es reicht allenfalls, schief angestarrt zu werden.

Ich glaube, du kannst dir überhaupt nicht vorstellen, daß das, worüber ich geschrieben habe, existiert und passiert. Und ich glaube, das können viele hier nicht. Oh doch - wenn auch aus diametral entgegengesetzten Gründen.
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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von fifaboy1981 » Montag 29. April 2019, 19:03

Patti hat geschrieben:
Montag 22. April 2019, 18:37
Hallo

Über Ostern war ja super Wetter. War heute mit einem Kollegen über ein Fest bei uns und man sieht wieder nur die vergebenen, alle laufen Hand in Hand - küssen sich und und. Ich komme mir da immer wie ein Looser vor. Was denkt ihr oder wie ist euer Gedankengang wenn ihr vergebene Pärchen sieht? Ich denke es leben so viele Singles in Deutschland, kommt mir aber draussen nicht vor ::(
Ich würde sagen, mach dich nicht verrückt. Ich denke es kommt drauf wie groß die eigene Lust ist. Früher hats mich noch gewurmt das andere immer das Glück hatten. Heute juckt es mich nicht mehr.
Ich hatte meine Zeit wo die Lust vorhanden war, nun habe ich meine Zeit wo sie wiede vorbei ist. Wenn ich selbst keine Lust mehr habe, kann es mir auch egal sein ob da nun 1000 Pärchen um mich rum sind oder 1000 Singles.

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von VollAB » Montag 29. April 2019, 19:18

LonesomeCoder hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 18:53
Oft gibt es aber wegen der VORverurteilung gar nicht erst die Chance dazu, die Persönlichkeit zu zeigen.
Und selbst wenn es bei einem selber zutrifft und das Vorurteil (ausnahmsweise mal) wahr ist, hilft das auch nicht.
Hier gibts eine Frau, die keinen EDVler will, weil das fast alles Autisten seien. Ich bin EDVler und Autist...
Vorurteile sind erstmal relativ natürlich. Man kann diese bei anderen Menschen natürlich nicht abstellen, aber man kann sie indirekt beeinflussen.
Die Chance seine Persönlichkeit zu zeigen hat theoretisch jeder, der es in der realen Welt versucht und aktiv an Gesprächen teilnimmt. Sei weil man von anderen in eine Gesprächsrunde eingeladen wird oder weil man aktiv das Gespräch sucht.
Wenn der EDVler aber nun schon von vornherein super schüchtern und zurückhaltend wirkt, dann ist die Information, dass er EDVler ist auch keine große Überraschung, denn das deckt sich mit den Vorurteilen.
Ich bin mir sicher, dass die Frau da ein wenig übertrieben hat und nicht wirklich meinte, dass sie keinen EDVler will, sondern eher indirekt meint, dass die meisten EDVler nicht ihrem Typ entsprechen, weil ihre Erfahrung ihr das mitgegeben hat.
Das bedeutet aber nicht, dass auch jeder EDVler so ist. Da ich persönlich selbst genügend EDVler kenne, gibt es da schon recht große Unterschiede. Es gibt EDVler von denen man nicht vermuten würde, dass sie EDVler sind und es gibt EDVler, die das nahezu auf der Stirn geschrieben haben.
Klar wird die letztgenannte Gruppe eher unattraktiv wirken.
LonesomeCoder hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 18:53
Siehe in dem anderen Thread ("Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen? "), warum diese vielen Möglichkeiten manchen nicht helfen. An irgendwelchen Kontakten ist fast keiner interessiert, meist dürfte es hier um Kontakte mit potentiellen Partnern gehen.
Wenn es darum geht, dass man nur aktiv werden will, wenn daraus auch eine 100% Sicherheit besteht mit einer Frau oder potentiellen Partnerin nach Hause zu gehen, dann muss ich dir da recht geben.
Da man dies nicht beeinflussen kann wird es diese Sicherheit wohl niemals geben.
Was übrig bleibt ist, ob man lieber auf eine kleine Chance bauen sollte, die einem die Lebensqualität verbessern könnte oder nichts macht, solange die 100% Sicherheit nicht gegeben ist.
Ich kann dir sagen, dass 100% der Menschen mit einem Partner ersteres genommen haben.
LonesomeCoder hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 18:53
Der Musikgeschmack hat noch mehr Auswirkungen. Etwa, zu welchen Bars oder Discos oder Konzerten jemand gehen will oder nicht, falls jemand generell ausgehen mag. Oder wenn gemeinsam wo mit dem Auto hingefahren wird oder bei jemanden zuhause ein Treffen ist, müsste zumindest gegenseitige Toleranz für den Musikgeschmack des anderen gegeben werden. Auch gibts hier Assoziationen, z.B. Gangsterrap -> bildungsfern. Bei manchen spiegelt sich der Musikgeschmack auch in der Mode wieder.
Wer hindert dich daran dich anders zu kleiden oder in andere Bars/Discos/Konzerte zu gehen?
Ich lese nur aber aber aber aber aber aber...
Klar gibt es gewisse Vorurteile ggü gewissen Gruppen. Stimmen diese aber auch immer? Wohl kaum.
Will man sein Leben jetzt nach Vorurteilen richten? Wohl kaum.
Ich verstehe gerade deinen Punkt nicht, den du unterstreichen willst.
LonesomeCoder hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 18:53
Wenn der den erst die Chance dazu bekommt.
Wenn er selbstbewusst auf die Frau trifft und sie normal anspricht, dann wird er die Chance wohl bekommen. Genau wie vermutlich jeder andere Mensch, der sie mit einer gewissen sozialen Intelligenz anspricht.
LonesomeCoder hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 18:53
Und wenn einem aber nichts zugetraut wird und man gar nicht die Chance zum Fußball spielen bekommt? Genau wie etwa Dates oder Sex haben geht Fußball spielen auch nicht alleine. Für Fußball bräuchte man Leute, die mit einem spielen wollen.
Ich wurde etwa in der Schule immer als letztes ins Team gewählt und war immer Auswechselspieler. Nur auf Druck vom Lehrer bekam ich vllt. mal 10 Spielminuten in einer Doppelstunde. Der Ball wurde aber lieber mit Absicht ins Aus geschossen als mir zugespielt. Selbst wenn mich Fußball interessiert hätte, ich hätte es nicht lernen können.
Dann sucht man sich Spieler, die mit einem Fußball spielen wollen. Man sucht sich z.B. auch nicht Menschen aus, die einen nicht mögen und verbringt mti denen dann frewillig Zeit.

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von LonesomeCoder » Montag 29. April 2019, 19:28

VollAB hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 19:18
Wer hindert dich daran dich anders zu kleiden oder in andere Bars/Discos/Konzerte zu gehen?
Ich lese nur aber aber aber aber aber aber...
Klar gibt es gewisse Vorurteile ggü gewissen Gruppen. Stimmen diese aber auch immer? Wohl kaum.
Will man sein Leben jetzt nach Vorurteilen richten? Wohl kaum.
Ich verstehe gerade deinen Punkt nicht, den du unterstreichen willst.

Wenn er selbstbewusst auf die Frau trifft und sie normal anspricht, dann wird er die Chance wohl bekommen. Genau wie vermutlich jeder andere Mensch, der sie mit einer gewissen sozialen Intelligenz anspricht.

Dann sucht man sich Spieler, die mit einem Fußball spielen wollen. Man sucht sich z.B. auch nicht Menschen aus, die einen nicht mögen und verbringt mti denen dann frewillig Zeit.
ABER ist nun mal sehr oft sehr gewichtig. Mir sieht man meinen Musikgeschmack übrigens gar nicht an und in Discos gehe schon generell nicht mehr. Ich meinte das allgemein, so wird etwa ein Metaller oder Gothic-Fan bestimmt nicht in einen Elektroclub gehen wollen. Hindern nicht, hier gehts um wollen und wohlfühlen und zusammenpassen.

Nein, die Chancen gibts nicht immer. Deine Aussage gilt nur für Normalos, nicht für Nerds. Ich rede aus Erfahrung...

Wenn aber niemand mit einem Fußball spielen will? "Fußball" ist hier nur ein abstraktes Beispiel, ich habe daran konkret kein Interesse. Nur die Leute, mit denen ich Gemeinsamkeiten habe, sind alle Männer. Ich stehe aber sexuell nur auf Frauen. Von daher ist für mich und andere für die Partnersuche es nicht zielführend, draußen nach Umfeldern zu suchen, wo man reinpasst. Weil ohne Frauen.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale: https://d-nb.info/1037687477/34

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von VollAB » Montag 29. April 2019, 19:36

LonesomeCoder hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 19:28
ABER ist nun mal sehr oft sehr gewichtig. Mir sieht man meinen Musikgeschmack übrigens gar nicht an und in Discos gehe schon generell nicht mehr. Ich meinte das allgemein, so wird etwa ein Metaller oder Gothic-Fan bestimmt nicht in einen Elektroclub gehen wollen. Hindern nicht, hier gehts um wollen und wohlfühlen und zusammenpassen.
Ich verstehe immer noch nicht worauf du hinaus willst. Möchtest du darauf hinaus, dass du als jemand, der sich für wenig abseits der Nerdthemen interessiert keinen Grund siehst in Lokalitäten zu gehen, wo nicht genau die Atmosphäre vorherrscht, die du dir wünschst?
LonesomeCoder hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 19:28
Nein, die Chancen gibts nicht immer. Deine Aussage gilt nur für Normalos, nicht für Nerds. Ich rede aus Erfahrung...
Warum gibt es die nur für Normalos?
Steht einem Nerd oder Normalo ins Gesicht geschrieben oder wie soll diese Ablehnung erkannt werden?
LonesomeCoder hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 19:28
Wenn aber niemand mit einem Fußball spielen will? "Fußball" ist hier nur ein abstraktes Beispiel, ich habe daran konkret kein Interesse. Nur die Leute, mit denen ich Gemeinsamkeiten habe, sind alle Männer. Ich stehe aber sexuell nur auf Frauen. Von daher ist für mich und andere für die Partnersuche es nicht zielführend, draußen nach Umfeldern zu suchen, wo man reinpasst. Weil ohne Frauen.
Wie stellst du dir denn konkret vor deine Frau dann kennenzulernen? Wie soll Frau dich kennenlernen?
Mal Online Dating außen vorgelassen.

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Beitrag von LonesomeCoder » Montag 29. April 2019, 19:42

VollAB hat geschrieben:
Montag 29. April 2019, 19:36
Ich verstehe immer noch nicht worauf du hinaus willst. Möchtest du darauf hinaus, dass du als jemand, der sich für wenig abseits der Nerdthemen interessiert keinen Grund siehst in Lokalitäten zu gehen, wo nicht genau die Atmosphäre vorherrscht, die du dir wünschst?

Warum gibt es die nur für Normalos?
Steht einem Nerd oder Normalo ins Gesicht geschrieben oder wie soll diese Ablehnung erkannt werden?

Wie stellst du dir denn konkret vor deine Frau dann kennenzulernen? Wie soll Frau dich kennenlernen?
Mal Online Dating außen vorgelassen.
Da, wo die Atmosphäre vorherrscht, die ich mir wünsche, sind leider keine Frauen.

Eigentlich gehts aber bei meiner Reaktion drum, dass der Musikgeschmack doch wichtiger ist als du gesagt hast. Wegen Auswirkungen wie welche Kneipen wer mag oder nicht, wenn jemand durch die Kleidung oder Styling seinen Musikgeschmack ausdrückt, kann das abgeschrecken, es kann später zu Problemen kommen, wenn jemand die Musik vom anderen etwa bei einer Autofahrt nicht tolerieren kann usw.

Ein Nerd dürfte in einem Mainstream-Umfeld nur sehr selten passende Leute finden.

Übers private Umfeld kennenlernen fällt weg, weil keine gemeinsamen Interessen. Beruflich auch, habe da nur Männer rum. Kaltansprachen und Online bleibt noch. Wenns so einfach wäre, wäre ich nicht AB...
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale: https://d-nb.info/1037687477/34

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