Umgang mit Enttäuschung

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knopper
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Re: Umgang mit Enttäuschung

Beitrag von knopper » Dienstag 11. September 2018, 12:49

Stabil hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 12:34
Seb-X hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 12:16
Umgang mit Enttäuschung? Niederlagen empfinde ich als Bestätigung. Hinzu kommt das Gefühl, ich gehöre bestraft. Und ich mache mir reichlich Vorwürfe.
Das wirft bei mir die Frage auf: Was würde denn passieren, wenn du Erfolg hättest, und die Bestätigung durch eine Niederlage ausbleibt?
tja, sowas gabs bei mir, zumindest liebestechnisch betrachtet, bisher nur im Traum....und da fühlte es sich wahnsinnig gut an...solange bis man aufwacht. :D
"dream on" kann man da nur sagen…. :hammer:

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Re: Umgang mit Enttäuschung

Beitrag von Radioactivman » Dienstag 11. September 2018, 13:28

Lavender hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 12:00
Im ersten Moment bin ich oft gefasst, nehme es ganz locker auf und kann es gut zurückstellen. Ich bin von Natur aus kein direkter emotionaler Mensch, ich brauch Zeit zur Verarbeitung. Irgendwann komm ich dann ins Grübeln, bis ich mich viel zu sehr reinsteigere. Irgendwann platzt es dann und ich werde wütend, wütend über mich selbst, darüber wieder nicht voran gekommen zu sein. Ich suche dann Fehler, bei ihr, bei mir, beim Date, beim Ablauf etc.. Zum Schluss komm ich dann oft zu der Erkenntnis: Ich bin einfach nicht in der Lage eine Frau über einen bestimmten Punkt hinaus kennenzulernen. Ich bin dazu verdammt allein zu leben. Ich igel mich dann ein, versuche unnötige Kontakte zu meiden. Ich hau mich mit Arbeit zu, um bloß nicht irgendwie ans Alleinsein zu denken. Oft verfluche ich es überhaupt probiert zu haben, weil es ja eh stets an dem selben Punkt endet.
Ich bin sehr emotional und nehme mir alles zu Herzen. Auch denke ich generell viel zu sehr über alles nach, auch Dinge, an die andere keinen Gedanken verschwenden würde.
Ich ärgere mich auch immer wieder, dass ich mich mit Frauen auf mehr einlasse, als rein freundschaftlich. Das Problem ist, dass ich inzwischen schon immer einen negativen Ausgang erwarte.
Da ich aber Hardcore-AB bin, haben ich den sehr starken Wunsch endlich jemanden zu finden, mit dem es klappt. Dadurch klammere ich mich immer wieder an hoffnungslose Fälle, wo mir von vornherein klar ist, dass nichts draus wird, wenn ich ehrlich zu mir selbst bin. Ich sehe dann, vor allem anfangs, über ganz viele Dinge hinweg, die mich eigentlich stören würden.
Lavender hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 12:00
Die letzte Phase war bisher die heftigste und sie hält an. Am liebsten würde ich nie wieder etwas von ihr hören und alles komplett abbrechen und hinschmeißen und dennoch fällt es mir so unendlich schwer. Im Normalfall mach ich an dieser Stelle einfach einen Cut und versuche mir es logisch und rational zu erklären. Ich breche den Kontakt ab, geh ihr wo es nur geht aus dem Weg und hoffe, dass sich die Enttäuschung mit der Zeit legt. In diesem speziellen Fall geht gar nichts und es fühlt sich so an, als würde es nicht enden. Ich bekomme keinen sauberen Abschluss hin und das ärgert mich zutiefst. Mich triggert jeder Kommentar, jede Nachricht, irgendwie alles. Selbst die Erfolgsgeschichten ziehen mich derzeit runter.
Kenne ich sehr gut.
Ich habe jede Nachricht gelöscht, alle Fotos, überall aus den Kontakten entfernt und möchte nicht erinnert werden.
Mich zieht es immer runter Zeit mit Pärchen zu verbringen. Um mich herum sind alle vergeben, heiraten, kriegen Kinder, kaufen zusammen Häuser. Und dann bin ich da, als 5. Rad am Wagen, ohne überhaupt irgendeine richtige Erfahrung.
Lavender hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 12:00
Meine Erkenntnis daraus: Je länger die Kennenlernphase, desto größer die Enttäuschung. Das Date am Wochenende hab ich schon abgehakt, an dem davor knabber ich noch eine Weile.

Meine Momentaufnahme: Ich plane allein - alles - ausnahmslos.
Das Klammern am letzten Strohhalm hab ich aufgegeben.

Es bringt nichts, das Leben geht weiter, ob mit oder ohne Partner.
Deiner Erkenntnis muss ich glaube ich zustimmen.
Passt zu meinem aktuellen Fall. So lange und so intensiv war es noch mit keiner und ich weiß, dass auch sie sich sehr stark in mich verliebt hat.
Objektiv gesehen, hat bei uns eigentlich so gut wie nichts gepasst und trotzdem haben wir uns verliebt. Letzten Endes ist aber daran gescheitert.

Ich hoffe, ich schaffe es irgendwann, mich nicht mehr an das kleinste Stückchen Hoffnung zu klammern und Fälle, die schon zum Scheitern verurteilt sind.

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Re: Umgang mit Enttäuschung

Beitrag von Stabil » Dienstag 11. September 2018, 13:30

knopper hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 12:49
Stabil hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 12:34
Seb-X hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 12:16
Umgang mit Enttäuschung? Niederlagen empfinde ich als Bestätigung. Hinzu kommt das Gefühl, ich gehöre bestraft. Und ich mache mir reichlich Vorwürfe.
Das wirft bei mir die Frage auf: Was würde denn passieren, wenn du Erfolg hättest, und die Bestätigung durch eine Niederlage ausbleibt?
tja, sowas gabs bei mir, zumindest liebestechnisch betrachtet, bisher nur im Traum....und da fühlte es sich wahnsinnig gut an...
Im Traum ist es für mich auch immer ganz wunderbar. Und wenn ich aufwache, bleibt das Gefühl in mir und ich weiss wieder ein Stück mehr über das, was mich bewegt, und über das, was möglich ist.
* Am meisten schmerzt das Gute, das wir zwar erlebt haben, aber in uns nicht angekommen ist *

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Re: Umgang mit Enttäuschung

Beitrag von Stabil » Dienstag 11. September 2018, 13:33

Seb-X hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 12:41
Stabil hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 12:34
Seb-X hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 12:16
Umgang mit Enttäuschung? Niederlagen empfinde ich als Bestätigung. Hinzu kommt das Gefühl, ich gehöre bestraft. Und ich mache mir reichlich Vorwürfe.
Das wirft bei mir die Frage auf: Was würde denn passieren, wenn du Erfolg hättest, und die Bestätigung durch eine Niederlage ausbleibt?
Hätte, hätte Fahradkette (sorry)
Und wenn du den Kinderspruch weglässt?
Kannst du was dazu sagen - oder ist es so unvorstellbar - oder willst du dazu lieber nichts sagen?
* Am meisten schmerzt das Gute, das wir zwar erlebt haben, aber in uns nicht angekommen ist *

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Re: Umgang mit Enttäuschung

Beitrag von Seb-X » Dienstag 11. September 2018, 13:47

Stabil hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 13:33
Seb-X hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 12:41
Stabil hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 12:34
Das wirft bei mir die Frage auf: Was würde denn passieren, wenn du Erfolg hättest, und die Bestätigung durch eine Niederlage ausbleibt?
Hätte, hätte Fahradkette (sorry)
Und wenn du den Kinderspruch weglässt?
Kannst du was dazu sagen - oder ist es so unvorstellbar - oder willst du dazu lieber nichts sagen?
Ich kann es nicht.
"Wenn man aus einem protestantischen Land kommt, ist man immer etwas beschämt, wenn man bei der Arbeit nicht gelitten hat." (Lars von Trier)

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Re: Umgang mit Enttäuschung

Beitrag von Hoppala » Dienstag 11. September 2018, 13:52

Endura hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 09:27
Seit wann interessiert es irgend jemanden, wie es mir geht?
Bist du nicht auch "irgendjemand"? Mindestens einen sollte es also immer geben.
Es ist ein Unterschied, warum man Alkohol trinkt. Gewohnheitsmäßig zum Frustabbau: ganz schlecht. Mittel- bis langfristig macht es den Frust nur größer. Und dann: noch mehr Alkohol ...
Gerade in Verbindung mit Medikamenten, erst Recht psychoaktiven.

Es gibt andere, heilsamere Wege für Frustabbau.
Endura hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 11:32
Stabil hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 11:29
Du schreibst "... nervt gewaltig". Möglicherweise ist es aber der Inhalt, der die Nerven strapaziert.
Oder dass DU meinst ungefragt meinen Therapeuten spielen zu müssen.
Vorhin hat du gefragt, seit wann jemand dein Wohlergehen interessiert.
Jetzt interessiert sich jemand. Und du blockst ihn ab, indem du deinen Unmut darüber deutlich machst.
Eins von beidem ist vielleicht in Frage zu stellen?
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Re: Umgang mit Enttäuschung

Beitrag von Hoppala » Dienstag 11. September 2018, 13:53

Strange Lady hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 12:13
Was auch immer. Dann mach halt weiter so.
Du scheinst es zu brauchen
Du weißt sicher selbst, dass die "Pöh! Deine Schwäche!"-Reaktion, die bei solchen Disputen zu deinem Standardrepertoire gehört, genau das selbst reproduziert, was es bei anderen interpretiert und oberflächlich abwertet.
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Re: Umgang mit Enttäuschung

Beitrag von Radioactivman » Dienstag 11. September 2018, 13:59

Auch wenn ich keine Antidepressiva nehme und Alkohol konsumiere, kann ich Endura verstehen.

Es kam wirklich so rüber, als wollte da jemand ungefragt Therapeut spielen.

Ich selbst habe bisher z.B. noch keine Therapie in Angriff genommen, obwohl damals eine Freundin dazu genötigt habe, die sich auch aufgegeben hatte, weil ich mir selbst egal bin. Zwar weiß ich, dass ich anderen nicht egal bin, aber für mich selbst habe ich kaum noch Hoffnung und denke "Wofür soll ich das das machen? Ich bin sowieso scheiße!"
Wenn man selbst so denkt, empfindet man es schnell als nervend und reagiert gereizt, wenn jemand anderes versucht einen zu etwas anderem zu überreden.

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Re: Umgang mit Enttäuschung

Beitrag von Endura » Dienstag 11. September 2018, 14:04

Hoppala hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 13:52
Vorhin hat du gefragt, seit wann jemand dein Wohlergehen interessiert.
Jetzt interessiert sich jemand. Und du blockst ihn ab, indem du deinen Unmut darüber deutlich machst.
Eins von beidem ist vielleicht in Frage zu stellen?
Tut es das wirklich, oder ist es nur eine willkommene Gelegenheit seine Ratgebersprüche los zu werden?

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Re: Umgang mit Enttäuschung

Beitrag von Stabil » Dienstag 11. September 2018, 14:52

Radioactivman hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 13:59
Ich selbst habe bisher z.B. noch keine Therapie in Angriff genommen, obwohl damals eine Freundin dazu genötigt habe, die sich auch aufgegeben hatte, weil ich mir selbst egal bin. Zwar weiß ich, dass ich anderen nicht egal bin, aber für mich selbst habe ich kaum noch Hoffnung und denke "Wofür soll ich das das machen? Ich bin sowieso scheiße!"
Den Teil verstehe ich. Da will ich jetzt nicht drauf eingehen, weil ich es für besser halte, das Andere erst zu klären.
Radioactivman hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 13:59
Es kam wirklich so rüber, als wollte da jemand ungefragt Therapeut spielen.

... reagiert gereizt, wenn jemand anderes versucht einen zu etwas anderem zu überreden.
Nur zur Klarstellung: In Therapie wird man vom Therapeuten zu nichts überredet.

Aber ich nehme an, du willst eher das Überreden kritisieren.
Es hat ja zwei Teilthemen gegeben: Alkohol trinken und die Überzeugung, 'es interessiert sich keiner für mein Wohlergehen'.

Beim Thema Alkohol habe ich deutlich gesehen, wie er wirkt und rede seine Wirkung recht unverblümt an. Ich habe zu viele vor die Hunde gehen gesehen. Auch die Wirkung des Teufelskreises habe ich angesprochen. Von einem Überreden nehme ich bei dem Thema Abstand. Ich habe daher nach seiner Wahrnehmung gefragt.
Hast du, Radioactiveman, hier ein Überreden gesehen?
Endura schien dieser Teil nicht auf zu regen.

Beim anderen Teilthema (es interessiert sich keiner) habe ich ganz anders geschrieben.
Ich habe das, wie mir etwas ERSCHIENEN ist auch so vorsichtig ausgedrückt, weil ich weiss, wie leicht ich etwas missverstehen kann. Und ich habe gefragt, wie der Ausgangssatz gemeint ist, in dem ich weiter führende Fragen formuliert habe. Ich meine auch, dass ich meine Fragen respektvoll ausgedrückt habe.
Hast du hier ein Überreden gesehen? Ich konnte auch bei kritischer Nachkontrolle keines entdecken. Vielleicht habe ich etwas übersehen, aber dann zeige bitte konkret die Stelle.
Endura schien mir bei diesem Teilthema die Verbindung zum bislang behandelten Thema verloren zu haben.

An dieser Stelle will ich es mal belassen, damit du - wenn du das willst - darauf antworten kannst.
Wahrscheinlich werde ich das Thema mit einem anderen Aspekt aus nochmals aufgreifen.
* Am meisten schmerzt das Gute, das wir zwar erlebt haben, aber in uns nicht angekommen ist *

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Re: Umgang mit Enttäuschung

Beitrag von Stabil » Dienstag 11. September 2018, 15:06

Endura hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 14:04
[+]
Hoppala hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 13:52
Vorhin hat du gefragt, seit wann jemand dein Wohlergehen interessiert.
Jetzt interessiert sich jemand. Und du blockst ihn ab, indem du deinen Unmut darüber deutlich machst.
Eins von beidem ist vielleicht in Frage zu stellen?
Tut es das wirklich, oder ist es nur eine willkommene Gelegenheit seine Ratgebersprüche los zu werden?
Hast du wirklich Ratgebersprüche gelesen? Zeige mir die Sätze, vielleicht habe ich Schwachsinn formuliert und jetzt steht irrtümlich ein "Ratgeberspruch" da.

Oder ist es vielleicht so, dass du im Zusammenhang mit ähnlichen Themen so einiges zu hören bekommen hast, was für dich "Ratgebersprüche" waren? Vielleicht ist die Erinnerung so stark, dass sich da etwas von früher Kommendes unangenehm aufdrängt. Das ist etwas, was jedem von uns von Zeit zu Zeit passieren kann.
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Re: Umgang mit Enttäuschung

Beitrag von Radioactivman » Dienstag 11. September 2018, 15:12

Stabil hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 14:52
Nur zur Klarstellung: In Therapie wird man vom Therapeuten zu nichts überredet.
Das habe ich auch nicht behauptet.
Dies bezog sich auf das, was du Endura geschrieben hast bzw. wie es rüberkam.
Stabil hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 14:52
Aber ich nehme an, du willst eher das Überreden kritisieren.
Es hat ja zwei Teilthemen gegeben: Alkohol trinken und die Überzeugung, 'es interessiert sich keiner für mein Wohlergehen'.

Beim Thema Alkohol habe ich deutlich gesehen, wie er wirkt und rede seine Wirkung recht unverblümt an. Ich habe zu viele vor die Hunde gehen gesehen. Auch die Wirkung des Teufelskreises habe ich angesprochen. Von einem Überreden nehme ich bei dem Thema Abstand. Ich habe daher nach seiner Wahrnehmung gefragt.
Hast du, Radioactiveman, hier ein Überreden gesehen?
Endura schien dieser Teil nicht auf zu regen.
"Überreden" war vielleicht das falsche Wort dafür, was ich meinte. Er hat geschrieben, dass du "ungefragt seinen Therapeuten spielst". Für mich bezieht sich das auf beides.
Auch ich habe schon Personen kennengelernt, die ihr Leben mit Alkohol oder anderen Drogen, wie z.B. Heroin zerstört haben und die meisten davon sind daher auch schon tot.
Stabil hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 14:52
Beim anderen Teilthema (es interessiert sich keiner) habe ich ganz anders geschrieben.
Ich habe das, wie mir etwas ERSCHIENEN ist auch so vorsichtig ausgedrückt, weil ich weiss, wie leicht ich etwas missverstehen kann. Und ich habe gefragt, wie der Ausgangssatz gemeint ist, in dem ich weiter führende Fragen formuliert habe. Ich meine auch, dass ich meine Fragen respektvoll ausgedrückt habe.
Hast du hier ein Überreden gesehen? Ich konnte auch bei kritischer Nachkontrolle keines entdecken. Vielleicht habe ich etwas übersehen, aber dann zeige bitte konkret die Stelle.
Endura schien mir bei diesem Teilthema die Verbindung zum bislang behandelten Thema verloren zu haben.

An dieser Stelle will ich es mal belassen, damit du - wenn du das willst - darauf antworten kannst.
Wahrscheinlich werde ich das Thema mit einem anderen Aspekt aus nochmals aufgreifen.
Es ist viel mehr, wie das, was du geschrieben hast, bei anderen rübergekommen ist, nicht nur bei Endura.
Er hat es sogar zitiert, nämlich deine großgeschriebenen Worte. Aus deiner Sicht war es vielleicht wirklich nur zur Betonung gedacht, kommt dadurch aber anders an. Nämlich so, als wolltest du ihn therapieren.
Wahrscheinlich war es einfach anders von dir gemeint. Geschriebenes kann nur, wie du selbst geschrieben hast, falsch verstanden werden, weil die tatsächliche Betonung fehlt.
Großschreibung wirkt unfreundlichen und aggressiv. Daher ist Großschreibung in Foren und Chats z.B. nicht gerne gesehen und teilweise gibt es Verwarnungen von Moderatoren.
Aber ich glaube, ich weiß, wie bzw. was du meintest.

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Re: Umgang mit Enttäuschung

Beitrag von Lavender » Dienstag 11. September 2018, 15:27

Radioactivman hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 13:28
Ich bin sehr emotional und nehme mir alles zu Herzen. Auch denke ich generell viel zu sehr über alles nach, auch Dinge, an die andere keinen Gedanken verschwenden würde.
Ich ärgere mich auch immer wieder, dass ich mich mit Frauen auf mehr einlasse, als rein freundschaftlich. Das Problem ist, dass ich inzwischen schon immer einen negativen Ausgang erwarte.
Da ich aber Hardcore-AB bin, haben ich den sehr starken Wunsch endlich jemanden zu finden, mit dem es klappt. Dadurch klammere ich mich immer wieder an hoffnungslose Fälle, wo mir von vornherein klar ist, dass nichts draus wird, wenn ich ehrlich zu mir selbst bin. Ich sehe dann, vor allem anfangs, über ganz viele Dinge hinweg, die mich eigentlich stören würden.
Ich glaube wir ähneln uns in einigen Dingen und ja auch ich grüble über viele sinnlose Sachen in fast jeder Lebenslage und ja, ich bin sehr emotional, nur würde ich es nie direkt zugeben, geschweige denn noch zeigen. Ich verstehe deinen Wunsch endlich alles hinter dir zu lassen und zu zweit glücklich werden zu wollen, nur klappt es leider nicht, wenn man es unbedingt will. Dazu muss man sich Chancen erarbeiten, Menschen an sich ranlassen und auch ein Stück weit einem Menschen vertrauen. Klar, das kann auch schief gehen, wie wir ja nun auch erleben mussten. Und manchmal führt es auch nur in eine Sackgasse. Es nützt nichts, dann heißt es umdrehen und einen neuen Weg suchen.

Radioactivman hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 13:28
Mich zieht es immer runter Zeit mit Pärchen zu verbringen. Um mich herum sind alle vergeben, heiraten, kriegen Kinder, kaufen zusammen Häuser. Und dann bin ich da, als 5. Rad am Wagen, ohne überhaupt irgendeine richtige Erfahrung.
Ich kann noch einen drauf legen, ich bin im Mai sogar Trauzeuge aber hey, es ist mein bester Kumpel, auch wenn es mir schwer fällt, ich freue mich für ihn. Ich stand sogar neben ihm im Stadion als er seine Zukünftige kennenlernte. Er hatte halt einfach mehr Glück.
Radioactivman hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 13:28
Ich hoffe, ich schaffe es irgendwann, mich nicht mehr an das kleinste Stückchen Hoffnung zu klammern und Fälle, die schon zum Scheitern verurteilt sind.
Es heißt ja nicht, dass man die Hoffnung aufgibt, nur sollte man sich nicht an etwas klammern. Wenn es sich zieht wie Kaugummi, dann soll es vielleicht nicht sein. Es wird in den folgenden Wochen/Monaten wahrscheinlich nicht besser. Ich für mich, werde diesem Prozess (bei mir war es ja nur das erste Treffen) keine Monate mehr geben. Umso länger man sich mit dem Ganzen Zeit lässt, desto schwieriger wird die Aufarbeitung meiner Meinung nach. Es ist zwar leicht gesagt: "Es kann immer schief gehen." Tatsächlich blendet man es aus, desto länger die Anlaufphase dauert.
Radioactivman hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 13:28
Passt zu meinem aktuellen Fall. So lange und so intensiv war es noch mit keiner und ich weiß, dass auch sie sich sehr stark in mich verliebt hat.
Objektiv gesehen, hat bei uns eigentlich so gut wie nichts gepasst und trotzdem haben wir uns verliebt. Letzten Endes ist aber daran gescheitert.
Klingt wie ein Kalenderspruch aber ich glaube wirklich, wenn man sich verliebt und aneinander festhält und darüber offen spricht, kann man viele Probleme lösen. Vielleicht nicht alles aber zumindest eine ganze Menge. Ich weiß natürlich nicht, was bei euch vorgefallen ist. So ins Detail möchte ich auch nicht gehen.

Kopf hoch, weiter machen, Chancen suchen und ergreifen wenn sie da sind. (und die aussichtslosen aussortieren)
Ich mach' die Augen zu, du und ich
Tausend Farben, die wir malen kaltes Grau wird buntes Licht
Alles gut weil wir jetzt da sind


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Re: Umgang mit Enttäuschung

Beitrag von Radioactivman » Dienstag 11. September 2018, 16:17

Lavender hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 15:27
Ich glaube wir ähneln uns in einigen Dingen und ja auch ich grüble über viele sinnlose Sachen in fast jeder Lebenslage und ja, ich bin sehr emotional, nur würde ich es nie direkt zugeben, geschweige denn noch zeigen. Ich verstehe deinen Wunsch endlich alles hinter dir zu lassen und zu zweit glücklich werden zu wollen, nur klappt es leider nicht, wenn man es unbedingt will. Dazu muss man sich Chancen erarbeiten, Menschen an sich ranlassen und auch ein Stück weit einem Menschen vertrauen. Klar, das kann auch schief gehen, wie wir ja nun auch erleben mussten. Und manchmal führt es auch nur in eine Sackgasse. Es nützt nichts, dann heißt es umdrehen und einen neuen Weg suchen.
Also ich gebe es schon zu, dass ich sehr emotional bin, wenn ich jemandem vertraue und ich verstelle mich dann auch weniger. Ich lasse auch Menschen an mich heran, wenn ich sie mag.
Lavender hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 15:27
Ich kann noch einen drauf legen, ich bin im Mai sogar Trauzeuge aber hey, es ist mein bester Kumpel, auch wenn es mir schwer fällt, ich freue mich für ihn. Ich stand sogar neben ihm im Stadion als er seine Zukünftige kennenlernte. Er hatte halt einfach mehr Glück.
Das hat mich im letzten Jahr getroffen. Da war ich der Trauzeuge meiner besten Freundin und bin der Pate ihres Kindes.
Lavender hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 15:27
Es heißt ja nicht, dass man die Hoffnung aufgibt, nur sollte man sich nicht an etwas klammern. Wenn es sich zieht wie Kaugummi, dann soll es vielleicht nicht sein. Es wird in den folgenden Wochen/Monaten wahrscheinlich nicht besser. Ich für mich, werde diesem Prozess (bei mir war es ja nur das erste Treffen) keine Monate mehr geben. Umso länger man sich mit dem Ganzen Zeit lässt, desto schwieriger wird die Aufarbeitung meiner Meinung nach. Es ist zwar leicht gesagt: "Es kann immer schief gehen." Tatsächlich blendet man es aus, desto länger die Anlaufphase dauert.
Es ist etwas kompliziert, weil es eigentlich für beide klar war, dass nichts draus wird, aber die Gefühle schon da waren. Deswegen hat es sich hingezogen.
Lavender hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 15:27
Klingt wie ein Kalenderspruch aber ich glaube wirklich, wenn man sich verliebt und aneinander festhält und darüber offen spricht, kann man viele Probleme lösen. Vielleicht nicht alles aber zumindest eine ganze Menge. Ich weiß natürlich nicht, was bei euch vorgefallen ist. So ins Detail möchte ich auch nicht gehen.

Kopf hoch, weiter machen, Chancen suchen und ergreifen wenn sie da sind. (und die aussichtslosen aussortieren)
Wir sind sehr unterschiedlich und deswegen häufiger unnötig aneinander geraten. Einiges haben wir auch gelöst. Aber es kam Dinge aufgrund dessen es klar war, dass nie eine Beziehung daraus werden wird, wie weiter oben beschrieben. Es war eigentlich ziemlich dumm von uns trotzdem weiter den Kontakt zu halten und die Gefühle stärker werden zu lassen.

Das meinte ich damit, dass ich mich an hoffnungslose Fälle klammere, obwohl mir schon direkt von Anfang an klar ist, dass gar nichts daraus werden kann. Aber irgendwie lasse ich mich trotzdem immer wieder darauf ein und lerne es einfach nicht, blende es aus.

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Re: Umgang mit Enttäuschung

Beitrag von Undomiel » Dienstag 11. September 2018, 16:23

Lavender hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 15:27
Radioactivman hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 13:28
Mich zieht es immer runter Zeit mit Pärchen zu verbringen. Um mich herum sind alle vergeben, heiraten, kriegen Kinder, kaufen zusammen Häuser. Und dann bin ich da, als 5. Rad am Wagen, ohne überhaupt irgendeine richtige Erfahrung.
Ich kann noch einen drauf legen, ich bin im Mai sogar Trauzeuge aber hey, es ist mein bester Kumpel, auch wenn es mir schwer fällt, ich freue mich für ihn. Ich stand sogar neben ihm im Stadion als er seine Zukünftige kennenlernte. Er hatte halt einfach mehr Glück.
Respekt, wenn du dich tatsächlich für ihn freuen kannst. Mein OdB hat meine langjährige Freundin (sie ist wie eine Schwester für mich) geheiratet. Wir haben ihn damals gleichzeitig kennengelernt.
Die Hochzeit war einer der schlimmsten Tage in meinem Leben. Und die Nachricht von der Verlobung hat mir den ganzen restlichen Urlaub versaut.

Tatsächlich freuen konnte ich mich für die beiden nicht, auch wenn ich es vorgegeben habe.
"Sie sehnt sich nach Nähe, Geborgenheit,
doch sie scheint nur als Zaungast genehm.
Warum kann sie denn keiner, so wie sie ist, nur mit anderen Augen sehen?
Doch wer glaubt schon, dass Wunder geschehn?
Und sie steht wieder allein vor dem Spiegel..."

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Re: Umgang mit Enttäuschung

Beitrag von Radioactivman » Dienstag 11. September 2018, 16:26

Undomiel hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 16:23
Respekt, wenn du dich tatsächlich für ihn freuen kannst. Mein OdB hat meine langjährige Freundin (sie ist wie eine Schwester für mich) geheiratet. Wir haben ihn damals gleichzeitig kennengelernt.
Die Hochzeit war einer der schlimmsten Tage in meinem Leben. Und die Nachricht von der Verlobung hat mir den ganzen restlichen Urlaub versaut.

Tatsächlich freuen konnte ich mich für die beiden nicht, auch wenn ich es vorgegeben habe.
Kann dich gut verstehen.
Ich freue mich z.B., dass meine beste Freundin glücklich ist und hatte auch nie so besonders viel Glück mit ihren Partnern.
Aber die Freude wird schnell getrübt, weil ich gleichzeitig neidisch auf alle glücklichen Pärchen bin bzw. Personen, die Erfahrungen in Sachen liebe und Sex und mich sehr schlecht fühle.

In deinem Fall ist es noch schlimmer. Es hat sicher richtig weh getan.
Ich hoffe, inzwischen kommst du besser damit zurecht.

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Undomiel
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Re: Umgang mit Enttäuschung

Beitrag von Undomiel » Dienstag 11. September 2018, 16:42

Radioactivman hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 16:26
Undomiel hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 16:23
Respekt, wenn du dich tatsächlich für ihn freuen kannst. Mein OdB hat meine langjährige Freundin (sie ist wie eine Schwester für mich) geheiratet. Wir haben ihn damals gleichzeitig kennengelernt.
Die Hochzeit war einer der schlimmsten Tage in meinem Leben. Und die Nachricht von der Verlobung hat mir den ganzen restlichen Urlaub versaut.

Tatsächlich freuen konnte ich mich für die beiden nicht, auch wenn ich es vorgegeben habe.
Kann dich gut verstehen.
Ich freue mich z.B., dass meine beste Freundin glücklich ist, weil sie nie so besonders viel Glück mit ihren Partnern hatte.
Aber die Freude wird schnell getrübt, weil ich gleichzeitig neidisch auf alle glücklichen Pärchen bin und mich sehr schlecht fühle.

In deinem Fall ist es noch schlimmer. Es hat sicher richtig weh getan.
Ich hoffe, inzwischen kommst du besser damit zurecht.
Ja, genau so ist es. Natürlich wünsche ich Ihr nur das Beste, sie ist ja meine Freundin. Aber hätte es nicht ein anderer Mann sein können? :roll: Zumal er eigentlich gar nicht ihr Typ war und sie auch nie Probleme hatte, Männer für sich zu begeistern.

Nein, um ehrlich zu sein tut es immer noch weh, auch nach fünf Jahren. Natürlich ist er tabu. Aber das macht es nicht einfacher. Wenn ich ihn nicht mehr sehen müsste wäre ich wahrscheinlich schon lange über ihn hinweg. Aber so besteht natürlich weiterhin Kontakt. Und man kriegt ständig vor Augen geführt, was hätte sein können, wenn ich es geschafft hätte ihn für mich zu interessieren und nicht sie. Er hat mich damals einfach umgehauen, als ich ihn das erste Mal gesehen habe. Da war sofort der Gedanke: Den Mann will ich haben. Das hat seitdem leider kein anderer Mann mehr geschafft. Ich hoffe das ändert sich irgendwann noch mal.
"Sie sehnt sich nach Nähe, Geborgenheit,
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Re: Umgang mit Enttäuschung

Beitrag von Lavender » Dienstag 11. September 2018, 17:21

Undomiel hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 16:23
Respekt, wenn du dich tatsächlich für ihn freuen kannst. Mein OdB hat meine langjährige Freundin (sie ist wie eine Schwester für mich) geheiratet. Wir haben ihn damals gleichzeitig kennengelernt.
Die Hochzeit war einer der schlimmsten Tage in meinem Leben. Und die Nachricht von der Verlobung hat mir den ganzen restlichen Urlaub versaut.

Tatsächlich freuen konnte ich mich für die beiden nicht, auch wenn ich es vorgegeben habe.
Natürlich kann ich mich für meinen Kumpel freuen und ich bin gern Trauzeuge, zumal ich ja bei Ihrem ersten Kennenlernen dabei war.

Bei dir ist die Sache ganz anders gelagert. Ich wüsste nicht, wie ich damit umgehen würde. Es ist zwar leicht gesagt aber nachtrauern ist definitiv der falsche Weg. Ich hoffe, du kannst irgendwann einem anderen Mann die Chance geben und wirst nicht jeden potentiellen Partner mit dem EINEN vergleichen. Menschen kann man grundsätzlich nie miteinander vergleichen. Sich darin zu vertiefen, nach dem Motto, das an seiner Seite könnte ich sein, bringt meiner Meinung nach gar nichts. Du wirst es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht herausfinden.

Kommen wir zum Ausgangspunkt zurück:
Radioactivman hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 16:17
Es ist etwas kompliziert, weil es eigentlich für beide klar war, dass nichts draus wird, aber die Gefühle schon da waren. Deswegen hat es sich hingezogen.

Wir sind sehr unterschiedlich und deswegen häufiger unnötig aneinander geraten. Einiges haben wir auch gelöst. Aber es kam Dinge aufgrund dessen es klar war, dass nie eine Beziehung daraus werden wird, wie weiter oben beschrieben. Es war eigentlich ziemlich dumm von uns trotzdem weiter den Kontakt zu halten und die Gefühle stärker werden zu lassen.

Das meinte ich damit, dass ich mich an hoffnungslose Fälle klammere, obwohl mir schon direkt von Anfang an klar ist, dass gar nichts daraus werden kann. Aber irgendwie lasse ich mich trotzdem immer wieder darauf ein und lerne es einfach nicht, blende es aus.
Wie damit umgehen? Eigentlich darfst du alles machen was dich in irgendeiner Weise erleichtert. Du darfst deiner Enttäuschung freien Lauf lassen, du darfst wütend sein, du darfst am Boden liegen, du darfst kraftlos sein, du darfst dich mal kurz aufgeben, du darfst alles was du willst und wonach dir ist. Was du nicht darfst, ist, dich darin zu verlieren. Irgendwann sollte eine Wende eintreten und zumindest bei mir, bringt die Einsicht etwas Energie mit und die gilt es zu nutzen.

Es wird dir auch zukünftig keiner diese Entscheidungen abnehmen, deshalb kannst nur du allein dafür sorgen, dass die Fälle ohne Zukunft gar nicht erst zu einem Problem werden. Ich wünsche dir jedenfalls, dass du diese Dinge lösen kannst und konsequent bleibst.
Zuletzt geändert von Lavender am Dienstag 11. September 2018, 17:36, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Umgang mit Enttäuschung

Beitrag von Kalypso » Dienstag 11. September 2018, 17:31

Enttäuschungen werfen mich aus der Bahn und bringen massive Zweifel mit sich. :?
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Re: Umgang mit Enttäuschung

Beitrag von Radioactivman » Dienstag 11. September 2018, 17:45

Undomiel hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 16:42
Ja, genau so ist es. Natürlich wünsche ich Ihr nur das Beste, sie ist ja meine Freundin. Aber hätte es nicht ein anderer Mann sein können? :roll: Zumal er eigentlich gar nicht ihr Typ war und sie auch nie Probleme hatte, Männer für sich zu begeistern.

Nein, um ehrlich zu sein tut es immer noch weh, auch nach fünf Jahren. Natürlich ist er tabu. Aber das macht es nicht einfacher. Wenn ich ihn nicht mehr sehen müsste wäre ich wahrscheinlich schon lange über ihn hinweg. Aber so besteht natürlich weiterhin Kontakt. Und man kriegt ständig vor Augen geführt, was hätte sein können, wenn ich es geschafft hätte ihn für mich zu interessieren und nicht sie. Er hat mich damals einfach umgehauen, als ich ihn das erste Mal gesehen habe. Da war sofort der Gedanke: Den Mann will ich haben. Das hat seitdem leider kein anderer Mann mehr geschafft. Ich hoffe das ändert sich irgendwann noch mal.
Auch das kann ich verstehen.
Als ich damals meine inzwischen beste Freundin kennengelernt habe, wollte ich sie und sie auch mich. Aus Rücksicht auf eine andere Person haben wir es allerdings freundschaftlich belassen, auch wenn es perfekt gepasst hätte.
Ich habe auch Jahre dafür gebraucht, weil ich ja ständig immer noch Kontakt mit ihr hatte und eifersüchtig auf die Partner war, die sie später dann hatte.
Inzwischen habe ich aber keine Probleme mehr und freue mich über die sehr gute Freundschaft.
Ich hoffe auch für dich, dass es sich bei dir irgendwann wieder ändert.

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