Diskussionsstil

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CrashBandicoot

Re: Diskussionsstil

Beitrag von CrashBandicoot » Donnerstag 13. Juni 2013, 19:56

SciFiGirl hat geschrieben:Blau, ich stimme dir zu. Gestern las ich jedoch eine Reaktion auf einen in "ich" Form geschriebenen Beitrag, der sich genau darüber aufregte. Schätze mal, dass man es auch hier nicht allen recht machen kann.
Ja, mea culpa. An dem Beitrag störte mich nicht, dass die Person durch inflationären Gebrauch des Wortes "ich" ausdrückte, dass sie nur ihre eigene Meinung äußerte. Sondern die zugrunde liegende Hoffnung, dass der Beitrag und die Meinung eines einzelnen offenbar schon ausreichen könnten, den Admin dazu zu bringen, den User Pumba zu "sedieren". Aber das ist jetzt sowieso müßig.

beinahe30
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Re: Diskussionsstil

Beitrag von beinahe30 » Donnerstag 13. Juni 2013, 20:11

Es gehört zu einer Diskussion die Argumente des anderen zu entkräften. Reden wie "ich empfinde" oder vergleichbares sind absolut fehl am Platz. Eine Diskussion sollte immer mit Argumenten geführt werden, die das Thema derselben von mehreren Seiten beleuchtet. Subjektive Ansichten sind nicht einmal ansatzweise so tragkräftig wie Argumente die sich tatsächlich nicht um Subjektivität scheren.

Nur so kommt man im Thema voran. Wieso lesen wir so oft fast das gleiche "die Frauen sind böse" "die Kerle sind Frauenhasser"? Weil diesen Ansichten nichts anderes als Sarkasmus und Ignoranz folgt von anderer Seite. Pumbas Ansichten sind derbst verdreht mitunter widerlich, diese allerdings mit Argumenten basierend auf Sarkasmus zu begegnen ist der falsche Ansatz.
Und zu Fakten habe ich folgendes zu sagen: Auch Fakten können entkräftet werden (z.B. statistiken, etc)

Was mir immer mehr auffällt (und nicht nur hier), dass eine Diskussion zweier Seiten immer absolut ins subjektive fällt und kaum Distanz gewahrt wird. Es ist eine Diskussion Leute und kein Abend in einer Bar wo man nach 3 Bier anfängt über den Sinn des Lebens und eigener Ansichten zu reden.

Eine Diskussion muss wie ein Fußballspiel sein: man stiehlt sich den Ball, man grätscht sich, nach dem Spiel reicht man sich die Hände. Argumente des gegenüber zu entkräften, damit er mit besseren kommt ist ein essentieller Teil einer ernsthaften Diskussion.
Hör' auf die Menschen zu belügen. Zeig den Menschen deine echten Erwartungen, nicht die, die du dir im Kopf zusammengesponnen hast um ihnen zu gefallen.

pumba

Re: Diskussionsstil

Beitrag von pumba » Sonntag 16. Juni 2013, 17:31

Blau hat geschrieben:Mich nervt es, wenn jemand immer von "man" spricht, "Fakten" herbeizieht (wobei die zitierten "Studien" meist sowas von gar nichts aussagen) und "die Gesellschaft" wahlweise "die Frauen" oder "die Männer" für seine ganz individuelle Misere verantwortlich macht.
Weil wenn man das nicht tut die Aussage sofort als falsch hingestellt wird.

Ok ich muss nurnoch eines sagen zu dem Thema. Dann lass ich es sein. Ich finds einfach immer wieder schade, dass ich wenn ich in ein Forum gehe und meine Ängste bezüglich einer Beziehung mit einer Frau beschreibe ich automatisch als Misogynist hingestellt werde. Selbst wenn ich ausdrücklich schreibe "nicht alle aber manche/einige" heißt es: "Du scherst alle Frauen über einen Kamm", "Du bist ein Troll", "Du hasst Frauen", "Mit der Einstellung würde ich dich auch nicht wollen". Dann kommt immer die Frage: "Wer sagt das? Kannst du es beweisen?" Persönliche Erfahrungen oder Geschichten von denen man gehört hat lässt man nicht gelten. Postet man jedoch Quellen zu Studien, dann heißt es: "Der Fiesling hat auch noch Quellen gepostet die seine Aussagen belegen. Das ist gemein weil dagegen kann man nicht an argumentieren. Man sollte Aussagen mit 'Ich' anfangen wie z.B. 'Für mich ergibt 1+1=2'".

Also was ich einfach nicht verstehe: Wieso schreibt man sojemandem dann nicht einfach: "Ja sowas tun viele Frauen, aber wenn du lange genug suchst findest du eine die dich wirklich liebt und das nicht tut" oder "Ja sowas tun viele Frauen, aber das Leben birgt immer ein gewisses Risiko - da muss man durch". Sowas würde mir Mut machen. Aber einfach immer leugnen und sagen alle Frauen sind perfekt und würden sowas niemals tun und du bist ein geistesgestörter Frauenhasser wenn du solche Ängste hast, das ist einfach total kontraproduktiv und verstärkt nur die Ängste von Leuten die sowas schreiben. Auf Gofeminin ging das sogar mal soweit, dass einer (nein nicht ich) dann ankündigte sich jetzt umzubringen und die Frauen meinten dort nur: "Ja mach doch!" und er schrieb dann in sein Profil er habe sich umgebracht und man hörte nichts mehr von ihm. Solche Sachen sind mega hart finde ich. Es kann echt nicht sein, dass jede Angst was den Umgang mit Frauen angeht sofort als Frauenhass abgetan und als krank und realitätsfern hingestellt wird. Das ist einfach nicht ok.

Ja woher kommen die ganzen Geschlechtervorurteile? Vielleicht weil tatsächlich sehr viel wahres dran ist? Auch wenn sie nicht allgemeingültig sind, was ich aber auch nie und nirgends behauptet habe. Ich würde einer Frau die schreibt, dass sie Angst hat von Männern verarscht und für Sex ausgenutzt zu werden auch nicht schreiben: "Mit der Einstellung würde ich dich nicht wollen du Männerhasserin". Sondern ich würde ihr schreiben, dass sie genau auf die Persönlichkeit des Mannes achten soll, sich Zeit lassen soll bevor sie mit ihm ins Bett geht und sich nicht blenden lassen soll von irgend einem gutaussehenden Großmaul. Und genau sowas könnte man auch schreiben wenn zB. ein AB hier oder ein Mann in einem Frauenforum entsprechende Bedenken in Bezug auf Frauen äußert. Finde es nämlich auch nicht ok, dass eine Frau die Bedenken hat ernst genommen und getröstet wird, aber ein Mann der Bedenken hat automatisch ein dreckiger, rückwärtsgewandter, geistesgestörter, frauenhassender Misogynisten-Troll ist. Wie irgendwer anders in einem meiner Threads schrieb: "Mann geht fremd = Männer sind Schweine", "Frau geht fremd = Modernisier dein Weltbild!".

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