WhatsApp, ein Muss?

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Talbot
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Talbot » Mittwoch 19. September 2018, 21:15

Hoppala hat geschrieben:
Mittwoch 19. September 2018, 20:47
Ich habe deinen Einwand bereits weiter oben beantwortet.
Du willst Kontakte, die den Kontakt zu dir von der Verwendung einer bestimmten App abhängig machen?
Du willst dich in Abhängigkeit einer Firma begeben, der du bzw. der "Nutzen", den du daraus ziehst, herzlich egal ist, und aber eine Menge unerwünschter "Nebenwirkungen" betreibt?
Du beantwortst beides mit Ja und betreibst daher bewusst "ruhestörenden Lärm", insofern du dein Umfeld und indirekt auch mich mit diesen Nebenwirkungen konfrontierst?

Dann möchte ich eigentlich keinen näheren Kontakt mit dir - außer dir bessere Optionen (meines Erachtens) anzubieten.
Und bitte registriere, dass das nicht primär mit "WhatsApp ja oder nein" zu tun hat, sondern mit den Konsequenzen für dich und andere.
Ich sehe da tatsächlich ebenfalls nicht viel Sinn in einer Weiterführung der Diskussion.
Mit jemandem dem seine Prinzipienreiterei wichtiger ist als irgendwelche Freundschaften/sozialen Kontakte und für den es ernsthaft eine vernünftige Alternative zu sein scheint Freundschaften einzuschränken oder sogar zu kündigen statt sich einfach eine Handyapp runterzuladen mit dem möchte ich ebenfalls keinen näheren Kontakt haben.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Ferienhaus » Mittwoch 19. September 2018, 21:45

Hoppala hat geschrieben:
Mittwoch 19. September 2018, 20:47
Du musst nicht misssionieren. Das können WhatsApp, FB & Co besser.
Natürlich muss ich das. Ich muss die Leute immer und immer wieder auf Vorteile von deutlich weniger verbreiteten App's aufmerksam machen, mit ihnen argumentieren und gerate in große Gefahr, mich damit immer mehr unnötigerweise zur Nervensäge zu machen. Gut, dafür bekomme ich keinen Award für "Ich-bin-der-kritische-Nachdenker-der-heldenhaft-die-großen-Konzerne-herausfordert". Kann ich mit leben. ;)
Von mir aus benutze dafür dann WhatsApp - ist ja deiner Meinung nach genau für solche Gruppeninformation bestens geeignet ;-)
Dir ist schon klar, was für mich der Hauptvorteil von WhatsApp ist? Die enorme, wirklich enorme Verbreitung. Das ist Grund Nummer 1, der - das ist mein Argument - bereits vollkommen ausreichend ist. Du magst mein Toilettenbeispiel nicht gemocht haben. Die Quintessenz dessen bleibt: Gehört zum Alltagsleben aber sowas von derart dazu, dass es schon kaum mehr zu beschreiben ist. Wie gesagt: ich bin 'ne andere Generation als du.

WhatsApp wird, soweit ich weiß, von 34 Millionen Deutschen täglich genutzt. Das ist schon weit, weit, weit mehr als "Nice-to-have". Warum sollte ich mich freiwillig so von einer leicht verfügbaren Alternative Kontakte zu pflegen abschotten?

Es ist nicht so, als ob ich die letzten Jahre durch Depressionen und Klinikaufenthalte nicht schon genug vom normalen Leben abgeschnitten war... :roll:
Jede positive Veränderung beginnt mit dem ersten Schritt. Nicht mit dem: "Erst mal andere".
DU siehst eine positive Veränderung darin, die Gesellschaft von Alternativen von WhatsApp zu überzeugen. Ich nicht (oder so wenig, dass es für mich vernachlässigbar ist).

Hoppala hat geschrieben:
Mittwoch 19. September 2018, 20:03
Wir scheinen sehr unterschiedliche Vorstellungen von einer sinnvollen Debatte zu haben.
Den Spruch von oben herab a'la "Ich debattiere hier sinnvoll und du nicht" (oder was willst du damit sonst implizieren? ;) ) kannst du dir sparen. Ich habe einen Witz gemacht, mehr nicht.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Dérkesthai » Mittwoch 19. September 2018, 23:26

Ich mag Whatsapp nicht sooo sehr. Verstehe aber, warum das viele nutzen und sich daran gebunden (fühlen). Folglich mach ich mit (Ein artiges, sarkastisch-ironisches (definitiv kein beleidigendes, böses) "Määäh" für alle Herdentiere dieser Welt von meiner Seite aus). Dafür bin ich halt mit den wenigen Bekannten und Freunden in Kontakt ist doch auch schön. (Mäh (heißt "Ja") :-D )
Lieber wäre mir eine der Alternativen.
Allerdings würde ich auch lieber mein Handy deinstallieren, mit einem google-freien Android-Derivat bestücken und google und Artverwandtes weglassen. Leider gehört ausgerechnet das Modell, wo es nur unter großem Risiko und / oder überhaupt nicht funktioniert. (Määäh (=trauriges, mitleiderregendes Mäh mit einem integrierten Schnief, das finde ich ebenso traurig wie du). Das ist doof. (Mäh (Ja))
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von BartS » Donnerstag 20. September 2018, 00:20

Talbot hat geschrieben:
Mittwoch 19. September 2018, 21:15
Ich sehe da tatsächlich ebenfalls nicht viel Sinn in einer Weiterführung der Diskussion.
Mit jemandem dem seine Prinzipienreiterei wichtiger ist als irgendwelche Freundschaften/sozialen Kontakte und für den es ernsthaft eine vernünftige Alternative zu sein scheint Freundschaften einzuschränken oder sogar zu kündigen statt sich einfach eine Handyapp runterzuladen mit dem möchte ich ebenfalls keinen näheren Kontakt haben.
:gruebel: Habe ich irgendetwas in der Diskussion verpasst? Ich habe noch nie im Leben eine Freundschaft kündigen müssen, weil ich eine Handyapp nicht heruntergeladen habe. Ich habe auch noch nie gehört, dass sowas geschehen ist. Kann mich jemand aufklären?
"Liebe ist, dass man sich so lange gehen lässt, bis man nicht mehr gehen kann."
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von BartS » Donnerstag 20. September 2018, 00:23

Ferienhaus hat geschrieben:
Mittwoch 19. September 2018, 21:45
WhatsApp wird, soweit ich weiß, von 34 Millionen Deutschen täglich genutzt. Das ist schon weit, weit, weit mehr als "Nice-to-have". Warum sollte ich mich freiwillig so von einer leicht verfügbaren Alternative Kontakte zu pflegen abschotten?
Du kannst es doch nutzen. Wo ist jetzt das Problem?
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Talbot » Donnerstag 20. September 2018, 00:32

BartS hat geschrieben:
Donnerstag 20. September 2018, 00:20
:gruebel: Habe ich irgendetwas in der Diskussion verpasst? Ich habe noch nie im Leben eine Freundschaft kündigen müssen, weil ich eine Handyapp nicht heruntergeladen habe. Ich habe auch noch nie gehört, dass sowas geschehen ist. Kann mich jemand aufklären?
Lies dir doch mal Hoppala´s Vorschläge und Ideen bezüglich der Handhabung/Umsetzung an.
Sinngemäß: Überzeug die anderen/deine Freunde von deiner "besseren" Alternative aka missioniere sie und wenn sie das nicht wollen dann steig alleine um und dann haben deine Freunde (bzw eigentlich ja auch du ) halt Pech gehabt wenn es zu deutlich weniger Kontakten kommt.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Hoppala » Donnerstag 20. September 2018, 02:24

Talbot hat geschrieben:
Mittwoch 19. September 2018, 21:15
Ich sehe da tatsächlich ebenfalls nicht viel Sinn in einer Weiterführung der Diskussion.
Mit jemandem dem seine Prinzipienreiterei wichtiger ist als irgendwelche Freundschaften/sozialen Kontakte und für den es ernsthaft eine vernünftige Alternative zu sein scheint Freundschaften einzuschränken oder sogar zu kündigen
Du hast nicht gelesen oder nicht verstanden, denn das habe ich nirgendwo nahegelegt.
Und darum:
Talbot hat geschrieben:
Mittwoch 19. September 2018, 21:15
statt sich einfach eine Handyapp runterzuladen
geht es eben nicht. WA ist nicht "einfach eine Handyapp". Allerdings gibt es mögliche Alternativen, die genau das wären - und die willst du anscheinend du nicht runterladen oder auch nur zur Kenntnis nehmen.
Talbot hat geschrieben:
Donnerstag 20. September 2018, 00:32
Lies dir doch mal Hoppala´s Vorschläge und Ideen bezüglich der Handhabung/Umsetzung an.
Sinngemäß: Überzeug die anderen/deine Freunde von deiner "besseren" Alternative aka missioniere sie und wenn sie das nicht wollen dann steig alleine um und dann haben deine Freunde (bzw eigentlich ja auch du ) halt Pech gehabt wenn es zu deutlich weniger Kontakten kommt.
Du schilderst hier die nahezu 100% fehlerhafte Wiedergabe meiner Argumentation durch andere. Nicht meine Argumentation, die was ganz anderes aussagt.

Ob es möglich wäre, diese Art Mythenbildung zu unterlassen? Es wäre einfacher, mich direkt zu zitieren.
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Hoppala » Donnerstag 20. September 2018, 02:32

Ferienhaus hat geschrieben:
Mittwoch 19. September 2018, 21:45
Natürlich muss ich das. Ich muss die Leute immer und immer wieder auf Vorteile von deutlich weniger verbreiteten App's aufmerksam machen, mit ihnen argumentieren und gerate in große Gefahr, mich damit immer mehr unnötigerweise zur Nervensäge zu machen.
Ist halt ne Frage, wie man das macht, und ob man Einsatz für die grundlegenden Normen und Werte einer freien Gesellschaft da, wo diese gefährdet werden, nötig findet.
Ferienhaus hat geschrieben:
Mittwoch 19. September 2018, 21:45
Dir ist schon klar, was für mich der Hauptvorteil von WhatsApp ist? Die enorme, wirklich enorme Verbreitung. Das ist Grund Nummer 1, der - das ist mein Argument - bereits vollkommen ausreichend ist.
Okay. Das ist ja das, was ich bereits erkannt habe: "Machen alle, mach ich auch" als schlussgültiges und im Grunde einziges Argument. Auswirkungen für andere (oder einen sselbst): "nicht relevant".
Mich interessiert hingegen, dass genau diese Argumentation einer Gesellschaft, in der ich gern leben möchte und welche den "offiziellen" Normen nach hierzulande im Grunde existieren sollte, zuwider läuft.
Ferienhaus hat geschrieben:
Mittwoch 19. September 2018, 21:45
WhatsApp wird, soweit ich weiß, von 34 Millionen Deutschen täglich genutzt. Das ist schon weit, weit, weit mehr als "Nice-to-have". Warum sollte ich mich freiwillig so von einer leicht verfügbaren Alternative Kontakte zu pflegen abschotten?
Weil du z. B. Totalitarismus nicht magst? (Könnte noch einiges mehr anführen.)
Allerdings hast du Recht: wenn du deine Sicht so mit Scheuklappen versiehst und die bekannten enormen "Nebenwirkungen" von WhatsApp schlicht ignorierst, allein auf das "machen alle" abstellst, dann ist dir halt alles andere egal.
Kann man machen. Toleriere ich nicht widerspruchslos. Solange ich das noch darf, musst du damit leben. Ich lebe ja auch mit der WA-Belästigung allerorten.
Ferienhaus hat geschrieben:
Mittwoch 19. September 2018, 21:45
Jede positive Veränderung beginnt mit dem ersten Schritt. Nicht mit dem: "Erst mal andere".
DU siehst eine positive Veränderung darin, die Gesellschaft von Alternativen von WhatsApp zu überzeugen.
Nein. Ich sehe eine positive Veränderung darin, wenn die Menschen soweit informiert sind über das, was sie tun, dass sie für sich und andere gute Entscheidungen treffen können.
Dazu gehört das Wissen, dass WhatsApp Risiken mitbringt, die andere Apps (besser: Messenging- und Chattechnologien) bei gleichem Funktionsumfang nicht haben. Die enorme Verbreitung von WhatsApp ist keine Funktion der App, sondern des dahinter stehenden Geschäftsinteresse, welches nich tan deinem Wohlergehen interessiert ist.
Wie gesagt: wenn dir die daraus resultierende Verbreitung wichtiger ist, als die Berücksichtigung der umfangreichen Risiken dadurch für mich, dich und andere, ist das deine Entscheidung. Die meinen deutlichen Widerspruch findet, den ich in Fragen, kritischen Anmerkungen und Informationen ausdrücke.
Ferienhaus hat geschrieben:
Mittwoch 19. September 2018, 21:45
Hoppala hat geschrieben:
Mittwoch 19. September 2018, 20:03
Wir scheinen sehr unterschiedliche Vorstellungen von einer sinnvollen Debatte zu haben.
Den Spruch von oben herab a'la "Ich debattiere hier sinnvoll und du nicht" (oder was willst du damit sonst implizieren? ;) ) kannst du dir sparen. Ich habe einen Witz gemacht, mehr nicht.
Okay. Dann haben wir unterschiedlichen Humor.
Ich wollte nichts impliizieren. Ich habe geschrieben, was ich sagen wollte.
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Endura » Donnerstag 20. September 2018, 06:59

Hoppala hat geschrieben:
Donnerstag 20. September 2018, 02:32
Weil du z. B. Totalitarismus nicht magst? (Könnte noch einiges mehr anführen.)
Kann es sein, dass du da ein wenig übertreibst?

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Hoppala » Donnerstag 20. September 2018, 11:56

Endura hat geschrieben:
Donnerstag 20. September 2018, 06:59
Hoppala hat geschrieben:
Donnerstag 20. September 2018, 02:32
Weil du z. B. Totalitarismus nicht magst? (Könnte noch einiges mehr anführen.)
Kann es sein, dass du da ein wenig übertreibst?
Okay, hier kann durch meine Formulierung ein Missverständnis möglich sein. Ich meine nicht, dass durch die Verwendung von WhatsApp heut Totalitarismus herrscht.
Ich meine allerdings, dass die Denkweise, die in WhatsApp steckt und von den "machen alle, mach ich auch, was interessieren mich die Nebenwirkungen für andere" demonstriert wird, ein typischer Baustein ist, der einer nicht-totalitären Gesellschaft im Wege steht. Motto "wehret den Anfängen" - zumal, wenn das wie in diesem Fall so außerordentlich einfach und praktisch ohne jegliche Nutzeneinbußen möglich wäre.

Wenn schon ein: "Hm ja, da gäbe es Alternativen mit deutlich weniger probematischen Aspekten, das wär ja mal was" so fernab jeden möglichen Verhaltens liegt, dann sind wir sehr nah an der beliebten "das ist alternativlos"-Floskel.
Das aber: "alternativlos" (jedenfalls ohne größere persönliche Nachteile) ist genau Merkmal von totalitären Systemen.
Wobei die an und für sich in abgerenzten, kontrollierten Bereichen nicht schlecht sein müssen. De StVO etabliert totalitäre Aspekte im Verkehr: "Rot heißt Stop. Alternativlos." Die müssen halt fortwährend unter gemeinschaflticher Kontrolle stehen, damit die Verwendung streng begrenzt bleibt, und nach demokratischen Prinzipien revidiert werden kann. Und der oberste Grndsatz der StVO ist sowieso das verantwortliche, rücksichtnehmende (Entscheidungs)Verhalten der Verkehrsteilnehmer.
Bei WA fehlen alle drei Aspekte.

Langer Rede, kurzer Sinn: Warum ausgerechnet WhatsApp? "Machen alle, mach ich auch" ist keine Antwort, sondern macht die Frage noch relevanter.
Und alle anderen bisher genannten Aspekte wären auch mit anderen - weniger bedenklichen - Lösungen erreichbar.

Hat ein bisschen was von den Diskussionen vor 15, 20, 25 Jahren, ob man für ein bürgerliches Leben unbedingt den Besitz eines Autos anstreben müsse. Damals fingen die ersten "Bürgerlichen" an, systematisch und absichtsvoll - nicht gezwungenermaßen (Kosten etc.) - andere Indvidualverkehrslösungen umzusetzen. Das waren damals auch die Spinner. Heute ist es zumindest schon als möglicher Gedanke weithin akzeptiert.
Oder die Zigarettenwerbungsfrage.
Alles Gewohnheiten, deren Kosten/Nutzen für andere und die Mitwelt nicht mehr hinterfragt wurde. "Alles Spinner, die uns unsere Freiheit nehmen wollen". Nachdem die Frage erst mal akzeptiert ist, sind die Gewohnheiten plötzlich gar nicht mehr so alternativlos, und die Freiheit findet sich ganz woanders.


Edit: Und die Geschäftsinteressen, -ziele und -praktiken von WhatsApp, Mutterfirmen und verbundenen Firmen sind wirklich einen näheren Blick (jenseits der schönen Worte für den Anwender) wert - das ist nix, was ich für gut befinde.
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Ferienhaus » Donnerstag 20. September 2018, 12:13

Hoppala hat geschrieben:
Donnerstag 20. September 2018, 11:56
Ich meine allerdings, dass die Denkweise, die in WhatsApp steckt und von den "machen alle, mach ich auch, was interessieren mich die
Langer Rede, kurzer Sinn: Warum ausgerechnet WhatsApp? "Machen alle, mach ich auch" ist keine Antwort, sondern macht die Frage noch relevanter.
Und alle anderen bisher genannten Aspekte wären auch mit anderen - weniger bedenklichen - Lösungen erreichbar.
Du missverstehst glaube ich, warum ich in diesem Fall das "Machen alle"-Argument zu Rate ziehe.

Machen alle muss nicht automatisch bedeuten, dass es besser ist. Aber die enorme Verbreitung von WhatsApp, erzwingt hier, dass man einfach mitmacht, wenn man schneller Anschluss möchte (oder die Möglichkeit dazu in der Hinterhand).

Das erspart, wie gesagt, Zeit, Nerven und für meine (wenigen) sozialen Bekannten Missionierungsversuche meinerseits. Wenn ich versuchen würde, mein Umfeld von einer WhatsApp-Alternative zu überzeugen, müsste ich mich quälend langen Diskussionen stellen, für etwas, von dem ich selbst nicht überzeugt bin und würde wahrscheinlich effektiv vielleicht 20 % der Nutzer überhaupt von einem Wechsel überzeugen können... weil der Rest ja wieder andere Kontakte hätte und die das gleiche Spiel wieder spielen müssten, um wiederum ihre Kontake davon zu überzeugen, WhatsApp aufzugeben. Mit mäßigen Erfolgsaussichten. Dann würden viele doch wieder zu WhatsApp zurückkehren.

WhatsApp's Quasimonopol erzwingt hier einfach das Mitmachen, will man Zugang zu einem einfachen Kommunikationsmittel. Das kann man scheiße finden oder nicht und vielleicht ist es auch nicht die Optimallösung... Wird aber kaum von einem Einzelnen - gegen einen massiven Trend - geändert werden können. Meine Zeit und Nerven (beides nur begrenzt vorhanden !) hebe ich mir da lieber für Anderes auf.

Man könnte jetzt kritisieren "Du-machst-also-um-Nerven-zu-sparen-jeden-gesellschaftlichen-Trend-unwidersprochen-mit?". Nö. Wenn, dieses Beispiel hast du ja auch schon gebracht Hoppala, die Sklavenhaltung wieder "zum Trend" werden würde, würde ich dagegen kämpfen.

Ich halte die Nutzung für WhatsApp, auch wenn der Datenschutz nicht optimal ist, für etwas, was die Gesellschaft vertragen kann. Nicht optimal, aber nicht der Untergang der Welt. Du ergehst dich hier meiner Meinung nach in Katastrophenszenarien. Zumal WhatsApp eben NICHT NUR Nachteile bringt, sondern auch enorme Vorteile.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von BartS » Donnerstag 20. September 2018, 13:21

Es ist schon ein bissel verrückt. Man könnte beim Lesen fast den Eindruck gewinnen, dass es unglaublich schwer ist, dass zwei Menschen in Kontakt treten können. Und wenn einer von beiden noch auf WhatsApp verzichtet, dann ist es fast ein Ding der Unmöglichkeit, miteinander zu kommunizieren....

Leute, wisst ihr, welche Möglichkeiten ich vor 30 Jahren hatte, mich mit einem Freund auszutauschen, der 60km entfernt wohnte? Es gab nur die Möglichkeit per Brief oder wir hätten vorher ausgemacht, dass einer den anderen mit dem Zug anreisend besucht. Wir leben in Zeiten des Überflusses, auch was die Kommunikationsmöglichkeiten angeht. Von daher kann ich das Rumgejammere nicht verstehen, wenn einer nicht das Lieblingsprogramm des anderen auf dem Smartphone installiert hat. Und dann liest man wieder etliche Beiträge im Forum, dass sie keine wirklichen Freunde haben und auch nicht wissen, wie man neue Freunde gewinnt. Sorry, aber kommt doch mal auf den Boden der Tatsachen herunter. Das jemand keine Freunde hat, liegt mit Sicherheit nicht daran, dass er kein WhatsApp besitzt, sondern weil er oder sie nicht in der Lage ist, Kontakte mit anderen Menschen aufzubauen und sie auf einer persönlichen Ebene zu führen. Wenn man diese Fähigkeiten nicht besitzt, dann hilft einem auch so ein Programm nix.
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Endura » Donnerstag 20. September 2018, 14:26

BartS hat geschrieben:
Donnerstag 20. September 2018, 13:21
Und dann liest man wieder etliche Beiträge im Forum, dass sie keine wirklichen Freunde haben und auch nicht wissen, wie man neue Freunde gewinnt. Sorry, aber kommt doch mal auf den Boden der Tatsachen herunter. Das jemand keine Freunde hat, liegt mit Sicherheit nicht daran, dass er kein WhatsApp besitzt, sondern weil er oder sie nicht in der Lage ist, Kontakte mit anderen Menschen aufzubauen und sie auf einer persönlichen Ebene zu führen. Wenn man diese Fähigkeiten nicht besitzt, dann hilft einem auch so ein Programm nix.
Aber wenn man schon wenige Kontakte hat, ist es nicht verkehrt ein Tool auch zu benutzten, dass auch 90% der Mitmenschen benutzen. Ich finde es für mich persönlich eine Bereicherung in diversen WhatsApp Gruppen teilnehmen zu können. Wichtige Sachen erfahre ich auch ohne WhatsApp, nur der schriftliche Smalltalk spielt sich heute nun mal hauptsächlich in WhatsApp Gruppen ab.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Ferienhaus » Donnerstag 20. September 2018, 14:28

BartS hat geschrieben:
Donnerstag 20. September 2018, 13:21
Es ist schon ein bissel verrückt. Man könnte beim Lesen fast den Eindruck gewinnen, dass es unglaublich schwer ist, dass zwei Menschen in Kontakt treten können. Und wenn einer von beiden noch auf WhatsApp verzichtet, dann ist es fast ein Ding der Unmöglichkeit, miteinander zu kommunizieren....

Leute, wisst ihr, welche Möglichkeiten ich vor 30 Jahren hatte, mich mit einem Freund auszutauschen, der 60km entfernt wohnte? Es gab nur die Möglichkeit per Brief oder wir hätten vorher ausgemacht, dass einer den anderen mit dem Zug anreisend besucht. Wir leben in Zeiten des Überflusses, auch was die Kommunikationsmöglichkeiten angeht. Von daher kann ich das Rumgejammere nicht verstehen, wenn einer nicht das Lieblingsprogramm des anderen auf dem Smartphone installiert hat. Und dann liest man wieder etliche Beiträge im Forum, dass sie keine wirklichen Freunde haben und auch nicht wissen, wie man neue Freunde gewinnt. Sorry, aber kommt doch mal auf den Boden der Tatsachen herunter. Das jemand keine Freunde hat, liegt mit Sicherheit nicht daran, dass er kein WhatsApp besitzt, sondern weil er oder sie nicht in der Lage ist, Kontakte mit anderen Menschen aufzubauen und sie auf einer persönlichen Ebene zu führen. Wenn man diese Fähigkeiten nicht besitzt, dann hilft einem auch so ein Programm nix.
Niemand hat behauptet, dass ohne WhatsApp keine sozialen Kontakte nicht aufzubauen sind. Es ging nur darum, ob die Nutzung vernünftig ist. Die Nutzung vereinfacht auf jeden Fall das "Erhalten" der Kontake und das Partizipieren an sozialen Aktivitäten. gerade für "Millennials".

Das ist alles.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von BartS » Donnerstag 20. September 2018, 14:37

Endura hat geschrieben:
Donnerstag 20. September 2018, 14:26
Aber wenn man schon wenige Kontakte hat, ist es nicht verkehrt ein Tool auch zu benutzten, dass auch 90% der Mitmenschen benutzen.
Verkehrt mag es sicher nicht sein. Was aber leider im Umkehrschluss nicht heißt, dass es auch was nützt. Für meinen Geschmack setzt man zu sehr auf technische Tools und zu wenig auf grundlegende Verhaltensweisen, wie beispielweise regelmäßiges Erkundigen, wie es dem anderen geht, Treffen vorschlagen, sich auch Zeit nehmen, die Probleme des anderen anhören.
Endura hat geschrieben:
Donnerstag 20. September 2018, 14:26
Ich finde es für mich persönlich eine Bereicherung in diversen WhatsApp Gruppen teilnehmen zu können.
Ist doch schön, ich schreibe das ohne jede Ironie.
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Hoppala » Donnerstag 20. September 2018, 14:53

Ferienhaus hat geschrieben:
Donnerstag 20. September 2018, 12:13
Du missverstehst glaube ich, warum ich in diesem Fall das "Machen alle"-Argument zu Rate ziehe.

Machen alle muss nicht automatisch bedeuten, dass es besser ist. Aber die enorme Verbreitung von WhatsApp, erzwingt hier, dass man einfach mitmacht, wenn man schneller Anschluss möchte (oder die Möglichkeit dazu in der Hinterhand).

Das erspart, wie gesagt, Zeit, Nerven und für meine (wenigen) sozialen Bekannten Missionierungsversuche meinerseits. Wenn ich versuchen würde, mein Umfeld von einer WhatsApp-Alternative zu überzeugen, müsste ich mich quälend langen Diskussionen stellen, für etwas, von dem ich selbst nicht überzeugt bin und würde wahrscheinlich effektiv vielleicht 20 % der Nutzer überhaupt von einem Wechsel überzeugen können... weil der Rest ja wieder andere Kontakte hätte und die das gleiche Spiel wieder spielen müssten, um wiederum ihre Kontake davon zu überzeugen, WhatsApp aufzugeben. Mit mäßigen Erfolgsaussichten. Dann würden viele doch wieder zu WhatsApp zurückkehren.

WhatsApp's Quasimonopol erzwingt hier einfach das Mitmachen, will man Zugang zu einem einfachen Kommunikationsmittel. Das kann man scheiße finden oder nicht und vielleicht ist es auch nicht die Optimallösung... Wird aber kaum von einem Einzelnen - gegen einen massiven Trend - geändert werden können. Meine Zeit und Nerven (beides nur begrenzt vorhanden !) hebe ich mir da lieber für Anderes auf.
Du siehst vielleicht selbst, dass du mit deiner Argumentation meine bestätigst?

Nebenaspekte bzw. meiner Meinung nach Fehlannahmen von dir:
Es sind keine "quälend langen Diskussionen" nötig.
Wäre das so, wäre es allerdings wiederum ein Beleg für meine Sichtweise.
Es ist richtig, dass ein Einzelner nichts ändert. Aber viele Einzelne. Das habe ich bereits gesagt: wer darauf wartet, dass andere anfangen, begibt sich freiwillig in die Defensive und "Mitläufer"-Gefahr.
Ferienhaus hat geschrieben:
Donnerstag 20. September 2018, 12:13
Ich halte die Nutzung für WhatsApp, auch wenn der Datenschutz nicht optimal ist, für etwas, was die Gesellschaft vertragen kann. Nicht optimal, aber nicht der Untergang der Welt. Du ergehst dich hier meiner Meinung nach in Katastrophenszenarien. Zumal WhatsApp eben NICHT NUR Nachteile bringt, sondern auch enorme Vorteile.
"Nicht optimal" könnte von der WhatsApp-PR-Abteilung kommen. So argumentiert Zuckerberg auch immer, wenn er wieder mal vor ein politisches oder juristisches Gremium geladen wird. Bis zum nächsten Mal, denn wirklich optimiert wurde über die Jahre nur, was im eigenen Geschäftsinteresse liegt. Die Wahrheit ist: es ist massiv und - schlimmer: - absichtsvoll defizitär.
Wenn du meinen Text verstanden hättest, wäre dir klar, dass ich kein Katasptrophenszenario male, sondern Tendenzen, "wehret den Anfängen" (und WhatsApp ist da ja leider nur ein Fall unter vielen) und: in diesem Fall wäre das wirklich a) einfach, b) angesagt.
Die "enormen" Vorteile von WhatsApp gibt es auch ohne die enormen Nachteile - insbesondere auch ohne die Nachteile für andere! Darauf weise ich ja hin. Wie gesagt: "Lärmbelästigung".
Endura hat geschrieben:
Donnerstag 20. September 2018, 14:26
der schriftliche Smalltalk
Ist halt die Frage, ob das ein wesentlicher, nur mit deutlichen Einbußen verzichtbarer Faktor ist ... ich finde: nicht.
Ferienhaus hat geschrieben:
Donnerstag 20. September 2018, 14:28
Das ist alles.
Leider eben nicht. Es ist genau diese (auch auf anderer Leut Kosten) verkürzte Sicht, die ich gern erweitern will.
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Hoppala » Donnerstag 20. September 2018, 14:57

BartS hat geschrieben:
Donnerstag 20. September 2018, 13:21
Es ist schon ein bissel verrückt. ...
Das ist wahr.
Allerdings ist einzuräumen, dass einem Menschen bis 40, 50, heutzutage, wenn er sein Kontaktumfeld aufbauen will, eben fast immer zuallererst WhatsApp angeboten wird.
Das ist ja einer der Anlässe, warum man diesem "Quasi-Monopol" skeptisch gegenüber stehen sollte - ein profitorientiertes US-Unternehmen und anerkannt nahezu unkontrollierbarer, Datenschutz nach Möglichkeit umgehender Datenkrake, das plötzlich als nahezu unvermeidbarer Kanal zwischen sozialen Kontakten steht, alles mitprotokolliert (nicht um dich persönlich auszuforschen, der Zweck ist komplexer) ... will man das wirklich haben?
Und es erfordert fraglos auch ein zwar sehr kleines, aber eben vorhandenes persönliches Standing, dann lieber nach Telefonnummer, E-Mail, oder anderen Kontaktwegen zu fragen. "WhatsApp benutz ich nicht, ich habe nicht das erforderliche Einverständnis meiner Kontakte, dass ihre Daten weitergeleitet werden; will die aber auch nicht aus meinem Speicher löschen. Du kannst mich aber alternativ so, so oder so erreichen. Was ist dir lieber?"
Ich denke aber, diese kleine Portion Souveränität sollte sich ein jeder selbst Wert sein, und wer es bisher noch nicht kann, sollte es wirklich in eigenem Interesse lernen.

Und wer dann den Kontakt wirklich von so ner App abhängig macht und ansonsten nichts mit einem zu tun haben will - nun, das schrieb ich schon: will man den wirklich kennen? Ist das wirklich ein sozialer, persönlicher Kontakt?

Und ganz eventuell(!) kann man dann noch dazufügen: "Solltest du dir auch überlegen. WhatsApp ist problematisch und du belästigst damit unwissentlich andere. Ich mag das nicht so." Letzteres sollte gerade ABs doch eher leicht über die Lippen gehen?
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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Ferienhaus » Donnerstag 20. September 2018, 15:13

Hoppala hat geschrieben:
Donnerstag 20. September 2018, 14:53
Du siehst vielleicht selbst, dass du mit deiner Argumentation meine bestätigst?
Ich sehe vor allem eine extrem unpragmatische Haltung deinerseits, geprägt von übertriebenen Ängsten irgendwelcher Horrorszenarien was die Auswirkungen von WhatsApp angeht und die für Leute in meinem Alter kaum vermittelbar ist und mich - unnötigerweise und ungewollt - zum sozialen Sonderling machen würde (Wenn ich so agieren würde wie von dir vorgeschlagen).
Es sind keine "quälend langen Diskussionen" nötig.
Du glaubst, das würde schneller ablaufen als zwischen mir und dir? :D
Im realen Leben wohl eher noch langsamer.

Oder gar nicht erst zu weiteren Diskussionen kommen, weil ich anderen Kontakten damit so extrem auf die Nerven gehen würde... :roll:
Nein danke.
Es ist richtig, dass ein Einzelner nichts ändert. Aber viele Einzelne. Das habe ich bereits gesagt: wer darauf wartet, dass andere anfangen, begibt sich freiwillig in die Defensive und "Mitläufer"-Gefahr.
Ich will an der Situation nichts ändern, weil ich sie für verkraftbar halte. Genau wie die Tatsache, von dir in diesem Fall als "Mitläufer" bezeichnet zu werden. ;)

Ich prophezeie es dir nochmal: Zu den von dir erwünschten "Vielen Einzelnen" kommt es erst gar nicht. Und ganz bestimmt nicht durch "Einsamer-Mahner-in-der-Wüste-spielen"...
Hoppala hat geschrieben:
Donnerstag 20. September 2018, 12:13
"Nicht optimal" könnte von der WhatsApp-PR-Abteilung kommen.
Es gibt einen Unterschied zwischen, etwa Sklavenhaltung (das Beispiel kam von dir!) und Datenschutzverletzungen. Wenn du das nicht sehen kannst, fällt das auf dich zurück.
Die "enormen" Vorteile von WhatsApp gibt es auch ohne die enormen Nachteile - insbesondere auch ohne die Nachteile für andere! Darauf weise ich ja hin. Wie gesagt: "Lärmbelästigung".
Bloß bin ich dann wieder drauf angewiesen, dass sich die andere Option auch wieder verbreitet. Du magst dich drüber aufregen, aber Fakt ist nun Mal, dass viele Menschen mit WhatsApp's Datenschutzbestimmungen leben können oder sich gar nicht erst dafür interessieren. Ja, das mag für dich alles ein Synonym für die "nicht aufgeklärte" Gesellschaft sein, welche sich "wie Schafe" steuern lässt... Aber du wirst es kaum ändern können (und wenn dan schon gar nicht mit einer so anankastischen Grundhaltung wie deiner). Dürfte nämlich auf viele Leute abschreckend wirken. ;)

Vielleicht haben die ganzen "unaufgeklärten leute" dir in diesem Fall auch etwas voraus, nämlich die Cleverness und den Pragmatismus, dass es keinen Sinn macht, sich so sehr in die Nutzung einer gesellschaftlich komplett akzeptierten Messenger-App hineinzusteigern... :winken:

Und sollte wirklich mal ein gigantischer WhatsApp-Skandal herauskommen... Nun, der von dir zietierte, durch Vorladungen von Zuckerberg aufgebaute Druck auf Facebook, ist doch eher ein Beleg dafür, dass in einem solchen Fall durchaus gesellschaftlich sanktioniert wird und sich Dinge regulieren können. Oder es zumindestens jetzt in diese Richtung geht.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Talbot » Donnerstag 20. September 2018, 15:57

Hoppala hat geschrieben:
Donnerstag 20. September 2018, 02:24
Ob es möglich wäre, diese Art Mythenbildung zu unterlassen? Es wäre einfacher, mich direkt zu zitieren.
Okay, gerne:
Hoppala hat geschrieben:
Mittwoch 19. September 2018, 19:16
Mit "nobel" hat das nichts zu tun, sondern mit dem Gefühl, für das verantwortlich zu sein, was ich tu. Und deshalb Dinge vermeide, die ich für nicht richtig, nicht gut, betrügerisch, unnötig und dabei anderen schadend etc. halte. Und andere eben tu. Das lässt sich nie 100% konsequent umsetzen. Wäre ich notgedrungen in WhatsApp-Kreisen unterwegs - eventuell weil ich mal diesen Trend mitgegangen wäre in Unkenntnis der damit verbundenen Verantwortung(slosigkeit) anderen und sich selbst gegenüber - würde ich heute versuchen, diese Leute mit den besseren Alternativen bekannt zu machen und die Nutzerkreise nach und nach "rüberzuziehen". Z. B. Und wenn das zu viele nicht mitmachen, rigoros auf was anders umschalten. Wer mich nur kennen will, wenn ich ne idiotische Software verwende, den brauch ich wiederum nicht unbedingt kennen. Denn derjenige will mich ja eigentlich gar nicht kennen - da zu mir gehört, dass ich das aus guten Gründen (Verantwortlichkeit) nicht nutzen. Eigentlich recht einfach.

Und ich empfehle ABs, sich dessen bewusst zu werden, was sie wollen, was sie für richtig halten, zum eigenen Besten und ohne unnötigen Schaden für andere, und das dann erkennbar für andere zu tun. Real und live Profil zu zeigen.
und
Hoppala hat geschrieben:
Mittwoch 19. September 2018, 20:47
Du willst Kontakte, die den Kontakt zu dir von der Verwendung einer bestimmten App abhängig machen?
Wo da jetzt eine 100%tig falsche Interpretation sein soll,wenn ich schreibe
Mit jemandem dem seine Prinzipienreiterei wichtiger ist als irgendwelche Freundschaften/sozialen Kontakte und für den es ernsthaft eine vernünftige Alternative zu sein scheint Freundschaften einzuschränken oder sogar zu kündigen statt sich einfach eine Handyapp runterzuladen mit dem möchte ich ebenfalls keinen näheren Kontakt haben.
kann ich wirklich nicht erkennen.
Meine Aussage war natürlich bewusst ein wenig überspitzt geschrieben, aber ich kann da keinesfalls erkennen wo sie 100%tig an deinen Aussagen vorbeigeht.

Schon spannend, dass mir hier ausgerechnet 2 Herren Ü40 oder eventuell sogar Ü50 erklären wollen wie genau soziale Interaktion in Gruppen im 20er Altersbereich abzulaufen scheint.
Ich bin da vollkommen bei Ferienhaus:
Im Altersbereich <30 läuft in den allermeisten sozialen Kreisen 95% der nichtpersönlichen Interaktion über Whatsapp.
Sowohl simpler Smalltalk als auch Koordination von Treffen usw.
Da ich es für völlig utopisch halte im Großteil der Freundeskreise genügend Leute auf alternative Gruppenchat-Programme umzuswitchen würde man sich de Fakto von der oben genannten Gruppenkommunikation ausschließen und damit einiges an sozialen Kontakten einbüßen/erschweren.
Da es sich bei Whatsapp um ein Kommunikationsmittel handelt und ich daher folglich immer auch von anderen Menschen und deren Handlung abhängig bin ist es eben nicht so einfach wie beispielsweise bei einem Thema wie Massentierhaltung.
Da kann ich problemlos sagen: Ich habe ein Problem mit Massentierhaltung und daher konsumiere ich keine Produkte aus dieser. Entweder ich leiste mir dann halt Bio-Fleisch oder verzichte halt teilweise/komplett auf Fleisch, wenn ich mir dies nicht leisten kann, aber diese Entscheidung kann ich vollkommen alleine und für mich gesehen treffen und umsetzen ohne dabei von anderen abhängig zu sein.

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Re: WhatsApp, ein Muss?

Beitrag von Kalypso » Donnerstag 20. September 2018, 16:34

Talbot hat geschrieben:
Donnerstag 20. September 2018, 15:57
Im Altersbereich <30 läuft in den allermeisten sozialen Kreisen 95% der nichtpersönlichen Interaktion über Whatsapp.
Sowohl simpler Smalltalk als auch Koordination von Treffen usw.
Da ich es für völlig utopisch halte im Großteil der Freundeskreise genügend Leute auf alternative Gruppenchat-Programme umzuswitchen würde man sich de Fakto von der oben genannten Gruppenkommunikation ausschließen und damit einiges an sozialen Kontakten einbüßen/erschweren.
Da es sich bei Whatsapp um ein Kommunikationsmittel handelt und ich daher folglich immer auch von anderen Menschen und deren Handlung abhängig bin ist es eben nicht so einfach wie beispielsweise bei einem Thema wie Massentierhaltung.
Da kann ich problemlos sagen: Ich habe ein Problem mit Massentierhaltung und daher konsumiere ich keine Produkte aus dieser. Entweder ich leiste mir dann halt Bio-Fleisch oder verzichte halt teilweise/komplett auf Fleisch, wenn ich mir dies nicht leisten kann, aber diese Entscheidung kann ich vollkommen alleine und für mich gesehen treffen und umsetzen ohne dabei von anderen abhängig zu sein.
Ich wage zu behaupten, dass die Zahlen bei Menschen in anderen Altersgruppen ähnlich gelagert sind.
Mein kompletter Kollegenkreis (30-60 Jahre) koordiniert sich sowohl in beruflichen Belangen als auch bei privaten Themen über Whatsapp.

Ansonsten bin ich ganz bei Talbot und Ferienhaus.
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