Depressionen

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Rohdiamant
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Re: Depressionen

Beitrag von Rohdiamant » Freitag 11. Mai 2018, 20:51

Mit müden Augen und Sommersprosse euch Beiden wünsche ich natürlich auch alles Gute von mir! :umarmung2: :umarmung2:

Liebe Grüße Rohdiamant.
Seit Bitte nett zu HC-ABs für uns ist es wirklich nicht leicht! Andersherum gilt das Gleiche! ;)

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TheRealDeal
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Re: Depressionen

Beitrag von TheRealDeal » Freitag 11. Mai 2018, 20:54

Sommersprosse hat geschrieben:
Freitag 11. Mai 2018, 18:34
Ich bin da aber leider traumatisiert, da ich bereits Opfer eines Behandlungsfehlers wurde. Und eine Therapeutin, die mehr Schaden als Nutzen angerichtet hat, hatte ich auch schon...
Das tut mir leid... :umarmung2: Vielleicht wäre eine Selbsthilfegruppe gut? Auch für diejenigen unter uns, die Angst vor Ärzten haben? "Greifbare" Traumatisierungen lassen sich meiner Erfahrung nach gut behandeln...

@Clochard: Der depressive Mensch muss aber auch therapiefähig sein. Um dies herzustellen, können Medikamente helfen. "In den Arsch treten" hilft dabei eher nicht. Und bei Menschen mit traumatischen Erfahrungen noch weniger. Da ist Einfühlsamkeit gefragt, um Re-Traumatisierungen zu vermeiden. Sommersprosse macht auf mich den Eindruck eines außerordentlich empfindsamen Menschen. Empfindsam, nicht empfindlich. Das ist ein großer Unterschied...

Von Herzen alles Gute an Sommersprosse und Mit müden Augen. :umarmung2:
Die beiden wichtigsten Tage deines Lebens sind der Tag, an dem du geboren wurdest, und der Tag, an dem du herausfindest, warum. – Mark Twain

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Re: Depressionen

Beitrag von Isa_01 » Freitag 11. Mai 2018, 22:56

Clochard hat geschrieben:
Freitag 11. Mai 2018, 20:45
Meine Erfahrung ist eher, dass der beste Therapeut der ist, der einen hart ran nimmt und aus der Comfortzone puscht. Und das ist eher der, den man am Anfang eher nicht verständnisvoll und sympathisch findet. Sondern der gleich von Anfang an sagt, wo es hingehen wird, und das gefällt einem natürlich erstmal nicht. Aber das ist vielleicht auch meine spezifische Sichtweise als Zwangsgestörter. Da ist zuviel Empathie und Verständnis halt kontraproduktiv, sondern da muss es wirklich in Richtung "nun stellen Sie sich mal nicht so an" gehen. Aber bei einem Depressiven, der am liebsten den ganzen Tag im Bett liegen würde, kann das auch nicht ganz so verkehrt sein.

Vgl. du kommst mit körperlichen Beschwerden zu einem Orthopäden, was willst du dann lieber hören? a) "Ja, da gebe ich Ihnen ein Schmerzmittel, dann geht's Ihnen wieder besser." Oder b) "Ja, Sie machen zu wenig Sport! Gehen Sie jeden morgen 2 Stunden joggen, dann geht das weg." Wahrscheinlich a), aber richtig ist wohl eher b).
Ich glaube bei einem Depressiven ist das das Verkehrteste überhaupt!! Wenn du nicht mehr duscht weil dir die Kraft fehlt, keinen sauberen Teller mehr hast weil du es nicht schaffst abzuspülen, dann hilft ein Arschtritt nicht! Ganz im Gegenteil. Man hat in der Situation ohnehin das Gefühl, als Mensch völlig wert- und nutzlos zu sein. Zu deinem Sportbeispiel: Wenn es dir so bescheiden geht, dass du vor lauter Schmerzen überhaupt nicht laufen kannst, dann brauchst du erst mal eine Erleichterung (zb durch ein Schmerzmittel), um überhaupt an einer Heilung arbeiten zu können. So muss auch die Depression erst mal ein wenig zurückgedrängt werden.
Ich hab auch eine Zwangsstörung, das kann man meiner Meinung nach nicht vergleichen und hat auch völlig andere Therapieansätze. Bei richtigen, niederschmetternden Depressionen ist Empathie wirklich Trumpf, eine härtere Tour kann da für einen Patienten schnell gefährlich werden.

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Re: Depressionen

Beitrag von Isa_01 » Freitag 11. Mai 2018, 23:04

Sommersprosse hat geschrieben:
Freitag 11. Mai 2018, 18:34
Ich bin momentan leider in einer ähnlichen Situation, auch wenn ich es lange nicht wahrhaben wollte...
Ich habe mich jetzt erstmal vom Hausarzt krankschreiben lassen. Um etwas Druck rauszunehmen und durchzuatmen.
Ich habe außerdem eine Überweisung zum Psychiater mit Dringlichkeitscode bekommen. Das läuft über die kassenärztliche Vereinigung und man bekommt so garantiert einen Termin innerhalb von 4 Wochen. Der Nachteil ist nur, dass man sich den Arzt nicht aussuchen kann. Aber da unter normalen Bedingungen 4 Wochen total utopisch sind, ist das immerhin ein Anfang.
Meiner Erfahrung nach ist ein guter Psychiater leichter zu finden als ein guter Psychotherapeut. Daher denk ich du hast ganz gute Chancen. Ich würd dir aber unbedingt raten, dich nach deinem Termin beim Psychiater so bald als möglich auf die Suche nach einem Therapeuten zu begeben, sofern es die Kräfte zulassen.
Vielleicht hast du ja auch jemanden, der dich dabei unterstützen kann, und dir hilft beim Suchen, Termine machen, und vielleicht auch vor den Terminen die du bekommst kurz anruft um dich zu erinnern. Oder vielleicht sogar mit dir hingeht. Ich habe in meinen schlimmsten Zeiten schon viele Termine verpasst, sausen lassen etc, weil ich mich nicht in der Lage dazu gefühlt habe. Jemanden an der Seite zu haben, der ein bisschen Hilfestellung leistet und ein offenes Ohr hat kann da viel wert sein.

Drück dir, Mit müden Augen und Saraj die Daumen, gebt nicht auf!

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Re: Depressionen

Beitrag von Sommersprosse » Samstag 12. Mai 2018, 11:39

TheRealDeal hat geschrieben:
Freitag 11. Mai 2018, 20:54
@Clochard: Der depressive Mensch muss aber auch therapiefähig sein. Um dies herzustellen, können Medikamente helfen. "In den Arsch treten" hilft dabei eher nicht. Und bei Menschen mit traumatischen Erfahrungen noch weniger. Da ist Einfühlsamkeit gefragt, um Re-Traumatisierungen zu vermeiden. Sommersprosse macht auf mich den Eindruck eines außerordentlich empfindsamen Menschen. Empfindsam, nicht empfindlich. Das ist ein großer Unterschied...

Von Herzen alles Gute an Sommersprosse und Mit müden Augen. :umarmung2:
Danke dir! :umarmung2:
Ich sehe das ähnlich wie du, auch wenn ich Clochards Beitrag verstehe und auch dieser Ansatz für einige sicher der bessere ist.
Du hast es richtig erkannt, dass ich sehr empfindsam bin. Auf einen Therapeuten, der mich hart rannimmt und pusht, würde ich wahrscheinlich ziemlich krass reagieren und könnte damit nur schwer bis gar nicht arbeiten. Auch wenn ich es sicher manchmal brauche aus meiner Comfortzone geholt zu werden. Aber grundsätzlich muss da eine Sympathie sein, ein Gefühl des Verständnisses damit ich mich überhaupt öffnen kann.

Danke auch an alle anderen für die guten Wünsche! Man wird sehen, wie es weiter geht...

@Isa01: Wie weiter oben schon geschrieben bin ich bereits in Therapie, mittlerweile seit 3,5 Jahren (inkl. einem Therapeutenwechsel und mit Unterbrechung als ich in Kliniken war). Leider zweifle ich gerade aber an meiner Therapeutin, weshalb die Suche für mich evtl. doch bald wieder losgehen muss... :sadwoman:
Und am Ende suchen wir doch alle nur jemanden, bei dem wir unsere Maske fallen lassen können.

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Re: Depressionen

Beitrag von Mit müden Augen » Samstag 12. Mai 2018, 14:50

Rohdiamant hat geschrieben:
Freitag 11. Mai 2018, 20:51
Mit müden Augen und Sommersprosse euch Beiden wünsche ich natürlich auch alles Gute von mir! :umarmung2: :umarmung2:
TheRealDeal hat geschrieben:
Freitag 11. Mai 2018, 20:54
Von Herzen alles Gute an Sommersprosse und Mit müden Augen. :umarmung2:
Isa_01 hat geschrieben:
Freitag 11. Mai 2018, 23:04
Drück dir, Mit müden Augen und Saraj die Daumen, gebt nicht auf!
Danke euch... Ich hatte mal wieder eine schlimme Nacht inklusive Kopfschmerzen, bin erst wieder gegen 13h30 aufgestanden und habe gefrühstückt und muss jetzt Zähne putzen und dann einkaufen. Ich bin so müde, ich will nur schlafen. :crybaby:
Isa_01 hat geschrieben:
Freitag 11. Mai 2018, 22:56
Clochard hat geschrieben:
Freitag 11. Mai 2018, 20:45
Meine Erfahrung ist eher, dass der beste Therapeut der ist, der einen hart ran nimmt und aus der Comfortzone puscht. Und das ist eher der, den man am Anfang eher nicht verständnisvoll und sympathisch findet. Sondern der gleich von Anfang an sagt, wo es hingehen wird, und das gefällt einem natürlich erstmal nicht. Aber das ist vielleicht auch meine spezifische Sichtweise als Zwangsgestörter. Da ist zuviel Empathie und Verständnis halt kontraproduktiv, sondern da muss es wirklich in Richtung "nun stellen Sie sich mal nicht so an" gehen. Aber bei einem Depressiven, der am liebsten den ganzen Tag im Bett liegen würde, kann das auch nicht ganz so verkehrt sein.

Vgl. du kommst mit körperlichen Beschwerden zu einem Orthopäden, was willst du dann lieber hören? a) "Ja, da gebe ich Ihnen ein Schmerzmittel, dann geht's Ihnen wieder besser." Oder b) "Ja, Sie machen zu wenig Sport! Gehen Sie jeden morgen 2 Stunden joggen, dann geht das weg." Wahrscheinlich a), aber richtig ist wohl eher b).
Ich glaube bei einem Depressiven ist das das Verkehrteste überhaupt!! Wenn du nicht mehr duscht weil dir die Kraft fehlt, keinen sauberen Teller mehr hast weil du es nicht schaffst abzuspülen, dann hilft ein Arschtritt nicht! Ganz im Gegenteil. Man hat in der Situation ohnehin das Gefühl, als Mensch völlig wert- und nutzlos zu sein.
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Re: Depressionen

Beitrag von Eliza Jane » Samstag 12. Mai 2018, 16:42

Wurde bei einem von Euch schon mal der Serotoninwert bestimmt? Macht das überhaupt Sinn?

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Re: Depressionen

Beitrag von t385 » Samstag 12. Mai 2018, 17:12

Mein letzter Wissenstand dazu ist, dass die These, ein Serotoninmangel wäre ein Auslöser für eine Depression, noch nie belegt wurde und somit eine reine Hypothese ist.

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Re: Depressionen

Beitrag von Eliza Jane » Samstag 12. Mai 2018, 19:29

t385 hat geschrieben:
Samstag 12. Mai 2018, 17:12
Mein letzter Wissenstand dazu ist, dass die These, ein Serotoninmangel wäre ein Auslöser für eine Depression, noch nie belegt wurde und somit eine reine Hypothese ist.
Das wusste ich nicht. Ich dachte, dass bei einer Depression immer ein Serotoninmangel vorliegt.

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Re: Depressionen

Beitrag von t385 » Samstag 12. Mai 2018, 19:59

Zumindest scheint es überhaupt nicht klar zu sein, ob das so ist. Vielleicht hat jemand anderes noch mehr Informationen darüber.

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Re: Depressionen

Beitrag von Clochard » Samstag 12. Mai 2018, 22:15

Es ist eine schöne Geschichte – das Problem ist nur, dass niemand belegen kann, dass sie stimmt. „Keine einzige Untersuchung konnte bisher nachweisen, dass ein niedriger Serotoninspiegel im Hirn die Ursache für Depressionen ist“, sagt Felix Hasler. Der Pharmakologe forscht an der Berlin School of Mind and Brain der Humboldt-Universität. Er ist ein Kritiker der „biologischen Psychiatrie“. Was im Gehirn passiert, wenn Menschen depressiv werden, wisse niemand genau, sagt er.

Dass ein Serotoninmangel zu Depressionen führt, ist eine Hypothese aus den 60er-Jahren, als Forscher an Nervenzellen experimentierten. Aus der Hypothese wurde ein Mythos, der einen riesigen Markt geschaffen hat, das sagen zunehmend mehr Experten.

Und zwar den Markt für Antidepressiva aus der Gruppe der sogenannten SSRIs, das steht für „Selective Serotonin Reuptake Inhibitor“, Serotonin-Wiederaufnahmehemmer. Die Mittel sollen die Konzentration des Botenstoffs im Gehirn erhöhen.
https://www.welt.de/gesundheit/psycholo ... ssion.html

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Re: Depressionen

Beitrag von Clochard » Samstag 12. Mai 2018, 22:25

auch interessant:
Seit 30 Jahren gibt es keine wirklich neuen Medikamente für die Behandlung psychischer Erkrankungen. Ausgerechnet Halluzinogene wie Ketamin und psychoaktive Pilze sind jetzt die Hoffnungsträger.
https://www.welt.de/gesundheit/article1 ... eilen.html

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Re: Depressionen

Beitrag von Dieerrax » Samstag 12. Mai 2018, 23:15

Clochard hat geschrieben:
Samstag 12. Mai 2018, 22:25
auch interessant:
Seit 30 Jahren gibt es keine wirklich neuen Medikamente für die Behandlung psychischer Erkrankungen. Ausgerechnet Halluzinogene wie Ketamin und psychoaktive Pilze sind jetzt die Hoffnungsträger.
https://www.welt.de/gesundheit/article1 ... eilen.html
Ich bin da ziemlich missionarisch (oder heißt das missionierend?) unterwegs, aber die Freundin von mir, die's am nötigsten hätte, konnte ich als einzige nicht überreden. :hammer:

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Re: Depressionen

Beitrag von Mit müden Augen » Samstag 12. Mai 2018, 23:21

Dieerrax hat geschrieben:
Samstag 12. Mai 2018, 23:15
Ich bin da ziemlich missionarisch (oder heißt das missionierend?) unterwegs, aber die Freundin von mir, die's am nötigsten hätte, konnte ich als einzige nicht überreden. :hammer:
Ich glaube nicht dass man selber mit Drogen rumexperimentieren sollte. Aber ich fürchte wenn diese Mittel überzeugen wird es noch Jahre dauern bis sie zur normalen, ärztlichen Behandlung gehören. :sadman:
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Re: Depressionen

Beitrag von Dieerrax » Samstag 12. Mai 2018, 23:36

Mit müden Augen hat geschrieben:
Samstag 12. Mai 2018, 23:21
Dieerrax hat geschrieben:
Samstag 12. Mai 2018, 23:15
Ich bin da ziemlich missionarisch (oder heißt das missionierend?) unterwegs, aber die Freundin von mir, die's am nötigsten hätte, konnte ich als einzige nicht überreden. :hammer:
Ich glaube nicht dass man selber mit Drogen rumexperimentieren sollte. Aber ich fürchte wenn diese Mittel überzeugen wird es noch Jahre dauern bis sie zur normalen, ärztlichen Behandlung gehören. :sadman:
Im Autistenbereich hat aber dir Forschung zB nur das Funding bekommen WEGEN der sowieso schon rumexperimentierenden Autisten, die gesagt haben "ey, Leute - das klappt für mich". Und bei Depression und Autismus etc ist doch das wichtigste erstmal überhaupt (wieder) klar kommen zu können.

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Re: Depressionen

Beitrag von Clochard » Sonntag 13. Mai 2018, 00:06

Zu Siegmund Freuds Zeiten galt ja Kokain als Medikament der Wahl gegen Depression. Problem war damals, dass man um das Abhängigkeitspotential noch nicht wusste und wie man damit umgeht. Daher ist es bis heute komplett illegal, obwohl es schwer depressiven Menschen sicherlich helfen könnte. Und heutzutage ist keine zugelassene Arznei ist so gut erforscht wie illegale Drogen, das ist auch noch mal die Pointe daran.

Es gab auch mal ein Antidepressivum, habe den Namen vergessen, dass bei Depressiven gut gewirkt hat, aber es wurde vom Markt genommen, weil gesunde Menschen es als Aufputschmittel missbraucht haben.

Bei Schmerzmitteln ist das anders, da werden wirksame, aber mit Abhängigkeitspotential versehende Mittel wie die Opiate munter weiterverschrieben, nicht nur an Krebspatienten im Endstadium. Da sagt man dann, der Nutzen überwiegt die Risiken. Dabei werden auch diese Mittel als Drogenersatz missbraucht (Stichwort Tilidin z. B.).

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Re: Depressionen

Beitrag von Isa_01 » Montag 14. Mai 2018, 12:09

Clochard hat geschrieben:
Sonntag 13. Mai 2018, 00:06
Zu Siegmund Freuds Zeiten galt ja Kokain als Medikament der Wahl gegen Depression. Problem war damals, dass man um das Abhängigkeitspotential noch nicht wusste und wie man damit umgeht. Daher ist es bis heute komplett illegal, obwohl es schwer depressiven Menschen sicherlich helfen könnte.
Das Problem dabei ist, dass Koks auch Depressionen auslösen kann. Sogar bei Menschen, die sonst noch nie welche hatten. Insofern halte ich das für sehr fragwürdig.

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Re: Depressionen

Beitrag von Mr. Lonely » Montag 14. Mai 2018, 12:38

Isa_01 hat geschrieben:
Montag 14. Mai 2018, 12:09
Das Problem dabei ist, dass Koks auch Depressionen auslösen kann. Sogar bei Menschen, die sonst noch nie welche hatten. Insofern halte ich das für sehr fragwürdig.
Mich deprimiert es sehr, dass ich mir kein Koks leisten kann. ;)
Finde meinen Nick voll blöd. Ich bin mit 100%iger Sicherheit davon ausgegangen, dass der schon vergeben ist!

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Re: Depressionen

Beitrag von Isa_01 » Montag 14. Mai 2018, 12:52

Mr. Lonely hat geschrieben:
Montag 14. Mai 2018, 12:38
Isa_01 hat geschrieben:
Montag 14. Mai 2018, 12:09
Das Problem dabei ist, dass Koks auch Depressionen auslösen kann. Sogar bei Menschen, die sonst noch nie welche hatten. Insofern halte ich das für sehr fragwürdig.
Mich deprimiert es sehr, dass ich mir kein Koks leisten kann. ;)


Vielleicht hast du nur den falschen Dealer ;-) (kann leider niemanden empfehlen :kopfstand: )....

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Re: Depressionen

Beitrag von TheRealDeal » Montag 14. Mai 2018, 13:28

Sommersprosse hat geschrieben:
Samstag 12. Mai 2018, 11:39
TheRealDeal hat geschrieben:
Freitag 11. Mai 2018, 20:54
@Clochard: Der depressive Mensch muss aber auch therapiefähig sein. Um dies herzustellen, können Medikamente helfen. "In den Arsch treten" hilft dabei eher nicht. Und bei Menschen mit traumatischen Erfahrungen noch weniger. Da ist Einfühlsamkeit gefragt, um Re-Traumatisierungen zu vermeiden. Sommersprosse macht auf mich den Eindruck eines außerordentlich empfindsamen Menschen. Empfindsam, nicht empfindlich. Das ist ein großer Unterschied...

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Ich sehe das ähnlich wie du, auch wenn ich Clochards Beitrag verstehe und auch dieser Ansatz für einige sicher der bessere ist.
Du hast es richtig erkannt, dass ich sehr empfindsam bin. Auf einen Therapeuten, der mich hart rannimmt und pusht, würde ich wahrscheinlich ziemlich krass reagieren und könnte damit nur schwer bis gar nicht arbeiten. Auch wenn ich es sicher manchmal brauche aus meiner Comfortzone geholt zu werden. Aber grundsätzlich muss da eine Sympathie sein, ein Gefühl des Verständnisses damit ich mich überhaupt öffnen kann.
Ich würde da noch weiter gehen. Ich muss einem Therapeuten vertrauen. Also ganz gleich, in welche Situationen ich komme, offen und ehrlich sein können. Ohne Manipulationen.

Normalerweise macht man ja eine Therapie, weil sich etwas ändern soll. Und dazu muss man (meist) erstmal etwas anders machen, als vorher. Und dabei kommt man eben hin und wieder mit seiner Komfortzone in Konflikt. Wobei ich gemerkt habe, dass mit frühkindlichen Traumatisierungen der verhaltenstherapeutische Ansatz nicht das Mittel der Wahl ist.
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