In meiner Kindheit gab es....

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Heathcliff
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Re: In meiner Kindheit gab es....

Beitrag von Heathcliff » Dienstag 24. April 2018, 04:59

Sirenenprobe mit ABC- und Luftalarm ...

Im Telefonbuch stand auch, welche Sirenensignale welche Bedeutung haben.
Wer keinen Mut zu träumen hat, der hat auch keine Kraft zu kämpfen!
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Arikari
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Re: In meiner Kindheit gab es....

Beitrag von Arikari » Dienstag 24. April 2018, 10:39

Elli hat geschrieben:
Montag 23. April 2018, 01:35
Ich erinnere mich grad auch an "Es war einmal ... das Leben" und "Es war einmal ... der Mensch".
Hehe, ja, die habe ich auch sehr gerne geschaut. Neulich hab ich entdeckt, dass es die Serien auch bei Amazon Prime Video zu streamen gibt und hab mir ein paar Folgen angesehen und in nostalgischen Erinnerungen geschwelgt. :shylove:
Pssst! Ruft da ein Schokokeks?

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Peter
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Re: In meiner Kindheit gab es....

Beitrag von Peter » Dienstag 24. April 2018, 10:47

Arikari hat geschrieben:
Dienstag 24. April 2018, 10:39
Elli hat geschrieben:
Montag 23. April 2018, 01:35
Ich erinnere mich grad auch an "Es war einmal ... das Leben" und "Es war einmal ... der Mensch".
Hehe, ja, die habe ich auch sehr gerne geschaut. Neulich hab ich entdeckt, dass es die Serien auch bei Amazon Prime Video zu streamen gibt und hab mir ein paar Folgen angesehen und in nostalgischen Erinnerungen geschwelgt. :shylove:
Bei "Es war einmal ... der Mensch" fand ich als Kind die Titelmusik total toll, obwohl es nie komplett ausgespielt wurde.
Der Nächste, der mich fragt, was geht, verliert.

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Re: In meiner Kindheit gab es....

Beitrag von Don Rosa » Mittwoch 25. April 2018, 00:15

Serien wie "Notarztwagen 7". Da wurde z.B. kräftig am auf Steinen aufgebockten Auto rumgewackelt, damit es den Hobbymechaniker unter sich begräbt. Oder "Drei Damen vom Grill" mit Brigitte Mira, Brigitte Grothum, Gabriele Schramm und Günter Pfitzmann.

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Re: In meiner Kindheit gab es....

Beitrag von Eliza Jane » Freitag 4. Mai 2018, 16:23

Ich kenne sogar noch Plumsklos. :?

Es gab Schwarzweißfernsehen und es gab zuerst nur ein einziges Programm. Ich erinnere mich noch an das Testbild. Meine Güte, bin ich alt..... :sadman:

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Gilbert
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Re: In meiner Kindheit gab es....

Beitrag von Gilbert » Freitag 4. Mai 2018, 16:52

Eliza Jane hat geschrieben:
Freitag 4. Mai 2018, 16:23
Ich kenne sogar noch Plumsklos. :?
Die kenne ich auch. 15 Meter über den Hof, inklusive des Abfrierens vom Hintern bei -20°C im Winter.

Meine ersten 17 Jahre fanden unter sehr bescheidenen Wohnverhältnissen statt. Kein WC, kein Badezimmer, kein fließend Wasser aus der Wand, kein eigenes Zimmer und auch kein Zimmer, das ich mit meinen Geschwistern teilen konnte.
Indirekt waren das spürbare Folgen des 2. Weltkriegs und das Unvermögen des ärmlichen DDR-Staats, vor allem in der Provinz für eine entsprechende Infrastruktur zu sorgen.
Eine großartige Beziehung erwächst nicht daraus, daß ein >perfektes< Paar sich findet, sondern wenn ein >nicht perfektes< Paar lernt, sich an den persönlichen Gemeinsamkeiten zu erfreuen.

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Re: In meiner Kindheit gab es....

Beitrag von Endura » Freitag 4. Mai 2018, 17:23

Eliza Jane hat geschrieben:
Freitag 4. Mai 2018, 16:23
Ich kenne sogar noch Plumsklos. :?
Mein Opa benutzte bis vor ein paar Jahren auch eines.

Geben tut es das Ding eh noch, nur hat sich da seither niemand rein getraut. :lach:

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Re: In meiner Kindheit gab es....

Beitrag von selina » Freitag 4. Mai 2018, 17:51

Gilbert hat geschrieben:
Freitag 4. Mai 2018, 16:52
Eliza Jane hat geschrieben:
Freitag 4. Mai 2018, 16:23
Ich kenne sogar noch Plumsklos. :?
Die kenne ich auch. 15 Meter über den Hof, inklusive des Abfrierens vom Hintern bei -20°C im Winter.

Meine ersten 17 Jahre fanden unter sehr bescheidenen Wohnverhältnissen statt. Kein WC, kein Badezimmer, kein fließend Wasser aus der Wand, kein eigenes Zimmer und auch kein Zimmer, das ich mit meinen Geschwistern teilen konnte.
Indirekt waren das spürbare Folgen des 2. Weltkriegs und das Unvermögen des ärmlichen DDR-Staats, vor allem in der Provinz für eine entsprechende Infrastruktur zu sorgen.
Ich kenne solche Wohnungen ebenfalls. Im Prenzlauer Berg gab es auch sämtliche Varianten.
Mit Toilette eine Treppe tiefer. Die man sich dann mit dem Nachbar teilen musste.
Oder ein Badezimmer, das gemeinschaftlich von zwei Wohnungsparteien genutzt wurde.
Eine kleine Toilette innerhalb der Wohnung, aber kein Badezimmer.
Duschgelegenheit in der Küche.
Meine Oma hatte im Badezimmer einen Badeofen. Also zum Baden musste der erst eingeheizt werden.
Trotzdem war das Badezimmer bereits Luxus.

Wenn ich alt bin, werde ich nur noch nörgeln. Das wird ein Spaß. :oma:

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Re: In meiner Kindheit gab es....

Beitrag von Batman » Freitag 4. Mai 2018, 18:53

Da wird immer gesagt, die gute alte Zeit :shock: :shock:

Ihr habt ja ganz schön was erlebt... :omg:

Da bin ich doch froh 90er Jahrgang zu sein 8-) :mrgreen:
Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern, tot ist nur, wer vergessen wird/Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab/Die Umstände kannst du dir nicht immer aussuchen. Wie du mit ihnen umgehst, schon/Remember the name :boxing:

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Re: In meiner Kindheit gab es....

Beitrag von Eliza Jane » Freitag 4. Mai 2018, 22:47

Batman hat geschrieben:
Freitag 4. Mai 2018, 18:53
Da wird immer gesagt, die gute alte Zeit :shock: :shock:

Ihr habt ja ganz schön was erlebt... :omg:

Da bin ich doch froh 90er Jahrgang zu sein 8-) :mrgreen:
Es war nicht alles besser. Ich erinnere mich, wie meine Mutter einmal die Woche in eine Badehaus ging, weil es damals noch nicht überall Duschen gab. Abends mit dem Auto auf einer einsamen Landstraße liegenzubleiben ohne die Möglichkeit, mit dem Handy Hilfe zu holen - keine prickelnde Vorstellung. Und die Zahnarztbehandlungen habe ich auch nicht in guter Erinnerung. :crybaby:

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Re: In meiner Kindheit gab es....

Beitrag von One One Seven » Freitag 4. Mai 2018, 23:16

Eliza Jane hat geschrieben:
Freitag 4. Mai 2018, 22:47
Batman hat geschrieben:
Freitag 4. Mai 2018, 18:53
Da wird immer gesagt, die gute alte Zeit :shock: :shock:

Ihr habt ja ganz schön was erlebt... :omg:

Da bin ich doch froh 90er Jahrgang zu sein 8-) :mrgreen:
Es war nicht alles besser. Ich erinnere mich, wie meine Mutter einmal die Woche in eine Badehaus ging, weil es damals noch nicht überall Duschen gab. Abends mit dem Auto auf einer einsamen Landstraße liegenzubleiben ohne die Möglichkeit, mit dem Handy Hilfe zu holen - keine prickelnde Vorstellung. Und die Zahnarztbehandlungen habe ich auch nicht in guter Erinnerung. :crybaby:
Wenn ich nur an die Mittel zur Diabetes-Therapie Ende der 80er / Anfang der 90er denke...
Verglichen mit Heute waren das zum Teil Folterwerkzeuge und die Behandlung war um einiges komplizierter. Diabetes hatte damals mehr von einer echten Behinderung, als dies heute der Fall ist. Ebenso die Entwicklung von Hörgeräten, Brillengläsern und Zahnersatz, sowie generell der modernen Medizin mit vielen minimal invasiven Methoden, hauchdünnen Nadeln und modernen Medikamenten.
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Re: In meiner Kindheit gab es....

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Mittwoch 16. Mai 2018, 12:53

Mit müden Augen hat geschrieben:
Freitag 20. April 2018, 21:13
A propos ARD und heute noch: 11h30 jeden Sonntag, läuft da noch immer die Sendung mit der Maus?
Zu meiner Zeit™ war es Donnerstag, 18.00 Uhr, N 3. Montags bis mittwochs lief die Sesamstraße, freitags Hallo Spencer.
Endura hat geschrieben:
Montag 23. April 2018, 07:27
Wurde hier schon Alf erwähnt?
Ich kann mich noch an die Zeit unmittelbar vor der Deutschlandpremiere erinnern. Da wurde um ALF ein Riesenrummel gemacht, gleichzeitig jede Menge Geheimniskrämerei. So war bis zur eigentlichen Premiere – die ich sah – absolut geheimgehalten, wie ALF eigentlich aussieht.

Aber das war Ende der 80er, als an das World Wide Web ebensowenig zu denken war wie an die Ausbreitung von PCs in Privathaushalten (wenn, dann hatte man einen C64, Amiga 500 oder Atari ST), bezahlbaren Netzzugang (schon die Modems der Bundespost waren horrende teuer) oder Datenraten, die das Übertragen von Bildern realistisch machten (noch dazu gab es noch keine Bildkompression). Heute wäre ALFs Aussehen schon vor der US-Premiere online geleakt worden.

Beste Episode: S01E06 „Eifersucht nach Noten“.
Heathcliff hat geschrieben:
Dienstag 24. April 2018, 04:59
Sirenenprobe mit ABC- und Luftalarm ...

Im Telefonbuch stand auch, welche Sirenensignale welche Bedeutung haben.
Sirenen haben wir heute noch, aber nur für die Feuerwehr (wenn man eine Wache in der Nähe hat) und Sturmflut (wenn man ein Flutwehr in der Nähe hat).
← Das da sind keine Klaviertasten. Es sind Synthesizertasten. Doch, da gibt es Unterschiede.
Bisherige Signatur ersetzt, weil die sowieso kaum jemand liest.

Alaska Kid
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Re: In meiner Kindheit gab es....

Beitrag von Alaska Kid » Montag 21. Mai 2018, 19:12

Das Thema ist Klasse. Man wird an so viele Dinge erinnert und merkt gleichzeitig wie alt man ist.

Kennt jemand noch die DigeDags und Ritter Runkel (Ost-Comic), sinnloser PA- und Wehrkunde-Unterricht. Im Winter hat es noch geschneit und der Schnee wurde mit der Zeit richtig grau, weil alle Ofenheizung hatten. Stiel-Eis für 45 Pf, Zitronen-Eis für 50 Pf. Im ZDF die Mainzelmännchen und im SFB war es ein Bär. Und was ich nicht vermisse, ist die Selbstgefälligkeit der Erwachsenen. Die ständig von uns Kinder bzw Jugendlichen unterwürfige Dankbarkeit verlangt haben.

Ach ja hab ich vergessen. Ich war richtig heiß auf meine Deutsch-Lehrerin. Man sah ihr deutlich an das sie ein Frau ist. Und in einsamen Abendstunde wenn ich von ihr geträumt, habe ich....gut geschlafen. Ich habe sie vor ein paar Jahren mal in der Straßenbahn gesehen, ist alt geworden. Der Zauber ist verflogen.

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Gilbert
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Re: In meiner Kindheit gab es....

Beitrag von Gilbert » Montag 21. Mai 2018, 20:25

Alaska Kid hat geschrieben:
Montag 21. Mai 2018, 19:12
Kennt jemand noch die DigeDags und Ritter Runkel (Ost-Comic), sinnloser PA- und Wehrkunde-Unterricht. Im Winter hat es noch geschneit und der Schnee wurde mit der Zeit richtig grau, weil alle Ofenheizung hatten. Stiel-Eis für 45 Pf, Zitronen-Eis für 50 Pf. Im ZDF die Mainzelmännchen und im SFB war es ein Bär.
Kenne ich alles und es dürfte wohl für jeden zutreffen, der in der DDR aufgewachsen ist.
Ich verstehe nur nicht, warum PA-Unterricht aus deiner Sicht sinnlos war? Es war quasi einer kurzer hilfreicher Einblick in die Realität des Arbeitslebens, so wie er nach der Schule mit Aufnahme der Berufsausbildung eine ausgeprägte Fortsetzung fand.
Zumindest habe ich das so empfunden.
Eine großartige Beziehung erwächst nicht daraus, daß ein >perfektes< Paar sich findet, sondern wenn ein >nicht perfektes< Paar lernt, sich an den persönlichen Gemeinsamkeiten zu erfreuen.

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Re: In meiner Kindheit gab es....

Beitrag von Karl von Kirsche » Montag 21. Mai 2018, 21:15

... Ute, Schnute, Kasimir. Das waren Zeichentrickfiguren des WDR als Trenner zwischen den Werbespots in der ARD, die damals zwischen 18 und 20 Uhr regional unterschiedliche Sendungen ausstrahlte.

Im Südwesten (Sendegebiet des damaligen SDR) gab es glaube ich als Pendant "Äffle und Pferdle".
Vorsätze für 2018: Mit noch mehr Getränk noch stilvoller abstürzen :mrgreen:
Und 'ne Buttelkowanze voll Rum :shock:

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Re: In meiner Kindheit gab es....

Beitrag von Swenja » Montag 21. Mai 2018, 22:38

Gilbert hat geschrieben:
Montag 21. Mai 2018, 20:25
Alaska Kid hat geschrieben:
Montag 21. Mai 2018, 19:12
Kennt jemand noch die DigeDags und Ritter Runkel (Ost-Comic), sinnloser PA- und Wehrkunde-Unterricht. Im Winter hat es noch geschneit und der Schnee wurde mit der Zeit richtig grau, weil alle Ofenheizung hatten. Stiel-Eis für 45 Pf, Zitronen-Eis für 50 Pf. Im ZDF die Mainzelmännchen und im SFB war es ein Bär.
Kenne ich alles und es dürfte wohl für jeden zutreffen, der in der DDR aufgewachsen ist.
Ich verstehe nur nicht, warum PA-Unterricht aus deiner Sicht sinnlos war? Es war quasi einer kurzer hilfreicher Einblick in die Realität des Arbeitslebens, so wie er nach der Schule mit Aufnahme der Berufsausbildung eine ausgeprägte Fortsetzung fand.
Zumindest habe ich das so empfunden.
zu "meiner" Zeit hieß es nicht PA sondern Unterrichtstag in der Produktion kurz UTP...und hat echt Spaß gemacht...dafür war TZ (Technisch Zeichnen) nicht so meins :hallo:
...und Wehrkundeunterricht gab es auch nicht in "meiner" Schulzeit...erst während des Studiums ging es ins GST-Lager für eine Woche.
Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare. Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte. Für die Tapferen ist sie die Chance.
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Re: In meiner Kindheit gab es....

Beitrag von Mannanna » Montag 21. Mai 2018, 23:09

Damals hieß Twix noch Raider. Und es gab Treets.
Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, daß er genug davon habe. (Descartes)

"Man will immer, was man nicht hat, und wenn man's hat, ist's langweilig" (Rainald Grebe, "Krümel")

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Re: In meiner Kindheit gab es....

Beitrag von Gilbert » Montag 21. Mai 2018, 23:40

Swenja hat geschrieben:
Montag 21. Mai 2018, 22:38
...und Wehrkundeunterricht gab es auch nicht in "meiner" Schulzeit...erst während des Studiums ging es ins GST-Lager für eine Woche.
Anfang der 80iger Jahre war die Situation für POS-Schüler bereits verschärfter. Wehrkundeunterricht wurde 3 bis 4 mal pro Schuljahr für die höheren Klassenstufen erteilt. Meistens durch einen Vertreter des zuständigen Wehrkreiskommandos im militärischen Dienstrang. Die Jungen der 9. Klasse wurden am Ende des Schuljahres quasi für drei Wochen in ein von der Außenwelt getrenntes, militärisch bewachtes sowie organisiertes GST-Lager eingesperrt und mußten dort eine vormilitärische Ausbildung absolvieren.

Ich erinnere mich noch mit Grauen an einen 25 km Gewaltmarsch unter voller militärischer Ausrüstung bei sommerlichen Temperaturen. Es war ein leichter Vorgeschmack auf die erniedrigende Zeit der mehrmonatigen, militärischen Grundausbildung bei der NVA, der sich kein junger Mann damals in der Regel entziehen konnte, weil es keinen Wehrersatzdienst in der DDR gab.
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Re: In meiner Kindheit gab es....

Beitrag von Mondsinger » Dienstag 22. Mai 2018, 06:31

Zu dem ganzen Thema was es in der Kindheit so gab ... von Telefonen mit einer Schnur bis zu DOS und Schwarz Weiß Fernsehen, gibt es jetzt ein Buch.

http://www.deutschlandfunkkultur.de/bru ... _id=412237


https://www.amazon.de/Die-Verwandlung-D ... 3869711663
Bruno Preisendörfer betrachtet in diesem Buch locker, wertfrei die technische Entwicklung des Schreibens, Musikhörens, Telefonierens und Fernsehens, wie ihn dies durch sein Leben begleitet hat. Der Blick in die Zukunft bleibt vorsichtig zurückhaltend. Betrachtet man sich Dörges Buch "Die Welt von morgen", erschienen in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts also zu der Zeit, in der Preisendörfer geboren wurde, weiß man, dass man sich hinsichtlich der Zukunft irrt, wenn man glaubt, dass man sich nicht irrt.

So ist der Blick auf die Entwicklung der Dinge, die das Leben der letzten Jahrzehnte charakterisierten, auftauchten und wieder verschwanden ein ganz entspannter. Die Fernsehansagerin fehlt im heutigen Programm. Preisendörfer erklärt, warum das so ist. Er erinnert an den Musikschrank mit Wunschklangtaste. Jazz, Klassik oder Pop, die Klangfarben lassen sich auch im Digitalradio aufrufen, nur besser! Die Mechanische Schreibmaschine mit Farbband und Schlitten sind heutigen Generationen ebenso fremd, wie der Fernsprechwandapparat mit Wählscheibe. So, wie Video, SMS und Email noch vor 20 Jahren bedeutend waren, sind sie jetzt am Verschwinden, wieder Vergehen. Phänomenal die Langspielplatte, deren Knistern eine Wiedergeburt erlebt.
Gerade für Menschen, die sich von der immer schnelleren, immer vielschichtigeren Technikentwicklung getrieben und überfordert fühlen, aber auch für jeden anderen, der gern mit Preisendörfer den Weg nachgehen möchte, den die kommunikativen Techniken absolvierten in seinem etwa sechzigjährigen Leben ist das Buch eine ausgesprochen unterhaltsame Lektüre mit so manchem Aha-Effekt.

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Re: In meiner Kindheit gab es....

Beitrag von Elin » Dienstag 22. Mai 2018, 10:23

Alaska Kid hat geschrieben:
Montag 21. Mai 2018, 19:12
Kennt jemand noch die DigeDags und Ritter Runkel (Ost-Comic), sinnloser PA- und Wehrkunde-Unterricht.
Oh ja, ich erinnere mich Grausen an PA ("tolle" Aktion, Schüler als kostenlose Arbeitskräfte einzusetzen - ich musste unter anderem Rohrschellen herstellen, meine Schwester mal Garagen mauern :roll: ) und ESP/TZ, immer im 2-wöchigen Wechsel. Wobei technisches Zeichnen ja wenigstens noch einen gewissen Nutzwert hatte...
Wehrkundeunterricht hatte ich nicht mehr und durch die Wende ist auch der obligatorische Lehrgang für Zivilverteidigung (für die Mädchen in der Schule, während die Jungs wie von Gilbert beschrieben im Ausbildungslager waren) in der 9. Klasse zum Glück an mir vorbeigegangen. Aber dafür haben wir im Sportunterricht in der 5. oder 6. Klasse Weitwurf mit Handgranaten geübt. :omg: Da fällt einem nichts mehr zu ein.

Love is being stupid together.
(Paul Valery)

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