Und wenn er/sie weg ist...?

Auch mit einem Partner sind nicht alle Fragen geklärt

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Dieerrax
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Und wenn er/sie weg ist...?

Beitrag von Dieerrax » Freitag 3. Mai 2019, 18:17

Die Unterhaltung mit Reinhard im anderen Unterforum hat mich auf folgendes gebracht: die ex-ABs in Beziehungen... habt ihr nicht Angst, dass es Schluss sein könnte und dann kommt nie wieder jemand nach? Also dass ihr in Abhängigkeit seid, weil euer Normal@-Partner jemand neuen finden kann, ihr euch bei der Partnersuche sehr schwer getan habt? Ich hatte nach meiner letzten Beziehung nie und nimmer gedacht, dass es das jetzt für immer sein wird. Und doch ist es so. Selbst in der extrem theoretischen Situation, in der ich jemanden finden würde jemals wieder - dann kann ich ja nie gehen, außer ich akzeptiere, dass ich mich damit mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu entscheide, dass ich für immer alleine bin.

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Re: Und wenn er/sie weg ist...?

Beitrag von Melli » Freitag 3. Mai 2019, 20:36

Dieerrax hat geschrieben:
Freitag 3. Mai 2019, 18:17
die ex-ABs in Beziehungen... habt ihr nicht Angst, dass es Schluss sein könnte und dann kommt nie wieder jemand nach?
Angst nicht. Es kann natürlich immer irgendetwas passieren. Ich glaube, ich würde es dann dabei belassen, zumal es mich sehr mitnehmen würde :( Aber man soll nie "nie" sagen :?
Dieerrax hat geschrieben:
Freitag 3. Mai 2019, 18:17
Also dass ihr in Abhängigkeit seid, weil euer Normal@-Partner jemand neuen finden kann, ihr euch bei der Partnersuche sehr schwer getan habt?
Nein, ich habe keine Normal@-Partnerin. Die Sache ist eher, daß sie ihrerseits einige Asymmetrien empfinden könnte. Solange ich nicht zum ********* :upps: mutiere, sollte das aber kein Problem werden. Allerdings spricht dagegen, daß wir uns schon sehr lange kennen, sie gehörte ohnehin schon so gut wie zur Familie.

Das war früher bei einigen OdBs aber wie Du das beschreibst. Da war mir schon klar, wenn ich gehe, bin ich wieder allein, und für die ist das kein Problem. Eine Abhängigkeit ergab das dennoch nicht. Ich habe mich nicht davon abhalten lassen, hinzuwerfen. Es gibt so einiges, was ich mir nicht bieten lasse. Das kam für die oft überraschend, und sie konnten und wollten das nicht verstehen.
Löcher in die Wand starren ist nur eine weitere Art, Mauern einzureißen.

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Re: Und wenn er/sie weg ist...?

Beitrag von Girassol » Freitag 3. Mai 2019, 21:05

Ich hatte meine erste Beziehung mit einem Normalo. Sie hielt nicht besonders lange und ich hatte schon die Befürchtung, dass das jetzt halt einmal irgendwie funktioniert, einen Partner zu finden, aber das nicht nochmal passiert.

Naja, im Endeffekt scheint bei mir irgendein Knoten geplatzt zu sein und ich war nur ein paar Monate Single und habe dann hier einen sehr netten mAB kennengelernt. Das mit uns lief ziemlich unkompliziert und hält - im Gegensatz zu meiner ersten Beziehung - schon eine ganze Weile. So darf es gerne weitergehen. :shylove:
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Re: Und wenn er/sie weg ist...?

Beitrag von desigual » Freitag 3. Mai 2019, 23:19

Nach und auch schon während der ersten Beziehung war ich der Überzeugung, dass es sich bei dem Mann um eine einmalige Ausnahme handelte. Immerhin hatte es vorher noch nie auf Gegenseitigkeit nur halbwegs gepasst. Das brachte mich schon während der Beziehung in eine ungünstige Position der Abhängigkeit und nach dem Ende der Beziehung brauchte ich zum einen ewig um über ihn hinweg zu kommen und zudem fühlte ich mich nach wie vor wie die unfähige Abine.
Im Laufe der zweiten Beziehung wurde mein Selbstbewusstsein etwas besser, trotzdem hatte ich auch nach dem Ende von dieser das Gefühl wieder zum Alleinsein verdammt zu sein.
In der Zeit darauf hatte ich dann einige gute Dates, manche waren auch mehr oder weniger erfolgreich, sodass ich mittlerweile schon das Gefühl habe, sicher bald mal wieder in einer (mehr oder weniger) festen Beziehung zu sein. Als Abine fühle ich mich zum Glück nicht mehr, ich kann flirten und Spaß mit Männern haben.
Das war aber auch ein steiniger Weg über fast 9 Jahre hinweg. Und ob ich jemals in einer wirklich langfristigen (für immer) Beziehung landen werde, weiß ich nicht.
In der Summe kann ich sagen, dass ich nach der 1. Beziehung die ABProbleme in keinster Weise überwunden habe und ich unter dem Alleinsein mehr als je zuvor gelitten habe. Als HC-Abine wusste ich nicht, was ich alles verpasste...

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Re: Und wenn er/sie weg ist...?

Beitrag von Lilia » Samstag 4. Mai 2019, 06:22

Ich schreibe das mal aus der Sicht der sogenannten Normala-Partnerin - vielleicht macht es hier aber trotzdem Sinn.

Ich würde nicht wollen, dass irgendjemand aus dem Gefühl heraus, weil er glaubt, ich wäre die einzige Option zum Alleinbleiben, bei mir bleibt, gleich ob Normalo oder Ex-AB. Ich finde es daher eines von den wichtigsten Dingen in einer Beziehung, dem anderen eine positive Rückmeldung zu geben, die ihm schon aus der Tatsache, dass ich ihn als Partner wertschätze, zusteht. Sprich: wenn ich den anderen als Partner toll finde, sollte ich das auch ab und zu sagen (und nicht denken, dass er das wissen muss). Und schon aus purem Eigennutz sollte ich mein Möglichstes dazu beitragen, ihm das Gefühl zu geben, dass er jederzeit die Option hätte, eine andere Partnerin zu finden. Wenn ich also ein nettes Feedback von anderen Frauen bekomme, nachdem ich ihn vorgestellt habe (und das bekomm ich oft), dann sag ich ihm das auch.
Andererseits muss er den Input auch so verwerten können, dass er sich bewusst ist, was er mir bedeutet, aber was er auch einer anderen Frau bedeuten könnte, wenn er es darauf anlegt. Das ist dann wiederum ein Stück weit sein Part.
Wenn das Ganze funktioniert und auf Gegenseitigkeit beruht, kann man sich in einer Beziehung gegenseitig pushen, selbst über die Beziehung hinaus.

So weit zur Theorie - die Praxis sah in und nach meiner ersten Beziehung anders aus. :?
Ich hatte da das Glück, einen Kommilitonen zu haben, der zur gleichen Zeit Liebeskummer hatte und bei dem ich wusste, dass er mir weder aus Mitleid noch um mich ins Bett zu kriegen positives Feedback gibt, der aber auch mit mir geschimpft hat, wenn ich drauf und dran war, mich aus Verzweiflung mit dem Nächstbesten einzulassen. Für mich war das der erste Mann, der mir klargemacht hat, dass ich als Frau und Partnerin etwas wert bin. Daher bin ich der Meinung, dass ein ONS wenig, eine ehrliche Freundschaft zwischen Männern und Frauen dagegen wesentlich mehr im Hinblick auf zukünftige Beziehungen bringt. Ich muss es aber auch annehmen, wenn mir jemand eine Beziehung zutraut.

So weit mein Senf zum Thread.

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Re: Und wenn er/sie weg ist...?

Beitrag von Esperanza » Samstag 4. Mai 2019, 09:19

desigual hat geschrieben:
Freitag 3. Mai 2019, 23:19
Nach und auch schon während der ersten Beziehung war ich der Überzeugung, dass es sich bei dem Mann um eine einmalige Ausnahme handelte. Immerhin hatte es vorher noch nie auf Gegenseitigkeit nur halbwegs gepasst. Das brachte mich schon während der Beziehung in eine ungünstige Position der Abhängigkeit und nach dem Ende der Beziehung brauchte ich zum einen ewig um über ihn hinweg zu kommen und zudem fühlte ich mich nach wie vor wie die unfähige Abine.
Dito. Es kam mir vor wie ein Wunder. Und Wunder passieren nicht all zu oft.
Ich habe so ziemlich alles negative hingenommen. Aber schon von anderen gehört, dass sie das auch gemacht hätten, obwohl sie keine Abs sind.
Ob du glaubst etwas erreichen zu können oder nicht - du liegst immer richtig. Henry Ford.
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Re: Und wenn er/sie weg ist...?

Beitrag von Lilia » Samstag 4. Mai 2019, 10:33

Esperanza hat geschrieben:
Samstag 4. Mai 2019, 09:19
desigual hat geschrieben:
Freitag 3. Mai 2019, 23:19
Nach und auch schon während der ersten Beziehung war ich der Überzeugung, dass es sich bei dem Mann um eine einmalige Ausnahme handelte. Immerhin hatte es vorher noch nie auf Gegenseitigkeit nur halbwegs gepasst. Das brachte mich schon während der Beziehung in eine ungünstige Position der Abhängigkeit und nach dem Ende der Beziehung brauchte ich zum einen ewig um über ihn hinweg zu kommen und zudem fühlte ich mich nach wie vor wie die unfähige Abine.
Dito. Es kam mir vor wie ein Wunder. Und Wunder passieren nicht all zu oft.
Ich habe so ziemlich alles negative hingenommen. Aber schon von anderen gehört, dass sie das auch gemacht hätten, obwohl sie keine Abs sind.
Und was hat euch letztendlich zu einer anderen Sichtweise gebracht, so dass es euch möglich erschien, dass sich wieder jemand für euch interessiert und ihr eine Beziehung mit der Person eingeht?

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Re: Und wenn er/sie weg ist...?

Beitrag von Dieerrax » Samstag 4. Mai 2019, 10:43

Lilia hat geschrieben:
Samstag 4. Mai 2019, 10:33
Esperanza hat geschrieben:
Samstag 4. Mai 2019, 09:19
desigual hat geschrieben:
Freitag 3. Mai 2019, 23:19
Nach und auch schon während der ersten Beziehung war ich der Überzeugung, dass es sich bei dem Mann um eine einmalige Ausnahme handelte. Immerhin hatte es vorher noch nie auf Gegenseitigkeit nur halbwegs gepasst. Das brachte mich schon während der Beziehung in eine ungünstige Position der Abhängigkeit und nach dem Ende der Beziehung brauchte ich zum einen ewig um über ihn hinweg zu kommen und zudem fühlte ich mich nach wie vor wie die unfähige Abine.
Dito. Es kam mir vor wie ein Wunder. Und Wunder passieren nicht all zu oft.
Ich habe so ziemlich alles negative hingenommen. Aber schon von anderen gehört, dass sie das auch gemacht hätten, obwohl sie keine Abs sind.
Und was hat euch letztendlich zu einer anderen Sichtweise gebracht, so dass es euch möglich erschien, dass sich wieder jemand für euch interessiert und ihr eine Beziehung mit der Person eingeht?
Oder - was hat geholfen nicht im Krankenhaus zu landen und zu gehen? (Also nicht mehr "alles negative" hinnehmen... und ja, so war das mir damals auch. Es ist auch öfters richtig gefährlich geworden. Ich bin einfach nie gegangen aus Abhängigkeit.) Oder siehst du das für dich als immernoch ein Problem an, desigual?

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Re: Und wenn er/sie weg ist...?

Beitrag von Esperanza » Samstag 4. Mai 2019, 11:21

Diese Sichtweise habe ich noch nicht gefunden. Ich gehe jetzt nicht unbedingt davon aus, so ein Wunder noch mal zu erleben.
Mit negativ meine ich keine Gewalt oder so. Er war/ist ein schwieriger Mensch mit einigen Problemen und wenn er darin verfangen war ist er abgetaucht und ich stand da und wusste nicht ob ich je wieder was von ihm höre. Das ist mehrmals passiert und ich habe es dann einfach nur noch hingenommen und war froh dass er wieder da war. Das meinte ich. Ich denke heute noch fast täglich an ihn und bin traurig dass es nicht anders gelaufen ist, aber auch froh, dass ich ihm überhaupt begegnet bin.
Man muss klar kommen so wie es ist.
Ich wäre trotz aller Probleme bei ihm geblieben, einfach weil er für mich ein Wunder war. Da hätte ich sicher mehr ertragen als eine andere Frau. Aber nur weil die Bilanz unterm Strich für mich positiv war. Das Gute hat das Schlechte immer überwogen. Einfach nur jemanden haben um nicht alleine zu sein, ist nicht mein Ding. Das könnte ich nicht..
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Re: Und wenn er/sie weg ist...?

Beitrag von Dieerrax » Samstag 4. Mai 2019, 12:02

Esperanza hat geschrieben:
Samstag 4. Mai 2019, 11:21
Diese Sichtweise habe ich noch nicht gefunden. Ich gehe jetzt nicht unbedingt davon aus, so ein Wunder noch mal zu erleben.
Mit negativ meine ich keine Gewalt oder so. Er war/ist ein schwieriger Mensch mit einigen Problemen und wenn er darin verfangen war ist er abgetaucht und ich stand da und wusste nicht ob ich je wieder was von ihm höre. Das ist mehrmals passiert und ich habe es dann einfach nur noch hingenommen und war froh dass er wieder da war. Das meinte ich. Ich denke heute noch fast täglich an ihn und bin traurig dass es nicht anders gelaufen ist, aber auch froh, dass ich ihm überhaupt begegnet bin.
Man muss klar kommen so wie es ist.
Ich wäre trotz aller Probleme bei ihm geblieben, einfach weil er für mich ein Wunder war. Da hätte ich sicher mehr ertragen als eine andere Frau. Aber nur weil die Bilanz unterm Strich für mich positiv war. Das Gute hat das Schlechte immer überwogen. Einfach nur jemanden haben um nicht alleine zu sein, ist nicht mein Ding. Das könnte ich nicht..
Kurze Anmerkung: Du kannst auch aufgrund von psychischer Erschöpfung oder Depression im Krankenhaus landen. (ich hätte expliziter beides sagen sollen)
Zum Unterstrichenen: uff... das wirkt aber dann schon sehr ungleich. Oder meinst du er hat dich auch als Wunder gesehen? Nein, oder?
Und "nur um nicht alleine zu sein": das kann ich nur wenn ich "nein" sage zu einer Beziehung. Dann rauskommen, wenn ich einmal drin bin, ist für mich unmöglich leider.

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Re: Und wenn er/sie weg ist...?

Beitrag von Esperanza » Samstag 4. Mai 2019, 13:06

Ich glaube schon, dass ich auch etwas "Besonderes" für ihn war. So hat er es gesagt und so habe ich sein Verhalten mir gegenüber empfunden. Aber seine Probleme haben einfach schwerer gewogen. Es ist schwierig zu erklären.
Ob du glaubst etwas erreichen zu können oder nicht - du liegst immer richtig. Henry Ford.
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Re: Und wenn er/sie weg ist...?

Beitrag von Gilbert » Samstag 4. Mai 2019, 13:11

Dieerrax hat geschrieben:
Freitag 3. Mai 2019, 18:17
Die Unterhaltung mit Reinhard im anderen Unterforum hat mich auf folgendes gebracht: die ex-ABs in Beziehungen... habt ihr nicht Angst, dass es Schluss sein könnte und dann kommt nie wieder jemand nach? Also dass ihr in Abhängigkeit seid, weil euer Normal@-Partner jemand neuen finden kann, ihr euch bei der Partnersuche sehr schwer getan habt?
Die Verlustangst ist von Beginn an allgegenwärtig. Das jederzeit Schluß sein könnte wegen Tod, Krankheit, Unfall etc. Es ist meine erste und einzige Beziehung nach dem Ende der AB-Zeit. Nur wäre ich mir jetzt nach 20 Jahren auch nicht mehr so sicher, ob ich wirklich noch eine neue Beziehung wollen würde.....
Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden.
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Re: Und wenn er/sie weg ist...?

Beitrag von Saraj » Samstag 4. Mai 2019, 13:36

Ja, das ist ein Gedanke, der durchaus genau so schon mal kam. Schließlich bin ich nach wie vor kein Männermagnet, daran hat auch der Verlust des AB-Status nichts geändert. Generell bin ich noch die gleiche wie vorher, zu der einfach nicht viele Leute passen.
Aber ich bin sehr abergläubisch und fühle mich schon schlecht, wenn ich zu dem Thema überhaupt was schreibe. :lol: Von daher: Es wird nie passieren. :hallo:
Allerdings würde ich allein aus diesem Grund niemals eine Beziehung eingehen.

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Re: Und wenn er/sie weg ist...?

Beitrag von calcetto » Samstag 4. Mai 2019, 13:48

Ich hatte das Glück, dass ich von Anfang an meiner Liebesbeziehung den unzerstörbaren Optimismus hatte, dass das gar nicht schief gehen konnte. Ich war hormonell wohl ausreichend vernebelt, dass negatives Denken gar nicht mehr möglich war :mrgreen:
Da wir jetzt schon diverse Jahre zusammen sind, hat sich an dieser Grundüberzeugung auch nichts geändert. Natürlich kann irgendwann nochmal was schief gehen. Meine Eltern haben sich ein Jahr vor der Silberhochzeit scheiden lassen. Aber ich glaube, ich habe ausreichend gelernt mittlerweile mit mir und meinen Gefühlen umzugehen, um solch ein Katastrophenszenario wie bei meinen Eltern zu verhindern.

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Re: Und wenn er/sie weg ist...?

Beitrag von MFGMitleser » Samstag 4. Mai 2019, 16:52

Dieerrax hat geschrieben:
Freitag 3. Mai 2019, 18:17
Die Unterhaltung mit Reinhard im anderen Unterforum hat mich auf folgendes gebracht: die ex-ABs in Beziehungen... habt ihr nicht Angst, dass es Schluss sein könnte und dann kommt nie wieder jemand nach? Also dass ihr in Abhängigkeit seid, weil euer Normal@-Partner jemand neuen finden kann, ihr euch bei der Partnersuche sehr schwer getan habt? Ich hatte nach meiner letzten Beziehung nie und nimmer gedacht, dass es das jetzt für immer sein wird. Und doch ist es so. Selbst in der extrem theoretischen Situation, in der ich jemanden finden würde jemals wieder - dann kann ich ja nie gehen, außer ich akzeptiere, dass ich mich damit mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu entscheide, dass ich für immer alleine bin.
Mir ist genau das passiert. Ich hatte sie im AB-Umfeld kennengelernt und wir waren zusammengekommen. Wir passen eigentlich sehr gut zusammen, vom familiären und sozialen background her, vom Humor, von vielen anderen Sachen. Aber letztlich war sie nicht zufrieden damit. Sie hatte sich zwar sporadisch immer mal wieder so geäußert, dass ihr etwas fehlen würde und es stand auch mehrmals hart auf der Kippe. Aber wir haben uns immer wieder zueinander bekannt. Wir führten eine Fernbeziehung und konnten uns daher nur an Urlauben längere Zeit durchgängig sehen. Urlaube und Reisen waren eine wunderbare Abwechslung dazu, sich sonst nur kurz zu haben.

Ich hatte von meiner Seite aus immer das Gefühl, diese Frau und keine andere, trotz aller Reibereien. Und nun stehe ich da, denke täglich an sie und kriege sie aus dem Kopf nicht raus. Es ist einfach der SuperGAU. Ich denke, so eine werde ich nie mehr finden. Ich versuche, mich auf meine Hobbies zu konzentrieren und meine Familie, ich versuche, neue Frauenbekanntschaften zu knüpfen. Aber ich gehe aktuell nicht davon aus, dass es noch einmal so wird, wie ich es schon gekannt habe.

Ich gehe davon aus, dass sie relativ schnell wieder jemanden finden wird, sofern sie sich nur darauf einlässt. Sie ist beruflich viel unterwegs und sie hat mir auch schon angedeutet, wenn sie unterwegs ins Gespräch mit anderen Männern gekommen ist. Es ist allerdings eine Sache, für ein paar Stunden in einer außergewöhnlichen Situation (Reise etc.) mit jemand ins Gespräch zu kommen und sich dabei gut zu fühlen, und eine andere, mit dieser Person sein Leben zu teilen. Welche Leichen und Macken wurden wohlweislich im Gespräch unterdrückt?

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Re: Und wenn er/sie weg ist...?

Beitrag von Hoppala » Samstag 4. Mai 2019, 17:47

Mein langen Zeiten "allein" haben mir das Selbstbewusstsein gegeben, dass ich das auch wieder kann.

Nicht alles war ja nur mies. Manches war sogar einfacher. Das muss man dann halt ausbauen - falls es wieder erforderlich wird.
Und damit dann auch die weniger guten Anteile minimieren bzw. relativieren.

Life goes on. Ich freue mich über jeden Tag "mit" Beziehung. Und werde mir die Freude daran und die gute Erfahrung (hoffentlich) nicht selbst nehmen, falls es wieder Tage "ohne" gibt.
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Re: Und wenn er/sie weg ist...?

Beitrag von klecks » Samstag 4. Mai 2019, 18:05

Bei mir halten sich die Single- Zeiten und die verpartnerten Jahre meines Lebens zahlenmäßig gerade in der Waage.

Ich habe "Handwerkszeug" entwickelt, wie ich als Single Wohlgefühl und Zufriedenheit entwickeln kann. Und ich habe "Handwerkszeug" entwickelt, wie ich in einer Partnerschaft Wohlgefühl und Zufriedenheit entwickeln kann.

Inzwischen ziehe ich ein Leben in Zweisamkeit einem Solo-Leben vor. Aber nicht um jeden Preis. Ich wünsche mir sehr, dass meine jetzige Partnerschaft mir erhalten bleibt, bis dass der Tod mich scheidet. Sollte ich wieder solo werden, könnte ich mir durchaus auch alternative einander stärkende Lebensformen mir vorstellen. Freundinnen-WG, Mehr-Generationen-Haus, inklusive Wohnformen ... Kommune nicht unbedingt. Ich würde gern so leben wollen, dass sich meine Kinder nicht notgedrungen um mich kümmern MÜSSEN.

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Re: Und wenn er/sie weg ist...?

Beitrag von desigual » Samstag 4. Mai 2019, 19:47

Lilia hat geschrieben:
Samstag 4. Mai 2019, 10:33
Esperanza hat geschrieben:
Samstag 4. Mai 2019, 09:19
desigual hat geschrieben:
Freitag 3. Mai 2019, 23:19
Nach und auch schon während der ersten Beziehung war ich der Überzeugung, dass es sich bei dem Mann um eine einmalige Ausnahme handelte. Immerhin hatte es vorher noch nie auf Gegenseitigkeit nur halbwegs gepasst. Das brachte mich schon während der Beziehung in eine ungünstige Position der Abhängigkeit und nach dem Ende der Beziehung brauchte ich zum einen ewig um über ihn hinweg zu kommen und zudem fühlte ich mich nach wie vor wie die unfähige Abine.
Dito. Es kam mir vor wie ein Wunder. Und Wunder passieren nicht all zu oft.
Ich habe so ziemlich alles negative hingenommen. Aber schon von anderen gehört, dass sie das auch gemacht hätten, obwohl sie keine Abs sind.
Und was hat euch letztendlich zu einer anderen Sichtweise gebracht, so dass es euch möglich erschien, dass sich wieder jemand für euch interessiert und ihr eine Beziehung mit der Person eingeht?
Um mich vom Kummer abzulenken (nachdem er Schluss gemacht hatte) habe ich mich in einer Singlebörse um Dates bemüht. Auch wenn ich nicht daran glaubte, dass es noch mal klappen könnte, konnte ich ja schlecht mein restliches Leben nur ihm hinterhertrauern. Und ich bin früher nie über einen Mann (sei es ein OdB, mit dem es nicht geklappt hatte, sei es eben der Ex) "einfach so" hinweggekommen, als ohne ihn durch ein neues OdB zu ersetzen. Insofern war das der logische Weg für mich und dann hat es erfreulicherweise eben doch noch mal geklappt. Er war sogar viel toller, hat viel besser zu mir gepasst, ...
Dieerrax hat geschrieben:
Samstag 4. Mai 2019, 10:43
Oder - was hat geholfen nicht im Krankenhaus zu landen und zu gehen? (Also nicht mehr "alles negative" hinnehmen... und ja, so war das mir damals auch. Es ist auch öfters richtig gefährlich geworden. Ich bin einfach nie gegangen aus Abhängigkeit.) Oder siehst du das für dich als immernoch ein Problem an, desigual?
Nein, nach zwei (vielleicht sogar drei Beziehungen, je nach Definition) und einer Reihe von Dates mit durchaus positiven Rückmeldungen habe ich nicht mehr das Gefühl, dass es unmöglich ist einen Mann für mich zu begeistern. Dafür habe ich andere Probleme erkannt, die ich beim Führen von Beziehungen habe, sodass sich mein Problem einfach verschoben hat.
Außerdem kommt mittlerweile als neues Problem hin, dass es in meinem Alter wenige verfügbare Singles gibt.
Dennoch sehe ich es positiv: Meine frühere Haltung hat mich in eine Abhängigkeitsposition gegenüber dem Mann gebracht, der mich mochte. Einfach weil es vermeintlich so wenige Männer gibt, die mich mögen könnten. Die Probleme, die ich jetzt ausgemacht habe, liegen eher in mir und die kann ich - mit viel Anstrengung natürlich - ändern.
Hoppala hat geschrieben:
Samstag 4. Mai 2019, 17:47
Mein langen Zeiten "allein" haben mir das Selbstbewusstsein gegeben, dass ich das auch wieder kann.
Genau das denke ich mir in der Theorie auch! Leider fühle ich nicht so.

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Re: Und wenn er/sie weg ist...?

Beitrag von NeC » Samstag 4. Mai 2019, 20:04

MFGMitleser hat geschrieben:
Samstag 4. Mai 2019, 16:52
Mir ist genau das passiert. Ich hatte sie im AB-Umfeld kennengelernt und wir waren zusammengekommen. Wir passen eigentlich sehr gut zusammen, vom familiären und sozialen background her, vom Humor, von vielen anderen Sachen. Aber letztlich war sie nicht zufrieden damit. Sie hatte sich zwar sporadisch immer mal wieder so geäußert, dass ihr etwas fehlen würde und es stand auch mehrmals hart auf der Kippe. Aber wir haben uns immer wieder zueinander bekannt. Wir führten eine Fernbeziehung und konnten uns daher nur an Urlauben längere Zeit durchgängig sehen. Urlaube und Reisen waren eine wunderbare Abwechslung dazu, sich sonst nur kurz zu haben.

Ich hatte von meiner Seite aus immer das Gefühl, diese Frau und keine andere, trotz aller Reibereien. Und nun stehe ich da, denke täglich an sie und kriege sie aus dem Kopf nicht raus. Es ist einfach der SuperGAU. Ich denke, so eine werde ich nie mehr finden. Ich versuche, mich auf meine Hobbies zu konzentrieren und meine Familie, ich versuche, neue Frauenbekanntschaften zu knüpfen. Aber ich gehe aktuell nicht davon aus, dass es noch einmal so wird, wie ich es schon gekannt habe.

Ich gehe davon aus, dass sie relativ schnell wieder jemanden finden wird, sofern sie sich nur darauf einlässt.
Oh. Das hätte ich fast wortwörtlich auch so schreiben können. :umarmung2:
Wie lange ist es bei Dir her?
Ich habe Jahre gebraucht, um mich von ihr zu lösen. Und weitere Jahre, um ernsthaft wieder neue Beziehungsanbahnungen zu starten. Selbst jetzt, 9 Jahre nach der offiziellen Trennung, fällt sie mir noch gelegentlich ein. Einfach weil ich eben auch viel in der Zeit gelernt habe. Über mich und über Liebes- und Partnerbeziehungen.

Die Gute Nachricht ist: es wird besser. Es werden neue Erfahrungen auf Dich zukommen. Ja, es stimmt: genauso wird es nie mehr. Aber anders. Und auch nicht unbedingt schlechter, auch wenn das für Dich heute noch schwer zu glauben ist. :prost:

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Re: Und wenn er/sie weg ist...?

Beitrag von MFGMitleser » Samstag 4. Mai 2019, 22:15

NeC hat geschrieben:
Samstag 4. Mai 2019, 20:04
Oh. Das hätte ich fast wortwörtlich auch so schreiben können. :umarmung2:
Wie lange ist es bei Dir her?
Ich habe Jahre gebraucht, um mich von ihr zu lösen. Und weitere Jahre, um ernsthaft wieder neue Beziehungsanbahnungen zu starten. Selbst jetzt, 9 Jahre nach der offiziellen Trennung, fällt sie mir noch gelegentlich ein. Einfach weil ich eben auch viel in der Zeit gelernt habe. Über mich und über Liebes- und Partnerbeziehungen.

Die Gute Nachricht ist: es wird besser. Es werden neue Erfahrungen auf Dich zukommen. Ja, es stimmt: genauso wird es nie mehr. Aber anders. Und auch nicht unbedingt schlechter, auch wenn das für Dich heute noch schwer zu glauben ist. :prost:
Es liegt nur wenige Monate zurück. Es ist der Grund dafür, warum ich mich hier wieder mehr beteilige. Ich versuche, neue Erfahrungen zu machen, um damit die alten positiv besetzten Erfahrungen zu überlagern und in den Hintergrund zu drängen. Das verrückte an alledem ist, von meiner Seite aus gab es keinen Grund, diese Erfahrungen zurückzudrängen, im Gegenteil, ich hatte mich ja in meiner AB-Zeit immer danach gesehnt. Ich stehe in gewisser Weise wieder sehr weit am Anfang. Schwierig daran ist, ich weiß nun aus erster Quelle, wie schön Dinge zu zweit sein können. Daran müssen sich nun alle neuen Erfahrungen messen lassen.

MFGMitleser.
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