Als normalo eine Beziehung mit einem AB

Auch mit einem Partner sind nicht alle Fragen geklärt

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Reinhard
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Re: Als normalo eine Beziehung mit einem AB

Beitrag von Reinhard » Freitag 13. Mai 2016, 18:22

Montecristo hat geschrieben:
Tania hat geschrieben:Sie kann sich aber auch auf die heute anstehenden Fragen konzentrieren und sich dem Hörnerproblem widmen, wenn es auftaucht.
@Romeca hat aktuell das Problem, dass sie keinen Sex hat, weil ihr Partner keine stabile Erektion hat. Ich glaube das ist vom "Hörner-Problem" Lichtjahre entfernt.
Das mit der Erektion habe ich jetzt als Folge eines anderen Problems aufgefasst. Oder als Nebenproblem eines anderen Problems, z.B. mieses Selbstwertgefühl, das noch deutlich schlimmer wird, wenn man Erektionsprobleme hat ...
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

Wer will findet sucht Wege; wer nicht will findet Gründe erfindet Ausflüchte.

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Romeca
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Re: Als normalo eine Beziehung mit einem AB

Beitrag von Romeca » Freitag 13. Mai 2016, 18:35

Ich kann gerade leider nicht so ausführlich antworten wie ich gerne würde, aber ich danke euch allen für eure Ratschläge.

Es ist sehr schwer für mich fest zu machen, woran die Probleme liegen. Er kann es mir nicht sicher sagen und ich kann nur mutmaßen.

Unsicherheit spielt mit großer Wahrscheinlichkeit eine große Rolle. Da wird es sicher nicht besser, wenn es nicht so klappt wie er gerne will.

Vor unserer Beziehung sagte er häufig etwas in Richtung, er sei es wohl nicht wert. Also ist sein Selbstwertgefühl wohl eher ziemlich niedrig. Vielleicht hat sich das ja schon gebessert, ich würde es vermuten.

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Re: Als normalo eine Beziehung mit einem AB

Beitrag von Jennie und Jochen » Mittwoch 18. Mai 2016, 19:48

Erstmal bin ich froh, dass ich auf diese Seite per Zufall gestossen bin.
Alles, was Romeca geschrieben hat, kann ich gut nachvollziehen. Auch ich bin in einer ähnlichen Situation.Bei uns dauert es nur schon vier Jahre (Jahrestag war am Montag). Ich will kurz versuchen, unsere bzw. meine Situation zu beschreiben.
Ich habe den Anfang gemacht und ihm einen Zettel mit der Tel.-Nr. ans Auto gesteckt. Dann haben wir uns zum Kaffee verabredet usw. , alles war gut. Wir haben uns langsam kennengelernt, ohne uns körperlich näher zu kommen. Wir sind auch zusammen weggefahren (Doppelzimmer im Hotel), ohne, dass irgendwas passierte. Das fand ich am Anfang auch sehr charmant. Aber Monate später fand ich das merkwürdig.Darauf angesprochen, reagierte er immer mit Ausreden (nicht der richtige Moment oder Ort, zu müde, Stress in der Arbeit und so weiter).Zwischenzeitlich war es dann so, dass wir miteinander zärtlich waren, er mich aber nie wirklich berührt hat, sondern ich es ihm per Hand gemacht hab(sorry für die Formulierung). Danach ist er immer sofort aufgestanden und ins Bad gestürzt. Wenn ich dann gesagt, was denn mit mir ist, kam nur, wir machen heut Abend weiter. Was natürlich nie passierte. Ich hab immer die Initiative ergriffen und wurde immer zurückgewiesen. Immer mit fadenscheinigen Ausreden. Auch muss ich sagen, dass er, wenn es ums Thema Sex geht, immer ungerecht wird und austeilt.
Glücklicherweise können wir reden, nicht immer über alles, aber ab und an geht das. Dann kommt alles auf den Tisch. Er sagte, er braucht ein Gefühl von Sicherheit, also sind wir zusammengezogen (er meinte, dann kann er mit mir schlafen). Was passierte? Nichts dergleichen. Die Diskussionsabstände wurden kürzer. Dann kam der Supergau! Im Streitgespräch warf er mir an den Kopf, dass er täglich Pornos guckt und sich selbst befriedigt. Ich war schockiert. Ich probier alles, um ihn zu verführen und er macht es sich jeden Tag selbst. Natürlich war ich gekränkt . Nach drei Tagen konnten wir drüber reden und haben gesagt, dass wir ein Problem haben, welches wir lösen wollen. Versprechungen.....Nach drei Monaten habe ich gesagt, dass ich gehen werde. Nach 3 1/2 Jahren!!! Er meinte nur, dass ich ungeduldig bin. Das war zu viel. Ich bin ausgezogen.
Jetzt haben wir wieder zueinander gefunden, aber..... Sexuell geht immer noch nichts. Gerade waren wir übers WE verreist. Es war alles super schön, aber immer, wenn ich ihm körperlich näher kommen wollte, hat er abgeblockt. Dann wieder nächtliche Endlosdiskussionen...., er will ja, aber der richtige Moment fehlt. Welcher denn genau? Weiss er nicht!
Wie gesagt, vier Jahre! Ich behaupte hier ganz kühn, dass ich ihn liebe. Sonst hätte ich auch nicht vier Jahre seine Aureden weggelächelt, endlose Diskussionen des nachts geführt, ihm andere Dinge verziehen. ABER für mich gehört Sex einfach zu einer Beziehung dazu. Ich möchte das einfach, ihn berühren, ihn (auch zum Höhenpunkt streicheln) auch spüren.
Jetzt brauche ich euch da draussen. Gebt mir nen Rat :oho:


Ich sollte vielleicht noch erwähnen, weil das für einige hier wichtig zu sein scheint, wir sind Mitte 40, haben beide einen Job (Er Führungsposition mit Doktortitel). Er hatte noch nie eine Beziehung, geschweige denn Sex mit einer Frau.

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Re: Als normalo eine Beziehung mit einem AB

Beitrag von selina » Mittwoch 18. Mai 2016, 20:15

Jennie und Jochen hat geschrieben: Wie gesagt, vier Jahre! Ich behaupte hier ganz kühn, dass ich ihn liebe. Sonst hätte ich auch nicht vier Jahre seine Aureden weggelächelt, endlose Diskussionen des nachts geführt, ihm andere Dinge verziehen. ABER für mich gehört Sex einfach zu einer Beziehung dazu.
Ja das muss echt Liebe sein. 4 Jahre stellst du nun deine Bedürfnisse hintenan. Wenn auch freiwillig.
Wie sieht es denn sonst so mit Zärtlichkeiten aus?
Küsst ihr euch, nehmt ihr euch in den Arm, kuschelt ihr?

Wenn ich alt bin, werde ich nur noch nörgeln. Das wird ein Spaß. :oma:

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Re: Als normalo eine Beziehung mit einem AB

Beitrag von Deaa » Mittwoch 18. Mai 2016, 20:16

Das muss wirklich Liebe sein. Ich weiß nicht, ob ich das so lange ausgehalten hätte :gruebel:

Wie sieht denn sonst euer Miteinander aus? Seit ihr auf anderen Art zärtlich zueinander? Kuschelt ihr oft? Oder ist es eher wie mit einem Kumpel?

An sich finde ich sein Verhalten schon etwas egoistisch. Er lässt dich die "Handarbeit" machen und von ihm kommt überhaupt nichts? Liegt er dann nur so da oder war davor irgendwelcher körperlicher Austausch wie Küssen, Streicheln etc.?
Lasst uns mit leichtem Gepäck im Jetzt sein, den Moment genießen, glücklich sein.

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Re: Als normalo eine Beziehung mit einem AB

Beitrag von Nell The Sentinel » Mittwoch 18. Mai 2016, 20:17

Ähm, habt ihr mal ehrlich darüber gesprochen, warum er so zögerlich ist beim Sex? Davon finde ich in deinem Beitrag nichts.
Hast du ihm eigentlich mal direkt gesagt, dass du ein Bedürfnis nach intimer Nähe hast? Ihm gesagt, wie es sich für dich anfühlt, dass dir etwas fehlt?
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Oh nein, Bernie... Du unterreagierst!!!

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Re: Als normalo eine Beziehung mit einem AB

Beitrag von Jennie und Jochen » Mittwoch 18. Mai 2016, 20:29

Deaa hat geschrieben:Das muss wirklich Liebe sein. Ich weiß nicht, ob ich das so lange ausgehalten hätte :gruebel:

Wie sieht denn sonst euer Miteinander aus? Seit ihr auf anderen Art zärtlich zueinander? Kuschelt ihr oft? Oder ist es eher wie mit einem Kumpel?

An sich finde ich sein Verhalten schon etwas egoistisch. Er lässt dich die "Handarbeit" machen und von ihm kommt überhaupt nichts? Liegt er dann nur so da oder war davor irgendwelcher körperlicher Austausch wie Küssen, Streicheln etc.?


Es ist mal so, mal so. Wir sind auch zärtlich miteinander, küssen uns , drücken uns. Na klar. Aber es gibt auch Tage, da geht gar nichts. Das liegt aber nicht ausschliesslich an ihn. Ich bin oftmals natürlich enttäuscht über seine "Gefühlslosigkeit".
Ich finde sein Verhalten auch sehr egoistisch, das sage ich ihm auch. Aber er kann dann auch sehr resolut sein. Beim kuscheln dreht er sich dann auch einfach um und sagt, er muss jetzt schlafen.
Manchmal sagt er auch einfach, dass ich immer nur Sex will. Ich sag dann, immer, einmal wäre gut. Ist sicher auch nicht sehr aufbauend, aber ich bin ein Mensch aus Fleisch und Blut mit Bedürfnissen. Ich möchte ihn aber auch nicht betrügen, denn eifersüchtig ist er auch, sehr. :wuetend:

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Re: Als normalo eine Beziehung mit einem AB

Beitrag von Jennie und Jochen » Mittwoch 18. Mai 2016, 20:33

Nell The Sentinel hat geschrieben:Ähm, habt ihr mal ehrlich darüber gesprochen, warum er so zögerlich ist beim Sex? Davon finde ich in deinem Beitrag nichts.
Hast du ihm eigentlich mal direkt gesagt, dass du ein Bedürfnis nach intimer Nähe hast? Ihm gesagt, wie es sich für dich anfühlt, dass dir etwas fehlt?


Sex ist ihm angeblich nicht wichtig. Mir schon. Ich sag ihm öfter, dass ich Zärtlichkeit und Nähe brauche, auch Sex. Dann sagt er, ich will immer nur das eine. Wir haben auch schon oft darüber gesprochen, was die Ignoranz mit mir macht, aber dann meint er nur, dass ich Komplexe hab und ICH Probleme mit meinem Selbstwertgefühl.
Hab schon gefragt, ob ich mir den Sex woanders holen soll. Dann wäre sofort Schluss (ja klar)

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Re: Als normalo eine Beziehung mit einem AB

Beitrag von Nell The Sentinel » Mittwoch 18. Mai 2016, 21:13

Hmm, ich frage mich gerade, ob er mglw asexuell ist. Soweit ich weiß, gibt es da Abstufungen, sodass er sehrwohl ein Bedürfnis nach Selbstbefriedigung haben kann, aber an Sex mit einem Partner nicht interessiert.

Es ist nun so, dass ihr in einem Dilemma steckt: Du willst nicht für den Rest eurer Beziehung auf Sex verzichten und er will absolut keinen Sex haben. Zumindest wäre das so, wenn nicht doch etwas anderes dahintersteckt. Du kannst ihn aber auch schlecht zwingen, das zu offenbaren.
So oder so, wenn er nicht bereit ist, einen Schritt auf dich zuzugehen, musst du überlegen, wie du mit der Beziehung weiter verfahren willst. Ich glaube nicht, dass man bei solch grundlegenden Bedürfnissen Kompromisse schließen kann.

Wie stellt er sich denn die Intimität in eurer Beziehung vor?
Erwachsensein ist schon scheiße

Oh nein, Bernie... Du unterreagierst!!!

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Re: Als normalo eine Beziehung mit einem AB

Beitrag von Katinka » Mittwoch 18. Mai 2016, 21:42

Vielleicht mal zur Paar- oder Sexualberatung gehen?
Da kann man auch alleine hingehen, wenn der andere nicht mitgehen will.

Ich war auch mal mit einem zuammen, der zwar onaniert hat, aber kaum an partnerschaftlicher Sexualität interessiert war. Ansonsten haben wir uns gut verstanden, also anfangs ... das hat mein Selbstbewusstsein ganz schön geschmälert in der Zeit und ich fühlte mich auch als Frau wenig begehrenswert. Als ich nach der Beziehung zum ersten Mal wieder etwas mit einem Mann hatte, habe ich erst gemerkt, wie ausgehungert ich war und wie sehr mir Nähe und Sex gefehlt hatten.
Einen Mann neben sich zu haben, der sich "verweigert", finde ich viel schlimmer, als einfach solo zu ein.

Ich finde es auch gemein, dass er sagt, Du wärst nur auf Sex aus und finde nicht, dass Du Dich mit diesem erzwungenen Zölibat weiterhin abfinden solltest.
Wenn er nicht mit Dir zusammen das Problem angehen will, würde ich das als Absage an die Beziehung werten.

Naja und nur weil jemand bei einem Mann bleibt, der ihm nicht gut tut, muss es sich dabei nicht unbedingt um Liebe handeln, nur so ein Gedanke ...

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Re: Als normalo eine Beziehung mit einem AB

Beitrag von Leprechaun » Mittwoch 18. Mai 2016, 21:45

Bei dem was Du da so schilderst sehe ich einen Mann, der in einer Beziehung äußert und tut "ICH will... ICH will nicht..." und keinerlei Interesse an dem zu erkennen gibt was DEINE Wünsche und Interessen sind, dazu eine Frau die trotz aller Diskussionen und Versuche auch nach vier Jahren immer noch weiter klein beigibt, sich fügt und dem Herrn und Gebieter seinen Willen läßt und tut. Und das soll eine sinnvoll funktionierende Beziehung sein? Könnte mir durchaus vorstellen daß sein Motiv für den Wunsch nach Zusammenziehen in erster Linie der Wunsch war jemanden zu haben, der das Putzen erledigt.
Quidquid agis, prudenter agas et respice finem!

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Re: Als normalo eine Beziehung mit einem AB

Beitrag von Jennie und Jochen » Donnerstag 19. Mai 2016, 08:29

Leprechaun hat geschrieben:Bei dem was Du da so schilderst sehe ich einen Mann, der in einer Beziehung äußert und tut "ICH will... ICH will nicht..." und keinerlei Interesse an dem zu erkennen gibt was DEINE Wünsche und Interessen sind, dazu eine Frau die trotz aller Diskussionen und Versuche auch nach vier Jahren immer noch weiter klein beigibt, sich fügt und dem Herrn und Gebieter seinen Willen läßt und tut. Und das soll eine sinnvoll funktionierende Beziehung sein? Könnte mir durchaus vorstellen daß sein Motiv für den Wunsch nach Zusammenziehen in erster Linie der Wunsch war jemanden zu haben, der das Putzen erledigt.

Es ist natürlich schwierig, 4 Jahre in kurzen Sätzen zu skizzieren. Ich habe das Gefühl, dass er viele Dinge auch möchte, sich aber selbst massiv im Weg steht. Sei es aus Unsicherheit, Angst oder ähnlichen.
Interessanterweise hatte ich ihm auch vorgeworfen, dass er mich als Koch-, Wasch- und Putzfrau brauchte.Obwohl ich auch sagen muss, dass es dazu Absprachen gab, da wir beide ja voll berufstätig sind, sprich, es wurde aufgeteilt. Er hat also auch gekocht und geputzt und eingekauft.
Auch muss ich sagen, dass ich eine Frau bin, die sich sehr gut durchsetzen kann, eben nicht klein beigebe.
Mein Problem ist, dass mich mein Gegenüber interessiert, warum bestimmte Dinge so sind und auch nachfrage. Und das auch bei unbequemen Sachen.
Alles andere läuft ja auch prima.Wir unternehmen viel, können uns verbal gut austauschen, lachen, diskutieren, haben gute und schlechte Tage, alles prima, ich vermisse nur innere Wärme, Gefühlsausbrüche....

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Re: Als normalo eine Beziehung mit einem AB

Beitrag von Jennie und Jochen » Donnerstag 19. Mai 2016, 09:01

Katinka hat geschrieben:Vielleicht mal zur Paar- oder Sexualberatung gehen?
Da kann man auch alleine hingehen, wenn der andere nicht mitgehen will.

Ich war auch mal mit einem zuammen, der zwar onaniert hat, aber kaum an partnerschaftlicher Sexualität interessiert war. Ansonsten haben wir uns gut verstanden, also anfangs ... das hat mein Selbstbewusstsein ganz schön geschmälert in der Zeit und ich fühlte mich auch als Frau wenig begehrenswert. Als ich nach der Beziehung zum ersten Mal wieder etwas mit einem Mann hatte, habe ich erst gemerkt, wie ausgehungert ich war und wie sehr mir Nähe und Sex gefehlt hatten.
Einen Mann neben sich zu haben, der sich "verweigert", finde ich viel schlimmer, als einfach solo zu ein.

Ich finde es auch gemein, dass er sagt, Du wärst nur auf Sex aus und finde nicht, dass Du Dich mit diesem erzwungenen Zölibat weiterhin abfinden solltest.
Wenn er nicht mit Dir zusammen das Problem angehen will, würde ich das als Absage an die Beziehung werten.

Naja und nur weil jemand bei einem Mann bleibt, der ihm nicht gut tut, muss es sich dabei nicht unbedingt um Liebe handeln, nur so ein Gedanke ...
Dieser Vorschlag kam damals auch von mir. Ich bin zu einer Psychologin gegangen, weil ich unsicher war. Ich dachte, dass ihm vielleicht in frühester Kindheit irgendwas Schlimmes passiert ist. Hab mit ihr lange gesprochen und hatte ein gutes Gefühl. Abends hab ich dann von meinem Gespräch berichtet und ihm vorgeschlagen,diesen Weg zu versuchen. Er muss ja nicht zur gleichen Frau gehen. Er hat sich furchtbar aufgeregt. Wenn ich ein Problem hab, dann soll ich hingehen, aber er ist ja nicht bekloppt. Altes Klischeedenken halt. Irgendwann konnte man das Thema mal wieder aufgreifen und er meinte, er sucht sich einen eigenen Psychologen. Beim Versprechen blieb es, wie so oft. Und zur Paartherapie brauchen WIR nicht, weil ICH ja ein Problem habe.
Wenn es generell um Themen geht, wo er Schwachstellen hat (nett formuliert), dreht er auf und teilt verbal dermassen ungerecht aus.... Ich sag dann immer, das Fehler menschlich machen. Er sieht das als Schwäche und das geht gar nicht.
Wir tun uns gut, wir ergänzen und unterstützen uns, wollen zusammen alt werden, nur.....ich möchte auch Sex. Ich glaube nicht oder kann es nicht glauben, dass er darauf verzichten will. Was man nicht kennt, kann man nicht vermissen.

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Re: Als normalo eine Beziehung mit einem AB

Beitrag von Jennie und Jochen » Donnerstag 19. Mai 2016, 09:16

Nell The Sentinel hat geschrieben:Hmm, ich frage mich gerade, ob er mglw asexuell ist. Soweit ich weiß, gibt es da Abstufungen, sodass er sehrwohl ein Bedürfnis nach Selbstbefriedigung haben kann, aber an Sex mit einem Partner nicht interessiert.

Es ist nun so, dass ihr in einem Dilemma steckt: Du willst nicht für den Rest eurer Beziehung auf Sex verzichten und er will absolut keinen Sex haben. Zumindest wäre das so, wenn nicht doch etwas anderes dahintersteckt. Du kannst ihn aber auch schlecht zwingen, das zu offenbaren.
So oder so, wenn er nicht bereit ist, einen Schritt auf dich zuzugehen, musst du überlegen, wie du mit der Beziehung weiter verfahren willst. Ich glaube nicht, dass man bei solch grundlegenden Bedürfnissen Kompromisse schließen kann.

Wie stellt er sich denn die Intimität in eurer Beziehung vor?
Bevor der grosse Knall war, dachte ich auch schon, dass es eine Art von Asexualität sein könnte. Dann kam aber, dass er sich selbst befriedigt. Ich glaube , wie schon mehrmals erwähnt, nicht, dass er generell keinen Sex haben möchte. Im Laufe der Zeit wurden ja Versuche gestartet. Er zog dann immer zurück und sagte dann, er kann sowieso nicht. Was ja nicht stimmen kann, wenn es manuell (durch ihn und mich) ja wohl sehr gut geht. Ich denke, er steht sich selbst im Weg, weil er Angst hat ,zu versagen. Damals, als er sagte, dass er sich tgl. mit Pornos selbst befriedigt, hab ich den MacBook rausgeholt und gesagt , wir gucken uns das jetzt zusammen an. (Ich hatte bis dato keinen Porno angeschaut) Dann hab ich gefragt, was ihn denn so anmacht. Dann kam , die können so super lange. Ich hab dann gesagt, dass die dafür bezahlt werden, die Filme zusammengeschnitten werden und das auch nicht Jeder kann, weil das ein Knochenjob ist. Diese Situation sagt mir, dass er sich zu sehr an diesen Filmen orientiert und glaubt, genauso muss es laufen.
Wie gesagt, wenn Intimität entsteht, dann ist alles wunderschön und optimal, bis von ihm der Satz kommt, er kann sowieso nicht. Okay, eine Erektion ist schwierig, aber (erfahrungsgemäss) nicht unmöglich. S.d. ich glaube, dass es nur eine Kopfsache ist, die ihm im Weg steht. Er läßt es nicht zu.
Und ausserdem hat er ja auch zwei gesunde Hände.

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Re: Als normalo eine Beziehung mit einem AB

Beitrag von Krausig » Donnerstag 19. Mai 2016, 11:01

Jennie und Jochen hat geschrieben: Bevor der grosse Knall war, dachte ich auch schon, dass es eine Art von Asexualität sein könnte. Dann kam aber, dass er sich selbst befriedigt. Ich glaube , wie schon mehrmals erwähnt, nicht, dass er generell keinen Sex haben möchte. Im Laufe der Zeit wurden ja Versuche gestartet. Er zog dann immer zurück und sagte dann, er kann sowieso nicht. Was ja nicht stimmen kann, wenn es manuell (durch ihn und mich) ja wohl sehr gut geht. Ich denke, er steht sich selbst im Weg, weil er Angst hat ,zu versagen. Damals, als er sagte, dass er sich tgl. mit Pornos selbst befriedigt, hab ich den MacBook rausgeholt und gesagt , wir gucken uns das jetzt zusammen an. (Ich hatte bis dato keinen Porno angeschaut) Dann hab ich gefragt, was ihn denn so anmacht. Dann kam , die können so super lange. Ich hab dann gesagt, dass die dafür bezahlt werden, die Filme zusammengeschnitten werden und das auch nicht Jeder kann, weil das ein Knochenjob ist. Diese Situation sagt mir, dass er sich zu sehr an diesen Filmen orientiert und glaubt, genauso muss es laufen.
Wie gesagt, wenn Intimität entsteht, dann ist alles wunderschön und optimal, bis von ihm der Satz kommt, er kann sowieso nicht. Okay, eine Erektion ist schwierig, aber (erfahrungsgemäss) nicht unmöglich. S.d. ich glaube, dass es nur eine Kopfsache ist, die ihm im Weg steht. Er läßt es nicht zu.
Und ausserdem hat er ja auch zwei gesunde Hände.
SB geht auch mit weit weniger Erektion als miteinander Schlafen. Sprich, ich kann mir schon vorstellen, dass er möglicherweise das Problem hat seine Erektion nicht lange halten zu können (oder das glaubt, weil die Männer im Porno da ganz anders performen). Aber dafür gibts heutzutage Medikamente, Viagra und Co. Allerdings vermute ich, zum Arzt gehen und sich welche verschreiben lassen, das würde er sowieso nicht machen?

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Re: Als normalo eine Beziehung mit einem AB

Beitrag von Jennie und Jochen » Donnerstag 19. Mai 2016, 11:23

Richtig!!! :roll:
Zum Arzt gehen ist absolut keine Option. Ich glaube auch, dass seine grösste Angst ist, mit den Pornodarstellern nicht mithalten zu können. Was Quatsch ist. Da fehlt ihm der Hang zur Realität.
In einem der vielen Gesprächen ging es auch um seine Vorstellungen vom Sex, in dem rauskam, dass für ihn Sex nur "rein und raus" ist. Was ich nicht so nachvollziehen kann. Filmchen halt! :?
Zuletzt geändert von Jennie und Jochen am Donnerstag 19. Mai 2016, 11:42, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Als normalo eine Beziehung mit einem AB

Beitrag von Jennie und Jochen » Donnerstag 19. Mai 2016, 11:31

Krausig, Dein Status ist :AB Vergangenheit. Wie hast Du , habt ihr , es geschafft, einen Weg zu finden? :D

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Re: Als normalo eine Beziehung mit einem AB

Beitrag von Olegsson » Donnerstag 19. Mai 2016, 12:01

Jennie und Jochen hat geschrieben:[...]Ich glaube auch, dass seine grösste Angst ist, mit den Pornodarstellern nicht mithalten zu können. Was Quatsch ist. Da fehlt ihm der Hang zur Realität.
In einem der vielen Gesprächen ging es auch um seine Vorstellungen vom Sex, in dem rauskam, dass für ihn Sex nur "rein und raus" ist. Was ich nicht so nachvollziehen kann. Filmchen halt! :?
Es wäre jetzt im Endeffekt mein Vorschlag gewesen, dass du anstatt es ihm mit der Hand zu besorgen, ihn dazu bringst es dir mit der Hand oder auf anderem Weg (ohne Penis) zu besorgen.
So könnte er lernen, dass „rein und raus“ nicht alles ist und mehr Selbstvertrauen aufbauen, bis er normalen Sex mit dir haben kann.
Und sollte er dann versagen, lass ihn nicht einfach flüchten, sondern es wieder auf anderem Wege für dich zu Ende bringen. Auf diese Weise lernt er dann vielleicht, dass Versagen (nur mit dem Penis) gar nicht so schlimm ist, weil es alternativen gibt, die dich und ihn trotzdem glücklich machen.
Irgendwie kriegen es Lesben (z.B. meine beiden Schwestern) ja auch hin, eine „penislose“ aber glückliche Sexualität zu leben.

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Re: Als normalo eine Beziehung mit einem AB

Beitrag von ogor » Donnerstag 19. Mai 2016, 12:21

Jennie und Jochen hat geschrieben:Bevor der grosse Knall war, dachte ich auch schon, dass es eine Art von Asexualität sein könnte. Dann kam aber, dass er sich selbst befriedigt. Ich glaube , wie schon mehrmals erwähnt, nicht, dass er generell keinen Sex haben möchte.
Ich würde die Möglichkeit, dass er zwar mit dir zusammenleben will, aber du ihn sexuell nicht (genug) reizt, nicht ganz außer Acht lassen.

Ich kenne zum Beispiel ein Paar recht gut, dass sich nach ungefähr 6 Monaten wieder getrennt hat, weil er sich ihr gegenüber von Anfang an mehr oder weniger asexuell verhalten hat (das hat sie mir mal geklagt). Er hat seine Freundin in der ganzen Zeit kaum sexuell berührt.

Er hat jetzt seit Kurzem eine neue Freundin, wie er mir im Sportverein erzählt hat, und mit der geht es fast jeden Abend "im Bett ab!" (Zitat).

Ich kenne euch ja beide nicht, aber wenn er prinzipiell von Pornos (sprich: anderen Frauen) sexuell erregt wird und von dir nicht (genug), dann kann das leider auch ein prinzipiell unüberwindbares Problem für euch sein.

Es wird hier im Forum zwar hin und wieder mal betont, dass Sex in einer Beziehung "eigentlich nicht so wichtig" sei, aber daran habe ich noch nie geglaubt. Ein zufriedenes Sexualleben ist in einer Beziehung so wichtig, dass ein Ausbleiben dessen sehr oft zu Seitensprüngen oder gar zu Trennungen führt.

Mein Respekt und gleichzeit auch leichtes Unverständnis, dass du das schon seit 4 Jahren mitmachst!

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Re: Als normalo eine Beziehung mit einem AB

Beitrag von Krausig » Donnerstag 19. Mai 2016, 13:06

Jennie und Jochen hat geschrieben:Krausig, Dein Status ist :AB Vergangenheit. Wie hast Du , habt ihr , es geschafft, einen Weg zu finden? :D
War bei mir Null Problem. Sobald ich merkte, die Frau will was von mir (und ich von ihr), lief das völlig selbstverständlich. Klar, das mit dem Sex umgewöhnen von Handbetrieb auf Frau, das dauerte ein wenig. Und ja, ich hatte auch Bedenken von wegen "ob ich es genug bringe". Aber ich war da mehr der Typ "sch.. drauf und durch, es wird schon klappen" anstatt mir da viele Gedanken zu machen, was schief gehen könnte.

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