Die beschissensten Hits ever

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Mr. Lonely
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Re: Die beschissensten Hits ever

Beitrag von Mr. Lonely » Sonntag 23. Dezember 2018, 11:09

Schokolade hat geschrieben:
Sonntag 23. Dezember 2018, 10:58
Makarena - einfach nur schrecklich. Von dem Lied bekomme ich tierische Kopfschmerzen.

Und Lieder von James Blunt und Jan Delay mag ich auch nicht.
Heeeyyyyy Makarena :daumen:
Finde meinen Nick voll blöd. Ich bin mit 100%iger Sicherheit davon ausgegangen, dass der schon vergeben ist!

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Re: Die beschissensten Hits ever

Beitrag von Karlsson » Sonntag 30. Dezember 2018, 01:01

Udo Lindenberg - Ich lieb Dich überhaupt nicht mehr
https://www.youtube.com/watch?v=0rE_Hp3HLF4

Was für ein dämlicher Song... :roll:
Peace! 🍀

Glück ist nur echt, wenn man es teilt...

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Re: Die beschissensten Hits ever

Beitrag von Sky Captain » Montag 31. Dezember 2018, 19:06

Alles, was bis jetzt genannt wurde, unterschreibe ich, ohne mit der Wimper zu zucken.
Hinzufügen möchte ich noch einige Sachen aus dem Hard N' Heavy-Bereich, bzw. was manche Leute dafür halten und wirkliche Verbrechen gegen die Menschheit. Eine Sammlung der größten (rock)-musikalischen Plattheiten Teil 1, here we go:

METALLICA- Enter Sandman => totgedudelter geht's glaube ich nicht. Hier auch stellvertretend für das zugehörige Album.
WHITE STRIPES- Seven Nation Army => Uäääääääärrrrrrrrgsssssssssssss!!!!!!!!!
VAN HALEN- Jump => Was bitte war das?! Hardrock goes Disco?! :omg:
GUNS N' ROSES- Sweet Child O'Mine => Ein Grund nie wieder auszugehen. Es gibt Sachen, die einfach verboten gehören!!!!!!!!!!!
RECHTIN PARK- alles => Dito :fluchen:
BÖHSE ONKELZ- alles => Wir ham alle schon lange genug!!!!!!
SCORPIONS- Wind of Change => Nein, Klaus, du konntest noch nie pfeiffen... :wuetend:
GREEN DAY- American Idiot => Wer hier wohl gemeint ist??!!! :hammer:
LIMP PISSKIT- Behind Blue Eyes => Erfüllt 100% den Tatbestand der schweren Körperverletzung.
THREE DOORS DOWN- Cryptonite => Ich höre die Zehennägel brechen...
NICKELBACK- alles => Ist diese Band überhaupt einen Kommentar wert?! :?:
MR HURLEY UND DIE PULVERAFFEN- Tortuga => Mir wird mulmig. So etwas läuft tatsächlich in Metalkneipen (sic!). Wo diese Entwicklung noch hinführen soll, möchte ich mir lieber nicht vorstellen....

Fortsetzung folgt.
Und der Haifisch, der hat Tränen und die laufen vom Gesicht/ Doch der Haifisch lebt im Wasser/ so die Tränen sieht man nicht.... (RAMMSTEIN, Haifisch, aus dem Album "Liebe ist für alle da")

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Re: Die beschissensten Hits ever

Beitrag von Cascade » Montag 7. Januar 2019, 00:01

Schokolade hat geschrieben:
Sonntag 23. Dezember 2018, 10:58
Makarena - einfach nur schrecklich. Von dem Lied bekomme ich tierische Kopfschmerzen.
Das war damals -1995 wars glaube ich- ein Knaller. Aber das stimmt schon, irgendwann wird es nervig.

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Re: Die beschissensten Hits ever

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Samstag 19. Januar 2019, 21:53

Abgesehen davon, daß mir fast alles an einigermaßen aktueller Musik ziemlich gegen den Strich geht …
grenouille hat geschrieben:
Montag 1. Oktober 2018, 21:10
Namika - je ne parle pas français (Aus dem aktuellen Jahr und der Horror. Für alle, die dem Lied entkommen sind: besser, ihr googelt es gar nicht erst.)
„Lieblingsmensch“ ist schon grauenvoll genug.
Deichkind hat geschrieben:In diesem Lied
Hat sich gar nichts gereimt
Hat keiner gemerkt
Reinhard hat geschrieben:
Montag 1. Oktober 2018, 22:52
Was mich regelmäßig den Wunsch auslöst, davonzulaufen oder umzuschalten ist The Killers - Human. Vielleicht habe ich einmal zuviel versucht, den Liedtext zu verstehen, und seitdem ist da was bei mir kaputt, oder ich weiß auch nicht warum ... Bild
Das Album mit dem Song hätte einen anderen Titel haben müssen.

Q: Are We Human, Or Are We Denser? A: We Are Killers!

(Ich frage mich, wer wohl die Referenz versteht, ohne den Link zu klicken.)
Gilbert hat geschrieben:
Dienstag 2. Oktober 2018, 00:57
Hathor hat geschrieben:
Dienstag 2. Oktober 2018, 00:20
Diese Stimme macht mich unkontrolliert aggressiv und weckt in mir den heftigen Wunsch, auf der Stelle Amok zu laufen :fluchen:
So geht es mir, wenn ich den Fleischklops Meat Loaf im Radio höre.

https://www.youtube.com/watch?v=9X_ViIPA-Gc
Es gibt gute Sachen von Meat Loaf, aber sehr wenige Radiosender, die die Albumversion von „Bat Out Of Hell“ (9:43 Minuten) ausspielen.
Mo Maho hat geschrieben:
Donnerstag 11. Oktober 2018, 22:47
Ehm, was soll das denn?!

Daniela Katzenberger - Jealous Guy:

https://youtu.be/tvENUEScDD8
Dasselbe wie „The Unforgiven“ von Stefanie Heinzmann. One does not simply cover Metallica as dance pop. (Sehen wir einmal davon ab, daß Metallica für viele Metalheads ab dem Black Album nicht mehr Metal waren, geschweige denn trve.)
← Das da sind keine Klaviertasten. Es sind Synthesizertasten. Doch, da gibt es Unterschiede.
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Re: Die beschissensten Hits ever

Beitrag von Tania » Samstag 19. Januar 2019, 22:12

Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Samstag 19. Januar 2019, 21:53

Dasselbe wie „The Unforgiven“ von Stefanie Heinzmann. One does not simply cover Metallica as dance pop.
Das Ding sollte man wegen Straßenverkehrsgefährdung verbieten. Diese panischen Versuche, noch während der Intro den Radiosender zu wechseln ...

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Re: Die beschissensten Hits ever

Beitrag von Don Rosa » Dienstag 22. Januar 2019, 23:53

Spice Girls — Wannabe

Aktuell nervt Herbert Grönemeyer mit seinem "Sekundenglück". Wenn ich das höre, bluten mir die Ohren.
Doubt kills more dreams than failure ever will.

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Re: Die beschissensten Hits ever

Beitrag von LonesomeCoder » Dienstag 22. Januar 2019, 23:58

Alles von Sido, Grönemeyer, Sheeran oder Blunt.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
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Re: Die beschissensten Hits ever

Beitrag von Montecristo » Mittwoch 23. Januar 2019, 08:56

Sky Captain hat geschrieben:
Montag 31. Dezember 2018, 19:06
MR HURLEY UND DIE PULVERAFFEN- Tortuga => Mir wird mulmig. So etwas läuft tatsächlich in Metalkneipen (sic!). Wo diese Entwicklung noch hinführen soll, möchte ich mir lieber nicht vorstellen....
Wurde mir im SOmmer bei einer Grillfete in Dauerschleife stolz als neueste Errungenschaft präsentiert.
Mir bereitet es körperliche Schmerzen...

Vermutlich besteht die Gefahr, dass das für den Eurovision Song Contest ausgegraben wird... :omg:
Bis 45 HC AB: Es kann sich ändern.

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Re: Die beschissensten Hits ever

Beitrag von Tania » Mittwoch 23. Januar 2019, 12:40

Sky Captain hat geschrieben:
Montag 31. Dezember 2018, 19:06
MR HURLEY UND DIE PULVERAFFEN- Tortuga => Mir wird mulmig. So etwas läuft tatsächlich in Metalkneipen (sic!). Wo diese Entwicklung noch hinführen soll, möchte ich mir lieber nicht vorstellen....
Ach, Hurley hat schon was ... besonders live. Tortuga ist allerdings einer ihrer schwächeren Songs. Und wer in Wacken spielt, darf auch in Metalkneipen laufen. Hab ein Herz für die Metalfans mit Hang zum Schlager ;)

Wenn Du wirklich mal leiden willst: D'Artagnan - Jubel https://youtu.be/jPnzDxDdtn4

Ach, eigentlich alles von denen.

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Re: Die beschissensten Hits ever

Beitrag von Clochard » Donnerstag 24. Januar 2019, 21:33

Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Samstag 19. Januar 2019, 21:53
Abgesehen davon, daß mir fast alles an einigermaßen aktueller Musik ziemlich gegen den Strich geht …
Italo Disco New Generation geht komplett an dir vorbei? :shock:

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Re: Die beschissensten Hits ever

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Donnerstag 24. Januar 2019, 23:17

Clochard hat geschrieben:
Donnerstag 24. Januar 2019, 21:33
Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Samstag 19. Januar 2019, 21:53
Abgesehen davon, daß mir fast alles an einigermaßen aktueller Musik ziemlich gegen den Strich geht …
Italo Disco New Generation geht komplett an dir vorbei? :shock:
Italo Disco war spätestens 1988 vorbei, als ZYX Records den Projektnamen Koto, der inzwischen ihnen gehörte, den beiden als Laserdance bekannten Niederländern zur Verfügung stellte, damit die damit weiterhin Geld machen konnten. Der Anfang vom Ende war, als Modern Talking den Sound des Genre weitestgehend neu definierten, was letztlich zu Bad Boys Blue führte, einem Projekt, das davon lebte, den Dieter-Bohlen-Sound abzukupfern. Einer der letzten Atemzüge des Genres war „She’s A Lady“ von Les McKeown.

Genauso geht es mir mit Synthwave, Vaporwave und dergleichen. Das wirkt wie gemacht von denjenigen und für diejenigen, die die 1980er Jahre nur von YouTube kennen. Mit richtigem 80er-Jahre-Synthpop hat es herzlich wenig zu tun, zumal Synthwave & Co. durch und durch mit heutigen Methoden (über)produziert werden. Zum einen klingt es nicht wie die erste Hälfte der 80er Jahre, zum anderen ist es nicht aus der ersten Hälfte der 80er Jahre.
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Re: Die beschissensten Hits ever

Beitrag von Clochard » Freitag 25. Januar 2019, 20:31

Italo Disco kommt heute vor allem aus Osteuropa. Die leben das noch richtig. Wobei es auch einen Deutschen gibt, der in der New-Italo-Szene gut mitmischt, Mirko Hirsch, kennst du den?

https://www.youtube.com/watch?v=bpQXas5UStw&t=126s

Ansonsten ist vielleicht der Ungar Mflex was für dich:

https://www.youtube.com/watch?v=w1_zcidYEro&t=1336s

Überproduziert sind beide definitiv nicht. :mrgreen:

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Re: Die beschissensten Hits ever

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Sonntag 27. Januar 2019, 22:35

Clochard hat geschrieben:
Freitag 25. Januar 2019, 20:31
Italo Disco kommt heute vor allem aus Osteuropa. Die leben das noch richtig. Wobei es auch einen Deutschen gibt, der in der New-Italo-Szene gut mitmischt, Mirko Hirsch, kennst du den?

https://www.youtube.com/watch?v=bpQXas5UStw&t=126s

Ansonsten ist vielleicht der Ungar Mflex was für dich:

https://www.youtube.com/watch?v=w1_zcidYEro&t=1336s

Überproduziert sind beide definitiv nicht. :mrgreen:
Ist mir alles komplett unbekannt und komplett egal.

Vielleicht hast du es überlesen. Vielleicht ist es auch schwer zu begreifen. Aber die Musik des 21. Jahrhunderts ist generell nichts für mich. Auch nicht – schon gar nicht –, wenn es angeblich ach so „retro“ sein soll oder „absolut original authentisch 80er-Jahre-Style“ (aber mit Equipment aus den 2010er Jahren auf 2010er-Jahre-Art und Weise mit Produktionsmethoden aus den 2010er Jahren gemacht). Ausnahmen gibt es nur in sehr eng gefaßten Kontexten – und das hier gehört nicht dazu.

Italo Disco muß für mich echt original aus den 1980er Jahren kommen. Also wirklich vor mindestens 30–35 Jahren herausgekommen sein. Gemacht worden von Leuten, die heute fast oder tatsächlich im Rentenalter sind, und nicht von solchen, die die 1980er Jahre nur von YouTube kennen oder überhaupt nicht.

Und heute produziert niemand mehr solche Musik, wie sie damals produziert wurde – weil das zu teuer und zu anstrengend wäre. Heute stellt sich niemand mehr die inzwischen sagenhaft teuren Geräte aus den 70er und frühen 80er Jahren hin und spielt alles auf den Tastaturen der Synthesizer per Hand direkt aufs Tonband, weil die Instrumente noch kein MIDI haben. Heute widersteht kaum mehr jemand der Versuchung der Produktion im Rechner und mit dem Rechner – und damit verbunden dem Zusammenklicken der Musik im Sequencer, so daß keine einzige Note in der Musik mehr von Menschenhand gespielt wird. Das ist aber nicht 80er.

Glaube mir. Ich kenne mich mit elektronischer Musik und deren Produktion aus. Ich mache elektronische Musik, und ich mache schon seht einigen Jahrzehnten Musik und habe sie immer nur mit elektronischen Instrumenten gemacht. Und ich habe die 80er Jahre selbst von Anfang an erlebt. Ich weiß, wovon ich spreche.
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Re: Die beschissensten Hits ever

Beitrag von LonesomeCoder » Sonntag 27. Januar 2019, 22:38

Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Sonntag 27. Januar 2019, 22:35
Und heute produziert niemand mehr solche Musik, wie sie damals produziert wurde – weil das zu teuer und zu anstrengend wäre. Heute stellt sich niemand mehr die inzwischen sagenhaft teuren Geräte aus den 70er und frühen 80er Jahren hin und spielt alles auf den Tastaturen der Synthesizer per Hand direkt aufs Tonband, weil die Instrumente noch kein MIDI haben. Heute widersteht kaum mehr jemand der Versuchung der Produktion im Rechner und mit dem Rechner – und damit verbunden dem Zusammenklicken der Musik im Sequencer, so daß keine einzige Note in der Musik mehr von Menschenhand gespielt wird. Das ist aber nicht 80er.
Aber ist den "modern" produzierte elektronische Musik automatisch schlechter als welche mit den damaligen Methoden gemachte? Ein Buch ist ja auch nicht automatisch schlechter, nur weil der Text am PC und nicht an der Schreibmaschine oder gar per Hand auf Blätter geschrieben worden ist.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
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Re: Die beschissensten Hits ever

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Sonntag 27. Januar 2019, 23:08

LonesomeCoder hat geschrieben:
Sonntag 27. Januar 2019, 22:38
Aber ist den "modern" produzierte elektronische Musik automatisch schlechter als welche mit den damaligen Methoden gemachte?
Es ist mein Musikgeschmack. Ich mag die elektronische Musik der 1970er und 1980er Jahre. Das, was heutige, moderne Elektronik-Acts machen, mag ich nicht. Nicht die heutigen Genres – und schon gar nicht die Versuche des Nachwuchses, Musik im Stil der 1980er zu machen. Denn der mißlingt praktisch immer.

Damals hat man die Melodien noch per Hand auf der Tastatur eines Oberheim OB-Xa oder Roland Jupiter-8 eingespielt. Das ging nicht anders. Diese Synthesizer konnte man nicht wie heute mit einem digitalen Sequencer steuern, der dann auch noch mit der Drummachine absolut perfekt synchron lief. Entsprechend sind da immer gewisse Ungenauigkeiten drin, wie sie nur ein leibhaftiger Mensch produzieren kann. Dazu kommt der amtliche Klang dieser Synthesizer-Klassiker.

Heute klickt man die Melodien Note für Note im Piano Roll Editor der DAW der eigenen Wahl (FL Studio, Cubase, Logic …) zusammen. Alles auf die Nanosekunde genau auf den Punkt. Kein Mensch spielt so präzise. Das ist seelenlos. Als Klangerzeuger nimmt man Omnisphere oder dergleichen, jedenfalls Software, und wählt da einen Sound, von dem entweder jemand, der nach 1990 geboren ist, glaubt, daß der „voll nach 80er“ klingt, oder der kein Stück weit irgendetwas mit irgendeinem typischen Klang der 1980er zu tun hat.

Allerallerhöchstens nimmt man Native Instruments FM8, weil es ja damals diesen Yamaha DX7 gab und FM8 ja exakt genauso so ähnlich klingt – und dann spielt man den genauso perfekt quantisiert und immer mit demselben Velocity-Wert ein. In einem Song, der nach einem Jahr klingen soll, in dem noch niemand einen DX7 hatte.

Damals hatte man eine Drummachine. Eine. Und die war schon teuer genug. Außerdem ließ sie sich mit nichts synchronisieren. Selbst wenn man eine zweite hatte, konnte man nicht beide in einem und demselben Song verwenden, weil sie nicht miteinander synchronisierbar waren. „Fremde“ Drumsounds waren höchstens Toms vom Simmons SDS V, die per Hand eingespielt wurden.

Heute wirft man lustig die Sounds von vier bis acht 80er-Jahre-Drummachines zusammen mit Drumsounds, die es im ganzen 20. Jahrhundert noch nicht gab, und baut sich so Drumfiguren, die zu produzieren 1983 technisch vollkommen unmöglich war. Und wenn man Simmons-Drumsounds dabei hat, sind auch die wieder nanosekundengenau im Timing, weil auch sie rein maschinell eingespielt wurden.

Damals hatten die besten Studios 24 Monospuren. Stereo brauchte immer zwei Spuren. Man mußte also sparsam sein.

Heute hat man über 100 Stereospuren und geht entsprechend verschwenderisch damit um, weil niemand weiß und es niemanden interessiert, was es in den 1980ern für technische Beschränkungen gab und daß genau die einen großen Teil des Reizes der originalen elektronischen Musik der 1980er Jahre ausmachen.

Damals gab es noch einen ausgewogenen bis höhenlastigen Mix, weil niemand Subwoofer hatte, und jede Menge Dynamik, weil niemand einen Summenkompressor verwendete.

Heute gibt es auch bei angeblich so amtlicher 80er-Jahre-Retromusik tiefe, dicke Wummerbässe, und die Summe wird mindestens gebrickwallt, wenn nicht sogar im Takt zur gesidechainten Kickdrum zum Pumpen gebracht. Warum? Weil man das heute so macht, und weil diejenigen, die dafür verantwortlich zeichnen, es nicht anders kennen. Übrigens waren hörbar pumpende Kompressoren in den 80ern ein absolutes No-Go, und wer so etwas wiederholt machte, der wurde aus seinem Job als Tontechniker gefeuert.

Wahrscheinlich schreckt man heute nicht einmal vor Auto-Tune zurück – in Musik, die angeblich genau wie in den 1980ern klingen soll.

Außerdem: Wenn Musik etwas mit den 1980ern zu tun hat, dann möchte ich bitteschön, daß sie auch in den 1980ern produziert und in den 1980ern veröffentlicht wurde. Ist das zuviel verlangt?
LonesomeCoder hat geschrieben:
Sonntag 27. Januar 2019, 22:38
Ein Buch ist ja auch nicht automatisch schlechter, nur weil der Text am PC und nicht an der Schreibmaschine oder gar per Hand auf Blätter geschrieben worden ist.
Aber das Schriftbild eines Druckerzeugnisses, das von einem Amateur in Microsoft Word „gesetzt“ wurde und so unverändert in den Druck ging, ist Lichtjahre entfernt von dem, was ein ausgebildeter, professioneller Schriftsetzer der alten Schule produziert, der wirklich alle Regeln des korrekten Schriftsatzes aus dem Effeff beherrscht und ohne Wenn und Aber und ohne „Das macht man heute doch schon lange nicht mehr so kompliziert“ anwendet. Selbst das, was von kundiger Hand mit LaTeX produziert wird, sieht um Größenordnungen besser aus.
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Re: Die beschissensten Hits ever

Beitrag von Montecristo » Montag 28. Januar 2019, 19:14

Bushido feat. Karel Gott - Für immer jung

Alter....

Vermutlich hat der Pate ihm deswegen den Krieg erklärt. :mrgreen:
Bis 45 HC AB: Es kann sich ändern.

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Re: Die beschissensten Hits ever

Beitrag von Clochard » Montag 28. Januar 2019, 19:51

Le Chiffre Zéro Boah du bist ja genauso borniert wie Automobilist mit deinem Dekadenwahn

ich finde den Italodisco von heute viel geiler als den alten, den höre ich kaum noch. Heute weiß man nämlich, was Italo Disco ist. Die damals wussten das ja noch gar nicht, was sie da eigentlich machen und dass das ein eigenes Genre mit einer eigenen musikalischen Philosophie ist. Heute weiß man das und kann daher viel "echteren" Italodisco machen als die Leute damals.

Klingt komisch, ist aber so. :mrgreen:

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Re: Die beschissensten Hits ever

Beitrag von Clochard » Montag 28. Januar 2019, 20:36

New Italo Disco trägt übrigens auch dazu bei, völlig vergessene Schätze aus den 80ern wieder zu heben - und die ursprüngliche Genialität neu herauszuarbeiten.

Beispiel:

Original aus den 80ern:

https://www.youtube.com/watch?v=BK2Fuwk1SZ8

"New-Italo"-Version:

https://www.youtube.com/watch?v=0r54SBIdLE4

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Re: Die beschissensten Hits ever

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Mittwoch 30. Januar 2019, 07:14

Clochard hat geschrieben:
Montag 28. Januar 2019, 19:51
Le Chiffre Zéro Boah du bist ja genauso borniert wie Automobilist mit deinem Dekadenwahn
Ich bin es gewohnt, wegen meines Musikgeschmacks beleidigt zu werden.

Indie/Alternative-Anhänger haben ein Problem damit, daß ich nur „Kommerzscheiß“ höre. Verfechter moderner Musik haben ein Problem damit, daß ich nur „so’n uralten Schrott“ höre. Anhänger aller vorstellbaren nicht (oder nicht prädominant) elektronischen Musikgenres (das ganze Spektrum von Klassik über Jazz, Blues, Folk, Classic Rock und Indie bis Metal) haben ein Problem damit, daß ein erheblicher Teil der Musik, die ich höre, elektronisch gemacht ist – und sagen sogar, das sei ja gar keine Musik.

Da soll noch jemand sagen, ich hätte keinen schlimmen Musikgeschmack. (Obwohl das ständig behauptet wird, aber durchweg von Menschen, die meinen Musikgeschmack nicht kennen.)

Aber ich werde einen Teufel tun und meinen Musikgeschmack zwangsweise umstellen, damit er aufhört, die Musikgeschmäcker anderer Menschen zu beleidigen.
Clochard hat geschrieben:
Montag 28. Januar 2019, 19:51
viel "echteren" Italodisco
Solange du damit nicht behaupten willst, New Italo Disco von 2018 sei noch mehr original amtlich 80er-Jahre-mäßig als ursprünglicher Italo Disco von 1983 …
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