Calisthenics

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Re: Calisthenics

Beitrag von Wuchtbrumme » Samstag 24. März 2018, 23:49

Du kennst Dich nicht gut aus mit Pilates, nicht, Glockenspiel? Für die Fitten unter uns gibt es verflixt anstrengende Übungen. Nicht umsonst ist das das Grundtraining der Ballettänzer. Man bekommt durch Pilates das Wichtigste überhaupt: gute Rumpfmuskeln, die Grundlage für weitergehendes Training.

Wann haben die Jungs eigentlich begonnen Muskeltraining nur für das Aussehen zu machen? Das ist so albern und schreit so laut „ich habe kein Selbstbewusstsein, hab mich trotzdem lieb“!
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Re: Calisthenics

Beitrag von Glockenspiel » Sonntag 25. März 2018, 01:57

Wuchtbrumme hat geschrieben:
Samstag 24. März 2018, 23:40
Super, Glockenspiel, rede ihm nur ein, dass er nervös sein soll. Da geht es ihm gleich besser!
Und du meinst, wenn du ihm sagst:"Hey, sei einfach NICHT nervös. Bei mir klappt das ja auch!" dann klappt das besser?

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Re: Calisthenics

Beitrag von Glockenspiel » Sonntag 25. März 2018, 03:20

Wuchtbrumme hat geschrieben:
Samstag 24. März 2018, 23:49
Du kennst Dich nicht gut aus mit Pilates, nicht, Glockenspiel? Für die Fitten unter uns gibt es verflixt anstrengende Übungen. Nicht umsonst ist das das Grundtraining der Ballettänzer. Man bekommt durch Pilates das Wichtigste überhaupt: gute Rumpfmuskeln, die Grundlage für weitergehendes Training.

Wann haben die Jungs eigentlich begonnen Muskeltraining nur für das Aussehen zu machen? Das ist so albern und schreit so laut „ich habe kein Selbstbewusstsein, hab mich trotzdem lieb“!
Ich kenn mich sogar sehr gut mit Fitness aus und nur weil es "anstrengend" ist heißt es nicht, dass es eine athletische Figur aufbaut. Du kannst 1mins. lang ein 1kg Gewicht mit ausgestrecktem Arm halten und es fühlt sich super anstrengend an, aber hat leider so gut wie keinen Effekt auf deine körperliche Konstitution.
Was heißt man bekommt gute Rumpfmuskeln? Man kann seinen Körper besser koordinieren und wird allgemein auch gelenkiger, was entscheidende Vorteile sind und natürlich wird dabei auch die Rumpfmuskulatur gestärkt, aber Wunder sollte man nicht erwarten.
Für Beweglichkeit, Körpergefühl und Gesundheit ist Pilates auf jeden Fall eine gute Wahl.

Für einen athletischen Körper wird Pilates alleine jedoch nicht ausreichen, aber es bietet Vorteile, die man auch für andere Dinge wie zB Krafttraining sehr gut gebrauchen kann.

Was ist daran bitte albern? :O
Ist dann wohl auch albern, wenn man sich schick kleidet oder überhaupt anständig kleidet bzw. auf sein Aussehen achtet.

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Re: Calisthenics

Beitrag von Wuchtbrumme » Sonntag 25. März 2018, 05:55

Bei mir bewirkt Pilates Wunder. Ich kann mich dadurch nämlich von den negativen Folgen des Bandscheibenvorfalls vor fast 25 Jahren befreien. Die Rumpfmuskeln sind eine ganz feine Sache und fühlen sich gut an. Warum man die Muskeln sehen können muss erschließt sich mir nicht.

Die meisten Menschen brauchen keinen athletischen Körper, denn sie betreiben weder Klettern noch Triathlon noch Rudern oder Ähnliches. Außerdem haben selbst solche Sportler, wenn sie hauptberuflich arbeiten gehen und in ihrer Freizeit trainieren kaum sichtbare Muskeln. Ich erinnere mich da an die Triathleten meines Schwimmvereins, mit denen ich mir die Bahn geteilt habe.

Wer also so trainiert, dass er Muskeln hat, die er nicht benötigt, den finde ich albern.

Das Gewese, das Jugendliche um ihr Aussehen, d. h. Frisuren und (Marken-) Klamotten heutzutage machen ist auch albern. Das hatte man zu meiner Zeit nicht nötig.

Wie sagte noch gleich mein lieber Kollege? Punk ist IM Kopf, nicht drauf“ :mrgreen: :mrgreen:
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Re: Calisthenics

Beitrag von Goldilocks » Sonntag 25. März 2018, 11:51

Wuchtbrumme hat geschrieben:
Sonntag 25. März 2018, 05:55
Wer also so trainiert, dass er Muskeln hat, die er nicht benötigt, den finde ich albern.
Ich kenne durchaus einige Berufstätige, die Hobbysportler sind mit sehr deutlich sichtbaren Muskeln, Radrennfahrer, die haben die nicht für die Optik.

Ich bin für bestimmte Calisthenics-Sachen nicht stark genug, zB Liegestütze, also mache ich anderes im Fitnessstudio. Und ich hätte gern nicht nur aus optischen Gründen, sondern aus gesundheitlichen Gründen mehr Muskelmasse. Senkt wohl das Diabetesrisiko. Training mit Gewichten ist außerdem wichtig für Frauen, wegen der Knochendichte nach den Wechseljahren...
Wuchtbrumme hat geschrieben:
Sonntag 25. März 2018, 05:55
Das Gewese, das Jugendliche um ihr Aussehen, d. h. Frisuren und (Marken-) Klamotten heutzutage machen ist auch albern. Das hatte man zu meiner Zeit nicht nötig.
Kann ich von meiner Zeit (Jahrgang 1975) leider nicht behaupten, da war Punk gerade vorbei und alle wollten Benetton, Menschen mit markenlosen Klamotten wurden deutlich ausgegrenzt.
Alternativ aussehen folgte auch sehr exakten Regeln, nur anderen.

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Re: Calisthenics

Beitrag von Glockenspiel » Sonntag 25. März 2018, 14:26

Wuchtbrumme hat geschrieben:
Sonntag 25. März 2018, 05:55
Die meisten Menschen brauchen keinen athletischen Körper, denn sie betreiben weder Klettern noch Triathlon noch Rudern oder Ähnliches. Außerdem haben selbst solche Sportler, wenn sie hauptberuflich arbeiten gehen und in ihrer Freizeit trainieren kaum sichtbare Muskeln. Ich erinnere mich da an die Triathleten meines Schwimmvereins, mit denen ich mir die Bahn geteilt habe.
Also findest du alle albern, die darauf hintrainieren, obwohl sie es nicht brauchen?
Es kommt natürlich immer an in welchem Alter die Menschen sind. Ab 40+ wird es schon schwieriger Muskelmasse aufzubauen und diese zu halten und da ist es schon wahrscheinlicher, dass man da weniger sieht, aber alles darunter sollte, sofern man seinen Sport wirklich ernstnimmt und nicht nur so 1-2x die Woche für 1st trainieren geht, schon sichtbare Ansätze haben.
Wuchtbrumme hat geschrieben:
Sonntag 25. März 2018, 05:55
Wer also so trainiert, dass er Muskeln hat, die er nicht benötigt, den finde ich albern.

Das Gewese, das Jugendliche um ihr Aussehen, d. h. Frisuren und (Marken-) Klamotten heutzutage machen ist auch albern. Das hatte man zu meiner Zeit nicht nötig.
Ich finde es albern das zu verteufeln. Gibt klare Vorteile, die mit einem athletischem Äußerem und dem Klamottenstil einhergehen. Sowohl beruflich als auch privat wird man davon profitieren können.
Beruflich:
- Leute haben mehr Respekt
- Leute sind freundlicher und hilfsbereiter
- Es ist einfacher Verbindungen zu knüpfen
- Es ist einfacher über Gehälter zu verhandeln
- Allgemein wird man als kompetenter wahrgenommen

Privat:
- Leute haben mehr Respekt
- Leute sind freundlicher und hilfsbereiter
- Freundschaften sind einfacher zu schließen
- Man wird mehr auf Veranstaltungen eingeladen
- Man wird attraktiver für das andere Geschlecht und hat im Schnitt attraktivere Partner zur Auswahl
- Einem wird mehr zugetraut
- Man kann sich mehr erlauben

Dabei habe ich noch nicht mal die Effekte auf die eigene Psyche genannt, die einen selbstbewusster macht, weil man sich einfach besser und attraktiv fühlt.
Natürlich lebt man dann auch viel gesünder und hat mehr Energie für den Tag als wenn man immer nur Pizza und Hamburger isst.

Vor diesem Hintergrund finde ich es also absolut nicht albern auf ein athletisches Äußeres hinzutrainieren. Zumal ich persönlich athletische Frauen am attraktivsten finde und ich bei den meisten von ihnen wohl keine Chance hätte, wenn ich keine Acht auf meine Figur oder meinen Klamottenstil legen würde.

Dandy

Re: Calisthenics

Beitrag von Dandy » Sonntag 25. März 2018, 14:38

Dann oute ich mich mal hiermit als Mitglied der "albernen" Fraktion.

Ich verwende - wohlgemerkt als Mann - diverse Gesichtspflegeprodukte, Haarpflegeprodukte, Hyaluroncremes (ja, richtig, und das mit Mitte 20), Sonnencreme/Tagescreme, Haarspray, Parfüm, trage schicke Klamotten (schick muss aber nicht unbedingt schweineteuer sein, man kann auch aus relativ günstigen Klamotten coole Kombinationen machen) und gehe nicht ungestylt raus. Ach ja, Schmuck trage ich auch und ich habe ein kleines Piercing im linken Ohr.

Und das ist gut so, denn seitdem das so ist, komme ich besser an. Zumindest viel besser als damals, als ich mich um mein Aussehen nicht gekümmert habe.

Saraj
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Re: Calisthenics

Beitrag von Saraj » Sonntag 25. März 2018, 17:36

Ich find's schön, dass jeder so macht, wie er will.

asymetric
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Re: Calisthenics

Beitrag von asymetric » Sonntag 25. März 2018, 18:56

Wuchtbrumme hat geschrieben:
Sonntag 25. März 2018, 05:55
Wer also so trainiert, dass er Muskeln hat, die er nicht benötigt, den finde ich albern.
Viele Männer verstehen nicht warum sich Frauen die Gesichter anmalen. Und?
Solange etwas Menschen hilft, ist es doch scheissegal wie albern es ist.

Männer fühlen sich besser wenn sie sich selbst zeigen, das sie etwas KÖNNEN. Ob das nun das Ergattern eines seltenen Sammelgegenstandes ist, das Bauen eines Hauses, das Gewinnen eines Spiels etc.

Ich habs früher auch nicht verstanden wie man an -SPORT- Spass finden kann, ich hab lieber aus Schrott irgendwelches Zeugs gebaut.
Irgendwann begriff ich das Bodybuilder nicht SO viel anders sind, nur bauen die eben an ihrem eigenen Körper rum.

Ich freu mich wie ein Honigkuchenpferd wenn ich mir irgendwas bauen konnte, was dann so funktioniert wie es soll und auch gut aussieht, es hat Zeit gekostet und war harte Arbeit, ich bin da schon bissel stolz drauf, und es spornt mich an weiter zu machen.
Die tun das gleiche, nur freuen die sich wenn sie diesen oder jenen Muskel eben noch etwas mehr nach ihren Wünschen entwickeln konnten. Die sind da eben auch stolz drauf, wollen das auch zeigen, und laufen dann halt mit Muskelshirt durch die Gegend.
Nichts anderes als die alte Frau die strickt, und mit aufwendigen selbstgestrickten Zeugs draussen rum läuft.

Nichts davon ist notwendig für das unmittelbare Überleben, es ist notwendig für unser Wohlbefinden.
Liebe wird aus Mut gemacht.

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Re: Calisthenics

Beitrag von Glockenspiel » Sonntag 25. März 2018, 19:34

asymetric hat geschrieben:
Sonntag 25. März 2018, 18:56
Wuchtbrumme hat geschrieben:
Sonntag 25. März 2018, 05:55
Wer also so trainiert, dass er Muskeln hat, die er nicht benötigt, den finde ich albern.
Viele Männer verstehen nicht warum sich Frauen die Gesichter anmalen. Und?
Solange etwas Menschen hilft, ist es doch scheissegal wie albern es ist.

Männer fühlen sich besser wenn sie sich selbst zeigen, das sie etwas KÖNNEN. Ob das nun das Ergattern eines seltenen Sammelgegenstandes ist, das Bauen eines Hauses, das Gewinnen eines Spiels etc.

Ich habs früher auch nicht verstanden wie man an -SPORT- Spass finden kann, ich hab lieber aus Schrott irgendwelches Zeugs gebaut.
Irgendwann begriff ich das Bodybuilder nicht SO viel anders sind, nur bauen die eben an ihrem eigenen Körper rum.

Ich freu mich wie ein Honigkuchenpferd wenn ich mir irgendwas bauen konnte, was dann so funktioniert wie es soll und auch gut aussieht, es hat Zeit gekostet und war harte Arbeit, ich bin da schon bissel stolz drauf, und es spornt mich an weiter zu machen.
Die tun das gleiche, nur freuen die sich wenn sie diesen oder jenen Muskel eben noch etwas mehr nach ihren Wünschen entwickeln konnten. Die sind da eben auch stolz drauf, wollen das auch zeigen, und laufen dann halt mit Muskelshirt durch die Gegend.
Nichts anderes als die alte Frau die strickt, und mit aufwendigen selbstgestrickten Zeugs draussen rum läuft.

Nichts davon ist notwendig für das unmittelbare Überleben, es ist notwendig für unser Wohlbefinden.
Sehr sehr gut gesagt. :good: :good:
Letztlich sorgt ja auch Make Up dafür, dass Frauen sich besser fühlen. Ist das dann auch albern?

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Re: Calisthenics

Beitrag von Wuchtbrumme » Sonntag 25. März 2018, 21:46

jim-dandy hat geschrieben:
Sonntag 25. März 2018, 14:38
Dann oute ich mich mal hiermit als Mitglied der "albernen" Fraktion.

Ich verwende - wohlgemerkt als Mann - diverse Gesichtspflegeprodukte, Haarpflegeprodukte, Hyaluroncremes (ja, richtig, und das mit Mitte 20), Sonnencreme/Tagescreme, Haarspray, Parfüm, trage schicke Klamotten (schick muss aber nicht unbedingt schweineteuer sein, man kann auch aus relativ günstigen Klamotten coole Kombinationen machen) und gehe nicht ungestylt raus. Ach ja, Schmuck trage ich auch und ich habe ein kleines Piercing im linken Ohr.

Und das ist gut so, denn seitdem das so ist, komme ich besser an. Zumindest viel besser als damals, als ich mich um mein Aussehen nicht gekümmert habe.
ich muss mich mit den jungen Hüpfern ja nicht abgeben, meine Kollegen sind meistens in meinem Alter bzw. etwas jünger als ich. Die sind noch normal aufgewachsen.
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Re: Calisthenics

Beitrag von Wuchtbrumme » Sonntag 25. März 2018, 22:14

asymetric hat geschrieben:
Sonntag 25. März 2018, 18:56
Wuchtbrumme hat geschrieben:
Sonntag 25. März 2018, 05:55
Wer also so trainiert, dass er Muskeln hat, die er nicht benötigt, den finde ich albern.
Viele Männer verstehen nicht warum sich Frauen die Gesichter anmalen. Und?
Solange etwas Menschen hilft, ist es doch scheissegal wie albern es ist.

Männer fühlen sich besser wenn sie sich selbst zeigen, das sie etwas KÖNNEN. Ob das nun das Ergattern eines seltenen Sammelgegenstandes ist, das Bauen eines Hauses, das Gewinnen eines Spiels etc.

Ich habs früher auch nicht verstanden wie man an -SPORT- Spass finden kann, ich hab lieber aus Schrott irgendwelches Zeugs gebaut.
Irgendwann begriff ich das Bodybuilder nicht SO viel anders sind, nur bauen die eben an ihrem eigenen Körper rum.

Ich freu mich wie ein Honigkuchenpferd wenn ich mir irgendwas bauen konnte, was dann so funktioniert wie es soll und auch gut aussieht, es hat Zeit gekostet und war harte Arbeit, ich bin da schon bissel stolz drauf, und es spornt mich an weiter zu machen.
Die tun das gleiche, nur freuen die sich wenn sie diesen oder jenen Muskel eben noch etwas mehr nach ihren Wünschen entwickeln konnten. Die sind da eben auch stolz drauf, wollen das auch zeigen, und laufen dann halt mit Muskelshirt durch die Gegend.
Nichts anderes als die alte Frau die strickt, und mit aufwendigen selbstgestrickten Zeugs draussen rum läuft.

Nichts davon ist notwendig für das unmittelbare Überleben, es ist notwendig für unser Wohlbefinden.
Asymetric, Du läufst bei mir offenen Türen ein. Ich bewundere Männer, die etwas können. Die es schaffen, Felswände raufzuklettern, sich in einem Wettkampf gleich mehreren Sportarten zu widmen oder Ballett tanzen. Ich bewundere auch die, die einfach nur schnell laufen, radfahren oder weit springen.

Die jungen Männer, die nur fürs Aussehen Muskeln trainieren tun nichts dergleichen. Sie können nach ihrem Training nichts, nur Gewichte heben. Meistens sind sie nicht einmal anständig gedehnt und ihre Brustmuskeln verkürzt, weil sie nicht wissen, worauf es ankommt. Ich habe damals vor 20 Jahren im Fitnessstudio wenigstens für meine Gesundheit trainiert und dafür, die Aerobic-Stunden mit mehr Spaß durchzustehen.

Dass Du gern bastelst, kann ich Dir sehr gut nachempfinden, denn ich tue das genauso gern. Um Dir zu antworten habe ich mein aktuelles Spinn-Projekt beiseite gelegt, jetzt, da es so gut läuft und ich ein Material habe, dass sich wunderbar ausziehen lässt. Ich habe Sehnsucht!

Wenn ich mich schminke dann um mir eine Maske der Zivilisiertheit überzustreifen. Es macht mir keinen Spaß, denn meine Haut ist sehr trocken geworden und spannt nach kurzer Zeit in der trockenen Büroluft. Meinen Schatz mag ich auch nicht mit brauner Pampe vollschmieren, wenn wir zusammen sind. Das ist nicht lustig. Ich weiß allerdings, dass ich mit Schminke viel besser aussehe als ohne. But why bother?

Der heilige Eifer mit dem junge Mädchen sich heutzutage schminken ist auch albern, genau wie die künstlichen Muskeln der jungen Männer. Die machen daraus eine Wissenschaft, kleistern sich zu, obwohl sie das wegen ihrer Jugend und Frische gar nicht nötig haben. Und doch macht es Sinn: Männlein wie Weiblein stellen heutzutage hohe Ansprüche und müssen genauso hohe Ansprüche erfüllen. Das passt! (Selbst schuld, hihi!)

Eine alte Frau, die strickt, tut das heute nicht mehr. Alte Leute haben das aus Notwendigkeit getan, weil sie nichts als das Material hatten. Wir Jüngeren sind die, die mit Leidenschaft kreativ sind und aus Wolle Schönes zaubern. Du als Bastler solltest Dir das mal ansehen. Du findest Dich da garantiert wieder.
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Re: Calisthenics

Beitrag von Glockenspiel » Sonntag 25. März 2018, 22:52

Wuchtbrumme hat geschrieben:
Sonntag 25. März 2018, 22:14
asymetric hat geschrieben:
Sonntag 25. März 2018, 18:56
Wuchtbrumme hat geschrieben:
Sonntag 25. März 2018, 05:55
Wer also so trainiert, dass er Muskeln hat, die er nicht benötigt, den finde ich albern.
Viele Männer verstehen nicht warum sich Frauen die Gesichter anmalen. Und?
Solange etwas Menschen hilft, ist es doch scheissegal wie albern es ist.

Männer fühlen sich besser wenn sie sich selbst zeigen, das sie etwas KÖNNEN. Ob das nun das Ergattern eines seltenen Sammelgegenstandes ist, das Bauen eines Hauses, das Gewinnen eines Spiels etc.

Ich habs früher auch nicht verstanden wie man an -SPORT- Spass finden kann, ich hab lieber aus Schrott irgendwelches Zeugs gebaut.
Irgendwann begriff ich das Bodybuilder nicht SO viel anders sind, nur bauen die eben an ihrem eigenen Körper rum.

Ich freu mich wie ein Honigkuchenpferd wenn ich mir irgendwas bauen konnte, was dann so funktioniert wie es soll und auch gut aussieht, es hat Zeit gekostet und war harte Arbeit, ich bin da schon bissel stolz drauf, und es spornt mich an weiter zu machen.
Die tun das gleiche, nur freuen die sich wenn sie diesen oder jenen Muskel eben noch etwas mehr nach ihren Wünschen entwickeln konnten. Die sind da eben auch stolz drauf, wollen das auch zeigen, und laufen dann halt mit Muskelshirt durch die Gegend.
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Nichts davon ist notwendig für das unmittelbare Überleben, es ist notwendig für unser Wohlbefinden.
Asymetric, Du läufst bei mir offenen Türen ein. Ich bewundere Männer, die etwas können. Die es schaffen, Felswände raufzuklettern, sich in einem Wettkampf gleich mehreren Sportarten zu widmen oder Ballett tanzen. Ich bewundere auch die, die einfach nur schnell laufen, radfahren oder weit springen.

Die jungen Männer, die nur fürs Aussehen Muskeln trainieren tun nichts dergleichen. Sie können nach ihrem Training nichts, nur Gewichte heben. Meistens sind sie nicht einmal anständig gedehnt und ihre Brustmuskeln verkürzt, weil sie nicht wissen, worauf es ankommt. Ich habe damals vor 20 Jahren im Fitnessstudio wenigstens für meine Gesundheit trainiert und dafür, die Aerobic-Stunden mit mehr Spaß durchzustehen.

Dass Du gern bastelst, kann ich Dir sehr gut nachempfinden, denn ich tue das genauso gern. Um Dir zu antworten habe ich mein aktuelles Spinn-Projekt beiseite gelegt, jetzt, da es so gut läuft und ich ein Material habe, dass sich wunderbar ausziehen lässt. Ich habe Sehnsucht!

Wenn ich mich schminke dann um mir eine Maske der Zivilisiertheit überzustreifen. Es macht mir keinen Spaß, denn meine Haut ist sehr trocken geworden und spannt nach kurzer Zeit in der trockenen Büroluft. Meinen Schatz mag ich auch nicht mit brauner Pampe vollschmieren, wenn wir zusammen sind. Das ist nicht lustig. Ich weiß allerdings, dass ich mit Schminke viel besser aussehe als ohne. But why bother?

Der heilige Eifer mit dem junge Mädchen sich heutzutage schminken ist auch albern, genau wie die künstlichen Muskeln der jungen Männer. Die machen daraus eine Wissenschaft, kleistern sich zu, obwohl sie das wegen ihrer Jugend und Frische gar nicht nötig haben. Und doch macht es Sinn: Männlein wie Weiblein stellen heutzutage hohe Ansprüche und müssen genauso hohe Ansprüche erfüllen. Das passt! (Selbst schuld, hihi!)

Eine alte Frau, die strickt, tut das heute nicht mehr. Alte Leute haben das aus Notwendigkeit getan, weil sie nichts als das Material hatten. Wir Jüngeren sind die, die mit Leidenschaft kreativ sind und aus Wolle Schönes zaubern. Du als Bastler solltest Dir das mal ansehen. Du findest Dich da garantiert wieder.
Ich habe schon die Vorzüge eines athletischen Aussehens genannt und warum sollte man es nicht auch deswegen machen?
Ich finde es albern, dass man alles schlechtreden muss nur weil man es selbst nicht so sieht.
Weißt du eigentlich wie schwer es ist Muskeln aufzubauen? Ist natürlich auch schwer einer Person, die davon keine Ahnung hat nahezubringen wie schwer es eigentlich ist alleine für die Ästhetik Muskeln aufzubauen. Warum sollte man das nicht wertschätzen können?
Der Weg ist der gleiche wie bei allen anderen Sportarten. Man steckt viel Arbeit in sein Hobby. Warum sollte also die Arbeit, die da reingesteckt wird einen ansehnlichen Körper zu formen weniger Wert sein als eine Felswand hochzuklettern? Mir erschließt sich der Sinn nicht, es sei denn es wird angenommen, dass es leicht ist Muskeln aufzubauen.

"Die machen daraus eine Wissenschaft, kleistern sich zu, obwohl sie das wegen ihrer Jugend und Frische gar nicht nötig haben."
Das Verständnis fehlt halt irgendwie. Junge Menschen messen sich ja nicht an alten Menschen, sondern messen sich an gleichaltrige.
Jetzt kannst du natürlch kommen und sagen:"Wieso ist es dir überhaupt wichtig, dass du dich mit anderen messen musst???"
Das ganze Leben ist ein Wettbewerb um rare Güter und wer sich nicht messen will, kriegt eben auch nur das, was übrig bleibt. So einfach ist das.
Und es gibt genug Menschen, die sich nicht mit dem nötigsten zufrieden geben, denn sie wollen ja auch ein Gefühl haben etwas erreicht zu haben. Mag sein, dass man es mit 50+ anders sieht, weil man alles schon durch hat und nur noch seine Ruhe haben will, aber junge Menschen wollen eben noch etwas im Leben erreichen.
Oder willst du mir auch einreden, dass ich keinen Wert darauf legen soll, weil du ja selbst keinen Wert darauf legst?
Dir ist es vielleicht egal wie dein Partner aussieht, aber mir z.B. kann es durchaus wichtig sein, dass meine Partnerin athletisch aussieht und sich ordentlich zu kleiden weiß. Bin ich jetzt albern oder gar oberflächlich nur weil mir etwas anderes als dir wichtig ist?

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Re: Calisthenics

Beitrag von Wuchtbrumme » Sonntag 25. März 2018, 23:02

Ich habe doch schon ausführlich erwähnt, was ich meine, lies einfach noch einmal, Glockenspiel.

Natürlich darfst Du andere Ansprüche an einen Partner haben als ich, warum auch nicht? Deine Ansprüche sind die, die die Gesellschaft erwartet. Meine sind anders. Alle, die mich kennen, wollen mich schlank sehen, außer meinem Freund. Ich bin so frei, die Ansprüche Anderer was mein Privatleben anbetrifft nicht zu erfüllen.

Mein Freund sieht sehr gut aus, er muss aber Anderen keineswegs gefallen und ich muss mit ihm auch keinen Staat machen können. Er ist allerdings der Traum aller Schwiegermütter. :mrgreen:
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Re: Calisthenics

Beitrag von Glockenspiel » Sonntag 25. März 2018, 23:17

Wuchtbrumme hat geschrieben:
Sonntag 25. März 2018, 23:02
Ich habe doch schon ausführlich erwähnt, was ich meine, lies einfach noch einmal, Glockenspiel.

Natürlich darfst Du andere Ansprüche an einen Partner haben als ich, warum auch nicht? Deine Ansprüche sind die, die die Gesellschaft erwartet. Meine sind anders. Alle, die mich kennen, wollen mich schlank sehen, außer meinem Freund. Ich bin so frei, die Ansprüche Anderer was mein Privatleben anbetrifft nicht zu erfüllen.

Mein Freund sieht sehr gut aus, er muss aber Anderen keineswegs gefallen und ich muss mit ihm auch keinen Staat machen können. Er ist allerdings der Traum aller Schwiegermütter. :mrgreen:
Du hast keine Antwort auf meine Fragen geliefert, zumindest kann ich da leider keine Verknüpfung herstellen.

"Deine Ansprüche sind die, die die Gesellschaft erwartet."
Inwiefern das denn? Meine Ansprüche sind meine eigenen Ansprüche nach denen ich selbst lebe und wo ich der Meinung bin, dass ich am glücklichsten bin.
Tust ja gerade so als seien alle anderen, die nicht auf die selben Dinge wie du Wert legen Opfer des gesellschaftlichen Drucks.
Einige Menschen wollen eben rebellisch sein und merken dabei gar nicht wie normal sie sind ;)
Einen Grund muss es ja geben, warum du die Einstellungen anderer Menschen so nicht akzeptieren kannst und es schlechtreden musst. Vielleicht ist es auch einfach der Neid.

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Re: Calisthenics

Beitrag von Talbot » Sonntag 25. März 2018, 23:28

Kann Glockenspiel da nur zustimmen.
Natürlich kann und darf jeder frei entscheiden wie er sein Leben lebt.
Wir leben halt in einer Gesellschaft und damit wird es immer gewisse Präferenzen geben, die momentan und in jeder Altersgruppe vorliegen.
Umso näher man diesem/dieser gesellschaftlichen Ideal/Präferenz kommt umso mehr Leute werden einen als attraktiv ansehen.
Ob es einem das Wert ist sich diesem Ideal anzunähern muss jeder selbst entscheiden.
Aber dann halt auch mit den Konsequenzen leben, wenn man sich dagegen entscheidet.
Und momentan liegt dieses Ideal besonders in jüngeren Altersbereichen halt beim athletischen bis trainierten Typus (besonders als Mann).
Die von Glockenspiel genannten Vorteile kann ich da nur bestätigen.
Man(n) wird einfach im ersten Moment ganz anders/deutlich positiver wahrgenommen, auch wenn es sehr oberflächlich ist.
Und diesen ersten Eindruck dann noch zu ändern erfordert dann halt schon ein entsprechendes Auftreten/Verhalten.
Entsprechend sinnvolles Training dürfte daher einer der sinnvollsten/besten Wege sein, wenn man vor deutlich zu verändern, wie man von anderen wahrgenommen wird.
Besonders die ersten 2-3 Jahre des Trainings liefern dabei in der Regel auch enorm schnelle Veränderungen und sind damit auch ziemlich zeiteffizient. Irgendwann nimmt´s dann ab, weil man kaum noch weitere Erfolgs feiert und das ganze ziemlich zäh wird, aber dann ist man in der Regel eh schon an einem Punkt an welchem man diese weiteren Fortschritte eh kaum mehr nötig haben dürfte.

Zum Topic selbst:
Bin kein großer Fan von Calisthenics.
Ein paar Sachen sind ganz cool, aber mir fehlt das Interesse daran mich da langfristig hinter zu klemmen, um die entsprechenden Übungen zu trainieren.
Für den reinen Aufbau von Muskeln/Kraft ist normales Kraft/Hanteltraining effektiver.
Hinzu kommt noch, dass ich eh nie besonders gut darin werden würde, da ne Körpergröße von 1,90 nicht gerade der Bringer dafür ist und ich auch die meiste Zeit eher mit nem moderaten statt sehr niedrigem Körperfettanteil rumlaufe und damit halt auch eine entsprechende Masse mitbringe, die es auch nicht leichter macht.
Viele Übungen werden einfach deutlich schwieriger bis extrem schwer, wenn man 1,90 ist und 95-100 Kg wiegt, besonders die eh schon anspruchsvollen Übungen.
Ein paar Bodyweight-Übungen habe ich aber auch so immer im Plan.
Je nach Trainingsplan meistens mindestens Dips und Klimmzüge entweder einfach so als Nebenübung oder als Hauptübung mit gutem Zusatzgewicht.

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Re: Calisthenics

Beitrag von Hoppala » Montag 26. März 2018, 00:33

asymetric hat geschrieben:
Sonntag 25. März 2018, 18:56
es ist notwendig für unser Wohlbefinden.
Nein.
Es kann eventuell - muss aber nicht. Nicht notwendig.

Ich bin immer skeptisch - und das trifft man gerade in der jüngeren männlichen Generation allzu oft - wenn isoliertes Muskelaufbautraining in erster Linie der Optik wegen betrieben wird - und erst recht, wenn dies mit einem athletischen Körper gleichgesetzt wird. Oder mit Sport ... Es ist teilweise Sport, und kann insofern ein kleiner Ausschnitt von Sport sein. Athleltik ist was ganz anderes. Einen athletischen Körper erreicht man - nicht jeder, etwas Veranlagung spielt auch eine Rolle - mit Athletiktraining.

Übrigens ist Pilates in erster Linie bzw. im Ursprung ein Kräftigungs-, also Muskeltraining.
Allerdings wird in erster Linie die innere Muskulatur angesprochen - die, die man nicht auf den ersten Blick erkennt, aber tatsächlich für einen gesunden und "funktionsfähigen" Körper wichtiger ist. Viele Athleten (und Tänzer) schätzen Pilates, weil es Muskulatur schonend trainiert und das Herz-Kreislaufsystem relativ wenig beansprucht.; also Verletzungsrisiken minimiert und Muskelfunktionalität aufbaut, ohne soviel Energie zu kosten wie andere Methoden. Die beibt dann für den Einsatz jenseits des Trainings - was Sinn macht, wenn die Muskeln bei Wettbewerben, Auftritten etc. im höchsten Leistungsbereich eingesetzt werden sollen, ihre Optik allerdings kein Faktor für den Erfolg des Einsatzes ist.

Da das Wort nicht geschützt ist, gibt es inzwischen ne Menge Konzepte und mehr oder (oft) weniger gut ausgebildete Trainer. Darum ist auch immer eine Menge Verwirrung dazu in der Welt.
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Re: Calisthenics

Beitrag von Glockenspiel » Montag 26. März 2018, 01:13

Hoppala hat geschrieben:
Montag 26. März 2018, 00:33
Ich bin immer skeptisch - und das trifft man gerade in der jüngeren männlichen Generation allzu oft - wenn isoliertes Muskelaufbautraining in erster Linie der Optik wegen betrieben wird - und erst recht, wenn dies mit einem athletischen Körper gleichgesetzt wird. Oder mit Sport ... Es ist teilweise Sport, und kann insofern ein kleiner Ausschnitt von Sport sein. Athleltik ist was ganz anderes. Einen athletischen Körper erreicht man - nicht jeder, etwas Veranlagung spielt auch eine Rolle - mit Athletiktraining.
Was ist bitte Athletiktraining?
Inwiefern ist es "teilweise" Sport? Es ist Sport oder es ist nicht Sport. Einen athletischen Körper, so wie er im Allgemeingebrauch definiert wird, erreicht man über viele Wege, unter anderem auch durch Gewichteheben oder Fitness. Durch Pilates alleine jedoch nicht. ;)
Hoppala hat geschrieben:
Montag 26. März 2018, 00:33
Übrigens ist Pilates in erster Linie bzw. im Ursprung ein Kräftigungs-, also Muskeltraining.
Allerdings wird in erster Linie die innere Muskulatur angesprochen - die, die man nicht auf den ersten Blick erkennt, aber tatsächlich für einen gesunden und "funktionsfähigen" Körper wichtiger ist. Viele Athleten (und Tänzer) schätzen Pilates, weil es Muskulatur schonend trainiert und das Herz-Kreislaufsystem relativ wenig beansprucht.; also Verletzungsrisiken minimiert und Muskelfunktionalität aufbaut, ohne soviel Energie zu kosten wie andere Methoden. Die beibt dann für den Einsatz jenseits des Trainings - was Sinn macht, wenn die Muskeln bei Wettbewerben, Auftritten etc. im höchsten Leistungsbereich eingesetzt werden sollen, ihre Optik allerdings kein Faktor für den Erfolg des Einsatzes ist.
Hat auch keiner etwas anderes behauptet. Hier wurde nirgendwo angezweifelt, dass Pilates durchaus seine Daseinsberechtigung hat. Es zielt eher darauf die Mobilität, Koordination zu erhöhen und eine solide Basis für weitergehendes Training zu bieten. Vor allem reduziert es das Verletzungsrisiko. Muskelfunktionalität baut man wohl eher nur im geringen Maße auf, da die Übungen an sich keinerlei starke Beanspruchung der Muskulatur, abseits des Rumpfes zur Folge haben, weshalb auch kein Wachstumsreiz gesetzt wird, zumal die Intensität auch viel zu gering ist als das der Körper da effektiv irgendetwas an Muskelfunktionalität aufbauen kann.
Ist halt schon widersprüchlich "weniger Energie kosten" und "Muskelfunktionalität" oder überhaupt Muskelwachstum in einem Satz zu erwähnen.
No Pain, No Gain.
Selbst Balletttänzerinnen sagen, dass sie mit Schmerzen trainieren.
Ist halt immer der Holy Grail, der einem mit irgendwelchen Konzepten versprochen wird. Athletischer Köper ohne großen Aufwand.
Jeder der es dort hin geschafft hat kennt die Realität.

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Re: Calisthenics

Beitrag von t385 » Montag 26. März 2018, 01:16

Glockenspiel hat geschrieben:
Sonntag 25. März 2018, 22:52
Warum sollte also die Arbeit, die da reingesteckt wird einen ansehnlichen Körper zu formen weniger Wert sein als eine Felswand hochzuklettern?
Keine Ahnung? Beim Pumpen riskiert man nicht sein Leben - im Gegensatz zum Klettern.

Dandy

Re: Calisthenics

Beitrag von Dandy » Montag 26. März 2018, 02:43

Wuchtbrumme hat geschrieben:
Sonntag 25. März 2018, 21:46
ich muss mich mit den jungen Hüpfern ja nicht abgeben, meine Kollegen sind meistens in meinem Alter bzw. etwas jünger als ich. Die sind noch normal aufgewachsen.
Nein, musst du nicht, ich find's nur bemerkenswert, dass du schönheitsbezogene Rituale als "albern" betitelst und jetzt implizierst, bei Leuten, die viel Wert auf's Aussehen legen, sei was falsch gelaufen. Der Bezug auf die Generation ist halt dieses typische "früher war alles besser".

Womöglich hättest du mich als eine der wenigen Ausnahmen vor 7-8 Jahren alleine aufgrund meiner Optik sympathischer gefunden, als jetzt. Damals tingelte ich noch mit ungepflegter Mähne, ungepflegtem Gesicht, einem Kinnbart bis nach Timbuktu und aus heutiger Sicht absolut unpassender Kleidung umher. :D

Ich meine, ich würd's dir nicht übel nehmen; du kennst mich und meine Historie z.B. gar nicht und du darfst meine heutigen Schönheitsrituale ruhig albern finden. Nachvollziehen kann ich diese pauschale Verurteilung aber ganz und gar nicht.

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