Kurze Frage an die Frauen (und die vergebenen Männer)

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Asyndeton
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Kurze Frage an die Frauen (und die vergebenen Männer)

Beitrag von Asyndeton » Mittwoch 2. Februar 2011, 01:04

Mir ist aufgefallen, dass so viele verliebte Männer immer von "mein Mädchen" sprechen, wenn sie ihre Freundin meinen.
Wenn das mal eben so im Spaß daher gesagt ist- ok, nicht weiter schlimm.
Aber sobald mich ein Partner ernsthaft als "(mein) Mädchen" bezeichnen würde, würde ich wohl (zumindest innerlich) an die Decke gehen, denn ich möchte als erwachsene Frau und ebenbürtige Partnerin wahrgenommen werden, aber bitte nicht als (kleines) Mädchen (das man beschützen muss).
Nachvollziehbar?

An die vergebenen Männer:
Bezeichnet Ihr Eure Freundin manchmal als "Mädchen" statt als "Frau"? Falls ja, warum?

(Mag sein, dass das jetzt für Leute, die weniger sensibel mit Sprache umgehen, Haarspalterei ist. Wer "Mädchen" und "Frau" grundsätzlich synonym verwendet, muss ja nicht antworten. ;) )

Darkfire

Re: Kurze Frage an die Frauen (und die vergebenen Männer)

Beitrag von Darkfire » Mittwoch 2. Februar 2011, 01:41

In meinem Thread zu dem Thema (http://abtreff.de/viewtopic.php?f=1&t=9395) hat sich Mädel als geeignete Bezeichnung herauskristallisiert. ;)

Vielleicht hats ja mit dem Beschützerinstinkt zu tun, dass manche Männer von ihren Mädchen sprechen.
"Meine Frau" können sie ja schlecht sagen, wenn es nur die Freundin ist.

wirrwarr
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Re: Kurze Frage an die Frauen (und die vergebenen Männer)

Beitrag von wirrwarr » Mittwoch 2. Februar 2011, 03:00

Machst du dir echt über so eine Lappalie Gedanken? Eigentlich eine rhetorische Frage, ansonsten hättest du den Thread nicht gestartet. Aber warum denkst du über sowas nach?

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Re: Kurze Frage an die Frauen (und die vergebenen Männer)

Beitrag von DaneelOlivaw » Mittwoch 2. Februar 2011, 05:10

Im umgekehrten Fall hätte ich auch was gegen "mein Jüngelchen". Die Bezeichnung drückt nun einmal aus, wie man wahrgenommen wird, von bewußten Neckereien abgesehen.
Nur langweilige Menschen können sich langweilen.

Bea

Re: Kurze Frage an die Frauen (und die vergebenen Männer)

Beitrag von Bea » Mittwoch 2. Februar 2011, 07:31

Ich glaube, wenn er mich mit Respekt und Liebe behandeln würde, könnte er mich auch Horst-Günther nennen. :D Im Ernst, ich sehe das nicht als despektierlich. Seine Liebe zeigt sich durch sein Handeln, wenn er die Formulierung "mein Mädchen" dabei schön findet, hätte ich damit kein Problem.

Leichtmatrose

Re: Kurze Frage an die Frauen (und die vergebenen Männer)

Beitrag von Leichtmatrose » Mittwoch 2. Februar 2011, 07:31

Lass dir versichert sein, dass dein Partner deine Autorität nicht untegraben will wenn er dich mal "mein Mädchen" nennt ;)

Im meinem Bekanntenkreis werden die Mädels übrigens oft "Maus" genannt, die Kerle dafür "Bär". Ausgleichende Gerechtigkeit also.

Früher als ich noch so um die 25 war, hießen die OdBs bei mir auch nur "Mädchen" muss ich zugeben. Jetzt, fünf Jahre später, sage ich eher "Mädel". Sollten nochmal 10 Jahre ins Land ziehen, werde ich die OdBs aber sicherlich nicht einfach "Frau" nennen, sondern ganz charmant "Dame" :mrgreen:

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Re: Kurze Frage an die Frauen (und die vergebenen Männer)

Beitrag von Neri » Mittwoch 2. Februar 2011, 08:55

Leichtmatrose hat geschrieben:Im meinem Bekanntenkreis werden die Mädels übrigens oft "Maus" genannt, die Kerle dafür "Bär". Ausgleichende Gerechtigkeit also.
Ich frage mich immer wieder wozu mir meine Eltern einen Vornamen gegeben haben... :gruebel:
Angesichts der Vielzahl von Bedürftigen muss man sparsam sein mit seiner Verachtung.
(François-René de Chateaubriand)

Reyn

Re: Kurze Frage an die Frauen (und die vergebenen Männer)

Beitrag von Reyn » Mittwoch 2. Februar 2011, 09:07

Es macht wirklich nicht allzu viel Sinn, sich jetzt schon über den zukünftigen Partner aufzuregen ;).

Davon ab habe ich noch nie jemanden in meinem Umfeld von seinem Mädchen reden hören. Immer "meine Freundin" oder einfach der Name.
Ich selbst habe meine Exfreundin nur knapp 3 Mal mit "Mädchen" angesprochen und das waren Situationen in denen sie sich schlichtweg nicht wie eine erwachsene Frau benommen hat.

orchideen

Re: Kurze Frage an die Frauen (und die vergebenen Männer)

Beitrag von orchideen » Mittwoch 2. Februar 2011, 09:19

Also ich bin schon seine Frau auch ohne Trauschein. Aber Mädchen bzw. Mädel alleine würde mich nicht stören. Das würde erst kommen, wenn dann noch Bevormundung hinzu kommt und er meint mir sagen zu müssen: "Ich muss ein Unterhemd anziehen" oder den Fahrlehrer im Auto spielt.
Das kostet dann immer Überwindung sich nicht aufzuregen. Ich habe es schließlich geschafft, die letzten Jahre Auto zu fahren oder mich anzuziehen ohne das mir einer dabei hilft.

Entdecker

Re: Kurze Frage an die Frauen (und die vergebenen Männer)

Beitrag von Entdecker » Mittwoch 2. Februar 2011, 10:09

Asyndeton hat geschrieben: An die vergebenen Männer:
Bezeichnet Ihr Eure Freundin manchmal als "Mädchen" statt als "Frau"? Falls ja, warum?
Ja, das tue ich tatsächlich. Wenn ich mit ihr rede, allerdings nur selten, da ich schon mitbekommen habe, dass das nicht bei allen Mädchen/Frauen gut ankommt, wie du ja auch wieder bestätigst. Aber es kann schon mal vorkommen, dass ich ihr sage, was für ein hübsches Mädchen sie doch sei oder Ähnliches, also diese Bezeichnung mit einem Kompliment verbinde. In der direkten Anrede "(mein) Mädchen" benutze ich das dagegen nicht.

Wenn ich an meine Freundin denke - und das war bei allen Mädchen, in die ich bislang verliebt war, so - dann aber praktisch immer als "Mädchen". Der Begriff "Frau" weckt in mir die Assoziation einer 40jährigen verheirateten Mutter oder auch einer eiskalten Geschäftsfrau, jedenfalls aber nicht den eines zarten weiblichen Wesens, für das ich romantische Gefühle hege. Genau daran denke ich aber bei "Mädchen". Dass ich sie praktisch deshalb nicht als erwachsene Frau wahrnehme, stimmt natürlich nicht. Und ebenbürtig? Nein, das tatsächlich nicht in allen Bereichen. Wenn es nichts gäbe, was Frauen/Mädchen von Männern/Jungs unterscheidet, fände man das andere Geschlecht aber doch nicht so anziehend, insofern halte ich das für normal.

Darth Bane
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Re: Kurze Frage an die Frauen (und die vergebenen Männer)

Beitrag von Darth Bane » Mittwoch 2. Februar 2011, 11:53

In meinen Augen ist das Haarspalterei und wieder mal so eine typisch deutsche politische Überkorrektheit. Ich werde beispielsweise auch nie nachvollziehen können, warum in Deutschland der Begriff "Fräulein" als Diskriminierung der unverheirateten Damen gilt, während Franzosen, Spanier und Angelsachsen die entsprechenden Synonyme in ihren Sprachen als absolut normal ansehen. Viele finden es sogar sehr hilfreich, weil sie dann wissen, ob sich eventuelle Bemühungen überhaupt lohnen.
Genau zwei sollen es sein. Nicht mehr, nicht weniger. Einer, der die Macht verkörpert, und einer, der nach ihr giert.

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Re: Kurze Frage an die Frauen (und die vergebenen Männer)

Beitrag von axbxcx » Mittwoch 2. Februar 2011, 12:03

Hm hab eigentlich nie den Begriff meine Frau oder mein Mädchen verwendet. Meine Frau würde ich wohl auch nie verwenden weil ich das eher mit Ehefrau assozieren würde. Wenn ich mit 3ten über meine Freundin spreche bezeichne ich Sie halt als meine Freundin. Mein Mädchen befindet sich wohl eher nicht in meinem normalen Sprachgebrauch. Allerdings würde ich darüber halt auch nie wirklich nachdenken.

Bea

Re: Kurze Frage an die Frauen (und die vergebenen Männer)

Beitrag von Bea » Mittwoch 2. Februar 2011, 12:05

Darth Bane hat geschrieben:In meinen Augen ist das Haarspalterei und wieder mal so eine typisch deutsche politische Überkorrektheit. Ich werde beispielsweise auch nie nachvollziehen können, warum in Deutschland der Begriff "Fräulein" als Diskriminierung der unverheirateten Damen gilt, während Franzosen, Spanier und Angelsachsen die entsprechenden Synonyme in ihren Sprachen als absolut normal ansehen. Viele finden es sogar sehr hilfreich, weil sie dann wissen, ob sich eventuelle Bemühungen überhaupt lohnen.
Asyndeton ist Deutschland? Es wird sie sicher überraschen, davon zu erfahren. :) Ein Forenmitglied stellt eine Frage, worauf (m.E.) eine recht entspannte Diskussion unterschiedlichster Meinungen folgt. Was ist daran negativ?

Darth Bane
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Re: Kurze Frage an die Frauen (und die vergebenen Männer)

Beitrag von Darth Bane » Mittwoch 2. Februar 2011, 12:26

Bea hat geschrieben:
Darth Bane hat geschrieben:In meinen Augen ist das Haarspalterei und wieder mal so eine typisch deutsche politische Überkorrektheit. Ich werde beispielsweise auch nie nachvollziehen können, warum in Deutschland der Begriff "Fräulein" als Diskriminierung der unverheirateten Damen gilt, während Franzosen, Spanier und Angelsachsen die entsprechenden Synonyme in ihren Sprachen als absolut normal ansehen. Viele finden es sogar sehr hilfreich, weil sie dann wissen, ob sich eventuelle Bemühungen überhaupt lohnen.
Asyndeton ist Deutschland? Es wird sie sicher überraschen, davon zu erfahren. :) Ein Forenmitglied stellt eine Frage, worauf (m.E.) eine recht entspannte Diskussion unterschiedlichster Meinungen folgt. Was ist daran negativ?
Auch nach mehrmaligem Durchlesen erschließt sich mir zwischen meiner Aussage und Deiner Antwort absolut kein Zusammenhang. (BTW: Die Bedeutung des Worts Asyndeton habe ich nachgeschlagen.)
Genau zwei sollen es sein. Nicht mehr, nicht weniger. Einer, der die Macht verkörpert, und einer, der nach ihr giert.

Bea

Re: Kurze Frage an die Frauen (und die vergebenen Männer)

Beitrag von Bea » Mittwoch 2. Februar 2011, 12:34

Dann denk doch einfach über den 2. Satz nach, wenn Dich der erste überfordert...

FrankBN

Re: Kurze Frage an die Frauen (und die vergebenen Männer)

Beitrag von FrankBN » Mittwoch 2. Februar 2011, 12:47

Haarspalterei ist es defintiv, aber nicht nur. Es sagt mir auch ein bisschen was ueber dich Asynedon ;)

Mädchen wuerd ich persoenlich nie sagen, wenn dann ehr Mädel. Beides beinhaltet eine gewisse m.E. Verniedlichung.
Wobei ich neutral ehr "Freundin" sagen wuerde, emotionaler dann "Schatz" oder "Liebling", und als Verniedlichung "Kleine" (das kommt aber sehr auf die Umstaende an *g*).

Aber, dass dich das "Mädchen" stoert Asynedon, das wuerde mich stoeren. Nicht weil ich das Wort unbedingt so sagen will, aber du machst auf mich naemlich damit den Eindruck, dass du krampfhaft versuchst eine "starke" Frau darzustellen. Du bist dir dessen aber nicht sicher, oder willst das immer in den Vordergrund stellen, weswegen du alles vermeidest was dich "klein" machen koennte.
(.. soweit meine unverlangte, ganz subjektive Psychoanalyse :mrgreen:)

Kimi

Re: Kurze Frage an die Frauen (und die vergebenen Männer)

Beitrag von Kimi » Mittwoch 2. Februar 2011, 14:09

Also trennen würde ich mich nicht wenn er mich als sein Mädchen bezeichnen würde. Aber toll finde ich die Bezeichnung auch nicht. Dauerhaft würde ich das nicht dulden. Ich möchte gerne als seine Freundin bezeichnet werden. Und mit meinem Vornamen angesprochen werden. Und so würde ich es auch mit ihm halten. Kosenamen wie Schatz oder Liebling sind ja mal ganz ok. Aber doch nicht ständig.

Darth Bane
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Re: Kurze Frage an die Frauen (und die vergebenen Männer)

Beitrag von Darth Bane » Mittwoch 2. Februar 2011, 14:21

Ich muss gerade an den Film Public Enemy mit Johnny Depp als John Dillinger denken. Dort sagt er in einer Szene sinngemäß ziemlich barsch zu seiner Angebeteten:"Wenn du mein Mädchen sein willst, tust du jetzt Folgendes. Sonst kannst du die Sache mit uns vergessen."
Genau zwei sollen es sein. Nicht mehr, nicht weniger. Einer, der die Macht verkörpert, und einer, der nach ihr giert.

Leichtmatrose

Re: Kurze Frage an die Frauen (und die vergebenen Männer)

Beitrag von Leichtmatrose » Mittwoch 2. Februar 2011, 15:35

FrankBN hat geschrieben:Aber, dass dich das "Mädchen" stoert Asynedon, das wuerde mich stoeren. Nicht weil ich das Wort unbedingt so sagen will, aber du machst auf mich naemlich damit den Eindruck, dass du krampfhaft versuchst eine "starke" Frau darzustellen.
Volle Zustimmung. Deshalb hat es auch Asynedon´s zukünftiger Partner vielmehr verdient als Mädchen bezeichnet zu werden, anstatt sie selber. :D

Valentine

Re: Kurze Frage an die Frauen (und die vergebenen Männer)

Beitrag von Valentine » Mittwoch 2. Februar 2011, 16:13

Wenn ich mit Freunden/Bekannten etc. über meine Freundin spreche, dann nenne ich sie entweder beim Vornamen oder halt mit "meine Freundin". Privat nenne ich sie meistens Schatz oder Maus, selten ihren Vornamen. Mädchen habe ich sie noch nie genannt, Mädel kommt vor, wenn sie sich mal etwas dämlich anstellt oder sie mich nervt. Wenn ich mit Freunden über Frauen spreche, bezeichne ich sie meistens als Mädels.

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