Was haben ex-ABs getan, um das zu erreichen?

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haegar

Was haben ex-ABs getan, um das zu erreichen?

Beitrag von haegar » Freitag 14. November 2008, 18:22

Hallo,

was mir so im Kopf rumspukt, ist was ex-ABs denn so an ihrem Leben geändert haben, um diesen Zustand zu beenden. Das heißt in welchem Umfang waren denn so die Veränderungen?
Wenn man nicht mehr AB sein will, muß man ja etwas an sich ändern. Das ist der erste Schritt. Die Frage ist halt, bis zu welchem Rahmen habt Ihr das tun müssen, um Erfolg zu haben? Wie lange hat das so gedauert?

Beispiele:
- habt ihr Euch in ganz vielen Kursen (Sprache, VHS, Tanz...) angemeldet?
- oder 1-2 Sportvereine?
- oder jeden Abend ausgegangen?
- oder Dauer-Internet-Chat?
- wenn ihr vom Land kommt, seid ihr in eine Stadt umgezogen?
- oder ist es einfach so passiert irgendwann?
oder eben vieles zusammen...

Wenn man einen Partner über Freunde/Bekannte kennengelernt hat, habt ihr euch zuvor neue Freunde oder Bekannte gesucht? wenn nein, wie kam es dann plötzlich zu einer neuen Bekanntschaft?

Habt ihr von dem Entschluß, etwas zu ändern, bis zum Erfolg lange gesucht? Im AB-Wiki stehen ja beängstigende Zahlen, 40-50 Dates um eine Partner(in) zu finden usw.

Mich würden ein paar Beispiele interessieren, was ihr so alles geändert habt, wie weit ihr euch dazu verbiegen mußtet, wie viel Zeit ihr damit verbracht habt (jeden Abend aktiv, einmal die Woche, ...) usw.

So einige Beispiele gibt's wohl schon in diversen Beiträgen. Sorry also, wenn ich altbekanntes wieder aufkoche.

Grüße...

castorf

Beitrag von castorf » Freitag 14. November 2008, 18:38

Bist du an Auskünften von in Beziehungen lebenden Ex_Abs interessiert oder auch an Erfahrungen von Single-Ex-Abs mit wenig Beziehungserfahrung und die gelegentlich auf Abenteuer und Sex aus sind?

Porter

Beitrag von Porter » Freitag 14. November 2008, 19:03

Das ist der erste Thread seit langem, der nach persönlichen Streben klingt.

Bei mir war es Zufall, wie bei vielen anderen auch. Danach gibt es denke ich mehrere Möglichkeiten:

a) es geht gut und sie leben glücklich zusammen

b) es geht nicht gut und der AB geht zurück in sein Schneckenhaus

c) es geht nicht gut und der AB sieht, dass er Defizite hat, ändert sein Leben und macht dann viele von den von dir aufgezählten Aktivitäten.

Meiner Meinung nach funktioniert es nur so rum, denn um sich zu verändern, braucht es einen eklatanten Anstoss. Den kriegst du nicht dadurch, dass du sagst "ich will". Außer du willst wirklich, was aber fast keiner hier will, sonst würden wir nicht immer wieder die gleichen Negativitäten hier zu lesen bekommen.

Im Übrigen war es bei mir auch Variante c) und wenn ich meine alten Postings hier lese, dann gruselt es mich schon fast. Das ist aber nicht schlimm, denn damals war ich eben anders eingestellt.

Fazit: Ich bin der Meinung, dass ein AB vor allem eins braucht, um aus dem AB-Tum auszubrechen: Glück. Oder einen sehr starken Willen, den aber vermutlich die wenigsten haben (s.o.)

FrankBN

Beitrag von FrankBN » Freitag 14. November 2008, 19:08

Bei mir war es auch Zufall.
Eine Frau aus dem näheren Bekannenumfeld interessierte sich scheinbar für mich und ich traute mich, zuzugreifen. Geändert hatte ich vorher gar nichts!

Cindy

Beitrag von Cindy » Freitag 14. November 2008, 19:22

Ich denke auch, dass sie einfach nur Glück hatten, wie im Übrigen auch alle anderen, die Beziehungen haben und keine Abs sind/ waren.

zebulon

Beitrag von zebulon » Freitag 14. November 2008, 19:35

Das hört sich so an als benötige der AB eine riesenhaft-unglaublich-du-hast-keine-Ahnung-wie-reisenhaft-unfassbar-gewaltig-gigantische Menge Glück!

Mein Glück ist für mein Leben schon aufgebraucht! Was jetzt? :gruebel:

Porter

Beitrag von Porter » Freitag 14. November 2008, 19:37

Blödsinn. Überzogen Formulierung der vorher getätigten Aussagen. Zum Selbstschutz?

zebulon

Beitrag von zebulon » Freitag 14. November 2008, 19:40

Nein! Fühlt sich aber so an (nicht als Selbstschutz, sondern als Glückende)!

castorf

Beitrag von castorf » Freitag 14. November 2008, 19:44

Cindy hat geschrieben:Ich denke auch, dass sie einfach nur Glück hatten, wie im Übrigen auch alle anderen, die Beziehungen haben und keine Abs sind/ waren.
Da haben die meisten Leute dann viel , einige sogar extrem viel Glück.

zebulon

Beitrag von zebulon » Freitag 14. November 2008, 19:47

Und wissen es vielleicht gar nicht? :wink:

Bernd

Re: Was haben ex-ABs getan, um das zu erreichen?

Beitrag von Bernd » Freitag 14. November 2008, 20:07

haegar hat geschrieben:Hallo,

was mir so im Kopf rumspukt, ist was ex-ABs denn so an ihrem Leben geändert haben, um diesen Zustand zu beenden. Das heißt in welchem Umfang waren denn so die Veränderungen?
ist diese Frage ernst gemeint??
:shock: :shock: :shock:

puh also - in Kurzversion: ich musste mein ganzes Leben ändern. Aber ich bin auch extrem unselbständig groß geworden und war mal ein absoluter NERD, der den ganzen Tag nur in Büchern las und von daher NULL Ahnung vom Leben und große Angst vor Menschen hatte.

Ich musste erstmal mit mir selbst ins Reine kommen. Mir bewusst werden, dass ich ein wertvoller Mensch bin, und nicht durch Können, Besitz oder andere Faktoren wertvoll werde.
Dann musste ich mir klar werden, was ich will im Leben und das unbeirrt verfolgen. Ich musste Selbständigkeit in allen möglichen Facetten erwerben.

Sozialen Umgang mit Menschen musste ich lernen - Kommunizieren (denn ich hatte nie gelernt, persönliche Gespräche zu führen, sondern immer nur Sachdiskussionen, Erklärungen oder Organisatorisches), Freunde finden. Rausgehen, Party machen, Tanzen.

Und dann Abnabeln. Ich musste Menschen aus meiner Familie, die ich sehr lieb hatte, dazu helfen, eigene Freundeskreise aufzubauen, so dass sie mich loslassen konnten. Dadurch konnte ich sicher sein, sie nicht in ihrer Einsamkeit allein zu lassen.

Und dann, das allerschwerste für mich, das auch mit großen Ängsten verbunden war: der Umgang mit Frauen. Ja, diese Hauptarbeit kam tatsächlich erst am Schluss......

Ich muss nochmal die drei :shock: :shock: :shock: hier reinsetzen. Im Prinzip läuft Deine Frage auf eine "kurze Zusammenfassung" dessen, was bei mir bestimmt mit 2 bis 3 Jahre dauernder Arbeit verbunden war, hinaus.......

kickerratte

Beitrag von kickerratte » Freitag 14. November 2008, 20:20

In meiner Vorstellung hab ich geschrieben, dass ich einfach nur Glück hatte, bei meinen zwei Liebesbeziehungen.

Das stimmt, denn ich hatte das Glück, beide Male auf sehr selbstbewusste, ziemlich erfahrene Frauen zu treffen, die selbst die Initiative ergriffen haben, so dass mir meine Schüchternheit und Selbstzweifel in diesen Fällen nicht geschadet haben.

Andererseits war es sicher auch kein Zufall, dass mich dieses Glück immer dann ereilt hat, wenn ich gerade in dem was ich so machte, ziemlich erfolgreich und deshalb mit mir zufrieden war. Erfolg (auch in einem kleinem Rahmen) und Selbstbewußtsein machen wohl attraktiv, da ist sicher was dran.
Außerdem war ich zu diesen Zeiten immer ziemlich gestresst (im positiven Sinn), vielleicht hat mich das locker gemacht, so dass mir die Kraft fehlte, mir selber im Weg zu stehen :wink:

Es bleibt die Frage, kann man diesen Zustand herbeiführen, oder war das auch wieder Glück... Das alte "sei spontan!"-Problem...

exlamento

Beitrag von exlamento » Freitag 14. November 2008, 20:53

Die üblichen, insbesondere die oben genannten Verhaltensänderungen, sind nicht schädlich. Gleichwohl bringen sie in Sachen Beziehung keine zwingenden Gesetzesmäßigkeiten mit. Hierfür kommt es eher auf Vorgehensweisen eines grob bestimmbaren Repertoires an, deren zwischengeschlechtliche Komponente man mehr akzentuieren sollte als die vermeintliche Grundbedingung der bloßen gesellschaftlichen Teilhabe.

Sich im großen Stil und darüber hinaus, also grundsätzlich, zu verändern halte ich für unangemessen. Es birgt das Risiko, sich selbst fremd zu werden, inhaltlich und methodisch. Dennoch kann dies ein Weg sein.

Überspitzt gesagt: Wer so bleiben will, wie er ist, darf dies und kann dies auch. Natürlich müssen die Ziele im Zaun gehalten werden - Beziehung, nicht Harem! Es gilt, das "Selbstbild" zumindest insoweit zu bereinigen, dass bestimmte Handlungen möglich werden - aber nicht nur! - und vollbracht werden, eine zielorientierte Gleichgültigkeit gegenüber Scham, Misserfolge u.ä. zu entwickeln und dies mit einer moderaten Unnachgiebigkeit und der Überzeugung des Gelingens zusammenzubringen. Selbstzweifel mindern, Selbstwert aufbauen, das eine durch das andere. Dazu Zuversicht und Tätigkeit, im besten Falle kein blindes, sondern wissen, was man tut. Dies dort und mit denen, an denen man am meisten aufrichtig "locker" oder eben nicht locker man selbst sein kann. Niemand muss ins Nachtleben, auch wenn es nicht unbedingt schaden könnte, niemand muss überhaupt unter Leute. Der Weg lässt sich arrangieren, womit die Berücksichtigung des eigenen status quo gemeint ist.

In dem Bewusstsein, alles wäre möglich wollen viele gleich Berge erklimmen - sie werden eher scheitern und tiefer fallen.

Feargal

Beitrag von Feargal » Samstag 15. November 2008, 00:41

Glück hatte ich zwar, aber das musste ich mir ziemlich sauer verdienen.

Ziemlich spät habe ich erkannt, dass ich ohne das andere Geschlecht nicht mehr kann und sein möchte.
Deshalb hab ich mich entschlossen, meine Angst vor dem Nachtleben und dem Weggehen überhaupt zu überwinden und etwas mehr zu unternehmen. Z.B. habe ich mich den ganzen Sommer lang dem Freundeskreis von einem Kommilitonen angeschlossen, den ich nicht mal besonders gut kannte. Seine Freunde waren mir nicht besonders sympathisch und das beruhte auf Gegenseitigkeit, aber ich habe mich jedesmal überwunden, weil es die einzige Möglichkeit war, aus meiner Einsiedlerwohnung rauszukommen und so neue Leute kennenzulernen.

Leider bin ich mit viel zu großen Erwartungen an die Sache rangegangen, eigentlich hätte ich's besser wissen müssen, aber es gab doch sehr viele Rückschläge. Nicht unbedingt Körbe, sondern oft einfach nur das Gefühl, ganz anders als alle anderen Menschen zu sein, denen es so unglaublich leicht schien, einfach nur unbeschwert Spaß zu haben, wohingegen ich kaum einen Ton rausgebracht habe und meist total verunsichert in irgendeiner Ecke hockte.

Das hat mir so zugesetzt und ich war so tottraurig, dass ich ne Therapie angefangen habe und die auch durchgezogen habe.
Während dieser Zeit habe ich dann auch das erste Date meines Lebens auf die Beine gestellt. (ob's der gute Zuspruch meiner Therapeutin war? Keine Ahnung.)

Und wenig später habe ich dann meine spätere Freundin bei einem Ausflug kennengelernt, für den ich mich wiederum mit großer Überwindung angemeldet hatte. Ich habe allen Mut zusammengenommen und sie angesprochen und sie hat keinen Ton darauf gesagt und hat mich nur müde, arrogant wie es schien, angeschaut. Die Reaktion war mir ziemlich geläufig, schließlich würde keine mit mir aus freien Stücken was anfangen wollen.

Zufälligerweise, und da kommt jetzt das Glück ins Spiel, habe ich sie dann an der Uni wiedergetroffen, weil sie mit einem Mädel befreundet war, mit dem sich ein Kommilitone von mir unbedingt in der Cafetaria treffen wollte. Er unterhielt sich mit dem Mädel und ich mich gezwungenermaßen mit ihr, weil aus freien Stücken hätte ich sie nach der Abfuhr beim ersten Mal bestimmt nicht nochmal angesprochen. Und wir haben uns wenn auch am Anfang noch etwas holprig prima unterhalten.

Und ca. 1 Jahr nachdem ich mich auf den Weg gemacht und dabei viele Tiefen mit wenigen Höhen erlebt hatte, war ich in meiner ersten Beziehung und die hält bis heute.

Und mittlerweile weiß ich natürlich auch, was hinter ihrer scheinbar abweisenden Reaktion beim ersten Ansprechen steckte: Sie war einfach nur total perplex, dass ich sie so kalt angesprochen habe und an dem Tag auch noch ziemlich schlecht gelaunt, weil sie Stress an der Uni hatte. Auf die Idee wäre ich damals natürlich nie gekommen, ich hab mir alles selbst in die Schuhe geschoben.

gänseblümle

Re: Was haben ex-ABs getan, um das zu erreichen?

Beitrag von gänseblümle » Samstag 15. November 2008, 01:48

Hallo haegar,

auch ich hatte im Endeffekt Glück, denke ich.

Ich habe eine Zeit lang recht eifrig hier im Forum geschrieben. Irgendwann hatte ich plötzlich die etwas irre Idee, ich müsste hier auch mal einen Beitrag in der Rubrik "Sie sucht" schreiben. Gesagt, sehr lange überlegt, dann tatsächlich getan.
Es flatterten ein paar wenige PNs in meinen Briefkasten.

Monate später (!) erhielt ich nochmal eine PN, die angeblich überhaupt nicht in Zusammenhang mit meiner Annonce stand (ob das so stimmt, weiß ich bis heute noch nicht, müsste mal konkret nachfragen).
Sie bezog sich nicht unbedingt auf die Annonce, aber auch nicht gar nicht... :roll:
Jedenfalls wurde daraus irgendwann irgendwie mehr. :D

Alles weitere kannst du in meinem Vorstellungsthread nachlesen in der "Enthüllungsstory".

haegar

Beitrag von haegar » Samstag 15. November 2008, 10:35

Meine Frage bezog sich eher auf die Annahme, daß man an sich selbst etwas ändern muß, um "Erfolg" zu haben.

Also es kann natürlich sein, daß man einfach Glück hat, und einem jemand über den Weg läuft, mit dem man sich gut versteht und es paßt. Das ist nur für einen AB hart zu verkraften, weil wenn man sehr lange kein solches Glück hatte, wird es schwer, noch darauf zu hoffen.

Ich gehe eher davon aus, daß die meisten ABs etwas tun können, um Erfolg zu haben, daß man zumindest die Gelegenheiten, wo man "Glück hat" erhöhen kann. Die Frage ist halt, wie weit habt ihr euch ändern müssen, bis es Erfolg gab? (Oder an ABs wie weit wärt ihr bereit euch zu ändern?)

Ich gehe bei der Frage auch davon aus, daß es einen Punkt im Leben gab, wo man erkannt hat, daß man etwas ändern muß, dies denn auch tat (es muß ja nicht total sein, sondern nach und nach), bis man irgendwann Erfolg hatte. Die Frage war da, wie lange hat das dann gedauert? Wie intensiv habt ihr das gemacht, jeden Abend weggehen? usw.

Das ist sicher kein repräsentatives Ergebnis, aber so die ein oder andere Geschichte dazu wäre als Beispiel nett. Es kamen ja auch schon einige Fälle.

Also nach den bisherigen Antworten gibt es Leute, die begegnen ihrem späteren Partner einfach so, ohne sich zu ändern und es paßt. Bei anderen mußten sie lange an sich arbeiten, 1 Jahr oder auch 2-3 bis was passierte...

Ich frage das ganze um meine Hoffnung, daß es bei mir auch irgendwann klappt etwas zu füttern, damit sie nicht verkümmert :-/
Ich habe erkannt, daß ich an meinem Leben etwas ändern muß, was ich vorher auch wußte, aber verdrängt habe - wenn auch spät (29. Geburtstag). Ja, ich habe auch die Tendenz zum Nerd, aber nicht so krass. Kenne eigentlich einige Leute, wenn auch räumlich stark verteilt, kann mit Menschen auch über persönliches reden usw. Also einige der erwähnten Veränderungen habe ich evtl. schon hinter mir.
Der nächste Schritt ist aber auch schwer, wo man sich fragt was man wie anstellt, um mehr Kontakte zu haben.

Vielleicht sind da dann ein paar Beispiele oder Erfolgsstories eine Motivation...

Sicherlich ist Selbstbewußtsein und Zufriedenheit mit sich selbst wichtig, das macht sicher auch attraktiv, aber es ist nicht leicht, sich das anzutrainieren, wenn man AB ist und ständig um das Thema kreist.

Schonmal danke für eure Antworten!

rollgardina

Beitrag von rollgardina » Samstag 15. November 2008, 10:42

Hallo haegar!

Bei mir hat es so angefangen, dass ich im Frühjahr beschlossen habe, etwas zu ändern. Dazu hab ich mir den Zeitrahmen eines Jahres gesetzt. Vorher hab ich mir jammern strikt verboten. ;)
Einer der ersten Schritte war es, mich hier im Forum und in einer Singlebörse anzumelden. Über die Börse hab ich recht schnell jemandem kennengelernt, mit dem ich sehr kurze Zeit zusammen war (was ich offiziell aber eher als "Episode", denn als "Beziehung" definiere.)Das Ganze verlief für mich eher unglücklich und so wollte ich mir etwas Zeit nehmen, um mich wieder zu erholen. Gleichzeitig habe ich mich regelmässig mit jemandem getroffen, den ich von einem AB-Treffen kannte. Naja und irgendwann kamen dann ein paar Gefühle meinerseits auf (nachdem ich ihm schon signalisiert hatte, dass nicht mehr als Freundschaft zwischen uns sein wird) und *schwupps* war ich wieder in einer Beziehung. Diesmal aber in einer richtigen. ;)

Was ich getan habe, war eigentlich nicht viel. Mein Tipp wäre, klein anzufangen und die Ziele nicht zu hoch zu stecken (also nicht sowas wie: ich muss in der und der Zeit die große Liebe finden). Mach einen Kochkurs bei der VHS, melde dich in einem Sportverein an, probier Singlebörsen aus, wenn du magst. Wichtig ist, dass du dich wohl fühlst dabei. Mein Freund (der ja auch AB war) hatte auch vor mir einen recht großen Bekanntenkreis und einige Hobbies, hat auch regelmässig Mädels gedatet, keine Ahnung, wieso es trotzdem nicht geklappt hat. Ein bisschen Glück ist halt immer mit von der Partie.

Alles Gute! :vielglueck:

Jackson
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Beitrag von Jackson » Samstag 15. November 2008, 11:13

Hallo,

bei mir war es auch eher Glück. Sozusagen aus einem Zufall heraus hat sich in diesem Forum ein Kontakt entwickelt, aus dem eine Beziehung entstanden ist, die in ein paar Wochen ihr einjähriges Jubiläum erreicht. An mir verändert hatte ich bis zu dem Zeitpunkt der Beziehungsanbahnung, dass ich durch aktive Teilnahme am Forum meine eigene Problematik reflektierte, statt sie wie in den Jahren zuvor einfach zu verdrängen. Neben einigen anderen Problemen hatte ich mich beispielsweise in meiner Rückzugsphase optisch zu einem totalen Langweiler entwickelt, ohne mir dessen aber so richtig bewußt geworden zu sein, es aber mit Veränderungen des Kleidungsstils, der Frisur und sportlicher Betätigung wieder ein Stück weit in den Griff bekommen.
Wo ich aber ohne den bereits erwähnten Zufallskontakt heute stehen würde, vermag ich nicht abzuschätzen. Mit Gewissheit kann ich jedoch sagen, dass mich fast ein Jahr Beziehungsleben sehr verändert hat und das AB-Dasein dadurch in so weite Ferne gerückt ist, dass es sich so anfühlt, als wäre ich nie einer gewesen. Es ist normal für mich geworden, ein Normalo zu sein und vom Umfeld so wahrgenommen zu werden, und das fühlt sich echt gut an.

jurt

Beitrag von jurt » Samstag 15. November 2008, 14:31

Eigentlich ein schöner Thread (d.h. gutes Thema).
Leider etwas ernüchternd. Es ist nicht sehr motivierend, dass es letztendlich nur auf Glück anzukommen scheint. :(

karl.m

Beitrag von karl.m » Samstag 15. November 2008, 14:48

glück ist es natürlich nicht alleine, du musst schon deinen teil dazubeitragen. dazu mal eine kleine anekdote:

Zehn Jahre lang betet Herbert jedes Wochenende: "Lieber Gott, lass mich doch bitte diesmal in der Lotterie gewinnen." Immer vergeblich. Als er es eines Tages wieder versucht, ist plötzlich sein Zimmer in strahlende Helligkeit getaucht, und eine tiefe Stimme sagt verzweifelt: "Gib mir doch eine Chance, Herbert. Kauf dir um Himmels willen endlich ein Los."

also geh los und kauf dir DEIN los :)

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