Daniog hat geschrieben: ↑09 Aug 2020 21:33
Ruhrpott-Mädsche hat geschrieben: ↑09 Aug 2020 18:39
Mein Exfreund war ja auch ein AB und hat es erst nicht erzählt. Aber ich habe es von selbst bemerkt und ihn darauf angesprochen.
Wichtig ist Kommunikation.
Beispiel:
Ich hab ihn gefragt in einem innigen Moment ob er schon einmal geknutscht habe. Er verneinte dies und es war ihm peinlich. Daraufhin hab ich gesagt ich mache jetzt einfach mal, und du machst das gleiche wie ich. Es war zu Beginn holprig und er war etwas überfordert aber nach einer Weile ging es. Auch zwischendurch habe ich ihn gefragt wie er es findet und etwas korrigiert
Und so ging es auch bei allem weiteren. Reden reden reden.
Reden, reden, reden kann ich nur bestätigen. Ich wurde von so einer "Dampfwalze" wie dir vor einigen Wochen überrollt.
Sie reizt meine Grenzen ständig aus. Überfährt mich regelmäßig. Wir müssen viele reden. Ich teile aber auch genug aus.
Auch wenn ich damit voll ins Fettnäpfchen rausche: wer sich überrollt fühlt muß was sagen!
Mich würde es nerven, auch wenn ich noch unerfahren wäre (bzw. bei manchen Praktiken bin auch ich das), wenn ich dauernd mit Samthandschuhen angefasst würde und es nicht voran, bzw. zur Sache ginge.
Mea culpa, auch ich habe schonmal jemanden heftig überrollt bzw. überrolle aufgrund meiner zur Schau getragenen Extrovertiertheit schonmal Leute. Auch wenn ich mehr und mehr darauf achte dies nicht zu tun. Letztendlich weiß ich nicht wo die individuellen Grenzen meines Gegenübers liegen, bis ich darauf stoße oder sie mir genannt werden. Insofern: sprechenden Menschen kann geholfen werden. Das enthebt keinen aus der Verantwortung für sich selber zu sprechen. Ich wäre, nein war und bin, ultra genervt wenn ich permanent gefragt werde ob dies oder das so in Ordnung ist. Wenn etwas nicht in Ordnung für mich ist, muß ich das sagen (können) und gehört werden.
Ich würde individuell abklären, ob jemand "ganz normal" behandelt werden wollen würde wenn's um Intimitäten geht oder so'n dauerendes gefrage braucht. Mich nervt letzteres eher, bzw. es verunsichert, wenn ich nicht einfach machen kann, bis ein Stopsignal kommt. Auch wenn ich in der unerfahrenen Position bin. Also Samthandschuhe? Schwierig... Wichtiger ist, für mich, jederzeit auf die Bremse gehen zu können und noch wichtiger: im Nachhinein etwas reflektierter betrachten zu können. Um dann ein Feedback zu geben oder zu erhalten, was einem gefallen und nicht so gefallen hat. Dabei sollte es im Zusammenspiel mit mir in der Kommunikation gehen.
Wenn ausreichend viel Vertrauen da ist, muß man sich auch einfach fallen lassen, bzw. drauf ein lassen (können). Sonst macht es keinen Spass. (und dann kann man auch etwaige Patzer korrigieren) Aus Angst vor Fehlern gar nichts zu machen finde ich viel schlimmer, als Fehler zu machen. Sofern wir nicht von Traumatisierungen reden, sondern wirklich von sowas wie kleinen Patzern, die überall mal vorkommen.