Kommunikationsproblem

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Stefan_T
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Kommunikationsproblem

Beitrag von Stefan_T » Mittwoch 26. Juni 2019, 14:18

Hallo zusammen,

ich merke bei mir immer wieder mal, dass bei mir wohl etwas im Bereich der zwischenmenschlichen Kommunikation nicht ganz so rund läuft wie bei anderen.

Ich bin gerne auch mit Freunden und Bekannten zusammen und unternehmen auch gemeinsam was. Ich mache das auch gerne. Nur merke ich hin und wieder, dass ich mich manchmal "unglücklich" verständlich mache. Dass ich wohl manchmal etwas "schräg" rüberkomme, wenn ich was erklären will.

Aktuelles Beispiel war letztes Wochenende. Ich war mit einer Gruppe Bekannter meiner Cousine an einem Badesee. Ich kenne die meisten von ihnen und deshalb bin ich auch gerne mit.

Es waren auch insgesamt fünf Kinder von ihnen mit dabei, was ich mitbekommen habe, alle so im älteren Kindergartenalter (5 oder 6 Jahre alt). Die zwei Jungs hatten Badehosen und die drei Mädchen Bikinis an.

Ich persönlich finde es ziemlich albern, wenn so kleine Mädchen ein Bikinioberteil anhaben. Frei nach dem Motto: Wo nichts ist, ist auch nichts zu verdecken. In meiner Kindheit hatten selbst im Grundschulalter die Mädchen am Badesee nur eine Badehose an.

Worauf ich eigentlich hinaus will: Ich habe das dann auch so in die Runde gesagt, eher beiläufig und wie ich es empfand neutral.

Die Eltern der Mädchen hatten mich wegen dieser Aussage ziemlich schräg angeschaut und mir eine Predigt gehalten, ob ich wisse, dass es genug "Perverse" (Zitat) und Pädophile gibt, die sich an halbnackten Kindern sexuell erregen?

Ich entgegnete dann, dass das schon sein kann, aber doch wohl nur wenige Einzelne. Und es ist auch nicht konsequent, weil die Jungs "oben ohne" rumlaufen würden. Mädchen in dem Alter sehen "obenrum" auch nicht anders aus als die Jungs.

Irgendwie hat sich die Stimmung dann gedreht und mir wurde tatsächlich die Frage gestellt, ob ich denn die Mädchen unbedingt "oben ohne" sehen will?

Und ab da war es für mich gelaufen. Wie konnte sich das Gespräch so drehen? Ich empfinde eben überhaupt nichts Sexuelles an Kindern. Es sind Kinder und deswegen finde ich es "sinnlos" und eher albern, wenn da ein Bikinioberteil "rumbaumelt". Und weil ich das äußere, wird mir am Ende zugetraut, ich wäre pädophil angehaucht und würde die Mädchen gerne "oben ohne" sehen wollen.

Irgendwo dazwischen muss ich kommunikationstechnisch den Draht verloren haben. Ich weiß nur nicht wo.

Und solche Situationen passieren mir immer wieder mal. Ich will eigentlich X sagen und ausdrücken und es kommt aber Y an.

Ist natürlich dann extrem blöd, wenn ich mit einer Frau im Gespräch bin und mein Anliegen kommt ganz falsch an.

Ich erwarte mir jetzt gar keine Hilfe. Ich wollte es einfach mal so (für mich) niederschreiben, weil gerade aktuell wieder so eine Situation war.

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Re: Kommunikationsproblem

Beitrag von Kief » Mittwoch 26. Juni 2019, 16:33

Stefan_T hat geschrieben:
Mittwoch 26. Juni 2019, 14:18
Hallo zusammen,

ich merke bei mir immer wieder mal, dass bei mir wohl etwas im Bereich der zwischenmenschlichen Kommunikation nicht ganz so rund läuft wie bei anderen.
[ ... ]
Irgendwo dazwischen muss ich kommunikationstechnisch den Draht verloren haben. Ich weiß nur nicht wo.

Und solche Situationen passieren mir immer wieder mal. Ich will eigentlich X sagen und ausdrücken und es kommt aber Y an.

Ist natürlich dann extrem blöd, wenn ich mit einer Frau im Gespräch bin und mein Anliegen kommt ganz falsch an.

Ich erwarte mir jetzt gar keine Hilfe. Ich wollte es einfach mal so (für mich) niederschreiben, weil gerade aktuell wieder so eine Situation war.
In solchen Situationen sind die Argumente eher zweirangig.
Solange Du nicht begreifst, was da passiert, ist man da einfach machtlos.

Deshalb schaue ich mir eher ne uebergeordnete Ebene an.
Wenn ich merke, irgendwas hakt, dann koennen das Gefuehle wie Befuerchtungen sein, weil jemand komplett andere Situationen vor dem geistigen Auge hat.
Oder dass irgendetwas an der Gespraechsbeziehung nicht passt, ein alter Konflikt, oder noch kein ausgepraegtes Grundvertrauen, anderer Humor.
In jedem Fall sind Argumente quasi die letzte Ebene - erst wenn alles andere reibungslos passt, kannst Du Argumente woertlich nehmen.
Andernfalls zeigen sich in den Argumenten auch immer die anderen Ebenen, wenn da irgendwas hakt.


K
Deeskalation, ohne danach die Probleme anpacken zu wollen,
das ist wie Ablenkung, oder Hinhalte-Taktik/Aussitzen wollen:
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Re: Kommunikationsproblem

Beitrag von kim » Mittwoch 26. Juni 2019, 16:38

Nur ein Hinweis von mir dazu:

In der von dir beschriebenen Situation war der "Kommunikationsfehler" schon ganz am Anfang.

Da die Eltern der Kinder anwesend waren, wird deine allgemeine Bemerkung von diesen sehr wahrscheinlich als persönliche Kritik an deren Erziehung (im weitesten Sinne) wahrgenommen. Sie sind es ja, die ihren Töchtern einen Bikini anziehen (lassen).

Nicht wenige Eltern sind hochgradig "allergisch" auf - noch dazu ungefragte - Kritik an ihrem Erziehungsstil. Da kannst du so oder so nur "verlieren". Das hat konkret hier eher weniger mit dir als Person zu tun.

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Re: Kommunikationsproblem

Beitrag von fidelchen » Mittwoch 26. Juni 2019, 16:55

Kief hat geschrieben:
Mittwoch 26. Juni 2019, 16:33
In solchen Situationen sind die Argumente eher zweirangig.
Solange Du nicht begreifst, was da passiert, ist man da einfach machtlos.

Deshalb schaue ich mir eher ne uebergeordnete Ebene an.
Wenn ich merke, irgendwas hakt, dann koennen das Gefuehle wie Befuerchtungen sein, weil jemand komplett andere Situationen vor dem geistigen Auge hat.
Oder dass irgendetwas an der Gespraechsbeziehung nicht passt, ein alter Konflikt, oder noch kein ausgepraegtes Grundvertrauen, anderer Humor.
In jedem Fall sind Argumente quasi die letzte Ebene - erst wenn alles andere reibungslos passt, kannst Du Argumente woertlich nehmen.
Andernfalls zeigen sich in den Argumenten auch immer die anderen Ebenen, wenn da irgendwas hakt.


K
Ich stimme zwar zu, dass das drum herum beim Transport der eigenen Meinung eine wesentliche/zentrale Rolle spielt, aber gute Argumente sind dennoch gute Argumente. Genauso wie schlechte Argumente, eben schlechte Argumente sind. Und selbst wenn der Rest nicht stimmt, bedeutet es nicht zwangsweise das es auf taube Ohren stößt. Höchstens die andere Person ist sowieso recht einfach gestrickt, oder man trägt es so rüber, dass die andere Seite ihr Gesicht verliert. Dann kann man auch mit den besten Argumenten nur verlieren ;)...

Hat aber alles wenig mit dem Thema zutun ;)
AWG = Alles wird gut :-)

Nach ganz strenger Definition bin ich ein "Normalo"
Nach geschwächter Definition bin ich ein "SC-AB"
Und fühlen tu ich mich wie ein "XX-AB"
Was bin ich nun?

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Re: Kommunikationsproblem

Beitrag von fidelchen » Mittwoch 26. Juni 2019, 17:06

Stefan_T hat geschrieben:
Mittwoch 26. Juni 2019, 14:18
Hallo zusammen,

ich merke bei mir immer wieder mal, dass bei mir wohl etwas im Bereich der zwischenmenschlichen Kommunikation nicht ganz so rund läuft wie bei anderen.

Ich bin gerne auch mit Freunden und Bekannten zusammen und unternehmen auch gemeinsam was. Ich mache das auch gerne. Nur merke ich hin und wieder, dass ich mich manchmal "unglücklich" verständlich mache. Dass ich wohl manchmal etwas "schräg" rüberkomme, wenn ich was erklären will.

Aktuelles Beispiel war letztes Wochenende. Ich war mit einer Gruppe Bekannter meiner Cousine an einem Badesee. Ich kenne die meisten von ihnen und deshalb bin ich auch gerne mit.

Es waren auch insgesamt fünf Kinder von ihnen mit dabei, was ich mitbekommen habe, alle so im älteren Kindergartenalter (5 oder 6 Jahre alt). Die zwei Jungs hatten Badehosen und die drei Mädchen Bikinis an.

Ich persönlich finde es ziemlich albern, wenn so kleine Mädchen ein Bikinioberteil anhaben. Frei nach dem Motto: Wo nichts ist, ist auch nichts zu verdecken. In meiner Kindheit hatten selbst im Grundschulalter die Mädchen am Badesee nur eine Badehose an.

Worauf ich eigentlich hinaus will: Ich habe das dann auch so in die Runde gesagt, eher beiläufig und wie ich es empfand neutral.

Die Eltern der Mädchen hatten mich wegen dieser Aussage ziemlich schräg angeschaut und mir eine Predigt gehalten, ob ich wisse, dass es genug "Perverse" (Zitat) und Pädophile gibt, die sich an halbnackten Kindern sexuell erregen?

Ich entgegnete dann, dass das schon sein kann, aber doch wohl nur wenige Einzelne. Und es ist auch nicht konsequent, weil die Jungs "oben ohne" rumlaufen würden. Mädchen in dem Alter sehen "obenrum" auch nicht anders aus als die Jungs.

Irgendwie hat sich die Stimmung dann gedreht und mir wurde tatsächlich die Frage gestellt, ob ich denn die Mädchen unbedingt "oben ohne" sehen will?

Und ab da war es für mich gelaufen. Wie konnte sich das Gespräch so drehen? Ich empfinde eben überhaupt nichts Sexuelles an Kindern. Es sind Kinder und deswegen finde ich es "sinnlos" und eher albern, wenn da ein Bikinioberteil "rumbaumelt". Und weil ich das äußere, wird mir am Ende zugetraut, ich wäre pädophil angehaucht und würde die Mädchen gerne "oben ohne" sehen wollen.

Irgendwo dazwischen muss ich kommunikationstechnisch den Draht verloren haben. Ich weiß nur nicht wo.

Und solche Situationen passieren mir immer wieder mal. Ich will eigentlich X sagen und ausdrücken und es kommt aber Y an.

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Ich erwarte mir jetzt gar keine Hilfe. Ich wollte es einfach mal so (für mich) niederschreiben, weil gerade aktuell wieder so eine Situation war.
Ohne dich zu kennen (und das tut hier sowieso vermutlich keiner, sodass du auch keine klare Antwort erhalten kannst) glaube ich das du es etwas zu eng siehst.
Du hast einfach ein gesellschaftlich heikles Thema angesprochen und zudem noch als Mann. Nicht umsonst haben beispielsweise Männer die im Kindergarten arbeiten wollen es unheimlich schwer mit Vorurteilen ;).

Sowas passiert einfach jeden mal, insbesondere wenn man sich noch nicht genauer kennt. Sowas liegt nicht zwangsweise an dir, sondern eher am Vertrautheitsgrad.

Ich habe mich mal mit einer getroffen, die bestimmte Dinge die ich gesagt habe mir so im Munde umgedreht hat, dass ich am Ende ein Schwulen hassender Neonazi war... und das trotzdem die Chemie anfangs stimmte ;)
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Re: Kommunikationsproblem

Beitrag von Reinhard » Mittwoch 26. Juni 2019, 19:58

Ein zweites Beispiel, das nicht gerade um gesellschaftliche Tabuthemen geht, wäre hilfreich.

(Es sei denn, die Kommunikationsprobleme handeln davon, gesellschaftliche Tabus nicht zu kennen und deshalb zu missachten.)
Abstimmung zum Schreibwettbewerb:
https://www.abtreff.de/viewtopic.php?f=65&t=25913 :hierlang:

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Re: Kommunikationsproblem

Beitrag von yes_or_no » Mittwoch 26. Juni 2019, 20:08

kim hat geschrieben:
Mittwoch 26. Juni 2019, 16:38
Nur ein Hinweis von mir dazu:

In der von dir beschriebenen Situation war der "Kommunikationsfehler" schon ganz am Anfang.

Da die Eltern der Kinder anwesend waren, wird deine allgemeine Bemerkung von diesen sehr wahrscheinlich als persönliche Kritik an deren Erziehung (im weitesten Sinne) wahrgenommen. Sie sind es ja, die ihren Töchtern einen Bikini anziehen (lassen).

Nicht wenige Eltern sind hochgradig "allergisch" auf - noch dazu ungefragte - Kritik an ihrem Erziehungsstil. Da kannst du so oder so nur "verlieren". Das hat konkret hier eher weniger mit dir als Person zu tun.
ich hab auch die erfahrung gemacht, dass man sehr leicht missverstanden werden kann, wenn man versehentlich dinge kritisiert, die man nicht mal böse meint, sondern einfach nur hinterfragt.
vielleicht muss man lernen, sehr schnell die anderen recht haben zu lassen, statt es ausdiskutieren zu wollen, wenn man ins fettnäpfchen getreten ist. die argumente, die gebracht werden, werden jedenfalls immer verletzender für einen werden.
ich kenn sowas auch und bin manchmal auch zu doof, den mund zu halten, sondern versuch dann noch, die situation zu retten und darf mich dann auch von feindseligkeiten überhäufen lassen....
"nachgeben können" oder "gut sein lassen können" ist manchmal echt schwer, aber erleichtert es einem oft ungemein.
wie gesagt, mir fällt sowas oft selbst schwer - und natürlich gibts andere situationen (wo es um wichtige dinge geht, die einen selbst betreffen) wo man sich NICHT unterbuttern lassen sollte.
nur wenn man merkt, man ist wem auf den schlips getreten und profitiert im endeffekt nicht mal vom ausgang der diskussion, dann ists vielleicht einfacher, sympathier, umgänglicher, wenn man dann einfach nachgibt und das thema fallen lässt.... glaube ich :P

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Re: Kommunikationsproblem

Beitrag von alex321 » Mittwoch 26. Juni 2019, 20:13

Solche Tabuthemen würde ich vor allem als Mann gar nicht erst ansprechen. Selbst objektiv darüber zu reden irritiert viele Leute schon. Wir ABs haben schon genug Probleme, da braucht es nicht auch noch Verdächtigungen und Misstrauen bezüglich Pädophilie.

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Re: Kommunikationsproblem

Beitrag von Gatem » Mittwoch 26. Juni 2019, 22:17

Reinhard hat geschrieben:
Mittwoch 26. Juni 2019, 19:58
Ein zweites Beispiel, das nicht gerade um gesellschaftliche Tabuthemen geht, wäre hilfreich.

(Es sei denn, die Kommunikationsprobleme handeln davon, gesellschaftliche Tabus nicht zu kennen und deshalb zu missachten.)
alex321 hat geschrieben:
Mittwoch 26. Juni 2019, 20:13
Solche Tabuthemen würde ich vor allem als Mann gar nicht erst ansprechen. Selbst objektiv darüber zu reden irritiert viele Leute schon. Wir ABs haben schon genug Probleme, da braucht es nicht auch noch Verdächtigungen und Misstrauen bezüglich Pädophilie.
Seit wann handelt es sich denn bei Badebekleidung für Kinder um Tabuthemen? Oder sind die Kinder selbst inszwischen bereits ein Tabuthema für Menschen, die selbst keine haben?

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Re: Kommunikationsproblem

Beitrag von Tania » Mittwoch 26. Juni 2019, 22:39

Gatem hat geschrieben:
Mittwoch 26. Juni 2019, 22:17
Seit wann handelt es sich denn bei Badebekleidung für Kinder um Tabuthemen?
Kritik an der Kleidung anderer Menschen ist sowieso ein Tabuthema. Und wenn man die Kleidung von Kindern kritisiert, kritisiert man damit die Menschen, die ihnen das angezogen haben. Und die neigen dann dazu, JEDES verfügbare Argument zu bringen, um ihren Standpunkt zu verteidigen.

@Stefan_T: was für eine Reaktion der Eltern (die ihre Kids ja in den Bikini gesteckt haben) hast Du denn erwartet?."Ja, wir finden das auch bescheuert, warte mal, wir ziehen sie um." ?

Wenn Du öfter in solche Kommunikationsfallen tappst, dann versuch vielleicht mal, Dir vor Ansprechen eines Themas Deine wahrscheinliche Reaktion in vergleichbarer Situation vorzustellen. Also wenn Dir z.B. einer sagt "Stefan_T, Dein Fahrrad hat ja ne Nabenschaltung. Finde ich ja voll blöd. Entweder Kettenschaltung oder ganz ohne"

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Re: Kommunikationsproblem

Beitrag von Gatem » Mittwoch 26. Juni 2019, 23:13

Tania hat geschrieben:
Mittwoch 26. Juni 2019, 22:39
Gatem hat geschrieben:
Mittwoch 26. Juni 2019, 22:17
Seit wann handelt es sich denn bei Badebekleidung für Kinder um Tabuthemen?
Kritik an der Kleidung anderer Menschen ist sowieso ein Tabuthema.
Okay, das war mir ehrlich gesagt nicht bekannt.
Ich hätte gedacht, dass man ganz sachlich über Kleidung reden kann und man von anderen auch ein entsprechendes Feedback erhält, wenn man selbst z.B. mal „merkwürdige“ Kleidung trägt.
Und wenn man die Kleidung von Kindern kritisiert, kritisiert man damit die Menschen, die ihnen das angezogen haben. Und die neigen dann dazu, JEDES verfügbare Argument zu bringen, um ihren Standpunkt zu verteidigen.

@Stefan_T: was für eine Reaktion der Eltern (die ihre Kids ja in den Bikini gesteckt haben) hast Du denn erwartet?."Ja, wir finden das auch bescheuert, warte mal, wir ziehen sie um." ?
Ich bin zwar nicht derjenige, den du gefragt hast, aber da ich ihm inhaltlich absolut zustimme und mir durchaus auch vorstellen könnte in eine ähnliche Situation zu geraten, antworte ich mal von meiner Warte aus: Ich würde in so einer Situation so eine Antwort erwarten wie: „Stimmt, du hast recht, da haben wir überhaupt nicht nachgedacht. Wir werden es beim nächsten Mal berücksichtigen.“ – Ich bin nämlich durchaus der Ansicht, dass diese Eltern das tatsächlich nicht mit Absicht machen (denn es ist nunmal unsinnig, da wird ja wohl jeder zustimmen), sondern einfach aus Gedankenlosigkeit.

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Re: Kommunikationsproblem

Beitrag von Tania » Mittwoch 26. Juni 2019, 23:38

Gatem hat geschrieben:
Mittwoch 26. Juni 2019, 23:13
Ich würde in so einer Situation so eine Antwort erwarten wie: „Stimmt, du hast recht, da haben wir überhaupt nicht nachgedacht. Wir werden es beim nächsten Mal berücksichtigen.“ – Ich bin nämlich durchaus der Ansicht, dass diese Eltern das tatsächlich nicht mit Absicht machen (denn es ist nunmal unsinnig, da wird ja wohl jeder zustimmen), sondern einfach aus Gedankenlosigkeit.
Diese Eltern haben sich allerdings sehr wohl darüber Gedanken gemacht und dem TE ihre Gründe auch mitgeteilt. Spätestens da sollte auffallen, dass die Annahme "Gedankenlosigkeit" nicht greift.

Dann das Thema weiter zu verfolgen ist schlichtweg übergriffig. Es geht hier um den höchstpersönlichen Lebensbereich der Familie - um die Entscheidung, was ihr Kind anzieht. Dazu kann man notfalls seine Meinung sagen (warum auch immer - das Kind hat ja nicht gelitten, ein Eingreifen war also nicht zwingend notwendig) - muss aber dann auch akzeptieren, wenn diese nicht begeistert angenommen wird. Tut man das nicht, sondern beharrt auf dem Thema, ist eine Eskalation fast unvermeidlich. Denn kaum jemand ist bereit, seine persönlichen Entscheidungen spontan umzuschubsen, nur weil sie irgendeinem Außenstehenden nicht passen.

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Re: Kommunikationsproblem

Beitrag von Ninja Turtle » Donnerstag 27. Juni 2019, 00:07

Tania hat geschrieben:
Mittwoch 26. Juni 2019, 23:38
Dann das Thema weiter zu verfolgen ist schlichtweg übergriffig.
Ich denke, dass das den Kern der Sache trifft. Das bestimmt Dinge von vielen Menschen eben als übergriffig empfunden werden, wo manche nur neutrale Argumente sehen.
Ich hatte mal so eine Situation, wo es um den Nahmen einer meiner Nichten ging. Sachlich gesehen hab ich denke ich absolut nichts falsch gemacht. Aber die Situation ist trotzdem total eskaliert.
Hier gilt es rechtzeitig die Notbremse zu ziehen und das Thema zu wechseln.

Und um mal sachlich zu argumentieren.
Es geht ja nicht nur darum etwas zu verbergen, sondern auch, etwas zu zeigen. Nämlich, dass ich ein Junge bzw Mädchen bin. Und eben auch über die Kleidung.
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Re: Kommunikationsproblem

Beitrag von Reinhard » Donnerstag 27. Juni 2019, 00:44

Gatem hat geschrieben:
Mittwoch 26. Juni 2019, 22:17
Seit wann handelt es sich denn bei Badebekleidung für Kinder um Tabuthemen?
Badebekleidung von Kindern alleine ist nicht das Tabuthema. Kann man mal so als beiläufiges Kaffeekränzchen-Getratsche bringen, was da sinnvoll ist was nicht, und was schön aussieht und Schnitte und so ... kann man auch beispielsweise in einem Forum neutral diskutieren, geht sicherlich.


Hier geht es aber um Thema Badebekleidung von Kindern in Anwesenheit dieser Kinder und dann auch noch in die Richtung gehend, dass sie sich ruhig etwas nackter zeigen könnten, sind ja nur Kinder ...

Wenn es allzu konkret wird, dann überrascht es nicht, dass die Diskussion vollkommen anders aufgefasst wird.


Geht auch bei Erwachsenen, es macht einen Unterschied, ob man ein Kleidungsstück kritisiert (ich halte beispielsweise hochhackige Schuhe für Unfug), oder ob man ein konkretes Kleidungsstück an einer konkreten Person kritisiert.
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Re: Kommunikationsproblem

Beitrag von VollAB » Donnerstag 27. Juni 2019, 01:10

Tania hat geschrieben:
Mittwoch 26. Juni 2019, 23:38
Gatem hat geschrieben:
Mittwoch 26. Juni 2019, 23:13
Ich würde in so einer Situation so eine Antwort erwarten wie: „Stimmt, du hast recht, da haben wir überhaupt nicht nachgedacht. Wir werden es beim nächsten Mal berücksichtigen.“ – Ich bin nämlich durchaus der Ansicht, dass diese Eltern das tatsächlich nicht mit Absicht machen (denn es ist nunmal unsinnig, da wird ja wohl jeder zustimmen), sondern einfach aus Gedankenlosigkeit.
Diese Eltern haben sich allerdings sehr wohl darüber Gedanken gemacht und dem TE ihre Gründe auch mitgeteilt. Spätestens da sollte auffallen, dass die Annahme "Gedankenlosigkeit" nicht greift.

Dann das Thema weiter zu verfolgen ist schlichtweg übergriffig. Es geht hier um den höchstpersönlichen Lebensbereich der Familie - um die Entscheidung, was ihr Kind anzieht. Dazu kann man notfalls seine Meinung sagen (warum auch immer - das Kind hat ja nicht gelitten, ein Eingreifen war also nicht zwingend notwendig) - muss aber dann auch akzeptieren, wenn diese nicht begeistert angenommen wird. Tut man das nicht, sondern beharrt auf dem Thema, ist eine Eskalation fast unvermeidlich. Denn kaum jemand ist bereit, seine persönlichen Entscheidungen spontan umzuschubsen, nur weil sie irgendeinem Außenstehenden nicht passen.
Dazu muss man aber sagen, dass man durchaus argumentieren könnte, dass Stefan_T recht hat, aber da das Thema "eigene Kinder" ein sehr emotionales Thema ist, lässt sich da nicht so einfach mit einer sachlichen Debatte darüber diskutieren.
Auf wissenschaftlicher Ebene oder in einem rationalen sachlichen Diskurs würde die Position von Stefan_T durchaus ernstgenommen werden, aber da er es in diesem Gespräch mit den Eltern von den Kindern zu tun hat, wird das leider nicht so positiv aufgenommen.
Daher sollte man sich beim nächsten Mal ernsthaft überlegen, ob man solche Themen anschneidet, wenn man weiß, dass man da mit rationalen Argumenten nicht ankommen braucht. Ich würde es ja tunlichst vermeiden.
Tania hat geschrieben:
Mittwoch 26. Juni 2019, 22:39
Also wenn Dir z.B. einer sagt "Stefan_T, Dein Fahrrad hat ja ne Nabenschaltung. Finde ich ja voll blöd. Entweder Kettenschaltung oder ganz ohne"
Leider nicht vergleichbar, da er ja auch seine Gründe für seinen Standpunkt dargelegt hat und es auch nachvollziehbar erscheint. Die Reaktion der Eltern ist da rational leider wenig nachvollziehbar. Das sind lediglich emotionsgesteuerte Standpunkte.
Aber wie gesagt. Bei solchen Themen lieber weniger auf sein Recht pochen oder es gar nicht erst anschneiden, weil man sowieso als Verlierer rausgeht.

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Re: Kommunikationsproblem

Beitrag von Gatem » Donnerstag 27. Juni 2019, 07:04

Tania hat geschrieben:
Mittwoch 26. Juni 2019, 23:38
Diese Eltern haben sich allerdings sehr wohl darüber Gedanken gemacht und dem TE ihre Gründe auch mitgeteilt. Spätestens da sollte auffallen, dass die Annahme "Gedankenlosigkeit" nicht greift.
Also ich sehe da keine plausiblen Gründe, sondern lediglich Ausflüchte. Daher auch:
Tut man das nicht, sondern beharrt auf dem Thema, ist eine Eskalation fast unvermeidlich. Denn kaum jemand ist bereit, seine persönlichen Entscheidungen spontan umzuschubsen, nur weil sie irgendeinem Außenstehenden nicht passen.
Es geht ja nicht um eine spontanes Umschubsen, sondern um ein fundiertes Reflektieren und Revidieren der eigenen Entscheidung, die der Außenstehende ja nicht einfach so aus Lust und Laune, sondern unter Angabe von guten und nachvollziehbaren Begründungen kritisiert.

VollAB hat geschrieben:
Donnerstag 27. Juni 2019, 01:10
Daher sollte man sich beim nächsten Mal ernsthaft überlegen, ob man solche Themen anschneidet, wenn man weiß, dass man da mit rationalen Argumenten nicht ankommen braucht. Ich würde es ja tunlichst vermeiden.

Leider nicht vergleichbar, da er ja auch seine Gründe für seinen Standpunkt dargelegt hat und es auch nachvollziehbar erscheint. Die Reaktion der Eltern ist da rational leider wenig nachvollziehbar. Das sind lediglich emotionsgesteuerte Standpunkte.
Aber wie gesagt. Bei solchen Themen lieber weniger auf sein Recht pochen oder es gar nicht erst anschneiden, weil man sowieso als Verlierer rausgeht.
Damit sind wir wieder beim eigentlichen Thread-Thema (Kommunikationsproblemen): Woher soll derjenige, der das Thema anschneidet denn vorher wissen, dass er hier in ein Themengebiet gerät, in dem rationale Argumente ignoriert werden? Das merkt er doch dann erst, wenn es bereits zu spät ist.

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Re: Kommunikationsproblem

Beitrag von Nonkonformist » Donnerstag 27. Juni 2019, 07:35

Ich denke, es war vor allem kritik.

Wegen belanglose sachen wo es nichts zu gewinnen gibt übe ich seit längst lieber kein kritik mehr aus.
Davon kommt meist eh nur streit.
Menschen fühlen sich angegriffen, und das war es dann mit gute laune.
Was die anderen machen sollen die doch selbst wissen.

Wird ich von anderen direkt auf etwas angesprochen oder wird direkt oder indirekt kritik auf mich ausgeübt, oder wird ich irgendwie eingeengt, na ja, dann kommt auch gegenkritik, dann ist es mir ein streit wert.

Aber in diesem fall?
Nicht meine kinder.
Egal.
I Yam What I Yam & Dats What I Yam - (Popeye the Sailorman.)

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Re: Kommunikationsproblem

Beitrag von Tania » Donnerstag 27. Juni 2019, 08:14

VollAB hat geschrieben:
Donnerstag 27. Juni 2019, 01:10
Die Reaktion der Eltern ist da rational leider wenig nachvollziehbar. Das sind lediglich emotionsgesteuerte Standpunkte.
Nur sind es leider meist die emotionsgesteuerten Argumente, die den Ausschlag geben. Sie gegenüber rationalen Argumenten abzuwerten ist deswegen nicht unbedingt zielführend.

Reinhard hat den entscheidenden Punkt m.E. ganz gut getroffen. In einer Podiumsdiskussion zum Thema "Bademode für Kleinkinder" hätte die Argumentation sicher Anklang gefunden. In dem konkreten Szenario war es aber Kritik an einer bereits getroffenen Entscheidung, die den Kritiker nicht das Geringste angeht.
Ninja Turtle hat geschrieben:
Donnerstag 27. Juni 2019, 00:07
Ich hatte mal so eine Situation, wo es um den Nahmen einer meiner Nichten ging. Sachlich gesehen hab ich denke ich absolut nichts falsch gemacht. Aber die Situation ist trotzdem total eskaliert.
Warum diskutierst Du denn den Namen eines Kindes? Daran lässt sich doch eh nichts mehr ändern - alles was Du mit einer Kritik rüberbringen könntest, wäre ein "Ihr habt echt nen miesen Geschmack und euer armes Kind muss jetzt für immer drunter leiden." Zum Namen eines Kindes gibt es nur zwei mögliche Reaktionen: "oh wie schön" oder "oh, wie interessant". :holy:
Gatem hat geschrieben: Woher soll derjenige, der das Thema anschneidet denn vorher wissen, dass er hier in ein Themengebiet gerät, in dem rationale Argumente ignoriert werden? Das merkt er doch dann erst, wenn es bereits zu spät ist.
Sorry, aber wer nicht einmal ahnt, dass Kritik an den Kindern anderer Menschen oder an der Art, wie diese sie anziehen, eine emotionale Reaktion hervorrufen kann, sollte wirklich dringend an seiner sozialen Kompetenz arbeiten. Oder sich einfach drei Fragen stellen:
- Ist der Angesprochene persönlich betroffen?
- Geht die Sache mich irgendwas an?
- Wird die Kritik zu irgendeiner Änderung führen, aufgrund derer eine Verbesserung der Situation der Beteiligten zu erwarten ist?

Wird die erste Frage mit ja und die anderen mit nein beantwortet, sollte das Thema besser vermieden werden ... (Insofern kann ich echt nur hoffen, dass der TE diese Zeilen als hilfreich empfindet ... :oops: )

In the end we only regret the chances we didn’t take, the relationships we were afraid to have, and the decisions we waited too long to make. (Lewis Carroll)

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Re: Kommunikationsproblem

Beitrag von Goldilocks » Donnerstag 27. Juni 2019, 08:39

Gatem hat geschrieben:
Donnerstag 27. Juni 2019, 07:04
Tania hat geschrieben:
Mittwoch 26. Juni 2019, 23:38
Diese Eltern haben sich allerdings sehr wohl darüber Gedanken gemacht und dem TE ihre Gründe auch mitgeteilt. Spätestens da sollte auffallen, dass die Annahme "Gedankenlosigkeit" nicht greift.
Also ich sehe da keine plausiblen Gründe, sondern lediglich Ausflüchte. Daher auch:
Tut man das nicht, sondern beharrt auf dem Thema, ist eine Eskalation fast unvermeidlich. Denn kaum jemand ist bereit, seine persönlichen Entscheidungen spontan umzuschubsen, nur weil sie irgendeinem Außenstehenden nicht passen.
Es geht ja nicht um eine spontanes Umschubsen, sondern um ein fundiertes Reflektieren und Revidieren der eigenen Entscheidung, die der Außenstehende ja nicht einfach so aus Lust und Laune, sondern unter Angabe von guten und nachvollziehbaren Begründungen kritisiert.



Ich glaube, dieser Beitrag beschreibt perfekt den Unterschied zwischen Menschen, die sich öfter mal in für sie rätselhaften Kommunikationssituationen befinden und solchen, denen das eher nicht passiert.

Hier liegen zwei Fehlannahmen vor:
Erstens die Annahme, alle Menschen möchten alle ihre Entscheidungen rational optimieren.

Zweitens die Annahme, das Vortragen von rationalen Argumenten geschieht ausschließlich auf Sachebene und transportiert neutral Informationen.

Mein Eindruck ist, dass das Thema Badebekleidung bei Kindern zwar besonders schnell abdriften kann, der Mechanismus aber genauso bei allen anderen Themen ähnliche Ergebnisse hat.

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Re: Kommunikationsproblem

Beitrag von Ninja Turtle » Donnerstag 27. Juni 2019, 09:08

Tania hat geschrieben:
Donnerstag 27. Juni 2019, 08:14
Ninja Turtle hat geschrieben:
Donnerstag 27. Juni 2019, 00:07
Ich hatte mal so eine Situation, wo es um den Nahmen einer meiner Nichten ging. Sachlich gesehen hab ich denke ich absolut nichts falsch gemacht. Aber die Situation ist trotzdem total eskaliert.
Warum diskutierst Du denn den Namen eines Kindes? Daran lässt sich doch eh nichts mehr ändern - alles was Du mit einer Kritik rüberbringen könntest, wäre ein "Ihr habt echt nen miesen Geschmack und euer armes Kind muss jetzt für immer drunter leiden." Zum Namen eines Kindes gibt es nur zwei mögliche Reaktionen: "oh wie schön" oder "oh, wie interessant". :holy:
Das Kind war noch nicht geboren, der Name stand noch nicht fest und ich saß zufällig mit im Auto.
Eigentlich eine vollkommen normale Situation. Würde man meinen.
Und ich hab auch nicht „diskutiert“ sondern nur mal meinen Senf dazu gegeben.
Ist schließlich klar, was der Spitzname sein wird, wenn die Tochter Ronnja heißt.

Und eigentlich hat mich nur genervt, dass sie immer an seinen Vorschlägen was auszusetzen hatte.

Also eine Kommunikation über Umwege.
:kopfhoerer: :tanzen2: :umarmung2:

Die SHG-Frankfurt trifft sich jeden 1. und 3. Freitag im Monat. (Dann besaufen wir uns und feiern wilde Sexorgien. Man kann aber auch nur zugucken.) :mrgreen:

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