bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

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Peter
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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von Peter » Samstag 27. April 2019, 12:20

NBUC hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 11:40
Peter hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 11:14
Aber Nerds stehen doch selten außerhalb des Mainstreams. Das findet eher in der Selbstwahrnehmung statt.
Damit wäre das Problem ja erledigt ... :wuetend:
Das habe ich nicht gesagt. Dann ist es noch eher wahrscheinlich, dass die Problemsuche beim Hobby ein Verhalten darstellt, dass man auch bei der Prokrastination findet. Man beschäftigt sich mit dem einen um sich nicht mit dem anderen beschäftigen zu müssen.
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Nonkonformist
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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von Nonkonformist » Samstag 27. April 2019, 12:27

Peter hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 12:20
Das habe ich nicht gesagt. Dann ist es noch eher wahrscheinlich, dass die Problemsuche beim Hobby ein Verhalten darstellt, dass man auch bei der Prokrastination findet. Man beschäftigt sich mit dem einen um sich nicht mit dem anderen beschäftigen zu müssen.
Was soll das jetzt heißen? Das wir nerds insgeheim alle extrovertierte gesellschaftsmenschen sind die uns hinter unsere hobbys verstecken? Das wir eigentlich viel lieber sozialer oder mainstreamtauglicher sein wollen, und das nur aus angst vermeiden? Tut mir leit, ich habe lieber daheim comics gezeichnet als in kneipen unbekannten an zu quatschen. Zu mir passenden potentielle kandidatinnen fand ich wohl in meine eigene nischen.
Zuletzt geändert von Nonkonformist am Samstag 27. April 2019, 12:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Peter
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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von Peter » Samstag 27. April 2019, 12:32

Nonkonformist hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 12:27
Peter hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 12:20
Das habe ich nicht gesagt. Dann ist es noch eher wahrscheinlich, dass die Problemsuche beim Hobby ein Verhalten darstellt, dass man auch bei der Prokrastination findet. Man beschäftigt sich mit dem einen um sich nicht mit dem anderen beschäftigen zu müssen.
Was soll das jetzt heißen? Das wir nerds insgeheim alle extrovertierte gesellschaftsmenschen sind die uns hinter unsere hobbys verstecken? Das wir eigentlich viel lieber sozialer oder mainstreamtauglicher sein wollen? Tut mir leit, ich habe lieber daheim comics gezeichnet als in kneipen unbekannten an zu quatschen.
Nein, soll es nicht heißen. Das Hobby ist ein Hobby und für sich betrachtet kein Problem.
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Xiangni
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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von Xiangni » Samstag 27. April 2019, 12:33

LonesomeCoder hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 09:59
Die Schnittmenge zwischen "Leuten, die Interessen und Gesprächsthemen mit mir teilen" und "Frauen" ist nahezu die leere Menge.
Das glaube ich dir. Aber das wichtige Wörtchen ist "nahezu". Siehe Captain Unsichtbar.
Mein Kalkül wäre: wenn eine Frau vorm Erfahren von meinem Interesse über Charakter, Bildung und Vertrauenswürdigkeit Bescheid weiß, ist das Aussehen einen Tick unwichtiger als wenn sie nur auf Basis dessen entscheiden muss, ob sie sich auf mich einlässt oder nicht.
Das stimmt, das Hilft. Frauen schauen (für eine Beziehung) vermehrt auf den Charakter. Und wenn der Charakter top ist, dann kann es gut sein, dass das Aussehen des Mannes als besser erachtet wird als es ist. Das würde ich unterschreiben. Habe schon von mehreren Freundinnen gehört, dass ihr Partner der schönste Mann ist, obwohl ihnen bewusst ist, dass er in den Augen der Allgemeinheit nur durchschnittlich ist.
Damit du deinen Charakter, Bildung und Vertrauenswürdigkeit zeigen kannst, musst du aber erstmal mit der Frau reden. Und da scheinst es ja ausserhalb des Nerdbereichs an Gesprächsthemem zu scheitern.
Eine Frau für mich müsste kein Nerd sein. Nur damit klarkommen, dass ich einer bin und keine gemeinsamen Gesprächsthemen oder für sie interessante Aktivitäten bieten kann.
Hier hapert es für mich. Die Frau müsste damit klarkommen, dass du keine gemeinsamen Gesprächsthemen anbieten kannst? Wie stellst du dir dies genau vor? Es gibt doch nichts Traurigeres als wenn man sich nichts zu sagen hat. Dass eine Frau damit klarkommt, dass du ein Nerd bist = kein Problem. Dass eine Frau damit klarkommt, dass es keine gemeinsamen Gesprächsthemen gibt = jäääää ich glaube eher weniger.
Hättest du denn Interesse an ihren Gesprächsthemen? An ihrem Leben? An ihren Interessen? Oder wie stellst du dir das genau vor?

Das ist es, was ich nicht verstehe. Bitte erkläre es mir.

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Samstag 27. April 2019, 12:37

Ich glaube, eines der Hauptprobleme im Verständnis von Nerds ist, daß die hiesigen Nichtnerds gar nicht wissen, wie Nerds sind.

Entweder kennen sie nur die Spitze des Eisbergs, der das Nerdtum ist, oder sie hatten überhaupt noch nie Kontakt zu Nerds, interessieren sich dafür auch gar nicht und wissen daher von Nerds überhaupt nichts.
Peter hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 10:48
Er hat nur Nerdhobbys. Aber er lebt ja auch in dieser Welt. Also gibt es auch genug andere Themen, über die man sich mit ihm unterhalten kann.

Warum sollte er seine Hobbys mit irgendetwas kompensieren können? Wozu soll das gut sein?
Wenn er nur Hardcore-Nerd-Hobbys hat, braucht er zum Ausgleich etwas, worüber er auch mit Nichtnerds in Kontakt kommen kann.
Peter hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 10:48
Nerd ist doch mittlerweile Mainstream. Kann man es sich imagemäßig überhaupt noch leisten, keiner zu sein?
Was der Mainstream als gleichzeitig nerdy und mainstreamig ansieht, ist Kleinkram. Larifari.

Harte Nerdthemen sind nach wie vor alles andere als Mainstream. Davon weiß der Mainstream aber nichts, weil der Mainstream von diesen harten Nerdthemen selbst noch nie etwas gehört hat.

Wenn es um Computernerds geht, denkt alle Welt an Windows-Nutzer. Die harten Nerds fassen Windows aber gar nicht an. Bei denen läuft so etwas wie Gentoo, Slackware, Linux From Scratch oder NetBSD. Das ist Nerd. Nur: Von alledem weiß der Mainstream noch nicht einmal, daß es existiert.

Wenn alle Nerdthemen absolut Mainstream wären, wären nicht nur Microsoft und Apple weg vom Fenster, sondern auch Facebook, Instagram, WhatsApp und Twitter, weil alle Welt freie, nicht kommerzielle, dezentrale, verteilte Alternativen nutzen würde. Statt daß Twitter der gefühlt einzige überhaupt existierende Microbloggingdienst wäre, wäre Pleroma der größte. Diejenigen Smartphonehersteller, die weder eine wirklich freie, offene Firmware installieren noch die Installation einer Alternativfirmware zulassen würden, würden schon längst nicht mehr als Smartphonehersteller existieren – weil deren Produkte boykottiert würden. Was in der Realität das Apple iPhone XS oder das Samsung Galaxy S10 ist, wäre statt dessen das Librem Purism 5.

Okay, es mag Mainstream sein, Star Wars oder Star Trek zu mögen. Aber ist es Mainstream, Firefly zu mögen? Oder Larry Nivens Ringworld-Zyklus? Oder Isaac Asimov? Und selbst bei Star Wars ist es mitnichten Mainstream, bis heute das Expanded Universe zum Kanon zu erklären und die Existenz von allem ab Episode 1 (insbesondere Jar Jar Binks) vehement zu verneinen.

Überhaupt das Wort „Kanon“ zu benutzen, ist Nerd und nicht Mainstream, zumindest in diesem Zusammenhang. Oder Begriffe wie „Fanon“, „Retcon“, „gejosst“, „Reboot“, „Mary Sue“ bzw. „Gary Stu“ – selbst „Spoiler“ ist noch nicht ganz im Mainstream angekommen. Mal ehrlich: Wer von euch – zumindest diejenigen, die sich nicht als Nerds außerhalb des Mainstreams ansehen – kennt diese Begriffe (außer „Spoiler“)? Wer von euch benutzt sie selbst?

Würdest du behaupten, daß TV Tropes Mainstream ist? Auch in Deutschland? Wenn ja, wie erklärst du dir, daß der deutsche Teil nur ein paar Dutzend Seiten hat, die teilweise jahrelang nicht bearbeitet werden – während der englischsprachige Teil mehrere tausend Seiten hat, die sich in ständiger Veränderung befinden?

Wenn es Mainstream ist, ein Brony zu sein (auch das sind Nerds), warum üben die Bronies ihr Fandom immer noch weitestgehend im Untergrund aus – und warum werden sie bis heute aus Mißverständnis seitens nahezu aller Nichtbronies so mit Haß überschüttet?
Xiangni hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 11:06
Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 09:01
Der Nerd sozialisiert zweckgebunden. Und der Zweck ist nicht das Sozialisieren um des Sozialisierens Willen, das Sozialisieren als Selbstzweck.
Für mich klingt das so: wenn der Nerd also zweckgebunden sozialisiert, dann bedeutet das ja:
- Nerdfreunde = zum Zweck sich über gleiche Interessen auszutauschen
- Frauen = für Sex
Ersteres stimmt – sofern man nicht von „Nerdfreunden“ spricht. Es müssen nicht unbedingt Freundschaften entstehen. Weit überwiegend sind es Bekanntschaften.

Letzteres stimmt weit, weit weniger häufig bis überhaupt nicht. Sehr viele Nerds versuchen gar nicht erst, eine Sexpartnerin zu bekommen. Warum nicht? Weil sie genau wissen, daß sie – unattraktiv, wie sie sind – sowieso nie bei einer Frau landen würden, schon gar nicht im Bett. Da ist es einfacher, sich eine Waifu aus einer Anime-Serie zu suchen.

Wenn sie es dann doch versuchen, dann auf dem Nice-Guy/White-Knight-Weg als vermeintlicher Gentleman und Frauenversteher. Resultat: in 5% der Fälle die Kumpelschiene, in 95% der Fälle rennt die Frau angewidert schreiend davon.
Xiangni hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 11:06
Es hört sich so an, als ob euch die jeweilige Person dahinter gar nicht interessiert. Als ob es euch nur darum geht, was euch diese Person geben kann. Das ist irgendwie traurig und wäre für mich - noch vor irgendwelchen scheinbar komischen Hobbys der Hauptgrund, weshalb ich euch eine Absage geben würde. Warum sollte man sich jemandem hingeben, der in einem nur einen Mittel zum Zweck sieht? Unromantischer und emotionsloser geht es nicht. Sehen das andere Frauen hier auch so?
Ich weiß ja, daß es für weibliche Nicht-Nerd-Gemütsmenschen sehr schwer bis unmöglich zu verstehen ist, aber: Nerds – die ja weit, weit überwiegend männlich sind – sind weit eher reinste Kopfmenschen. Statt Emotionen gibt’s bei ihnen Logik. Kalte, harte, analytische Logik. Nerds sind so kopfgesteuert, daß sie z. B. Computerbetriebssysteme nicht danach auswählen, wie hübsch oder simpel die grafische Benutzeroberfläche ist – weil sie zu einem erheblichen Teil praktisch ohne jegliche grafische Benutzeroberfläche arbeiten. Oder zumindest mit so etwas wie ratpoison, das diesen Namen aus Nichtnerd-Sicht nicht verdient.

Nerds interessieren sich nicht für Persönlichkeiten realer Menschen, die ihnen gegenüberstehen – außer wenn diese sie nerven, und selbst dann nicht immer. Allenfalls interessieren sie sich für Persönlichkeiten fiktiver Charaktere (um dann darüber reden zu können, daß Regisseur X Charakter Y in seiner Adaption von Stoff Z „out of character“ dargestellt hat).
Xiangni hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 11:06
Ich treffe mich mit meinen Freunden, weil ich Teil ihres Lebens sein will. Weil ich wissen will, wie es ihnen geht und was sie beschäftigt. Die Aktivitäten, die wir zusammen ausüben (Kino, Cafébesuch, Kochen etc) sind nur Mittel zum Zweck, um mitrinander Zeit zu verbringen.
Nerds gehen nicht ins Kino, um mit lieben Menschen eine schöne Zeit zu verbringen.

Nerds gehen ins Kino, um den neuesten Star Wars-Film zu sehen, damit sie auch wissen, worüber sie reden, wenn sie sich darüber auslassen, wie J.J. Abrams das ganze Franchise ungebremst gegen die Wand gefahren und RUINED FOREVER hat.

Nerds gehen ins Kino, um noch vor dem DVD-/Blu-Ray-Release sehen zu können, inwiefern Deadpool von der Comicvorlage abweicht – und sich dann darüber aufzuregen, daß die ganzen Nichtnerds den Film als Kanon ansehen, weil sie die Comics nicht kennen.

Nerds gehen ins Kino, um den Film hinterher auf TV Tropes zerpflücken zu können (das in puncto Medien hundertmal informativer ist als die Wikipedia).
Peter hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 11:14
Fast jedes Nerdhobby bietet doch eine kommerziell lukrative Zielgruppe. Mit Nerds wird richtig Geld verdient. Mal ist der Markt gigantisch groß, mal etwas für die Nische. Aber Nerds stehen doch selten außerhalb des Mainstreams.
„Fast jedes“ trifft es mitnichten. Vielleicht „fast jedes“ von den Nerdhobbys, die den Nichtnerds so auf Anhieb einfallen. Aber es gibt mehr als genügend Nerdhobbys, mit denen zumindest im deutschsprachigen Raum kaum bis gar kein Geld gemacht wird.

FLOSS (Free, Libre, Open Source Software) ist ein absolutes Nerdthema, noch dazu ein sehr großes, umfassendes, vielfältiges. Und sie ist auf Eigeninitiative und Spenden angewiesen. Damit wird also überhaupt kein Geld verdient. Das meiste davon ist auch alles andere als Mainstream. Gleichzeitig verwenden Nerds FLOSS an den Stellen, wo Nichtnerds Geld für unfreie, proprietäre, kommerzielle Closed-Source-Payware ausgeben.

Computerhardware? Nein. Bevor ein wirklich harter Nerd Geld ausgibt für ein nagelneues Consumer-Notebook mit vorinstalliertem Windows und das dann so benutzt, wie er es gekauft hat, legt er sich ein um mehrere Generationen veraltetes ThinkPad ohne System zu, rüstet es mit mehr RAM und einer SSD auf (oder gar einem anderen Mainboard aus einem neueren Schlachtgerät und/oder einem anderen TFT-Panel) und installiert GNU oder BSD.

Wieviel Geld, glaubst du, wird gemacht mit alten Science-Fiction-Franchises, zu denen es weder aktuelle Releases noch wie auch immer geartetes offizielles Merch gibt? Wieviel Geld holt Firefly aus den Browncoats?

Mit Mystery Science Theater 3000 kann gar kein Geld gemacht werden. Zumindest die Episoden selbst sind nicht monetarisierbar – weil die Rechteinhaber der Kinofilme, die in diese Episoden eingebettet sind, entweder einen ziemlich fetten Anteil davon haben wollen oder einer kommerziellen Neuverwertung nie zustimmen würden. Die Serie kann ausschließlich als Bootlegs verbreitet werden. Solange The Movie nicht als DVD (und Blu-Ray) neu aufgelegt wird, macht das ganze Franchise höchstens aus Lizenzmerch ein bißchen Geld, wenn überhaupt.

TV Tropes hatte ich erwähnt. Mit den ganz harten Nerds macht es sogar Verluste, weil die sehr, sehr wirksame Adblocking-Methoden haben. Wo der Nichtnerd entweder die Werbung toleriert und ignoriert, weil es ihm zu kompliziert ist, dagegen etwas zu tun, oder Adblock Plus in Grundeinstellung nutzt, betreibt der Nerd schon einmal seinen eigenen privaten DNS-Server mit eingebautem Adblocker, so daß Werbung aller Art nicht einmal bei seinen Endgeräten ankommt. Oder er hat seine Browser zur Festung gegen Werbung hochgerüstet.

Und wer verdient an den Bronies? Hasbro? Mitnichten. Die haben den Bronies schon lange nichts mehr zu bieten, weil sie ihre Produkte lieber an den Geschmack der Hauptzielgruppe anpassen, als sie „showakkurat“ zu machen. Jetzt erst recht nicht mehr, wo sie die vierte Generation auslaufen lassen. Lizenzprodukte, die direkt auf Bronies abzielen, kommen nicht von Hasbro und sind in Deutschland praktisch durchweg nicht erhältlich – oder nur per Grauimport. Selbst Großmeetups und Conventions kalkulieren ihre Preise so, daß ihre Kosten gedeckt sind und sie Geld für die nächste Veranstaltung übrig haben.
Xiangni hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 12:20
Ich geh auch mit dir einig, dass es gewisse Überschneidungen braucht. Ich habe auch kein Interesse daran, einen Mann (für eine Beziehung) näher kennen zu lernen, wenn wir uns gar nichts zu sagen haben. Viel wichtiger als die Überschneidung von Hobbys ist mir aber, dass wir ähnlich denken. Eine ähnliche Einstellung zu bestimmten Themen haben. Dass wir miteinander über alles reden können.
Das ist mit Nerds schon schwierig genug.

Das fängt schon damit an, daß die meisten Nerds nicht über Herzens-/Gemütsangelegenheiten reden. Sie können es nicht. Es liegt ihnen nicht. Ihnen fehlt die Fähigkeit. Ihnen fehlt somit auch das Interesse.

Ähnliches Denken und eine ähnliche Einstellung wird man als Nichtnerd-Gemüts-Frau bei wirklich harten Nerds nicht antreffen. Dafür sind Nerds viel zu unkonventionell, zu sehr eigenständige Freidenker mit gegenüber Nichtnerds extrem verschobenen Prioritäten.

Dazu kommt dann noch, daß wir von Männern reden. Wenn die ein Problem haben, wenden sie sich nicht an ihren besten Freund, um sich dieses Problem von der Seele zu reden. Nein, wenn die ein Problem haben, suchen sie nach einem Lösungsansatz – und wenden den dann an.

Wenn eine Frau mit ihrer besten Freundin über ein Problem redet, das sie hat, dann wird sie sie trösten. Nicht so ein Mann. Ein Nerd schon gar nicht. Der ist dafür zu sehr pragmatisch veranlagter Kopfmensch. Der spendiert dir kein tröstendes „wird schon wieder“, sondern eine Lösung. Auch wenn du die erstmal gar nicht willst. Denn für einen Kopf-Mann und ganz besonders für einen Kopf-Nerd-Mann ist das die beste Vorgehensweise.
Xiangni hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 12:20
Ich versteh einfach bei LSC und LCZ nicht: Wenn man ja schon weiss, dass man nur mit gleichgesinnten Nerds sprechen kann und einen alle anderen Themen nicht interessieren, warum sucht man denn immer noch eine Normala?
Das tue zumindest ich nicht. Ich suche und habe immer gesucht eine Frau, zu der ich kompatibel bin.
Xiangni hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 12:20
Dann sollte man doch, wie du, dort suchen, wo sich die weiblichen Pendants aufhalten. Auch wenn die Suche schwieriger ist, wie du sagst. Aber Nein, wenn man vorschlägt, man solle doch dann genau solche Orte besuchen, wo man potentielle weibliche Nerds, mit denen man sich zu unterhalten weiss, antreffen könnte, heisst es nur: geht nicht, weil es hat nur Männer.
… weil man im Gegensatz zu absoluten Nichtnerds schon mehrfach an solchen Orten war und daher persönliche Erfahrungen aus erster Hand damit hat.

Man war da. Da waren keine Frauen, sondern nur Männer.
Xiangni hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 12:20
Man muss hier halt die Hoffnung nicht aufgeben und vielleicht auch einer Frau die Chance geben, die sich nur zu 50% und nicht 100% mit dem Lieblingshobby auskennt.
50% wären ein Anfang. Meistens kommt es aber nicht einmal auf 1% – und noch dazu auf totales Desinteresse bis totale Ablehnung.
← Das da sind keine Klaviertasten. Es sind Synthesizertasten. Doch, da gibt es Unterschiede.
Bisherige Signatur ersetzt, weil die sowieso kaum jemand liest.

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von Xiangni » Samstag 27. April 2019, 12:38

Nonkonformist hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 12:27
Peter hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 12:20
Das habe ich nicht gesagt. Dann ist es noch eher wahrscheinlich, dass die Problemsuche beim Hobby ein Verhalten darstellt, dass man auch bei der Prokrastination findet. Man beschäftigt sich mit dem einen um sich nicht mit dem anderen beschäftigen zu müssen.
Was soll das jetzt heißen? Das wir nerds insgeheim alle extrovertierte gesellschaftsmenschen sind die uns hinter unsere hobbys verstecken? Das wir eigentlich viel lieber sozialer oder mainstreamtauglicher sein wollen, und das nur aus angst vermeiden? Tut mir leit, ich habe lieber daheim comics gezeichnet als in kneipen unbekannten an zu quatschen. Zu mir passenden potentielle kandidatinnen fand ich wohl in meine eigene nischen.
Wie bei Captain Unsichtbar: Du weisst, dass dich nur solche Frauen interessieren, die deine Leidenschaft teilen, also suchst de genau in diesem Bereich. Das ist doch perfekt und ich würde es nicht anders machen, resp. Ich mache es auch nicht anders. Der Unterschied ist nur, dass mein Bereich grösser ist als deiner, weil es mehr Menschen gibt, die meine Leidenschaft teilen. Aber du machst es ja genau richtig: Du suchst dort, wo yu für dich die grösste passende Auswahl hast.

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von Brax » Samstag 27. April 2019, 12:39

Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 11:57
Ich glaube die Schwierigkeit bei dieser Diskussion -- der Grund weshalb es hier oft so einen Graben gibt -- liegt daran, dass Menschen welche eher massenkompatibel sind, absolut keine Vorstellung davon haben, wie wichtig Komptabilität für jemanden ist, der abseits der Masse liegt. Ich glaube das liegt einfach daran, dass ein Grossteil der Menschen den Luxus hat, sich gar nicht darüber Gedanken machen zu müssen, sie nehmen ganz Grundsätzliches einfach als gegeben hin. Sie schliessen aus ihrer eigenen Perspektive, dass es kein Problem ist, sich mit allem irgendwie zu arrangieren. Da kommen dann so Aussagen wie "jeder geht doch gerne ins Kino" oder "es ist doch kein Problem eine Aktivität zu finden, gibt ja genug" etc. Nur trifft das eben nicht auf alle zu, und das ist ihnen offenbar einfach nicht ganz klar.
Ich habe es oft genug probiert, es klappt einfach nicht. Ich selbst habe schon gar kein grosses Interesse an einer Person, wenn ich merke, dass wir null Überschneidungen haben. Eine einmalige Unterhaltung sicher, aber ein richtiges kennenlernen? Nein.
Da ich offenbar einigermaßen "massenkompatibel" bin ( :lol: )... finde ich das jetzt leicht beleidigend. Ich behaupte nicht "Jeder macht doch ... gern" und ich verstehe durchaus, dass es andere Perspektiven gibt. Und es gibt auch viele Leute, mit denen ich nichts anfangen kann und will.

Wogegen ich (/wir "Massenkompatiblen") hier angeschrieben haben, ist die Überzeugung einiger User, dass sie absolut null Chancen haben, irgendwo irgendjemanden kennenzulernen. Natürlich funktioniert nicht bei jedem alles. Es wurden Beispiele aufgezeigt, da kann sich jeder raussuchen, was für ihn taugt. Aber ich glaube nicht, dass jemand in absolut gar keiner Konstellation oder Situation jemanden kennenlernen kann. Aber manche reden sich das so zurecht, damit sie nicht aktiv werden müssen. Oder dass jemand mit so gut wie gar niemandem kompatibel sein kann. Es gibt genügend Nicht-Mainstream-Leute, mit denen man sich zusammentun kann. Siehe Nonkonformist: Ist ein Nerd und selbstgewählter Außenseitertyp, der mit der Mehrheit der Leute nichts anfangen kann -> aber er hatte trotzdem 15 OdBs, zahlreiche Frauen, die was von ihm wollten und immerhin zeitweise Freunde. Dann muss man eben am richtigen Ort bzw. im richtigen Milieu suchen. Aber das ist immer noch kein Grund, überhaupt nicht zu suchen. (Wie gesagt, unter der Annahme, man möchte Leute kennenlernen.)

Ich glaube, das Problem einiger hier ist nicht, dass sie nicht mainstream sind, sondern dass sie glauben, sie wären so unglaublich anders und inkompatibel mit dem Rest der Welt. Und dieser ganze Rest der Welt (minus die eine Person, die man selber ist), sei ja so normal und würde einen deshalb geschlossen nie akzeptieren wollen.

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von NBUC » Samstag 27. April 2019, 12:52

Brax hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 12:39
Siehe Nonkonformist: Ist ein Nerd und selbstgewählter Außenseitertyp, der mit der Mehrheit der Leute nichts anfangen kann -> aber er hatte trotzdem 15 OdBs, zahlreiche Frauen, die was von ihm wollten und immerhin zeitweise Freunde. Dann muss man eben am richtigen Ort bzw. im richtigen Milieu suchen.
Siehe Nonkonformist: macht etwas nerdiges, aber in einem Milieu mit einem offenbar brauchbaren Frauenanteil und einem sonstigen Erscheinungsbild, welches ihm sogar weibliche Ansprachen beschert hat.

Letztlich ist zur Überwindung der Aussenseiterproblematik natürlich notwendig entweder doch noch etwas in der eigenen Nische auf zu tun - also wie aktiviere/finde/erkenne ich ggf "stille Singlenerdinnen" oder sich dann doch dem Mainstream anzupassen und dann dort zu fischen.

Aber das sind eben beides keine trivialen Vorhaben und da hilft "ist doch ganz einfach" oder "dein Problem bildest du dir bloss ein" ganz und gar nicht hilfreich.

Und so extrem wie die Beispiele von LSC oder LCZ muss es gar nicht werden. Jedes Hobby, welches man eher alleine oder in einem (ggf. auch nur lokal) partnerkandidatsarmen Umfeld macht und nicht durch anderweitige Einbindung kompensiert, bzw. mt der Zeit den Kontakt zur primärsozialisieenden Geselslchaft verliert oder nie gefunden hat reicht völlig aus: Pferdefreundin, Langstreckenläufer, ... .
Das Hobby selbst ist da für sich gesehen letztlich egal - was zählt ist die damit praktizierte Art zu sozialiseren und die mangelnde Beherrschung der Mainstreamrituale/themen.
Zuletzt geändert von NBUC am Samstag 27. April 2019, 13:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Alle gesellschaftlichen Betrachtungen enthalten zwangsläufig Verallgemeinerungen und werden daher Ausnahmen und Einzelfälle enthalten, denen sie nicht gerecht werden können.

wenn ich nicht antworten sollte heißt das nicht, dass du Recht hast, sondern ich kein Internet!

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von Xiangni » Samstag 27. April 2019, 12:55

Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 12:37
Nerds interessieren sich nicht für Persönlichkeiten realer Menschen, die ihnen gegenüberstehen – außer wenn diese sie nerven, und selbst dann nicht immer. Allenfalls interessieren sie sich für Persönlichkeiten fiktiver Charaktere (um dann darüber reden zu können, daß Regisseur X Charakter Y in seiner Adaption von Stoff Z „out of character“ dargestellt hat).
Okay, auch wenn ich es wirklich nicht verstehen kann, akzeptiere ich deine Aussage. Da tauchen bei mir aber sofort neue Fragen auf: Warum sucht ein solcher Nerd dann überhaupt nach einer Beziehung? Nach einer Frau? Was erwartest du von der Frau? Wenn ja eigentlich keinerlei Interesse an der Frau (ihrer Persönlichkeit) vorhanden ist, was bleibt dann noch übrig? Und warum sollte sich eine Frau darauf einlassen?
Wenn dein Leben nur aus Logik besteht, gibt es denn keinerlei Emotionen? Wie würdest du einer Frau zeigen, dass du sie liebst? Oder wie würde man das erkennen? Oder gäbe es dies gar nicht?
Wenn selbst Freunde zum Fachsimpeln nur als Bekannte bezeichnet werden... woher kommt denn der Drang nach einer Freundin/Beziehung, wenn ja kein Interesse am Mensch dahinter steckt und scheinbar die gemeinsame Zeit nicht wertgeschätzt wird oder zumindest kein Bedürfnis ist? Braucht ihr denn andere Menschen um euch herum?

Ich versuche wirklich gerade zu verstehen, wie man nach einer Freundin/Beziehung suchen kann ohne dass man sicht für die Person dahinter interessiert. Ich meine, dass einzige, was euch die Frau geben kann, was die Nerdfreunde nicht geben können, ist ja Sex, sonst nichts. An Emotionalem scheint ja kein Interesse zu bestehen. Und wenn man das so runterbricht, dann reicht ja der Gang zu einer Prostituierten, nicht?

Es ist mir wirklich gerade ein Rätsel. Bitte um Klärung.

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von Automobilist » Samstag 27. April 2019, 12:58

Brax hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 12:39
Aber manche reden sich das so zurecht, damit sie nicht aktiv werden müssen. Oder dass jemand mit so gut wie gar niemandem kompatibel sein kann.
Das glaube ich nicht nur - sondern bin felsenfest davon überzeugt. Die vergangenen Dekaden haben diesen Sachverhalt für mich nur untermauert.
Was ist " humour " ? Excellenz Erich Ludendorff

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von Peter » Samstag 27. April 2019, 13:03

Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 12:37
Ich glaube, eines der Hauptprobleme im Verständnis von Nerds ist, ...
Ich will es mal so formulieren: Bei den Hobbys, die Du so hast oder benennst, gibt es einiges, was mich interessieren würde. Genug Gesprächsstoff für Stunden.

Aber die Art und Weise, wie Du eben in diesem Thread und häufig auch sonst über Deine Leidenschaften sprichst, würden mich abschrecken. Dann würde ich mir lieber andere Liebhaber dieser Hobbys suchen um entspannter meinen Wissensdurst stillen zu können.

Ich meine das nicht böse. Es geht mir darum, ein Feedback zu geben. Mit den Bronies z.B. hätte ich kein Problem. Das Hobby würde ich zwar nicht teilen, aber mich mit jemanden Austauschen, der das Hobby liebt, wäre schon mal interessant.
Aber bei Dir kommt das immer so angestrengt, latent aggressiv und belehrend herüber. Auch schwingt da immer eine Abschätzigkeit gegenüber „Mainstream“ oder nicht Eingeweihten mit.
Und das würde mich stören. Wahrscheinlich sprichst Du im Vieraugengespräch ganz anders. Aber wenn Du so auch im direkten Gespräch auftreten würdest, wären nicht die Hobbys das Problem. Sondern wie Du mit dem Hobby mir gegenüber umgehen würdest. Also letztlich dann Dein Umgang mit mir.
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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von fredstiller » Samstag 27. April 2019, 13:05

Xiangni hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 12:55
Warum sucht ein solcher Nerd dann überhaupt nach einer Beziehung? Nach einer Frau? Was erwartest du von der Frau? Wenn ja eigentlich keinerlei Interesse an der Frau (ihrer Persönlichkeit) vorhanden ist, was bleibt dann noch übrig?
Kuscheln.
Sex.
Gebügelte Hemden.


Ansonsten stell dir vor, dass kaum jemand hundertprozentig immer und überall im Leben nur Vollzeit-Nerd ist - sondern es auch Teilzeit-Nerds, die ...nun, ausserhalb ihrer Teilzeit befriedigt werden wollen. Was, je nach Grade, schwierig werden kann, wenn der zu hoch ist.

So 10 oder 20 Prozent Nerdtum gönnt doch jede Frau ihrem Date oder Partner. 'Ne verrückte Fernsehserie zum Beispiel. Wenn die nicht schon in den Mainstream übergeschwappt ist (Breaking bad, The walking dead). Aber 80 oder 90 Prozent? Wird schwierig.
Zuletzt geändert von fredstiller am Samstag 27. April 2019, 13:09, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von NBUC » Samstag 27. April 2019, 13:08

Für Beziehungsanbahnung musst du aber nicht nur intellektuell oder auch "unfallähnlich" interessanter Gesprächspartner sein - was schon eine recht offene (und seltene) Position des Norms erfordert - , sondern auch noch emptional-persönlich positiv bei rüberkommen.
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wenn ich nicht antworten sollte heißt das nicht, dass du Recht hast, sondern ich kein Internet!

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von Nonkonformist » Samstag 27. April 2019, 13:35

Also, ich habe mit meinen Odbs mitgefiebert.
Sie waren mir ausreichend ähnlich das ich mich in ihren lebenszielen, ihren problemen und obstakels hinein versetzen konnte.
Gerade weil deren leben nich (fast) nur alltagskram war.

(Das gesagt war meine großte OdB verhältnismäßig bürgerlicher als die anderen, und sogar da fand ich ausreichend emotionale anknüpfungsmöglichkeiten. Aber menschen die nur den job fürs geld haben, deren PKWs heiß lieben - vor allem als statussymbol -, sich emotional vor allem von deren favoritisierten fußbalmanschaften mitnehmen lassen, sich in deren muckis verlieben, sex als statussymbol betrachten, und sich verschulden wegen hypothek und wohnungseinrichtung, und alle familiendramen, und wenig mehr als das - die verstehe ich null.)
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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von Dr. House » Samstag 27. April 2019, 13:46

Xiangni hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 12:55
Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 12:37
Nerds interessieren sich nicht für Persönlichkeiten realer Menschen, die ihnen gegenüberstehen – außer wenn diese sie nerven, und selbst dann nicht immer. Allenfalls interessieren sie sich für Persönlichkeiten fiktiver Charaktere (um dann darüber reden zu können, daß Regisseur X Charakter Y in seiner Adaption von Stoff Z „out of character“ dargestellt hat).
Okay, auch wenn ich es wirklich nicht verstehen kann, akzeptiere ich deine Aussage. Da tauchen bei mir aber sofort neue Fragen auf: Warum sucht ein solcher Nerd dann überhaupt nach einer Beziehung? Nach einer Frau? Was erwartest du von der Frau? Wenn ja eigentlich keinerlei Interesse an der Frau (ihrer Persönlichkeit) vorhanden ist, was bleibt dann noch übrig? Und warum sollte sich eine Frau darauf einlassen?
Wenn dein Leben nur aus Logik besteht, gibt es denn keinerlei Emotionen? Wie würdest du einer Frau zeigen, dass du sie liebst? Oder wie würde man das erkennen? Oder gäbe es dies gar nicht?
Wenn selbst Freunde zum Fachsimpeln nur als Bekannte bezeichnet werden... woher kommt denn der Drang nach einer Freundin/Beziehung, wenn ja kein Interesse am Mensch dahinter steckt und scheinbar die gemeinsame Zeit nicht wertgeschätzt wird oder zumindest kein Bedürfnis ist? Braucht ihr denn andere Menschen um euch herum?

Ich versuche wirklich gerade zu verstehen, wie man nach einer Freundin/Beziehung suchen kann ohne dass man sicht für die Person dahinter interessiert. Ich meine, dass einzige, was euch die Frau geben kann, was die Nerdfreunde nicht geben können, ist ja Sex, sonst nichts. An Emotionalem scheint ja kein Interesse zu bestehen. Und wenn man das so runterbricht, dann reicht ja der Gang zu einer Prostituierten, nicht?

Es ist mir wirklich gerade ein Rätsel. Bitte um Klärung.
Warum ein Nerd (ein MENSCH!) eine Beziehung sucht? Ich glaube, dass muss ich dir nicht beantworten ;) aber wie wir dies zeigen? Nun wenn, dann wahrscheinlich eher mit kleinen Gesten...Aber erstmal an den Punkt kommen (also eine Freundin haben). Wenn man bis dato eh nur auf die Fresse gefallen ist, wird es seeeehr schwer mit dem "Interesse zeigen" von unserer Seite - ist zumindest bei mir so. Falls man verliebt ist (und das passiert auch einem Nerd), ist dass Interesse sogar sehr intensiv und leidenschaftlich, aber dies Ausdrücken, zeigen oder preisgeben, dass nicht....
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Re: bald Sommer - und man sieht nur die Vergebenen :)

Beitrag von Brax » Samstag 27. April 2019, 14:00

Dr. House hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 13:46
Warum ein Nerd (ein MENSCH!) eine Beziehung sucht? Ich glaube, das muss ich dir nicht beantworten (...) Falls man verliebt ist (und das passiert auch einem Nerd), ist dass Interesse sogar sehr intensiv und leidenschaftlich
Also gehts doch um den Menschen an sich? Die Frage kam ja, weil LCZ gesagt hat, Nerds interessierten sich nicht für die Persönlichkeit realer Menschen.

Außerdem, wie verliebt sich denn ein Nerd, wenn er nie Kontakt zu Frauen hat?

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von LonesomeCoder » Samstag 27. April 2019, 14:03

Peter hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 10:48
Warum sollte er seine Hobbys mit irgendetwas kompensieren können? Wozu soll das gut sein?

Nerd ist doch mittlerweile Mainstream. Kann man es sich imagemäßig überhaupt noch leisten, keiner zu sein?

Der Punkt ist doch ein anderer. Lebe ich zurückgezogen oder suche ich Gesellschaft?
Zu sagen, auf Grund meines Nerdseins bin ich gesellschaftlich isoliert und habe bei Frauen wenig Chancen geht in die gleiche Richtung, wie zu sagen: Dass der Storch die Kinder bringt ist dadurch bewiesen, dass es auf dem Land mehr Kinder als in der Stadt gibt.
Manche Hobbys oder Eigenschaften kosten Ansehen, andere geben Ansehen, für Erfolg müsste man in der Gesamtsumme eine positive Bilanz haben.
Ja, der Punkt drunter ist sehr wichtig. Problem ist nur: dass ich keine gemeinsamen Interessen mit Frauen habe bzw. Frauen nicht mit mir, ist nicht meine Entscheidung oder Schuld. Ich habe schon vieles ausprobiert, hat mir nicht gefallen. Von daher ist meine Position hier fest. Die der allermeisten Frauen scheinbar auch, an der Tatsache, dass weibliche Computernerds extrem selten sind, ändern auch die Girls Days oder Stipendien speziell für Frauen in MINT-Fächern oder die Aussicht auf viel bessere berufliche Perspektiven und Gehälter als in sozialen oder geisteswissenschaftlichen Berufen nichts.
Xiangni hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 11:06
Für mich klingt das so: wenn der Nerd also zweckgebunden sozialisiert, dann bedeutet das ja:
- Nerdfreunde = zum Zweck sich über gleiche Interessen auszutauschen
- Frauen = für Sex

Es hört sich so an, als ob euch die jeweilige Person dahinter gar nicht interessiert. Als ob es euch nur darum geht, was euch diese Person geben kann. Das ist irgendwie traurig und wäre für mich - noch vor irgendwelchen scheinbar komischen Hobbys der Hauptgrund, weshalb ich euch eine Absage geben würde. Warum sollte man sich jemandem hingeben, der in einem nur einen Mittel zum Zweck sieht? Unromantischer und emotionsloser geht es nicht. Sehen das andere Frauen hier auch so?

Ich treffe mich mit meinen Freunden, weil ich Teil ihres Lebens sein will. Weil ich wissen will, wie es ihnen geht und was sie beschäftigt. Die Aktivitäten, die wir zusammen ausüben (Kino, Cafébesuch, Kochen etc) sind nur Mittel zum Zweck, um mitrinander Zeit zu verbringen.
Im Endeffekt würde es darauf hinauslaufen. Am liebsten wäre mir eine Freundschaft+ mit einer Frau, die gemeinsame Interessen mit mir hat, aber wenn es das nicht gibt, würde ich auch mit reinen Sexkontakten zu Frauen zufrieden sein. Gefühle oder emotionale Nähe brauche ich für Sex nicht. Bin ein extremer Kopfmensch mit Asperger-Autismus.
NBUC hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 11:14
Der "Nerd" sozialisiert erst einmal zweckgebunden, basierend auf den entsprechenden "Veranstaltungsthemen".
Er hat keinen Draht zu den für ihn fremd ritualisierten, allgemein und oberflächlich sozialsierenden Veranstaltungen und deren Teilnehmern.
Er kann durchaus persönliche, auf individuellen (und meist eher langsam sich aufbauenden) Kontakt aufbauende Beziehungen schätzen, genießen und vermissen lernen.
So ist es.
Peter hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 11:14
Wieso im Mainstream ein zweites Standbein haben? Fast jedes Nerdhobby bietet doch eine kommerziell lukrative Zielgruppe. Mit Nerds wird richtig Geld verdient.
Ja, aber das hilft aber für die Partnersuche nichts, wenn die Zielgruppe nur ein Geschlecht hat.
Es geht den meisten um ein Umfeld zu finden, was was für die Partnersuche hergibt und nicht darum, einfach nur unter beliebige Leute zu kommen. Hier ist das bestehende Nerd-Umfeld oder eine Erweiterung von diesem nicht zielführend.
Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 11:57
Ich glaube die Schwierigkeit bei dieser Diskussion -- der Grund weshalb es hier oft so einen Graben gibt -- liegt daran, dass Menschen welche eher massenkompatibel sind, absolut keine Vorstellung davon haben, wie wichtig Komptabilität für jemanden ist, der abseits der Masse liegt. Ich glaube das liegt einfach daran, dass ein Grossteil der Menschen den Luxus hat, sich gar nicht darüber Gedanken machen zu müssen, sie nehmen ganz Grundsätzliches einfach als gegeben hin. Sie schliessen aus ihrer eigenen Perspektive, dass es kein Problem ist, sich mit allem irgendwie zu arrangieren. Da kommen dann so Aussagen wie "jeder geht doch gerne ins Kino" oder "es ist doch kein Problem eine Aktivität zu finden, gibt ja genug" etc. Nur trifft das eben nicht auf alle zu, und das ist ihnen offenbar einfach nicht ganz klar.
Ich habe es oft genug probiert, es klappt einfach nicht. Ich selbst habe schon gar kein grosses Interesse an einer Person, wenn ich merke, dass wir null Überschneidungen haben. Eine einmalige Unterhaltung sicher, aber ein richtiges kennenlernen? Nein.
Xiangni hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 12:20
Ich versteh einfach bei LSC und LCZ nicht: Wenn man ja schon weiss, dass man nur mit gleichgesinnten Nerds sprechen kann und einen alle anderen Themen nicht interessieren, warum sucht man denn immer noch eine Normala? Dann sollte man doch, wie du, dort suchen, wo sich die weiblichen Pendants aufhalten. Auch wenn die Suche schwieriger ist, wie du sagst. Aber Nein, wenn man vorschlägt, man solle doch dann genau solche Orte besuchen, wo man potentielle weibliche Nerds, mit denen man sich zu unterhalten weiss, antreffen könnte, heisst es nur: geht nicht, weil es hat nur Männer. Man muss hier halt die Hoffnung nicht aufgeben und vielleicht auch einer Frau die Chance geben, die sich nur zu 50% und nicht 100% mit dem Lieblingshobby auskennt. Wichtig ist doch einfach die gemeinsame Basis. Es mag weniger Frau im Nerdbereich geben (oder die haben dann eben andere Frauenlastige Hobbys), aber es gibt sie.
Weil wie gesagt es nahezu keine Schnittmenge zwischen Frauen und Leuten, die meine Interessen teilen, gibt. Da ich als Hetero-Mann nur an Sexualität mit Frauen interessiert bin, also die Nachfrage nach der Normala. Die "weiblichen Pendants" sind je nach Hobby extrem selten. Bei Computernerds sind von 100 Personen vllt. eine oder zwei Frauen. MÜ in einer Extremform. Und jetzt stelle dir mal vor, was eine dieser Nerdfrauen bei dieser Riesenauswahl an Nerd-Männern für Ansprüche stellen kann. Tipp: den hässlichen mit dem kleinen Einkommen nimmt sie bestimmt nicht. Ich würde von einer Frau überhaupt nicht verlangen, dass sie Vorwissen in meinen Bereichen hat.
Xiangni hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 12:33
Hier hapert es für mich. Die Frau müsste damit klarkommen, dass du keine gemeinsamen Gesprächsthemen anbieten kannst? Wie stellst du dir dies genau vor? Es gibt doch nichts Traurigeres als wenn man sich nichts zu sagen hat. Dass eine Frau damit klarkommt, dass du ein Nerd bist = kein Problem. Dass eine Frau damit klarkommt, dass es keine gemeinsamen Gesprächsthemen gibt = jäääää ich glaube eher weniger.
Hättest du denn Interesse an ihren Gesprächsthemen? An ihrem Leben? An ihren Interessen? Oder wie stellst du dir das genau vor?
Genau das ist eben das Problem... Feste Beziehungen will ich gar nicht. Entweder Freundschaft+ mit einer Frau, wenns den eine der Exotinnen wäre, mit der ich gemeinsame Gesprächsthemen und nicht sexuelle Aktivitäten finden würde oder lockere Bettgeschichten.
Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 12:37
Ich weiß ja, daß es für weibliche Nicht-Nerd-Gemütsmenschen sehr schwer bis unmöglich zu verstehen ist, aber: Nerds – die ja weit, weit überwiegend männlich sind – sind weit eher reinste Kopfmenschen. Statt Emotionen gibt’s bei ihnen Logik. Kalte, harte, analytische Logik. Nerds sind so kopfgesteuert, daß sie z. B. Computerbetriebssysteme nicht danach auswählen, wie hübsch oder simpel die grafische Benutzeroberfläche ist – weil sie zu einem erheblichen Teil praktisch ohne jegliche grafische Benutzeroberfläche arbeiten. Oder zumindest mit so etwas wie ratpoison, das diesen Namen aus Nichtnerd-Sicht nicht verdient.

Das fängt schon damit an, daß die meisten Nerds nicht über Herzens-/Gemütsangelegenheiten reden. Sie können es nicht. Es liegt ihnen nicht. Ihnen fehlt die Fähigkeit. Ihnen fehlt somit auch das Interesse.

Ähnliches Denken und eine ähnliche Einstellung wird man als Nichtnerd-Gemüts-Frau bei wirklich harten Nerds nicht antreffen. Dafür sind Nerds viel zu unkonventionell, zu sehr eigenständige Freidenker mit gegenüber Nichtnerds extrem verschobenen Prioritäten.

Dazu kommt dann noch, daß wir von Männern reden. Wenn die ein Problem haben, wenden sie sich nicht an ihren besten Freund, um sich dieses Problem von der Seele zu reden. Nein, wenn die ein Problem haben, suchen sie nach einem Lösungsansatz – und wenden den dann an.

Wenn eine Frau mit ihrer besten Freundin über ein Problem redet, das sie hat, dann wird sie sie trösten. Nicht so ein Mann. Ein Nerd schon gar nicht. Der ist dafür zu sehr pragmatisch veranlagter Kopfmensch. Der spendiert dir kein tröstendes „wird schon wieder“, sondern eine Lösung. Auch wenn du die erstmal gar nicht willst. Denn für einen Kopf-Mann und ganz besonders für einen Kopf-Nerd-Mann ist das die beste Vorgehensweise.

Man war da. Da waren keine Frauen, sondern nur Männer.

50% wären ein Anfang. Meistens kommt es aber nicht einmal auf 1% – und noch dazu auf totales Desinteresse bis totale Ablehnung.
Gut rübergebracht. Leider gibt es nahezu keine Frauen, auf die solche Beschreibungen zutreffen.
Peter hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 13:03
Ich meine das nicht böse. Es geht mir darum, ein Feedback zu geben. Mit den Bronies z.B. hätte ich kein Problem. Das Hobby würde ich zwar nicht teilen, aber mich mit jemanden Austauschen, der das Hobby liebt, wäre schon mal interessant.
Aber bei Dir kommt das immer so angestrengt, latent aggressiv und belehrend herüber. Auch schwingt da immer eine Abschätzigkeit gegenüber „Mainstream“ oder nicht Eingeweihten mit.
Und das würde mich stören. Wahrscheinlich sprichst Du im Vieraugengespräch ganz anders. Aber wenn Du so auch im direkten Gespräch auftreten würdest, wären nicht die Hobbys das Problem. Sondern wie Du mit dem Hobby mir gegenüber umgehen würdest. Also letztlich dann Dein Umgang mit mir.
Ich finde, er bringt es mit viel Begeisterung und Überzeugung rüber. Manche sagen, das Hobby ist egal, solange es mit Begeisterung und Überzeugung rübergebracht wird und jemand dazu steht. Aber man kann es auch so wie du sehen. Und diese Ansicht werden die meisten Frauen teilen.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale: https://d-nb.info/1037687477/34

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die Vergebenen :)

Beitrag von Brax » Samstag 27. April 2019, 14:21

LonesomeCoder hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 14:03
Ich finde, er bringt es mit viel Begeisterung und Überzeugung rüber. Manche sagen, das Hobby ist egal, solange es mit Begeisterung und Überzeugung rübergebracht wird und jemand dazu steht. Aber man kann es auch so wie du sehen. Und diese Ansicht werden die meisten Frauen teilen.
Es dürfte in den meisten Fällen auch relativ egal sein. Aber nicht, wenn es mit einer so zur Schau gestellten Abschätzigkeit und Genervtheit gegenüber allen, die das Hobby nicht teilen, rübergebracht wird. Das hat Peter eigentlich gesagt, aber du hast es einfach außer Acht gelassen.
Begeisterung ist was völlig anderes. Da gibts kein "so oder so sehen". Du siehst die Begeisterung und blendest die Abfälligkeit anderen gegenüber aus. Kann man machen. Andere nehmen beides wahr und sind von letzterem abgeschreckt. Daraus kann man aber nicht schlussfolgern, dass das Hobby an sich abschreckend wäre oder Begeisterung nichts bringen würde.

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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von Captain Unsichtbar » Samstag 27. April 2019, 14:32

Xiangni hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 12:20
Deine Einstellung finde ich super, echt. Du hast für dich erkannt, dass du jemanden möchtest, der deine Leidenschaft teilt und suchst nun genau dort, wo du genau solche Frauen kennen lernen könntest. Du bist realistisch und weisst, dass es aufgrund der Kriterien etwas aufwändiger ist und das klassische Wege bei dir nicht zum Ziel führen. Finde ich gut.

Ich geh auch mit dir einig, dass es gewisse Überschneidungen braucht. Ich habe auch kein Interesse daran, einen Mann (für eine Beziehung) näher kennen zu lernen, wenn wir uns gar nichts zu sagen haben. Viel wichtiger als die Überschneidung von Hobbys ist mir aber, dass wir ähnlich denken. Eine ähnliche Einstellung zu bestimmten Themen haben. Dass wir miteinander über alles reden können. Dass er sich für mich als Person interessiert. Und ich mich für ihn.

Danke, ich weiss allerdings gar nicht ob daran etwas Spezielles ist. :schwitzen: Ist für mich eigentlich bloss logisch, das ich dort suche wo ich die Menschen interessant finde. Es ist ja nicht so als hätte ich anderes nie versucht. Im Online-Dating habe ich mich zb eine Zeit lang abgemüht, die Gespräche waren aber ultraharzig und die gemeinsame Wellenlänge nicht vorhanden.

Wie gesagt, das ist halt eine Frage der Lebenseinstellung oder Typ (keine Ahnung was eigentlich das korrekte Wort dafür wäre ^^). Für dich geht das unter "Nur Hobby" bzw. "Nur Interessen", aus dieser Perspektive ist es für mich verständlich, wenn das für dich weniger prioritär klingt. Bei mir ist das aber exakt das gleiche wie dein "Viel wichtiger als die Überschneidung von Hobbys ist mir aber, dass wir ähnlich denken." Da gibt es für mich keinen Unterschied weil Beides mich ausmacht. Genau da liegen eben die von mir genannten Verständnisschwierigkeiten zwischen eher massenkompatibleren Menschen und jenen welche es nicht sind (das Wort "massenkompatibel" ist übrigens absolut nicht wertend zu verstehen, es geht bloss auf die realistische Verteilung auf einer Gausskurve zurück, will heissen wer in der Mitte liegt ist eher mit vielen kompatibel).
Man muss hier halt die Hoffnung nicht aufgeben und vielleicht auch einer Frau die Chance geben, die sich nur zu 50% und nicht 100% mit dem Lieblingshobby auskennt. Wichtig ist doch einfach die gemeinsame Basis. Es mag weniger Frau im Nerdbereich geben (oder die haben dann eben andere Frauenlastige Hobbys), aber es gibt sie.
Och wie gesagt, so schlimm sieht die Situation nicht mal aus, ich kenne eigentlich ziemlich viele Frauen in dem Bereich. Das lustige ist sogar, dass ich persönlich mehr weibliche Entwickler in meinem Bekanntenkreis habe als männliche. :pfeif:
Nonkonformist hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 12:27
Was soll das jetzt heißen? Das wir nerds insgeheim alle extrovertierte gesellschaftsmenschen sind die uns hinter unsere hobbys verstecken? Das wir eigentlich viel lieber sozialer oder mainstreamtauglicher sein wollen, und das nur aus angst vermeiden? Tut mir leit, ich habe lieber daheim comics gezeichnet als in kneipen unbekannten an zu quatschen. Zu mir passenden potentielle kandidatinnen fand ich wohl in meine eigene nischen.
Vielleicht sind wir auch einfach alle nur krank und müssen auf das gesellschaftsfähige Ideal geimpft werden. :lol:
Peter hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 12:32
Nein, soll es nicht heißen. Das Hobby ist ein Hobby und für sich betrachtet kein Problem.
Warum das für dich so ist, habe ich bereits erläutert. Es wäre wirklich schön, wenn manch User mal anfangen würde, auch die andere Perspektive in Betracht zu ziehen. Ich habe umgekehrt eure Position früher auch nie verstanden, für mich war es immer normal, dass Überschneidungen elementar wichtig sind, mittlerweile habe ich aber verstanden weshalb das bei Menschen wie dir anders ist. Da habe ich verstanden, dass es nicht nur eine Welt gibt und einen Typ Mensch, sondern mehrere Perspektiven und keine davon ist falsch und keine ist eine absolute Wahrheit, die für alle gilt. ;)
Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 12:37
Das fängt schon damit an, daß die meisten Nerds nicht über Herzens-/Gemütsangelegenheiten reden. Sie können es nicht. Es liegt ihnen nicht. Ihnen fehlt die Fähigkeit. Ihnen fehlt somit auch das Interesse.
Hier gilt wie immer: sprich für dich selbst und schliesse nicht von dir auf andere, danke. Einen Gatekeeper, der mir mein Leben erklärt brauche ich mitnichten. Gilt übrigens für deinen ganzen Text über "den NerdTM". :hut:
Ich bin wie Nonkonformist HSP und das ist ziemlich das Gegenteil eines extremen Kopfmenschen...
Brax hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 12:39
Wogegen ich (/wir "Massenkompatiblen") hier angeschrieben haben, ist die Überzeugung einiger User, dass sie absolut null Chancen haben, irgendwo irgendjemanden kennenzulernen. Natürlich funktioniert nicht bei jedem alles. Es wurden Beispiele aufgezeigt, da kann sich jeder raussuchen, was für ihn taugt. Aber ich glaube nicht, dass jemand in absolut gar keiner Konstellation oder Situation jemanden kennenlernen kann. Aber manche reden sich das so zurecht, damit sie nicht aktiv werden müssen. Oder dass jemand mit so gut wie gar niemandem kompatibel sein kann. Es gibt genügend Nicht-Mainstream-Leute, mit denen man sich zusammentun kann. Siehe Nonkonformist: Ist ein Nerd und selbstgewählter Außenseitertyp, der mit der Mehrheit der Leute nichts anfangen kann -> aber er hatte trotzdem 15 OdBs, zahlreiche Frauen, die was von ihm wollten und immerhin zeitweise Freunde. Dann muss man eben am richtigen Ort bzw. im richtigen Milieu suchen. Aber das ist immer noch kein Grund, überhaupt nicht zu suchen. (Wie gesagt, unter der Annahme, man möchte Leute kennenlernen.)
Manche, manche, manche... Manche sind aber nicht ich. Scheint als hättest du meinen Beitrag nicht gelesen (der scheint irgendwie an jemand anderes gerichtet zu sein). Denn genau das, was du zu Nonkonformist sagst, mache ich doch selbst... :verwirrt: Und btw. "massenkompatibel" ist absolut nicht wertend gemeint. Siehe oben in der Antwort an Xiangni.
"I never asked for this."

knopper
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Re: bald Sommer - und man sieht nur die vergebenen :)

Beitrag von knopper » Samstag 27. April 2019, 15:02

Xiangni hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 12:38
Ich mache es auch nicht anders. Der Unterschied ist nur, dass mein Bereich grösser ist als deiner, weil es mehr Menschen gibt, die meine Leidenschaft teilen. Aber du machst es ja genau richtig: Du suchst dort, wo yu für dich die grösste passende Auswahl hast.
hm naja und darf man fragen wie lange du das denn schon machst?
Bzw. warum sich denn (deiner Meinung nach) bisher noch kein "Erfolg", also im Sinne von fester Beziehung oder auch Affäre etc.. eingestellt hat? :D

Brax hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 12:39
Es gibt genügend Nicht-Mainstream-Leute, mit denen man sich zusammentun kann. Siehe Nonkonformist: Ist ein Nerd und selbstgewählter Außenseitertyp, der mit der Mehrheit der Leute nichts anfangen kann -> aber er hatte trotzdem 15 OdBs, zahlreiche Frauen, die was von ihm wollten und immerhin zeitweise Freunde. Dann muss man eben am richtigen Ort bzw. im richtigen Milieu suchen. Aber das ist immer noch kein Grund, überhaupt nicht zu suchen. (Wie gesagt, unter der Annahme, man möchte Leute kennenlernen.)
ja...ich denke hier tut sich doch ein recht großer Graben zwischen Kleinstadt und Ballungsgebiet bzw. Großstadt auf. Natürlich sind die Möglichkeit in einer Großstadt weitaus vielfältiger bzw. vielschichtiger und es dürfte wohl nicht so schwierig sein auch andere "Nerds" zu finden.
Brax hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 12:39
Ich glaube, das Problem einiger hier ist nicht, dass sie nicht mainstream sind, sondern dass sie glauben, sie wären so unglaublich anders und inkompatibel mit dem Rest der Welt. Und dieser ganze Rest der Welt (minus die eine Person, die man selber ist), sei ja so normal und würde einen deshalb geschlossen nie akzeptieren wollen.
Also das ich bspw. nicht völlig inkompatibel bin merke ich auch imer wieder wenn ich dann doch mal mehr mit einer Frau schreibe (tinder und co.), wo dann so die Interessen / Hobbys zum Tragen kommen usw... es gehen mitnichten alle gern weg und unternehmen was sondern viele sind halt auch gern zu Hause.
Denke das ist wirklich nur so ein Vorurteil...

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