Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen?

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Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen?

Beitrag von Ninel » Mittwoch 17. April 2019, 22:40

Eigentlich steht im Titel schon (fast) alles: Welche 3-5 Schritte/Einsichten/Erkenntnisse/Veränderungen haben euch im Rückblick wirklich geholfen?

Es ist dabei vollkommen klar, dass jede*r anders ist, sein*ihr persönliches Tempo und seine*ihre individuelle Geschichte hat. Patentrezepte gibt es natürlich nicht, das ist klar, dafür viele Wege ans Ziel. Und dennoch: Könnt ihr es auf ein paar wesentliche Punkte bringen?

Meine Vermutung (bei Angst vor körperlicher Nähe):

1. besseres Körpergefühl aufbauen, sich irgendwie in seinem/mit seinem Körper wohl fühlen

2. Schritt für Schritt mit einer Vertrauensperson Nähe "üben"

3. weitere Erfahrungen (vielleicht auch unverbindliche) sammeln

Freue mich auf eure Erfahrungen!
Mut ist, wenn anderes wichtiger wird als Angst.
:tanzen2:

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Re: Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen?

Beitrag von Zwerg » Donnerstag 18. April 2019, 08:55

Niemand antwortet? Ich denke, Du kannst selbst am Besten beurteilen, an welchen Baustellen Du arbeiten solltest. Bei mir war es z.B. mehr die Angst vor Ablehnung als explizit vor körperlicher Nähe. Mit was kann ich es vergleichen? Immer wieder über den eigenen Schatten springen? Mit einem Hürdenlauf? Jedenfalls das genaue Gegenteil aller romantischen Klischees. Das hilft Dir wahrscheinlich nicht weiter, aber die Erfahrungen anderer lassen sich nun mal nicht einfach übertragen.

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Re: Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen?

Beitrag von Montecristo » Donnerstag 18. April 2019, 09:04

Ninel hat geschrieben:
Mittwoch 17. April 2019, 22:40
Eigentlich steht im Titel schon (fast) alles: Welche 3-5 Schritte/Einsichten/Erkenntnisse/Veränderungen haben euch im Rückblick wirklich geholfen?
Es war ein Prozess der weit über 10 Jahre ging.

Mehr Erfahrungen sammeln war sicherlich ein Punkt. Wenn auch der am meisten frustrierenste. Es ging zunächst um den Umgang mit anderen Menschen ganz allgemein. Selbstwertgefühl und äußerliche Veränderungen waren bei mir kein zentraler Punkt.
You've come far pilgrim. - Feels like far. - Was worth the trouble? - ugh... What trouble?

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Re: Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen?

Beitrag von Ninja Turtle » Donnerstag 18. April 2019, 09:04

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Re: Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen?

Beitrag von Melli » Donnerstag 18. April 2019, 09:45

Ninel hat geschrieben:
Mittwoch 17. April 2019, 22:40
Welche 3-5 Schritte/Einsichten/Erkenntnisse/Veränderungen haben euch im Rückblick wirklich geholfen?
Verstand und persönliche Entwicklung. Am besten beides in gutem Einklang miteinander.
Ninel hat geschrieben:
Mittwoch 17. April 2019, 22:40
1. besseres Körpergefühl aufbauen, sich irgendwie in seinem/mit seinem Körper wohl fühlen
Wenn man das kann, ist das sicherlich gut.
Ninel hat geschrieben:
Mittwoch 17. April 2019, 22:40
2. Schritt für Schritt mit einer Vertrauensperson Nähe "üben"
Kann man das "üben"?
Ninel hat geschrieben:
Mittwoch 17. April 2019, 22:40
3. weitere Erfahrungen (vielleicht auch unverbindliche) sammeln
Wenn man denkt, das brächte einem weiter.

Für mich stellt "Erfahrungen sammeln" keinen Wert für sich dar. Das hat für mich so einen Ruch von Sozialpädagogik, und das mag ich nicht.

Schlimmer noch, Unverbindlichkeiten sind für mich ein Problem, keine Lösung.

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Re: Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen?

Beitrag von Jakob220357 » Donnerstag 18. April 2019, 10:18

  1. Mit mir ist nichts falsch, bloß weil ich keine oder wenig Erfahrung habe. Andere kochen auch nur mit Wasser und so schwer ist es nicht. Aber wenn ich nichts wage, kann ich auch nichts gewinnen. Manchmal lohnt es sich über seinen Schatten zu springen und wer öfter Pech hat, hat auch mal Glück.
  2. “Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand.” Max Frisch - Wenn ich mich für mein Leben schäme, warum soll sich dann jemand dafür interessieren? Nicht jeder muss mich mögen und ich muss es nicht jedem recht machen. Aber ich werde mich nicht verstecken bloß um es leichter zu haben.
  3. Nur wenn ich mit mir selbst und meinem Leben zufrieden bin, habe ich auch eine authentische, positive Ausstrahlung. Ich mag schöne Kleidung, auffällige Details, frische Blumen und suche ansonsten nach Eindrücken, die mir so etwas vermitteln. Mir helfen Strukturen und ein gewisser eigener Anspruch um schlechte Tage nicht zur Regel werden zu lassen.
  4. "Narben erinnern uns an das Erlebte, aber sie definieren nicht unsere Zukunft.“ Mark Twain - Ich habe soviel Zeit verschwendet, um über Sachen nachzudenken, die ich nicht mehr ändern kann. Was passiert ist, ist passiert und ich kann es in Zukunft einfach mal anders versuchen.
  5. "I may sound old-fashioned, but I want to think all women should be treated like I want my wife, daughters, and granddaughters to be treated. I notice today that good manners—like standing up when a woman enters the room, helping a woman with her coat, letting her enter an elevator first, taking her arm to cross the street—are sometimes considered unnecessary or a throwback...no woman is offended by politeness." Frank Sinatra - Das lässt sich einfach auf alle Menschen ausdehnen. Die Welt wäre eine bessere, wenn jeder auf andere Acht geben würde.

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Re: Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen?

Beitrag von Gilbert » Donnerstag 18. April 2019, 11:21

Zwerg hat geschrieben:
Donnerstag 18. April 2019, 08:55
Bei mir war es z.B. mehr die Angst vor Ablehnung als explizit vor körperlicher Nähe. Mit was kann ich es vergleichen? Immer wieder über den eigenen Schatten springen? Mit einem Hürdenlauf? Jedenfalls das genaue Gegenteil aller romantischen Klischees.
Im Prinzip war es bei mir genauso. Die Angst vor Ablehnung war so groß, daß ich nie auf die Idee gekommen wäre, selbst aktiv zu werden. Ich vertraute darauf, daß evtl. interessierte Frauen den aktiven Part übernehmen. Das ist dann auch ein paarmal innerhalb meines Umfelds geschehen. Jedoch waren das nie fremde oder gar unbekannte Personen.

Indirekt geholfen hat damals sicher, daß ich im letzten Viertel meiner AB-Zeit vermehrt raus ging und mich 2 -3 Mal pro Woche quasi ins Nachtleben stürzte. Nicht mit dem Vorsatz, eine Frau fürs Leben zu finden. Sondern um eine schöne Zeit zu haben, nette Menschen kennenzulernen und als Nebeneffekt stetig mein Umfeld zu erweitern. Als Erkenntnis aus dieser Zeit ist geblieben, daß der moderate Genuß von Alkohol nicht nur als gesellschaftlicher Katalysator fungiert, sondern auch den Stock im Hintern entfernt. Zumindest bei mir.
Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden.
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Re: Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen?

Beitrag von desigual » Donnerstag 18. April 2019, 11:22

- insgesamt mehr Selbstvertrauen dank Situationen, in denen ich meine Komfortzone verlassen musste, z. B. Auslandsaufenthalte während des Studiums
- dank veränderter Lebensumstände mehr beiläufiger Kontakt mit Männern, sodass ich nicht mehr in jedem (Single)Mann einen potentiellen Partner sehe ; geht so weit dass ich heutzutage mit Kollegen problemlos shakern oder gar flirten kann (wobei klar ist, dass es nichts bedeutet); vor zehn Jahren noch konnte ich mit Männern, die mir gefielen kaum reden
- gezieltes Suchen nach Flirts /Dates, z. B. auch hier im Forum (die ersten Dates hatte ich fast alle mit Abs aus dem Forum) und (mit mehr Erfolg) in Singlebörsen
- gewisse äußere Veränderungen: figurbetontere Kleidung (habe zuhause leider immer das Gegenteil eingetrichtert bekommen, noch heute kann ich mit meiner Mutter nicht gut einkaufen, weil ich mir dann oft eine Nummer zu groß kaufe, damit ja nichts aufträgt), Haarschnitt der sich ohne ewiges Styling gut offen tragen lässt, auffällige Brille um mein blasse Gesicht aufzupeppen,...
-Abschied von der Vorstellung des Traumprinzen; stattdessen einfach mal Zugreifen bei einer Gelegenheit (führt natürlich auch zu einem ersten Mal mit einem Mann, mit dem ich nicht ewig glücklich war und entsprechend viel Kummer)
- Dates/Beziehung/Sex mit objektiv gutaussehenden Männern tun dem eigenen Selbstbewusstsein und Selbstbildnis gut
- in der Folge der ganzen Entwicklungen offeneres, selbstbewussteres Auftreten, das (kleine) Flirts im Alltag erst ermöglicht

Das nur mal als kleine Auswahl an Schritten, die mir spontan einfallen.

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Re: Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen?

Beitrag von Saraj » Donnerstag 18. April 2019, 13:13

Ich befürchte, es war einfach Glück.

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Arsonist
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Re: Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen?

Beitrag von Arsonist » Donnerstag 18. April 2019, 14:40

Ich kann natürlich nur für mich antworten, aber ich war immer nur dann bei Frauen erfolgreich wenn ich eine "scheiß drauf" Einstellung hatte. Damit meine ich dass ich in diesen Momenten einfach locker drauf war. Leider war da immer bis auf ein Mal auch Alkohol im Spiel. Deshalb vermute ich dass die Damen auch recht locker drauf waren.

Was final geholfen hat, dass ich in einer Beziehung gekommen bin, kann ich so pauschal gar nicht sagen. An mir habe ich nichts geändert, ich hatte mich eigentlich damit abgefunden dass es mit Anfang 30 nichts mehr mit einer Beziehung wird. Früher wollte ich es immer irgendwie erzwingen, ich glaube das haben die Damen auch gemerkt. Vor ca. einem jähr habe ich mir geschworen dass ich aus dem Dating Zeug raus bin, weil es bis da hin nur Zeitverschwendung für mich war. Dann habe ich trotzdem nochmal Tinder installiert, und eine Frau gemached die ich eigentlich zu attraktiv für mich fand. Als wir uns das erste Mal trafen hatte ich eigentlich nicht viel Lust auf ein Date und wollte einfach nur einen netten Abend mit ihr verbringen. Ich war einfach nur total locker und habe nicht versucht mich bei ihr einzuschleimen. Ich kann mich noch erinnern wie wir uns am Ende über lustige Pornonamen kaputt gelacht haben ("Omas von der Müllhalde" etc. :mrgreen: )

Wir haben uns nochmal über das Kennenlernen unterhalten, und ich sagte ihr auch dass ich ziemlich nervös und unsicher war. Sie fand mich ziemlich souverän, und meinte als ich mich einmal zwei Tage nicht gemeldet habe, dass sie glaubte ich wäre schon mit einer heißen Blondine über alle Berge :mrgreen: Was Sie letzten Endes gut fand dass ich bei unseren Treffen immer klare Ansagen gemacht habe. Ich habe zum Beispiel bei den ersten beiden Treffen Zeit und Ort vorgeschlagen. Habe danach auch immer gesagt wo wir danach hingehen können. Ja, das ist ein bisschen Machoverhalten, aber bei ihr kam es gut an und mir hat es nichts ausgemacht. Nach dem dritten Treffen habe ich sie spontan gefragt ob sie zu mir mit nach Hause kommen möchte, was sie dann auch tat. Beim vierten Treffen habe ich sie zu mir nach Hause eingeladen und bekocht. Meine Kochkünste kamen bei ihr übrigens super an. Sie hat ins weiser Voraussicht Sachen zum Übernachten eingepackt. Neben dieser Frau aufzuwachen war dann echt super. Dafür hat es sich echt gelohnt.

Es ist jetzt schwer zu sagen, aber ich habe mich nicht so sehr von der Attraktivität und der Tatsache dass sie eine Frau ist blenden lassen und war einfach nur normal, aber trotzdem respektvoll und höflich. Noch ein Tipp am Rande: Ich würde an der Stelle einiger weniger Zeit im Forum verbringen. Ab und zu ist es okay, aber ich habe selbst gemerkt wie ich mich in manche Diskussionen habe reinziehen lassen und mich über einige User tierisch geärgert. Andererseits zieht der depressive Grundton einen teilweise richtig runter. Deshalb habe ich meine Aktivität im letzten Jahr hier auch deutlich heruntergefahren. Muss jeder für sich selbst wissen wie er es handhabt, aber mir hat es geholfen. Ich habe mir dafür mein Engagement bei anderen Interessen ausgebaut.

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Re: Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen?

Beitrag von Thorson » Donnerstag 18. April 2019, 17:12

- Das Wichtigste zuerst: Immer wieder probieren. Ich hatte z.B. rund zwei Dutzend erste Dates, bei denen nicht mehr daraus geworden ist, so what. Passt eben nicht jedesmal.
- Souveräne Körpersprache: Ich wirke (laut Frauenmeinung) bei den Dates ziemlich gelassen und ruhig, was als souverän interpretiert wird. Ich lasse auch gerne längere Zeit mein Gegenüber reden (Wem lauscht der Mensch am liebsten? Sich selbst.) und halte derweil nur interessiert Augenkontakt. Wenn ich selbst etwas erzähle, erzähle ich nur Zeug, was mich auch wirklich interessiert und wo mein Gegenüber dann auch meine Begeisterung (alternativ auch Trauer/Bewegtheit, wenn es um eher deepes geht) spüren kann.
- Anknüpfend daran: Echtes Interesse am GEgenüber und seiner Geschichte, auch mal nachhaken.
- Angesprochenes Körpergefühl: Yep, Körper & Geist sind - meiner Meinung nach - nicht unabhängig voneinander, und nur wenn ich michin meinem Körper (mit all seinen Einschränkungen die jeder hat) wohlfühle, kann ich das auch ausstrahlen. Mir hilf regelmäßiger Sport.
- Wie Gilbert und Arsonist schon erwähnt haben, schadet Alkohol (in Maßen) ebenfalls nicht. Mir schon klar, dass die harten Antialkoholiker das nicht hören wollen, aber ein leichter Rauschzustand vereinfacht Dinge, da weniger Hemmungen gezeigt werden, da das Ganze dadurch mehr auf der affektiven, statt auf der rein kognitiven Ebene abläuft. Ich selbst benötige keinen Alkohol um derartige Blockaden abzubauen aber nach meiner Erfahrung hat es den Frauen immer geholfen, sich dadurch "fallen lassen zu können" beim ersten/zweiten Treffen. Und so eine gute Flasche Wein zu zweit zu genießen hat ja auch Stil.
- Und na klar: Erfahrungen generieren Wissen, und dieses Erfahrungswissen hilft beim nächsen Mal natürlich.

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Re: Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen?

Beitrag von fredstiller » Donnerstag 18. April 2019, 21:21

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Re: Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen?

Beitrag von RomeoKnight » Donnerstag 18. April 2019, 21:59

Konkret geholfen meinen AB-Status zu beenden, hat nichts: Es gibt da weder Trick, noch Rezept. Die Beendigung meines AB-Status hat aber schließlich auch zur Erkenntnis geführt, dass ein Leben in einer Beziehung noch weit schlimmer sein kann, als ein Leben alleine.

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Re: Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen?

Beitrag von Brax » Donnerstag 18. April 2019, 22:09

fredstiller hat geschrieben:
Donnerstag 18. April 2019, 21:21
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Ich werd aus dir nicht schlau. Ich dachte, du bist HC-AB? Inwiefern hat dir denn jetzt das Puff oder irgendwas anderes geholfen, deinen AB-Status zu beenden?

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Re: Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen?

Beitrag von fredstiller » Freitag 19. April 2019, 01:53

Brax hat geschrieben:
Donnerstag 18. April 2019, 22:09
Ich dachte, du bist HC-AB?
Ja. Aber die Freiheit (dennoch zu antworten) nahm ich mir:
Was geholfen hat, es könnte bzw. noch wird.

Der - bereits mehrfach genannte - Alkohol nämlich nicht. Ja, ich sehe auch dessen Wirkung bei anderen, aber bei mir nicht. Könnte höchstens probieren, Frauen abzufüllen, aber dabei käme ich mir manipulativ vor.

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Re: Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen?

Beitrag von knopper » Freitag 19. April 2019, 04:43

RomeoKnight hat geschrieben:
Donnerstag 18. April 2019, 21:59
Konkret geholfen meinen AB-Status zu beenden, hat nichts: Es gibt da weder Trick, noch Rezept. Die Beendigung meines AB-Status hat aber schließlich auch zur Erkenntnis geführt, dass ein Leben in einer Beziehung noch weit schlimmer sein kann, als ein Leben alleine.
eben! Es kann heute, morgen... oder eben ein Leben lang nicht passieren. Das mit dem ganzen forcieren und Rezepten was hier immer gern dargestellt wird halte ich dagegen für nicht so hilfreich, da halt bei jeder neuen Tätigkeit / Hobby was man anfängt sofort der AB-Gedanke mitschwingt.

Und ja ein Leben in einer Beziehung kann durchaus viel, viel schlimmer sein....blenden viele leider auch immer wieder aus.

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Re: Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen?

Beitrag von Gilbert » Freitag 19. April 2019, 07:14

knopper hat geschrieben:
Freitag 19. April 2019, 04:43
eben! Es kann heute, morgen... oder eben ein Leben lang nicht passieren. Das mit dem ganzen forcieren und Rezepten was hier immer gern dargestellt wird halte ich dagegen für nicht so hilfreich, da halt bei jeder neuen Tätigkeit / Hobby was man anfängt sofort der AB-Gedanke mitschwingt.
Mag sein, daß es bei Dir so ist. Bei mir schwang da gar nichts mit, weil ich mich nicht auf die Partnersuche fokussierte. In erster Linie ging es mir um meine Freizeitgestaltung. Der Rest ergab sich daraus. Wenn ich vor lauter Ehrfurcht mir im Leben vorweg das Hirn über alle Unmöglichkeiten zermatere, brauche ich vom Prinzip her mit nichts anzufangen. Dann kann ich es gleich sein lassen und es mir schlechtreden.
Ich finde es in dieser Hinsicht allemal besser, auch mal links und rechts des Weges zu schauen, als nur stur einem Tunnelblick zu folgen.

knopper hat geschrieben:
Freitag 19. April 2019, 04:43
Und ja ein Leben in einer Beziehung kann durchaus viel, viel schlimmer sein....blenden viele leider auch immer wieder aus.
Ja sicher, man kann in puncto Beziehung auch mal ins Klo greifen. So ist das im Leben. Niemand ist davor gefeit und es gibt keine Garantien. Versuch macht kluch......
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Re: Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen?

Beitrag von Melli » Freitag 19. April 2019, 07:23

knopper hat geschrieben:
Freitag 19. April 2019, 04:43
Und ja ein Leben in einer Beziehung kann durchaus viel, viel schlimmer sein....
Beziehungen kann man übrigens, je nachdem, zu retten versuchen oder auch beenden :?

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Re: Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen?

Beitrag von Dérkesthai » Freitag 19. April 2019, 10:10

fredstiller hat geschrieben:
Freitag 19. April 2019, 01:53
Könnte höchstens probieren, Frauen abzufüllen, aber dabei käme ich mir manipulativ vor.
Wenn das ein Faktor ist, den du einbeziehst, was Sinn ergibt und moralisch / ethisch richtig ist, dann weiß ich nicht, warum du Pickup erwähnst. Das macht nichts anderes (im negativen Sinn manipulieren), nur ist es zeitintensiver und man muss tatsächlich offensiv manipulieren.
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Re: Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen?

Beitrag von NeC » Freitag 19. April 2019, 11:01

Für mich passen die Antworten von Montecristo und Saraj zusammengenommen am besten:
Es ist ein jahrelanger Veränderungs- und Erkenntnisprozess, und am Ende braucht man auch noch Glück. :klassiker:

Hinzufügen könnte ich höchstens noch, dass die Bereitschaft da sein sollte, sich wirklich auf etwas neues, noch komplett unbekanntes einzulassen. Zumindest ich habe in der Zeit auch sehr viel neues über mich selbst gelernt.

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