Kennenlernen - Verlieben - Sex

Rund um die persönliche Situation, Erlebnisse und was einem auf dem Herzen liegt

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BartS
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Re: Kennenlernen - Verlieben - Sex

Beitrag von BartS » Donnerstag 6. September 2018, 19:27

kreisel hat geschrieben:
Donnerstag 6. September 2018, 19:06
Autogenes Training fördert die Wärme / Entspannung und ggf. kann man Imagination mit
dazuholen, hat für mich keinen Kontext in Bezug auf Gefühlsentstehung.
Vor allem Gefühlsentstehung nicht im Rückzug vom Autogenen Training, sondern in lebendiger
Interaktion.
Das Gefühl sich zu entspannen, ist auch ein Gefühl, was man versucht durch autogenes Training oder Muskelrelaxation zu erzeugen. Genauso kann man aber auch den umgekehrten Weg gehen und sich an unangenehme Situationen erinnern, oder sich bedrohliche Dinge ausmalen. Ängste und Anspannungen steigen dann auf. Im Extremfall könnte ich mich auf die Art fast zu einer Panikattacke aufschwingen.
kreisel hat geschrieben:
Donnerstag 6. September 2018, 19:06
BartS hat geschrieben:
Donnerstag 6. September 2018, 18:46
kreisel hat geschrieben:
Donnerstag 6. September 2018, 18:09
Ich kann die Sichtweise z Zt nicht nachvollziehen, dass es "Versagen" und "Betrug am Partner" ist,
wenn bei mir eine Verliebtheitsreaktion für jemanden da ist.
:gruebel: Gab es eine Äußerung im Forum, die in diese Richtung ging?
Du sagtest, wenn ein Partner sich verliebt hätte, wäre was falsch gelaufen und
es bliebe nichts anderes als den Partner zu verlassen. Sowas.
Ja, dann scheint die Beziehung zu scheitern. Allerdings verbinde ich das Ende einer Beziehung nicht automatisch mit Versagen oder Betrug. Es gehen ständig Beziehungen auseinander, wo keines von beiden zutraf.
kreisel hat geschrieben:
Donnerstag 6. September 2018, 19:06
BartS hat geschrieben:
Donnerstag 6. September 2018, 18:46
Okay. Was denkst Du denn, wie Dein Partner reagieren würde, wenn Du ihm davon berichtest, dass Du Dich in einen anderen Mann verliebt hast?
Naja, nicht so "große Katastrophe, sie hat mich betrogen und wird mich verlassen".
Es wäre ein normales Reden darüber, was in mir vorgeht und was mich beschäftigt.
Wenns überhaupt so ausgewachsen wäre, dass es der Rede wert wäre.
Was ist dann sonst der Rede wert, wenn nicht der Umstand, dass man sich verliebt hat? Aber davon abgesehen, scheinst Du einen Partner zu haben, den nichts so schnell umwirft. Gratuliere. Das meine ich ernst.
kreisel hat geschrieben:
Donnerstag 6. September 2018, 19:06
BartS hat geschrieben:
Donnerstag 6. September 2018, 18:46
Beispielsweise kann man durch bewusstes Fußballtraining verschiedene Fähigkeiten verbessern, wie beispielsweise Ballannahme, Reaktionsgeschwindigkeit, Treffsicherheit. Trotzdem käme niemand auf die Idee zu sagen, dass Fußball ein Spiel der reinen Ratio ist.
Das wäre für mich vergleichbar mit den buddhistischen /geistigen Erkenntnis-prozessen,
aber Training und Reaktion und Umgang lernen bedeutet doch nicht, dass gar nichts mehr
auftauchen würde, dass kein Ball auf mich zuspringt, dass ich nichts mehr verarbeiten müsste und der Körper und Emotion und Ball als Glaubenssatz aufzudröseln ist.
Naja, Jögi und die anderen Fußballtrainer wird es vermutlich überraschen, dass sie mit ihrem Training buddhistische Ansätze anwenden. ;) Das Training von komplizierten Abläufen (auch beispielsweise beim Tanzen) soll eigentlich nur dazu führen, aus bewussten und langsamen roboterartigen Bewegungen, unbewusste, schnelle und geschmeidige Bewegungen zu machen. Wenn man länger tanzt, dann muss man sein Gehirn auch nicht mehr stark anstrengen, sondern führt einstudierte Bewegungen aus. Man denkt da schon gar nicht mehr darüber nach, was Beine und Hände machen müssen. So gesehen nutzt man die Fähigkeiten des Gehirns aus, dass man durch ständige Wiederholung die Handlung immer unbewusster ausführt.
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Re: Kennenlernen - Verlieben - Sex

Beitrag von haber » Freitag 7. September 2018, 10:06

BartS hat geschrieben:
Donnerstag 6. September 2018, 00:58
haber hat geschrieben:
Mittwoch 5. September 2018, 11:19
Ob und wann ich mich in jemanden verliebe entzieht sich jedoch einer bewussten Entscheidung. Das ist eine hormonell bedingte Reaktion meines Körpers, die ohne meine Ratio abläuft.
Wenn dem wirklich so ist, wäre es spätestens dann ein Problem, wenn man in einer Beziehung ist. Wenn man sich dann in einen anderen Menschen verliebt, kann man sich nicht damit herausreden, dass man das nicht wollte, oder man gar nichts dafür kann.
Das Verliebtheitsgefühl wird durch Hormone ausgelöst. Und die Hormonausschüttung im Körper entzieht sich einer bewussten Kontrolle.

Natürlich kann es zu Problemen kommen, wenn man sich verliebt. Der Klassiker ist, dass es nur einseitig ist. Dann kann es auch die "falsche" Person sein, z.B. die Frau des Bruders oder die Mutter des Studienkollegen usw.

Zum Glück entzieht sich das, was man macht, wenn man verliebt ist nicht mehr komplett der bewussten Kontrolle.

Um dein Beispiel aufzugreifen:

Sollte ich mich in meiner Beziehung unerwartet in eine andere Frau verlieben, dann wäre es eben so. Dann müsste ich schauen, wie ich damit umgehe. Da fällt mir spontan eine ziemliche Bandbreite an Möglichkeiten ein.

Wenn die Verliebtheit beidseitig sein sollte und ich mich deswegen von meiner jetzigen Freundin trennen möchte, dann wäre es für sie natürlich extrem blöd, aber dann wäre es so. Viele Beziehungen sind aus den verschiedensten Gründen nicht für die Ewigkeit.

Sollte die Verliebtheit für mich kein Grund sein, mich von meiner Freundin zu trennen (z.B. weil sie einseitig ist oder ich der Verliebtheit nicht nachgeben will), dann würde ich das denke ich für mich behalten und "aussitzen". Verliebtheit hält niemals ewig an. Die Hormone stellen sich auch wieder um.

Fazit:

Ob, wann und in wen ich mich verliebe kann ich nicht steuern. Das passiert oder passiert nicht. Dafür kann ich nichts.

Wie ich mit meiner Verliebtheit umgehe, das kann ich dann zum größten Teil schon bewusst steuern. Dafür bin ich verantwortlich.

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Re: Kennenlernen - Verlieben - Sex

Beitrag von BartS » Freitag 7. September 2018, 10:46

Gut, mal ganz pragmatisch betrachtet. Angenommen ein Mann (oder Frau) ist in einer Beziehung. Sie funktioniert ganz gut. Er lernt nun über die Arbeit oder in einem Forum ;) eine Frau kennen. Sie tauschen sich aus, verstehen echt gut. Sie schreiben sich auch per SMS oder von mir aus über WhatsApp. :roll:

Nun passiert das Verlieben in den allermeisten Fällen nicht innerhalb von Minuten. Es braucht seine Zeit, wo sich die Gefühle entwickeln können. Wenn es wie oben beschrieben ist, dann weiß man doch als Mann und Frau, dass ein Weiterführen und Intensivieren des Kontakts wirklich dazu führen kann, dass man sich verliebt. Man merkt doch schon vorher, dass es knistert. Spätestens da kann man bewusst entgegenwirken und den Kontakt erheblich einfrieren oder ganz beenden. Damit hat man auch die Wahrscheinlichkeit sich zu verlieben minimiert. Es kann mir wirklich niemand erzählen, dass das keine praktikable Lösung ist. Wenn die Leute diesen Schritt nicht machen, dann nehmen sie das Verlieben (außerhalb der eigenen Beziehung) bewusst in Kauf.
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Re: Kennenlernen - Verlieben - Sex

Beitrag von Stabil » Freitag 7. September 2018, 17:21

haber hat geschrieben:
Freitag 7. September 2018, 10:06
Ob, wann und in wen ich mich verliebe kann ich nicht steuern. Das passiert oder passiert nicht. Dafür kann ich nichts.
Genau, das ist bei mir auch so.

Ich persönlich würde da auch nie irgendwelche Gefühlsakrobatik betreiben, um das zu unterdrücken. Bekanntlich macht das Unterdrücken von Gefühlen auf Dauer viel kaputt in der Psyche.
haber hat geschrieben:
Freitag 7. September 2018, 10:06
Wie ich mit meiner Verliebtheit umgehe, das kann ich dann zum größten Teil schon bewusst steuern. Dafür bin ich verantwortlich.
Da gehe ich einen Schritt weiter. Wie ich auf der Handlungsebene (einschliesslich sprechen) damit umgehe, kann ich bewusst steuern und ich bin dafür verantwortlich.

Du sprichst einen interessanten Fall an:
haber hat geschrieben:Wenn die Verliebtheit beidseitig sein sollte und ich mich deswegen von meiner jetzigen Freundin trennen möchte ...
Dann bist du in einer Beziehung auf Abruf. Da ist man zusammen, bis einer meint etwas besseres gefunden zu haben. Vielleicht kann man das als eine Form von F+ bezeichnen.

Bei mir liegt beispielsweise eine andere Beziehungsform vor. Ich will mit meiner Partnerin zusammen bleiben.
Bei mir ist es halt so, dass ich mich leicht und gerne verliebe, aber auf der Verhaltensebene das aufgrund meiner Beziehung einfach nicht vertiefe. Das heisst, ich gestehe die Verliebtheit auch nicht der Frau, der ich grad begegnet bin. Trotzdem kann ich nicht ausschliessen, dass sich diese Frau auch in mich verliebt und mir das erzählt. Würde das passieren, würde ich mich mit ihr aussprechen, ich würde wahrscheinlich auch mein verliebt Sein eingestehen und ich würde sicher klar stellen, dass ich nicht zu haben bin. So, wie ich mich kenne, löse ich mich leicht von ihr. Was ich in diesem Fall fühlen würde, wäre ja auch Verliebtheit, nicht gelebte Liebe. Wenn sie mich bittet, sie zu treffen, dann kann ich das tun, um ihr das Loslösen zu erleichtern, das würde ich auch so deklarieren. Vielleicht hilft das. Ein oder zwei Treffen in einem Cafe untertags, das wäre schon gut möglich, mehr wahrscheinlich nicht.
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Re: Kennenlernen - Verlieben - Sex

Beitrag von Milkman » Freitag 7. September 2018, 17:52

Stabil hat geschrieben:
Freitag 7. September 2018, 17:21
haber hat geschrieben:Wenn die Verliebtheit beidseitig sein sollte und ich mich deswegen von meiner jetzigen Freundin trennen möchte ...
Dann bist du in einer Beziehung auf Abruf. Da ist man zusammen, bis einer meint etwas besseres gefunden zu haben. Vielleicht kann man das als eine Form von F+ bezeichnen.
Aber verliebst du dich nicht z.B., wenn du an einer anderen Frau Seiten entdeckst, die dir gefallen, die deine Partnerin aber nicht besitzt - selbst wenn es nur Details sind?
Ließe das Rückschlüsse auf die Qualität eurer Beziehung zu?
Whatever floats your boat...

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Re: Kennenlernen - Verlieben - Sex

Beitrag von BartS » Freitag 7. September 2018, 17:52

Stabil hat geschrieben:
Freitag 7. September 2018, 17:21
Bekanntlich macht das Unterdrücken von Gefühlen auf Dauer viel kaputt in der Psyche.
Wirklich niemand hier sprach von Unterdrückung von Gefühlen. Aber das man bewusst Situationen vermeidet, wie mehr Zeit mit dem OdB zu verbringen, weil man eigentlich schon ahnt, dass sich da was entwickeln kann, kann wirklich jeder umsetzen.
Stabil hat geschrieben:
Freitag 7. September 2018, 17:21
Bei mir ist es halt so, dass ich mich leicht und gerne verliebe, aber auf der Verhaltensebene das aufgrund meiner Beziehung einfach nicht vertiefe.
Du sagst es selbst, Du willst es so.
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Re: Kennenlernen - Verlieben - Sex

Beitrag von Stabil » Freitag 7. September 2018, 19:18

Milkman hat geschrieben:
Freitag 7. September 2018, 17:52
Aber verliebst du dich nicht z.B., wenn du an einer anderen Frau Seiten entdeckst, die dir gefallen, die deine Partnerin aber nicht besitzt - selbst wenn es nur Details sind?
Ließe das Rückschlüsse auf die Qualität eurer Beziehung zu?
Wünsche an einander bringen wir unmittelbar und direkt ein. In dieser Hinsicht sind wir recht offen für einander. Das ist ein wesentlicher Teil von funktionierender Partnerschaft. Und es geht uns sehr gut damit. Da bin ich in einer glücklichen Lage. In dieser Hinsicht den Weg über dritte Personen zu gehen, würde ich nicht für sinnvoll oder erfüllend halten.
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Re: Kennenlernen - Verlieben - Sex

Beitrag von Stabil » Freitag 7. September 2018, 19:54

[+] fullquote
BartS hat geschrieben:
Freitag 7. September 2018, 17:52
Stabil hat geschrieben:
Freitag 7. September 2018, 17:21
Bekanntlich macht das Unterdrücken von Gefühlen auf Dauer viel kaputt in der Psyche.
Wirklich niemand hier sprach von Unterdrückung von Gefühlen. Aber das man bewusst Situationen vermeidet, wie mehr Zeit mit dem OdB zu verbringen, weil man eigentlich schon ahnt, dass sich da was entwickeln kann, kann wirklich jeder umsetzen.
Stabil hat geschrieben:
Freitag 7. September 2018, 17:21
Bei mir ist es halt so, dass ich mich leicht und gerne verliebe, aber auf der Verhaltensebene das aufgrund meiner Beziehung einfach nicht vertiefe.
Du sagst es selbst, Du willst es so.
Stabil hat geschrieben:
Freitag 7. September 2018, 17:21
Bekanntlich macht das Unterdrücken von Gefühlen auf Dauer viel kaputt in der Psyche.
Das wollte ich erwähnen, weil es ein ganz wichtiger Punkt in diesem Themenbereich ist.
BartS hat geschrieben:
Freitag 7. September 2018, 17:52
Wirklich niemand hier sprach von Unterdrückung von Gefühlen.
Ob sich da jemand betroffen fühlt oder nicht, ist eine ganz andere Frage, die mir gerade nicht soo wichtig erscheint.
BartS hat geschrieben:
Freitag 7. September 2018, 17:52
Aber das man bewusst Situationen vermeidet, wie mehr Zeit mit dem OdB zu verbringen, weil man eigentlich schon ahnt, dass sich da was entwickeln kann, kann wirklich jeder umsetzen.
Frauen als Objekte der Begierde zu betrachten, finde ich nicht besonders interessant. Darum habe ich zu dem Teilthema nichts gesagt und werde es wahrscheinlich auch nicht tun.
Stabil hat geschrieben:
Freitag 7. September 2018, 17:21
Bei mir ist es halt so, dass ich mich leicht und gerne verliebe, aber auf der Verhaltensebene das aufgrund meiner Beziehung einfach nicht vertiefe.
BartS hat geschrieben:
Freitag 7. September 2018, 17:52
Du sagst es selbst, Du willst es so.
Hier wurde irrtümlich oder absichtlich aus dem "gerne etwas Erleben" ein "Wollen" gemacht.
Man kann etwas Unbeabsichtigtes gerne erleben, aber genau genommen impliziert das Wollen eine Absicht. Das sind zwei völlig verschiedene Aussagen.
Es wurde der Sinn nicht korrekt wiedergegeben.
Egal, ob es irrtümlich passiert ist, aus einem schlampigen Sprachverständnis heraus oder ob es absichtlich passiert ist: Diskussionen in denen sinnentstellte Paraphrasen verwendet werden, halte ich für sinnlos.
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Re: Kennenlernen - Verlieben - Sex

Beitrag von BartS » Freitag 7. September 2018, 20:28

Stabil hat geschrieben:
Freitag 7. September 2018, 19:54
BartS hat geschrieben:
Freitag 7. September 2018, 17:52
Aber das man bewusst Situationen vermeidet, wie mehr Zeit mit dem OdB zu verbringen, weil man eigentlich schon ahnt, dass sich da was entwickeln kann, kann wirklich jeder umsetzen.
Frauen als Objekte der Begierde zu betrachten, finde ich nicht besonders interessant. Darum habe ich zu dem Teilthema nichts gesagt und werde es wahrscheinlich auch nicht tun.
Du musst Dich jetzt nicht an einer einzelnen Formulierung (OdB) festbeißen. Mich würde eher interessieren, wie Du das generell siehst, Verliebtheitssituationen zu vermeiden, wenn man im Vorfeld den Kontakt einschränkt und nicht noch weiter intensiviert.
Stabil hat geschrieben:
Freitag 7. September 2018, 17:21
Bei mir ist es halt so, dass ich mich leicht und gerne verliebe, aber auf der Verhaltensebene das aufgrund meiner Beziehung einfach nicht vertiefe.
BartS hat geschrieben:
Freitag 7. September 2018, 17:52
Du sagst es selbst, Du willst es so.
Hier wurde irrtümlich oder absichtlich aus dem "gerne etwas Erleben" ein "Wollen" gemacht.
Man kann etwas Unbeabsichtigtes gerne erleben, aber genau genommen impliziert das Wollen eine Absicht. Das sind zwei völlig verschiedene Aussagen.
Okay, dann habe ich Dich an der Stelle falsch verstanden. Es tut mir leid.
"Liebe ist, dass man sich so lange gehen lässt, bis man nicht mehr gehen kann."
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Re: Kennenlernen - Verlieben - Sex

Beitrag von Reinhard » Samstag 8. September 2018, 19:53

Nonkonformist hat geschrieben:
Mittwoch 5. September 2018, 09:54
Reinhard hat geschrieben:
Dienstag 4. September 2018, 22:47
Erzähl mal, wie das so ist. Geht es darum, die Gedanken zu reproduzieren, und würde es zu dem Zweck ein Tagebuch auch tun? Oder braucht es Feedback von wem anders? (Und wenn es nur ein "Hmm" ist.) Oder willst du eigentlich anderen Leuten zuhören und gehst dazu in rednerische Vorleistung? Oder denkst du, du hast etwas nicht richtig verstanden, wenn du dir nur selber darüber Gedanken machst? Oder hörst du gerne deine äußere Stimme statt nur immer die innere? Würde es dann ein Selbstgespräch auch tun?
:gruebel:
Auch wann die frage nicht an mir gericht war, versuche ich es aus meinen sicht zu erklaeren, was an reden so wichtig ist.

Es gibt reden und reden.
Manchmal ist es nur austausch von information.
Ist nicht sehr erfuellend, zu sachlich.
Wirkliche kommunikation ist austausch der emotionen, es ist gelebte empathie.
Es ist eine emotionale verbundenheit mit der andere person, mitfiebern, emotional teilnehmen an das leben der anderen.
Ich brauche das fuer wirkliche freundschafte, und ohne das geht verlieben bei mir gar nicht.
Ich brauche das auch um mich sex mit jemanden zu wuenschen, der koerperlichkeit unterstuetzt dabei fuer mich der emotionale naehe, koerperliche naehe kann fuer mich nicht separat von emotionale naehe existieren, zumindestens nicht auf eine ebene die fuehr mich komfortabel anfuehlt.

Das ist jetzt genaugenommen deine Motivation für Zuhören. Das ist zwar indirekt eine Motivation für Reden, weil niemand was erzählen will, wenn der andere stumm dasitzt wie ein Fisch, aber ist nicht genau dasselbe.

Oder gehst du davon aus, dass emotionale Verbundenheit der anderen mit dir dadurch entsteht, dass du den anderen was erzählst? Oder dass du dich mit jemandem verbunden fühlst, zu dem du sprichst?

Nonkonformist hat geschrieben:
Mittwoch 5. September 2018, 09:54
Ich kann eine analogie geben der mit meinen beruf zusammen haengt: trickfilm zeichnen.
Fuer mich gibt es da drei stufen: Motion, Emotion, Motivation.
Motion, bewegung, ist das endergebnis, man bewegt diese figur. Mal schnell, mal langsam, in einen gewissen "rhythmus'.
Wie bewegt sich diese figur? das haengt damit zusammen wie diese figur sich fuehlt. Wer veraergert ist lauft auf eine andere art und weise als jemanden der sehr froehlich ist. Man muess wissen wie diese figur sch fuehlt, bevor man diese animiert. Was diese figur fuehlt, bestimmt, wie er sich bewegt.
Aber warum fuehlt diese person sich so? Was bewegt ihm? Das ist die wichtigste ebene.
Das haengt zusammen mit seine motivation, mit seinen traume, ziele, hoffnungen, aengsten und blockaden, seine backstory. Erst wann man seine erfundene imaginaire figur auf diese stufe 'kennt" kann man eine glaubwuerdige schauspiellerische leistung geben. Man muess seine viruelle figur eine seele verleihen. Um eine animierte figur gut zu bewegen muess man wissen, was diesen person bewegt.
Auch passiv, bei filme schauen, geht es mir so. Eine figur den ich kaum kenne, kann in der handlung grausam sterben, und es wird mich kalt lassen: ich muess die figur kennen bevor ich mitfiebern kann.

Das verstehe ich gut. Ich finde die Motivationen anderer Leute durchaus interessant. Ich erfahre gerne, was sich andere Menschen vom Leben erträumen, was sie für Befürchtungen haben, was sie sich denken, wie die Welt funktioniert, welche Wertvorstellungen sie haben, und so weiter ...

Mein Einstieg in den Thread war aber darüber, warum jemand über Belanglosigkeiten reden will. Also das ziemliche Gegenteil davon, was jemand im Leben so antreibt. Ist der Hauptgrund dafür etwa der, dass man das mit dem Endziel macht, später mal über wirklich interessante philosophische Betrachtungen zu reden, wenn man übers Wetter, den Essensplan von nächster Woche oder wie man sich geärgert hat, dass man den Bus verpasst hat geredet hat? :gruebel:

Nonkonformist hat geschrieben:
Mittwoch 5. September 2018, 09:54
Verlieben ist fuer mich auch damit verbunden.
Ich muess die person zumindestens zum teil auf motivationsebene kennen lernen.
Wie tickt sie, warum macht sie was sie macht, was will sie, was ist ihren antrieb?
Erst das bewirkt fuer mich eine emotionale bindung. (Abhaengig von der person kann sie mich aber auch kalt lassen oder abstossen, nachdem ich sie besser kennen lerne.)
Desto mehr ich darin weiter dringe, desto mehr gefuehle fuer diesen person ich entwickele, wann sie charakterlich zu mir passt.
So funktioniert es bei mir bei freundschaften, und noch viel mehr beim verlieben.
Jemanden oberflauchlich ueber zwei dates miterleben, wo sie mir zudem meist nur die schokoladeseite und eine maske zeigt, sich versucht zu verkaufen, reicht dafuer nicht aus. Dating ist eigentlich gar nicht so mein ding, fuer mich ist eine unnatuerliche, forcierte, art sich kennen zu lernen.

Und reden dient diesen zweck, die frau auf diese ebene gegenseitig kennen lernen, und eine emotionale bindung erstellen.
Tja, irgendwie ist es dann doch das gleiche Problem: beim Reden an der Oberfläche zu bleiben hilft einem nicht weiter. Vielleicht wäre das was für ein Speed-dating, bei dem man sich nicht lange mit Vorgeplänkel aufhalten will. Was wären denn gute Eröffnungsfragen, damit man gleich auf tiefere Themen stößt? :gruebel:
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

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Re: Kennenlernen - Verlieben - Sex

Beitrag von Reinhard » Samstag 8. September 2018, 20:18

BartS hat geschrieben:
Donnerstag 6. September 2018, 00:52
@Reinhard, der Ausspruch "jemanden erklären, wie sich Hunger anfühlt" sollte man nicht wortwörtlich deuten, sondern eher als Metapher sehen. Es soll quasi zum Ausdruck bringen, wie schwer es sein kann, alltägliche Dinge zu erklären die jemand nicht kennt. Beispielsweise muss man Sheldon Cooper in TBBT selbst einfache soziale Interaktionen und Empfindungen erklären und daran verzweifeln teilweise seine Mitmenschen.
Zu dem Zweck kenne ich den Ausdruck "Blinden die Farbe erklären". :gruebel:

BartS hat geschrieben:
Donnerstag 6. September 2018, 00:52
Reinhard hat geschrieben:
Dienstag 4. September 2018, 22:47
Erzähl mal, wie das so ist. Geht es darum, die Gedanken zu reproduzieren, und würde es zu dem Zweck ein Tagebuch auch tun? Oder braucht es Feedback von wem anders? (Und wenn es nur ein "Hmm" ist.) Oder willst du eigentlich anderen Leuten zuhören und gehst dazu in rednerische Vorleistung? Oder denkst du, du hast etwas nicht richtig verstanden, wenn du dir nur selber darüber Gedanken machst? Oder hörst du gerne deine äußere Stimme statt nur immer die innere? Würde es dann ein Selbstgespräch auch tun?
:gruebel:
Okay, ich versuchs mal. Auch als introvertierter Mensch können sich bei mir Bedürfnisse anstauen, bestimmte Dinge einer bestimmten Person mitzuteilen. Ich möchte es unbedingt loswerden. Und ich möchte die Reaktion darauf erfahren. Es interessiert mich einfach. Ich notiere mir auch Dinge im mentalen Tagebuch. Das kein Buch aus Papier oder elektronisch, sondern ich wiederhole es einfach im Kopf, um es im eigenen Gedächtnisspeicher festzuhalten. Aber es fehlt das Feedback. Ich erfahre dann nicht, wie andere darüber denken. So ist es auch im Forum. Mir kommt ein Gedanke und ich finde den so interessant, dass ich wissen möchte, was andere darüber denken. Also schreibe ich ihn hier auf und schaue, was an Postings kommt.

Das ist etwa das, was ich als "rednerische Vorleistung" gemeint habe. Es geht darum, was andere denken, und das findet man halt eher mit doofen older provokanten Fragen raus als damit, nichts zu sagen oder nur Allgemeinplätze.

Selber etwas loswerden will ich nicht unbedingt. Oder doch, aber ich lasse es dann meistens doch lieber, weil ich meine Ideen und Ansichten nicht unbedingt für etwas halte, das andere hören wollen beziehungsweise brauchen. :schuechtern:

BartS hat geschrieben:
Donnerstag 6. September 2018, 00:52
Mich selber reden hören, tue ich überhaupt nicht gerne. Ich weiß ja, was ich sagen will und ärgere mich nur darüber, dass es nicht so glatt rauskommt, wie ich es mir eigentlich im Kopf vorstellte. :roll:
Oh, ja. Das kenne ich auch. :oops: Ist aber besser geworden im Lauf der Zeit. Scheint wohl Übungssache zu sein.
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

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Re: Kennenlernen - Verlieben - Sex

Beitrag von Nonkonformist » Samstag 8. September 2018, 20:30

Reinhard hat geschrieben:
Samstag 8. September 2018, 19:53
Das ist jetzt genaugenommen deine Motivation für Zuhören. Das ist zwar indirekt eine Motivation für Reden, weil niemand was erzählen will, wenn der andere stumm dasitzt wie ein Fisch, aber ist nicht genau dasselbe.

Oder gehst du davon aus, dass emotionale Verbundenheit der anderen mit dir dadurch entsteht, dass du den anderen was erzählst? Oder dass du dich mit jemandem verbunden fühlst, zu dem du sprichst?
Uber smalltalk lernt man niemanden wirklich kennen, ein grund warum ich mich nicht nach den ersten, zweiten oder dritten begegnung verliebe: anfangs ist der kommunikation meist oberflaechlich. Vertrauen baut man eher langsam auf. Nach eine bestimmte zeit gibt man mal was persoenlicheres von sich preis. Haufig wird das damit belohnt, das der andere auch was persoenlicheres von sich erzaehlt, sich auch mal verletzlicher zeigt. Ueber zeit steigert sich diese art austausch dann, es ist eine art ping pong , wo man stets persoenlicher wird, wo das gegenseitige vertrauen wachst. Ich lerne sie kennen und sie mir, auch mal die weniger schoenen sachen, auch mal seine zweiffel und unsicherheten und aengste, und man mag sich trotzdem.

Das alles ist weder smalltalk noch auf akademische ebene: es ist rein persoenlich und auf emotionale ebene. Es ist das aufbauen einer empatischer band.
I Yam What I Yam & Dats What I Yam - (Popeye the Sailorman.)

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Re: Kennenlernen - Verlieben - Sex

Beitrag von BartS » Samstag 8. September 2018, 21:36

Reinhard hat geschrieben:
Samstag 8. September 2018, 20:18
BartS hat geschrieben:
Donnerstag 6. September 2018, 00:52
@Reinhard, der Ausspruch "jemanden erklären, wie sich Hunger anfühlt" sollte man nicht wortwörtlich deuten, sondern eher als Metapher sehen. Es soll quasi zum Ausdruck bringen, wie schwer es sein kann, alltägliche Dinge zu erklären die jemand nicht kennt. Beispielsweise muss man Sheldon Cooper in TBBT selbst einfache soziale Interaktionen und Empfindungen erklären und daran verzweifeln teilweise seine Mitmenschen.
Zu dem Zweck kenne ich den Ausdruck "Blinden die Farbe erklären". :gruebel:
Ja, das ist sprichwörtlich dasselbe in grün. :D
Reinhard hat geschrieben:
Dienstag 4. September 2018, 22:47
Selber etwas loswerden will ich nicht unbedingt. Oder doch, aber ich lasse es dann meistens doch lieber, weil ich meine Ideen und Ansichten nicht unbedingt für etwas halte, das andere hören wollen beziehungsweise brauchen. :schuechtern:
Das kenne ich bis zu einem gewissen Grad auch. Aber dann gibt es Sachen, da platzt es aus mir heraus.
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Re: Kennenlernen - Verlieben - Sex

Beitrag von Tania » Samstag 8. September 2018, 21:56

Reinhard hat geschrieben:
Samstag 8. September 2018, 19:53
Mein Einstieg in den Thread war aber darüber, warum jemand über Belanglosigkeiten reden will. Also das ziemliche Gegenteil davon, was jemand im Leben so antreibt. Ist der Hauptgrund dafür etwa der, dass man das mit dem Endziel macht, später mal über wirklich interessante philosophische Betrachtungen zu reden, wenn man übers Wetter, den Essensplan von nächster Woche oder wie man sich geärgert hat, dass man den Bus verpasst hat geredet hat? :gruebel:
Ich nenne sowas "soziales Grundrauschen". Es hat prinzipiell keinen anderen Zweck, als die Verbundenheit zwischen zwei Personen oder innerhalb einer Gruppe zu stärken. Ist also relativ unwichtig für Menschen, die diese Verbundenheit entweder nicht brauchen oder aber andere Wege haben, sie kennen zu lernen.

Gibt ne schöne Theorie, wie das entwicklungsgeschichtlich entstanden ist. Männer schlichen damals im Wesentlichen leise durch die Gegend und kommunizierten nonverbal, um das Mammut nicht zu verjagen. Dabei wurde möglichst Blickkontakt gehalten. Frauen hingegen waren bemüht, beim Sammeln von Nahrung möglichst viel Lärm zu machen, um wilde Tiere zu verjagen, den Kontakt zur Gruppe zu halten und den Kindern zu zeigen, wo sie hinzulaufen haben. Stille bedeutete, dass man allein und schutzlos war. Also fingen wir an, Belanglosigkeiten zu schnattern - und haben irgendwie nicht mehr damit aufgehört

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Re: Kennenlernen - Verlieben - Sex

Beitrag von Hoppala » Sonntag 9. September 2018, 01:24

BartS hat geschrieben:
Donnerstag 6. September 2018, 16:31
Lieber Hoppala, Du bist doch genauso drauf wie ich. Wenn Du glaubst, eine Sache funktioniert bei Dir gut, dann tust Du das hier im Forum genauso kund.
Das Wichtigste mal vorneweg:
Nein.
BartS hat geschrieben:
Donnerstag 6. September 2018, 16:31
Hoppala hat geschrieben:
Donnerstag 6. September 2018, 15:00
Was du negativ findest, finden andere positiv, bereichernd für das eigene Leben wie auch für andere.
Die Einnahme von Drogen kann auch als bereichernd für das eigene Leben empfunden werden. ...
Deine Rabulistik bringt dich nicht weiter. Und mich zu keiner veränderten Antwort.
BartS hat geschrieben:
Donnerstag 6. September 2018, 16:31
Hoppala hat geschrieben:
Donnerstag 6. September 2018, 15:00
Du glaubst, hier in diesem Thread oder bei ähnichen Anllässsen keine Gefühle oder Wahrnehmungen zu kritisieren. Ich würde sagen, das ist ein negativer Glaubenssatz: es hilft dir nicht weiter.
Okay. Und was ist die Grundlage für Deine Vermutung?
Das merkst du selbst.
BartS hat geschrieben:
Donnerstag 6. September 2018, 16:31
Die eigentlich spannende Frage ist doch, gibt es ein Muster, in welche Menschen man sich verliebt.
Ja? Ich nicht. Ich finde spannend,in wen ich mich verliebe und wer sich in mich verliebt. Das Muster - und ob es eins gibt - interessiert mich höchstens, wenn ich dauernd in ähnlichem Beziehungsstress lande. Ich glaube, das ist nicht so das Problem von ABTrefflern ....
BartS hat geschrieben:
Donnerstag 6. September 2018, 16:31
Hoppala hat geschrieben:
Donnerstag 6. September 2018, 15:00
Und das heißt keinesfalls, dass man diesen Gefühle ausgeliefert ist. Sie sind, aber ich gehe damit um. Hoffentlich. Meistens. Nobody's perfect.
....oder meinst Du doch was ähnliches, formulierst es nur ganz anders? Auch ich denke, dass es wichtig ist, wie man mit seinen Gefühlen umgeht. Nur finde ich es gerade wichtig, Gefühle zu hinterfragen, damit man sie auf eine andere Art deuten kann und eine andere Einstellung findet. Um es an ein Beispiel zu verdeutlichen, Angst ist ein sehr prägnante Gefühl. Viele kennen das auch, dass ein Hineinsteigern die Angst noch verstärkt. Genau deshalb versucht man bei Therapien, ganz grob gesagt, einen anderen Zugang zur Angst zu finden. Es ist okay, ängstliche Gefühle im Anfangsstadium zu haben, aber man vermeidet Dinge, die diese Gefühle noch verstärken. Ähnlich sehe ich das auch beim Verlieben. Das ist kein On-Off-Zustand. Es gibt jede Menge granulare Zwischenzustände. Wenn ich die bemerke und ich möchte den Gefühlen nicht nachgehen, weil ich in einer Beziehung lebe, dann hat man Möglichkeiten, dem entgegenzuwirken. Wenn wir diese Möglichkeiten nicht besitzen würden, könnte sich jedes Gefühl selbstverstärken und wir wären ihnen schutzlos ausgeliefert.
Mir scheint, du verwechselst Gefühle und Auslöser/Verstärker. Du kannst deinen Gefühlen nicht ausweichen. Bzw. nur zu einem sehr hohen Preis.
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Re: Kennenlernen - Verlieben - Sex

Beitrag von Tania » Sonntag 9. September 2018, 09:23

BartS hat geschrieben:
Donnerstag 6. September 2018, 16:31
Nur finde ich es gerade wichtig, Gefühle zu hinterfragen, damit man sie auf eine andere Art deuten kann und eine andere Einstellung findet.
Ich glaube, für Gefühle gilt dasselbe wie für Teilchen in der Quantentheorie. Beobachtung verändert sie. Genauso wie Angst kleiner wird, wenn man sich fragt, warum man Angst hat, verschwindet auch eine erwachende Liebe, wenn man sich oft genug fragt, ob das jetzt Liebe ist oder ob es eine gute Idee ist, diesen Menschen zu lieben. Auch ein Grund, warum Online-Dating oft so schwierig ist.

Wenn man vermeiden will sich zu verlieben, ist diese Hinterfragerei also ziemlich sinnvoll. Aber wer sich verlieben will, der sollte sich m.E. nicht fragen, ob das, was er fühlt, Liebe ist, oder ob man es zulassen sollte, dass sich Liebe zu diesem Menschen entwickelt. (Spoiler: es gibt IMMER Gründe, die dagegen sprechen). Einfach nur treffen, Zeit miteinander verbringen, aneinander denken, sich körperlich und seelisch nahe sein - dann melden sich die Gefühle schon irgendwann ungefragt deutlich zu Wort. Sofern sie existieren

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Re: Kennenlernen - Verlieben - Sex

Beitrag von BartS » Sonntag 9. September 2018, 09:47

Hoppala hat geschrieben:
Sonntag 9. September 2018, 01:24
BartS hat geschrieben:
Donnerstag 6. September 2018, 16:31
Lieber Hoppala, Du bist doch genauso drauf wie ich. Wenn Du glaubst, eine Sache funktioniert bei Dir gut, dann tust Du das hier im Forum genauso kund.
Das Wichtigste mal vorneweg:
Nein.
Sicher?
Hoppala hat geschrieben:
Sonntag 9. September 2018, 01:24
Ich finde spannend,in wen ich mich verliebe und wer sich in mich verliebt. Das Muster - und ob es eins gibt - interessiert mich höchstens, wenn ich dauernd in ähnlichem Beziehungsstress lande. Ich glaube, das ist nicht so das Problem von ABTrefflern ....
Oder weil man in keinen Beziehungsstress landet, weil man keine Beziehung findet. Das hingegen kennen viele ABTreffler ziemlich gut.
Hoppala hat geschrieben:
Sonntag 9. September 2018, 01:24
Mir scheint, du verwechselst Gefühle und Auslöser/Verstärker. Du kannst deinen Gefühlen nicht ausweichen. Bzw. nur zu einem sehr hohen Preis.
Wenn das wirklich so wäre, dann müssten beispielsweise Angstpatienten ständig mit starken Angstgefühlen leben und es gebe keine Behandlung für sie. Nein ich verwechsele nicht Gefühle mit Auslöser/Verstärker, sondern unterscheide schwache von starken Gefühlen.
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Re: Kennenlernen - Verlieben - Sex

Beitrag von BartS » Sonntag 9. September 2018, 10:02

Tania hat geschrieben:
Sonntag 9. September 2018, 09:23
Ich glaube, für Gefühle gilt dasselbe wie für Teilchen in der Quantentheorie. Beobachtung verändert sie. Genauso wie Angst kleiner wird, wenn man sich fragt, warum man Angst hat, verschwindet auch eine erwachende Liebe, wenn man sich oft genug fragt, ob das jetzt Liebe ist oder ob es eine gute Idee ist, diesen Menschen zu lieben. Auch ein Grund, warum Online-Dating oft so schwierig ist.
Letzteres kann ich so nicht bestätigen. Ich habe mich schon oft gefragt, warum ich für bestimmte Frauen starke Gefühle entwickle. Und als ich feststellte, dass die Gefühle vermutlich daher kommen, weil ich mich dieser Frau stark verbunden fühle und wir auch gut zueinander passen und auch nichts gegen eine Beziehung spricht, sind die Verliebtheitsgefühle noch größer geworden.
Tania hat geschrieben:
Sonntag 9. September 2018, 09:23
Wenn man vermeiden will sich zu verlieben, ist diese Hinterfragerei also ziemlich sinnvoll.
In den Fällen, wo es keine richtige Passung gibt, zu große Unterschiede existieren oder man lieber in der jetzigen Beziehung ist, trifft das bestimmt zu.
Tania hat geschrieben:
Sonntag 9. September 2018, 09:23
Aber wer sich verlieben will, der sollte sich m.E. nicht fragen, ob das, was er fühlt, Liebe ist, oder ob man es zulassen sollte, dass sich Liebe zu diesem Menschen entwickelt. (Spoiler: es gibt IMMER Gründe, die dagegen sprechen). Einfach nur treffen, Zeit miteinander verbringen, aneinander denken, sich körperlich und seelisch nahe sein - dann melden sich die Gefühle schon irgendwann ungefragt deutlich zu Wort. Sofern sie existieren
Du sprichst da etwas sehr wichtiges an, was aber von einigen anderen Usern als Prämisse abgestritten wird: Wenn man sich verlieben will... Ja genau, das meine ich. Wenn ich mich verlieben will, dann suche ich noch mehr Kontakt, mehr Kommunikation, mehr Nähe, mehr Körperkontakt. Wenn ich mich nicht verlieben will, dann mache ich das genaue Gegenteil. Man hat es selbst in der Hand, die Chancen für das eigene Verlieben drastisch zu verringern. Aber erstaunlicherweise geht auf diesen Umstand die "Kann-nichts-dafür-das-ich-mich-verliebe"-Fraktion überhaupt nicht ein. Dabei liegt es doch eigentlich auf der Hand, dass bei aufkommenden Gefühlen, allein durch starke Kontaktreduzierung das wieder eindämmen kann. Es gibt das schöne Sprichwort, Gelegenheit macht Diebe. Also muss man die Gelegenheiten reduzieren.
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Re: Kennenlernen - Verlieben - Sex

Beitrag von schmog » Sonntag 9. September 2018, 10:08

Bei mir ist es so ... kennenlernen ... und das war's dann!?
Es geht nie weiter.

Die Frauen sehen mir offenbar schon auf 100 Meter an das ich nicht normal bin ...
Zustand und Band Status Quo ist super

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Re: Kennenlernen - Verlieben - Sex

Beitrag von Tania » Sonntag 9. September 2018, 10:38

BartS hat geschrieben:
Sonntag 9. September 2018, 10:02

Letzteres kann ich so nicht bestätigen. Ich habe mich schon oft gefragt, warum ich für bestimmte Frauen starke Gefühle entwickle. Und als ich feststellte, dass die Gefühle vermutlich daher kommen, weil ich mich dieser Frau stark verbunden fühle und wir auch gut zueinander passen und auch nichts gegen eine Beziehung spricht, sind die Verliebtheitsgefühle noch größer geworden.
Sei mir bitte nicht böse ... aber es ist etwas Anderes, quasi versehentlich Gefühle zu entwickeln, wenn das Gegenüber nichts von einem will (was ja in den von Dir genannten Fällen leider meist der Fall war), als wenn man Gefühle entwickeln sollte, weil das Gegenüber etwas von einem will. Du schreibst ja selbst, dass Du für die Frau starke Gefühle entwickelt hast - und erst danach angefangen hast Dich zu fragen, warum. Das ist etwas völlig anderes als wenn man sich beim Lesen eines Online-Profils oder nach 2-3 Dates fragt, wo denn die verdammten Schmetterlinge bleiben. Eine Stahlkugel wird durch Beobachtung ja auch weniger verändert als Elektronen.
Aber erstaunlicherweise geht auf diesen Umstand die "Kann-nichts-dafür-das-ich-mich-verliebe"-Fraktion überhaupt nicht ein. Dabei liegt es doch eigentlich auf der Hand, dass bei aufkommenden Gefühlen, allein durch starke Kontaktreduzierung das wieder eindämmen kann.
Eigentlich schreibst Du dasselbe wie die besagte Fraktion. Auch Du redest von "aufkommenden Gefühlen" - für die Du erstmal nichts kannst. Und dass man besagte Gefühle dann bekämpfen bzw. zumindest an ihrer Weiterentwicklung hindern kann, hat niemand bestritten. Es besteht lediglich Uneinigkeit darüber, wie weit man diese Gefühle wachsen lässt, bevor man Gegenmaßnahmen ergreift. Wozu auch Stabils "keine praktischen Handlungen folgen lassen" gehört.

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