Intimitätsangst und AD(H)S

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Intimitätsangst und AD(H)S

Beitrag von Sinnsucher » Dienstag 5. Juni 2018, 17:51

Hallo liebe Community,

ich war für einige Zeit nicht im Forum aktiv, jetzt bin ich vorläufig wieder zurück.

Viel hat sich bei mir nicht getan. Ich mache kleine Schritte dabei, mich zu öffnen und mich meinen inneren Blockaden behutsam zu stellen. So schnell wird sich wohl nichts tun, aber immerhin erlebe ich bei mir eine persönliche Entwicklung.

Kategorie Luxus-AB:
Wer sich noch an meine Beiträge erinnert, weiß vielleicht, dass in meinem Fall das Knüpfen von Freundschaften/Bekanntschaften, das Aufmerksammachen auf mich, das Für-andere-attraktiv-Sein, bei mir nicht das Problem ist. Es kommt immer wieder dazu, dass ich und ein Love Interest uns gegenseitig interessierte, willige Signale senden. Wenn es ernst wird, kann ich aber nicht anders, als abzublocken. Ich stehe mir mit Grübeln, Perfektionismus und Zweifeln selbst im Weg. Ich habe ein unterirdisches Selbstwertgefühl und daher eine schier unüberwindbare Beziehungs- und Intimitätsangst.
Das gesagt habend, Diagnose "Luxus-AB" ändert nichts and der Schwierigkeit den Status zu ändern. Die Probleme liegen in mir, sind deswegen aber nicht weniger real.

Suche nach Ursachen:
Auf der Suche nach den Ursachen bin ich auf ADS, die nicht hyperaktive Variante von der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitäts-Störung gestoßen. Das ist die Unfähigkeit sich langfristig für Dinge zu interessieren, bei denen keine intrinsische Motivation vorliegt. Man ist extrem leicht abgelenkt, das Aufrechterhalten von Fokus is nur unter Flow-Bedingungen möglich. Bei Menschen mit dem H, kommt dann noch ein starkes körperliches Getriebensein, ständig unter Strom, dazu. Mal sehen, ob mich Psychologen auch mit AD(H)S diagnostizieren, ich für mich habe aber eine Erklärung gefunden, die Sinn macht.

Aufmerksamkeits-Defizit:
Ich wäre als Kind beinahe mit ADS diagnostiziert worden, dann schien es aber doch noch irgendwie "nur" ein Aufmerksamkeitsschwäche und keine -störung zu sein, ich besuchte eine zeitlang eine Therapie und so lebte ich mit dieser Condition viele, viele weitere Jahre. Jetzt, nachdem ich mich in die Literatur einlese, macht auf einmal meine Biografie viel mehr Sinn. Vor allem die Einsicht, dass man für ADS kein Zappelphillip sein muss, hat die Perspektive verändert. Meine vielen anderen Symptome (Ängste aller Art, massive Prokrastination, Depressionen, Schlafstörungen) sind häufige Folgen von zu wenig behandeltem ADS. Da ich trotz allem meine Schul- und Uni-Performance mit ausreichend Druck auf sehr hohem Niveau halten konnte, war offenbar nie genug Handlungsbedarf. Über die unfreiwillige Beziehungslosigkeit verschafft sich dieser vernachlässigte Bereich meines Lebens nun aber doch Raum.

Intimitäts- und Beziehungsangst
Mich würde nun interessieren wie sich das ADS – und damit das mangelnde Selbstwertgefühl, die Entscheidungsschwäche und die ständigen Suche nach Abwechslung und neuen Reizen – mit meiner Angst zusammenhängt, mich auf eine sexuelle, intime, partnerschaftliche bzw. romantische Beziehung mit einer Frau einzulassen.

- Wer von euch kennt dieses Problem?
- Was hat euch geholfen?
- Wie seid ihr damit umgegangen?
- An die nicht-betroffenen Personen: Was wünscht ihr euch von Menschen mit AD(H)S? (in einer Beziehung, einer Affäre, einer Freundschaft?)
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Re: Intimitätsangst und AD(H)S

Beitrag von Nonkonformist » Dienstag 5. Juni 2018, 21:19

Was ich mit dir teile ist, das es seit meine grundschule immer maedchen und frauen gab, die interesse an mir zeigten, mit mir geflirtet haben, ich wuerde auf dates gefragt und habe liebesgestaendnisse bekommen, etc. In einige dieser frauen hatte ich keinerlei interesse, aber auch das grossteil meiner OdBs hat sicher im fruehen fase mit mir geflirtet und eine anfangsinteresse an mir gehat..
Ich brauche lange um mich zu verlieben, einmal verliebt gibt es dann den panik, erstarre ich oder werde handlungsunfaehig in momenten das was passieren koennte, und ich habe mich mit grosse wahrscheinlichkeit einige gute chancen selbst verbockt. (So sieht es auch meine therapeutin.)

ADHS habe ich allerdings nicht.
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Re: Intimitätsangst und AD(H)S

Beitrag von fredstiller » Mittwoch 6. Juni 2018, 00:24

Erkenne mich da zumindest in der Veranlagung ziemlich wieder:
Aufmerksamkeitsschwäche, massive Prokrastination, empfange immer mal wieder Signale, kann aber nicht adäquat reagieren.

War aber nicht in Therapie, da auch kein Handlungsbedarf zu bestehen schien - habe dann aber irgendwann ausbildungsmässig doch eine Bauchlandung hingelegt, und arbeite nun in einem Job, der weit unter meinem intellektuellen Potential liegt - was mir auch meine Kollegen ehrlich sagen - und mich immer mal wieder runterzieht. Obwohl’s in meinem Falle gar nicht sooo schlecht bezahlt ist. Aber das mangelnde ausgeschöpfte Potential macht mir mental zu schaffen, wie auch langsam mangelnde Perspektiven und Langeweile.

Ich kann nicht behaupten, dass ich mit all den Problemen sonderlich erfolgreich umgegangen wäre oder Tipps hätte, die mir geholfen hätten.
Mein Umgang damit besteht primär aus Betäuben und Verdrängen.
Das Rauskommen aus der Routine und etwas unternehmen hat mich immerhin in letzter Zeit ein bisschen mehr/besser in Kontakt mit Menschen gebracht.

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Re: Intimitätsangst und AD(H)S

Beitrag von Brax » Mittwoch 6. Juni 2018, 00:34

Sinnsucher hat geschrieben:
Dienstag 5. Juni 2018, 17:51
Kategorie Luxus-AB:
[...]Wenn es ernst wird, kann ich aber nicht anders, als abzublocken. Ich stehe mir mit Grübeln, Perfektionismus und Zweifeln selbst im Weg. Ich habe ein unterirdisches Selbstwertgefühl und daher eine schier unüberwindbare Beziehungs- und Intimitätsangst.
Warum nennst du dich dann Luxus-AB? Deine Probleme sind keineswegs Luxus.

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Re: Intimitätsangst und AD(H)S

Beitrag von Optimistin » Mittwoch 6. Juni 2018, 10:45

Vielleicht bist du mit deinen Fragen nach hilfreichen Tipps in einem ads Forum für Erwachsene besser aufgehoben, sinnsucher? :gruebel:
Als nichtbetroffener fallen einem nur wenig hilfreiche Sachen ein, wie
"du musst dich halt mal für eine Frau entscheiden und da so lange dranbleiben, wie sie von sich aus das möchte".
"Rede offen mit deinem gegenüber über deine Schwierigkeiten und hoffe auf Verständnis und Geduld ".
" akzeptiere dich so, wie du bist, das nimmt schon eine Menge Druck ".

Ich denke, man muss der Typ Frau sein, der mit so einem Mann umgehen kann, ohne sich aus der Ruhe bringen zu lassen.

Viel Erfolg auf deinem persönlichen Weg, sinnsucher :vielglueck:
Entspanne Dich.
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Re: Intimitätsangst und AD(H)S

Beitrag von Stabil » Mittwoch 6. Juni 2018, 14:23

Sinnsucher hat geschrieben:
Dienstag 5. Juni 2018, 17:51
Aufmerksamkeits-Defizit:
Intimitäts- und Beziehungsangst
Hallo.
Diese beiden Punkte sind natürlich eng miteinander verknüpft.
Das macht die Sache einerseits schwierig, bietet aber auf der anderen Seite auch Chancen: Es sind zwei unterschiedliche Ansatzpunkte.

Am Besten fährt man in so einer Situation mit einer zweigleisigen Strategie.
Ich würde mich um den ADS Aspekt mit einer fachlichen Diagnose und einer regulären Behandlung kümmern und gleichzeitig den emotionalen Aspekt ebenfalls direkt angehen.
An massiven Ängsten und Selbstzweifeln kann mit Hilfe von psychotherapeutischer Unterstützung gut gearbeitet werden. Diese Unterstützung würde ich mir ebenfalls suchen.

Beide Ansätze können dich stärken und deine Lebensqualität und die Lebensfreude heben. Und sie Unterstützen deine Bemühungen, nähere Beziehung zu einer Partnerin zu finden.
Und beide Ansätze fördern und begünstigen einander.

(Selbst habe ich kein ADS, aber in Bezug auf Selbstzweifel und Ängste habe ich psychotherapeutische Unterstützung in Anspruch genommen und weiss, wie hilfreich diese sein kann.)
* Am meisten schmerzt das Gute, das wir zwar erlebt haben, aber in uns nicht angekommen ist *

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Re: Intimitätsangst und AD(H)S

Beitrag von Sinnsucher » Samstag 4. August 2018, 14:44

Nonkonformist hat geschrieben:
Dienstag 5. Juni 2018, 21:19
Ich brauche lange um mich zu verlieben, einmal verliebt gibt es dann den panik, erstarre ich oder werde handlungsunfaehig in momenten das was passieren koennte
Danke! Ich kanns dir nachfühlen.
Ich dagegen verliebe mich schnell und oft heftig. Dafür brauche ich lang um mir das Gefühl zuzugestehen, denn Verliebtheit ist ja nicht Liebe. Und ich erlaube mir nur ernste Sachen. Zu dem Zeitpunkt, da ich zu mir sagen kann "Ja, ich habe tatsächlich Gefühle!", hat sie meist den Eindruck bekommen: Er hat sicher kein Interesse.
fredstiller hat geschrieben:
Mittwoch 6. Juni 2018, 00:24
Aber das mangelnde ausgeschöpfte Potential macht mir mental zu schaffen, wie auch langsam mangelnde Perspektiven und Langeweile.

Ich kann nicht behaupten, dass ich mit all den Problemen sonderlich erfolgreich umgegangen wäre oder Tipps hätte, die mir geholfen hätten.
Mein Umgang damit besteht primär aus Betäuben und Verdrängen.
Das Rauskommen aus der Routine und etwas unternehmen hat mich immerhin in letzter Zeit ein bisschen mehr/besser in Kontakt mit Menschen gebracht.
Für mich hat die Einsicht, dass alle meine großen Herausforderungen und Leiden (direkt oder indirekt) auf ADHS zurückführbar sein könnten, allein schon viel Erleichterung gebracht. Es hilft, sich nicht für das eigene Scheitern auch noch selbst fertig zu machen. Stattdessen fokussiert es mich darauf was ich ändern kann und was für mich (und nicht für andere) funktioniert.

Ob du nun eine Experteneinschätzung einholst oder nicht -- auf Youtube finden sich jede Menge hilfreiche, unterhaltsame und qualitative Videos. :)

LG Sinnsucher
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Re: Intimitätsangst und AD(H)S

Beitrag von Sinnsucher » Samstag 4. August 2018, 15:00

Brax hat geschrieben:
Mittwoch 6. Juni 2018, 00:34
Warum nennst du dich dann Luxus-AB? Deine Probleme sind keineswegs Luxus.
Nein, im Luxus lebe ich wirklich nicht.
Ich habe jedenfalls das Glück, dass alle Rahmenbedingungen passen, dass mir keine äußeren körperlichen oder sozialen Handicaps im Weg stehen. Es liegt allein an mir. Es ist eine Frage des Muts.
Optimistin hat geschrieben:
Mittwoch 6. Juni 2018, 10:45
Vielleicht bist du mit deinen Fragen nach hilfreichen Tipps in einem ads Forum für Erwachsene besser aufgehoben, sinnsucher? :gruebel:
Hm. Aus zwei Gründen bin ich da zurückhaltend. Einerseits erwarte ich mir dort nicht so viel Erfahrung mit einer Situation wie meiner. Menschen mit ADHS neigen eher zu sexuellem Risikoverhalten, u.a. viele Schwangerschaften im Teenage-Alter.
Andererseits glaube ich nicht dass es dort eine Offenheit wie hier in diesem Forum gibt.
Optimistin hat geschrieben:
Mittwoch 6. Juni 2018, 10:45
Ich denke, man muss der Typ Frau sein, der mit so einem Mann umgehen kann, ohne sich aus der Ruhe bringen zu lassen.

Viel Erfolg auf deinem persönlichen Weg, sinnsucher :vielglueck:
Danke!
Ja, das ist wahr. Wie in jeder Beziehung braucht es zwei Menschen die bereit sind, die andere zu nehmen wie er/sie ist und ein Zusamnenleben zu gestalten, in dem die Schwächen beider gut gemanaged werden.
Für mich wäre es einmal ein Anfang, Ansprüche herunterzuschrauben und meinen Perfektionismus nicht Überhand erlangen zu lassen.

LG Sinnsucher
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Re: Intimitätsangst und AD(H)S

Beitrag von Sinnsucher » Samstag 4. August 2018, 15:24

Stabil hat geschrieben:
Mittwoch 6. Juni 2018, 14:23
Sinnsucher hat geschrieben:
Dienstag 5. Juni 2018, 17:51
Aufmerksamkeits-Defizit:
Intimitäts- und Beziehungsangst
Hallo.
Diese beiden Punkte sind natürlich eng miteinander verknüpft.
Das macht die Sache einerseits schwierig, bietet aber auf der anderen Seite auch Chancen: Es sind zwei unterschiedliche Ansatzpunkte.

Am Besten fährt man in so einer Situation mit einer zweigleisigen Strategie.
Ich würde mich um den ADS Aspekt mit einer fachlichen Diagnose und einer regulären Behandlung kümmern und gleichzeitig den emotionalen Aspekt ebenfalls direkt angehen.
An massiven Ängsten und Selbstzweifeln kann mit Hilfe von psychotherapeutischer Unterstützung gut gearbeitet werden. Diese Unterstützung würde ich mir ebenfalls suchen.

Beide Ansätze können dich stärken und deine Lebensqualität und die Lebensfreude heben. Und sie Unterstützen deine Bemühungen, nähere Beziehung zu einer Partnerin zu finden.
Und beide Ansätze fördern und begünstigen einander.

(Selbst habe ich kein ADS, aber in Bezug auf Selbstzweifel und Ängste habe ich psychotherapeutische Unterstützung in Anspruch genommen und weiss, wie hilfreich diese sein kann.)
Hi Stabil,

du schreibst wichtige Dinge. Danke dafür!
Für die Aufarbeitung der emotionalen Probleme (Depressionen, Ängste, Selbstsabotage, Perfektionismus) werde ich eine Psychotherapie brauchen. Außerdem wäre eine Form von ADHS-Coaching sinnvoll, die bei der Alltagsbewältigung hilft (mir mangelt es vor allem an gesunden Routinen). Dann fielen mir noch Selbsthilfegruppen, und mehr Sport als Ansatz ein ein. Aber auch hier neige ich dazu, es gleich wieder zu übertreiben und mir zu viel vorzunehmen.

Ich bin noch ein wenig unsicher in meiner Wahl der Therapie. Für ADHS wird Cognitive Behavioral Therapy (CBT) empfohlen. Von Therapeuten, die sich mit ADHS nicht gut auskennen wird teils abgeraten. Anderereits intellektualisiere ich stark, deswegen glaube ich, dass CBT nicht das Richtige sein könnte. Für mich ist die Herausforderung weniger meine Muster zu erkennen und verstehen, sondern ins Handeln & Tun zu kommen. Verantwortung für mein Wohlbefinden und Glück zu übernehmen ... Hier hakts.

Wonach ich suche sind also Hilfestellungen, um Verantwortung für mich zu übernehmen, und Mut aufzubringen das zu tun, wovon ich schon weiß, dass es eigentlich das Richtige wäre.
Therapie ist natürlich die Aufarbeitung von Problemen. Nachdem meine letzte Therapie (über ein Jahr wöchentlich) erfolglos war, weil ich u.a. mit der Einstellung reingegangen bin "Ich werde dort rerepariert... Der Therapeut muss sich schon mehr anstrengen", frage ich mich jetzt wie es mir besser gelingen kann selbstcVerantwortung zu übernehmen und die Arbeit aus der Therapie in den Alltag mitzunehmen.

Ich habe Angst vor meinem eigenen Schatten und traue mich zu selten darüberzuspringen.

LG Sinnsucher
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Re: Intimitätsangst und AD(H)S

Beitrag von Brax » Samstag 4. August 2018, 15:52

Sinnsucher hat geschrieben:
Samstag 4. August 2018, 15:00
Brax hat geschrieben:
Mittwoch 6. Juni 2018, 00:34
Warum nennst du dich dann Luxus-AB? Deine Probleme sind keineswegs Luxus.
Nein, im Luxus lebe ich wirklich nicht.
Ich habe jedenfalls das Glück, dass alle Rahmenbedingungen passen, dass mir keine äußeren körperlichen oder sozialen Handicaps im Weg stehen. Es liegt allein an mir.
"Luxus-AB" heißt, dass man eigentlich einen Partner haben könnte, aber keinen hat, weil man zu anspruchsvoll ist und alle ablehnt, die Interesse zeigen.

Deine sozialen Handicaps hattest du doch oben beschrieben:
Sinnsucher hat geschrieben:
Dienstag 5. Juni 2018, 17:51
Wenn es ernst wird, kann ich aber nicht anders, als abzublocken. Ich stehe mir mit Grübeln, Perfektionismus und Zweifeln selbst im Weg. Ich habe ein unterirdisches Selbstwertgefühl und daher eine schier unüberwindbare Beziehungs- und Imtimitätsangst.

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Re: Intimitätsangst und AD(H)S

Beitrag von Stabil » Samstag 4. August 2018, 17:03

Sinnsucher hat geschrieben:
Samstag 4. August 2018, 15:24
...
Dich unter Anderem auf deine Selbstverantwortung zu konzentrieren, halte ich für einen wichtigen Schritt. Nach meiner E.fahrung hilft das sehr. (Dass damit nicht alles erledigt ist, das ist schon klar.)
* Am meisten schmerzt das Gute, das wir zwar erlebt haben, aber in uns nicht angekommen ist *

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Re: Intimitätsangst und AD(H)S

Beitrag von Teenage Kicks » Samstag 4. August 2018, 17:15

Brax hat geschrieben:
Samstag 4. August 2018, 15:52
"Luxus-AB" heißt, dass man eigentlich einen Partner haben könnte, aber keinen hat, weil man zu anspruchsvoll ist und alle ablehnt, die Interesse zeigen.
Genau so kenne ich die Definition von "Luxus-AB" auch, dennoch glaube ich dass man dann ein Luxus-AB ist wenn man sich wie einer fühlt.

Ich kann mich mit den von Sinnsucher beschriebenen Problemen sehr gut identifizieren (ich leide übrigens auch an AD(H)s), und muss sagen ich fühle mich auch als Luxus-AB.
Frauen zeigen immer mal wieder Interesse, doch ich kriege es wegen den von Sinnsucher beschriebenen Problemen nicht auf die Kette mehr daraus zu machen.
Auf der anderen Seite kenne ich dann ein paar ABs aus meinem normalen Alltag an denen (soweit ich weiß) bisher niemand Interesse gezeigt hat.
Auch wenn ich mich selbst nicht in deren Situation befinde, so kann ich mich doch etwas hinein versetzen und stelle es mir absolut schrecklich vor wenn man mal so gar kein Interesse vom anderen Geschlecht signalisiert bekommt, das führt doch unweigerlich zur absoluten Hoffnungslosigkeit :fessel:
Ich kann ja immer noch sagen "hey, alles klar! Die Frauen die ich attraktiv finde, finden mich auch attraktiv, jetzt muss ich "nur" noch meine Probleme in den Griff bekommen und ab gehts! "
Doch was soll jemand sagen an dem so wirklich niemand Interesse zeigt?
Ich finde auch dass es ein unheimlich tolles- und wohliges Gefühl ist ab und zu mal vom anderen Geschlecht Interesse signalisiert zu bekommen :umarmung2:
Sinnsucher hat geschrieben:
Samstag 4. August 2018, 15:00
Ich habe jedenfalls das Glück, dass alle Rahmenbedingungen passen, dass mir keine äußeren körperlichen oder sozialen Handicaps im Weg stehen. Es liegt allein an mir.
Aus eigener Erfahrung würde ich schon behaupten das ADHS ein soziales Handicap ist, durch das teilweise eigenartige Verhalten dass Menschen mit ADHS an den Tag legen, fällt es Betroffenen oft schwer sich zu integrieren.
Ich hatte bis ich in der vierten Klasse war niemals richtige Freunde, höchstens mal so kleine "Kurzfreunschaften" die nach wenigen Wochen/Monaten wieder zerbrachen, besser wurde es erst nach der Einnahme von Ritalin.
Sinnsucher hat geschrieben:
Samstag 4. August 2018, 15:00
Meine vielen anderen Symptome (Ängste aller Art, massive Prokrastination, Depressionen, Schlafstörungen) sind häufige Folgen von zu wenig behandeltem ADS.
Ich kann Dir sagen, dass auch eine gute Behandlung mich nicht vor diesen Dingen bewart hat :fessel:

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Re: Intimitätsangst und AD(H)S

Beitrag von Brax » Samstag 4. August 2018, 18:12

Teenage Kicks hat geschrieben:
Samstag 4. August 2018, 17:15
Brax hat geschrieben:
Samstag 4. August 2018, 15:52
"Luxus-AB" heißt, dass man eigentlich einen Partner haben könnte, aber keinen hat, weil man zu anspruchsvoll ist und alle ablehnt, die Interesse zeigen.
Genau so kenne ich die Definition von "Luxus-AB" auch, dennoch glaube ich dass man dann ein Luxus-AB ist wenn man sich wie einer fühlt.
Bezeichnungen und Definitionen sind eigentlich dazu da, um kommunizieren zu können. Also um anderen verständlich machen zu können, was man sagen will. Das funktioniert aber nur, wenn ein Begriff für alle dieselbe Bedeutung hat und dies wiederum ist nur möglich, wenn Definitionen auf Fakten basieren und nicht auf individuellen Gefühlen. Deshalb bin ich überhaupt kein Freund davon, zu sagen "ich fühl mich so, also trifft es auf mich zu".

ich fühle mich auch als Luxus-AB.
Frauen zeigen immer mal wieder Interesse, doch ich kriege es wegen den von Sinnsucher beschriebenen Problemen nicht auf die Kette mehr daraus zu machen.
Auf mich trifft das auch zu (also halt mit Männern statt mit Frauen). Aber inwiefern soll das denn Luxus sein? Selbst wenn 1000 Leute an einem Interesse haben: Wenn man es nie hinkriegt, Interesse in eine Beziehung umzuwandeln, ist man genauso AB und geht alleine durchs Leben wie wenn es kein Interesse gäbe. Ich gebe zu, fürs Selbstbewusstsein ist es ein bisschen besser, aber an der eigenen Einsamkeit ändert es gar nichts.

Teenage Kicks

Re: Intimitätsangst und AD(H)S

Beitrag von Teenage Kicks » Samstag 4. August 2018, 21:06

Brax hat geschrieben:
Samstag 4. August 2018, 18:12
Bezeichnungen und Definitionen sind eigentlich dazu da, um kommunizieren zu können. Also um anderen verständlich machen zu können, was man sagen will. Das funktioniert aber nur, wenn ein Begriff für alle dieselbe Bedeutung hat und dies wiederum ist nur möglich, wenn Definitionen auf Fakten basieren und nicht auf individuellen Gefühlen. Deshalb bin ich überhaupt kein Freund davon, zu sagen "ich fühl mich so, also trifft es auf mich zu".
Das Forenthema gibt nun mal sehr viel Raum für Interpretationen.
Als Beispiel, der eine hatte 1 mal Sex und sieht sich schon als Ex-AB, der andere hatte schon mehrfach Sex, sowie mehrere Beziehungen und sieht sich immer noch als (Softcore) AB :gruebel:
Man muss sich auch der Bedeutung des Wortes "Luxus" bewusst sein, denn Luxus wäre es ja erst gar kein AB zu sein, doch wenn wir nun von ABs sprechen, ist der jenige im Besitz von Luxus der es besser hat als die anderen.
Äußerst schwierig wäre es jetzt zu entscheiden wer nun mehr Luxus hat, der Anspruchs-AB an dem nur Personen Interesse haben die er nicht attraktiv findet, oder der jenige der zwar im Besitz von gegenseitigem Interesse ist aber nicht darauf aufbauen kann.
Schwere Diskussion, die wieder über Seiten gehen könnte und zu neuer/besserer Definition führen würde, doch denke ich dass wir uns wohl nur über eine Sache einig sein müssen, dass die jenigen es am schlimmsten getroffen haben (und damit überhaupt keinen Luxus haben) an denen niemand Interessiert ist.
Brax hat geschrieben:
Samstag 4. August 2018, 18:12
Auf mich trifft das auch zu (also halt mit Männern statt mit Frauen). Aber inwiefern soll das denn Luxus sein? Selbst wenn 1000 Leute an einem Interesse haben: Wenn man es nie hinkriegt, Interesse in eine Beziehung umzuwandeln, ist man genauso AB und geht alleine durchs Leben wie wenn es kein Interesse gäbe. Ich gebe zu, fürs Selbstbewusstsein ist es ein bisschen besser, aber an der eigenen Einsamkeit ändert es gar nichts.
Mir nimmt es sehr viel Druck von der Seele, denn während die an denen niemand Interesse hat sich mit zweierlei Plagen schlagen müssen, muss ich mich nur mit einer mühen.

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Re: Intimitätsangst und AD(H)S

Beitrag von Sinnsucher » Sonntag 5. August 2018, 22:56

Brax hat geschrieben:
Samstag 4. August 2018, 15:52
"Luxus-AB" heißt, dass man eigentlich einen Partner haben könnte, aber keinen hat, weil man zu anspruchsvoll ist und alle ablehnt, die Interesse zeigen.

Deine sozialen Handicaps hattest du doch oben beschrieben:
Zugegeben, diese Definition würd ich unterschreiben. Für mich ist das aber ein schmaler Grad. Früher dachte ich: ich könnte ja, wenn ich wollte. Dann bin draufgekommen ich könnte auch dann nicht wenn sie und ich will. Und schließlich die Einsicht: Ich lege die Latte so hoch, d.h. was alles erfüllt sein muss damit ich mich reinfallen lassen kann, dass ich vertrauen kann, dass ich gar nie in die Verlegenheit komme, es ernst zu meinen.

Die hohen Ansprüche sind bei mir also ein Abwehrmechanismus gegen den genannten Ängste-Cocktail. Ich treffe also 1:1 auf die Definition zu. Wenn wir also bei Definitionen bleiben, dann ist ABtum ja per se unfreiwillig (sonst kein AB). Wenn eine Person also unter Beziehungslosigkeit leidet weil die Ansprüche hoch sind, dann sind unrealistische Ansprüche das psychische Handicap. :)

In meinem Fall hab ich halt den "Luxus", dass es (noch) Frauen gibt, die Interesse zeigen. ;)
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Re: Intimitätsangst und AD(H)S

Beitrag von Sinnsucher » Sonntag 5. August 2018, 23:24

Teenage Kicks hat geschrieben:
Samstag 4. August 2018, 17:15
Ich finde auch dass es ein unheimlich tolles- und wohliges Gefühl ist ab und zu mal vom anderen Geschlecht Interesse signalisiert zu bekommen :umarmung2:
Stimmt, es tut dem Ego gut. Solange ich aber die Frage "Bin ich es wert, geliebt zu werden, so wie ich bin?" nicht auch emotional mit einem Ja beantworten kann, bleiben es (für mich) nur Trostpflaster.
Und es erzeugt den gefährlichen Gedanken: Aaah, ich brauch eh nicht aktiv werden, noch bin ich ja im Rennen. Aber das ist natürlich irreführend.
Teenage Kicks hat geschrieben:
Samstag 4. August 2018, 17:15
Sinnsucher hat geschrieben:
Samstag 4. August 2018, 15:00
Ich habe jedenfalls das Glück, dass alle Rahmenbedingungen passen, dass mir keine äußeren körperlichen oder sozialen Handicaps im Weg stehen. Es liegt allein an mir.
Aus eigener Erfahrung würde ich schon behaupten das ADHS ein soziales Handicap ist, durch das teilweise eigenartige Verhalten dass Menschen mit ADHS an den Tag legen, fällt es Betroffenen oft schwer sich zu integrieren.
Ich hatte bis ich in der vierten Klasse war niemals richtige Freunde, höchstens mal so kleine "Kurzfreunschaften" die nach wenigen Wochen/Monaten wieder zerbrachen, besser wurde es erst nach der Einnahme von Ritalin.
Da gebe ich dir absolut recht! ADHS kann ein großes soziales Handicap sein, es ist stigmatisiert und wird einem fast immer als Charakterschwäche ausgelegt.
In meinem Fall ist das Handicap aber hauptsächlich psychisch. Ich habe gelernt mich sozial verträglich zu verhalten. Dass ich mich und meine Bedürfnisse verleugne, dass ich dabei getrieben bin davon, was andere von mir halten, ist die Kehrseite.
Meine Kindheit und Jugend war auch von Außenseitertum geprägt, aber durch wenige gute Freunde habe ich das durchtaucht.
Sehr hat mir auch die Jugendbewegung geholfen in der ich gelandet bin, die mir Struktur und einen Safe Space zum Üben von Teamfähigkeit gegeben hat.
Teenage Kicks hat geschrieben:
Samstag 4. August 2018, 17:15
Sinnsucher hat geschrieben:
Samstag 4. August 2018, 15:00
Meine vielen anderen Symptome (Ängste aller Art, massive Prokrastination, Depressionen, Schlafstörungen) sind häufige Folgen von zu wenig behandeltem ADS.
Ich kann Dir sagen, dass auch eine gute Behandlung mich nicht vor diesen Dingen bewart hat :fessel:
Von welcher Behandlung sprichst du? Nur von Ritalin, oder auch von Therapie?
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Medikamente können die Fokusregulierung unterstützen, aber den Umgang mit der Alltagsbewältigung muss man trotzdem lernen. *herzhaftseufz*
Routinen
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Routinen
Und um Ängsten, mangelndem Selbstwert und Depressionen zu begegnen geht es ohne Psychotherapie sicher nicht.

Ich weiß was zu tun wäre, aber ich bin von der schieren Anzahl an Schrauben, an denen man drehen muss, an Entscheidungen, die man treffen muss, überfordert.
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Re: Intimitätsangst und AD(H)S

Beitrag von Sinnsucher » Sonntag 5. August 2018, 23:41

Brax hat geschrieben:
Samstag 4. August 2018, 18:12

Auf mich trifft das auch zu (also halt mit Männern statt mit Frauen). Aber inwiefern soll das denn Luxus sein? Selbst wenn 1000 Leute an einem Interesse haben: Wenn man es nie hinkriegt, Interesse in eine Beziehung umzuwandeln, ist man genauso AB und geht alleine durchs Leben wie wenn es kein Interesse gäbe. Ich gebe zu, fürs Selbstbewusstsein ist es ein bisschen besser, aber an der eigenen Einsamkeit ändert es gar nichts.
Nachtrag: Es war nicht meine Absicht, die Situation als weniger belastend darzustellen. :umarmung2: Das Leiden, die Ohnmacht, die Hoffnungslosigkeit und besonders die Einsamkeit ist sicher dieselbe.
Dass ich "Luxus" aufgebracht hab war vielleicht auch nur ein Akt der Selbstgeißelung.

Gleichzeitig bringen doch mehr Chancen auch mehr Verantwortung, nicht? Ich fühle mich durchaus verwöhnt von den vielen (naja, ähm, vielleicht nicht viel, aber halt doch immer wieder mal) winkenden Zaunpfählen. Die Leichtfertigkeit, mit der ich eine um die andere Gelegenheit ziehen lasse, macht mir also schon zu schaffen.

Woher kommt deine Unfähigkeit, Interesse in eine Beziehung umzumünzen? :)
"What we fear doing most is usually what we most need to do."
~ Tim Ferriss

Teenage Kicks

Re: Intimitätsangst und AD(H)S

Beitrag von Teenage Kicks » Montag 6. August 2018, 11:37

Sinnsucher hat geschrieben:
Sonntag 5. August 2018, 23:24
Ich habe gelernt mich sozial verträglich zu verhalten. Dass ich mich und meine Bedürfnisse verleugne, dass ich dabei getrieben bin davon, was andere von mir halten, ist die Kehrseite.
Das kenne ich auch ...
Sinnsucher hat geschrieben:
Sonntag 5. August 2018, 23:24
Pills don't teach skills...
Da bin ich anderer Meinung die Einnahme einer psychoaktiven Droge (die ich hier nicht öffentlich nennen will, bei Interesse PN) hat meinen Socialskills damals mehr geholfen als Ritalin + jahrelange Therapie.
Allerdings kann man ja nicht auf Dauerrausch-Modus rumlaufen, weswegen diese Lösung auch nicht in Frage kam :verwirrt:

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