Ich habe nichts zu sagen!

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zumsel

Re: Ich habe nichts zu sagen!

Beitrag von zumsel » Donnerstag 5. April 2018, 23:07

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Oreo
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Re: Ich habe nichts zu sagen!

Beitrag von Oreo » Freitag 6. April 2018, 16:24

Bei mir kommt es auf mein Gegenüber an. Mit einigen Leuten kann ich mich lange und unkompliziert unterhalten, bei anderen sind Gesprächspausen vorprogrammiert und es ist einfach nur anstrengend das Gespräch aufrecht zu halten.

In (größeren) Gruppen kommt es bei mir ganz oft auf die ersten Minuten an. Wenn ich mich gleich am Anfang in das Gespräch einbringen kann, geht es häufig redselig weiter. Schaffe ich das nicht, wird es schon schwieriger. In solchen Fällen brauche ich dann eine Person über die ich ins Gespräch komme oder ein Thema in dem ich mich wirklich sicher fühle. Häufig hilft auch ein Situations- oder Ortswechsel, so dass ich nochmal neu anfangen kann.

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Hagen Stolz
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Re: Ich habe nichts zu sagen!

Beitrag von Hagen Stolz » Sonntag 8. April 2018, 03:30

@ DerUnsichtbare:
Ich habe mir mal die Freiheit herrausgenommen nur deine beiden Beiträge zu lesen und sonst nur mal hier und da ein paar Zeilen.
Nicht aus Unhöfflichkeit, sondern weil es ver%&"§$ nochmal 3 Uhr nachts ist und ich nicht weiss, warum ich noch wach bin anstatt im Bett zu liegen!
Egal.

Also dein Problem kenn ich, aber auch dass Problem der peinlichen Stille.
Ich mag solche Aussagen wie "Du sagst gar nix, als MUSS ja was nicht stimmen!" auch nicht.
Ich meine mal vor Jahren irgendwo gelesen zu haben dass es im asiatsichen Raum (konkret glaub ich ging es um Japan... oder so) als schlecht gilt, wenn Ehepartner viel miteinander reden. Dies wird als Zeichen gewertet, dass sie nicht auf "einer Wellenlänge" sind. Wären sie dies, und kennten sie sich besser, müssten sie ja nicht so viel reden - weil sie sich ja kennen und aufeinander abgestimmt wären!

Ok, dass ist jetzt vielleicht etwas zu abstrakt.
Ich geh mal einen Schritt zurück und auf dein konkretes Problem ein.
Also ich würde an deiner Stelle vllt. folgendes versuchen:
Das Problem "Warum sagst du nichts?" zum Thema machen, und darüber sprechen.

Du hast in deinem zweiten Beitrag hier wunderbar ausgeführt, WARUM du (auch mal) schweigst.
Das, genau das was du geschrieben hast, kannst du deiner Gesprächspartnerin sagen. Dass du den ganzen Tag schon geredet und geredet hast, und auch mal einen Moment Ruhe brauchst.

Im übrigen kannst du auch versuchen, den Spieß umzudrehen, und so was fragen wie:
"Ist dir das unangenehm, dass ich grade schweige?"
Wenn "ja", frag zurück "Warum?"
Finde herraus, was dein Gegenüber so problematisch am Schweigen findet.
Vielleicht glaubt sie ja, sie hat etwas gesagt, dass dich zum Schweigen gebracht hat?

So oder so: wenn deine Gesprächspartnerin ein Leben, in dem auch mal geschwiegen wird, für unerträglich hält... solltet ihr es vielleicht dabei belassen, auch in Zukunft nur GESPRÄCHS-Partner zu sein... nicht mehr. ;)

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Re: Ich habe nichts zu sagen!

Beitrag von Siegfried » Sonntag 8. April 2018, 09:43

Hagen Stolz hat geschrieben:
Sonntag 8. April 2018, 03:30

Ich geh mal einen Schritt zurück und auf dein konkretes Problem ein.
Also ich würde an deiner Stelle vllt. folgendes versuchen:
Das Problem "Warum sagst du nichts?" zum Thema machen, und darüber sprechen.

Du hast in deinem zweiten Beitrag hier wunderbar ausgeführt, WARUM du (auch mal) schweigst.
Das, genau das was du geschrieben hast, kannst du deiner Gesprächspartnerin sagen. Dass du den ganzen Tag schon geredet und geredet hast, und auch mal einen Moment Ruhe brauchst.

Im übrigen kannst du auch versuchen, den Spieß umzudrehen, und so was fragen wie:
"Ist dir das unangenehm, dass ich grade schweige?"
Wenn "ja", frag zurück "Warum?"
Finde herraus, was dein Gegenüber so problematisch am Schweigen findet.
Vielleicht glaubt sie ja, sie hat etwas gesagt, dass dich zum Schweigen gebracht hat?
Und was soll das bringen ? Damit erntest vielleicht 5 Minuten Mitleid und Verständnis.
Aus der Ecke des Langweilers der nichts sagt und auf den man verzichten kann kommt man damit aber auch nicht.

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Re: Ich habe nichts zu sagen!

Beitrag von Hachiko » Sonntag 8. April 2018, 11:08

Siegfried hat geschrieben:
Sonntag 8. April 2018, 09:43
Hagen Stolz hat geschrieben:
Sonntag 8. April 2018, 03:30

Ich geh mal einen Schritt zurück und auf dein konkretes Problem ein.
[...]
Vielleicht glaubt sie ja, sie hat etwas gesagt, dass dich zum Schweigen gebracht hat?
Und was soll das bringen ? Damit erntest vielleicht 5 Minuten Mitleid und Verständnis.
Aus der Ecke des Langweilers der nichts sagt und auf den man verzichten kann kommt man damit aber auch nicht.
Hallo Siegfried,

also ich finde den Vorschlag von Hagen Stolz gar nicht mal schlecht - ganz im Gegenteil.
Was ist eine Beziehung, ganz egal ob freundschaftlich oder mehr, wenn nicht miteinander geredet werden kann?

Was das bringen soll?
Ja, meinetwegen erst 5 Minuten Mitleid und Verständnis, aber genau das ist es, was die Situation auch erst einmal braucht!

Sobald die Gefühle diesbezüglich klar und mitgeteilt sind, könntet ihr für die nächsten Male gemeinsam eine Lösung finden.
- Sie weiß: Es liegt nicht an ihr
- Du weißt: Sie wünscht sich Gespräche, die sie (ggf. nur mit dir) führen kann/will/möchte
- Ihr beide wisst: Ihr könnt miteinander oder eben nicht

Wenn ihr euch schon nach 5 Minuten nichts mehr zu sagen habt, weil du eben nicht so gerne reden magst, dann würde, ich mir zumindest, die Frage stellen, warum ihr euch überhaupt trefft.

Die Zeit könnte man doch so viel sinnvoller nutzen...zum alleine aus dem Fenster starren oder so...Oha, der dritte Vogel heute auf der Veranda, das ist ja echt wieder spannend heute :coolsmoke:
DAS ist langweilig und wird dich nur noch mehr zum Langeweiler machen.

Im Grunde reicht dir dann wohl auch ein einfaches Bild deines Gegenüber...
Gegebenenfalls 4 oder 5, damit du eine .gif-Datei daraus basteln und so ein ständiges Kopfnicken simulieren kannst (vermittelt Aufmerksamkeit).

Sorry, wenn ich für deine Reaktion nur wenig Verständnis aufbringe und so bissig darauf argumentiere..

Jetzt mach ich mir bestimmt schon wieder die ersten Feinde...schade, that´s life... :coolgun:
Mag sein, dass das in anderen Ländern anders ist, doch gehe ich immer erst von meinem eigenen Standpunkt aus und erweitere dann dementsprechend...
Ein Traumpartner ist nur so lange ein Traum, wie keiner an ihn glauben will.... :cooler:
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Re: Ich habe nichts zu sagen!

Beitrag von Siegfried » Sonntag 8. April 2018, 16:14

Hachiko hat geschrieben:
Sonntag 8. April 2018, 11:08
Was das bringen soll?
Ja, meinetwegen erst 5 Minuten Mitleid und Verständnis, aber genau das ist es, was die Situation auch erst einmal braucht!

Sobald die Gefühle diesbezüglich klar und mitgeteilt sind, könntet ihr für die nächsten Male gemeinsam eine Lösung finden.
- Sie weiß: Es liegt nicht an ihr
- Du weißt: Sie wünscht sich Gespräche, die sie (ggf. nur mit dir) führen kann/will/möchte
- Ihr beide wisst: Ihr könnt miteinander oder eben nicht

Wenn ihr euch schon nach 5 Minuten nichts mehr zu sagen habt, weil du eben nicht so gerne reden magst, dann würde, ich mir zumindest, die Frage stellen, warum ihr euch überhaupt trefft.
Du gehst wohl auch davon aus das "nicht reden" ein willentlicher Prozess ist der mit Absicht passiert. Nach dem Motto " du bist mir unsympathisch und deshalb möchte ich mich nicht mit dir unterhalten".
Es gibt aber auch die Möglichkeit das man gern reden würde aber aus diversen Gründen eben einfach nichts zu sagen hat.

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Re: Ich habe nichts zu sagen!

Beitrag von Hachiko » Sonntag 8. April 2018, 19:49

Hallo Siegfried,
Siegfried hat geschrieben:
Sonntag 8. April 2018, 16:14
Es gibt aber auch die Möglichkeit das man gern reden würde aber aus diversen Gründen eben einfach nichts zu sagen hat.
Ja richtig, und genau dafür ist das Verständnis dann auch notwendig.
Hachiko hat geschrieben:
Sonntag 8. April 2018, 11:08
Sobald die Gefühle diesbezüglich klar und mitgeteilt sind, könntet ihr für die nächsten Male gemeinsam eine Lösung finden.
- Sie weiß: Es liegt nicht an ihr
- Du weißt: Sie wünscht sich Gespräche, die sie (ggf. nur mit dir) führen kann/will/möchte
- Ihr beide wisst: Ihr könnt miteinander oder eben nicht
Wenn geklärt ist, dass dir keine Themen kommen oder dir einfach nichts weiter einfällt zu sagen, weiß sie wenigstens, dass sie anders mit dir umzugehen hat und es nicht unbedingt immer was mit ihr zu tun hätte.

Damit wären schonmal unangenehme stille Pausen begründet und beim nächsten Mal setzt du einfach an: "Siehste, jetzt schon wieder...mir fällt nichts ein und auch du übernimmst nicht das Wort,...können wir genau daran was für die Zukunft ändern und weißt du vielleicht auch wie oder was?"

Am besten mit einer persönlichen Meinung dazu gleich hinterher: "Mir ist das nämlich unangenehm..."

Möglicherweise bist du auch einfach zu "unlocker", "angespannt" oder immer auf der Suche nach den "perfekten Worten" (was, wenn dies, dann das und eigentlich willst du ja nur ein Kompliment machen...etc.)?
Willst du ihr vielleicht nur bestmöglich imponieren, indem du lieber mehr zuhörst als dass du was sagst (Doch auch dafür gilt: Für "aktives Zuhören" gehört mehr dazu wie nur "still dasitzen")?

Gründe dahingehend würden ihr dann auch erst einmal schmeicheln, überhaupt zu wissen..., denk ich mal...

Wo die Ursache liegt, kann ich dir natürlich nicht sagen, doch gibt es bestimmt auch Themen, worüber du dich auslassen könntest ohne Ende.
Weiß sie das, kann sie vielleicht genau da einhaken.

Umgekehrt verrät sie vielleicht auch dir, worüber sie gerne redet (bzw. kriegst du das ja automatisch mit) und du kannst genau da ansetzen.
Hey, du hast doch neulich erzählt, dass du eine alte Schulfreundin über Facebook gefunden hast - hat sich das irgendwie weiter entwickelt bzw. was ist daraus geworden??
Achtung: Dies soll keine Werbung für irgendein soziales Netzwerk sein - Mir fiel nur gerade nichts Besseres sein.
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Re: Ich habe nichts zu sagen!

Beitrag von Hagen Stolz » Sonntag 8. April 2018, 22:39

Siegfried hat geschrieben:
Sonntag 8. April 2018, 09:43
Hagen Stolz hat geschrieben:
Sonntag 8. April 2018, 03:30

Ich geh mal einen Schritt zurück und auf dein konkretes Problem ein.
Also ich würde an deiner Stelle vllt. folgendes versuchen:
Das Problem "Warum sagst du nichts?" zum Thema machen, und darüber sprechen.

Du hast in deinem zweiten Beitrag hier wunderbar ausgeführt, WARUM du (auch mal) schweigst.
Das, genau das was du geschrieben hast, kannst du deiner Gesprächspartnerin sagen. Dass du den ganzen Tag schon geredet und geredet hast, und auch mal einen Moment Ruhe brauchst.

Im übrigen kannst du auch versuchen, den Spieß umzudrehen, und so was fragen wie:
"Ist dir das unangenehm, dass ich grade schweige?"
Wenn "ja", frag zurück "Warum?"
Finde herraus, was dein Gegenüber so problematisch am Schweigen findet.
Vielleicht glaubt sie ja, sie hat etwas gesagt, dass dich zum Schweigen gebracht hat?
Und was soll das bringen ? Damit erntest vielleicht 5 Minuten Mitleid und Verständnis.
Aus der Ecke des Langweilers der nichts sagt und auf den man verzichten kann kommt man damit aber auch nicht.
Ist das eine rethorische Frage, Siegfried?

Falls "Nein": Informations-Austausch. (Eine der wichtigesten Funktionen von Sprache überhaupt!)
Ob dies dann Mitleid zur Folge hat, kann ich nicht sagen - Ziel dieser Aktion ist es jedenfalls nicht.
Verständnis schon eher... schliesslich steht das Gegenüber von DerUnsichtbare seinem Schweigen ja oft genug verständnislos... ähm.... gegenüber.
Ich entsinne mich, dass DerUnsichtbare geschrieben hat, dass er - bevor er plötzlich geschwiegen hat - sich recht angeregt unterhalten hat.
Ich halte es für völlig normal dass sich sein Gegenüber daher wundert, wenn DerUnsichtbare (scheinbar) plötzlich verstummt.
Das Gegenüber versteht nicht, warum DerUnsichtbare auf einmal schweigt... und möchte aber verstehen.
Es tut mir Leid, aber ich persönlich kann grade nicht nachvollziehen, warum Verständnis etwas Negatives sein soll - könntes Du das vielleicht ausführen?
Ist Unverständnis besser? Wenn ja, in wie fern?

Ansonsten pflichte ich Dir bei, Siegfried.
Natürlich kommt man damit nicht aus der Ecke des "Langweilers der nichts sagt und auf den man verzichten kann".
Aber man KOMMT vielleicht erst gar nicht in diese Ecke! Wer weiss? (Ich nicht.)

DerUnsichtbare hat es doch selber geschrieben:
Zitat:
"Es ist nicht so, dass ich bei so einem Date gar nichts sage. Aber ich hatte jetzt mehrfach den Fall, dass es nach 30 oder 60 Minuten gutem Gespräch (dachte ich zumindest) zu einer Pause kam - z.B. als wir nach dem langen Spaziergang in ein Lokal eingekehrt sind und uns an heißen Getränken gewärmt haben. Ich fand es gemütlich und war zufrieden, aber nach einer Minute: "Ist alles OK? Du bist auf einmal so still!?". Und ab dem Moment wird es dann verkrampft"
Einfach sagen "Nö, ist alles ok. Ich finds total gemütlich und geniesse nur grad den Augenblick."
(So oder so ähnlich; ich unterstelle jetzt mal, dass DerUnsichtbare den Augenblick genossen hat; die genaue Wortwahl bleibt jedem selbst überlassen.)

Ebenso beim zweiten geschilderten Fall:

Zitat:
"Okay, beim letzten mal war da evtl. auch der Zufall dran Schuld. Da habe ich eine Frau auf einer Veranstaltung kennengelernt, bei der ich ehrenamtlich mitgeholfen habe. Und da war ich natürlich sehr aktiv, habe Leute begrüßt, herumgeführt, Sachen erklärt, kurze Vorträge gehalten etc. (Ja, sowas kann ich ;-) - aber es kostet seeehr viel Energie und danach brauche ich einen Ruhetag)
Und vermutlich hat sie dann gedacht, ich bin immer so, und war bei unserem Date enttäuscht, dass ich doch eher der ruhige Typ bin."

Hier hätte DerUnsichtbare - meiner Meinung nach - einfach genau DAS erklären sollen.
Also wenn sie fragt "Warum so still auf einmal?"... na, dann einfach erklären.
"Ach, der ganze Tag war einfach recht anstrengend, und ich muss erst mal wieder runterkommen."
Man kann auch auf die Meta-Ebene wechseln und genau den Umstand des Schweigens zum Thema machen:
"Tut mir leid, wenn ich grade total langweilig rüberkommen, aber ich muss erst mal runterkommen. Die ganze Veranstaltung war doch recht anstrengend."
(Wie gesagt - Wortwahl bleibt jedem selbst überlassen. Das hier sollen nur Beispiele sein.)

Und wenn das Gegenüber halt einen bisweilen* schweigsamen DerUnsichtbare nicht ertragen kann, dann hat's halt nicht sollen sein.
*er hat selbst geschrieben, dass er nicht NUR schweigt - siehe seine eigenen Worte

Darf ich daran erinnern, was DerUnsichtbare ebenfalls geschrieben hat:
"Ich brauche einfach jemanden, mit dem man auch schweigen kann."

Eine Beziehung mit einer Frau, die nicht auch mal schweigen kann bzw. kein Schweigen akzeptiert, dürfte für KEINEN der beiden Beteiligten optimal sein, und sollte vermieden werden. Und wenn dann aus dem Date nix wird, weil es unüberwindbare Differenzen gibt... dann doch lieber beim ersten Date, als beim.... keine Ahnung... zehnten. (Du probierst ja auch nicht im Laden zehn mal die gleichen Schuhe an, obwohl du beim ersten mal schon gemerkt hast, dass sie nicht passen. Du nimmst ein anderes Paar und probierst DIE.)

War das verständlicher? o_0

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Re: Ich habe nichts zu sagen!

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Montag 9. April 2018, 00:35

Xiangni hat geschrieben:
Montag 26. März 2018, 15:19
Mich interessiert auch so Zeug wie "Ich war gestern beim Bäcker", ich bin einfach neugierig! Ausserdem freut es mich, wenn jemand mit mir mündlich seinen Alltag teilt.
Xiangni hat geschrieben:
Montag 26. März 2018, 16:17
Irgendwas Spannendes erlebt man ja trotzdem praktisch jeden Tag.
Ich weiß nicht – das meiste, was ich so tagein, tagaus erlebe, halte zumindest ich persönlich für extrem langweilig, wenn es nicht gar zu „spezifisch“ ist (z. B. fachspezifisch), als daß ein x-beliebiger Gegenüber mir thematisch folgen könnte. Da hilft auch Auswalzen des Erzählten nichts.

Und dann gibt es wiederum Themen in bezug auf meine Person, die mich wie einen Übernerd (oder schlimmer) aussehen lassen. Damit, solche Themen anzuschneiden, bin ich sehr vorsichtig, es sei denn, ich kann mir einigermaßen sicher sein, daß sie auf fruchtbaren Grund fallen. Und das ist selten.
Siegfried hat geschrieben:
Dienstag 27. März 2018, 22:17
Bei Dates bekomm ich es auch nur hin nüchtern mal paar langweilige allgemeine Fragen zu stellen "woher kommst du", "was machst du", "was Arbeitest du" etc.
Mir werden diese Fragen eher gestellt, siehe die letzten vier Male „Fisch sucht Fahrrad“. Sollte ich sie selbst anwenden, dann ist das nur ein Notnagel, um überhaupt eine Konversation in Bewegung zu setzen – aber vermutlich geht es den Frauen mir gegenüber da auch nicht anders. Um so erfrischender ist es, wenn man von vornherein über etwas anderes reden kann.

Daran, daß ich das noch untertroffen habe, ist auch meine Kontaktaufnahme bei der letzten Veranstaltung gescheitert – bei einer Frau, die ansonsten sichtlich nicht uninteressiert war.
Elli hat geschrieben:
Donnerstag 5. April 2018, 13:21
Ich habe nur dann "was zu erzählen", wenn ich das Gefühl habe, dass das Gegenüber auch zumindest halbwegs Interesse daran hat, das zu hören. Je nach Gegenüber kann ich sogar recht geistreich und witzig sein. Ich finde, dass das auch von beiden Seiten abhängt - wenn man sich langweilig fühlt, liegt das oft auch daran, dass der andere keine Antennen für die Sachen hat, die man senden könnte. Können auch zu unterschiedliche Welten sein, in denen man unterwegs ist.
Genau das.

Ich meine, ich habe hier schon oft genug gelesen, daß es vollkommen egal sei, wofür man sich begeistert, solange man diese Begeisterung hat und zeigt, denn das werde schon sehr positiv aufgenommen. Meines Erachtens ist es aber tatsächlich so, daß gewisse Themen bei einer Sorte Gegenüber funktionieren, bei einer anderen, nicht unbedingt viel kleineren Sorte dagegen überhaupt nicht, unabhängig davon, wie man sie aufbereitet. Ich wage sogar zu behaupten, daß so manch ein Thema nur bei sehr, sehr wenigen Menschen funktioniert – wiederum egal, wie man das Thema präsentiert.

Wenn man überwiegend oder gar ausschließlich solche Themen hat, von denen man erzählen kann, dann wird es in den meisten Fällen mit der Konversation wirklich schwierig, und dann sagt man entweder lieber von vornherein gar nichts, oder man sitzt da und schweigt, weil man zu sehr damit beschäftigt ist, nach etwas zu suchen, wovon man erzählen kann, was auch für den Gegenüber interessant sein könnte.
← Das da sind keine Klaviertasten. Es sind Synthesizertasten. Doch, da gibt es Unterschiede.
Bisherige Signatur ersetzt, weil die sowieso kaum jemand liest.

INTJ nach Myers-Briggs

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Re: Ich habe nichts zu sagen!

Beitrag von Siegfried » Montag 9. April 2018, 21:11

Hagen Stolz hat geschrieben:
Sonntag 8. April 2018, 22:39
Siegfried hat geschrieben:
Sonntag 8. April 2018, 09:43
Und was soll das bringen ? Damit erntest vielleicht 5 Minuten Mitleid und Verständnis.
Aus der Ecke des Langweilers der nichts sagt und auf den man verzichten kann kommt man damit aber auch nicht.
Ist das eine rethorische Frage, Siegfried?

Falls "Nein": Informations-Austausch. (Eine der wichtigesten Funktionen von Sprache überhaupt!)
Ob dies dann Mitleid zur Folge hat, kann ich nicht sagen - Ziel dieser Aktion ist es jedenfalls nicht.
Verständnis schon eher... schliesslich steht das Gegenüber von DerUnsichtbare seinem Schweigen ja oft genug verständnislos... ähm.... gegenüber.
Ich entsinne mich, dass DerUnsichtbare geschrieben hat, dass er - bevor er plötzlich geschwiegen hat - sich recht angeregt unterhalten hat.
Ich halte es für völlig normal dass sich sein Gegenüber daher wundert, wenn DerUnsichtbare (scheinbar) plötzlich verstummt.
Das Gegenüber versteht nicht, warum DerUnsichtbare auf einmal schweigt... und möchte aber verstehen.
Es tut mir Leid, aber ich persönlich kann grade nicht nachvollziehen, warum Verständnis etwas Negatives sein soll - könntes Du das vielleicht ausführen?
Ist Unverständnis besser? Wenn ja, in wie fern?
Ich halte Verständnis in dem Zusammenhang für nichts negatives sondern das es im Endeffekt relativ bedeutungslos ist.

Na gut, wenn dieses "nichts sagen" nur mal ein Ausnahmefall ist weil es einem gerade nicht so gut geht oder die Gedanken gerade bei
der schwer kranken Oma sind ist das ja in Ordnung das dem Gegenüber mitzuteilen das man jetzt vielleicht keine Lust hat irgendwelchen Smalltalk zu machen.

Wenn aber dieses "nichts sagen" zu einem festen Wesenszug wird der sich daraus ergibt weil man einfach keine Interessanten Themen hat, ein völlig langweiliges Leben führt was keinen Gesprächsstoff hergibt, das Gegenteil eines Partylöwen ist mit dem man beim Abends weggehen keinen Spaß haben kann weil man den Abend über keine 5 Sätze rausbekommt während überall um einen herum sich alles zu unterhalten scheint. Da wird es eben bedeutungslos um Verständnis zu bitten da man über kurz oder lang in die soziale Wüste geschickt wird. Wozu soll man sich auch mit so jemand abgeben ? Da such ich mir lieber welche mit denen ich mich gut unterhalten kann, der witzig ist etc. als mich mit so einem Schweiger der auch anstrengend sein kann abzugeben.

Es gibt ja eben auch unterschiedliche Kommunikationsformen die nicht unbedingt viel miteinander zu tun haben und so eben auch den ersten Eindruck eines Jekyll & Hyde hinterlassen können. Nur weil man Aufgrund einer hoher Kompetenz vielleicht in beruflichen Dingen wie ein Wasserfall reden kann, kann man vielleicht im privaten Aufgrund eines nicht vorhandenen Privatlebens voll der Kommunikationslegastheniker sein.

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Re: Ich habe nichts zu sagen!

Beitrag von Seb-X » Dienstag 10. April 2018, 15:22

Glockenspiel hat geschrieben:
Samstag 24. März 2018, 22:54
Pferdefreundin hat geschrieben:
Samstag 24. März 2018, 22:32
Kommt mir sehr bekannt vor. Manchmal weiß man halt nicht, was man sagen soll und diese Frage "Warum sagst du nichts? " ist auch nicht gerade hilfreich.
Was soll man denn sagen, wenn man nicht mal weiß, über was man noch reden soll? Da beißt sich die Katze in den Schwanz.
Ich glaube es ist eher die Situation, die bei einem im Kopf die Erwartungshaltung anregt etwas "gescheites" zu sagen. Wenn man mal Situationen mit guten Freunden vergleicht, dann scheint man immer etwas zu sagen zu haben.
Vielleicht sollte man sich daher weniger Gedanken darüber machen, ob das was einem im Kopf schwirrt wirklich so sagenswert ist, sondern einfach machen.
Wenn ich es mit Situationen mit Freunden vergleiche, finde ich keinen Unterschied. Auch dann bin ich der Wenigredner. Was soll ich denn erzählen? Von meinen Ängsten und Selbstzweifeln? Denn das ist i.d.R. in meinem Kopf. Smalltalk war noch nie mein Ding. In Dialogen rede ich vielleicht 20 %. Was soll man sich ständig unterhalten? Was ich so mache ist in ein paar Minuten abgetan.
"Wenn man aus einem protestantischen Land kommt, ist man immer etwas beschämt, wenn man bei der Arbeit nicht gelitten hat." (Lars von Trier)

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Re: Ich habe nichts zu sagen!

Beitrag von Hagen Stolz » Dienstag 10. April 2018, 21:11

Siegfried hat geschrieben:
Montag 9. April 2018, 21:11
Hagen Stolz hat geschrieben:
Sonntag 8. April 2018, 22:39
Siegfried hat geschrieben:
Sonntag 8. April 2018, 09:43
Und was soll das bringen ? Damit erntest vielleicht 5 Minuten Mitleid und Verständnis.
Aus der Ecke des Langweilers der nichts sagt und auf den man verzichten kann kommt man damit aber auch nicht.
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Verständnis schon eher... schliesslich steht das Gegenüber von DerUnsichtbare seinem Schweigen ja oft genug verständnislos... ähm.... gegenüber.
Ich entsinne mich, dass DerUnsichtbare geschrieben hat, dass er - bevor er plötzlich geschwiegen hat - sich recht angeregt unterhalten hat.
Ich halte es für völlig normal dass sich sein Gegenüber daher wundert, wenn DerUnsichtbare (scheinbar) plötzlich verstummt.
Das Gegenüber versteht nicht, warum DerUnsichtbare auf einmal schweigt... und möchte aber verstehen.
Es tut mir Leid, aber ich persönlich kann grade nicht nachvollziehen, warum Verständnis etwas Negatives sein soll - könntes Du das vielleicht ausführen?
Ist Unverständnis besser? Wenn ja, in wie fern?
Ich halte Verständnis in dem Zusammenhang für nichts negatives sondern das es im Endeffekt relativ bedeutungslos ist.

Na gut, wenn dieses "nichts sagen" nur mal ein Ausnahmefall ist weil es einem gerade nicht so gut geht oder die Gedanken gerade bei
der schwer kranken Oma sind ist das ja in Ordnung das dem Gegenüber mitzuteilen das man jetzt vielleicht keine Lust hat irgendwelchen Smalltalk zu machen.

Wenn aber dieses "nichts sagen" zu einem festen Wesenszug wird der sich daraus ergibt weil man einfach keine Interessanten Themen hat, ein völlig langweiliges Leben führt was keinen Gesprächsstoff hergibt, das Gegenteil eines Partylöwen ist mit dem man beim Abends weggehen keinen Spaß haben kann weil man den Abend über keine 5 Sätze rausbekommt während überall um einen herum sich alles zu unterhalten scheint. Da wird es eben bedeutungslos um Verständnis zu bitten da man über kurz oder lang in die soziale Wüste geschickt wird. Wozu soll man sich auch mit so jemand abgeben ? Da such ich mir lieber welche mit denen ich mich gut unterhalten kann, der witzig ist etc. als mich mit so einem Schweiger der auch anstrengend sein kann abzugeben.

Es gibt ja eben auch unterschiedliche Kommunikationsformen die nicht unbedingt viel miteinander zu tun haben und so eben auch den ersten Eindruck eines Jekyll & Hyde hinterlassen können. Nur weil man Aufgrund einer hoher Kompetenz vielleicht in beruflichen Dingen wie ein Wasserfall reden kann, kann man vielleicht im privaten Aufgrund eines nicht vorhandenen Privatlebens voll der Kommunikationslegastheniker sein.
Ich muss mal eines los werden, bevor ich antworte.
Ich wüsste gerne, wie du auf so eine Aussage kommst:
"Wozu soll man sich auch mit so jemand abgeben ?"
Korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber kann es sein dass die implizierte Betonung in dieser Frage auf dem "so jemand" liegt, und zwar mit einer ausgesprochen negativen Betonung?

Je nach dem, in was für einem Umfeld ich mich bewege, kommt es recht oft vor, dass ich nichts zu sagen habe, dennoch habe ich nie das Gefühl vermittelt bekommen, dass ich "so jemand" bin, und ich tendiere auch nicht dazu, Leute, die schweigen, als "so jemand" zu bezeichnen (bzw. so über sie zu denken).
Auf Leute, die schlecht über mich denken, obwohl ich (ihnen) nichts getan habe, lege ich keinen Wert, und sie zählen schlicht und ergreifend nicht zu meinem Bekannten- bzw. Freundeskreis. Und damit ist das Thema für mich auch erledigt.

Nun zum eigentlichen Thema, dem "nichts sagen".
Wieso hast du kein Privatleben? Arbeitest du 24/7, 7 Tage die Woche?
Jeder hat ein Privatleben. Mag sein, dass man damit unzufrieden ist, aber dass ist i.d.R. nicht die Schuld von anderen Menschen.
Kann es sein, dass du meinst, dass dein Privatleben uninteressant ist?
Sitzt du zu Hause nur rum, konsumierst keine Medien, hast überhaupt kein Interesse an gar nichts?
Das wäre in der Tat bedenklich.
So weit ich das beurteilen kann, hat jeder Mensch so seine Hobbies, bzw. Interesse an irgend etwas.
Manche Menschen kommen sogar gradezu ins schwärmen, wenn es sich um bestimmte Themen dreht.
Und oft genug kommt es sogar vor, dass es noch ein paar mehr Menschen gibt, die sich für das Gleiche interessieren.
Und wenn das Thema nicht zum Beispiel grade Porongraphie ist, kann es sogar ein ganz gutes Gesprächsthema bei. z.B. einem Date abgeben. ;)
Zur Sprache BRINGEN muss man es aber selber - das übernimmt keiner für einen - und halt abwarten, ob das (oder die) Gegenüber darauf anspringen.
Es nicht zur Sprache zu bringen weil man denkt "das interessiert eh keinen" ist grundlegend falsch. Sofern bisher keiner das Thema aufgegriffen hat und es abgewertet hat, KANN man gar nicht wissen, ob es "keinen interessiert". Klar kann es keinen interessieren. Aber das gilt es ja grade rauszufinden!
Es geht ja auch nicht darum, sich aufzudrängen... hmm.. wie erklär ichs am besten.
...
Angeln.
Es ist wie mit dem Angeln.
Du wirfst einen Köder aus und entweder es beisst jemand an, oder nicht.
Beisst keiner an, musst du entweder den Köder wechseln oder das Gewässer.
Ich empfehle das Gewässer zu wechseln, denn der Köder ist in diesem Beispiel das Thema, dass dich interessiert. Und mag sein, dass du bei einem Themenwechsel mehr Aufmerksamkeit erntest, aber was nutzt es dir, wenn du dich verstellst nur um zu gefalllen? Ich würd's nicht tun. Denn ich müsste mich dann auch weiterhin verstellen, und dass ist mir schlicht und ergreifend zu anstrengend.

Die Frage ist daher eher, ob man nicht SELBER kein Interesse an den anderen hat... und sich daher unterbewusst zurückhält.
Ach, und jaaa, man kann auch sehr schüchtern sein, und deshalb die Kommunikation meiden. Ist mir füher auch oft so gegangen, aber als ich die Leute um mich herum beobachtet habe und realisiert habe, was DIE manchmal - aus meiner Sicht - für einen Unsinn erzählten, bauten sich nach und nach die Hemmungen bei mir ab. War ein langer Weg, und ich bin noch nicht am Ende, aber immerhin hab ich mich auf den Weg gemacht.
(Ich muss zugeben, dass irgendwann in meinem Leben auch der Punkt kam, wo mir alles egal wurde, und ich irgendwann keinen Hemmungen mehr hatte, mich "zum Affen" zu machen. Zu meinem Erstaunen wurde meine Transformation zum Affen weit seltener bemerkt als ich es erwartet hätte... allerdings habe ich auch nie die Pfade der Höffliichkeit verlassen... das half vielleicht.)

Ein Wort noch zum Smalltalk: Smalltalk ist für mich der EINSTIEG in ein Gespräch. Es ist oberflächlich, aber auch wenn man nach Öl bohren will muss man ja durch die Oberfläche erst mal durch. (Es hilft hierbei ausserordentlich, wenn man nicht um des Gespräches Willen spricht.)
Kann sein, dass man nicht auf Öl stösst und das Gespräch nach kurzer Zeit wieder verebbt. Aber das ist normal. Öl ist halt selten. Aber es ist da.
So jedenfalls ist meine Erfahrung... .

Optimist
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Re: Ich habe nichts zu sagen!

Beitrag von Optimist » Mittwoch 11. April 2018, 12:28

Tintenmalerin hat geschrieben:
Sonntag 25. März 2018, 20:32
Ich kann es nachfühlen, mal nichts sagen zu wollen oder lieber zuzuhören. Ich finde es auch wichtig, mit jemandem gemeinsam schweigen zu können, und bin ein großer Freund nonverbaler Kommunikation. Die ist für mich weniger störanfällig, leichter zugänglich und weniger inkongruent.
Ich hätte auch ein Problem damit, spontan etwas erzählen zu müssen, geschweige den irgendetwas, völlig ohne Anknüpfungspunkt.
So sehe ich das auch. Leider empfinden viele Frauen Gesprächspausen als peinlich, weswegen ständig dieser Druck da ist etwas sagen zu müssen. Einmal wollte ich mal besonders kommunikativ sein, da hat sich die Frau dann aber beschwert ich wäre ihr ständig ins Wort gefallen und hätte sie nicht ausreden lassen. Sie war Lehrerin, mit denen habe ich bei Dates noch nie gute Erfahrungen gemacht. :mrgreen:
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Unchained

Re: Ich habe nichts zu sagen!

Beitrag von Unchained » Mittwoch 11. April 2018, 13:01

Optimist hat geschrieben:
Mittwoch 11. April 2018, 12:28
Tintenmalerin hat geschrieben:
Sonntag 25. März 2018, 20:32
Ich kann es nachfühlen, mal nichts sagen zu wollen oder lieber zuzuhören. Ich finde es auch wichtig, mit jemandem gemeinsam schweigen zu können, und bin ein großer Freund nonverbaler Kommunikation. Die ist für mich weniger störanfällig, leichter zugänglich und weniger inkongruent.
Ich hätte auch ein Problem damit, spontan etwas erzählen zu müssen, geschweige den irgendetwas, völlig ohne Anknüpfungspunkt.
So sehe ich das auch. Leider empfinden viele Frauen Gesprächspausen als peinlich, weswegen ständig dieser Druck da ist etwas sagen zu müssen. Einmal wollte ich mal besonders kommunikativ sein, da hat sich die Frau dann aber beschwert ich wäre ihr ständig ins Wort gefallen und hätte sie nicht ausreden lassen. Sie war Lehrerin, mit denen habe ich bei Dates noch nie gute Erfahrungen gemacht. :mrgreen:
Wenn man gerade dabei ist einander kennenzulernen empfinden denke ich auch Männer Gesprächspausen als peinlich. Bei mir ist es zumindest so. Ich würde aber nicht sagen, dass es einen Druck gibt ständig etwas sagen zu müssen. Bevor ich mühsam über ein Thema referiere von dem ich unter Umständen gar nicht weiß, ob es mein Gegenüber überhaupt interessiert stelle ich lieber Fragen. Das hat zum einen den Vorteil, dass ich damit Interesse an der Person signalisiere und zum anderen ergibt sich aus der Antwort oft ein echtes Gespräch. Was man da fragt ist nur insofern relevant, als dass man an der Antwort interessiert sein sollte. Also ich würde z.B. niemals fragen, von welchem Hersteller ihr Nagellack ist, wohl aber, ob sie z.B. gerne kocht und welche ihre Lieblingsküche ist. :mrgreen:

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Re: Ich habe nichts zu sagen!

Beitrag von Saraj » Mittwoch 11. April 2018, 15:52

Weil ich nichts zu sagen habe, habe ich mich heute erstmal in einem philosophischen Diskussionskreis angemeldet. :good:

FrankieGoesTo...

Re: Ich habe nichts zu sagen!

Beitrag von FrankieGoesTo... » Mittwoch 11. April 2018, 17:53

Unchained hat geschrieben:
Mittwoch 11. April 2018, 13:01
Optimist hat geschrieben:
Mittwoch 11. April 2018, 12:28
Tintenmalerin hat geschrieben:
Sonntag 25. März 2018, 20:32
Ich kann es nachfühlen, mal nichts sagen zu wollen oder lieber zuzuhören. Ich finde es auch wichtig, mit jemandem gemeinsam schweigen zu können, und bin ein großer Freund nonverbaler Kommunikation. Die ist für mich weniger störanfällig, leichter zugänglich und weniger inkongruent.
Ich hätte auch ein Problem damit, spontan etwas erzählen zu müssen, geschweige den irgendetwas, völlig ohne Anknüpfungspunkt.
So sehe ich das auch. Leider empfinden viele Frauen Gesprächspausen als peinlich, weswegen ständig dieser Druck da ist etwas sagen zu müssen. Einmal wollte ich mal besonders kommunikativ sein, da hat sich die Frau dann aber beschwert ich wäre ihr ständig ins Wort gefallen und hätte sie nicht ausreden lassen. Sie war Lehrerin, mit denen habe ich bei Dates noch nie gute Erfahrungen gemacht. :mrgreen:
Wenn man gerade dabei ist einander kennenzulernen empfinden denke ich auch Männer Gesprächspausen als peinlich. Bei mir ist es zumindest so. Ich würde aber nicht sagen, dass es einen Druck gibt ständig etwas sagen zu müssen. Bevor ich mühsam über ein Thema referiere von dem ich unter Umständen gar nicht weiß, ob es mein Gegenüber überhaupt interessiert stelle ich lieber Fragen. Das hat zum einen den Vorteil, dass ich damit Interesse an der Person signalisiere und zum anderen ergibt sich aus der Antwort oft ein echtes Gespräch. Was man da fragt ist nur insofern relevant, als dass man an der Antwort interessiert sein sollte. Also ich würde z.B. niemals fragen, von welchem Hersteller ihr Nagellack ist, wohl aber, ob sie z.B. gerne kocht und welche ihre Lieblingsküche ist. :mrgreen:
Ja, Fragen stellen halte ich da auch für eine gute Sache!

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Re: Ich habe nichts zu sagen!

Beitrag von Siegfried » Samstag 14. April 2018, 11:08

Hagen Stolz hat geschrieben:
Sonntag 8. April 2018, 22:39

Ich muss mal eines los werden, bevor ich antworte.
Ich wüsste gerne, wie du auf so eine Aussage kommst:
"Wozu soll man sich auch mit so jemand abgeben ?"
Korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber kann es sein dass die implizierte Betonung in dieser Frage auf dem "so jemand" liegt, und zwar mit einer ausgesprochen negativen Betonung?

Je nach dem, in was für einem Umfeld ich mich bewege, kommt es recht oft vor, dass ich nichts zu sagen habe, dennoch habe ich nie das Gefühl vermittelt bekommen, dass ich "so jemand" bin, und ich tendiere auch nicht dazu, Leute, die schweigen, als "so jemand" zu bezeichnen (bzw. so über sie zu denken).
Auf Leute, die schlecht über mich denken, obwohl ich (ihnen) nichts getan habe, lege ich keinen Wert, und sie zählen schlicht und ergreifend nicht zu meinem Bekannten- bzw. Freundeskreis. Und damit ist das Thema für mich auch erledigt.
Ja das ist eher negativ gemeint. Mag ja sein das man aus Gewohnheit noch mitschleppt wird... auch über Jahre hinweg.
Aber im Endeffekt ist man überflüssig, das 5 Rad am Wagen was keiner braucht. Wenn es nicht da ist fällt es auch keinem auf.

Du fährst mit 10 Leuten auf das Oktoberfest und sitzt da den ganzen Abend nur dabei und kannst nur beobachten was die anderen sagen oder tun ohne selbst irgendwie was für die gute Stimmung in der Runde beitragen zu können...die gute Stimmung steht und fällt mit paar anderen die die dann generieren müssen...das sind wiederum die, die hier oft gern mal als Alphas bezeichnet werden.
Es bringt keinem einen Mehrwert, es verliert keiner was ob man nun dabei ist oder nicht.
Hagen Stolz hat geschrieben:
Sonntag 8. April 2018, 22:39

Nun zum eigentlichen Thema, dem "nichts sagen".
Wieso hast du kein Privatleben? Arbeitest du 24/7, 7 Tage die Woche?
Jeder hat ein Privatleben. Mag sein, dass man damit unzufrieden ist, aber dass ist i.d.R. nicht die Schuld von anderen Menschen.
Kann es sein, dass du meinst, dass dein Privatleben uninteressant ist?
Sitzt du zu Hause nur rum, konsumierst keine Medien, hast überhaupt kein Interesse an gar nichts?
Das wäre in der Tat bedenklich.
So weit ich das beurteilen kann, hat jeder Mensch so seine Hobbies, bzw. Interesse an irgend etwas.
Manche Menschen kommen sogar gradezu ins schwärmen, wenn es sich um bestimmte Themen dreht.
Und oft genug kommt es sogar vor, dass es noch ein paar mehr Menschen gibt, die sich für das Gleiche interessieren.
Und wenn das Thema nicht zum Beispiel grade Porongraphie ist, kann es sogar ein ganz gutes Gesprächsthema bei. z.B. einem Date abgeben. ;)
Zur Sprache BRINGEN muss man es aber selber - das übernimmt keiner für einen - und halt abwarten, ob das (oder die) Gegenüber darauf anspringen.
Es nicht zur Sprache zu bringen weil man denkt "das interessiert eh keinen" ist grundlegend falsch. Sofern bisher keiner das Thema aufgegriffen hat und es abgewertet hat, KANN man gar nicht wissen, ob es "keinen interessiert". Klar kann es keinen interessieren. Aber das gilt es ja grade rauszufinden!
Es geht ja auch nicht darum, sich aufzudrängen... hmm.. wie erklär ichs am besten.
Ja mein Privatleben ist uninteressant, eintönig und langweilig das ich niemand davon berichten mag. Was soll es auch bringen das Elend auf den Tisch zu legen und nur noch offen rum zu jammern ... da versuch ich eher die Leichen im Keller zu verstecken um den Schein von Normalität zu wahren.

Wieso wird hier eigentlich so viel Wert auf Hobbys (Interessen) gelegt ?
Liegt das daran das hier so viele Männer angemeldet sind die wiederum auch nur in Männlichen kreisen, Freundeskreis bewegen wo ja schon mal viel und ausgiebig über Hobbys geredet wird ? In gemischten Kreisen sind Hobbys bestenfalls mal ein sehr gelegentliches Gesprächsthema....so empfinde ich das zumindest. In gemischten Kreisen wird viel über das Leben, Umfeld, Probleme oder auch mal dummes Zeug etc. geredet. Wenn das Leben nichts hat was als Gesprächsthema taugt (keine Beziehung oder Freunde, nur zuhause rumhocken, etc.) auch wenn man nebenbei 2-3 Hobbys hat die man auch noch alleine ausübt kommt man Kommunikativ nicht weit.
Du fährst z.B. Mountainbike in der Freizeit. Willst du jetzt bei jedem Date deinem Gegenüber nur Stundenlang erklären warum jetzt der Rahmen von Hersteller x besser oder schlechter ist als Rahmen von Hersteller y und stundenlang aus Fachzeitschriften referieren ? Wenn du 3 x die Woche 2 Stunden alleine mit dem MP3 Player im Ohr durch den Wald fährst passiert auch nichts was ich jetzt jemand erzählen müsste.
Das Thema taugt bestenfalls mal für eine halbe Stunde als Gesprächsthema dann ist es komplett durch..... und dann ?
Hagen Stolz hat geschrieben:
Sonntag 8. April 2018, 22:39

Ein Wort noch zum Smalltalk: Smalltalk ist für mich der EINSTIEG in ein Gespräch. Es ist oberflächlich, aber auch wenn man nach Öl bohren will muss man ja durch die Oberfläche erst mal durch. (Es hilft hierbei ausserordentlich, wenn man nicht um des Gespräches Willen spricht.)
Kann sein, dass man nicht auf Öl stösst und das Gespräch nach kurzer Zeit wieder verebbt. Aber das ist normal. Öl ist halt selten. Aber es ist da.
So jedenfalls ist meine Erfahrung... .
Nur nach Öl bohren funktioniert auch nicht von selbst und bedarf Kenntnisse und Erfahrung ohne die man auch nicht weiter kommt. Wenn man noch nie was mit Öl bohren zu tun hatte weiß ich auch nicht welches Werkzeug ich zum Bohren brauch, wie das bohren an sich funktioniert, welche Geologischen Voraussetzungen müßten erfüllt sein damit es sich überhaupt lohnt. Planlos sich irgendwas zu kaufen und dann versuchen im eigenen Garten zu bohren wird auch nicht viel bringen.
Gewissen kommunikative Fähigkeiten, der Lebenswandel, das Umfeld etc. führt dann dazu das man auch keinen Plan hat wie (guter, interessanter) Smalltalk funktioniert und eher nichts zu sagen hat und der EINSTIEG schon der EXIT ist.

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Hagen Stolz
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Re: Ich habe nichts zu sagen!

Beitrag von Hagen Stolz » Samstag 14. April 2018, 22:08

Siegfried hat geschrieben:
Samstag 14. April 2018, 11:08
Hagen Stolz hat geschrieben:
Sonntag 8. April 2018, 22:39
...
Ja das ist eher negativ gemeint. Mag ja sein das man aus Gewohnheit noch mitschleppt wird... auch über Jahre hinweg.
Aber im Endeffekt ist man überflüssig, das 5 Rad am Wagen was keiner braucht. Wenn es nicht da ist fällt es auch keinem auf.

Du fährst mit 10 Leuten auf das Oktoberfest und sitzt da den ganzen Abend nur dabei und kannst nur beobachten was die anderen sagen oder tun ohne selbst irgendwie was für die gute Stimmung in der Runde beitragen zu können...die gute Stimmung steht und fällt mit paar anderen die die dann generieren müssen...das sind wiederum die, die hier oft gern mal als Alphas bezeichnet werden.
Es bringt keinem einen Mehrwert, es verliert keiner was ob man nun dabei ist oder nicht.
Die Situation kenne ich aus Erfahrung.
Ich halte es so:
Ich gehe auf Veranstaltungen nur noch, wenn sie mich interessierern (egal, ob jemand - oder wer- mitkommt),
oder ich gehe mit Leuten mit wo ich weiss, dass es interessant werden kann (auch, wenn ich nichts zu sage habe)
oder beides.
Wenn nichts davon zutrifft (und ich eine Wahl habe wegzubleiben) - geh ich nicht hin. (Ebenso bleibe ich fern bei Finanz- oder Zeitmangel.)

Ausgehen tut man, um sich zu amüsieren.
Wenn absehbar ist, dass ich nur in der Ecke sitzen werde und mich überflüssig fühlen werde,
dann bleib ich zu Hause und amüsiere mich dort!

Ich mache mir da überhaupt keine Gedanken mehr wie das auf andere Menschen wirken könnte.
Mag sein, dass andere Leute das für Asozial halten.
Aber wenn ich die Wahl habe, asozial zu wirken indem ich stumm in der Ecke sitze oder indem ich durch Abwesenheit glänze,
habe ich mich dafür entschieden, auf die Art und Weise asozial zu sein, die mir persönlich am angenehmsten ist. Ich schulde niemandem etwas.
(Übrigens meine ich mit Asozial hier schlicht das Fehlen sozialer Interaktion, also soziale Passivität - nicht das klassische asoziale Verhalten wie rumpöblen o.Ä..)


Womit wir beim Thema Privatleben sind:
Siegfried hat geschrieben:
Samstag 14. April 2018, 11:08
Hagen Stolz hat geschrieben:
Sonntag 8. April 2018, 22:39
...
Ja mein Privatleben ist uninteressant, eintönig und langweilig das ich niemand davon berichten mag. Was soll es auch bringen das Elend auf den Tisch zu legen und nur noch offen rum zu jammern ... da versuch ich eher die Leichen im Keller zu verstecken um den Schein von Normalität zu wahren.

Wieso wird hier eigentlich so viel Wert auf Hobbys (Interessen) gelegt ?
Liegt das daran das hier so viele Männer angemeldet sind die wiederum auch nur in Männlichen kreisen, Freundeskreis bewegen wo ja schon mal viel und ausgiebig über Hobbys geredet wird ? In gemischten Kreisen sind Hobbys bestenfalls mal ein sehr gelegentliches Gesprächsthema....so empfinde ich das zumindest. In gemischten Kreisen wird viel über das Leben, Umfeld, Probleme oder auch mal dummes Zeug etc. geredet. Wenn das Leben nichts hat was als Gesprächsthema taugt (keine Beziehung oder Freunde, nur zuhause rumhocken, etc.) auch wenn man nebenbei 2-3 Hobbys hat die man auch noch alleine ausübt kommt man Kommunikativ nicht weit.
Du fährst z.B. Mountainbike in der Freizeit. Willst du jetzt bei jedem Date deinem Gegenüber nur Stundenlang erklären warum jetzt der Rahmen von Hersteller x besser oder schlechter ist als Rahmen von Hersteller y und stundenlang aus Fachzeitschriften referieren ? Wenn du 3 x die Woche 2 Stunden alleine mit dem MP3 Player im Ohr durch den Wald fährst passiert auch nichts was ich jetzt jemand erzählen müsste.
Das Thema taugt bestenfalls mal für eine halbe Stunde als Gesprächsthema dann ist es komplett durch..... und dann ?
Warum ist dein Privbatleben uninteressant, eintönig und langweilig?
Gehe ich recht in der Annahme, dass Du es uninteressant, eintönig und langweilig haben WILLST?
Wenn nein, warum änderst Du es nicht?
Oder denkst Du nur, dass es andere Leute für uninteressant, eintönig und langweilig halten könnten - findest es selbster aber total abwechslungsreich?

Ich weiss, du magst nichts davon berichten, aber ich versuche mir das grade vorzustellen... wie Du nach der Arbeit (ich nehme mal einfach an, dass Du berufstätig bist... sorry, falls ich falsch liege), also wie Du nach der Arbeit nach Hause kommst, Dich umziehst, die nötige Körperpflege betreibst, etwas isst... und Dich dann einfach hinsetzt und nichts machts - ausser sitzen -, bis du ins Bett musst zum schlafen.
Sorry, wenn das etwas absurd klingt, aber so stelle ich mir ein uninteressantes, eintöniges und langweiliges Privatleben vor.

Was Hobbies angeht: keine Ahnung, ob andere Forumsteilnehmern so viel Wert auf Hobbys (Interessen) legen, ich kann da nur für mich sprechen.
Ich habe Hobbies, weil... na... es sind halt Hobbies. Man tut es, weil man sich dafür interessiert und es einem Vergnügen bereitet.
Und es ist ein Hobby, weil man kein Geld damit verdient - sonst währ es ein Beruf.
"Interessen" sind schlicht und ergreifend Dinge, die mich interessieren. Ob sie jemanden Anderes interessieren (könnten), ist mir dabei egal.
Für beides - Hobby und Interessen - gilt für mich: es muss MICH interessieren. Ich will niemanden beeindrucken oder einen bestimmten Eindruck erwecken.

Hast Du gar keine privaten Interessen oder gar Hobbies?
Oder meinst Du, dass sie einfach nur keinen Anderen interessieren könnten?

Ja, ich weiss, eine Ausflug mit dem Mountainbike gibt als Gesprächsthema nicht viel her. Allerdings fährt man ja auch nicht Rad um irgendwann später darüber sprechen zu können.
Aber falls jemand fragt, was man so privat macht, kann man zumindest eine Antwort geben.
Ob sich daraus ein Gespräch entwickelt - das wird sich erst zeigen. Im schlimmsten Fall halt nicht.

Siegfried hat geschrieben:
Samstag 14. April 2018, 11:08
Hagen Stolz hat geschrieben:
Sonntag 8. April 2018, 22:39
...
Nur nach Öl bohren funktioniert auch nicht von selbst und bedarf Kenntnisse und Erfahrung ohne die man auch nicht weiter kommt. Wenn man noch nie was mit Öl bohren zu tun hatte weiß ich auch nicht welches Werkzeug ich zum Bohren brauch, wie das bohren an sich funktioniert, welche Geologischen Voraussetzungen müßten erfüllt sein damit es sich überhaupt lohnt. Planlos sich irgendwas zu kaufen und dann versuchen im eigenen Garten zu bohren wird auch nicht viel bringen.
Gewissen kommunikative Fähigkeiten, der Lebenswandel, das Umfeld etc. führt dann dazu das man auch keinen Plan hat wie (guter, interessanter) Smalltalk funktioniert und eher nichts zu sagen hat und der EINSTIEG schon der EXIT ist.
[/quote]
"Nur nach Öl bohren funktioniert auch nicht von selbst und bedarf Kenntnisse und Erfahrung ohne die man auch nicht weiter kommt. "
Kenntnisse kann man sich aneignen - Erfahrungen muss man machen.

Auch auf die Gefahr hin, Dich zu beleidigen, aber.... hmm... Du schriebst dass Du keine Plan hast, wie Smalltalk funktioniert... dass Dir die Kenntnisse fehlen... .
Du fragst nicht ein einziges mal, wie oder wo man Smalltalk lernen kann.

Gehe ich zu weit, wenn ich daraus schlussfolgere, dass Du Smalltalk überhaupt nicht lernen WILLST?
Um Deine Worte zu benutzen - Du willst den EINSTIEG (=Smalltalk) nicht lernen, weil Du denkst, dass daraus kein tiefgreifendes Gespräch werden KANN, da dein Leben (wieder deine Worte) eintönig, uninteressant und langweilig ist - es also gar nix zu besprechen gäbe?
Oder habe ich Dich falsch verstanden?

Seb-X
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Re: Ich habe nichts zu sagen!

Beitrag von Seb-X » Sonntag 15. April 2018, 12:15

Was soll man sich auch ständig unterhalten? Bereits im Singlechat bin ich sofort gnadenlos überfordert. Bei Dates war ich das dann sowieso. Was soll man sich ständig unterhalten?
"Wenn man aus einem protestantischen Land kommt, ist man immer etwas beschämt, wenn man bei der Arbeit nicht gelitten hat." (Lars von Trier)

Honigbiene

Re: Ich habe nichts zu sagen!

Beitrag von Honigbiene » Sonntag 15. April 2018, 12:23

Seb-X hat geschrieben:
Sonntag 15. April 2018, 12:15
Was soll man sich auch ständig unterhalten? Bereits im Singlechat bin ich sofort gnadenlos überfordert. Bei Dates war ich das dann sowieso. Was soll man sich ständig unterhalten?
Jemanden kennenlernen funktioniert nur über Kommunikation. :gruebel:

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