Braucht man diese Zufriedenheit für eine gute Ausstrahlung?

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grenouille
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Re: Braucht man diese Zufriedenheit für eine gute Ausstrahlung?

Beitrag von grenouille » Montag 12. Februar 2018, 11:11

knopper hat geschrieben:
Montag 12. Februar 2018, 10:53
Also was ich immer nicht spo ganz verstehen kann sind die Leute die sich beschweren und meckern (rumheulen :mrgreen: ), dass das Studium ja alles Mist war, es Ihnen überhaupt nicht gefallen hat usw... aber am Ende dann trotzdem irgendwie noch den Master in der Tasche habe.
Getreu dem Motto "na das ging dann doch noch". Ich meine dann kann es ja nicht sooo schlimm gewesen sein oder?

So eine Masterarbeit ist nicht ohne und ich bezweifele das man das schafft wenn man so gar keine Motivation für das Studium hatte....
Naja, ich weiß nicht, was diese Menschen in der Situation angetrieben hat. Ist sicher sehr individuell. Vielleicht hätte ein Abbruch eine finanzielle Notsituation bedeutet, einen Bruch mit dem Umfeld (insbesondere mit ehrgeizigen Familienmitgliedern) o.Ä.?
Letztes Jahr war ich auch eher in einer depressiven Episode, hatte trotzdem die besten Noten meines ganzen Studiums. Klingt sehr widersprüchlich, war aber so. Gerade da ich in dieser Zeit kein wirkliches Leben (keine Freunde gefunden im Ausland, Sticheleien und Ausgrenzung in der WG) hatte, habe ich mich an den Noten sozusagen hochgezogen.
Dass das eher Jammern auf hohem Niveau ist, ist mir klar. Man nimmt das aber in der entsprechenden Situation nicht so wahr.
knopper hat geschrieben:
Montag 12. Februar 2018, 10:53
Verstehe diese ganze Studiererei sowieso nicht. Gerade im Info-Bereich muss ich für Web-Programmierung, Windows-Support usw.. nicht studiert haben. Genau genommen konnte ich das alles auch schon vor der Ausbildung... :mrgreen:
In manchen Fächern mag es sinnvoll sein...bspw. Lehrer, Arzt sowieso und Jura...Logo. Aber einem Computer ist es herzlich egal ob da nun n Master oder nur n Fachinformatiker davor sitzt. Hauptsache er kann die jeweilige Software bedienen. :mrgreen:
Da stimme ich zu, wir sind glaube ich mittlerweile bei einer Überakademisierung angekommen, und das Ziel, Bachelorabsolventen mit dem Abschluss auf den Arbeitsmarkt loszulassen, wurde auch verfehlt. Zumindest bei Uni-Absolventen, bei der FH sieht es zumindest ein bisschen besser aus.
Der Info-Bereich steht aber vergleichsweise gut da und wird es auch in Zukunft noch. Da kommt meines Wissens gerade jede Fachkraft irgendwo unter.
knopper hat geschrieben:
Montag 12. Februar 2018, 10:53
Deshalb an die TE....ich würde nicht auf Teufel komm raus den Bachelor machen. Nicht wenn dabei die Gesundheit und die Psyche drauf geht. Das ist es nicht wert. Wie gesagt mt einer normalen Ausbildung kannst du auch glücklich werden.
Durch diese viele Studiererei sind diese Abschlüsse aber leider immer weniger gut angsehn....nach dem Motto "kann ja jeder".
Ich würde auf mein Bauchgefühl hören, das trügt meist nicht.

Meine Meinung dazu. Es möge keiner persönlich nehmen. :mrgreen:
Ich denke, mit der Deadline bis Sommer habe ich einen ganz guten Kompromiss gefunden. Ich wüsste sowieso nicht, wie ich die Zeit bis dahin überbrücke, außer mit meinem Nebenjob, der aber kein wirkliches Upgrade für den Lebenslauf ist.
Danke für den Beitrag, von den verschiedenen Meinungen lebt der Thread :daumen:
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Re: Braucht man diese Zufriedenheit für eine gute Ausstrahlung?

Beitrag von knopper » Montag 12. Februar 2018, 11:42

grenouille hat geschrieben:
Montag 12. Februar 2018, 11:11


Da stimme ich zu, wir sind glaube ich mittlerweile bei einer Überakademisierung angekommen,
vermutlich :mrgreen:
Also allein hier im Forum...wenn ich so die Beiträge lese... heißt es stets Studium, Studium, Studium...."Ich bin damals zum Studium ausgezogen," "damals beim Studium war ich nicht oft auf Partys", "im Studium habe ich keine Frauen kennengelernt", "im Studium bin ich auch oft Bahn gefahren" usw... gefühlte 90% :D Es fällt schon irgendwie auf, oder?

Kann natürlich auch eine Häufung unter den AB's sein, ja...
aber egal ich will ja meine Unfähigkeit den Bachelor nicht geschafft zu haben jetzt nicht schön reden. :hammer: :D

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Re: Braucht man diese Zufriedenheit für eine gute Ausstrahlung?

Beitrag von fidelchen » Montag 12. Februar 2018, 13:21

knopper hat geschrieben:
Montag 12. Februar 2018, 11:42
vermutlich :mrgreen:
Also allein hier im Forum...wenn ich so die Beiträge lese... heißt es stets Studium, Studium, Studium...."Ich bin damals zum Studium ausgezogen," "damals beim Studium war ich nicht oft auf Partys", "im Studium habe ich keine Frauen kennengelernt", "im Studium bin ich auch oft Bahn gefahren" usw... gefühlte 90% :D Es fällt schon irgendwie auf, oder?

Kann natürlich auch eine Häufung unter den AB's sein, ja...
aber egal ich will ja meine Unfähigkeit den Bachelor nicht geschafft zu haben jetzt nicht schön reden. :hammer: :D
Hier das Forum kannst du nicht als "Referenz" für alle ABs sehen und die ABs auch nicht für die Bevölkerung selbst. Sicherlich hängt die Art und Weise hier auch tendenziell mit einer typischen Bildung/Beruf zusammen.

Es gab schon Umfragen über die Bildung hier im Forum. Darunter waren überdurchschnittlich viele mit einem Hochschulabschluss.

Ansonsten finde ich den steigenden Anteil der Akademiker - insbesondere bezogen auf die globalen Anforderungen, da wir ja kaum Rohstoffe besitzen - mehr als angebracht. Selbst die Akademiker in den eher "bedarfsunwichtigen" Berufen sind später in einen Beruf und sorgen damit für mehr Wohlstand für alle.

Auch wenn es zurecht bestimmte Ausbildungsberufe gibt die man politisch gesehen wirklich mal lukrativer gestalten sollte - Handwerk, (medizinische) Pflege lässt grüßen.
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Re: Braucht man diese Zufriedenheit für eine gute Ausstrahlung?

Beitrag von Kief » Montag 12. Februar 2018, 13:57

grenouille hat geschrieben:
Mittwoch 7. Februar 2018, 15:51
Denkt ihr, man braucht unbedingt diese allgemeine Lebenszufriedenheit, die mir fehlt? War hier jemand vielleicht in einer ähnlichen Situation, beruflich/studiumstechnisch ins Klo gegriffen zu haben?
Den Lebensweg will ich mal nicht aufgreifen, sondern das Thema Lebenszufriedenheit und Ausstrahlung.



Zufriedenheit ist sicherlich hilfreich fuer eine ausgeglichene Ausstrahlung.
Die mag die Chancen verbessern, ist allerdings nicht der einzige Weg.
Es kommt darauf an, was andere dadurch in einem sehen.

Bei Gewalttaetern entsteht die Anziehung nicht trotz ihres unausgeglichenen Charakters, sondern gerade deswegen. Die Gewalt steht dann fuer Unabhaengigkeit und rebellische Staerke - was das an Nachteilen mit sich bringt, das banalisiert eine Person, die darauf steht.
Es ist also, was jemand auf diesen Gewalttaeter an individuellen Idealen projeziert, das laesst einen den anderen anhimmeln.
So gesehen laesst es tief blicken, was die anhimmelnde Person vermisst und unterbewusst sucht, wenn sie diesem Muster anheimfaellt.

Nur ist das nicht sonderlich hilfreich, um daraus seinen (ersten) Partner zu finden - denn es hilft nur, wenn man mit diesem speziellen Muster ein Problem hat.



Wenn man einen Partner sucht, macht es wenig Sinn, sich gezielt in derlei krasser Richtung entwickeln zu wollen, um sich als Projektionsflaeche anzubieten.
Uns gefaellt zwar, wenn jemand uns ergaenzen kann, aber je ausgeglichener wir selbst sind, desto wichtiger ist uns auch ein Partner, der ebenfalls halbwegs aehnlich ausgeglichen ist, damit es uns nicht aus dem Gleichgewicht bringt.

Dadurch ist (mEn) der einzig sinnvolle Weg, an seiner Ausstrahlung zu arbeiten (bzgl. persoenlicher Weiterentwicklung), indem man schaut, wie man selbst ausgeglichener werden kann.
(Ich abstrahiere jetzt also die Moeglichkeiten zur Koerpersprache, zum Training der Wahrnehmung, zum Umgang mit andere Menschen. Das veraendert lediglich nicht die Intensitaet der Ausstrahlung.)

Hier geht es um den Charakter der Ausstrahlung, was fuer eine Persoenlichkeit bin ich, was sind meine Werte, was kann jemand anderes sich von mir und einer Gemeinschaft versprechen?
Da kann ich mich interessanter machen fuer andere, je stabiler und ausgeglichener ich bin.
Und fuer alle Widrigkeiten des Lebens die Ruhe und Gewissheit vermitteln kann: "Das packen wir schon. Mach Dir keine Sorgen, ich komm damit klar."

Lebenszufriedenheit ist damit zwar nicht identisch, aber nahe genug dran, um dafuer eine verdammt gute Zielsetzung zu sein.
Sowie umgekehrt, wenn es an der prinzipiellen Lebenszufriedenheit hapert, dann wird es schwerfallen, dass andere auf mich irgendetwas projizieren, was ihnen zusagt.
Ausser natuerlich, sie sind selbst dermassen unausgeglichen, dass sie gerade auf meine Lebensunzufriedenheit anspringen, und alles andere ausblenden.
Aber das ist dann nicht so sonderlich wuenschenswert fuer eine gesunde Partnerschaft, das tritt haeufiger beim Populismus auf ...


K
Deeskalation, ohne danach die Probleme anpacken zu wollen,
das ist wie Ablenkung, oder Hinhalte-Taktik/Aussitzen wollen:
als Gespraechsverweigerung die getarnteste Form von Eskalation.

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Re: Braucht man diese Zufriedenheit für eine gute Ausstrahlung?

Beitrag von grenouille » Montag 12. Februar 2018, 15:43

fidelchen hat geschrieben:
Montag 12. Februar 2018, 13:21
Ansonsten finde ich den steigenden Anteil der Akademiker - insbesondere bezogen auf die globalen Anforderungen, da wir ja kaum Rohstoffe besitzen - mehr als angebracht. Selbst die Akademiker in den eher "bedarfsunwichtigen" Berufen sind später in einen Beruf und sorgen damit für mehr Wohlstand für alle.
In vielen Bereichen werden diese Leute sicher gebraucht, keine Frage. Allerdings meinte ich mit dem Begriff der Überakademisierung auch, dass immer mehr Leute sich für ein Studium entscheiden, obwohl sie dafür (aus den unterschiedlichsten Gründen) eigentlich nicht geeignet sind. Mich eingeschlossen.
Und dass Bachelorabschlüsse enorm an Wert verlieren, halte ich auch für problematisch.
Kief hat geschrieben:
Montag 12. Februar 2018, 13:57
Da kann ich mich interessanter machen fuer andere, je stabiler und ausgeglichener ich bin.
Und fuer alle Widrigkeiten des Lebens die Ruhe und Gewissheit vermitteln kann: "Das packen wir schon. Mach Dir keine Sorgen, ich komm damit klar."

Lebenszufriedenheit ist damit zwar nicht identisch, aber nahe genug dran, um dafuer eine verdammt gute Zielsetzung zu sein.
Sowie umgekehrt, wenn es an der prinzipiellen Lebenszufriedenheit hapert, dann wird es schwerfallen, dass andere auf mich irgendetwas projizieren, was ihnen zusagt.
Das ist es, eine gewisse Stabilität.
Ich bin mir nicht einmal sicher, ob ich nicht auf andere sogar doch einen recht ausgeglichenen Eindruck mache, gerade, wenn jemand mich noch nicht gut kennt.
Mein "Baustellen-Thema", also die Zukunftsangst und das verhasste Studium, thematisiere ich kaum bzw. nur mit meinen zwei besten Freundinnen.
Das Verdrängen und Ablenken scheint mir zeitweise auch ganz gut zu gelingen, denn vor nicht allzu langer Zeit wurde ich (von einem Mann) für einen positiven Menschen gehalten, der viel lacht. Ich war selbst überrascht.
Trotzdem weiß ich nicht, ob mein Innerstes nicht dann doch nach außen durchscheint und die Leute (egal, ob jetzt potenzielle Partner oder nicht) meine Unzufriedenheit irgendwie bemerken. :?
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Re: Braucht man diese Zufriedenheit für eine gute Ausstrahlung?

Beitrag von Milkman » Montag 12. Februar 2018, 15:47

grenouille hat geschrieben:
Mittwoch 7. Februar 2018, 15:51
worauf ich hinaus will: durch diese ständigen "Abbruchgedanken", die Unsicherheit, was die Zukunft angeht und das Gefühl, "unnütz" zu sein leidet, glaube ich, meine Ausstrahlung ungemein. Klar, wenn man mit Freunden unterwegs ist, denkt man vielleicht nicht die ganze Zeit an seine "Lebensbaustellen", aber dennoch...ich versuche dem irgendwie mit Sport und den besagten Freunden gegenzusteuern, aber so ganz will es nicht klappen.
Hier schreibt einer mit einem noch viel exotischeren Studienfach als deinem (das aber in diesem Forum mindestens noch einmal vertreten ist).
Wie dir schon angeraten wurde: wenn du merkst, es geht auf die Gesundheit (v.a. die Psyche) und du schleppst dich nur noch durch, obwohl sich alles in dir sträubt - tu dir das nicht an.

Klar lockt der Abschluss, dass man "was eigenes" hat...
Aber gerade in der heutigen Zeit können berufliche Karrieren extrem verschlungen sein und führen teilweise auf tausend Umwegen ans Ziel.

Das wichtigste ist doch, dass es dir gut geht. Alles weitere findet sich. :vielglueck:
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Re: Braucht man diese Zufriedenheit für eine gute Ausstrahlung?

Beitrag von grenouille » Montag 12. Februar 2018, 18:01

Dead Milkman hat geschrieben:
Montag 12. Februar 2018, 15:47

Hier schreibt einer mit einem noch viel exotischeren Studienfach als deinem (das aber in diesem Forum mindestens noch einmal vertreten ist).
Wie dir schon angeraten wurde: wenn du merkst, es geht auf die Gesundheit (v.a. die Psyche) und du schleppst dich nur noch durch, obwohl sich alles in dir sträubt - tu dir das nicht an.

Klar lockt der Abschluss, dass man "was eigenes" hat...
Aber gerade in der heutigen Zeit können berufliche Karrieren extrem verschlungen sein und führen teilweise auf tausend Umwegen ans Ziel.

Das wichtigste ist doch, dass es dir gut geht. Alles weitere findet sich. :vielglueck:
Mich würde bei der Aussage mal fast interessieren, was du studierst, aber ich verstehe natürlich, wenn du das hier nicht preisgeben willst. :D Ich habe hier mein genaues Fach schließlich auch nicht genannt, aus Angst, jemand könnte mich doch erkennen...

Ja, es gibt eben immer zwei Seiten: man will sich selbst etwas beweisen, wie du eben sagst, andererseits merkt man, dass das dann auf Kosten der Lebensqualität geht. Was sich aber im Vergleich zu der Situation im letzten Jahr gebessert hat: ein Ende ist in Sicht. Ich kann das Ganze im Juli hinter mir lassen. Meine Psyche hat sich erholt, dadurch, dass ich nicht mehr von Freunden und Familie getrennt bin.
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Re: Braucht man diese Zufriedenheit für eine gute Ausstrahlung?

Beitrag von Ringelnatz » Montag 12. Februar 2018, 21:54

Dead Milkman hat geschrieben:
Montag 12. Februar 2018, 15:47
Klar lockt der Abschluss, dass man "was eigenes" hat...
hihi, das erinnert mich an das Jodeldiplom ;-)
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Re: Braucht man diese Zufriedenheit für eine gute Ausstrahlung?

Beitrag von Ringelnatz » Montag 12. Februar 2018, 21:57

grenouille hat geschrieben:
Montag 12. Februar 2018, 18:01
Ja, es gibt eben immer zwei Seiten: man will sich selbst etwas beweisen, wie du eben sagst, andererseits merkt man, dass das dann auf Kosten der Lebensqualität geht. Was sich aber im Vergleich zu der Situation im letzten Jahr gebessert hat: ein Ende ist in Sicht. Ich kann das Ganze im Juli hinter mir lassen. Meine Psyche hat sich erholt, dadurch, dass ich nicht mehr von Freunden und Familie getrennt bin.
Ich finde das klingt wirklich so, also würde es sich für dich lohnen, den Abschluss zu versuchen. Ich bin zwar aktuell nicht so wirklich glücklich mit meinen bisherigen beruflichen Entscheidungen, aber doch ganz froh, dass ich die Promotion am Ende durchgezogen habe. Nachdem "früh aussteigen" eben einfach keine Option mehr war.
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Re: Braucht man diese Zufriedenheit für eine gute Ausstrahlung?

Beitrag von grenouille » Montag 12. Februar 2018, 22:14

Ringelnatz hat geschrieben:
Montag 12. Februar 2018, 21:57
Ich finde das klingt wirklich so, also würde es sich für dich lohnen, den Abschluss zu versuchen. Ich bin zwar aktuell nicht so wirklich glücklich mit meinen bisherigen beruflichen Entscheidungen, aber doch ganz froh, dass ich die Promotion am Ende durchgezogen habe. Nachdem "früh aussteigen" eben einfach keine Option mehr war.
Glaube auch, dass es sich lohnen kann, wenn auch nur für mich und mein Selbstvertrauen. :)
Irgendetwas hat mich ja damals dazu bewogen, mich für genau dieses Studium zu bewerben, und indirekt hat es mir auch gezeigt, in welche Richtung es jetzt gehen soll (durch ein fachfremdes Pflichtpraktikum).

Hoffentlich findest du trotz der Fehlentscheidungen etwas, das dich zufrieden stellt, oder hast es schon im Blick. :vielglueck:
Ich kann nur nochmal sagen, wie sehr ich Promovierte bewundere. Ich habe mal einen kennengelernt. Wie intensiv man sich da in ein Thema einarbeiten muss, und das über (glaube ich zumindest) zwei Jahre hinweg. DAS ist Durchhaltevermögen. Der mir bekannte Doktorand meinte, das Verfassen der 200 Seiten (bei ihm waren es 200) sei da das kleinste Problem.
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Re: Braucht man diese Zufriedenheit für eine gute Ausstrahlung?

Beitrag von NeC » Montag 12. Februar 2018, 22:47

knopper hat geschrieben:
Montag 12. Februar 2018, 10:53
So eine Masterarbeit ist nicht ohne und ich bezweifele das man das schafft wenn man so gar keine Motivation für das Studium hatte....

Meist sind diese Leute dann auch in einer guten Position, werden entsprechend nach Master bezahlt (bspw. öffentlicher Dienst TVL-13, oh yeah) und meckern aber trotzdem noch...das das ja alles Käse sei.
Kann ich nicht nachvollziehen, kann ich nicht so ganz verstehen!
Hm, ich hab' das Gefühl, Du machst das ein wenig zu sehr an der finanziellen Seite fest, kann das sein?
Man kann doch auch als Mensch mit Studium in einem Bereich arbeiten, der einem eigentlich nicht liegt?
Und für manche Menschen ist es durchaus auch möglich ein Studium zu schaffen, wenn man die Themen und den Ablauf gar nicht mag. Genauso wie z.B. ungelernte einen richtig guten Job in z.B. der Gastronomie machen können, obwohl ihnen die Arbeitsbedingungen und der geringe Verdienst auch gehörig gegen den Strich gehen. Die Zufriedenheit mit den Arbeitsinhalten hat doch so gar nichts mit dem Ausbildungsgang oder dem Verdienst zu tun, und auch nicht damit, ob man in dem (ungeliebten) Bereich etwas leisten kann oder nicht.
knopper hat geschrieben:
Montag 12. Februar 2018, 10:53
Verstehe diese ganze Studiererei sowieso nicht. Gerade im Info-Bereich muss ich für Web-Programmierung, Windows-Support usw.. nicht studiert haben. Genau genommen konnte ich das alles auch schon vor der Ausbildung... :mrgreen:
Ja, ein technisches Studium macht man meiner Meinung auch gar nicht, um irgendwelche fachlichen Inhalte vermittelt zu bekommen. Die passen ohnehin nicht auf die spätere Stelle. Ich würde sagen: der Sinn eines technischen Studiums ist ausschließlich zu beweisen, dass Du Dir technische Dinge selbstständig beibringen kannst.

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Re: Braucht man diese Zufriedenheit für eine gute Ausstrahlung?

Beitrag von Zeldani » Montag 12. Februar 2018, 23:40

Hallo grenouille,

melde mich jetzt auch einmal zu Wort mit einer kleinen Mutmach-Geschichte à la "Für einen Neuanfang ist es nie zu spät".
Auch ich war mit meinem Studium unglücklich, was zum einen daran lag, dass ich damals nicht wirklich wusste, was ich machen will und wohin mich dieses Studium bringen wird, zum anderen daran, dass ich einfach noch nicht so weit war und mir meine damals sehr ausgeprägte soziale Phobie viele Steine in den Weg gelegt hat. Ich hatte allerdings auch keine Ahnung, was ich sonst machen soll, wie man es rechtfertigen kann, nach einigen Semestern alles hinzuschmeißen, und wie ich das meinem Umfeld beibringen sollte. Also habe ich einfach nichts getan - das ganze Thema lange Zeit komplett verdrängt und vor meinen Eltern so getan, als wäre alles bestens, außer dass es eben bei mir ein bisschen länger dauert mit dem Abschluss, gut Ding will schließlich Weile haben. Vor Panik, mir und meiner Familie ein "Scheitern" einzugestehen, habe ich sogar quasi ein Doppelleben geführt und so getan, als würde ich zur Uni gehen, obwohl ich schon längst keine Vorlesungen mehr besuchte. Irgendwann wurde aber auch mir klar, dass es so nicht weiter gehen kann, und somit habe ich nach sage und schreibe 18 Semestern (selbst für damalige Magisterverhältnisse ne ganze Menge) mein Studium abgebrochen. Anschließend habe ich mit Ende 20 eine Ausbildung absolviert, die mein Selbstbewusstsein in beruflicher Hinsicht deutlich gestärkt hat, so dass ich auch mit meinem verschlungenen Lebensweg langsam ins Reine kam und mit Anfang 30 tatsächlich noch einmal den Schritt ins Studium gewagt habe (aufbauend auf der Ausbildung). Vor einem Jahr habe ich dann mit Mitte 30 meinen Bachelorabschluss gemacht - und weder in der Ausbildung noch im Studium war ich die Älteste und schon gar nicht die einzige, die diverse Umwege in ihrem Lebenslauf vorweisen konnte :D Natürlich hatte ich vorher auch alle diese Zweifel und Befürchtungen, aber die waren wirklich komplett unbegründet.

Ob man Zufriedenheit dringend benötigt um eventuelle Partner „anzulocken“, wage ich zu bezweifeln. Aber es wird schon eine Rolle spielen, wenn es wirklich darum geht, sich auf eine Beziehung einzulassen. Kann mir zumindest schwer vorstellen wie das funktionieren soll, wenn einem so viele andere Dinge durch den Kopf schwirren, die Kraft und Energie rauben. Bei mir hat sich in all den Jahren in dieser Hinsicht nichts verändert, aber das liegt auch daran, dass ich noch haufenweise andere Baustellen habe :roll:

Finde es auf jeden Fall bewundernswert, dass du diese Entscheidung getroffen hast, und dich z. B. auch von der Erwartungshaltung deiner Eltern nicht davon abbringen lässt. Klar, seine berufliche Zufriedenheit sollte man nie von den Eltern abhängig machen, doch ist das oft leichter gesagt als getan. Das Allerwichtigste in so einer Situation tust du bereits: dich damit auseinandersetzen, Lösungen und Alternativen suchen...nichts ist destruktiver, als sich vor Angst und Zweifeln in Passivität und Vermeidungsstrategien zu flüchten - das war der größte Fehler, den ich damals begangen habe.
Ich wünsche dir, dass du den beruflichen Weg findest, der dir Zufriedenheit bringt, sei es mit dem Abschluss deines jetzigen Studiums oder auf ganz anderen Pfaden. :vielglueck:

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Re: Braucht man diese Zufriedenheit für eine gute Ausstrahlung?

Beitrag von Ringelnatz » Dienstag 13. Februar 2018, 00:08

grenouille hat geschrieben:
Montag 12. Februar 2018, 22:14
Irgendetwas hat mich ja damals dazu bewogen, mich für genau dieses Studium zu bewerben, und indirekt hat es mir auch gezeigt, in welche Richtung es jetzt gehen soll (durch ein fachfremdes Pflichtpraktikum).
Manchmal haben eben auch kleine Umwege einen Sinn ;-)
grenouille hat geschrieben:
Montag 12. Februar 2018, 22:14
Hoffentlich findest du trotz der Fehlentscheidungen etwas, das dich zufrieden stellt, oder hast es schon im Blick. :vielglueck:
Vielen Dank :umarmung2:
grenouille hat geschrieben:
Montag 12. Februar 2018, 22:14
DAS ist Durchhaltevermögen. Der mir bekannte Doktorand meinte, das Verfassen der 200 Seiten (bei ihm waren es 200) sei da das kleinste Problem.
Ich würde auch sagen, dass es hauptsächlich das Durchhaltevermögen ist, das durch eine Promotion trainiert wird. Das Verfassen ist wirklich das kleinste Problem. Da kann man das Ende nämlich endlich sehen...
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Re: Braucht man diese Zufriedenheit für eine gute Ausstrahlung?

Beitrag von Saraj » Dienstag 13. Februar 2018, 08:34

Ringelnatz hat geschrieben:
Dienstag 13. Februar 2018, 00:08
ch würde auch sagen, dass es hauptsächlich das Durchhaltevermögen ist, das durch eine Promotion trainiert wird. Das Verfassen ist wirklich das kleinste Problem. Da kann man das Ende nämlich endlich sehen...
Das Durchhalten sehe ich auch als das größte Problem. Vor allem am Anfang, wenn es einem schier endlos erscheint und man nicht genau sieht, worauf es hinausläuft und ob es letztendlich überhaupt irgendwas wird. Mir selbst Deadlines setzen kann ich auch nur sehr schwer. Aber es wird langsam etwas besser. Man gewöhnt sich irgendwie daran.

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Re: Braucht man diese Zufriedenheit für eine gute Ausstrahlung?

Beitrag von Milkman » Dienstag 13. Februar 2018, 09:15

grenouille hat geschrieben:
Montag 12. Februar 2018, 18:01
Ja, es gibt eben immer zwei Seiten: man will sich selbst etwas beweisen, wie du eben sagst, andererseits merkt man, dass das dann auf Kosten der Lebensqualität geht. Was sich aber im Vergleich zu der Situation im letzten Jahr gebessert hat: ein Ende ist in Sicht. Ich kann das Ganze im Juli hinter mir lassen. Meine Psyche hat sich erholt, dadurch, dass ich nicht mehr von Freunden und Familie getrennt bin.
Siehst du. Finde ich super :good:
So ist es halt mit uns Gefühlsmenschen. Wir setzen da andere Prioritäten... Das werden Kopfmenschen her nicht verstehen, aber das müssen sie ja nicht.
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Re: Braucht man diese Zufriedenheit für eine gute Ausstrahlung?

Beitrag von Milkman » Dienstag 13. Februar 2018, 09:15

Ringelnatz hat geschrieben:
Montag 12. Februar 2018, 21:54
Dead Milkman hat geschrieben:
Montag 12. Februar 2018, 15:47
Klar lockt der Abschluss, dass man "was eigenes" hat...
hihi, das erinnert mich an das Jodeldiplom ;-)
Deswegen habe ich es auch so formuliert. ;)
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Re: Braucht man diese Zufriedenheit für eine gute Ausstrahlung?

Beitrag von fidelchen » Dienstag 13. Februar 2018, 09:33

Ringelnatz hat geschrieben:
Montag 12. Februar 2018, 21:57
Ich finde das klingt wirklich so, also würde es sich für dich lohnen, den Abschluss zu versuchen. Ich bin zwar aktuell nicht so wirklich glücklich mit meinen bisherigen beruflichen Entscheidungen, aber doch ganz froh, dass ich die Promotion am Ende durchgezogen habe. Nachdem "früh aussteigen" eben einfach keine Option mehr war.
Da kannst du auch stolz auf dich sein ;)

Ich liebäugle im Augenblick auch mit einer Dissertation. Es gibt einfach Themen die ich furchtbar interessant finde und die für mich eine Dissertation wert sind. Habe ja durch meine Forschungszeit auch eine weile mit angehenden Doktoranden gearbeitet und auch Paper geschrieben. Ich glaube ich kann somit einschätzen was mich erwartet.

Ich würde das aber nur berufsbegleitend mit einer Halbtagsstelle machen und auch nur ein Thema das mich voll interessiert.

Ich bin mir aber noch sehr unsicher, ob ich das machen soll...
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Was bin ich nun?

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Ich suche hier ...: nur Austausch.

Re: Braucht man diese Zufriedenheit für eine gute Ausstrahlung?

Beitrag von grenouille » Dienstag 13. Februar 2018, 10:21

Dead Milkman hat geschrieben:
Dienstag 13. Februar 2018, 09:15
grenouille hat geschrieben:
Montag 12. Februar 2018, 18:01
Ja, es gibt eben immer zwei Seiten: man will sich selbst etwas beweisen, wie du eben sagst, andererseits merkt man, dass das dann auf Kosten der Lebensqualität geht. Was sich aber im Vergleich zu der Situation im letzten Jahr gebessert hat: ein Ende ist in Sicht. Ich kann das Ganze im Juli hinter mir lassen. Meine Psyche hat sich erholt, dadurch, dass ich nicht mehr von Freunden und Familie getrennt bin.
Siehst du. Finde ich super :good:
So ist es halt mit uns Gefühlsmenschen. Wir setzen da andere Prioritäten... Das werden Kopfmenschen her nicht verstehen, aber das müssen sie ja nicht.
Ich dachte eigentlich immer, ich sei ein Kopfmensch. Zumindest bin ich wohl "verkopft". Aber der wirkliche Kopfmensch hätte sich wohl für ein Studium "mit Zukunft" entschieden und wäre auch einem weiteren Auslandsaufenthalt gegenüber aufgeschlossen, wenn dieser zum beruflichen Erfolg beiträgt.
Inzwischen weiß ich aber, dass ich meine Gefühle nicht ignorieren darf, auch wenn mir zuhause etwas anderes vermittelt wurde.
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Logan 5
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Re: Braucht man diese Zufriedenheit für eine gute Ausstrahlung?

Beitrag von Logan 5 » Dienstag 13. Februar 2018, 10:25

fidelchen hat geschrieben:
Montag 12. Februar 2018, 13:21
knopper hat geschrieben:
Montag 12. Februar 2018, 11:42
vermutlich :mrgreen:
Also allein hier im Forum...wenn ich so die Beiträge lese... heißt es stets Studium, Studium, Studium...."Ich bin damals zum Studium ausgezogen," "damals beim Studium war ich nicht oft auf Partys", "im Studium habe ich keine Frauen kennengelernt", "im Studium bin ich auch oft Bahn gefahren" usw... gefühlte 90% :D Es fällt schon irgendwie auf, oder?

Kann natürlich auch eine Häufung unter den AB's sein, ja...
aber egal ich will ja meine Unfähigkeit den Bachelor nicht geschafft zu haben jetzt nicht schön reden. :hammer: :D
Hier das Forum kannst du nicht als "Referenz" für alle ABs sehen und die ABs auch nicht für die Bevölkerung selbst. Sicherlich hängt die Art und Weise hier auch tendenziell mit einer typischen Bildung/Beruf zusammen.

Es gab schon Umfragen über die Bildung hier im Forum. Darunter waren überdurchschnittlich viele mit einem Hochschulabschluss.

Ansonsten finde ich den steigenden Anteil der Akademiker - insbesondere bezogen auf die globalen Anforderungen, da wir ja kaum Rohstoffe besitzen - mehr als angebracht. Selbst die Akademiker in den eher "bedarfsunwichtigen" Berufen sind später in einen Beruf und sorgen damit für mehr Wohlstand für alle.
Hauptsache, es führt nicht dazu, ohne Studium bald auf dem Arbeitsmarkt nichts mehr wert zu sein.
Wenn ich sehe, dass ich meine jetzige Stelle heute ohne mind. FH-Abschluss gar nicht mehr bekommen würde, bin ich schon irritiert. Denn logischweise reicht für meinen Job eine klassische Berufsausbildung eigentlich völlig aus. Man akademisiert Berufe/Jobs, für die früher eine Ausbildung/mittlere Reife gereicht hat. So zumindest der Eindruck.

Welche Karrierewege stehen denen denn offen, denen ein Studium nicht liegt, bzw. keine Berechtigung haben, wenn man in Zukunft hierzulande für die Tätigkeit als Liegewiesenbetreuer einen Master benötigt? ;)
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Re: Braucht man diese Zufriedenheit für eine gute Ausstrahlung?

Beitrag von knopper » Dienstag 13. Februar 2018, 12:05

NeC hat geschrieben:
Montag 12. Februar 2018, 22:47

Hm, ich hab' das Gefühl, Du machst das ein wenig zu sehr an der finanziellen Seite fest, kann das sein?
Man kann doch auch als Mensch mit Studium in einem Bereich arbeiten, der einem eigentlich nicht liegt?
Und für manche Menschen ist es durchaus auch möglich ein Studium zu schaffen, wenn man die Themen und den Ablauf gar nicht mag. Genauso wie z.B. ungelernte einen richtig guten Job in z.B. der Gastronomie machen können, obwohl ihnen die Arbeitsbedingungen und der geringe Verdienst auch gehörig gegen den Strich gehen. Die Zufriedenheit mit den Arbeitsinhalten hat doch so gar nichts mit dem Ausbildungsgang oder dem Verdienst zu tun, und auch nicht damit, ob man in dem (ungeliebten) Bereich etwas leisten kann oder nicht.
ja natürlich kann man das....ich finde aber wenn man dann mit seinem Master (den man nur widerwillig gemacht hat) einen gut bezahlten Job macht, der einem aber eigentlich nicht liegt das Jammern auf hohem Niveau ist.
Natürlich kann man da arbeiten, aber dann soll man auch dazu stehen dass man im Grunde das Studium nur wegen der Kohle gemacht hat, so ist es doch in vielen Fällen! Natürlich gibt man das ncht gerne zu....über Geld spricht man nicht und so.

Sonst wäre ja evt. gleich eine Ausbildung in Frage gekommen...aber nee da verdient man ja später mies…und is ja alles Käse
Also lieber so!
Es gibt natürlich mehrere Gründe und oft ist es auch familiärer Druck wie die TE schon anmerkte ....Motto: "du hast doch viel mehr aufm Kasten und wirst doch wohl nen Master packen"…oder auch "Ne Ausbildung machen heutzutage höchstens Hauptschüler, das machst du nicht!"...sind sicherlich oft fallende Sätze von "besorgten Eltern". :D

NeC hat geschrieben:
Montag 12. Februar 2018, 22:47
Ich würde sagen: der Sinn eines technischen Studiums ist ausschließlich zu beweisen, dass Du Dir technische Dinge selbstständig beibringen kannst.
hm also das kann ich aber auch so. Man muss leider sagen ..dazu genügt heutzutage ein Blick ins Netz. :D
Zu jedem Thema gibt es unzählige Foren oder Tutorials, man muss einzig und allein die Fähigkeit besitzen das Wesentliche für sich herauszufiltern. Dazu braucht man aber kein Studium, sondern das ist Teil der eigenen Persönlichkeit.

Im Prinzip geht das ja schon bei einer Reisebuchung los...unzählige Portale, man hockt ewig davor und sucht.... Ja es gleicht schon fast einer wissenschaftlichen Recherche. :mrgreen:

Logan 5 hat geschrieben:
Dienstag 13. Februar 2018, 10:25

Hauptsache, es führt nicht dazu, ohne Studium bald auf dem Arbeitsmarkt nichts mehr wert zu sein.
Wenn ich sehe, dass ich meine jetzige Stelle heute ohne mind. FH-Abschluss gar nicht mehr bekommen würde, bin ich schon irritiert. Denn logischweise reicht für meinen Job eine klassische Berufsausbildung eigentlich völlig aus. Man akademisiert Berufe/Jobs, für die früher eine Ausbildung/mittlere Reife gereicht hat. So zumindest der Eindruck.

ja genau das meine ich! Die Ausbildung wird um eine Stufe degradiert...und qualifiziert einen mal grade so noch für ne befristete Stelle bei ner Zeitarbeitsbude….natürlich für Mindestlohn. :D
Man hat quasi erst einen richtigen Abschluss wenn man das Studium geschafft hat....alles darunter is quasi ungelernt.

Das ist so nicht korrekt. Das war in den 70er und 80ern noch ganz anders, so mein Eindruck. Aber ok wir werden sehn wohin das noch führt.

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